CFWU 1 - Von Atlanta nach Hongkong mit einem "Portable Bidet"
Olli berichtet über das Routing von Cargo-Nachtflüge in die USA
Steffen berichtet über den Bereitschaftsdienst und was daraus werden kann!
Kapitel (9)
Vertagte Themen (1)
Links (6)
- North Atlantic Track Systemhttps://de.wikipedia.org/wiki/North_Atlantic_Tracks
- Bereitschaftsdiensthttps://www.quora.com/What-do-pilots-do-during-standby-duty
- Blitzschlägehttps://www.youtube.com/watch?v=7SgqsrK-us8&feature=youtu.be&t=51
- Speed Tapehttps://de.wikipedia.org/wiki/Speed_Tape
- Luftraums von Pakistanhttps://airlinegeeks.com/2019/02/28/31712/
- Portable Bidethttp://cdn.shopify.com/s/files/1/1389/2997/products/3a_0003_800x.jpg?v=1492205261
Transkript
00:00:01Speaker 1 So, dann fange ich einfach mal an, rede mal einfach schlichtweg drauf los. Hier ist der Steffen und das ist die Folge Nummer 1 von Come Fly Wissers. Wir schreiben Ende Februar 2019, falls man diesen Podcast irgendwann nochmal später hört. Fangen wir jetzt mal an mit unseren ersten Geschichten aus der Fliegerei, erste Kommentare, Berichten, was wir so erlebt haben, was gerade so passiert und wollen ein wenig darüber reden.
00:00:32Speaker 1 Olli, bist du bei mir? Kannst du mich hören?
Speaker 2 Ich bin da. Hallo Steffen, grüß dich. Hallo Olli. Zuerst möchte ich mich etwas für die schlechte Audioqualität entschuldigen, denn ich bin unterwegs und habe, wie sich's dann gehört, mein Mikrofon zum Podcasten vergessen. Und entsprechend muss ich das eingebaute Mikrofon vom iPad benutzen, was natürlich alles andere als toll ist. Also entschuldigt das bitte, das wird beim nächsten Mal definitiv besser.
00:01:02Speaker 1 Auch technisch ist es so, dass ich die Aufzeichnung hier zu Hause auf meinen Rechner mache. Also es hängt auch so ein bisschen an, wie das Netz bei dir ist. Wo bist du denn gerade?
Speaker 2 Ich bin gerade in Atlanta, hatte mal eine Tour sogar mit ein paar Tagen mehr frei, was sehr schön war. Und genau, jetzt Habe ich noch ein paar Stunden, bis ich mich nochmal hinlege und dann geht's in der kommenden Nacht nach Hause.
Speaker 1 Okay, ja, ich höre auch so ein paar Aussätze. Ich hoffe, dass
00:01:32Speaker 1 Wird nachher einigermaßen werden hier mit unserem Podcast. Was bedeutet denn ein paar Tage frei? Du weißt ja, ich kenne die Frachtfliegerei überhaupt nicht. Also was bedeutet für dich ein paar Tage frei?
Speaker 2 Also normalerweise ist es so, dass wir nur so 24 Stunden Aufenthalte haben. Im Allgemeinen, der Flieger kommt rein und den nächsten Flieger fliegen wir dann wieder zurück. Und ich hatte jetzt mal die Chance, eine Tour zu bekommen. Wir sind am Sonntag früh angekommen und heute ist Mittwoch und jetzt heute Abend wird es dann wieder nach Hause.
00:02:06Speaker 2 Auf den Weg nach Hause gehen, das heißt rund drei Tage frei, wenn man es so rechnet. Und genau, das ist schon sehr selten Leider, aber es ist ja auch Arbeit und kein Urlaub, sage ich immer noch.
Speaker 1 Dann hast du mir erzählt, dass du, das finde ich jetzt persönlich auch spannend, dass du Ein Nachtflug Richtung USA hat es. Das meine Rückfrage muss man so verstehen, dass wenn wir von der Passage Richtung USA fliegen, fliegen wir meistens irgendwie morgens, mittags oder früh Nachmittags Richtung USA und landen dort dann so gegen
00:02:40Speaker 1 Ja, auf frühen Nachmittag oder Abend. Das heißt, wir fliegen praktisch mit der gesamten Atlantikflotte, wenn man das so sehen kann. Immer so ziemlich zur selben Zeit Richtung Amerika und dann nachts ja zurück. Du bist jetzt umgekehrt geflogen. Ist da irgendwas anders? Kommen dir viele Flugzeuge entgegen dann oder kriegt ihr. Könnt ihr auf dem Tracksystem fliegen oder nicht? Das finde ich wirklich spannend. Das braucht von meiner Seite aus das Thema.
Speaker 2 Ja, es ist schon sehr, sehr unterschiedlich. Also der Hinflug war, fangen wir da mal an, abends, was wir auch
00:03:13Speaker 2 aus Deutschland nach USA eine sehr untypische Abflugzeit ist. Die normalen Flüge, wie du sie auch fliegst, die gehen jetzt im Vormittags- und Mittagsverlauf meistens los. Das heißt, genau dieses für die Flieger ist vielleicht nicht ganz so bewanderten Der Nordatlantik ist so aufgeteilt, dass man im Grunde genommen alle zwölf Stunden wechselt. Zwölf Stunden lang fliegen alle in eine Richtung und zwölf Stunden lang alle in die andere Richtung. Wenn wir dann abends losfliegen, ist es meistens so, dass dieses Nordatlantic Track System gerade wechselt oder halt noch im Wechsel ist.
00:03:47Speaker 2 Und dann haben wir einfach ein zufälliges Routing, was halt von unseren Kollegen am Boden berechnet wird. Und das fliegen wir. Das hat den Vorteil, es ist extrem wenig los. Und zur Ankunft, wir kommen hier dann ja nachts, also gegen Mitternacht 1 Uhr an. Das ist komplett anders. Also man kann das zum Beispiel immer sehen, wenn wir Leute haben, die Passagierflugzeuge geflogen sind, die Die sind das nicht gewohnt.
