Folge #7 · 10.05.2019 · Dauer 00:39:44

CFWU 7 - Blaubeerenbucketchallenge

2 Funde Original-Episode auf comeflywithus.de →

Diesmal gehts um JFK PVG im Gewitternebel, Simulatoren und wie diese getankt werden.

Kapitel (9)
  1. 00:00:00 Start
  2. 00:01:22 Steffen FLug nach JFK
  3. 00:07:02 Ollis Flug nach PVG
  4. 00:10:28 FRAGE von LARS: wie realistisch sind Flugsimulatoren
  5. 00:24:20 FRAGÉ von @FWFR100: Wer zahlt die Tankrechnung
  6. 00:28:34 FRAGÉ von @FWFR100: Ferry oder Abholung von Neuen Flugzeugen
  7. 00:32:19 Landen ohne Nosewheelsteering
  8. 00:34:07 Geschichten aus der Kabine
  9. 00:37:44 Verabschiedung

Vertagte Themen (2)

Links (1)

Transkript

00:00:00Speaker 1 Hallo liebe Hörer, hier spricht Steffen. Steffen und Olli vom Kampf Live Us Podcast Nummer. Welche Folge haben wir denn Olli? Hallo, guten Tag. Nummer 7. Hallo Steffen, grüß dich. Hallo, aber immerhin, das wissen wir vielleicht nicht so genau, es ist aber immerhin der 10. Mai, das kann ich euch mit Sicherheit sagen. Ja. Genau. Und ich bin auch so ein bisschen, vielleicht ein bisschen durch den Wind, ein bisschen. überdreht, aber das bin ich ja eigentlich immer so gerne ja mal manchmal. Aber heute ja, weil ich ja noch so ein bisschen tacken müde bin. Ich komme nämlich gerade von der Arbeit wieder.

00:00:31Speaker 1 Wo warst du denn? Ich war in New York. Oder Kennedy, genau gesagt. Bin am Mittwoch losgeflogen. Ich erwähne das mal. Das war Geburtstag meines Sohnes. Das ist auch so ein typisches Erliner Phänomen, dass man gerne an gewissen Tagen wirklich gerne frei haben möchte. Aus wirklich vielen, vielen persönlichen Gründen. Und da wird einem einfach so den Strich durchgemacht. Also ich bin am Mittwoch nach Kenny die geflogen, bin heute Morgen wiedergekommen, hab also die Nacht durchgearbeitet habe.

00:01:02Speaker 1 Immerhin geschafft mich so zweieinhalb Stunden so ein bisschen hinzulegen. Das heißt, wenn ich so üblicher als normal nuschl oder ein bisschen verwirrt rede, dann sei das dem geschuldet. Ich hoffe, Olli kann mich korrigieren, wenn ich Quatsch rede und ihr könnt mir verzeihen. Ich grätsche dann rein. Kein Problem. Der Flug nach New York war eigentlich ziemlich okay. Also ich habe ja immer so ein Gefühl, ich weiß nicht, wie das so bei dir ist. So ein Flug kann ja immer manchmal so eine So eine Eisbucket Challenge ein.

00:01:33Speaker 1 Weißt du, was ich damit meine? Ne, ne?

Speaker 2 Ich bin jetzt am überlegen, ähm Eisbucket Challenge war doch die Nummer mit wir gießen uns Eiswasser über den Kopf und nominieren fünf andere Leute

Speaker 1 Ich habe da nicht mitgemacht, aber ich weiß, ich könnte mir vorstellen, was für einen Effekt das einem hat, sozusagen. Also nämlich, dass einem auf einmal irgendwie, dass mein hell wach wird. Und ziemlich viel irgendwie sozusagen der Puls gerade hochgeht, wenn man das passiert.

00:02:03Speaker 1 Und ich weiß nicht, wie das dir geht. Wenn gerade so Langstrecke, du machst deine Vorbereitung, du gehst an Bord, tüdelst rum, du hast so Zeit, alles Vorzubereiten. Manchmal geht in drei Minuten vom Start, wie bei mir, stelle ich denn fest, dass ich alles toll vorbereitet habe und dann aber leider nicht auf das Datum der NAV-Database geachtet habe und wir sie nochmal wechseln mussten. Oder war eine Vorbereitung? kaputt, aber beim zweiten Mal geht das ja dann viel schneller und also es hat auch nicht der Pödigkeit irgendwie abgetan. Aber dann trittst du so deinen Flug an und fliegst da so längst, ganz entspannt, wenn das Wetter alles mitspielt, die Umgebung mitspielt, die Gäste mitspielt und alles ganz ruhig ist.

00:02:40Speaker 1 Dann fliegst du da so längst und dann kommst du so nach New York rein. Aber du weißt schon, gewisse Flughäfen haben das so an sich. Also entweder haben sie folgendes, dass du nie genau weißt, Wie hoch oder besser gesagt wie zu hoch werde ich gleich sein? Oder du weißt, du hast andere Überraschungen, die dich auf dich warten und du siehst über dir diesen Eimer mit Eiswasser schweben. Du weißt genau, der ist da. Der ist im Cockpit, du bist ganz entspannt, Puls 75, ne? John Young lässt grüßen, alles ist schön.

00:03:10Speaker 1 Und diese Eimer schwebt über dir und jeden Moment geht er los. Und so war das dann halt auch mein Flug nach New York. Wir flogen dahin. Die ganze Zeit stand in dieser scheiß Artis, schuld, dass ich das Wort sage, über sieben Stunden lang stand da drin Runweg. 2. 2 links und 2. 2 rechts in News, die Anflüge, alles. Und nicht so, aber von Wind könnte es ja auch die 1-3 sein, also diese berühmte Kanasi-Approach. Also ich habe drei Runwes vorbereitet, alles schön. Und wir kommen da hin. Dann sagt er so, als wir so, ich sag mal nur noch so 15 Minuten raus sind, oh by the way, Runway Change, now runway so for.

00:03:43Speaker 1 Ich so, okay, guckuck, vom Wind, passt das, ja, passt, aber also die Was sagt ihr, wenn ich den Wind eingebe, Variable 4 Gast15? Was bedeutet das für so einen Piloten? Ohne Richtung.

Speaker 2 Das, also vom Wetter her hätte ich jetzt gesagt, ist irgendwie was Gewittriges.

Speaker 1 Ja, und das bedeutet, dass du vor allen Dingen mit fünf Sekunden Tellwind rechnest, weil du weißt ja nicht genau, in welche Richtung du kommst, ne? So, dann gibst du also bei uns in einem Performance-Modul, gibst du die Winde da ein, machst das alles ganz hübsch, guckst so rauf und dann siehst du, das ist ja toll.

