CFWU 13 - "your are number seven, cleared to dump"
Olli und Steffen reden über Pushbuttons Boeing vs Airbus. Über Landefreigaben, Jetlag und den SSSS Buchstaben/Symbol auf der Bordkarte.
Kapitel (8)
Vertagte Themen (2)
- 00:17:17 Genaues Wording und Verfahren für Landefreigaben bei noch belegter Bahn „„Das ist so ein anderes Verfahren, ich müsste nachlesen.““
- 00:22:01 Zusatzkontrollen bei der Einreise in die USA für Crewmitglieder mit arabischen oder afghanischen Namen „„Da können wir vielleicht später mal erzählen ... Aber das ist ein Thema für eine andere Sendung, glaube ich.““
Links (3)
- Die Secondary Security Screening Selection der TSA in den USAhttps://de.m.wikipedia.org/wiki/Secondary_Security_Screening_Selection
- HighFly A340 dumped fuel bis zum Gatehttp://newsinflight.com/2019/07/04/norwegian-airbus-a340-300-was-dumping-fuel-while-on-emergency-landing/
- Studiehttps://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/376/publikationen/190509_uba_pos_treibstoffschnellablass_bf.pdf
Transkript
00:00:00Speaker 1 Hallo Steffen, grüß dich. Hallo Olli, sag mal, wo warst du die ganze Zeit? Ich habe hier Ewigkeiten nicht gesehen.
Speaker 2 Ich sag's dir, also gestern war ich in so einer komischen Stadt mit so. Fischköppen oder so, sagt man, oder? Ach so.
Speaker 1 Ach ja, ja. Und ja, da habe ich versagt. Also vielen Dank für deinen Besuch. Ich habe versagt. Ja, heute, ich wollte ihm nettes, schönes Wie sagt man das? Kaffeegedeck servieren auf hamburgischer Art und ich habe ihm Mandelhörtchen anstatt Franzbrötchen serviert, dem Olli. Das ist ein Fehler.
00:00:30Speaker 1 Ich hoffe, das kann ich irgendwann wieder gut machen.
Speaker 2 Ja, und das Beste ist, mir wäre es nicht mal aufgefallen, aber es war sehr schön. Genau, und schön ist auch, dass wir eigentlich mal wieder. Zeit haben, hier was aufzunehmen. Und ich muss sagen, es liegt nicht am Steffen, weil ich war wirklich viel und lange unterwegs jetzt im August und ja, hatte da entsprechend viel, was heißt, Stress. Also. Ja, man ist halt unterwegs und kommt dann auch irgendwie zu nichts. Und wenn man dann mal zu Hause ist, dann will man die Zeit dann auch irgendwie anders nutzen. Es ist nicht böse gemeint, aber es ist ein Hobby.
00:01:01Speaker 1 Genau. Aber er hatte mir ja versprochen, dass wir diesen Monat noch einen machen. Als ich den Hammer wieder so hochgehängt habe.
Speaker 2 Ja, haben wir jetzt so fast hinbekommen. Es ist der 30. August und wir sind bei Come Fly With Us Folge 13. Huhu, Unglückszahl.
Speaker 1 Alles wird gut. Wir können ja mal ein paar grusel Themen. Nee, wir haben. Nee, haben wir gar nicht. Wir haben schöne Themen. Schöne Themen. Was hast du denn zum Beispiel für mich? Ach, alles Mögliche.
Speaker 2 Ich bin gerade überlegen. Ich versuche mich erstmal zu sortieren, wo ich alles war, aber das ist, glaube ich, schwieriger zu erklären.
00:01:32Speaker 2 Ja. Also wie? Also ich war jetzt fast. Wie lange war ich unterwegs? Fast zehn Tage. Und zwischen Brasilien, innerbrasilianisch, äh Uruguay, ähm, wie heißt das andere? Argentinien war irgendwie alles dabei.
Speaker 1 Oh Gott, da kenne ich mich nicht aus, aber es hört sich an, als wenn du einen Traumjob hast.
Speaker 2 Ach, total. Ja. Nein, es war ganz nett. Ich hatte tatsächlich in Buenos Aires ein wenig Zeit, was Ich schon sehr, sehr lange nicht mehr hatte.