00:04:17Speaker 2 Also Steffen, du wirst das kennen, wenn du jetzt zum Beispiel, weiß ich, nach Atlanta oder Chicago, New York fliegst. Würdest du, das ist jetzt die Quizfrage, würdest du extra noch Kerosin mitnehmen, einfach zur Sicherheit?
Speaker 1 Also deutlich, ja. Also weil Wartezeichen sind definitiv zu erwarten. New York, also da sollte man schon ordentlich was mitnehmen. Man flutscht mal gut rein, aber es ist ja höllenviel los. Also das selbstverständlich.
Speaker 2 Ja, das ist bei uns anders.
00:04:47Speaker 2 Also wir sind jetzt am Samstag ging der Flug hier los in Deutschland. Wir haben tatsächlich quasi gar nichts an extra mitgenommen. Man muss sich das so vorstellen, gerade Atlanta ist ja ein sehr, sehr großer Flughafen, wo wirklich viel los ist. Und im Normalfall sind wir auf diesen Arrival-Frequenzen im Funk das einzige Flugzeug. Ja, vielleicht bewegt sich noch ein anderes Flugzeug auf dem ganzen Airport. Der hat, Moment, ich muss gerade überlegen, 2, 3, 5 Bahnen.
00:05:17Speaker 2 Aber da ist wirklich tote Hose und das macht das sehr angenehm. Also es ist dann sehr, sehr wenig los. Man kommt auf jeden Fall gut rein und muss sich da keine großen Gedanken machen.
Speaker 1 Und Nachflugbeschränkungen gibt es auch nicht, ne?
Speaker 2 Nee, das kennen die hier nicht. Nee, nee, genau. Jetzt für den Rückflug ist es natürlich so. Wir haben jetzt hier gerade Vormittag, das heißt, im späten Nachmittagsverlauf fliegen wir los. Da ist natürlich dann richtig viel los am Flughafen, klar.
00:05:48Speaker 2 Aber sobald es dann nach Europa losgeht auf den Nordatlantik, ist dann auch schon wieder Ja, ich sag mal, relativ tote Hose. Das ist eigentlich sehr, sehr angenehm, muss man sagen.
Speaker 1 Ja, wobei das ist ja, nachmittags da raus, ist ja eine normale Abflugzeit. Also da fliegen ja alle dann raus. Denn seid ihr ja mit the Pack. Nee, ich habe gerade überlegen, ja klar, wenn, es kommt ja eigentlich ja, wenn du nachts von Europa losfliegst, kann dir ja auch gar keiner oder kaum einer entgegenkommen. Weil du willst ja dem Wind ausweichen und das Tracksystem ist nachts ja so gebaut, mit dem Wind rüber nach Europa zu fliegen.
00:06:26Speaker 1 Das heißt, du kommst ja überhaupt gar nicht in Konflikt mit irgendeinem Verkehr, der dir entgegenkommt, weil die fliegen ja alle ganz woanders.
Speaker 2 Genau, genau, richtig. Normalerweise ist es auch so, dass also der Rückflug heute ist tatsächlich sehr untypisch für uns. Ganz häufig fliegen wir halt auch auf dem Rückweg, genau umgekehrt. Das heißt, wir haben auch ganz viele Abflüge, die hier morgens Ortszeit. Oder noch in der Nacht losgehen, sodass wir dann am Abend in Frankfurt landen. Und das ist natürlich auch immer ganz, ganz angenehm, sage ich mal.
00:06:57Speaker 2 Das ist vor allen Dingen auch schön für die Zeit danach. Man hat dann einen Flug in der deutschen Zeit. Ja, fährt nach Hause, legt sich schlafen und ist dann zumindest so in der Theorie wieder in der deutschen Zeitzone drin. Das ist sehr, sehr angenehm.
Speaker 1 Ja, dann hattest du ja auch Glück oder Glück an eine gute Tour, also zumindest was das örtliche, wie soll man sagen, im Layover das Freizeitmodell angeht. Ich hatte ja eine ähnliche Sache erwischt, allerdings war ich da noch länger weg.
00:07:28Speaker 1 Ich hatte Bereitschaftsdienst jetzt vorletzte Woche und bin dafür extra nach Frankfurt geflogen. Wie ihr vielleicht wisst, ich wohne hier in Hamburg und Bereitschaftsdienst bedeutet für uns, dass ich innerhalb von einer Stunde An meinem Einsatzort sein muss. Und das schaffe ich ja wohl schwerlich von Hamburg. Das heißt, für diese Bereitschaft, die leider sehr häufig ist in meinem Fall, so gut alle drei Monate gefühlt zumindest, muss ich dann nach Frankfurt gehen.
00:08:01Speaker 1 Meistens bin ich dann irgendwie im Hotel oder bin tagsüber erstmal, wo ich ein bisschen chillen kann, mich ausruhen kann. Wir haben ja auch auf der Basis so Ruhezonen. Auf jeden Fall habe ich das vier Tage schon gemacht. Ich war am letzten Tag meines Bereitschaftspatterns angekommen. Ich hätte nur noch am nächsten Tag so eine Rufbereitschaft gehabt, aber die ist eigentlich nur so ein Platzhalter sozusagen. Und am letzten dieses vierten Tages, abends. . . Meine Bereitschaft geht bis abends um 11, aber ich habe nicht mehr erwartet, irgendwie noch los zu müssen.
00:08:34Speaker 1 Es war so kurz nach 7 Uhr abends. War ich schon im Hotel dabei, mir ein Hotelzimmer zu nehmen? Ich war an der Rezeption, da ruft mich doch glatt der Einsatz an und sagt, ja, Steffen, ist. Es geht es los, ich habe eine Tour für Sie. Und ich sage, okay, okay, wo geht es denn hin? Ja, Sie müssen erstmal nach München für den Flug dort einen Tag vorher einreisen und dann geht es nach Hongkong. Ich so, oha, und wann komme ich wieder? Am Freitag. Und ja, da habe ich echt ein bisschen gezuckt, weil das eine 8-Tagesto-Tour war, die ich am vierten Tag meines Bereitschafts bekommen habe.
