CFWU 4 - Ein Pferd heißt Pferd weil es.... ?
Es geht um Pferde, Zecken und Schweine als Fracht und wovon man sich als Frachterpilot an Bord ernährt. Ausserdem eine kurze Erklärung warum man sich nicht die Fingernägel an Bord schneiden sollte.
Kapitel (10)
- 00:00:00 Begrüßung
- 00:01:27 Fragen von Christian zur Frachtfliegerei
- 00:05:05 Ist der Frachtraum begehbar
- 00:08:21 NOTOC, Arten von Fracht / Tiere
- 00:10:22 Rauchmelder / Löschsysteme
- 00:17:02 Essen auf dem Frachter
- 00:24:38 A380 Rückflug nach FRA
- 00:32:30 Frage nach einem Jingle, Followerpower
- 00:34:27 Geschichten aus der Kabine,
- 00:38:00 Veraqbschiedung
Vertagte Themen (1)
Links (8)
- Christianhttps://twitter.com/vogelchr
- Pferde als Frachhttps://www.dvz.de/rubriken/land/detail/news/der-fliegende-pferdestall.html
- NOTOChttps://it.wikipedia.org/wiki/Notoc
- Arten von Frachthttps://de.wikipedia.org/wiki/Luftfracht#Dokumente
- Futter (Pferde)https://www.aerotelegraph.com/welches-menue-bekommen-pferde-an-bord-transport-olympische-spiele-rio
- Rauchmelderhttps://www.boeing.com/commercial/aeromagazine/articles/2011_q2/3/
- Löschsystemehttps://www.skybrary.aero/index.php/Aircraft_Fire_Extinguishing_Systems
- A380 Rückflug nach FRAhttp://avherald.com/h?article=4c62f4dc&opt=0
Transkript
00:00:00Speaker 1 Hallo Steffen, moin.
Speaker 2 Hallo Olli.
Speaker 1 Wie geht's dir?
Speaker 2 Prima, irgendwas Besonderes passiert so in letzter Zeit mit dir?
Speaker 1 Ja, wir haben wieder ein bisschen Zeit zum Podcasten. Das freut mich sehr. Ich sagte eben auch schon, ich habe auch schon meinen Kaffee heute Morgen. Naja, morgen. Es ist 11 Uhr morgens. 11 Uhr mittags, okay, ich gebe es zu. Und genau, wir haben mal wieder Zeit gefunden zum Podcast. Das freut mich sehr.
Speaker 2 Ja, genau.
Speaker 1 Und schön, dass Ihr Hörer auch da seid. Herzlich willkommen.
00:00:30Speaker 1 Hallo? Und genau, wir wollen euch zur Folge 4 begrüßen. Im Moment habt ihr mitbekommen, so ein bisschen unregelmäßig ist unsere Veröffentlichung. Ich glaube auch, dass wir da jetzt nicht einen hundertprozentifen Zeitplan immer da rein wann wir jetzt wie was veröffentlichen, aber ich denke, das ist schon ganz okay so.
Speaker 2 Also unregelmäßig ist die eine Sache, was ich aber toll finde, ist, dass wir relativ, dass wir also schon bei der Folge 4 sind, sozusagen. Das finde ich schon relativ großartig, wenn ich das mal so sagen darf.
00:01:02Speaker 1 Das stimmt. Genau. Ich meine, ich habe im Moment auch immer noch Urlaub, von daher ist es. Relativ entspannt für mich gerade. Und auch von den Dienstplänen ist es leichter zu koordinieren. Die von euch Fliegenden können da wahrscheinlich ein Lied von singen, wie das ist mit Wenn zwei Flieger sich irgendwie versuchen, zeitlich zu arrangieren, ist es manchmal schon sehr spannend. Ja, das stimmt.
Speaker 2 Haben wir Fragen bekommen?
Speaker 1 Ja, wir haben Fragen bekommen. Wir haben vor allen Dingen noch Fragen vom Christian von der letzten Folge.
00:01:35Speaker 1 Da hatte ich ja schon gesagt, dass wir noch was dazu beantworten werden, und zwar in der Folge 4. Und zwar, der Christian fragte so ein bisschen zum Thema Frachtfliegen. Und da wollte ich auch noch drauf eingehen. Die Frage war einmal, gibt es irgendwelche Art von Fracht, entklamantiere? Die euch spezielle Prozeduren abverlangt oder irgendeine Art von Interaktion, die notwendig wäre. Ja, Christian, also ja, wir haben viel spezielle Fracht dabei und spezielle Prozeduren.
00:02:07Speaker 1 Ja, auch. Also speziell, wenn man Pferde dabei hat. Das ist schon, ich sag mal, nicht selten. Es werden relativ häufig Pferde transportiert dann will man ja schon darauf achten, dass es denen gut geht. Und Pferde werden, wie auch im Anhänger, stehend transportiert. Das heißt, die haben so spezielle Pferdeboxen. Und man will natürlich einmal zusehen, dass sie sich auf gar keinen Fall hinsetzen, weil dann das Versicherung- äh-Unfallrisiko so hoch ist. Und wenn wir natürlich in Gebiete mit Turbulenz kommen, versuchen wir dann auch, ich sag mal, deutlich schneller da rauszukommen, als man das vielleicht bei einem Passagierflugzeug macht.
00:02:46Speaker 1 Auch am Boden, wenn man rollt, versucht man dann möglichst langsam um die Kurven zu rollen, dass die einfach weniger Stress da hinten haben.
Speaker 2 Gehen die denn längs oder quer zu
Speaker 1 Flugrichtung. Die stehen, die stehen längst. Also ganz normal, wie quasi im Anhänger auch. Und wir haben aber für für Tiertransporte ab einer bestimmten Größe immer einen Frachtbegleiter oder Flachtbegleiterin dabei oder auch mehrere und die kümmern sich dann um die Tiere.
00:03:16Speaker 1 Weil ich meine jetzt von einem Durchschnittspiloten kann man jetzt ja auch nicht erwarten, dass man. . Oh, entschuldigt bitte.
Speaker 2 So, hier muss ich ganz kurz mal die Aufnahme unterbrechen. Nachdem Olli sein Telefongespräch angenommen hatte, wie eine kurze Pause gemacht hatten und dann wieder zu Podcasten begonnen hatten, Ist nachträglich aufgefallen, dass die ersten 45 Sekunden dieses Podcastes leider nicht zu gebrauchen waren. Die Aufnahme war kaputt.