00:04:18Speaker 1 Also, also nass geht man schon mal gar nicht, wenn das irgendwie geregnet hat, hat es nicht, Gott sei Dank. Aber du siehst genau, ja, also eigentlich ist die Runweh jetzt Amber, gibt es ja so ein neues Konzept bei uns. Also in anderen Worten, Amber oder wenn du die Klappen auf 3 machen würdest, also Ein bisschen weniger Klappenstellung, das heißt, dadurch ein Tacken schneller anfliegt, wäre das sogar rot. Also du weißt eigentlich, auf der Bahn kann ich doch gar nicht landen. Also nicht sicher, nicht mit gutem Gefühl. Warum drehen sie jetzt diese blöde Bahn? Die andere war doch viel besser. Aber dann denkst du so, ja, die haben das bestimmt sich da gedacht und der Wind ist bestimmt zwar Gast 15, also in Böen 15, aber nicht variabel.

00:04:52Speaker 1 Also da wird es schon eine Richtung haben, die von vorne kommt. Also pokerst du so ein bisschen, breitest diese eine ran von vor, fliegst also weiter. Christ, die sagst du, alles geht auf die Linke, alles prima, das ist genau unsere Bar, die ist auch besser. Und dann bist du so im Anflug, hast alles für die eine ausgerechnet und Sieben Minuten vor, sagt er jetzt, nee, jetzt doch die andere Bahn. Guckst du jetzt nochmal rein, die Kollegen sagen, passt das denn jetzt auch? Ist denn der Wind richtig? Also das war wieder so richtig. New York, bist du schon mal nach New York geflogen, immer abends, nachts, dann wenn alles ruhig ist, ne?

Speaker 2 Ja, genau.

00:05:22Speaker 2 Also ich bin da schon das eine oder andere Mal hingefahren gefahren, genau, geflogen. Und ich weiß gar nicht, was du hast. Du bist immer total entspannt.

Speaker 1 Ja, so, also ich habe, ihr seht schon, ich war so ein bisschen aufgeregt. Ich habe wahrscheinlich auch das Mikro fast gerade aufgefressen. Ich habe es jetzt mal ein bisschen weiter weggenommen. Klingt, hör ich mich jetzt besser an.

Speaker 2 Ja, du hörst dich viel besser an. Nee, im Ernst tatsächlich, wenn wir mit dem Frachter ankommen, ist es häufig, dass wir nicht in der Rush Hour ankommen, wie. du zum Beispiel und dann ist das tatsächlich sehr entspannt. Auch da, ja, es gibt viele Runway-Changes.

00:05:52Speaker 2 Und auch manchmal kommen wir mit in der Rush Hour da an und dann ist das natürlich Schon anstrengend, keine Frage.

Speaker 1 Ich glaube, das ist vor allen Dingen. Ich habe das jetzt bei New York eigentlich immer erlebt. Deswegen habe ich immer, aber wir können nicht mehr als drei Randwies vorbereiten in unserem System. Eigentlich immer erlebt, dass sie dir irgendwie kurzfristig was drehen.

Speaker 2 Immerhin drei. Also ich meine, bei uns gehen nur in Anführungszeichen zwei Runways und

Speaker 1 Ja genau. Trotzdem musst du ja für alle Ranwes. Ich kann nur für eine Ranwes, nee, natürlich kann ich für mehrere Ranwes berechnen und über Gedanken machen und all sowas.

00:06:25Speaker 1 Nee, aber ich glaube, das ist ein bisschen ist es geschuldet, dass du so eigentlich so nachmittags um zwei ankommen und dann dreht gerade der Wind von Land auf Seewind oder irgendwas ist dann mal gerade los, was irgendwie, was, was irgendwie komisch ist oder irgendwas. Naja, aber das war der Flug nach New York und dann alles gut. Wir waren Aber es war schon abzusehen, wir waren anderthalb Stunden spät losgeflogen und trotzdem pünktlich gelandet. Also die Flugzeit war hin und zurück genau die gleiche. Weil der Wind total komisch war. Also alles, alles gut. Das war New York. Ich bin jetzt wieder da, alles ist gut und kann mich jetzt wieder den Fragen widmen, die so aufgetreten sind.

00:07:00Speaker 2 Hast du da welche für uns eigentlich? Habe ich, ja. Ich überlege gerade, hatte ich eigentlich erzählt, was hatte ich über Shanghai schon gesprochen? Nee, ne?

Speaker 1 Nee, ich weiß ja gar nichts.

Speaker 2 Fand ich sehr spannend. Ein Anflug mit Lovis, also mit schlechter Sicht, Nebel. Und das weckt natürlich bei jedem Berufspiloten gleich diverse Gefühle hervor, weil man muss dann doch ein bisschen mehr machen im Anflug mit einer automatischen Landung. Ja, man mag es kaum glauben, deutlich höherer Aufwand ist. Man hat viel engere Limitierungen, was zum Beispiel der Wind angeht.

00:07:35Speaker 2 Wenn ich jetzt sagen würde, wir hatten einen K2-Anflug, also mit einem mäßigen Nebel, sage ich mal, einer Wolkenuntergrenze von. Ach, jetzt muss ich gerade rechnen, wir hatten. 60, ich glaube auch so 20 Meter Untergrenze, ne? Kommt das hin? Ja, genau. Ja, aber wirklich sportlich. Und das Ganze mit Gewitter. Okay. Und das ist jemand, also ich hatte aus einem Bekannten erzählt, der sagte, war es ein Simulator oder wie kommt das? Gewitter und Nebel gleichzeitig.

00:08:06Speaker 2 Ja, ich habe es auch noch nie vorher erlebt. Das ist spannend.

Speaker 1 War denn auch Wind? Ich meine, war das, oder war das einfach so eine Dampfen, ich meine, ich könnte, also so Shanghai, weißt du, so Opiumhölle, es ist heiß. Schwül und äh. Ja, nicht zu dieser Jahreszeit.

Speaker 2 Es dauert ja noch ein paar Monate. Also ne, es war wirklich ein Gewitter, was durchgezogen ist und das große Glück war tatsächlich, dass der Wind von vorne kam. Aha, okay. Wäre er von der Seite gekommen, hätten wir da tatsächlich nie landen können. Und war spannend. Habe ich so in der Konstellation auch noch nie erlebt.

00:08:37Speaker 2 Also. War interessant.

Speaker 1 Ja, also ich meine, es gibt, bei uns kennen wir Nebel windstill. Oder ein bisschen Wind. Das ist der Nebel, den wir kennen. Aber es gibt ja andere Regionen, die haben. . Wirklich nebeldichte Suppe, auch K2 oder so, aber da zu richtigen Stramm, stramm Wind, ne? Also wenn du so hier nach Ganda oder St. John's, also oben da Kanada, die Inseln der Gs, die haben ja teilweise echt, also so alles, ne? Alles, was man so hat.

Speaker 2 Bei uns war auch die Sicht irgendwie bei 400 Metern ungefähr und das Ganze bei erst nur normalem Gewitter und

00:09:10Speaker 2 Also ich sag mal, fünf Minuten nach der Landung ist da ein Platzregen ausgebrochen, wo wir definitiv nicht mehr hätten landen können. Also das war wirklich spannend.

Speaker 1 Da war aber der Nebel dann auch weg, ne?