00:09:14Speaker 1 Und das heißt, ich war am Ende Elf Tage unterwegs. Das habe ich so auch noch nicht gehabt. Das war auch schon so ein bisschen ein bisschen beeindruckend. Klar, vier Tage frei in Hongkong, das ist echt grandios. Das ist auch eine besondere Tour gewesen. Es ist noch so ein bisschen die Reste von diesem Chinese New Year in Hongkong anwesend. Das heißt, es geht nicht jeder Flug geht am jeden Tag, also es ging da auch mal ein oder zwei Tage keinen Flug. Und für diese Zeit hat man die Crew halt dort vier Tage im Hotel gelassen in Hongkong.
00:09:46Speaker 1 Also das heißt, ich hatte eine Traumtour mit vier Tage frei, allerdings total unvorbereitet. und konnte jetzt nicht irgendwie spannende Geschichten oder spannende Sachen da planen. Also mein Kollege, der hatte ein Zelt mit und der ist richtig campen gegangen. Der ist da wandern gegangen und war da zwei Tage irgendwie unterwegs. Das konnte ich natürlich irgendwie nicht machen. Also in dem Sinne, das war mein Erlebnis jetzt.
Speaker 2 Nicht schlecht.
Speaker 1 Ja, war toll.
Speaker 2 Ja, also vier Tage Homekommen würde ich auch mal wieder mitnehmen. Da hätte ich nichts gegen.
Speaker 1 Da bin ich schon lange nicht mehr gewesen.
Speaker 2 Also Hongkong war ich schon mal, ist aber schon fünf Jahre jetzt her ungefähr und dann leider auch nicht so lange.
00:10:22Speaker 2 Aber gut, das Ist auch kurz eigentlich sehr schön, finde ich.
Speaker 1 Also das ist normalerweise, muss man dazu sagen, haben wir dort 50 Stunden. Layover sozusagen, davon sehr viel Nacht. Also wir kommen am späten Nachmittag an und haben den nächsten Tag frei und gehen dann am nachts dann am Am zweiten Tag nachts gehen wir dann normalerweise wieder nachtflugtechnisch zurück, sodass man, wenn man sagen möchte, man möchte viel schlafen, man bleibt so in seiner Zeitzone, summiert sich der
00:10:58Speaker 1 Der Hong des Hongkong Leo war auf die drei Worte dunkel dunkel Pickup. Man macht dort die Nacht zum Tag und das kann man in Hongkong sehr gut machen, da ist immer was los. Also da ist was schön. Ja, das waren so Geschichte. Was ist denn sonst so passiert in letzter Zeit?
Speaker 2 Auch einiges. Ich darf mal etwas schwärzeren Humor rausholen. Amazon Prime wird, denke ich mal, zumindest Houston leichte Lieferverzögerung haben.
00:11:29Speaker 2 Ähm, nee, Spaß beiseite. Also es ist leider, leider ist da ein Frachter abgestürzt. Und Ja, es ist natürlich erstmal großes Fragezeichen, was da passiert ist. Ich bin mal sehr gespannt, was da rauskommt, wenn die ersten gesicherten Informationen da sind. Das dauert ja immer ein bisschen, bis dahin Ja, kann man eigentlich alles, ich will es jetzt ja, oder fast alles, sage ich mal, ignorieren, was die Medien berichten, weil das alles nur Spekulationen sind.
00:12:00Speaker 1 Ja, da kommt jetzt allmündliche Rauschen, kommt da jetzt raus, irgendwelche Leute, die irgendwas gehört haben oder irgendwas. Das ist alles nur Spekulation. Also ich weiß wirklich, ich weiß vom ehrlichen Herzen nichts darüber. Ich habe mir darüber nichts angeguckt. Weil es, äh, weil es ist wertlos, solche Informationen. Das bringt nichts.
Speaker 2 Ja, das stimmt. Das stimmt. Genau, nee, das war so das, was mich so ein bisschen auch nicht betroffen hat, aber ich fand es schon, es ist natürlich immer schlimm, wenn sowas passiert, das ist keine Frage, aber man ist dann ja vor allen Dingen auch interessiert als Flieger, warum, wie konnte das passieren?
00:12:39Speaker 2 was kann man machen, dass es halt nicht wieder passiert. Das ist ja immer das große Ziel von dieser ganzen Flugsicherheits- und Unfallermittlerarbeit.
Speaker 1 Genau. Na, vor allen Dingen ist natürlich, du jetzt sag mal, so als Frachter, da denkt man sich natürlich auch, so Sachen, war da jetzt was mit der Fracht hinten, mit der Ladung, war da irgendwas schief oder irgendwas in der Art? Das sind immer so die Sachen, die damit da eine Rolle spielen. Und da kann ich mir vorstellen, dass es einem da gerade bei deiner Operation da so ein bisschen die Gedanken darüber fast mehr kreisen, als es bei mir tut, wobei es natürlich auch tut.
00:13:12Speaker 2 Ja, man merkt es halt, man kriegt ja immer vor dem Flug eine sogenannte No-Talk, die Notification to Captain. Das ist eine Liste mit dem ganzen Gefahrgut, was bei uns an Bord ist. Also je nachdem, wo wir hinfliegen, kann die auch schon mal so fünf bis zehn Seiten lang sein. Und wenn man da mal durchblättert, da ist dann wirklich alles Mögliche dabei. Halt auch Sachen, die auf Passagierflugzeugen nicht eingeladen werden dürfen.