00:03:47Speaker 2 In diesen 45 Sekunden redet Olli nur ganz kurz über Frachtarten und das ist Fracht Stücke gibt, also die man oder Arten gibt, die man nicht zu dicht oder in bestimmten Abstätten in einem Flugzeug beladen kann. Also zum Beispiel ganz plausibel gesagt, man sollte nicht die Katzen neben den Mäusen lagern. Man sollte nicht die Wenn auch nur ganz leicht, radioaktive Fracht neben Tieren lagern.
00:04:17Speaker 2 Man sollte Chemikalien nicht neben Lebensmittel lagern. Und so gibt es halt so Inkompetabilitäten. Da haben wir ganze Karten dazu, das steht da drinnen. Welche Fracht nicht nebeneinander lagern kann. Da hat er ganz kurz darüber geredet und jetzt breche ich meine Aufnahme wieder ab. Er erzählt weiter etwas über die Frachtbegleiter. Bis gleich!
Speaker 1 Ja, aber auch jetzt, ich sag mal, bestimmt die Chemikalien halt nicht direkt miteinander, also auch zu den Tieren und da gibt es eine Seitenweise da Regelungen zu.
00:04:49Speaker 1 Und das gilt dann natürlich auch. Und dann, ja, ganz praktisch versucht man die Pferde natürlich so zu beladen, dass man vernünftig da rankommt. während des Fluges. Das geht dann so ein bisschen über in die nächste Frage. Auch der Christian fragte nämlich, ob unser Frachtbereich zugänglich ist. Wäre es überhaupt ratsam, beziehungsweise ist es zulässig, dort etwas nachzusehen? Ja, klar, also gerade bei großen, also größeren Tieren wie Pferde oder so, gehen die Frachtbitleiter immer wieder dahin, gucken nach, ob alles okay ist.
00:05:21Speaker 1 Einziges praktisches Manko an der ganzen Sache ist, das geht nur in den Frachtraum, wo normalerweise sich die Passagiersitze befinden. Das ist dann ja ganz normal über eine Tür zu erreichen. Man muss aber Sauerstoff mitnehmen, weil anders als beim Passagierflieger, wo überall dann Masken aus der Decke fallen, Gibt es das bei dem Frachter natürlich nicht. Das heißt, wenn man wirklich so eine Dekompression hätte, muss man sich dann selber mit Maske da versorgen und entsprechende Sauerstoffflasche mitnehmen.
00:05:52Speaker 2 Ihr müsst aber nicht. Oder wenn ihr Frachtbegleiter habt oder irgendwas, ihr gehen nach hinten in dem Bereich, wo die Tiere sind. Das ist natürlich nicht der Passagierbereich, das heißt die gehen nach hinten und tragen dann. Eine Flasche mit Sauerstoff mit sich herum. Oder wie ist das? Ja, genau.
Speaker 1 Das ist leider sehr unhandlich. Also, wie ihr euch vorstellen könnt, so ein Frachtraum ist schon eng bepackt. Man will ja das Volumen perfekt ausnutzen. Und ja, entsprechend, ich sag mal, dicke Leute mit Flasche hätten dann schon Schwierigkeiten zumindest.
00:06:26Speaker 1 da lang zu kommen, weil ich sag mal, zwischen Frachtstück und Außenwand vom Flugzeug sind dann vielleicht so im engsten Punkt vielleicht 40 Zentimeter. Schätze ich jetzt. Also die Lademeister, die zuhören, korrigiert mich bitte, falls es falsch ist. Und das merkt man schon. Also ganz praktisches Problem, wenn man dann mit weißem Hemd uniform da langläuft, dann saut man sich das oft mal ganz gerne ein.
Speaker 2 Wieso müsst ihr denn ab und zu hinten in den Frachtraum rein oder macht ihr das aus in der Pause oder hat ihr also verstärkt fliegen solltet, dass du nach hinten gehst und mal so guckst oder so?
00:06:59Speaker 1 Eigentlich nicht. Also, wenn man verstärkt, also zu dritt fliegt und man in der Pause ist, also nicht vorne im Einsatz, dann kann man schon mal bei den Pferden gucken. Ist manchmal sehr interessant. Also, das sind manchmal sehr, sehr bekannte Rennpferde. einmal hatten wir also auch einen transport mit irgendwie weiß nicht vier vier Pferden und und 30 Ponys dabei und das wollte ich mir dann doch schon mal ganz gerne angucken, weil im Rahmen der Vorbereitung war wenig Zeit am Boden und dann bin ich halt in meiner Pause einmal kurz hinten rein, hab mir das mal angeguckt aus Interesse.
00:07:31Speaker 2 Na, sind ja nicht dort. Pferde, ich weiß es von Kollegen von Geschichten, das sind ja nicht nur Pferde, es sind ja auch manchmal Gießer oder irgendwelche anderen exotischen Ja, alles, was reinpasst.
Speaker 1 Also die, ähm, vielleicht erinnert sich der eine oder andere noch, unsere Bundeskanzlerin hat ja mal, ich glaube, ein oder zwei Pandabeeren geschenkt bekommen.
Speaker 2 Nee, die hat ein Bekannter von mir geflogen. Sind die geschenkt oder sind die Sag mal so gemietet. War das nicht so, dass ihr der Berliner Zoo immer noch bezahlt, so jährlich?
00:08:02Speaker 2 Ist egal.
Speaker 1 Keine Ahnung. Und ja, ich selber habe auch mal Antilopen auch für den Berliner Zoo geflogen. Ja, und alles was reinpasst. Also da vielleicht eine kleine Anekdote zu. Wir haben natürlich, wenn es besondere Fracht ist, immer halt eine. Eine spezielle Liste, die NoTalk, die Notification to Captain. Die ist vor allen Dingen für Gefahr gut, aber auch halt, wenn spezielle Sachen dabei sind. Also alle speziellen Sachen stehen da drauf.
00:08:32Speaker 1 So auch Tiere. Und weiß ich nicht, ist schon ein bisschen her, hatten wir die Vorbereitung, gucken wir die Liste durch. Meint der Kollege zu mir, sag mal, hier steht, da ist ein Paket mit 4 Kilogramm Ticks. Was sind denn bitte Ticks? Ist es Englisch? Keine Ahnung. Haben wir dann nachgesehen? Ja, sind Zecken.
Speaker 2 Zecken, Ticks, ja. Zecken, ja, hätte ich dir auch sagen können.