Speaker 2 Also das ist eine ganz spannende Wetterlage gewesen. Also das zieht dann vom Meer rein. Da kommt der Nebel her und parallel war da halt noch ein Gewitter mit bei. Also es ist selten, aber es geht.

Speaker 1 Also ich kenne K2-Einflüge auch bei starkem, starkem Schneefall. Das habe ich schon gehabt. Da hast du ja noch einen anderen Aspekt da drin, dass du, also erstmal der Schneefall natürlich, wo die Sicht ja eigentlich gut ist, aber die vielen Schneeflocken halt und das Licht alles so reflektiert, dass du halt nicht weit sehen kannst.

00:09:50Speaker 1 Und gleichzeitig hast du ja durch den Schnee eine eventuelle, wie nennt sich das auf Deutsch, kontaminierte Runway, also eine mit Schneematsch oder irgendwas, äh, Runweh. Und da ist ja Landeband, ja. Ja, Landeband. Und da ist ja Die Kombination von automatischer Landung und glatter Bahn ist ja nicht ganz so gegeben. Das ist ja alles nur so, ist nicht required von der Zulassung, also gibt es auch keine Unterlagen dafür, aber man gibt dir so ein gutes Gefühl, dass man das doch machen könnte.

00:10:21Speaker 1 Und muss man halt genau wissen, wie man das irgendwie angeht. Naja.

Speaker 2 Aber dafür gibt es ja auch Trainingsgerät und. Das ist jetzt der Bogen zu unserer ersten Frage. Und zwar der Lars. Den haben wir schon ein bisschen vertröstet. Ja, schon ein paar Mal.

Speaker 1 Der hat aber auch eine lange Frage gestellt, viele Dinger da hat reingetan.

Speaker 2 Ja, also viele einzelne Fragen. Er fragt, mich würde mal interessieren, wie realistisch die Flugsimulatoren sind, die in der Pilotenausbildung eingesetzt wurden. werden und wo deren Grenzen liegen.

00:10:51Speaker 2 Aha. Ich vermute, dass der Blick aus dem Cockpit wahrscheinlich nicht besonders fotorealistisch ist und man auf Funk wahrscheinlich bis auf den Außenbilder auch relativ einsam ist.

Speaker 1 Kann man beides mit Ja beantworten, oder?

Speaker 2 Genau, ja, nächste Frage. Nein. Ja, der Blick aus dem Cockpit, ja, was heißt nicht besonders fotorealistisch. Also bei unserem Simulator ist das schon, finde ich. Recht gut. Ganz klar, der Flugsimulator auf dem PC hat vermutlich eine bessere Grafik.

00:11:22Speaker 2 ist auch einfach dem geschuldet, dass wir natürlich im Simulator nicht bei, nein, nicht nie, nicht nie, aber selten bei bestem Wetter fliegen. Und da sowieso dann Wolken oder irgendwas anderes eingespielt wird und man dann schlichtweg eigentlich nicht die fotorealistische Grafik braucht. Also in Flughafennähe ist es schon natürlich sehr gut. Da ist auch. . Jedes Gebäude im Grunde genommen so modelliert, aber alles andere sind einfach flache Satellitenaufnahmen, ganz einfach. Genau.

Speaker 1 Auch die, die, die, äh, Ränder von den Wäldern, die am

00:11:55Speaker 1 in der Grafik sind am Airport, das sind ja auch nur so Stellwinde praktisch, wo die Bäume drauf gepinselt sind. Also anders als einzelne 3D-strukturierte Bäume, das haben wir da nicht. Aber es ist wirklich die Frage, brauchen wir das, ne? Weil eigentlich sollen wir ja Als Pilot lernen, nach den Lichtern zu fliegen, also nach den Ques, die wir sonst wo haben. Wie sind die Landelichter, wie sehen die aus, wie ist das visuelle Gleitpfad? Und wie ist die Ranbefeuerung, alles was so das Ganze drumherum ist. Und das ist das, was wichtig ist.

00:12:26Speaker 1 Und das ist eigentlich das, worauf wir ausschalten, Aushalten halten. Andere ist irgendwie jetzt nicht so

Speaker 2 So element wichtig, oder wie siehst du das? Nö, das stimmt schon. Und vor allen Dingen, wir machen ja Flug nach Instrumentenflugregeln, also AFA. Das heißt, man ist da ja auch viel im Cockpit zugange und guckt da auf die Instrumente und die sind natürlich dann sehr gut und abgebildet. Also das sind halt, je nachdem es gibt, ja ganz technisch genommen gibt es Simulatoren und Emulatoren. Also es gibt Geräte, die wirklich, wo die Komponenten echte Flugzeugkomponenten sind, die auch, ich sag jetzt mal, glauben, dass sie fliegen

00:13:00Speaker 2 Und dann gibt es die Simulatoren oder Emulatoren, wo die komplette Software, das Verhalten des Flugzeuges, ja, wo das nachprogrammiert ist. Genau. Die sind in der Anschaffung halt ein bisschen günstiger, aber ja, muss man auch sagen, halt nicht ganz so. Nicht ganz so gut wie diese echten Simulatoren.

Speaker 1 Die sind deutlich günstiger, glaube ich, sogar. Also ich weiß, dass so die alten Simulatoren, ich kann aber ganz kurz zurückgehen, also auch wegen Visual. Ich kann ja den alten Sack wieder raushellen lassen. Also als der erste Simulator, wo wir oder ich darauf gelernt habe, war der für die 737200.

00:13:32Speaker 1 Und der hatte also ein normales Cockpit echten Geräte drin. Und ich habe auch schon mal erlebt, dass die Kollegen von der Technik haben, wir haben da einen Flieger, der ist kaputt, können wir bei euch das ADF ausbauen, das braucht er. Also die konnten da auch die Sachen richtig ausbauen aus dem Simulator und da einbauen. Das waren exakt die gleichen. Und EDF ist hier Mittelwellennavigationsempfänger. Und das Visual bestand darin, dass wir drei Fernsehbildschirme hatten, die vorne auf dieser 737-Scheibe von außen drauf geschaltet waren.

00:14:03Speaker 1 Also eigentlich waren es vier. Und zwar je nachdem, also zwei für vorne zum Rausgucken, wo du denn so ein bisschen sehen konntest, so wie sind dir so die Lichter, das war so eine ganz grobe Grafik Und wenn du ein Visual geflogen bist in Simulator, also ein Platzflug nach Sicht, konnte der Ausmelder hinten Entweder das linke oder rechte Seitenfenster dazu schalten, je nachdem, ob du links oder rechts rum dein Penner gefunden bist.

Speaker 2 Okay, auch nicht schlecht. Ja, ich meine, ganz, ganz früher war die Grafik dann ja auch wieder besser. Da hat man ja wirklich so eine riesige Karte, so ein riesiges Modell von der Umgebung des Flughafens gehabt und tatsächlich mechanisch eine winzige Kamera darüber bewegt, was halt genau der Position des Flugzeuges entsprach.

