CFWU 8 - Wie bleibt die Pilotenhose fleckenfrei...
Hier reden Olli und Steffen maximal getrennt von einander.
Über Conversion Levels, Schwarze Listen unter Luftdruck und wie man gleichzeitig fliegen und essen kann, ohne sich die Hose zu beschmutzen..
Ausserdem gibt es Antworten zu Fragen von Euch und eine Geschichte über einen Besuch bei Airbus und mal wieder aus der Kabine...
Kapitel (9)
- 00:00:00 Begrüssung
- 00:01:40 Wie ißt ein Pilot an Bord
- 00:06:36 Frage @Tommaiy, ATC Anfragen im Speed Conversion Flightlevel
- 00:11:50 Frage von Christian (@vogelchr), Wie genau wird das QNH beachtet
- 00:17:48 Frage von KAY @Frazzp0r nach Blacklisten
- 00:23:27 Suche nach Wrackteilen, uncontained ENG Fail AF066 A380 Flug nach LAX!
- 00:26:37 Besuch bei Airbus Werft
- 00:32:08 Geschichte aus der Kabine
- 00:39:22 Verabschiedung
Vertagte Themen (4)
- 00:22:32 Weitere noch offene Hörerfragen „„Wir haben noch weitere Fragen im Backlog, aber die gleich machen wir die anderen Mal.““
- 00:23:02 Docking-Systeme zum Abstellen von Flugzeugen am Gate „„Docking-Systeme ... da könnte man sich irgendwann überhalten drüber.““
- 00:26:41 Besuch bei Airbus und Beluga-Be- und -Entladung „„Das können wir vielleicht auch nur kurz anreißen, weil vielleicht machen wir das ja nochmal gemeinsam.““
- 00:32:03 Mid-Air-Collision zwischen Tornado und Cessna „„Das bewahren wir uns auch als Teaser fürs nächste Mal ... das machen wir dann beim nächsten Mal.““
Links (3)
Transkript
00:00:00Speaker 1 Hallo Steffen, grüß dich.
Speaker 2 Hallo Olli, wie geht's dir denn so? Bist du ausgeschlafen?
Speaker 1 Nein, nicht richtig. Ich bin ein bisschen genervt, muss ich sagen, weil die Technik uns mal wieder geärgert hat. Aber jetzt haben wir es hoffentlich hinbekommen. Und die Qualität ist hoffentlich auch tauglich. Denn tatsächlich heute zu der Folge 8, zu der wir euch. Von unserem Podcast echt ganz herzlich willkommen heißen wollen.
00:00:30Speaker 1 Haben wir, glaube ich, die maximalste Distanz voneinander, die wir so ungefähr haben könnten, oder?
Speaker 2 Ist es so? Also, also, also zumindest von der Zeitzone her finde ich elf Stunden schon beeindruckend, irgendwie ein bisschen. Und ja, das ist das sowieso.
Speaker 1 Ich meine, mehr als 12 Stunden Zeitdifferenz geht doch gar nicht. Jetzt so auf den Tag.
Speaker 2 Muss ich dich korrigieren? Es gibt bis zu 14 Stunden Zeitdifferenz.
Speaker 1 Jetzt kommst du. Ja, Pazifische Insel mal ausgenommen.
00:01:01Speaker 1 Nein, also wir können das Geheimnis lüften. Ich bin vor ein paar Stunden aufgestanden im schönen Buenos Aires. Und Steffen, wo bist du?
Speaker 2 Ich bin im sehr schönen Shanghai und da bin ich eigentlich noch, ich war noch nicht mal im Bett. Also ich war die ganze letzte Nacht nicht im Bett. Also ich bin auch wieder ein bisschen übermüdet, vielleicht ein bisschen überdreht und ich halte mich die ganze Zeit an einem Tisch fest, dass ich nicht wieder so rumzappel und irgendwie Quatsch mache.
Speaker 1 Ich versuche mir das gerade bei der Arbeit festzustellen, aber gut, dass ihr einen Tisch habt im Airbus.
00:01:33Speaker 1 Das wäre ja auf einer Boeing fatal.
Speaker 2 Ich weiß auch gar nicht, wie man überhaupt an. Wie ist so ein Boeing-Pilot? Kannst du mir das mal erzählen?
Speaker 1 Ja, wir können uns das aussuchen. Also die normalen, also normal, das klingt jetzt böse, aber die anderen Boeing-Piloten, die mit. . den Passagieren hinten drin, die müssen halt im Cockpit essen, auf dem Tablett auf den Knien am Arbeitsplatz. Ich sag mal so, wir können uns ja auch mal einzeln nach hinten setzen, wenn es sein muss.
00:02:06Speaker 2 Aber das ist doch nur für Physical Needs, also für kurzfristiges Austreten, oder nicht? Oder oder doch? Ja. Ist ja auch Physical Needs, meinst du, ne? Aufnahmen.
Speaker 1 Es ist ja auch Physical Needs und ich meine, es hängt ja auch davon ab, so wie viel man isst. Weil zu dritt, wenn der eine in der Pause ist. dann kann der da hinten ja schalten und walten, wie er will, im Grunde genommen. Und es stört da ja auch keinen, das ist ja das Praktische. Aber tatsächlich, ja, ich esse meistens mit einem Tablet auf dem Knien. Wobei, das ist eigentlich.
00:02:37Speaker 1 Also, ich bin ja auch mehr Airbus geflogen. Ja, das ist ganz nett, aber das ist das ist okay, also, ja.
Speaker 2 Was macht dir das? Also ich meine, früher, in Zeiten vor dem EFB, hast du immer schön den schwarzen Ordner mit den innerdeutschen Karten. Zuerst auf deine Knie gelegt, dann kam das Tablett ein bisschen höher. Und dann hast du das Tablett darauf gelegt, weil du auch nicht wolltest, dass deine Hose schmuddelig ist. Denn es ist ja gerne mal so, dass wenn Tabletts übereinander so im Reck stehen, dass durch Turbulenz oder irgendwas so ein bisschen von dem Sahneputting des unteren Tabletts an der Unterseite des
00:03:13Speaker 2 oberen Tabletts hängen bleibt. Und wenn du denn dieses Tabletts auf deinen Schoß so direkt draufstellen würdest, hättest du so eine schäppige Hose. Was nimmst du denn jetzt in den Zeiten, wo es kein EFB mehr gibt?
Speaker 1 Naja, also um ehrlich zu sein, das Problem haben wir nicht. Die ganzen Catering Boxen sind nicht so eng gestapelt wie bei euch. Das heißt, das Problem ergibt sich erstmal per se nicht. Tatsächlich, naja, es gibt ja diesen Umschlag, wo das Weight <unk> Balance drin ist. Ich habe auch selber immer so ein
00:03:43Speaker 1 So ein Kniebrett im Köfferchen dabei.
Speaker 2 Nee, Moment, der Lotheetfolder, der ist exklusiv nur für den Kapitän. Du wirst mal nicht sagen, dass du den Lotheetfolder anfäst.
Speaker 1 Ja, da weißt du, ich meine meine Kapitäne anfasse.