Speaker 1 Wusste ich nicht. Okay. Haben da mal gehofft, dass vier Kilo Zecken, dass das gut verpackt ist. Wofür lässt sich nur mutmaßen? Also, ich vermute mal, das ist so irgendwas für Labor, Sachen, medizinische Labor, es war keine Ahnung.
00:09:08Speaker 2 Ich meine, das sind ja keine, man kann ja allen möglichen Sachen therapeutische Zwecke zuweisen mittlerweile, von Maden bis sonst was. Aber Z gehören, glaube ich, nein. Nein, weiß ich nicht.
Speaker 1 Okay, lassen wir das. Also genau. Also alles, was reinpasst, im Grunde genommen, an Tieren, um die allererste Frage nochmals abschließend zu beantworten. Normalerweise auch nicht sediert, also sprich betäubt oder mit so Tranquilizer oder so.
00:09:39Speaker 1 Also, die sind im ganz normalen Zustand da. Es sei denn, es sind jetzt wirklich große Tiere. Also ich sag mal, würde man jetzt irgendwas größer als ein Pferd transportieren, muss man natürlich schon hingehen und einfach aus Sicherheitsgründen das ein bisschen ruhiger stellen. Aber ansonsten alles, was reinpasst. Also ich weiß, der, ich sag mal, olfaktorisch geruchstechnisch schlimmste Flug waren mal 30 Schweine. Lebendig. Über den Atlantik nach Nordamerika und wir haben uns wirklich gefragt, warum und naja, also über den Geruch
00:10:14Speaker 1 Ich wohne auf dem Land, ich bin vieles gewohnt, aber nach acht Stunden hat mir das dann doch schon gereicht, muss ich sagen.
Speaker 2 Okay, sag mal, aber das bringt mich zu einem anderen Punkt. Olymfaktorisch. Geruch, Rauch. Ich weiß, ihr habt die Frachtflieger haben eine Rauchwarnung über die gesamte Kabinenlänge sozusagen. Für und auch Löschanlagen natürlich für falls es irgendwas schief gehen sollte, ne? Korrigiere mich, wenn das richtig ist. Also falls irgendwas ist, dann könnt ihr habt ihr eine Warnung, wenn Rauch gebt, beziehungsweise ihr könnt äh
00:10:47Speaker 1 Ich weiß nicht, was für ein Löschmittel spritzt du da rein für den Frachtraum? Unterschiedlich. Also unterschiedlich deswegen je nachdem, was man bestellt. Generell, ja, alle Frachträume haben Rauchsensoren. Das ist Pflicht. Die unteren Frachträume, also das, was ein Passagierflugzeug auch hat, sind eigentlich immer mit normalen Halon-Löschmitteln. Anlagen ausgestattet. Wie bei uns auch, ja, genau. Wie bei euch auch, genau. Und im Oberdeck gibt es zumindest für das Muster, was ich fliege, zwei Versionen.
00:11:22Speaker 1 Es gibt einmal eine Halonen-Löschmittelanlage. Und die ich sag mal standardvariante ist die Türen zum Frachtraum sind relativ dicht Das heißt, man kann den Kabinendruck dort absenken. Okay, also Sauerstoff reduzieren. Genau, Sauerstoff reduzieren, um dadurch halt den Brand zu hemmen. Okay, alles klar. Über Sinnwahrscheinlichkeiten kann man wahrscheinlich stundenlang diskutieren.
00:11:54Speaker 1 Wir haben auch Feuerlöscher an Bord, also Handfeuerlöscher, auch größere als man es normalerweise in der Kabine hat.
Speaker 2 Das ist Sinn und Zweck, die ganze Sache ist ja, wie gesagt, eine Hemmung und einem Zeit zu kaufen, falls das Rauch geben sollte. generell geht man damit sofort hin, wo man am schnellsten landen kann. Und die ganze, also ich schätze mal, es wird über uns sein, die ganze Vorsorge, dass da überhaupt nichts passiert ist, dass man halt bei der Verpackung
00:12:25Speaker 2 beim Beladen und was für eine Art von Fracht halt sehr restriktiv ist, dass da halt nichts passiert. Also viele Sachen kannst du ja nicht im Flugzeug transportieren, weil die einfach viel zu gefährlich sind.
Speaker 1 Ja, genau, also es Achtung, Wortwärtsdauerbrenner in dem Thema ist Lithium-Ionen-Akkus und Selbst da ist man mittlerweile so, dass man also nur noch bestimmte Mengen mitnimmt, beziehungsweise über Ausnahmegeregelungen bestimmte Akkus mitnehmen kann. Man muss halt immer gucken. Also vor längere Zeit gab es bei UPS mal einen relativ schlimmen Vorfall, der dazu geführte, dass es sehr eingeschränkt wurde.
00:13:04Speaker 2 Ist doch richtig so. Dann kommen die neuen iPhone-Geräte halt nicht instantan auf dem Markt, sondern die müssen irgendwo woanders oder die Akkus müssen anders zusammengebaut werden oder irgendwas. Das ist halt.
Speaker 1 Ja, tatsächlich, also die kommen schon zusammengebaut quasi an Bord, aber die Menge macht es halt einfach. Und es ist ja auch immer die Frage, wenn man jetzt. Ich sag mal, tausend iPhones irgendwie da hat, ist das eine andere Gefahr, als wenn man dieselbe Akkomenge in einem einzigen Akku quasi vereint hat. Aber ja. Es gibt übrigens auch Airlines, hatte ich jetzt gelesen, British Airways zum Beispiel, in den Passagierflugzeugen haben die sogar eine Kamera im unteren Frachtraum, die also die können da tatsächlich
00:13:42Speaker 1 gucken, was da alles los ist.
Speaker 2 Fand ich auch sehr interessant. Wunderbar. Olifaktorisch, ich weiß, dass manche Fracht Arten, Stücke oder also Obstsorten oder irgendwelche Mango-Arten oder ich glaube Avocado-Arten, irgendwas war da ganz kurios, die können durch ihre Ausdünstung ähm auch die Raucherwarnung irgendwie auslösen, kann das sein? Also habe ich mal so Geschichte im Kopf, also wirklich nur so im Kopf.