00:14:42Speaker 2 Und diese Kamera hat man dann halt in die Scheiben projiziert, ja, angezeigt, wie auch immer. Also da ist die Entwicklung ist da ja wirklich schon sehr weit gekommen.

Speaker 1 Wenn man gecrasht ist, weiß ich noch, dann waren die immer ganz sauer, weil dann mussten sie das Modell reparieren. Weil die Kamera dann nach reingefahren ist.

Speaker 2 Sehr schön, ja, genau. Und genau, Funk ist es richtig. Normalerweise macht der Ausbilder, der mit den beiden Auszubildenden im Simulator sitzt, den Funk auch mit. Das heißt, Der Funk ist per se erstmal relativ einsam.

00:15:14Speaker 2 Es gibt da so ein paar Projekte. Ich habe noch tatsächlich keins mitgemacht, aber wo dann wirklich. ATC-Controller, also von Langen Raider meistens, wenn man dann in Frankfurt im Simulator ist, wo die dann quasi mitspielen.

Speaker 1 Das habe ich gemacht, ich kenne das. Also, und da sind meistens sind zwei, die in dem Training mit dabei sind, zwei Fluglotsen. Die kontrollieren auch meistens zwei, drei Flieger und das sind meistens mehrere Schichten, die zusammengelegt werden.

00:15:44Speaker 1 Also da ist irgendwie eine Pflicht in der Jumbo und noch ein anderer. Also, so drei, vier Simulatoren werden aufgeschaltet auf einen Radarraum. Der ist auch unten ein im Simulatorzentrum unten eingebaut. Und gleichzeitig sind noch drei, vier andere Fluglotsen dabei und die simulieren anderen Traffic. Die sprechen immer so Flugzeuge durchmachen. Also die Kollegen müssen dann uns handeln, irgendwie einen simulierten Funk, der da irgendwie abläuft. Und wir machen dann unsere Emergencies und dann müssen sie darauf reagieren. Das wird meistens sehr positiv angenommen, insbesondere nachher die Besprechung, wenn man gemeinsam redet, was die vor Vorstellung hatten und was wir vor Vorstellung hatten.

00:16:17Speaker 2 Ja.

Speaker 1 Aber es gibt es vielleicht einmal im Monat oder irgendwas, ne?

Speaker 2 Ja, okay. Dann. Fragt Lars weiter, wie sieht das mit dem Fluggefühl und der Simulation des Flugzeuges aus? Merkt man am Flugverhalten, ob man in einem Simulator oder in einem echten Flugzeug ist? Werden Bewegungen und Kräfte auf den Piloten physikalisch korrekt simuliert, zumindest für normale Flugsituationen? Ein Looping wird ein Simulator vermutlich nicht nachbilden können.

Speaker 1 Also, ich vergesse immer sehr schnell, dass ich merke der Unterschied schon, dass es ein Simulator ist beim Fliegen.

00:16:53Speaker 1 Also es ist irgendwie doch ein bisschen anders. Der Flieger bewegt sich irgendwie anders, aber rein von dem, was man erwartet. Also wie die Beschleunigungen sind. Und ich denke, das ist schon sehr, sehr realistisch. Also man vergisst schnell aufgrund der Arbeitsbelastung sowieso, wo man eigentlich genau drin sitzt.

Speaker 2 Ja, also vielleicht als Erklärung, Beschleunigung, dieser Simulator steht ja fest am Boden. Da sind ja so Hydraulik- oder Pneumatikzylinder drunter. Und diese ganze Plattform kann sich halt nur, sag ich mal, vor zurück rechts-links bewegt werden und mit ein bisschen rauf runter.

00:17:26Speaker 2 Beschleunigung. werden einfach dadurch zum Beispiel beim Start simuliert, indem das Ganze einfach ganz doll nach hinten kippt. Wenn man da drin sitzt und das Visual, also die Die Grafik halt einem suggeriert, dass man sich nach vorne bewegt hat und tatsächlich das Gefühl, als würde man beschleunigen. Man merkt halt so Ja, dass man halt ihren Sitz nach hinten gedrückt wird. Und das ist schon, finde ich, sehr echt. Persönlich, was halt nicht so schön ist, ist halt, wenn man am Boden ist, also wenn man rollt und dann Kurven rollt.

00:17:58Speaker 2 Das ist. Finde ich immer ganz hässlich, aber dafür ist der Simulator ja auch eigentlich nicht da.

Speaker 1 Und unangenehm ist man auch das Gefühl, wenn dann irgendeine Sache wird, da ganz kurz der Simulator angehalten und man befand sich gerade in einer Beschleunigungsphase, dann merkst du auf einmal so, wie der so im Lauter versucht ganz normal wie in die normalen Lager zurückzugehen und denkt man so, was ist denn hier los? Weil dann merkst du, da wird der Körper gerade betrogen oder der merkt er, dass er betrogen worden ist. Ja, stimmt. Looping, ja, also Looping sind wir aber im Sulator schon geflogen. Du auch? Was? Nein, Looping nicht.

00:18:28Speaker 1 Rolle. Rolle. Eine Rolle. Rolle. Aber du musst die Emotion musst du ausschalten, weil die steigt aus, die kann das nicht.

Speaker 2 Ja, das stimmt. Also es gibt auch im Rahmen der Ausbildung, zumindest bei uns, gibt es eine Simulator-Mission, die Ist UPRT Upset Recovery Technique Training, also wo es darum geht, aus ungewöhnlichen Flugzuständen das Flugzeug wieder in eine Normalfluglage zu bringen. Und ja, man muss auch ganz klar sagen, das ist natürlich

00:18:58Speaker 2 weit weg vom echten Flugzeug. Aber da reden wir über Anstellwinkel, also von der Pitch von über 25 Grad und Bankangles, also Querneigung von Ja, über 80 Grad, das ist klar, dass der Simulator das so nicht nachbilden kann.

Speaker 1 Ich weiß gar nicht, machen wir die Motion da aus eigentlich.

Speaker 2 Bei uns nicht, nö, die läuft durch.

Speaker 1 Ja, ja. Aber die kann auch, das ist vielleicht ganz kurz, steht, ganz am Schluss sagt er nämlich, ich könnte mir vorstellen, dass es bei Systemen wie M-Cards wirklich auf jedes Detail ankommt und eigentlich nur mit Originalsoftware trainiert werden kann.

00:19:30Speaker 1 Es ist nicht nur das, sondern die Modelle stimmen dann auch nicht mehr. Wenn du jetzt beim Stall, also wenn du wirklich versuchen willst, wie reagiert das Flugzeug, wenn das zu langsam fliegt, das Modell, was der Rechner da annimmt, das Ist nicht immer richtig oder nicht genauso, wie das Flugzeug sich verhalten wird. Deswegen ist ein Training im Story-Bereich, also wenn man Ein überzogenen Flugzustand hat, wird eigentlich mit dem Simulator mit unserem nicht gemacht, weil man, das ist nur eine Annäherung und kann, man möchte den Piloten dann nicht irgendwas antrainieren, was eventuell nicht genau der Realität entspricht.