Speaker 1 Ja, klar, logisch. Das sind Sachen, ja gut, aber das ist Dangerous Goods natürlich, das ist auch bei euch genauso wie bei uns im Flugzeug ziemlich genau alles überwacht und
00:13:49Speaker 1 genau reglementiert. Trotzdem sind natürlich bei euch wesentlich mehr Dinge drin, die bei uns gar nicht erst reinkommen.
Speaker 2 Hast du denn noch aktuelle Ereignisse?
Speaker 1 Ich habe mir so zwei, drei Sachen rausgesucht, die so ein bisschen exemplarisch sind für unsere Mithörer, weil wir haben jetzt hier gerade über einen Unfall gesprochen, aber es gibt da so viele andere Sachen, die ständig passieren und Wie gesagt, wo man angesprochen wird von Freunden und Dinge, die ja, mir ist letztens das passiert oder ist das gefährlich oder irgendwas. Und ich habe jetzt Zwei Dinge rausgesucht, die passiert sind.
00:14:21Speaker 1 Also einmal wieder ein Blitzschlag. Das passiert, also nach täglichem höfe ich nicht, aber es passiert relativ häufig, dass so ein Flugzeug vom Blitz getroffen wird. Ich selber habe Lass mich mir ganz kurz überlegen. Ich habe drei Blitzschläge als aktive Crew und eine als Passagier erlebt. Ist immer sehr spannend. Ich bin der Meinung übrigens, wenn der Blitz einschlägt, dass man, wenn das in der Nähe des Cockpits passiert, dass man das hören kann. Habe ich die Geschichte schon mal erzählt?
00:14:51Speaker 1 Also die ganze Geschichte ist ja, okay, das ist jetzt wieder Geschichte wieder so, wie das passiert. In der ersten Bissschaft, die ich hatte, da war ich total unerfahren, total. . Frisch am Fliegen und da flogen wir in so ein ganz kleines Winterwölkchen rein, in so ein Winter CB. CB ist so eine Bezeichnung für so ein kleines Cumulus Bravo, so ein Auftürmes Wölkchen, wo so ein bisschen Schaueraktivität drin ist, also Regenschaueraktivität. Und im Winter haben die gerne mal auch Blitzaktivität drin. Auf jeden Fall sind wir da reingeflogen und ich. Ich guck raus vorne aus dem Fenster und sehe Elmsfeuer aus der Nase rauskommen.
00:15:25Speaker 1 So eine schöne grünliche Flamme, 1,50 Meter lang. Also Flamme, weil das aussieht wie so eine Flamme. Halt so eine elektrostatische Anladung. Und ich gucke so raus, ich habe das selber noch nie gesehen und ich sage so zu meinem Kapitän, sage ich damals, ach guck mal Elmsfeuer. Und der Alte, wenn ich mal nennen, der war ganz ruhig, nahm den Kopf runter, schloss die Augen, hielt seine Hand vor die Augen und sagte nur, Achtung, gleich kommt's Riechst, was? Was kommt?
00:15:55Speaker 1 Und in dem Moment schlägt vorne in der Nase der Blitze ein. Das ist ein ganz trockener Knall. Das macht einfach nur so BAM. War die Sache vorbei. Ich war halt blind. Ich konnte gar nicht nur sehen. Ich musste erstmal gucken, wo ich überhaupt war. Der alte machte seine Augen wieder auf. guckte sich rum und sagte, okay, Triebwerke laufen noch, Instrumente sind alles noch da, ist ja alles prima, ist alles in Ordnung bei dir und nicht so was, was? Was? Wie? Wo? Ich wusste gar nicht. Das war so herrlich. Das war so richtig so da reingestoßen. Und in der Zwischenzeit hatte ich, irgendwann habe ich dann nochmal Blitzschläge gehabt.
00:16:27Speaker 1 Meinen letzten, den ich hatte, ist Gott sei Dank auch wieder lange her. der ist bestimmt zehn Jahre her. Und deswegen meine ich, wenn der im richtigen Winkel auf das Cockpit auftromt, also sehr sehr aufkommt, also sehr dicht dran ist, Denn es baut sich so eine posierende Ladung auf. Und ich glaube, das ist so eine halbe Sekunde früher, hörst du so ein. Aufbau an der Ladung und dann macht es einen ganz trockenen Knall, als wenn einer draußen mit einem Hammer einmal auf das Flugzeugblech haut, dann ist die Sache wieder vorbei.
00:16:58Speaker 2 Ja, das stimmt. Also ich hatte meinen ersten Blitzschlag auch völlig unerwartet. Und ich war eigentlich ganz froh, das war im Landeanflug und ich war angeschnallt, sonst wäre ich, glaube ich, einen Meter weiter gesprungen. Ich habe mich einfach tierisch erschrocken, weil ich damit erstens nicht gerechnet habe. Und das auch vorher gar nicht kannte. Aber auch da, also es ist ja wirklich selten. Es gibt ja auch interessante Videos zu, wo man sowas mal gefilmt hat. Das sieht immer sehr spektakulär aus. Ist natürlich auch erstmal erstrickt man sich vielleicht, aber es ist halt eigentlich gar nichts Gefährliches so.
00:17:30Speaker 1 Also ich wüsste jetzt.
Speaker 2 gar nicht, dass da wirklich mal einer richtig Probleme gehabt hat.
Speaker 1 Klar, doch, es gab alles. Es gab Flieger, die sogar 737 gab es Probleme, dass da hinten. Hitten bei Teilen, die nicht mehr ganz so gut geerdet waren oder wo die Erdung nicht mehr ganz in Ordnung war, dass denn da der Blitz ausgetreten ist und dass es denn Strukturschäden gab, also irgendwie ein Stückchen vom Ruder hinten weggeflogen ist und so. Es gab sogar richtig Crashes auch schon, aber das waren alles alte Muster. Das sind alles alte Geschichten. Also Metroliner zum Beispiel in den 60ern und sowas.