Speaker 1 Weiß ich nicht. Also beim Mango fällt mir nur ein Flug ein, den wir mal aus dem
00:14:17Speaker 1 Ja, was war das? Aus Dubai, glaube ich, hatten. Ja, genau. Da haben wir einen Flieger übernommen mit 60 Tonnen Mangos, die irgendwie aus Indien, Pakistan, keine Ahnung, woher kamen. Ich liebe Mangos für mein Leben gern. Seit diesem Tag, seit diesem 6,5-Stunden-Flug kann ich sie nicht mehr riechen. Aber immer noch erst. Essen geht noch.
Speaker 2 Also, für ich ist alles Durian geworden, sozusagen.
Speaker 1 Ja, genau, genau. Hintergrund ist, dass Belüftungssysteme von solchen Flugzeugen gerne so funktionieren, dass die Luft durchs Cockpit umgewälzt wird.
00:14:50Speaker 1 Das ist doof, wenn man Mangos, Schweine oder irgendwas anderes dabei hat, ist aber tatsächlich sehr gut, wenn es brennt, weil die menschliche Nase ist immer noch besser als jeder Rauchdetektor. Und deswegen kriegt man ziemlich genau mit, wenn hinten was Stinkendes geladen ist. Und so war das auch bei den Mangos. Also diesen Geruch, ich konnte ihn irgendwann nicht mehr ertragen. Das war nicht schön. Aber gut, es gehört halt dazu. Ich behaupte mal, auf sehr turbulenten Flügen mit Passagieren hat man auch Gerüche, die man ertragen muss.
00:15:22Speaker 2 Ja, gut, aber da und wir haben eigentlich nicht diese Umleitung, von der du gerade gesagt hast. Also klar, wir na es unter uns ist das Elektronikkompartment, das hat umgeschirmt. Also wenn da unten irgendwas auch nur leicht riechen sollte, das kriegst du auch sofort mit. Die Nase ist ja einfach perfekt dafür geeignet. Aber also was wir nicht so mit wo ich meinechmal hinten auf 737, als ich da saß, da hast du alles mitbekommen. Selbst wenn die Kollegin da ihr ihr Essen da selber warm gemacht hat oder was immer das gab es, das hast du gerochen.
00:15:54Speaker 2 Leider auch die Toilette, die hitte uns gleich am Cockpit war, hast du manchmal auch gerochen. Aber immer nur so minimal. Generell war das so, dass wir eigentlich leichten Überdruck hatten im Cockpit und das Meer so nach hinten gewandert ist. Ah, okay. Ich weiß aber, was so Fracht angeht, also das hat. Nichts mit Flieherei zu tun und irgendwas habe ich irgendwann in irgendeinem Artikel mal gelesen, dass gewisse Nüsse, also ich glaube Pistazien konkret, wenn man sie in einer bestimmten Form transferiert Neigend oder kann es sein, dass sie spontan selbstentzündlich sind?
00:16:24Speaker 2 Also da muss man auch aufpassen, aber ich schätze mal, das ist in euren Beladungsregeln dann auch festgelegt. Ich hoffe, ich denke, ich gehe davon aus.
Speaker 1 Noch ein Nachtrag zu dieser Luftumwälzung, das ist natürlich stark Flugzeugtyp abhängig. Also jetzt bei der 777 zum Beispiel ist es deutlich besser. Das hängt so ein bisschen von der ganzen Bauweise des Flugzeuges ab. Also es ist nicht bei jedem Frachter so, aber ja.
Speaker 2 Okay. Ich weiß noch, ach ja, eine Frage habe ich zu euren Pferdegleitet oder sowas.
00:16:55Speaker 2 Kriegen die denn auch frisches Heu oder habt ihr da irgendwie. frischen Hafer oder habt ihr konkret Essen auch beladen? Überleitung zum nächsten Hand.
Speaker 1 Ja, also die müssen das, die kriegen den extra gelagerten Hafer. Nein. Das wäre eine gute Idee, glaube ich. Nein, also wir haben, es ist eine perfekte Überleitung. Danke, Steffen, zu Frage Nummer 3. Ja, wir haben eine Galley, also eine Küche, die ist ein bisschen kleiner als die von dem Passagierflugzeug. Die ist natürlich kleiner als die bei dem Passagierflugzeug.
00:17:27Speaker 1 Wir brauchen natürlich nur eine Kaffeemaschine, nur einen Ofen. Entsprechend haben wir dann eine kleine Küche, da können wir uns Essen warm machen, Kaffee kochen, Tee kochen. Und natürlich ist auch Essen geladen, das ist verpflichtend. Zum Glück. Wir können ja halt nicht mal eben bei den Maces anhalten oder so und zu mal ein Mittagessen holen oder so.
Speaker 2 Darf ich aber sagen, von daher. Das ist bestimmt nur verpflichtend, weil ähm Weil ihr das bei euch so in eurem Tarifvertrag stehen habt.
00:17:57Speaker 2 Ich glaube nicht, dass die FAE oder LBA oder irgendein was interessiert, oder?
Speaker 1 Doch, es kommt vom deutschen Gesetz. Also im deutschen Gesetz steht es drin, ab fünf oder sechs Stunden Länge. Ah, okay. Muss dem der Crew ein warmes Essen bereitgestellt werden? Irgendeine Regelung gibt es da. Ja, genau. Entsprechend gibt es bei uns ein bisschen Essen. Das ist völlig in Ordnung. Klar, wenn man jetzt, ich sag mal, beispielsweise aus China fliegt, ist es auch okay, bloß wenn Chinesen versuchen, deutsch oder westlich zu.
00:18:32Speaker 1 kochen, schmeckt das ungefähr so, wie als wenn ihr in ein China-Restaurant geht und dort versuchen, deutsch-Chinesisch zu kochen.
Speaker 2 Ich verstehe.
Speaker 1 Kommentiert es nicht weiter. Nee, aber sonst haben wir halt eine Galley und das ist okay, da können wir uns Getränke machen. Das tut auch mal ganz gut, man kann da nochmal aufstehen, sich die Beine vertreten. Und klar, wenn wir Frachtbegleiter dabei haben, dann ist für die natürlich auch Essen beladen. Und gemäß dem Motto, bei uns kocht der Chef persönlich, machen wir dann das Essen für den Frachtbleiter warm oder kochen eben einen Kaffee oder so und
00:19:04Speaker 1 Bewirten den so ein bisschen.