00:20:03Speaker 2 Ja, deswegen also Lars fragt auch, ist der Simulator immer genau für einen Flugzeugtyp? Ja. Und genau für eine Registration. Also ich meine, korrigiere mich bitte, falls es nicht ganz richtig ist. Dass man tatsächlich in dem echten Flugzeug im Grunde genommen so etwas wie ein Datenlogger lange Zeit mitführt, um die Daten dann in die Simulator-Software zu spielen. Und das ist halt das. Die Reaktion der Software da wohl darauf angepasst ist. Keine Ahnung, ob es stimmt. Ich weiß es nicht. Ich habe das nur mal gehört. Klingt aber plausibel.

00:20:34Speaker 2 Und ja, der Simulator hat ein Kennzeichen, also natürlich eine Zulassung vom Amt, ganz regulär. Und hat auch innen drin ein Kennzeichen, was man dann halt natürlich auch benutzt von für Funk und sonstige Sachen Genau.

Speaker 1 Und es spricht dann von der Performance her genau ein Modell. Jedes Zugzeug ist ja so ein Tacken unterschiedlich. Also es geht so in die Performance. Eine verbraucht 1% mehr Sprit, 1% weniger. Und daran ist das angepasst. An genau das Modell und auch genau den Softwarestatus, den das, die der Flieger haben soll.

00:21:04Speaker 1 So in der Theorie. Also leider ist es bei uns so, 83er, dass wir an Bord die Software Badge 6 haben, also was die ICAM-Software angeht, also die unterscheiden sich jetzt nicht in großen Sachen, aber Am Simulator haben wir noch Badge 5, weil das zu teuer nicht zu teuer ist, sondern weil Airbus einfach keine andere Software rausgibt und wahrscheinlich eher es immer Die übernächste Version anbieten. Das ist aber wirklich, dann gibt es halt irgendwie so kleine Subfehler gibt es ja nicht.

00:21:35Speaker 1 Oder manchmal sieht die Liste so ein bisschen anders aus, aber bei 500-Plus-Fehlern fällt einem das gar nicht auf. Muss er sowieso für Stück für Stück abhaken.

Speaker 2 Ja. Genau, die Frage ist dann, wird nun das Nötigste simuliert oder ist auch die hinterletzte exotische Menüeinstellung auswählbar und wie im Original abgebildet? Oder läuft im Sulator sogar die originalsoftware aus dem realen Flugzeug in den echten Steuergeräten, Instrumenten und nur die Sensoren sind virtualisiert? Ja, im Normalfall schon. Also die meisten Simulatoren tatsächlich haben

00:22:06Speaker 2 Alles eins zu eins nachgebildet. Irgendwo kommt man natürlich auch an Grenzen. Also, was fällt mir da jetzt ein? Dataling Satcom vielleicht? Ja. Aber selbst das funktioniert halbwegs. Man kann auch im Simulator per Akas Wetter abfragen. Ja, der spuckt einem auch ein Wetter aus, aber das muss man vorher hinten als Instructor natürlich eingegeben haben. Also das ist jetzt, das wären so die Beispiele, sag ich mal.

00:22:36Speaker 2 Ansonsten, ja, bei dem echten Simulator. Genau, Rauch geht auch.

Speaker 1 Und es ist Originalsoftware, ja. Genau, also das ist schon schon beeindruckend, wer da drin gewesen ist und das miterlebt, der vergisst relativ schnell, wo er eigentlich sitzt und Und natürlich, also so ein Simmer, der, wenn er rausguckt in seinem PC, der sieht tolle Grafik und alles detailgereich, die Häuser einzeln, das, da merkt man dann bei uns, dass darauf wird jetzt nicht so viel wichtig Wert drauf gelegt, wie auf

00:23:06Speaker 1 Das Zusammenspiel der einzelnen Systemkomponenten, dass die alle hundertprozentig im Einklang, die Klaviatur sozusagen, dass man die genauer das spielen kann.

Speaker 2 Ja. Ich hoffe, dass wir jetzt die Fragen vom Lars so halbwegs beantwortet haben. Habe ich irgendwas vergessen, Steffen? Nö, ne?

Speaker 1 Nee, also kann man noch bestimmt in die Tiefe gehen, aber ich glaube, das langt erstmal. Es gibt natürlich noch Forschungssimulatoren, die da wird dann relativ neu immer alle möglichen Software eingespielt.

00:23:36Speaker 1 Und ich war bei Uni für Flugzeugbau, die haben auch einen 20er Simulator so selber zusammengebaut. Das war so ein Schulprojekt und die oder ein Stud-Stentenprojekt. Und da könnt ihr natürlich auch mal so mal, jetzt probieren wir mal, wie das ist, wenn wenn man irgendwie so eine neueste Head-Up-Display irgendwie ausprobiert und man kann jetzt jeden Jeden Trolley sehen, der irgendwo auf der St auf der Randwäder rumliegt oder irgendwas. Und kann man damit rollen bei Blindflug, ne? Also praktisch hier für das neue System mit Testen und so.

00:24:07Speaker 1 Das kann man ja machen.

Speaker 2 In Berlin, glaube ich, steht auch so ein Simulator in der Uni.

Speaker 1 Genau, genau. Ja, sehr gut. Dann haben wir den Lars endlich alles endlich abgehakt. Haben wir noch Zeit für zwei Fragen von FW FWFR 100?

Speaker 2 Ja, ich denke doch schon, ne?

Speaker 1 Ja. Und zwar hat er gefragt, Steffen, ich glaube, er meinte er mich, hat er vor kurzem mal geschrieben, ein Pilot musste den Sprit in Hahn per Kreditkarte bezahlen. Was hat es da mit Aufsicht und wie bezahlt ihr den Sprit normalerweise? Also normalerweise bezahlt der Pilot als eines Liniengesellschaft nicht seinen Sprit selber.

00:24:41Speaker 1 Und zwar gibt es Verträge mit den lokalen Tankgesellschaften oder auch sozusagen, ähm, na, ähm, Wie nennt man das, wenn du ein wenn du auf Rechnung was machen kannst? Also du hast praktisch da ein Standing sozusagen und einen Vertrag über auch Mindestahmen und Preise und das ist alles ziemlich genau festgeregelt, wie das ist. Aber wenn es bei dem so nicht ist, dann muss man gucken, ob einem, ob die Tankgesellschaft auf Rechnung arbeitet und wenn sie das halt nicht tut, dann muss man irgendwie gucken, dass man den Sprit bezahlt und dann kann man das irgendwie per Überweisung machen oder irgendwas von der Firma, aber es dauert natürlich alles.