Speaker 2 Ah, okay. Aber du bist ja auch SFO. Also denn auf der SFO, auf der Kapitänsseite, darfst du dir dann auch mal deine Mütze auf dem Co-Pilotensitz ablegen. Und der Slot steht wohl da Brettchen nehmen, um da ein Tablett zum Essen da draufzustellen.
Speaker 1 Ganz genau. Das ist tatsächlich eigentlich. Also, die Tabletts von unten sind tatsächlich nicht dreckig bei uns.
00:04:16Speaker 1 Ja, ja, okay, gut, alles klar.
Speaker 2 Ich habe es ehrlich gesagt auch nur ein oder zweimal erlebt in meiner Karriere, aber das prägt sich so ein, dass du dann immer was drunter gelegt hast. Also immer. Du hast was darunter genommen. Du weißt genau, das hast du eine schmuddelige Hose und dann rennst du da fünf Tage mit so einem ollen Ding rum. Das ist dann irgendwie auch nicht so schön.
Speaker 1 Genau. Das ist richtig, nee, das ist eigentlich kein Problem. Das einzige tatsächlich ist, dass wenn man normal auf dem Sitz sitzt also Das ist jetzt ein ganz praktisches Problem. Dann sind die Oberschenkel leicht geneigt, dass einem das Tablett halt immer nach vorne rutscht und dann muss ich erstmal ein ganzes Stück runterfahren im Sitz.
00:04:50Speaker 1 Aber das sind, wie ich immer sage, First-World-Problems.
Speaker 2 Ja, das stimmt. Ja, genau. Ja, um Gottes Willen. Aber die Cabu, wie gesagt, das hatten wir ja schon, Cappuccino-Maschine habt ihr immer noch nicht, ne?
Speaker 1 Nee, aber Also kreative Kollegen von der normalen Kaffeemaschine, die eingebaut ist, über ihr kennt mit Sicherheit noch die alten guten Papierfilterhalter von Die gibt es auch in der moderneren Version in Metall.
00:05:20Speaker 1 Sehr schön. Nehmen ein bisschen viel Platz weg. Es gibt die Hand Presso. Das ist also eine Espresso-Maschine, die so ungefähr aussieht wie eine Fahrradpumpe. Damit baut man auch manuell den Druck auf. Also, da gibt es schon echt sehr, sehr kreative Sachen.
Speaker 2 Ja, ich glaube, in so einem Nachbarpodcast, Freakshow, da wurde gerade das Thema Espresso-Maschinen ganz stark behandelt. Auch Reise-Espresso-Maschinen. Aber ich glaube, da wollen wir gar nicht drauf hineingehen. Aber, also wie gesagt, das ist ja nochmal für die Zuhörer, ich finde es echt faszinierend. Du bist in Buenos Aires, ich bin in Shanghai, du bist gerade aufgestanden, ich gehe gleich ins Bettchen.
00:05:55Speaker 2 Ich fliege morgen zurück. Wann fliegst du denn morgen zurück? Äh, ja.
Speaker 1 Gar nicht? Doch, nee, also wir landen am Sonntag. Am Sonntag späten Nachmittag. Also von daher, hier Ortszeit ist es noch Samstag, aber wir fliegen nach deutscher Zeit dann am Sonntag los. Mitten in der Nacht.
Speaker 2 Also ich werde in genau neun in elf Stunden abgeholt. Das heißt, nach diesem Podcast versuche ich mich auch hinzulegen, um maximal zu schlafen, wenn mir das denn gelingt.
Speaker 1 Ja, das klingt auch gut. Aber weg von uns würde ich mal sagen, wir haben hier wieder ein paar Fragen.
00:06:28Speaker 1 Das ist ja Wahnsinn. Ich finde das total gut, dass ihr so viel fragt. Wir versuchen das auch abzuarbeiten, aber das dauert einfach so ein bisschen.
Speaker 2 Ja, genau. Aber wir haben hier diverse Fragen. Du hast sie vor dir liegen, die Frage, ne? Kannst du dir zu der ersten Frage von Tomai was sagen?
Speaker 1 Der hat gefragt, ich zitiere erstmal, das Conversion-Level zwischen IAS und Mach ist ja meines Wissens nach von allerlei Umgebungsfaktoren abhängig. Ist es dennoch möglich, wenn der Jet Nach Mach Number fliegt, Anweisung von ATC nach IAS zu folgen oder müsst ihr eine Mach Number genannt bekommen?
00:07:06Speaker 1 Ich glaube, wir müssen jetzt erstmal übersetzen. Das ist ja schon. Ja, ich habe auch. Also, wo fangen wir an? Geschwindigkeitsmessung ist ja eine interessante Sache in einem Flugzeug. Das wird normalerweise über den Staudruck gemacht. Das heißt, man müsst im Grunde genommen. Mit einem kleinen Rohr, rein technisch gesehen, was nach vorne ausgerichtet ist, wie viel Luft denn quasi da vorne reindrückt und das wird zur Anzeige gebracht. Und die Skala passenderweise ist genau so, dass man halt, gut, bei den ganz kleinen Flugzeugen kmh stehen hat.
00:07:36Speaker 1 Bei uns haben wir dann immer Knotens stehen. Genau, das ist so eigentlich relativ üblich für die Privatfliegerei, klappt auch sehr gut. Problem ist, die Luftdichte nimmt ja ab mit der Höhe. Und Luft ist ja kompressibel, also ändert auch noch, also bei höherer Kompression ändern sich da auch noch ein paar Faktoren. Ich sage das mal ganz einfach so. Und deswegen kann man, wenn man im Reiseflug ist, eigentlich nicht mehr nach der normalen gemessenen Fluggeschwindigkeit fliegen, sondern fliegt nach Machtzahlen, also Macht die Geschwindigkeit des Schalls.
00:08:12Speaker 1 Die ausschließlich nur von der Außentemperatur abhängig ist. Ja, dadurch kann man das dann halt gut vergleichen. Und so ist es halt, dass die. Großen Airliner halt so in dem Bereich von 80% der Schallgeschwindigkeit fliegen. Das sind also ungefähr Mach 0,8. Also Mach 1 wäre halt genau die Geschwindigkeit des Schalls mit der aktuellen Temperatur. So, und manchmal ist es ja so, dass ATC, also die Luftraumüberwachung, einem eine Geschwindigkeit zuweist.
00:08:44Speaker 1 Und ja, in niedrigen Höhen ist das meistens eine IAS, also eine Indicated Airspeed, also die Geschwindigkeit, die vom Flugzeug gemessen wird. Und wenn man weiter oben ist, dann geht das Ganze halt über eine Machennumber.
Speaker 2 Und jetzt mal die Frage von Tomai. Irgendwann muss man zwischen Mach und Indicated Airspeed wechseln, sozusagen.
Speaker 1 Genau.
Speaker 2 Und wann uns die Flugsicherung anweist, nach einer Machtzahl zu fliegen und wann sie uns anweist, nach einer Indicated Airspeed zu fliegen, ob sich das manchmal überschneidet.