Speaker 2 Also alte Kollegen, die mit denen ich zusammengeflogen bin, also die auf Fracht früher geflogen sind, die haben halt mal erzählt, wie sie denn auch selber sich dann die Kedere. gekümmert haben, weil sie einfach was anderes essen wollten. Und wenn sie aus Amerika kamen, wie sie denn die Steg selber im Ofen, Aluminiumfolie, wie man sie verpacken muss, damit man denn ein Aus Amerika schönes T-Bone-Steak, sich, was man sich gekauft hat, noch dementsprechend lecker zubereiten kann. Das gibt es, ne?
Speaker 1 Ja, das gibt es auch. Vor allen Dingen, also
00:19:35Speaker 1 Mit Sicherheit kennt ihr In-and-Out-Burger in USA, eine Burgerkette. Praktischerweise neben einem Crewhotel früher war er diese In-and-out-Burger direkt auf der anderen Straßenseite. Das heißt, wir haben einfach einen großen Karton Burger gekauft vor Abfahrt zum Flughafen. Ach, haben die passenderweise zum Transportieren. Und Haben die dann einfach schön in den Ofen gepackt. Der passt nämlich ganz genau in den Ofen rein. Das ist ideal. Ein bisschen warm gemacht, während es. Während der ersten Flugphase und dem Reiseflug haben wir dann noch lecker Burger gegessen.
00:20:06Speaker 1 Also gehen tut das ja. Ja, logisch, alles klar. Von daher, ja. Oder halt aus China auch mal ganz gerne irgendwie so Dumplings oder so. Also man kann da schon das eine oder andere zaubern Ist natürlich dann vor allen Dingen, wenn man zu dritt ist, das heißt, wenn einer in der Pause ist, kann der statt ja statt Pause nicht, aber seine Pause ein bisschen verkürzen, die Sachen alle im Ofen vorbereiten und dann hat man auch mal ein anderes Essen da. Das ist ganz praktisch. Alles gut. Vor allen Dingen, also das
00:20:36Speaker 1 Das ist ja das Schöne, wir können ja einen Ofen, wann wir wollen. Also natürlich auf dem Passagierflieger, wenn da gerade Service ist, ist es völlig illusorisch, da einfach mal an die Kaffeemaschine zu gehen oder an den Ofen. Ja, und das ist bei uns halt so, wenn man Hunger hat, dann kocht man sich halt was.
Speaker 2 Nee, das kenne ich das Problem. Gerade mit der Kaffeemaschine, bei uns die Espresso-Maschine, das die ist immer so laut, das weckt zur Gäste von der ersten Klasse aus. Kennst du das Problem, oder? Also habt ihr keine Espresso-Maschine an Bord? Nein, natürlich nicht.
00:21:07Speaker 1 Entschuldigung. Luxusprobleme, danke schön.
Speaker 2 Entschuldigung.
Speaker 1 Nee, da muss man improvisieren. Wir haben eine normale Kaffeemaschine, aber das ist okay.
Speaker 2 Ich trinke am liebsten den normalen Filter Kaffee. Mir geht es ja auch nur um die Droge, die da drin ist, nicht um den Geschmack. Ja, ja, das musst du jetzt nicht sagen.
Speaker 1 Alles gut. Genau. Ansonsten, genau, bei einem Frachter, bei uns haben wir halt ein paar extra Sitze noch hinten drin. Da können Kollegen mitfliegen oder halt die Frachtmitleiter oder zum Beispiel auch in ganz seltenen Ausnahmefällen Leute wie der Markus Völter.
00:21:43Speaker 1 Vielleicht kennt ihr den vom Omega Tau-Podcast. Der ist ja auch mal bei einem Frachter mitgeflogen und ja, da gibt es dann auch, da hat er auch entsprechend dann einen Sitz da gehabt Und konnte dann da mitkommen.
Speaker 2 Genau. Ich habe jetzt leider die Folge nicht im Kopf. Er ist ja mitgeflogen bei allerdings bei der MD-11.
Speaker 1 Genau, bei einer ND11 ist er mitgeflogen und ja, vielen Dank nochmal, Markus, auch für die Empfehlung in deinem Podcast, dem Omega-Tau-Podcast, hatte jetzt gerade gestern
00:22:13Speaker 1 Eine Empfehlung für uns ausgesprochen.
Speaker 2 Hey, vielen Dank, Markus, wenn du das hörst. Wurde ganz rot so ein bisschen. Das sieht er jetzt nicht, aber fluscht. Genau. Genau. Okay. Ja, ich hoffe, wir haben damit diese Frage so ein bisschen beantwortet. Ansonsten einfach eine hinterherschieben, würde ich sagen. Ich hätte auch noch viele, also ich kann mich noch erinnern, wegen Tiertransport und damit glaube ich schließe ich das ab. In Bremen, da gab es eine große, ja, auch wir haben, ich habe ja auch Fracht transportiert teilweise, 737, Quick Change und sowas.
00:22:43Speaker 2 Also es gibt sogar, es gab sogar ja genau, es gab sogar fällt mal ein, das wollte ich dich dir eben gerade noch unterbrechen, was zur Rauchwarnung und sowas angeht. Es gibt, es gab bei uns in der Firma 7 von 7 Kombis nannten die sich. Die hatten die vordere Hälfte Passagiere und die hintere Hälfte Fracht. Die hatten hinten eine große Frachtür und da wurde Fracht ein- und ausgeladen und vorne saßen die Gäste. Dieses Flugzeug war natürlich nicht ganz so ein Gefrachter wie bei euch.
00:23:13Speaker 2 Das heißt, er hatte nicht Rauchsensoren in der ganzen Kabine. Also im ganzen Fluggasfrachtraum, also in dem ganzen Raum drin, sondern hinten der Kombi-Teil, da gab es keine Rauchdetektoren und da mussten die Flugbegleiter Alle halbe Stunde, bewaffnet eben mit so einer Sauerstoffmaske, einmal durch den Rumpf hätten durchgehen und gucken, riecht es irgendwo, ist alles okay und sowas.
Speaker 1 Die mussten regelmäßig da rein und raus gehen. Okay, Merguck.
Speaker 2 Also das war Spannend fanden sie natürlich selber nicht so großartig, weil das war hinten ziemlich kalt, war nicht so war
00:23:49Speaker 2 wirklich spooky, du warst da hinten ganz alleine. Und es war auch relativ, es war jetzt nicht so großartig beleuchtet und so, also eng Also das war kein beliebter Job. Waren Zettel an der Tür reingeschrieben, so mit weißt du so Reinigungsdienst, kennt ihr ja vom Klo, ne? Und so ein Ding war da dran geklebt und dann musste jeder mal eintragen. Und diese Heckwache, die das machen musste, war nicht beliebt. Und ich hatte Küken mal transfer. Bei der 737 in Bremen wurden immer sehr viele Küken irgendwie rausgeflogen. Die waren in so großen Kartons. Und das war immer sehr putzig.