00:25:16Speaker 1 Hier in dem Sinne War das so, dass der dass meine Firma anscheinend, das muss man sich vorstellen, das ist ein Flughafen ganz dicht dran an Frankfurt, der auch gerne mal als Alternative, zumindest in der Planung, benutzt wird. Und dass die da keinen Vertrag hatten und er den Sprit selber bezahlen musste. Vielleicht hatten die auch, passiert das so selten, dass sie die Unterlagen nicht gefunden hatten. Ich weiß es nicht, keine Ahnung. Auf jeden Fall musste er den Sprit selber bezahlen. Und ich weiß von früher, dass es Geschichten gab, dass ich war das die Kondo oder irgendwas, da hat man immer gesagt, die hat einen kleinen Safe an Bord.

00:25:49Speaker 1 Wo dann immer so 10. 000 Mark oder irgendwas drin war und nur der Kapitän hatte den Code, um diesen Save zu öffnen.

Speaker 2 Das war irgendwo so versteckt, so eine kleine Box. Kondo hatte ich mal nur mitbekommen, dass die unterm Kapitän sitzt immer ein paar Scheine hatten. Ich gehe mal davon aus. Also ich habe keine Ahnung, was da Gerücht ist und was nicht. Aber ja, hin und wieder musste man auch Bar bezahlen. Das stimmt auf jeden Fall. Wir beide kennen auch noch jemanden, der in der Businesspflegerei unterwegs ist. Da kann ich mir auch vorstellen, dass man dann meistens mit Kreditkarte zahlen.

00:26:22Speaker 1 Ja, da müssen wir mal den Autopilot-Düser fragen, was er dazu sagt.

Speaker 2 Genau, der kann sicherlich was dazu sagen. Er wird ja eine Tankkarte haben.

Speaker 1 Der wird eine Kreditkarte haben für seinen Flieger und dann wird er damit bezahlen, glaube ich.

Speaker 2 Tatsächlich, bei uns war lange auf jedem Flieger auch immer eine Kreditkarte an Bord, um Spritrechnung zu zahlen. Ja und ansonsten.

Speaker 1 . Stimmt, das fällt, du hast recht, natürlich. Also das war, die haben sie, glaube ich, erst vor 15 Jahren oder sowas an Bord genommen. Da hatten wir auf der Kurzstrecke immer noch. So zwei Kreditkarten, das waren so Tankkarten, ne? So was drauf, so wie noch Bonus Power.

00:26:53Speaker 1 Sind die S von ein paar Jahren runtergegangen? Also die hatten wir sogar noch recht lange dabei. Ich weiß einmal, da war mir ein Fall, da mussten, es war ein Flug mit dem Airbus 13 nach Lagos und in Lagos wurden die Tankgesellschaften bestreikt. Das heißt, es war nicht abzusehen, ob für den Rückflug Sprit vorhanden war. Da ist man also erstmal mit möglichst viel Sprit hingeflogen. Aber selbst dann hätte man nicht den Flieger für den Rückflug komplett betanken müssen. Also hatte der Kapitän oder beziehungsweise wir hatten, ich war Laco da, hatte von vorher von der Firma, ich glaube, 30.

00:27:28Speaker 1 000 oder 20. 000 Dollar mitbekommen. Das waren zwei kleine Unterschrift, zwei bisschen dickere Umschläge, mit genau Vorgaben von einem Flughafen, der daneben war, da hätte man nämlich, wenn man nämlich von Lagos erstmal den kleinen Hops da rüber zur Elfenbahnküste geflogen. Dort hätte man getankt und die da haben sie angerufen und die haben gesagt, wir hätten gerne keine Scheine größer als 100 Dollar loten, keine Scheine. Größer, älter als zwei Jahre und der Preis ist ein Dollar pro Liter.

00:27:59Speaker 1 Das war in den 90ern. Pro Liter? Ja, pro Liter. Schweineteuer, ja, ja, genau. Und das war so die Vorgaben, die sie hatten. Also ich meine, aber das hat glaube ich nichts mit Korruption oder irgendwie. Da unten zu tun, was meinst du?

Speaker 2 Nein, also Korruption kann ich mir da gar nicht vorstellen. Nein, also ich glaube auch nie, dass die einen irgendwie abzocken wollen.

Speaker 1 Nein, oh Gott, nein, das geht immer sehr fair zu. Alles gut. Entschuldigung, Vorurteile ausgeschaltet. Ja. Also solche Geschichten gibt es aber eher selten. Und das mit dem Hahn, also da haben wir alle mit dem Ohren geschlackert.

00:28:30Speaker 1 Also das fanden wir echt schon merkwürdig, ne?

Speaker 2 Und das war noch eine Frage von FWFR100. Hast du die?

Speaker 1 Hab ich. Ach, die hast du dich? Soll ich die sagen auch? Okay, noch eine Frage. Hattet ihr schon spezielle Flüge wie Abholung eines neuen Flugzeuges oder einen Leerflug?

Speaker 2 Also Leerflüge hatte ich schon mal einige.

Speaker 1 Ja, ich auch, diverse.

Speaker 2 Also es kommt bei uns tatsächlich mal vor, dass auf einer Route keine Fracht anfällt, dass der Flieger halt nur positioniert wird.

00:29:03Speaker 2 Also ich sag mal, es gab eine Zeit lang, haben wir Fisch aus Göteborg geflogen. Und ja, da sind wir von Frankfurt nach Göteborg erstmal leer geflogen und von Göteborg aus dann mit einem ganz vollen Flieger. Weit, weit weg. Ja, also Lehrflüge kommen schon mal vor, bei uns zumindest und ich denke bei dir nicht ganz so oft, Steffen, aber gibt es auch, oder?

Speaker 1 Ja. Ich überlege gerade, waren diese Flüge mit dem Fisch jetzt genauso eine geruchliche Belastung wie die mit den Schweinen, von dem du mal erzählt hast?

Speaker 2 Ja, so ein bisschen. Ja, okay.

00:29:33Speaker 2 Es ist auf dem vorherigen Muster, die Klimaanlage war dann nicht so schön. Da muss man dann durch, ne?

Speaker 1 Ja, aber gut, aber wenn man abwechselnd einen Fisch und dann Schweine transportiert, dann geht das ja, ne? Eben. Ja, eben. Ja, Leerflüge, klar, hatte ich auch. Es gibt Lehrflüge, wenn zum Beispiel ganz normal so unplanmäßige, wenn ein Flieger irgendwo steht und kaputt geht und man darf ihn nicht mehr mit Passagieren zurückfliegen, sondern nur noch sozusagen Ferry oder in niedriger Flughöhe, weil die Druckkabine nicht richtig geht und all sowas. Das gibt so gewisse Sonderregelung, die man haben kann, dass man sagt, man bringt den Flieger noch nach Hause.

00:30:05Speaker 1 Davon hatte ich einige, auch schon eine mit einer kaputten Cockpitscheibe. Da habe ich also immer auf so einen Riss geguckt vor mir in der Nase. gibt es ja verschiedene Level in dieser Scheibe und das war der unbedenkliche Teil, aber man hat dann trotzdem gesagt, nee, der Flieger darf dann nur noch mit Dings geflogen werden, also nur mit Ruhe ohne Passagiere. Ich habe einen sehr schönen Ferryflug gehabt, also für die Fußballfans für uns, das war planmäßig von Hamburg nach, ich glaube unten irgendwo Mannheim die Ecke, weil da habe ich nämlich die holländische Nationalmannschaft während des WM, während dieses Sommermärchens, da ich weiß nicht, Fußball-WM, von dort aus nach Leipzig zum Spiel gefunden.