00:09:24Speaker 2 Das ist eine sehr komplexe Frage, muss ich ehrlich sagen.
Speaker 1 Ich muss überhaupt nachdenken darüber. Was meinst du? Äh, ich meine, ich hab. Keine Ahnung, ich hatte das tatsächlich noch nie. Also eigentlich die Geschwindigkeiten, die wir vorgegeben bekommen haben, waren eigentlich immer so klar im Bereich Macht Number oder Indicated Airsmeat, dass das Problem eigentlich nie bestand. Weil wenn man en Route ist, also sprich im Strecken, auf der Strecke unterwegs, nicht in einem Ein- oder Abflug, dann kriegt man ganz kleine Mach-Number. Und im Anflug kriegt man eigentlich erst relativ spät, also ich sag mal so um 20.
00:09:57Speaker 1 000 Fuß vielleicht eine Geschwindigkeit zugewiesen, die halt entsprechend auf der IRS basiert.
Speaker 2 Ein bisschen höher schon. Also wenn du doch im Flugfläche 260 und sowas, 270, da frag das schon manchmal im Singflug on your conversion Switch plays to 270 indicated speed. Also das kriegt er schon mal hin, dass die Fluglotsen das fragen. Und das ist ja irgendwann so um die 270, ne?
Speaker 1 Irgendwas herum. Ja, das ist das Problem, in Anführungszeichen, dass wir mit den Frachtern in der Off-Peak-Zeit fliegen und das Problem einfach nicht haben, um endlich zu sein.
00:10:31Speaker 2 Also um das mal verstehen, wenn der Fluglotse uns wirklich sagt hier, bitte wir sind fliegen, wir fliegen maletwegen in Flugfläche 250, wo wir nicht mehr nach Machtzahl, also ich nicht mehr nach Machtzahl fliege können oder auch nicht richtig Das Wirkungsvoll ist und erweist mir eine Machtzahl zu, dann sage ich, geht nicht. Ich korrigiere in Ihnen, sage ich, kann ich hier D and D Geschwindigkeit anbieten. Oder halt in, sage hier in größeren Höhen, nee, das können wir nicht, hier müssen wir nach Macht fliegen. Dann sagt man ihm das einfach, dem Flugwürzen, wenn er sich da irgendwie geirrt hat oder irgendwas.
00:11:01Speaker 2 Genau. Es ist einfacher als man denkt. Man redet einfach miteinander.
Speaker 1 Oh, da fallen mir jetzt gerade so viele Dorowitze zu ein. Nee, das lasse ich jetzt. Stimmt, aber also mehr kann ich da ehrlich gesagt auch nicht zu sagen. Aber gut.
Speaker 2 Eine Frage auf sehr hohem Niveau, wo wir sagen, wo ich sagen würde, das löst sich im Gespräch. So würde ich das sagen.
Speaker 1 Ja, genau.
Speaker 2 Ist nicht so streng geregelt.
00:11:32Speaker 1 Das stimmt. Tomaya, ich hoffe, wir konnten damit deine Frage beantworten. Ich bin da noch am überlegen, aber mir fällt ja auch noch nichts Besseres da ein.
Speaker 2 Die nächste Frage beantworte ich mal ganz kurz von Christian, weil ich kenne den Christian ja sogar persönlich. Ja, ja, ich krimm, wir haben uns schon zweimal getroffen. Ed Vogel Christian, also Christian Vogel heißt er, man hat seinen Namen als Twitter sozusagen Händel. Und ich habe nämlich, weil ich hatte letztens nämlich ein Bild gepostet von einem eingedrehten QH bei uns oben im Colmann-Fenster, so heißt das glaube ich, wo du das QH eindrehst.
00:12:15Speaker 2 Und unten auf dem Primary Flight Display Display war eine andere QH angezeigt. Ich glaube, das war in Inch, nicht in Hektopascal, sondern es war eine Inch HG eingegeben. Und also es war ein amerikanisches, also da habe ich oben 3000 eingegeben und unten stand 3001 Da hast du natürlich gestürzt, habe ich ein Foto von gemacht, habe das vertwittert, ach guck mal hier, und dann noch den Text dazu geschrieben, dass es gelegentlich sein kann, dass es bei meinem Schiff zu solchen Effekten kommen kann.
00:12:45Speaker 2 Und da hat er mich gefragt, wären wir da nicht nervös? Oder wann wären wir überhaupt nervös? Konkret war es eine Frage, wie genau muss denn überhaupt so ein Altimeter sein? Also 0,1 Inch Quecksilber, HG, bei 21 Grad Celsius, also der hat da auch ganz genau nachgeguckt, der Christian, macht dreieinhalb Meter aus. Das erscheint mir jetzt ziemlich vernachlässigbar wenig bei der Größe eurer Büros. Aber welche ab welcher Unsicherheit will man denn nervös?
00:13:17Speaker 2 Ja, genau. Wie genau sind denn die Angaben? Wie genau machen wir das und wann werden wir nervös? Wann wirst du nervös?
Speaker 1 Also, bei einem Airbus. Ach nee, lassen wir das. Okay. Ach, ich eigentlich, ähm, ja, bei uns bei der Boeing haben wir das Problem tatsächlich nicht, weil die Anzeige nur im PfD ist und wir den Unterschied nicht mehr sehen würden. Ja, was heißt dreieinhalb Meter? Das macht schon was aus.
00:13:47Speaker 1 Ich meine, gerade wenn wir diese Schlechtwetter-Nebelanflüge machen, ich sage da immer, zählt jeder Meter Genauigkeit. Wenn die Bahn normalerweise sind sie 60 Meter lang, wenn sie ein bisschen schmaler ist, ich sag mal 45 Meter. Und man landet dreieinhalb Meter daneben, wäre das schon ziemlich schlecht. Ja, das ist lateral und nicht vertikal, aber dreieinhalb Meter ist ja schon ein bisschen was. Der Kurnen, also der Höhenmesser, der ja auf dieser barometrischen Messung basiert, der ist halt nicht unbedingt genau.
00:14:21Speaker 1 Es gibt da auch Spezifikationen, wie genau er sein muss. GPS, ja, wissen wir auch, ist künstlich ein bisschen ungenau gehalten, beziehungsweise per se auch, weiß nicht, was für eine Genauigkeit haben wir da mittlerweile, 30 Meter oder so.
Speaker 2 Ja, genau, ja.
Speaker 1 Ähm, das ist wohlwissend, dass es auch nicht hundertprozentigen ist. Radio Ultimeter, ja. Der ist natürlich sehr genau. Der misst halt die Höhe des Flugzeuges über Grund in niedrigen Höhen und der ist sehr, sehr genau.
00:14:53Speaker 1 Also der geht Also die Genauigkeit ist unter einen Fuß. Von daher, ja.
Speaker 2 Also sagen wir so, ich glaube selbst wenn wir den Ultimator falsch eindrehen würden und er wäre 0,2 Drei off, also sagen wir mal wirklich zehn Meter off in der Höhe. Wir würden das bei einer normalen Landung nicht merken, weil wir stichweg da rausgucken, weil wir nach dem Radio-Altimeter, also unsere Callouts gehen, die uns der Der Radio Timmer, da sagt und der ist ja ottabhängig von der Höhe, der wird über Radiohöhe gemessen.