00:24:20Speaker 2 Also die so ganzer Karton voller mit Küken. Aber ich weiß immer nie, wo die immer hingegen, die armen Tiere. Auf jeden Fall, ja, und ob das Männchen waren oder weiblich, ja, schlechtes Thema. Lassen wir das. Haben wir noch Zeit, ein Incident, einen kleinen zu besprechen, der gerade passiert ist? Heißt Incident, also eine. Sache, die, ähm, wo ich vielleicht ein bisschen was erzählen könnte. Ja. Ja. Gerne. Und zwar, heute ist ja der, ich glaube, der dritte, ne? 3. April. Und gestern haben mich
00:24:50Speaker 2 Kollegen dann schon oder habe ich so in unseren internen Gruppen, die wir so haben, so einer gesagt, ah, was ist denn mit dem und dem Flieger los? Und dann auf Flight Radar 24 gegangen und hat mal gesehen. Ein A380 meiner Firma, der ist losgeflogen Richtung Indien und ist auf dem Heilenweg wieder umgekehrt. Und natürlich weiß ich, was da passiert ist und da steht auch mittlerweile bei Aviation Herald drin, der hatte einen Hydraulik. Eine Hydraulik-Leckage, die passiert ist, aus welchen Gründen auch immer. Ich weiß nicht, was da genau passiert ist, weiß ich wirklich nicht.
00:25:21Speaker 2 Aber solche Sachen kommt vor. Ist jetzt Ich weiß jetzt nicht, ob es da irgendwie eine Statistik gibt, ob da Flieger mehr oder weniger betroffen sind von irgendwelchen Mussern. Du ja auch nicht, glaube ich. Also ich weiß, ich kenne vor zwei Fällen bei dem Muster, was ich jetzt fliege. Und das eine ist aber schon vier Jahre her oder irgendwas. Und ja, was ist? So ein Flugzeug hat mehrere Hydrauliksysteme. Ich glaube, die 777 hat drei, richtig? Ja, genau. 3, Jumbo hat 3, die 7er 7 hatte nur 2, aber dafür eher noch echte Seilzüge, mit denen man dann die Steuerflächen betätigen kann.
00:25:58Speaker 2 Jetzt hat der A380 auch nur zwei Hydrauliksysteme. Und da fragt man sich, oh, und wo ist jetzt hier das. . . Ich höre ja immer so die Zahl 3. Wieso ist er A38? Wieso hat er keine 3? Der hat schon ein drittes System und zwar hat der Selbst bei einer kompletten Ausfall der Hydraulik, das ist noch nicht mal, wie wir sagen, eine rote Warnung. Das ist noch nicht mal ein hier sofort landen, alles ist schrecklich oder so. Bei dem bei einem kompletten Ausfall der Hydraulik.
00:26:29Speaker 2 Sagst du, oh, das ist ja doof. Schaltest du erstmal den Autopiloten ein, weil der geht immer noch und fliegst weiter. Und dann kannst du gucken, was du machst und wo du hinfliegst. Es gibt Einschränkungen. Weil das Backup-System, was dann läuft, das ist elektrisch oder elektrohydraulisch. Also es sind eigene Systeme, Subsysteme, die in den Tragflächen untergebracht sind. Und die steuern dann im Flugzeug. Es sind ein bisschen eingeschränkt, du hast nicht mal ganz so den Seitenwind. Die Landeklappen gehen ein bisschen langsamer, aber du kannst auch komplett bremsen.
00:26:59Speaker 2 Also eigentlich operationell keine großen Einschränkungen, aber Du musst mal da, wo du hinfliegst, willst ja den Flieger auch möglichst schnell wieder reparieren können. Und die Kollegen haben sich dann entschlossen, wahrscheinlich auch zusammen mit der Firma. Delhi ist kein guter Ort, um dort den Flieger reparieren zu lassen. Und sind dann wieder zurückgeflogen. Und ja, nach Frankfurt ist doof. Die Gäste kriegen Kompensation, schätze ich mal, und das kostet alles viel Geld. Aber das ist günstiger, als wenn man den Flieger in Delhi dann zwei, drei Tage stehen lassen muss, um dort alles einzufliegen, was man da ein Sonderwerkzeug braucht.
00:27:34Speaker 2 An zertifizierten Mechanikern, das kann ja nicht jeder reparieren, die müssen dafür zertifiziert sein oder ihre Schulung haben. Und deswegen ist der Flieger zurückgeflogen und das ergibt oft Sinn. Habe ich selber schon sowas ähnliches auch auf H37 machen müssen. Losgeflogen, Handbremse gezogen. Gewendet, wieder zurück und dann gelandet.
Speaker 1 Ja, ja, zumal, also ich sag mal, als nicht-Befangener mag man ja denken, naja, warum fliegt man vier Stunden zurück? Aber wie du schon sagtest, es ist ein Riesenaufwand.
00:28:05Speaker 1 Also da müssen Techniker eingeflogen werden und ja, die müssen ja an dem Flugzeug arbeiten. Und das mag jetzt für jeden normaler Nichtflieger mag jetzt sagen, wo ist das Problem? Ja, dieses Flugzeug steht dummerweise auf einem Flughafen. Das heißt, dieser Techniker, der dann da eingeflogen wird, braucht eine Zugangsberechtigung für das Vorfeld auf dem Flughafen. Und also ihr könnt euch teilweise echt nicht ausmalen, wie schwierig es ist, so eine Berechtigung zu bekommen.
00:28:35Speaker 1 Wer schon mal in Indien war und ungefähr eine Idee hat, wie die Bürokratie in Indien ist, kann sich vorstellen, dass so ein Vorfeldausweis mal locker ein, zwei Wochen auch dauern kann. Also dass auch wenn man sagt, das ist dringend, dann sagt der Endor, oh, certainly. Aber das geht trotzdem nicht schneller.
Speaker 2 Ehrlich? Kennst du das so Fellet, oder?