00:18:03Speaker 1 Also es sind wirklich alte, alte Geschichten. Man hat sehr viel dazugelernt in den Jahren und also ich sag mal so in der Zeit, wo ich meinen ersten Blitzschlag hatte, da ist der Flieger gelandet, man ist de facto einmal so rumgegangen, die Technik hat einmal geguckt, ja, sieht gut aus, ach guck mal, da ist der Blitz Dass es zwingend notwendig, dass man das findet, dass man einmal findet, wo ist der Witz rein und wo ist er wieder raus. Und dann guckt man, gab es dort Schäden, weil das sind die Punkte, wo Schäden sind. Bei den anderen Punkten ist es so, dass der Blitz sich so Faradischerkäfig, deswegen passiert ja auch nichts, dass er sich eher an der Oberfläche verteilt, nicht in die Kabine reingeht, sowieso nicht, und dann
00:18:40Speaker 1 Bei den einen- und Austrittsstellen hat man Schmauchspuren oder irgendwas in der Art. Und das war es irgendwie auch. Das hat man nicht gemacht. Mittlerweile ist man sehr vorsichtig geworden und man durchguckt Alles durch, man fährt die Systeme hoch. Deswegen früher war eine Blitzschlagkontrolle bei der 737 selbst noch, also Metallflieger, so einen richtigen, hat eine halbe Stunde. Und mittlerweile steht so ein Flugzeug drei Stunden. Auch eine 737, auch so ein Vollmetallflieger, der steht drei Stunden, weil man überall durchguckt und alles begutachtet.
00:19:10Speaker 1 Einfach nur, um sich wirklich sicher zu gehen.
Speaker 2 Ja gut, zumal die neueren Flugzeuge haben ja auch deutlich mehr Kohlefaser und so Kompositbauteile und klar, da muss man nochmal ganz anders hinschauen, aber ja, ist halt baulich bedingt einfach.
Speaker 1 Also zum Beispiel jetzt bei dem Komposite Teile, da sind überall Metallgewebe mit rein und so. Und da auch da ist der kritische Punkt halt, wo es rein und raus geht. Jetzt den Fall, den ich jetzt Gerade erzählt mein letzter Fall, da war ich ja noch auf der 737.
00:19:41Speaker 1 Da ist der Blitz an einem Kunststoffteil rausgegangen, der ist nämlich vorne in die Nase rein, ein Pido ist er rein. und ist am Triebwerk raus. Und die Triebwerksverschalung außen, die Schubumkehr, das ist Kunststoff gewesen. Und da hast du auch die Abplatzer gesehen, wo der Blitz raus ist, aber das hat dem Ganzen zu Hat die ganze Sache nicht geschadet. Aber auch Kunstschauflieger sind in dem Sinne sicher, also von der Seite her, dass die sind Fahrrad und die werden ja auch in der Flugtest werden die ja richtig in die Gewitter reingeflogen. damit die möglichst Split-Schläge abkriegt, noch und nöcher, um das dann sozusagen auch zu zertifizieren.
00:20:15Speaker 2 Es gibt schon spannende Jobs in der Hochfahrt. Was ist denn dein Job? Ich fliege Gewitter rein.
Speaker 1 Ja, ja, genau. Also das wollte ich erzählen. Als kleine Sache, die passiert ist. Hier ist nämlich ein Southwest 738. Am 15. Februar Lightning Strike und der blieb erstmal für 10 Stunden am Boden. Klar, da hat man dann alles Mögliche nachgeguckt und der ist auch Das kann also schon mal sein, dass der Flieger dann, wenn man das passiert, dass der wieder zurückkehrt zur Heimatbasis. Also nehmen wir mal, man fliegt jetzt von der Heimatbasis des Flughafens
00:20:47Speaker 1 los Richtung Gran Canaria und eine Stunde nach dem Flug kriegt man so ein Blitzschlag ab, dass man dann wieder zurückfliegt, weil man weiß, in Gran Canaria als Beispiel Kann man den Flieger nicht so genau untersuchen, wie man das mit den Mechanikern zu Hause kann und dann wird die Reise halt abgebrochen und dann gibt es so eine Entscheidung, dass man dann zurückfliegt. Sehr ärgerlich für die Gäste, aber obwohl der Flieger heil ist. wird dann aus rein wartungstechnischen Gründen wird der Flieger dann wieder zurückgebracht. Und dann fliegt man lieber mit einem neuen, frischen Flieger die Reise denn gleich hinterher.
00:21:18Speaker 1 So sieht es aus. Um mal so Entscheidung, operationelle Entscheidung nachzuempfinden, warum läuft das. Denn ich habe ja noch eine andere Sache gefunden, die fand ich eher witzig Dass es auch passiert ist am 17. Februar passiert, dass da da gibt es ein Video von auf Aviation Herald, das habe ich eigentlich auch noch nie erlebt Der will ein Flieger losfliegen von Los Angeles a Los Angeles. Also nicht irgendwie hier Flughafen Indien oder irgendwas, wo ein Gepäckkarren sich gelöst hat und der ist so schön über die Randweh gerollt und irgendwie rein in so ein
00:21:49Speaker 1 Triebwerk von so einem Flieger, von einem Volaris-Flieger, der schön das laufende Triebwerk reingedonnert und dann wahrscheinlich dann die Triebwerkseinlässe verbogen und jetzt Dufen die alle wieder zurück und versteht da, 43 Stunden blieb der Flieger am Boden, bevor er dann wieder losfliegen konnte. Herrlich, solche Sachen gibt es auch in der Luftfahrt. Ich sag immer, Sachen gibt's. Sehr schön.
Speaker 2 Ja, aber was ich oft gehabt habe, ich bin früher ja auf dem 320 mit Passagieren geflogen und da hatten wir in einem Flugwolken von Barcelona aus wieder nach Hause fliegen.