00:02:02Speaker 2 Acht Jahre, ich habe mal nachgesehen und das war sehr schön. Das ist eine sehr schöne Stadt. Einziger Haken, Anfängerfehler, ist es ja Winter da unten jetzt. Es ist tiefster Winter. Und ich dachte mir so, naja, gut, also Winter Buenos Aires, 15 Grad tags über blauer Himmel Sonnenschein Dummerweise habe ich wirklich die eine Woche vom tiefsten Winter erwischt. Tagsüber waren es 8 Grad und nachts 2. Und jetzt rat mal, wer keine Jacke dabei hatte.
Speaker 1 Weiß ich nicht, aber weißt du, wie es ist?
00:02:33Speaker 1 Skifahren, hast du es ausgenutzt?
Speaker 2 Ja, so weit bin ich ja noch nicht gekommen im Süden. Aber das war total der Anfängerfehler. Also da habe ich mich echt geärgert. Ja. Naja, gut.
Speaker 1 Lass sich dadurch beruhigen, es gibt bestimmt einige unserer Hörer, die waren da noch nie. Und nicht nur die Hörer, sondern ich war da auch noch nie. Also, wenn du sagst, du warst seit 8 Jahren nicht da, hey, ich war da noch nie.
Speaker 2 Also, ganz flach halten, ne, mein Lieber, ganz flach halten.
00:03:04Speaker 2 Ja, aber man muss ja dazu sagen, ich war das erste Mal im zarten Alter von zwei Monaten schon da, hängt aber an mit der Verwandtschaft zusammen, die ich da unten habe. Okay. Von daher ist da auch ein gewisser Bezug zu da unten. Von daher. Aber ich kann dir sagen: also, dass erinnerst du dich, wir haben vor ein paar Folgen ja so einen kleinen Rüffel bekommen wegen Fleischessen?
Speaker 1 Ja, nein, das Thema gerade mir nicht mal auf, aber es war ähnlich. Es war ähnlich, ne?
Speaker 2 Ja, es war ähnlich. Aber ich musste wirklich zu meiner, also ich musste mit Erschrecken tatsächlich feststellen, ich weiß, wir wollen ja nicht politisch werden, aber.
00:03:40Speaker 2 Boah, der argentinische Peso ist so verfallen, das ist echt schlimm. Also, das hat mich sehr erschrocken für die Menschen dort vor allen Dingen. Also Inflation. Naja, egal. Reden wir über andere Themen.
Speaker 1 Genau, Fliegerische.
Speaker 2 Fliegerische. Ja, wir haben eine Menge Fragen bekommen.
Speaker 1 Genau. Also eine Frage habe ich selber aufgeschrieben. Und zwar gleich die erste, nämlich die habe ich nämlich in so einem Tweet, habe ich mal, weil ich wusste, da wird einer drauf antworten und das nicht wissen, was es ist.
00:04:10Speaker 1 Ich habe natürlich gesagt. Man muss die Püschbutons drücken. Weißt du, was Püsch Butons sind?
Speaker 2 Aber auf jeden Fall, ich habe auch dieses französisch, deutsch, spanisch, englische Flugzeug geflogen.
Speaker 1 Ja, okay, herrlich.
Speaker 2 Pushbuttons. Der Airbus hat Push Buttons, so kleine zillige Schalterchen, die so ein Franzosen mit spitzem Finger problemlos drücken kann und dabei auf Englisch sagen würde: Oh, c'est push-button.
Speaker 1 Pie spüter uns, genau.
Speaker 2 Die Boeing ist da mehr so aus dem Vollen geschnitzt.
00:04:43Speaker 2 Ich will jetzt ein paar Stereotypen mal rausholen, also wenn der etwas beleibtere Amerikaner vielleicht im Cockpit sitzt. Dann ist es auch leichter zu treffen mit den Schaltern. Egal.
Speaker 1 Ja, aber ihr habt doch, also die Boeing hat ja mittlerweile auch Push-Buttons, oder? Also mit dem Licht drin und so. Ich hab ja auch die Bündchen. Könnt ihr die Böhnchen da wechseln oder müsste die Böhnchen wechseln?
Speaker 2 Nein, du wirst es kaum glauben. Diese amerikanischen Push-Buttons, die sind so gebaut, dass sie ohne Licht funktionieren.