Speaker 1 Ja, ja, also das ist ein ganz, ganz großes Problem. Geschweige denn, man bringt natürlich Ersatzteile mit. So, die werden aber ja nach Indien gebracht, das heißt, die müssen verzollt werden. Und wir haben also Ziele bei uns, wo zum Beispiel
00:29:07Speaker 1 Also beispielsweise in Russland gibt es Flughäfen, wo Reifen vorsorglich einfach dahin geflogen werden. damit sie durch ein Zoll gehen, dass wenn mal ein Reifenproblem ist, sprich ein Reifen muss gewechselt werden, dass das gemacht werden kann. Da brauchen die bei dem einen Flughafen brauchen die. . Technikteile sieben Wochen, um durch den Zoll zu gehen. Egal was ist. Und wenn man sagt, ist super dringend, das ist denen völlig egal, die brauchen sieben Wochen dafür. Und von daher, unter diesen ganzen Gesichtspunkten, kann man vielleicht verstehen, dass es dann einfacher ist, mal eben nach Frankfurt umzudrehen.
00:29:43Speaker 1 Den Flieger da zu reparieren und dann wieder normal loszufliegen. So schlimm oder so schlimm, so unpassend das natürlich für die Passagiere ist, aber das kommt schon vor, ja.
Speaker 2 Ja, weil, ähm Ich glaube, ich kenne solche Geschichten jetzt im kleinen Maßstab, so eine große Firma, so eine Airline macht ja nicht das, was ein normaler kleiner Mann machen würde. in den Formular einen großen Scheibe mit reinlegen, sodass dieses Verfahren beschleunigt abgefertigt wird. Das gibt es, ich kenne das von Leuten, die ihren Segelboot irgendwo in exotischen Häfen stationiert haben und da auf Ersatzteile warten.
00:30:15Speaker 2 Die sehen die Ersatzteile hinterm Zaun liegen, im Zolllager. Und der Beamte will eigentlich nur an etwas überredet werden. Und das kannst du natürlich als große Firma ist so ein Punkt, geht nicht. Da musst du anders planen. Also das kann ich auch verstehen. Stimmt. Und auch noch eine andere Sache ist, der Flieger war wahrscheinlich eh zu schwer, um gleich wieder zu landen. Also er hätte sowieso Sprit ablassen müssen. Und diesen Sprit kannst du natürlich auch dafür verwenden, dass du ihn einfach ausnutzt, um dann wieder zurück zu fliegen, sodass du dann gar nicht so ein, wie sagt er, wie heißt das in Deutsch jetzt?
00:30:48Speaker 2 Overweight. Eine Übergewichtslandung oder irgendwie sowas machen musst. Übergewichtslandung ist ein schönes Wort. Dass du da also nicht über dein maximalen Landegewicht bist und all sowas. Also es gibt schon viele Sachen, die da reinspielen, die Die Vorteile ist, wenn es halt eben nicht zeitkritisch ist, dass du da irgendwie irgendwas machen musst, dass der Flieger ganz schnell am Boden ist, sondern wenn du einfach sagst, hier Wir fliegen da zurück, ist für die Gäste doof, gehen ins Hotel, fliegen am nächsten Tag. Die Gäste in Delhi selber, die auf das Flugzeug gewartet haben, das wurde, ich glaube, es wurde gestrichen, sodass sie auch diese wahrscheinlich
00:31:21Speaker 2 Anrecht auf Kompensation haben, also es kostet auch Geld oder die Firma bucht sie um, was sie von Daily aus machen kann. Wir fliegen sie halt nicht mit dem mit der mit dem ursprünglichen Airline, mit der Flieger, sondern fliegen dann halt umgebucht. Das kennt ja jeder schon und so ist es halt. Ich habe ja als Passagier schon Als Passagier, nur als Passagier, sechs Diversions hinter mir, also sechsmal so einen Blödsinn hinten sitzend erlebt.
Speaker 1 Also das habe ich aber, glaube ich, schon erzählt, glaube ich.
00:31:51Speaker 1 Wenn du es schon erzählt hast, werde ich da mit Sicherheit schon gesagt haben, Mieses Karma stehen.
Speaker 2 Und von meinen 15 eigenen Diversions habe ich auch schon erzählt. Nein? Das machen wir vielleicht ein andermal. Ja, das machen wir ein andermal. Genau. Nee, also das so als kleine Geschichte, warum und wieso und warum da sowas passiert und wenn ihr Fragen dazu habt. Wie so ein System aufgebaut ist, wo es Backup-Systeme gibt, wie die Konsequenzen sind, dann hey. Dafür ist unser Channel da, fragt nach.
00:32:21Speaker 1 Genau. Wenn wir jetzt schon fast so langsam am Ende der Folge sind, vielleicht noch eine kleine Bitte. Wenn es jemanden von euch gibt, der Zeit, Lust, Nerv hat, einen Dingle zu erstellen, dann sagt uns doch bitte mal Bescheid, weil das wäre total toll, wenn wir sowas hätten. Das muss nichts Großes sein, aber ich bin da einfach nicht. Ich kann es nicht schaffen. Also so technisch, handwerklich, wie auch immer.
00:32:53Speaker 1 Ich weiß nicht, wie es bei dir aussieht, Steffen, aber.
Speaker 2 Ich würde natürlich die Frage stellen, ob wir den Jiggle brauchen, natürlich, aber falls ja, oder falls ihr das toll finden würdet, vielleicht kann uns da jemand helfen.
Speaker 1 Also, ich finde das total toll. Okay. Genau, ist so ein schöner Einstieg. Also wenn es jemanden gibt, der irgendwie mal Zeit, Lust hat, einen Jingle zu erstellen, nur zu. Würden uns sehr darüber freuen, das ist auch nichts dringendes. Wir warten also nicht mit Folge 5, bis der Jingle fertig ist, keine Sorge.
00:33:23Speaker 1 Genau. Also, wie gesagt, wenn es jemanden gibt. Einfach melden über den normalen Kontaktweg. Das heißt über Twitter gerne at frag cfwu. Ich musste ja sehr grinsen, als der Markus das Buch stabiert hatte und dann gleich sagte: Frag Charlie Foxroth Whiskey Uniform. Herrlich. Da musste ich dann noch sehr grinsen und es hat mir sehr gefallen. Da kommt der Flieger wieder durch.
Speaker 2 Genau, genau. Sehr schön. Ich habe auch geschmutzelt. Ich glaube, Markus hat sowieso, er fragt, er sagt ja auch, wieso englischer Titel ist so ein deutscher Podcast.
00:33:54Speaker 2 Hat er natürlich recht, aber wiederum, wir mixen die Worte hier so durcheinander, Englisch, Deutsch und das ist halt Flieger, Flieger Danglös. Das ist alles so ein bisschen.