00:22:22Speaker 2 Und in der Vorbereitung merken wir dann irgendwann, dass der Flieger sich einmal schlagartig so rechts-links bewegt hatte. Der Hintergrund war, dass hinten eine Treppe rangefahren wurde und diese Treppenfahrer mit diesem Fahrzeug halt mal ein Loch in den Rumpf reingefahren hat. Problem an der Sache war, der hat das gesehen, hat sich erschrocken und ist einmal weggelaufen, weil er wahrscheinlich ein bisschen Angst hatte vor seinen Seinen Kündigung oder weiß nicht was im Job, die er, denke ich, dann sowieso bekommen hatte. Aber ja, dann stand wieder erstmal die Treppe im Flugzeug, ein dickes Loch da drin und Treppenfahrer weg.
00:22:57Speaker 2 haben wir erstmal ein dummes Gesicht gemacht, aber ja, Gepäckkarren. Gut, in Los Angeles wahrscheinlich dann mit gutem Wind hat er sich halt auch mal selbstständig gemacht.
Speaker 1 Genau, Los Angeles ist immer sehr windig, schöner See, Seewind und da hat es ihn einfach da weggepustet. Ja, gut, dass Sachen, dass Sachen, dass man Sachen oder Menschen mit Fahrzeugen zu dicht an Flugzeug rankommen, das passiert. Ich habe das mit dem Catering-Fahrzeug mal gehabt, der ist auch leicht rein, eine leichte Delle. In den Flieger reingemacht und der war total aufgelöst, hat sich Sorgen gemacht und so, aber der ist nicht weggelaufen.
00:23:34Speaker 1 Der machte sich auch Sorgen in seinem Job, aber das ist Gott sei Dank. Bei uns in der Firma so ist es nicht so, das ist halt ein Vorfall. Das kann passieren, es kann jedem passieren. Hauptsache er sagt, was ihm passiert ist. Da kam dann gleich so ein Swap-Team an, sagen wir mal so, von den Mechanikern mit dem ganzen Aufsatz und Technik, die haben geguckt. Wie tief ist die Delle? Ist das irgendwie abgekratzt? Wie groß ist die Beule? Wie groß ist das Blechstück dahinter? Wie kritisch ist die Farbe drauf und irgendwas? Das hat so eine halbe Stunde Analyse ge. gekostet und dann wurde es für gut befunden und man hatte riesige Tabellen in die reingehen und Computerprogramme und da wurde ein Marker drauf gesetzt und das heißt es dann so bis zum nächsten Check
00:24:11Speaker 1 So und so weit kann das Flieger noch so und so viele Stunden und Flüge damit machen und dann müssen wir das Ding ausbeulen und reparieren.
Speaker 2 Ja, zumal es gibt ja auch, also ich meine, aus dem Heimwerkerbereich kennt jeder das Panzerband Wenn man unterwegs ist, Draht, Panzerband, Kabelbinder, die wichtigsten Sachen zu reparieren. Zumindest dieses Panzerband gibt es in einer ähnlichen Version bei der Luftfahrt auch. Das ist im Grunde genommen dasselbe, bloß dass dieses Klebeband noch einen sehr, sehr hohen Metall-Aluminium-Teil
00:24:43Speaker 2 Mit drin hat. Das heißt, das ist quasi wie so eine, ich sag mal, dünne Aluminiumplatte, die man verkleben kann. Und das Zeug ist nicht nur teuer, aber vor allen Dingen auch unglaublich praktisch. Das heißt, wenn ihr mal so am Flieger irgendwie so ein Klebestreifen seht, das ist so gewollt und das funktioniert auch. Man mag es kaum glauben. Und das hält also auch über Flüge hinweg. Das ist also ganz faszinierendes Zeugs.
Speaker 1 Genau, wenn da irgendwo irgendwo sich ein, wo habe ich das letzte Mal gehabt?
00:25:14Speaker 1 Da war eine Schraube an irgendeinem Panel war los und dann hat man das Panel sozusagen mit diesem Band festgeklebt und das ist so, als wenn man da ein Alublech drauf genietet hat. Das kriegt man nicht, kriegt man ohne dementsprechende Lösungstechniken nicht ab. Das hält wahrscheinlich besser als das eigentliche Blech, was darunter ist. Also das ist unglaubliches Zeug. Ja, und dann habe ich hier noch eine andere Sache rausgesucht, die auch irgendwie häufig passiert. Nicht die rausgesucht, sondern ich habe nur gelesen gehabt, Reifenplatzer, Reifenplatzer, Reifenplatzer.
00:25:45Speaker 1 Das ist auch etwas, was sehr, sehr häufig in der Fliegerei passiert. Und dass man bei der Landung und beim Start, das heißt sehr häufig, naja, also so häufig wiederum auch nicht, aber man liest darüber, dass es einen Reifenplatzer gab. Und dann, ja mal, oh Gott, was passiert da? Und Reifen gehört, weil man stellt sich das so wie im Auto vor. Wobei mir ist mal im Auto bei so 160 ein Reifen geplatzt und ich ja, also ist aber irgendwie, ich merkte, das Auto wird schwammig. Der fing an, irgendwie nach links zu ziehen und Dann war es wieder ruhig, dann habe ich wieder Gas gegeben und habe gesagt, nee, hier stimmt was denn nicht mit dran.
00:26:18Speaker 1 Und dann war halt, ja, war die Kakasse weg und ein Stückchen drauf. Also war platt, aber ich Ich konnte ranfahren und habe ihn gewechselt und bin weitergefahren. Und beim Flugzeug ist es ähnlich, wenn, die haben ja meistens mehrere Reifen an einem Truck oder wie man das nennt, an so einem Fahrgestell dran. Und auch da gibt es dann für die Piloten Tabellen, wo dran steht, was man machen kann. Also wenn zum Beispiel an einem Fahrgestell, wo zwei Reifen sind und einer platzt, kann man in der Regel
00:26:49Speaker 1 noch weiter rollen. Also man soll nicht scharfe Ecken, man soll nicht lang rollen, aber es reicht definitiv, um zumindest von der Randwee runterzulälen und meistens auch zu so einem Parkplatz hin. Und Nur wenn dann bei, natürlich klar, wenn zwei Reifen geplatzt sind an einem Fahrwerk, wo nur zwei Reifen dran sind, also auf einer Seite, dann kann man damit nicht mehr rollen, dann muss das. Flugzeug meistens in Regel geschleppt werden und zwar wird dann das auch nicht geschleppt, indem man vorne einen Schlepper reinmacht an der Nase und ihn dann zieht, weil da wäre immer noch zu viel Widerstand.