00:30:42Speaker 1 Also ich hatte mal die holländische Mannschaft an Bord. Ist das jetzt gut oder nicht gut? Aber die haben also ganz widerwillige Autogramme gegeben. Also ich fand es kein schönes Erlebnis.

Speaker 2 Also ich war gerade im überlegen, wann Holland bei der WM dabei war.

Speaker 1 Weiß ich nicht.

Speaker 2 Alles, was jetzt in die Richtung geht, das gibt nur Hour.

Speaker 1 Ja, ja, genau. Lass wir das mal.

Speaker 2 Zur Abholung des neuen Flugzeuges können wir ja ganz schnell umschwenken zur Abholung eines neuen Flugzeuges. Hatte ich noch nicht. Ich auch nicht. Äh, wie soll ich das jetzt sagen?

00:31:12Speaker 2 Da fliegen vor allen Dingen die Leute.

Speaker 1 Also, die so ein bisschen auch an der administrativen Ebene zu tun haben. Das hast du sehr schön gesagt, ja. Ja, genau. Ja, ich meine, das ist ja auch so ein bisschen, da geht es ja, also Wird der Flieger abgenommen, ist ja alles okay, die gehen ja durch den Flieger durch, gucken, ob wirklich alles high ist und dann wird auch alles Mögliche getestet. Also es gibt auch die Werkstattpiloten, die da durchgehen. Das heißt, sie. Wirklich alles an dem Flieger auch mal machen und auch mal ein Triebwerk ausschalten und wieder anschalten und alles sowas.

Speaker 2 Und das wird einfach nicht mehr so gut. Ja, wobei die Abholung ist dann schon da ohne und naja gut, ich will das jetzt nicht weiter ausführen, aber auf jeden Fall

00:31:44Speaker 2 Die administrativ tätig sind, ist ein sehr schöner Ausdruck dafür, genau.

Speaker 1 Also bei kleinflug zum Weiß ich aber auch hier bei der 737, ich habe mal eingesprochen, da war ganz normale Ausbilder und hat so einen Flug auch mal abgeholt. Also das muss jetzt nicht immer unbedingt Also die Nähe zur Planung da sein, weißt du? Ja, da waren alle anderen im Urlaub. Ja, ich verstehe schon, alles klar. Gut. Ach ja, ich glaube, ich hoffe, es war Fragen gut beantwortet. Haben wir noch Zeit, ein Ding zu besprechen? Hier ein Vorfall, der gerade kürzlich passiert ist, am 8.

00:32:15Speaker 2 Mai. Ja, kommen wir ganz kurz einmal.

Speaker 1 Und zwar, ähm, ich sehe gerade, das war aus dem Aviation Herald, ein Singapur A380 nach Delhi auf dem 8. Mai. Hat ein Nosewear Steering Failure? Haben wir darüber schon mal geredet, wenn die Bukratsteuerung versagt?

Speaker 2 Ja, irgendwas hatten wir da, ne?

Speaker 1 Ich glaube ja. Oder ist das irgendwie Oder war das noch in den Folgen mit Parflow, die wir dann nicht gesendet haben?

Speaker 2 Nee, eigentlich. Warte mal, ich klicke hier mal so ein bisschen, entschuldige ich die.

Speaker 1 Auf jeden Fall ist das, ich kann aber ganz kurz weitererzählen, du sagst mir, unterbrichst mich dann und dann ist gut. Und zwar, ähm ist er angeflogen nach Dili und im Anflug haben sie das Fahrwerk ausgefahren und dann gab es eine Fehlermeldung, dass

00:32:52Speaker 1 die Burkaissteuerung nicht mehr ging. Aus irgendwelchen Gründen. Ich weiß es nicht was, das kann man später sicherlich nochmal nachlesen in einem Bericht. Da wollte ich nur ganz kurz eingehen, wie wie man dann sowas macht. Also die Kollegen sind richtigerweise erstmal durchgestartet, sind die Checklisten durchgegangen, haben sie geguckt, ob man irgendwie ein anderes System schalten kann. Wir haben mehrere Systeme dafür. Es gibt auch mehrere Backup-Levels gerade für den 83er. Und das hat nicht geklappt. Man ist dann ohne die Burkhardsteuerung gelandet, aber solange der Flieger sich ja noch relativ schnell bewegt, nämlich bis 60 Knoten runter.

00:33:26Speaker 1 Landapru kann man den Flieger noch sehr, sehr gut mit dem Höhenruder, Quatsch, mit dem Seitenruder, sehr gut steuern und gerade halten. Und erst wenn man langsamer wird, wird das nicht mehr wirksam, aber dann hat man ja links und rechts immer noch die Bremse, mit der man getrennt bremsen kann. getrennt Schubumkehr geben kann oder getrennt Gas geben kann, um den Flieger dann gerade zu halten.

Speaker 2 Man muss hier dazu sagen, das wissen ja tatsächlich nicht Also Leute sich nicht so damit beschäftigen, ja, wir haben noch so ein weiteres Steuerrad sozusagen im Cockpit. Achso, ja. Um am Boden zu steuern.

Speaker 1 Ja, aber habe das schon erzählt jetzt?

00:33:57Speaker 1 Hast nachgeguckt. Ich habe es nicht gefunden, aber ich meine, da war was. Ja, Gott, lang war euch das. Na gut, dann müssen wir was. Wir haben heute endlich gar nicht so viel Zeit, denn vielleicht sollten wir einfach mal. Darf ich euch was sagen? Liebe Liebe Gäste an Bord. Es gibt ja Airlines mit Service. Da kriegt man Wasser, Getränke, manchmal auch leider nur gegen Geld bezahlen. Manchmal gibt es Gesellschaften, die die bieten sogar Essen an, also meine tut das zum Beispiel, und dieses Essen wird in der Regel auf Tabletts serviert oder wird den Gästen sogar hingebracht zum Platz.

00:34:39Speaker 1 Oder manchmal werden auch so kleine Snacks so bereitgestellt. Also, das sind dann so richtig Boxen auf Tablett, dann sind das irgendwie Dosensuppen oder sowas. So was gibt es denn. Aber liebe Gäste, wenn ihr irgendwie in der In der Galley, also in der Küche da rumgeht und dann sieht der etwas, was jetzt irgendwie nicht so nach Airline aussieht. Also zum Beispiel so Sachen, die wie auf dem Supermarkt aussehen oder so eine Plastikpackung Salat, die aussieht, als könnte man die irgendwie aus einer Schnellticke irgendwo gegriffen haben oder sowas. Das ist wahrscheinlich nicht für euch gedacht. Ich erzähle mich jetzt gerade mal die Geschichte von einer Kollegin heute.