00:15:26Speaker 2 Das würden wir wahrscheinlich gar nicht merken. Aber das System selber arbeitet nun mal ganz genau und das werden solche basiert auf genauen Daten und wenn du da falsche Input machst, dann dann werden alle anderen Folgeparameter auch ungenau. Und deswegen drehen wir das genau ein und handhaben das. Und wir wären ja auch mittlerweile so, dass wir bei einem nicht Präzisionsanflug, wie es so schön heißt, müssen wir den Towerlotsen im Anflug uns nochmal das genaue QNH bestätigen lassen, um solche Fehler dann auch auszumerzen, weil dann fließt man wirklich nur nach barometischem Höhendruck an.
00:16:06Speaker 2 Luftdruck an besser gesagt und nicht, dass man da irgendwelche Zahlendreher drin hat oder irgendwelche kleinen Änderungen, sodass man genau weiß. Die das Minimum, die Höhe, mit der ich jetzt anfliege, die ist auf den Meter genau. Ja.
Speaker 1 Ist das tatsächlich, also dieser Unterschied von 0,1 oder einem Hektopascal? Das ist tatsächlich vernachlässigbar. Viel schlimmer ist es eigentlich, wenn man einen Arbeitsfehler macht, wie statt 1010, 1020 als Luftdruck einzudrehen oder so.
00:16:38Speaker 1 1003 statt 1030.
Speaker 2 Das ist ja
Speaker 1 Klassiker.
Speaker 2 Das ist so richtig das große Ding. Und das ist dann schon richtig ein großer Unterschied und da fliegst du auch richtig falsch. Also das möchtest du wirklich vermeiden.
Speaker 1 Ja, das stimmt. Also das ist auch, ähm, da gab es mit Sicherheit auch schon den einen oder anderen Zwischenfall wegen. Also da muss man dann schon aufpassen. Und das ist, was heißt, äh, nervös. Man muss es halt gut monitoren, man muss es halt gut überprüfen und immer wieder Plausibilitätskontrollen machen.
00:17:08Speaker 2 Und da sollten wir auch sagen, dass wir das auch machen, wenn wir umschalten von dem Standard QNH. also 1013-03 auf den lokalen Luftdruck, dass jeder sich das für sich eindreht, jeder für sich den Luftdruck in der Übergangsphase den Luftdruck ansagt und auch die angezeigte Höhe und wie das miteinander vergleichen. Also da wird immer ein Cross-Scheck betrieben beim Enden des Luftdrucks in dem Kohlmann-Fensterchen.
Speaker 1 Genau. Haben wir die Frage beantwortet für den Christian?
00:17:38Speaker 1 Ich denke, oder? Ich hoffe schon. Ja, genau. Sehr gut. Die nächste Frage finde ich spannend. Gibt es Blacklisten, also unter Cruise untereinander? Ja, das ist tatsächlich, das ist schon spannend. Ja, also bei uns nicht. Kai hat das gefragt. Genau, Kai, äh. Wie heißt der? Ja. Fratzpor.
Speaker 2 Ich habe ihn auch schon kennengelernt, persönlich. Du kennst Leute. Wahnsinn. Ja, das ist ja ein Teufelsding.
00:18:09Speaker 2 Also, ich glaube, das Fratzpor, aber das ist ja so, das ist ja so, das sind ja so Hackersprachen, das ist ja kein O, sondern das ist eine Null. Was jetzt machen die Hacker doch? Ich hab ihn gesehen, er hat aber kein Hoodie getragen. Hat er nicht.
Speaker 1 Ist aber bestimmt so ein Hacker, glaube ich. Äh, okay. Heißt das, nur weil ich immer in Hoodies, also Kapus rumlaufe, dass ich dann auch, egal. Ja, Cops aus IT, hast du es aber gesagt? Ja, das stimmt. Aber ich habe es jahrelang dazu, dass als kleiner Abschweiferang nicht mehr geschafft, auf den Kongress zu fahren, zwischen Weihnachten und Neu, aber ich jedes Mal arbeiten durfte.
00:18:44Speaker 1 Das hat mich echt geärgert.
Speaker 2 Also ich kenne Kai, das muss ich ganz kurz sagen, weil ich hatte ihm sogar schon mal, also persönlich auch im Simulator mit, da hat er mich besucht mit, ist mitgeflogen. Also der fliegt selber und der will auch macht jetzt AFA und so, also Respekt, Kai, dass du da den Energieaufwand da reinsteckst. Also hat man, gerade wenn man das so privat macht, meinen allergrößten Respekt, wenn sowas was macht. Und wahrscheinlich stellt er die Frage, weil er wahrscheinlich mit irgendeinem arschigen Fluglehrer oder Passagier oder hat er jemanden mitgenommen und
00:19:14Speaker 2 Macht sich wahrscheinlich gerade selbst mental Listen, ob er den einen oder anderen noch mitnehmen möchte oder irgendwas. Das könnte ich mir vorstellen. Und jetzt fragt er sich, ob wir sowas auch haben. Also, in meinem Trugbuch stehen Namen drin. Die auch, ne?
Speaker 1 Ja. Stehen da manchmal auch Symbole dahinter. Hast du ein analoges Old-Fashioned-Papierflugbuch?
Speaker 2 Äh, hatte ich jetzt, habe ich es digital, aber auch da kann man ja Symbole reinmachen oder Bemerkung.
00:19:44Speaker 1 Nein, ich habe keine Symbole da drin tatsächlich.
Speaker 2 Oh, okay, gut. Und du? Aber bei meinem ist ja ganz Bra Starge, das ist ja ganz einfach. Das geht ja ganz prima. Das kann sich ja jeder merken. Nein, also, aber gibt es Blacklisten, also groß untereinander? Also mir fällt da was ein. Fällt dir da was ein? Nee, ne?
Speaker 1 Nee, ehrlich gesagt nicht. Bei uns gibt es sowas nicht. Ja, ich überlege gerade, die Idiotenquote ist aber auch tatsächlich sehr gering bei uns.
00:20:16Speaker 1 Also
Speaker 2 Ja. Also ich weiß, dass ich weiß, dass sich manchmal Kollegen beschwerden haben, also das weiß ich von, als ich noch in Hamburg war, dass dort dass da eine sich beschwert hat, sag mal, immer, ich immer auf jede Tour, die ich mir irgendwo in meinem Plan irgendwie eintrage, also in unserem Request-System, wie ich heiße, ist dann, trägt sich immer der andere Kollege mit ein, weil er bei mir in der Nähe wohnt und wahrscheinlich immer mit mir eine Fahrt schnauen will zum Flughafen.