00:27:22Speaker 1 am Fahrwerk dran, sondern da sind extra so Haken an dem so Löcher Ösen dran. Ich weiß, ihr hast bestimmt auch schon gesehen, da sind Ösen dran am Fahrwerk, da kommen dann Ketten dran und dann wird das Ding direkt an dem Hauptfahrwerk. Mit Ketten wird das Flugzeug dann weggeschleppt. Auch das ist möglich. Und es gibt bei YouTube schöne Videos: 737, Landung und Start nur mit einem Reifen. Also wird er dann kontrolliert. Durch eine kleine Sprengladung zum Platzen gebracht und dann wird geguckt, wie ist es denn, wenn ich dann den Start weitermache oder die Landung weitermache.
00:27:54Speaker 1 Sehr beeinflusst.
Speaker 2 Aber man muss sagen, also obwohl die Reifen ja ständig rund erneuert werden, was ja bei Autos, ich sag mal, eher untypischer ist. Sind die sehr robust? Also ich hatte einmal eine Landung, wo sozusagen das ABS nicht richtig funktioniert hat und der Reifen, also ein Reifen. von Aufsätzen bis an der Parkposition komplett blockiert hat. Also wir haben an dem Flughafen quasi so eine schätzungsweise drei Kilometer lange Bremsspur gelassen. Der hat das ausgehalten. Das fand ich sehr faszinierend.
00:28:24Speaker 2 Also da ist tatsächlich nichts passiert. Habt ihr das gemerkt? Nö. Dass der Techniker dann irgendwann sagte, dass da vielleicht der Reifen jetzt mal gewechselt werden müsste. Und dann haben wir uns das mal angeguckt und dann ist das aufgefallen. Also man, es war halt noch ein anderes Muss, aber auch ein großer Großraumjet. Und haben wir überhaupt nichts mehr mitbekommen.
Speaker 1 Ich glaube, es gibt, also bei uns im Cockpit jetzt im 380 gibt es Anzeigen dafür. Real not break, not released, heißt es denn. Also dann kriegst du eine Warnung, dass ein Reifen blockiert ist.
00:28:55Speaker 1 Und bei den ganzen Reifen fällt das dann wahrscheinlich auch gar nicht so auf. Es gibt ja leider auch Geschichten, dass Leute mit gesetzter Parkbremse gestartet sind.
Speaker 2 Ja, da kommt bei uns zumindest eine Warnung.
Speaker 1 Ja, kommt auch. Die Warnung gibt es, wurde ja dann daraufhin irgendwann mal auch eingebaut, dass wenn man Startleistungen setzt mit gesetzter Parkbremse, dann Felden Fängt da das große Alarmkonzert an. Also das wollte ich unserem Hörer noch mitteilen. Insofern nicht irgendwie jetzt unglaublich viele Reifen betroffen sind, ist auch ein Reifenplätzer etwas, was.
00:29:26Speaker 1 Wie gesagt, operationell ärgerlich ist, weil teuer und natürlich möglicherweise hat man dort noch keine Ersatzreifen vor Ort, da muss erstmal hingebracht werden und all sowas, wo man, wo immer einem das passiert, aber es ist jetzt in dem Sinne keine Keine furchtbare Sache oder irgendwas, die auftritt.
Speaker 2 Ja, das stimmt wohl.
Speaker 1 Aprooperationelle Sachen. Hast du von Pakistan gehört gerade?
Speaker 2 Ich hatte es eben nur so ein bisschen in den Medien gelesen, dass die ja sich mal wieder ganz doll lieb haben mit den Innern und den Luftraum gesperrt haben.
00:29:59Speaker 2 Wahrscheinlich haben sie alle ihre Lehren aus der Sache in der Ukraine gezogen. Ist auch gut so, also dass da nicht wieder sowas passiert wie mit der Malaysia, die da abgeschossen wurde. Genau. Von daher kann man nur hoffen, dass dieser Konflikt irgendwann beigelegt ist wahrscheinlich sehr illusorisch, aber dass der zumindest auf eine Ebene gezogen wird, dass nicht weiter da andere Menschen runterleiden müssen.
Speaker 1 Klar. Also das ist laut Notem haben die Pakistaner den Luftraum zugemacht, bis
00:30:32Speaker 1 morgen Abend und dann werden wir mal weiter schauen. Also ich habe nur von Kollegen gehört, dass sie natürlich jetzt Aus den vielbesfahrenen Strecken, die eben halt über Pakistan hinweggehen. Also zum Beispiel jetzt vom Kollegen, der aus Singapur heute Nacht zurückgekommen ist. Der sagt, er hat natürlich irgendwie gut 50 Minuten länger geflogen als Als normalerweise geplant und das natürlich irgendwie auch ein bisschen. Bisschen agelegs kostet viel Geld, ne? Also. Also wobei Pakistan ist man regelär rübergeflogen.
00:31:04Speaker 1 Die Strecke dann geht ja meistens weiter über Afghanistan und da scheiden sich natürlich schon wieder die Geister. In Afghanistan gibt es einige Einige Gesellschaften, das sind aber eigentlich eher alles Amerikaner, die da nicht rüberfliegen. Ich glaube, die haben sich dazu sehr die Füße verbrannt in dem Land.