00:05:13Speaker 2 Das ist total schön. Das sind kleine Buttons, also das sind Buttons, da sind ja Beschriftungen drauf. Und ich versuche das jetzt mal irgendwie zu erklären. Wenn du also einen Knopf drückst, dann geht quasi Oben und unten in diesem Button so ein kleines, so eine kleine Kunststoffabdeckung, klappt dann auf und du siehst die Beschriftung. Also es ist eine mechanische Anzeige. Total faszinierend. Und wie ist die Beleuchtung? Nachts? Die ist von innen beleuchtet, aber du kannst sie halt halt prinzipiell auch ohne Beleuchtung benutzen, während beim Airbus natürlich.
00:05:44Speaker 2 Die LED quasi zwingende Voraussetzung ist.
Speaker 1 Wenn es denn LED ist, ne?
Speaker 2 Ja, oder Glühbirne, Entschuldigung. Also, äh, ja. Ja, ja, nee, das ist aber natürlich bei, ich sag mal, bei
Speaker 1 Ich habe hier meinen 380 oder sowas, aber die alten 320er, und ich habe ja auf den 300er angefangen, da waren das zwei kleine Mini-Böhnchen, die da drin sind und du hast ein extra Tool gehabt. So an der Seite, so mit so einem gelben Griff, das sah aus wie so ein kleines Spargelstechmesser oder irgendwie sowas. Mit dem bist du an die Seite reingegangen. Dadurch ist der kleine Püchbouton
00:06:15Speaker 1 rausgekommen, den konntest du ihn umklappen und dann waren da meistens drin vier kleine Mini-Glühböhnchen, die konntest du denn da so rausprökeln und dann die Glühbühnchen wechseln. Das ist übrigens das einzige Sache, was wir ja als Piloten machen dürfen.
Speaker 2 So Glühböhnchen im Cockpit wechseln. Und liebe Hörer, ich muss jetzt mal was dazu sagen. Seltenerweise haben wir FaceTime mit Video dabei und wenn ihr das sehen würdet, wie der Steffen das mit Hand und Fuß erklärt. Obwohl es ein Podcast mit Audio ist, das ist der Kracher.
00:06:45Speaker 2 Äh, wieso siehst du mich, Epa? Ja?
Speaker 1 Du mich nicht. Nee, ich hab dich irgendwie geschmaltet. Ach so.
Speaker 2 Aber noch besser. Also, das war so schön.
Speaker 1 Ich wollte gerade mein T-Shirt ausziehen und nackt dir, weil es so warm ist, aber okay. Alles klar, da weiß ich Bescheid.
Speaker 2 Und zack, ist diese Episode auch schon wieder explizit. Also, sehr schön. Haben wir das auch schon wieder erledigt? Ne, also diese Boeing-Buttons, ich muss mal gucken, ob ich irgendwo ein Foto vielleicht von finde. Das ist wirklich technisch, also mechanisch, eine Meisterleistung. Aha, okay. Also, das ist wirklich so mechanisches Display.
00:07:17Speaker 2 Also, wenn man den reindrückt, dann klappt da halt sowas vor, dass man das sieht oder halt eben nicht sieht. Und Ganz großer Vorteil anders als bei Airbus die Knöpfe stehen so 4-5 mm raus, wenn man sie reindrückt oder reindrückt raus Zieht, naja, du weißt, was ich meine. Dass wenn es zum Beispiel voller Rauch ist wegen dem Feuer, dass du immer noch die Schalterstellung sozusagen ablesen kannst, indem du sie ertastest.
Speaker 1 Aber wenn ich jetzt mal einen Boeingfrotzel mache, ich meine, mit diesem Schalter wird doch wahrscheinlich sowieso über Mini-Hydraulik einen kleinen Luftdruckschalter ausgelöst, der irgendwo Mechanik bedient, die einen Seilzucht bedient, die wiederum irgendwo einen Hebel bedient.
00:07:54Speaker 1 Die wiederum das System dann schaltet. Ja, das war fleisch. Also bei Airbus, bei Airbus ist das alles über WLAN.
Speaker 2 Ja, sowieso da auch, nee, aber. Ja, nicht bei der Triple oder auch nicht beim Dreamliner. Das ist schon, also ja, wir haben schon ein bisschen Hirnschmeiß da.