00:20:48Speaker 2 Und ich hat er wohl mal erzählt und ich kann das irgendwie nicht mehr ab, also weil das wird mir irgendwie zu langweilig oder zu nervig, weil er weil sie sich auch nicht so hundertprozentig verstanden haben. Und ähm, da hat er mal das irgendwie anmerken lassen und dann hat äh unser kleiner Hamburger Chef hat ja mal so ein bisschen da beim Einsatz angerufen und hat gesagt, man könnte immer das vermeiden, dass sie nicht mal immer oft zusammenfliegen und das ist ja nicht mehr passiert. Solche Sachen gibt es, aber was es ganz konkret gibt, du kannst dich, also ähm In unserem großen Laden, wo es ja auch Männer und Frauen gibt, auch jetzt nicht nur Cockpit, sondern auch Kabine, da kannst du, insbesondere wenn es
00:21:25Speaker 2 Es gibt ja auch Beziehungen untereinander, also auch Ehen richtig und Entscheidungen und das ganze Dick, das ganze Kram hinzu, da gibt es in der Tat Listen. Dass du blocken kannst, ich möchte nicht mehr mit dem und den Kollegen zusammenfliegen. Da einfach nur um, ja, letztendlich aus Sicherheitsgründen, damit er nicht irgendwelchen Stress an Bord gibt, wenn denn die Ex-Partner miteinander im Flugzeug gemeinsam sitzen und ja, es Soft gibt.
Speaker 1 Also zumindest für eine bestimmte Zeit kannst du denn da eine Sperre reinlegen. Das stelle ich mir auch hart vor. Also wenn jetzt, wenn man mit Sag ich mal, eine Cockpit-Ehe führt, dann nach der Scheidung zusammen einen Flieger zu fliegen, das ist ja spannend.
00:22:02Speaker 1 Habe ich noch nie drüber nachgedacht. Aber tatsächlich, also als ich angefangen habe, war ich ja bei einem Touristischen Betrieb, sage ich mal. Und auf der Station, wo ich war, waren wir. Warte mal, was waren wir? Waren drei Kapitäne und vier Co-Piloten. Also, ähm Da stellte sich die Frage eigentlich nicht, dass man jetzt da irgendwie eine Blacklisting macht, weil kam es sowieso nicht drum rum. Und muss man aber auch sagen, die Kollegen waren auch alle wirklich sehr, sehr nett.
Speaker 2 Ah, klar.
00:22:32Speaker 2 Ja, aber gut, aber kannst du dir vorstellen, dass das da Zoff geben kann und dass man das da lieber nicht macht. Ja, das glaube ich. Ja, so, das waren Fragen. Wir haben noch weitere Fragen im Backlog, aber die gleich machen wir die anderen Mal, das meinst du?
Speaker 1 Ja, das denke ich schon. Die sind ja schon wieder ganz schön lange dabei. Ich sehe das schon hier wieder.
Speaker 2 Ja genau, genau, genau, richtig. Ich habe mal so andere Sachen raufgeschrieben, worüber mal sich jemand unterhalten könnte.
00:23:02Speaker 2 Ich weiß nicht, ob euch das interessiert. Docking-Systeme, da wurde ich mich letztens auch gefragt. Wirst du immer wieder gefragt, sag mal, wie räumen wir denn am Boden, wie bringen wir den Flieger zum Stopp? Ich weiß nicht, ob euch das interessiert, da könnte man sich irgendwann überhalten drüber. Wenn da Interesse besteht, bitte sagt uns Bescheid, wenn ihr andere Themen habt, die wir besprechen wollen.
Speaker 1 Genau. Dann hattest du noch was für als Neuigkeiten rausgesucht. Da haben die irgendwie Nach ein bisschen Wrackteilien gesucht in Los Angeles, richtig?
00:23:32Speaker 2 Ja, nicht genauer gesagt in Los Angeles, sondern über Grönland. Ich weiß nicht, ob er. Aber wenn das noch im Kopf hat, der Vorfall.
Speaker 1 Ja, jetzt weiß ich es.
Speaker 2 Ja, weißt du? Air Frontsflug 066 ist das gewesen. Von Paris natürlich nach Los Angeles. A380, also ein tolles Muster, finde ich. Da gab es einen Contained Engine Failure, da hat sich die vordere Disk. wo der vordere Fan praktisch zerlegt und hat das ganze Triebwerk dann halb mitgenommen.
00:24:02Speaker 2 Da gibt es also tolle Bilder. Kann ich auch die Shownotes mit reintun und diesmal werde ich sie wirklich reintun. Und könnt ihr euch da mal anschauen nochmal Und der Flieger ist, glaube ich, weißt du noch, wo der gelandet ist? Ich bin gerade überlegen.
Speaker 1 Der ist natürlich nicht weitergeflogen. Also in Grönland sinnigerweise nicht wahrscheinlich Gender oder irgendwie da oben, ne?
Speaker 2 Oder Montreal? Ja, Gendau, genau, Gender kann sein, genau. Gender gelandet, genau. Ich habe ihn nämlich gefragt, warum ist sie nicht weiter nach Montreal geflogen Und dann habe ich die Bilder gesehen, da habe ich gesagt, okay, jetzt weiß ich auch warum, genau, der ist in Gender oder an der Plätze irgendwie runter.
00:24:36Speaker 2 Naja, auf jeden Fall mal man, also wer wen das interessiert, und ich glaube auch Christian hier, Vogel, könnte das interessieren. Wen das wirklich interessiert, da geht es darum, dass sie unheimlich scharf drauf waren, warum natürlich diese Triebwerkscheibe sich zerlegt hat. dass sie genaue meteorologische Untersuchungen an der Disk machen wollten, wo die ganzen Fans eingeschauft und eingehängt waren. Und man hat denn aus Untersuchungen herausgerechnet, dass es sich wohl in drei Teile zerlegt hat. Und dass sie ungefähr in dem in dem Bereich über Grünland niedergegangen sind.
00:25:09Speaker 2 Und da wird wirklich ins Detail eingegangen. Position, Windtrift, mit welchem Gerät suchen Sie nach diesen Wrackstücken, mit welchen Flugzeugen, mit welchem Radargerät, wie tief geht das in die Schneedecke rein und sowas. Also es liest sich spannend für ein Nerd. Ich habe das irgendwie spannend durchgelesen. Am Ende war das, ich erzähle nicht, ob es gelückt ist oder nicht, das wollt ihr vielleicht selber legen. Ich lege mal den Link rein, aber wenn ihr euch mal so. . kleine Details interessiert und Christian, wie gesagt, Radio-Radarwellenthema ist auch mit dabei. Ich glaube, das ist ja dein Thema auch, sollte euch das vorlesen.
00:25:41Speaker 2 Das ist schon ganz spannend.
Speaker 1 Ja, also ich habe eben noch ein bisschen durchgeblättert, vor allen Dingen, also die Suche. Man muss sich halt echt vorstellen, wer mal Grönland von oben allein schon gesehen hat, das ist ja wahnsinnig. Also dass diese Zentraleismasse Das ist das ist eine riesige Eiswüste. Also und da was zu finden ist natürlich eine unglaublich schwere Sache. Also das ja.
Speaker 2 Ja, und meistens ist es ja unter Wolken auch noch hinzu. Da muss ich mir auch nochmal sagen.