Speaker 1 Das ist sprachlich schon schwierig, wenn man Texte verfassen muss, kann ich aus eigener Erfahrung sagen, das ist total doof. Was ist jetzt groß, was ist klein? Ist es jetzt ein englisches Nomen? Schreibt man das dann groß oder dann doch nicht? Ist immer spannend.
Speaker 2 Nächste Rubrik, die wir ja gerne auch einführen, so Geschichten aus der Kabine oder sowas, werden wir schon dabei?
00:34:27Speaker 2 Soweit? Ja? Weil wir haben die ganze Zeit über Essen geredet. Doch. Wie versorgt sich die Crew oder so? Habe ich die Geschichte erzählt von der Passageuse, die an Bord kam? Und ähm Ich bin jetzt nicht sicher, ich hoffe, ich habe das nicht schon erzählt. Von wo die, das ist mir wirklich selber passiert. Also. Sonst erzähl sie und ich sage dir zu schon mal erzählst. Ich muss anfangen, ich muss ja wieder den Gedanken finden, wie ich das anfange. Also, wir schatten, ich glaube, das war Stuttgart, und die Dame vom Gate kam runter und sagte, wir haben eine ganz, eine ganz
00:35:02Speaker 2 nervöse, merkwürdige Dame, die möchte mit euch mitfliegen. Und wir so, äh, okay, und was denn? Ja, die sagt hätten, ob wir denn unbedingt was zu essen an Bord hätten. Sie hätte gerne Hunger. Sie braucht was zu essen. Du nix, also konnte nicht bekannt worden, ne? Sie auf jeden Fall, sie tue erstmal interessiert. Genau, sie brauchte aber unbedingt was zu essen, ganz dringend, ganz dringend essen, essen. Habt ihr hier irgendwas hier an Essen an Bord? Und wir so Ja, wir haben einen am besten abort, aber das ist für die Gäste der Business Class. Fliegt sie Business Class? Nein, fliegt sie nicht.
00:35:32Speaker 2 Dann haben wir auf dieser Strecke kurze Flugzeit kein Essen beladen. Aha, ja gut. Soll ich sie dann reinlassen? Ja, ja, krippe schon hin. Kam die also rein, die Dame, und sie beim Reinsteigen sagt sie schon, haben Sie was zu essen? Haben Sie was zu essen? Nein, haben wir leider nicht. Haben Sie das und das? Haben Sie das und das? Nein, haben wir leider nicht. Hat sie noch eine Frage gestellt, die wir wieder beneiden? Ehrlich auch beneiden. mussten. Und dann sagte sie etwas, der hätte einem schon die, naja, nicht Alarmglocken schrillen sollen, es ist ja nichts passiert, also aber haben sie eine Schere
00:36:03Speaker 2 Ja, wir haben eine Schere. Die Kollegin war, weißt du, wenn du so fünfmal hintereinander Nein sagen musst, bist ja dankbar, wenn du ein Ja sagen kannst. Und wir haben eine Schere an Bord damals noch gehabt. Ich glaube, jetzt haben wir die überhaupt nicht mehr an Bord. die war zum Aufschneiden von so Milchtüten gedacht. Und die war ganz robust, damit hätte jemand eher erschlagen können, als irgendwie stechen, weil die hatte nämlich vorne ganz abgerundete Etten und du konntest gar nicht, also du konntest mit Mühenot hättest du dein Kabelbinder mit durchschneiden können, weil die war nur so um so ein bisschen, war eine Sicherheitsschere halt.
00:36:33Speaker 2 Und die hat sie dann bekommen. Und mit diesem klobigen Instrument, also die Kollegin ging dann natürlich während des Services vorbei und fragte sie, hätten sie was zu lesen, ob sie noch was zu lesen hätten. Und dann habe ihr das Bordmagazin empfohlen, damit war sie irgendwie nicht einverstanden, sie wollte, glaube ich, irgendeinem Normales Magazin haben wir alleine gar eine Zeitung, aber die lachte alles am Geld aus, hätte sie da nehmen können. Ist egal. Auf jeden Fall, auch da mussten wir ein paar Mal Nein sagen und wie sie dann wieder zurückfuhr. Sie kam dann irgendwann ins Cockpit rein, die Kollegin, und hat mit Gänsehaut erzählt, was sie da gesehen hat. Und zwar, die hat ihre eigenen Fingernägel abgeschnitten mit dieser Schere.
00:37:08Speaker 2 Und hat sich ihre eigenen Fingernägel auf dem Tisch in einer Reihe vor sich hingelegt. Okay. Okay. Also alle bekamen, nach dem Tat bekamen wir alle die Gänsehaut. Und ich sag mal so, das ist so, ich runde diese Geschichte mal ab mit. mit der Klapperschlange schlichte. Was so eine Klapperschlange, die rasselt hinten mit der Klapper, so ein Pferd, um bei den Pferden zu bleiben, die legt die Ohren nach hinten an, so ein Tiger, der faucht. Und ich glaube, so zeigt ein Mensch an, wenn er sagt, do not touch me.
00:37:40Speaker 2 Weißt du, fass mich nicht an, geh weg. Also sie hat sich ja erinnert, das ist so die Geschichte, Gott, vielleicht war sie nervös, vielleicht war sie. aufgeregt und Flugangst und alles das. Auf jeden Fall, das war die Geschichte, die ich selber erlebt habe und so erzählen könnte. Ich hoffe, ich habe sie nicht noch erzählt, sonst schneide ich sie nachher raus.
Speaker 1 Kenne ich schon. Oh, ehrlich? Nein. Nein, in Ehrlichkeit nicht. Ich kann sie noch nicht, aber ich weiß nicht.
Speaker 2 Vielleicht war sie auch gar nicht so großartig, aber ich denke immer nur, ja. Ich fand sie schon ganz gut. Ja, okay. Alles klar. Na gut. Haben wir genug erzählt.
00:38:10Speaker 1 Hast du auch genug erzählt? Ähm. Gerade spontan nicht, ehrlich gesagt.
Speaker 2 Dann?
Speaker 1 Würde ich sagen, machen wir den Sack zu. Danke fürs Zuhören, bis jetzt noch, sozusagen. Wir hoffen, dass wir euch dann bei Folge 5 wiederhören. Und dann würde ich sagen, bis bald.
Speaker 2 Bis bald. Wiedersehen. Ciao, ciao. Tschö.