Speaker 2 Ja, das ist wohl anzunehmen. Genau. Ja, bei uns ist es ja so, wenn man jetzt, sage ich mal, eine Stunde zu spät kommt, natürlich wollen wir das nicht, aber zumindest von hinten aus der Kabine gibt es keine Beschwerden. Das ist eigentlich relativ hilfreich. Aber das ist ja bei euch anders.
00:31:36Speaker 2 Und keine Ahnung, wie das. Du kannst ja auch gerne mal aus dem Lähkästchen plaudern, wie das so bei euch ist.
Speaker 1 Wie meinst du auf dem Lähkästchen?
Speaker 2 Es sollte eine Überleitung für das nächste Thema sein.
Speaker 1 Oh, du meinst Geschichten aus der Kabine oder sowas? Ja, genau. Ah, okay, gut. Ja, also wir haben so eine Rubrik hier eingebaut, genau, wir sind auch schon, oh wir reden ja schon, 33 Minuten oder so, ne? Ich habe eine Rubrik eingebaut, Geschichten aus der Kabine.
00:32:09Speaker 1 Ich glaube, das könntest du aber auch. Du hast ja bestimmt auch tolle Frachtbegleiter, lebende Fracht, Tiere oder irgendwas, die du an Bord hast, die besonders behandelt werden muss. Ich habe halt nur so Geschichten außer Kabine-Kapitel aufgeschrieben. Ja, was kommt mir gerade in meinen? Ach, die Geschichte, habe ich die Geschichte von dem tragbaren Bidet erzählt? Nein? Nein. Also die Geschichte von dem tragbaren Bidet ist so, dass
00:32:40Speaker 1 dass Kollegen sagte, oh, da hinten ist ein ganz kauziger Mann, der sitzt sogar in der ersten Klasse, also ein kleiner, rutzeliger, ein Professor aus irgendeinem exotischen Land. Oh, was heißt exotisch? Ich glaube, das war ein Inder, genau, war ein Inder sogar. Also so ein kleiner Inder-Zart, älterer, bestimmt Ü70 mit. total mit Wollmütze bekleidet, unheimlich warm angezogen. Wenn es dann unter 30 geht, dann fangen die gleich an zu frieren von den Temperaturen her.
00:33:10Speaker 1 Unheimlich warm angezogen und Er kam dann irgendwie gerade von der Toilette in der Erstklasse wohlgemerkt, die auch toll und groß ist und sowas und fing an Gespräch mit der Hand und hielt so eine Flasche in der Hand. Das kann man übrigens googeln, wenn ihr wollt. Portable BD. Hier zu einer Flaschenhand, wo so ein langer Schlauch war dran. und vorne noch so ein Einlass. Und dieser Flasche war so Wasser dran und er fing an und sie guckte an und er sagte, ja, ja, nee, Hygiene, das ist natürlich alles in so einem Bruchstückhaften Englisch.
00:33:44Speaker 1 So, Hygiene ist ganz wichtig und das ist hier sein portables BD und fing damit an, so rumzuschwenken mit dieser Flasche, mit diesem langen Gummischlauch. Und eine Kollegin hat immer nur erzählt, wie sie versuchte diesen Gummischlauch fixieren, dass sie ja bloß nicht mit der Spitze des Gummischlauchs in Berührung kommen, weil es ist ja ein Bidet. Wir wissen, was man Bidee es macht. Und naja, auf jeden Fall war das so, dass. dass diese Geschichte von diesem portablen Bidet, was der Herr denn sehr lebhaft erzählt hat, wo er das überall mitnimmt und dass es Hygienewichtig ist.
00:34:14Speaker 1 Dass denn, also der Herr wusste die ganze Kabine davon und jeder wollte nach vorne gehen und diesem putzeligen Mann sehen mit seinem tragbaren Intimreinigungsgeräten. Das sind so Geschichten, die man, die man lebt, wenn man mit vielen Menschen auf Reise geht, sozusagen.
Speaker 2 Auf was für Ideen die Leute kommen.
Speaker 1 Das ist schon beeindruckend. Ja, hast du irgendwas, was man erzählen könnte?
Speaker 2 Ich überlege gerade. Ich würde mir das zur nächsten Episode aufbewahren.
00:34:44Speaker 2 Ich habe immer das Gefühl, dass bei der Fracht ist es dann doch eher langweilig, weil Natürlich haben wir auch das eine oder andere Mal spezielle Sachen dabei, aber ich glaube, es gibt nichts Spannenderes als Menschen aus anderen Kulturen mit
Speaker 1 Portablen BDs und Erleben. Also ich hätte dann schon ein paar Fragen an dich, die mich wirklich interessieren würden. Zum Beispiel besondere Fracht, Küken und so, wie man die behandelt. Aber was können wir denn nächstes Mal machen?
Speaker 2 Wollen wir das machen? Das klingt nach einem sehr guten Plan. Ich muss mich nämlich auch gleich nochmal hinlegen, dass ich noch so ein bisschen Schlaf bekomme für den Rückflug.
00:35:16Speaker 1 So, ihr lieben Hörer, dann bedanke ich mich für euer tapferes Zuhören.
Speaker 2 Genau, wir bedanken uns bitte.
Speaker 1 Genau, wir bedanken uns beide. Ihr wisst ja, fragen. com flywithus könnt ihr gerne stellen. Twitter, all die ganzen Kanäle. Wenn ihr Fragen habt, wir versuchen sie beantworten.
Speaker 2 Und wir wünschen euch, wenn ihr Feedback habt, natürlich auch sehr gerne, bitte nicht über die Audioqualität meckern. Ich verspreche Besserung zum nächsten Mal. Aber alles andere, themenmäßig oder auch so zur Sendung, ja, jederzeit und sehr gerne.
00:35:51Speaker 1 Okay. Dann. Seid uns Ruhe gewollen und Olli, habt einen schönen Rückflug.
Speaker 2 Dankeschön, Steffen. Bis bald. Macht's gut.
Speaker 1 Tschüss. Tschö.