00:26:11Speaker 1 Ja, das stimmt. Spannend. Ich blätter gerade durch den Report, das ist echt.
Speaker 2 Ja, genau. Aber solltet ihr mal, vielleicht gibt es ja Feedback dazu.
Speaker 1 Ja. Das ist schon, ja, das lese ich mir auch mal durch.
Speaker 2 Ja, und dann habe ich ja was gemacht, das können wir vielleicht auch nur kurz anreißen, weil vielleicht machen wir das ja nochmal gemeinsam.
00:26:41Speaker 2 Nämlich, eigentlich waren Olli und ich nämlich eingeladen. Und Olli konnte leider nicht aus Burfliegengründen und wir waren eingeladen, bei Airbus mal vorbeizuschauen Und wie gesagt, ja, und darüber könnte ich was erzählen. Ich weiß nicht, wie lange wir noch erzählen wollen, allerdings. Und zwar hat mich der Herr Heiko Stolzke von Airbus Der hat sich auch unserem Podcast angehört und hat gesagt, Mensch, wollt ihr da nicht mal bei uns da vorbeischauen, euch das angucken und gucken, wie der Beluda Beluga, B und Entladen wird? Total spannend.
00:27:11Speaker 2 Ich war im Tower und habe dort ein bisschen den Besuch abstalten können und habe natürlich dort ein bisschen mehr die Sachen angeschaut. Ich war schon öfter mal auf so einem Tower und also von der Seite her war es für mich keine Unbekannte. Unbekannt war für mich da. Die Sache mit den Schiffen. Ich meine, das ist ja Hamburg. Das ist die Elbe. Weißt du, was es ist? Elbe ist so ein großer Fluss. Ja, ja, ja, danke. Ja, genau. Ja, bitte, bitte. Und es ist so, dass.
00:27:42Speaker 2 dort natürlich auch ordentlich Schiffsverkehr ist und dass die Schiffe konkret wirklich im Anflugbereich, also in dem Sicherheitsbereich des anfliegenden Verkehrs Durchfliegen. Also wenn da so ein großes Schiff kommt mit einer Höhe von größer 19,7, also eine ganz krumme Zahl. Deckaufbau höher ist über normal Null, der Elbe, dann darf da kein Flugzeug anfliegen. Also nicht irgendwie einer von den Belugas. Und ich habe letztens auch mal so ein Bild vertwittert. dass da ein Beluge angeflogen ist und der ist der ist nicht mal durchgestartet, sondern der ist so halb über, war vielleicht noch drei.
00:28:18Speaker 2 . Fünf Meilen entfernt vom Platz und hat dann wieder umgedreht, eine Schleife geflogen und dann den Anflug gemacht. Und jetzt weiß ich auch warum. Da kam nämlich ein Schiff an. Und das wissen die erst so drei Minuten vor. Und dann muss er leider sagen zum Beluger, nee, geht nicht, leider, kannst du nochmal probieren. Und er muss da den Anflug abbrechen. Und in der Zeit übrigens, wenn der auf der Landebahn 2. 3 in Finkenwerder landet, der Biloga, dann steht der Verkehr in Hamburg. Da läuft er nichts mehr, weil er genau über Hamburg-Flughafen hinwegfliegt.
00:28:48Speaker 2 So, und dann hat er in der Runde gedreht und dann hat den Anflug normal gemacht und dann reinfliegen kann. Und dann haben wir so ein bisschen, hat er mir das gezeigt, wie das funktioniert. Dann haben die so ein Lasersystem, mit dem sie praktisch alles die Decke. Praktisch streicht so ein Laser über die Schiffe rüber und alles wird auf so einer Kamera rot dargestellt, was über diese 19, sonst was Meter hinausgeht. Und dann hat er noch ein feines Radar, also so ein Schiffsradar, mit dem man auch den Schiffsverkehr beobachten kann. Und das ist so genau, dass man die Schiffe sehen kann und auch sogar das Kielwasser der Schiffe.
00:29:20Speaker 2 Allerdings wusste der Lotse nicht, was ein Kielwasser ist. Also das hat mich so ein bisschen enttäuscht. Ja, ja, da ist es. Und Kielwasser kannst du ja auch sehen und so, ne? Weil durch die Wellen und so, ne? Das hat er nicht verstanden. Und das war ganz spannend und Hat ein bisschen über Verkehr erzählt und so. Und also ein tolles Thema, aber ich würde eigentlich gerne, dass wir darüber gemeinsam erzählen, wenn du vielleicht Zeit hast, wenn wir das nochmal hinkriegen, so einen Termin, wenn der Heiko uns nochmal lässt, und dass wir dann auch erzählen, über wie das abläuft. Beladung und ich meine, es gibt viele Geschichten über Airbus, wie das genau funktioniert, aber ich glaube, wir stellen so die Fliegerfragen und die könnten vielleicht interessant sein.
00:29:56Speaker 1 Ja, also ich stelle mir das auch sehr interessant, weil ich war auch wirklich begeistert von der Einladung, aber ja, was manchmal ist es so, dann geht es leider nicht. Aber mal gucken, vielleicht kriegen wir das ja noch hin, würde mich auch sehr freuen. Tatsächlich, so richtig, auf dem Tower war ich gar nicht noch nicht mal, wenn ich es überlege. Also ich war in, jetzt bitte nicht lachen, in Ollinghausen auf dem Segelflugplatz Wenn man das denn Tower nennen darf, doch ist schon ein Tower, also, aber ja.
Speaker 2 Ja, aber die besteht aus einer Handquetsche, die er in der Hand hat, ne?
00:30:28Speaker 2 Irgendwas.
Speaker 1 Ne, das Funkgerät ist sogar fest eingebaut, aber nein, also bei der Privatfliegerei tatsächlich klar. Die, die privat fliegen, kennen, da ist man schon das ein oder andere Mal da auf dem Turm. Aber so einen großen Tower habe ich, glaube ich, noch nicht. Nee. Nee, habe ich noch nicht kennengelernt.
Speaker 2 Also ich war mehrfach schon in Berlin auf dem Tower, mehrfach in Hamburg. Und ich war auch einmal auf dem Tower von Eritrea. Das war ein Abenteuer. Das glaube ich. Weil da war irgendwie nichts.
00:30:59Speaker 2 Da war so ein kleines Funkgerät und so ein HF-Gerät und das sah so aus, als wenn er da noch die Kristalle mit der Hand gewechselt hat, wenn er die Frequenz wechseln wollte. Wow. Also, aber robust, bestimmt. Es war bestimmt.
Speaker 1 Also ich kenne nur Fotos vom Controltower in Krasnogarst, Siberien und Das fand ich sehr lustig. Das hat mir ein Bekannter, den ich dort kenne, geschickt. Die haben da tatsächlich noch so ein rotes Telefon stehen. Also so ein altes Wählscheibentelefon, wie man. . In, weiß nicht, Jagd auf Rotter, Oktober sieht, wenn die da mal irgendwo anrufen müssen, um sich da was bestätigen zu lassen.