00:35:11Speaker 1 Also gestern Nacht hast du mir erst gesagt: Kannst du mir irgendwas Besonderes erzählen? Achso, ja nee, ich habe nichts, das ist eigentlich alles ganz so gut. Ja, dachte ich, okay, ja, das mit den Blaubeeren und so. Ich sage, was ist los mit den Blaubeeren? Ja, also die Kollegin hat denn sich Blaubeeren gekauft gehabt, sagte sie. Und habe mich gefragt, wo die denn sind und ich so, nee, ich habe die nicht gesehen. Und dann zwei, drei Stunden später waren sie immer abräumen, also die Flieger für Landung vorzubereiten, haben so ein bisschen überall den Müll gesagt und sagt sie, du, ich habe deine Blaubeeren gefunden. Wieso, wo waren die denn? Ja, ich habe die leere Packung auf Platz 64K gefunden.

00:35:42Speaker 1 Und dann gucke ich sie so an und dann meint sie so: Ja, aber das ist ja normal. Also, es ist anscheinend so normal, dass die Kolleginnen aufpassen müssen, dass wenn sie sich irgendwie Essen kaufen, irgendwie irgendeine Art, Dass sie das anscheinend verstecken müssen, weil die Gäste gehen durch die Küche durch und nehmen mit, was da steht. Okay, vielleicht wissen sie nicht besser oder irgendwas, aber wenn da so eine. Blaue Packung steht wie auf dem Supermarkt. Das muss doch irgendwie einleuchten, dass es. . Nafiewit hat sie die mitgenommen. Ihr Essen war weg, was sie sich da gekauft hatte. Und das passiert wohl öfter, wenn ich das aufpassen muss.

00:36:15Speaker 2 Wahnsinn. Wobei da würde mir jetzt als Freight Dog, als Frachterpilot natürlich gleich die besten Sachen einfallen, die ich da in die Galley lege und einfach mal gucke, was passiert. Also mir fällt da gerade so Chili-Pulver ein, was ich eigentlich immer mit im Pilotenkoffer dabei habe. Okay. Ah, ich glaube, da hätte ich richtig gute Ideen.

Speaker 1 Die sollen gesund bleiben, bitte, ja. Also ich möchte ja nicht, dass die. Irgendwann mitten über bei 30 Western auf einmal die Schaserei kriegen oder irgendwas anderes. Nee, nee, nee, lass mal, lass mal.

00:36:46Speaker 1 Also das war, da habe ich irgendwie auch nur irgendwie geschüttelt. Ich sag, oh, okay. Aber dann sagt sie, hat sie noch eine Geschichte, hat sie immer noch, und zwar ist das irgendwie vor letztem Monat passiert oder irgendwas, das übliche, die Battle der Sitzlehnen. Also kennst du sowas, ne? Die sitzt in Echo und der Gast vor dir macht die Lehne zurück. Das wird dann irgendwie, also insbesondere wenn deine nicht zurückgeklappt ist, wird das natürlich ein bisschen eng. Und so war es auch die, also der Gast hat nach hinten die Lähne runter geklappt und. Die Frau hat dadurch ihr eigenes Tablett oder was da irgendwie drauf fand, auf ihre Brust bekommen und dann ging das Geschrei los und sie sei verletzt und überhaupt.

00:37:21Speaker 1 Und der Mann hat es wieder gerade gemacht, weil weiß gar nicht, was los war. Aber die Frau hat sich so aufgezeichnet, sagt sie, sie sei total verbletzt. Und als Beweis dafür hat sie sich oben komplett gestrippt und wollte zeigen, wie sie blutet. Also sie hat sich komplett nackt gemacht, hat auch die Hose halb runtergezogen und wollte ihre blutenden Wunden zeigen. Ich sag, da habe ich zu der Frau gehabt zu der Kollege gesagt, ja, hast du den hingeguckt? Hast du den geblutet? Sagt, nee, ich hab mich umgedreht, ich konnte das nicht sehen. Oh Mann, ja, so ist es. Wie gesagt, wahrscheinlich wieder das FKK-Problem. Man will das gar nicht sehen, was man da sehen kann. Ja, genau. Das stimmt.

00:37:51Speaker 1 Ja, okay. Schön. Also Entschuldigung, falls wir euch die Geschichte mit der Noswissierung da erzählt haben, mit Dämmerz, vielleicht haben wir euch das normal erzählt, dann vielleicht solltet ihr uns nicht nur Fragen zukommen lassen, sondern auch aktuelle Artikel. Vielleicht können wir die auch ein bisschen mehr kommentieren. Ja, ach, Kommentare geben.

Speaker 2 Ja, das geht immer.

Speaker 1 Kommentare wie immer auf der Webseite, ne?

Speaker 2 Oder bei Twitter. Wie heißt das nochmal bitte?

Speaker 1 Ja. Frag CFWO, genau.

00:38:22Speaker 1 Frag CFW. Yes.

Speaker 2 Sehr gut. Dann danke fürs Zuhören.

Speaker 1 Ich möchte noch eine Sache.

Speaker 2 Danke, Markus, für deinen letzten Tweet. Das hat mich sehr geehrt. Stimmt. Günde für die Blumen. Ich war, achso, wenn wir jetzt schon dabei sind, ne? Sorry, da muss ich auch noch einen drauflegen. Ich war ja, also normalerweise zahlen. Interessiert mich ja nicht. Ich habe ja auch schon so ein paar andere Podcasts gemacht, die liefen so halbwegs ein bisschen. Und jetzt habe ich mir neulich mal die Downloadzahlen von unseren bisherigen sechs Folgen angeguckt.

00:38:55Speaker 2 Ihr seid wahnsinnig. Ja, Wahnsinn. Vielen, vielen Dank. Also ich hätte nie gedacht, dass irgendwann mal so viele Leute da reinhören.

Speaker 1 Das heißt, müssen wir doch aufpassen, was wir sagen, politisch korrekt werden, keine Schimpfwörter benutzen und sowas?

Speaker 2 Nee, ach, das regelt sich irgendwann von alleine, glaube ich.

Speaker 1 Alles klar.

Speaker 2 Hoffe ich. Nein, also vielen Dank. Genau. Das ist, ich will die Zahl auch nicht nennen, das ist egal, weil das spielt eigentlich keine Rolle, aber es ist für uns eine Art von Feedback. Nein, für mich eine Art von Feedback, wo ich denke, hey, es gibt doch Leute, die das hören wollen und das freut mich sehr.

00:39:29Speaker 1 Genau. Super.

Speaker 2 Danke.

Speaker 1 In diesem Sinne einen schönen Abend wünschen wir und hoffen wir, dass wir bald wieder eine neue Folge rauskriegen. Nächste Woche wird es bei mir definitiv nichts fangen.

Speaker 2 Alles klar.

Speaker 3 Dann bis bald. Ja, tschüss, tschüss. Tschö.