00:31:32Speaker 1 Das fand ich schon echt stilvoll wieder, aber der Rest.
Speaker 2 Ja, aber jetzt sind wir schon wieder bei den alten Geschichten, oder?
Speaker 1 Genau, hast du noch eine gute?
Speaker 2 Ja gut, okay, eine habe ich noch. Und zwar so Geschichten aus der Kabine, meinst du?
Speaker 1 Du kannst auch Geschichte aus dem Cockpit. Also tatsächlich, ich bin immer am überlegen, was habe ich denn an guten Geschichten, aber bisher war das tatsächlich alles sehr. Unspektakulär will ich jetzt nicht sagen, aber irgendwie. Ja, erzähl mal.
00:32:03Speaker 2 Also Geschichten aus Kabine habe ich auch alte Geschichten. Ich habe sogar Geschichten auch von einer Cockpitgeschichten habe ich auch und einem Kollegen, der im letzten erzählt hat, das bewahren wir uns auch als, wie heißt das, Teaser fürs nächste Mal und zwar eine Mid-Air Collision zwischen einem Tornado und einem Segel und einem Cessna. Hat mir Kollege live erzählt, er war dabei. Aber das machen wir dann beim nächsten Mal. Aber ich erzähle jetzt erstmal eine alte Geschichte aus der Kabine, weil wir wirklich alte, alte Geschichten haben. Und zwar, ich habe da schon mal die Geschichte erzählt von den Kollegen mit den Indern mit den blauen Haaren, dem Toilettenwasser, das habe ich ja schon erzählt.
00:32:38Speaker 2 Das sind so Geschichten aus der Zeit, wo noch Leute gereist sind, die nicht richtig wussten. wie man mit anderen westlichen sanitären Anlagen umgeht oder gar mit Flugzeugsanitären Anlagen umgeht. Also das Problem ist konkret natürlich, wenn du aus Ländern eher arabischer oder südländischer Herkunft herkommt, dass eine normale Toilette mit einer Klobrille nicht immer ein Begriff ist. Also deswegen diese Tatsache, dass sich da viele Leute drauf raufhocken damals und die Dinger kaputt gegangen sind, die Leute da reingefallen sind und alles Mögliche, die kommen nicht von ohne her, das ist so.
00:33:16Speaker 2 Weil ihr kennt ja die alten oder ihr kennt ja die immer noch aktuellen Toiletten, wo man sich so hinhockt. Und ich meine, wenn du eine Sitzklo nicht kennst, dann hockst du dich auf die Brille rauf und dann ging das auch oft kaputt. Aber das Problem ist auch, dass man ja nicht wusste, wohin mit dem Produkt Ja, also man hat das Konzept Klopapier ist ja sowieso nicht bekannt immer. Es gibt ja in arabischen Ländern, das kennst du auch, gerne den Wasserhahn an einem Schlauch, der daneben ist, das unter uns deutlich hygienisch ist als das Papier. Das will ich überhaupt nicht verurteilen. Aber Am Bord gibt es nicht diesen Wasserhahn.
00:33:46Speaker 2 Und das Konzept Klopapier ist nicht bekannt. Also es gibt wirklich die Geschichte, hat man einen Pörser erzählt, er. Wollt ihr in die Klappe gehen, macht die Klappe auf, wo immer, also unten, wo so Wasser eingestellt ist und so, da wurde auch immer so Reserve-Klopapierrollen reingeschlicht. Weil er gesehen hat, Klopapier ist alle, macht diese Klappe auf. greift rein, um die Klopapierrolle zu holen. Ja, ich meine, wenn so ein Gast das Konzept Klo nicht kennt, das Konzept aufziehen, nicht kennt, aber wiederum nicht das Produkt da liegen lassen möchte, weil ihm das peinlich ist, dann tut er das irgendwo hin.
00:34:25Speaker 2 Muss ich jetzt noch weiter ausführen? Auf jeden Fall hat der Kollege gesagt: Ich möchte euch bitten, lasst das Reserve-Klopapier da, wo es ist. Ich habe so gut wie weit versucht, sauber zu machen. Also es ist ein tierscher Gestank. Also, solche Geschichten gab es wohl öfter und das muss teilweise echt furchtbar gewesen sein. Das kommt, wie gesagt, aus der Zeit, wo die Leute sich auch noch ihren Grillkocher da an Bord angemacht haben und grillen wollten und all sowas. Und in dem Zusammenhang weise ich auch immer noch dahin, ich glaube, die Geschichte habe ich wirklich auch schon erzählt, aber ich habe sie nochmal gehört, dass eine Kollegin angesprochen worden ist von einem Passagier, auch in unserer heutigen Zeit, wo sie gesagt hat
00:35:03Speaker 2 Die Passagiere zu ihr, oh das finde ich ja toll, dass sie während eines langen Fluges die Toiletten immer noch ab und zu feucht durchwischen. Lasst euch gesagt leiden, liebe Passagiere, Toiletten werden nicht von den Kabinbesatzungen feucht durchgewischt. Wenn sie nass sind, haben sie andere Gründe. Ich würde sagen, ihr verzichtet auf den nächsten Teil der Reise dann in dieser Toilette, okay?
Speaker 1 Ja, beziehungsweise zieht Schuhe an. Also ich bin ja auch ein Freund von den Socken und
00:35:36Speaker 2 Ja, nee, also Socken kriegst du ja auch nur in der richtigen Klasse. Überziehsocken, glaube ich. Also die kriegst du ja nicht überall. Und bitte nicht barfuß. Nein. Nein. Und der Mile High Club ist sowieso eine ganz schlechte Idee in der Toilette. Okay? Oder Ten Mile High Club, wie er heißt. Nee, one my one my club. One my high club ist der für kleine Flugzeuge und der andere ist der für große Flugzeuge, ten mal High Club, glaube ich.
Speaker 1 Okay.
Speaker 2 Na, irgendwie sowas.
Speaker 1 Aber ja, ich meine, fäkal und Sex Heiß, das ist halt so.
00:36:08Speaker 1 Ihr könnt jetzt nämlich auch noch weiter diskutieren, wie das auf einem Frachtflugzeug ist mit zwei Piloten und einer geht auf Toilette und hat einen Mitflieger. Lassen wir das. Also, wir können ja Leute auch prinzipiell manchmal mitnehmen. Du, jetzt machst du mich aber neugierig. Ist ja ganz überleg mal, die sind zwei Piloten vorne im Cockpit. Einer geht aufs Klo, hinten sitzt auch sein Mitflieger natürlich. Eine Pilot vorne muss ja sitzen bleiben. Ja, klar, das hoffe ich auch.
Speaker 2 Und? Du meinst, die anderen sind definitiv ungestört.
00:36:40Speaker 2 Richtig. Du willst mir nicht erzählen, dass es, dass ihr Ten High Club Member da habt bei euch?
Speaker 1 Das will ich nicht erzählen, aber ähm
Speaker 2 Hattest du mal Angehörige mit? Ich habe die Frage befindet. Ich könnte jetzt ganz klassisch sagen, meine Mutter. Ja, ja, deine Mutter, naja, Gott. Nee. Und ich denke wieder an diesen anderen Film, wo bitte geht's nach Hollywood? Da gibt es auch so eine Szene und die wird auch nicht passieren.
00:37:10Speaker 2 Streicht das mal zu euren Fantasien. Das sind wirklich Fantasien, das sind die. Naja, lassen wir da. Okay, es ist schon sehr spät bei mir.
Speaker 1 Abschließend, ganz kurz dazu zu sagen. Eine Frachtertoilette sieht deutlich besser aus als die eines Passagierflugzeuges. Also das ist, wir können tatsächlich bei uns auch in Socken rein, weil. . Gerade wenn man zu zweit unterwegs ist, dann weiß man ganz genau, wer den Scheiß verursacht hat, kann das dann auch leichter ansprechen. Von daher ist das bei uns tatsächlich total gut. Also das ist ein bisschen.
00:37:41Speaker 1 Und da bin ich echt froh drum. Also ich weiß noch, mit diesen Turi-Flügen, das Schlimmste war immer, wenn wir nach Ägypten geflogen sind, der Rückflug, weil mindestens drei Passagiere dabei waren, die halt Montezumas Rache hatten. Und für die drei dann eigentlich schon mal ein Klo reserviert wurde. Und das sah und roch dann auch entsprechend, also sah entsprechend aus und roch auch. Und das ist dann, wo ich mir denke, naja, also für einen Arbeitsplatz Ist die Toilette jetzt auch nicht so ganz ideal, aber das, ähm, ja.
Speaker 2 Ja, also da gibt es legendäre Strecken, also die Strecken zurück von Kathmandu, die bin ich ja auch geflogen.
00:38:12Speaker 2 Also da waren die Kabinenleute hinten mal verzweifelt, wenn die, wenn die, ähm, die da in Kathmandou wandern waren, und Kathmandou war bekannt für Ähm, ja, für alle möglichen Krankheiten im Darmbereich, die sich denn also wirklich in den Lauf gelassen haben an Bord, wenn sie endlich wieder da waren. Also das muss nicht schön gewesen sein. Und dem Zusammenhang, ich habe irgendwo auch mal war von irgendeinem Twitterer wurde dann auch ganz süphisant angemerkt, na, hat die Crew mal wieder beim A350 die vordere Toilette blockiert und als eigene Toilette umgewandelt.
00:38:42Speaker 2 Ja, das wird oft gemacht. Dass dann ein Line, dass das aus hygienischen Gründen unter Tatsache, dass diese Toilette direkt beim Cockpit ist, dass sie eigentlich zu dicht am Cockpit ist, sagen wir mal so, für manche Leute aus Sicherheitsgründen dass diese Toilette zugemacht wird und das heißt, das ist die Crew-Toilette. Und da gehen auch nur die Crew raus, damit die Crew, gerade insbesondere wenn das hinten alles durcheinander geht, eine saubere Toilette hat während der Arbeitszeit. Ich kann dem nachvollziehen, aber ich muss es auch nicht mehr, weil wir haben eine eigene Crew-Toilette bei uns. Direkt hinterm Cockpit.
00:39:13Speaker 2 In dem Bereich. Und die halt man auch immer sehr schön so. A83 musst du fliegen. A80. Ja. Genau. Ah, okay. Brauchen wir den Laden zumachen?
Speaker 1 Das wird immer noch schlüpfriger hier, die Themen. Ich sag's sie, ich freue mich gleich auf einen Kaffee con Lecce und Media Lunas. Und ja, genieße hier den argentinischen Winter. Das ist echt sehr angenehm gerade.
Speaker 2 Ja, achte auf deinen Cholesterinspiegel, ne?
Speaker 1 Mhm. Das werde ich auf jeden Fall.
00:39:44Speaker 2 Prima, ja, wenn ihr noch. Bleibt unter 500 Gramm Steeks, ne?
Speaker 1 Ja, du meinst beim Nachtisch.
Speaker 2 Ja, ja, okay, gut, alles klar.
Speaker 1 Wobei tatsächlich, den einen musst du jetzt noch mitnehmen. Das ist schon Jahre her, weil ich mit einem Kollegen hier auch in Buenos Aires Steak essen, was sonst. Es gab das schöne Bife de Lomo, irgendwie 600 Gramm. Auch wirklich aufs Wesentliche reduziert, wirklich ein Teller, Steak und Getränk dazu. Und dann haben wir schön gegessen, der Teller wurde abgeräumt, die Bedienung kam und fragte halt auf Spanisch, ob wir denn noch einen Nachtisch wollen.
00:40:19Speaker 1 Und mein Kollege guckt ihn an und sagt, ja, so ein 300 Gramm-Stückchen würde ich wohl noch nehmen.
Speaker 2 Und hat er sich bestellt?
Speaker 1 Ja, hat er. Hat er Eiskart durchgezogen. Die Bedienung guckte kurz, irritiert, lächelte dann und sagte, kein Problem. Ja, und von daher, also tatsächlich, gestern auf der Speisekarte stand auch so ein, das war kein Bife de Lomo, aber das war halt auch so ein richtig gutes Stück Fleisch, 900 Gramm konnte man da bestellen und ist halt so eine ehrliche Größe, sage ich immer.
Speaker 2 Ja, genau. Also für Vegetarier.
00:40:50Speaker 1 Genau, genau, das ist die Vegetariergröße. Egal. Ja, wenn ihr noch Feedback für uns habt, gerne, über die bekannten Kanäle. Fragt CFWU bei Twitter. Ich krieg das schon hin. Oder halt per E-Mail. P.
Speaker 2 E-Mail, Steffen, fragt kaum Fleibesast. de, na
Speaker 1 Fragen, fragen, ed kommt.
Speaker 2 Ja, ja, kommt du was ja jede E-Mail kommt an.
00:41:20Speaker 2 Köln.
Speaker 1 Achso. Ja dann Wünschen wir euch jetzt noch einen schönen Tag und hoffen, dass es euch gefallen hat. Wie gesagt, gebt uns gerne Feedback, Kommentare, sonstiges. Und ja. Wir sind dann am Sonntag wieder zurück. Ich bin mal gespannt, was es bis dahin noch für einen Shitstorm im Internet gibt über irgendwelche Videos, ohne jetzt politisch zu werden, aber ich finde das gerade sehr lustig, was da abgeht.
Speaker 2 Genau, wenn ihr diesen Podcast hören werdet, werdet ihr schon alle gewählt haben.
00:41:50Speaker 2 Ich hoffe, ihr habt alle die richtigen gewählt. Ja, ich habe ja meine Meinung schon tot grundgetan in der Richtung. Ich wünsche euch jetzt aber Lassen wir das, ne? Wir brechen ab jetzt, würde ich mal sagen. Geht wählen. Und alles andere passt schon. Und habt wählt, habt gewählt gern. Und genau, schauen wir mal. Und danke, dass ihr so tapfer jetzt lange zugehört habt.
Speaker 1 Alles klar, bis dann.
Speaker 2 Wiederhören, tö