Speaker 1 Ja, ich glaube das schon, aber man kann ganz ehrlich ohne Ohne jetzt lässt sie zu sein. Also mit dem Licht, klar, mit der mechanischen ist es eine witzige Sache, aber ohne Elektrik ist man doch sowieso, ich sag mal, doomed auf unseren Fliegern, oder?
00:08:24Speaker 1 Nein, es gibt Backup und alles und so, aber.
Speaker 2 Nee, aber das ist schon Fleiberwei, ja klar, irgendwann ist Schicht, das ist richtig.
Speaker 1 Ja, okay. Ah, okay. Also Püche-Boutons sind das. Die hatten nur die Franzosen, die Amerikaner haben Mech-Boutons, ne? Mechanische Boutons.
Speaker 2 Irgendwie sowas wahrscheinlich, ja. Ja, okay. Cool. Jetzt muss ich mir mal anschauen, das wusste ich wirklich nicht. Siehst du, hier lernen wir sogar noch dazu. Und wir haben eine Frage vom, ich finde diesen Namen so schön, der Bacon-Vernichter.
00:08:55Speaker 2 Ich habe ja eigentlich erst doch Bacon-Vernichter, genau, das ist hier ein Schreibfehler. Ich musste ja sehr, sehr drüber lachen. Bacon vernichter Mike Wolf Romer, sehr kreativ.
Speaker 1 Ja Ja, die Frage war, also er hat die Frage so gestellt, er hat gesagt, ich habe da in Klammer, ich habe das ein bisschen, glaube ich, zusammengefragt oder rauskopiert, das war ich ja. Kann es sein? Kann sein, ich schlafe im Satz, das war aus einem Satz heraus, genau, kann sein, ich schlaf
00:09:26Speaker 1 Im Schnitt 7 Stunden als alter Sack, also wird da wahrscheinlich so 30 sein oder so, aber vor fünf bis sieben Jahren war ich zurück nach Deutschland immer ein Garant dafür, eine Woche wie ein Zombie rumzulaufen. Also der kam aus Amerika, genau. Ah, okay. Gut. Genau, kam aus Amerika und konnte dann immer so schlecht schlafen. Gut, als Pax hat man das etwas einfacher, als vorne in den Bus zu setzen. Warum ist man beim Flug Richtung Osten so müde? Und da habe ich hintergeschrieben, Ost-West-Regel. Es gibt da so eine Regel für uns, wenn die Einsätze eingehen. Habt ihr die auch? Nicht in dem Maße, ne?
00:09:59Speaker 1 Also meinst du, das ist eine so eine Tarifvertraggeschichte, die wir haben?
Speaker 2 So wie sie da ist, ja, tatsächlich. Die gibt es ein wenig, ja, aber nicht so ausgeprägt. Also vom Gesetzgeber. Generell bei den, also ich glaube, wir müssen zwei Sachen unterscheiden. Die Flugdienstzeiten, das ist, ich sag mal, ein Schnack, wie das geregelt ist. Also sprich, wenn ich jetzt einmal nach. Tokyo, Shanghai, Peking, keine Ahnung, mir fällt Nanjing nichts Besseres ein, nach Osten fliege und dann die nächste Tour nach Westen gehe, zum Beispiel nach Los Angeles, dann braucht man da eine längere Ruhezeit.
00:10:36Speaker 2 Genau, also von Ost nach West muss man mehr Ruhezeiten in der Home Base wieder haben. Genau. Und als Passagier gibt es jetzt zum Glück keine Ruhezeiten. Ja, nach Osten geht es im Allgemeinen immer schwieriger. Jetzt kann man natürlich die Schlaffforscher dazu mal fragen. Korrigiere mich, falls ich falsch bin, Steffen. Ich glaube, der Mensch ist normalerweise so auf 25-Stunden-Tag programmiert. Wir können leichter lange aufbleiben, als gezwungenmaßen früher ins Bett zu gehen.
00:11:08Speaker 2 Und wenn wir nach Westen fliegen. Dann wird es halt, also dann gewinnt man ein paar Stunden, wie will man das am besten sagen? Also die Zeitverschiebung hilft einem da, ja. Während es im Osten halt immer früher ist und das fällt einem einfach schwierer.
Speaker 1 Genau, weil nämlich dann, weil das Tagesrhythmustief sozusagen ist dann zu der Zeit, wo man im Osten aufstehen würde, theoretisch. Also man muss halt, wenn man um, ich sag mal so, um 8 Uhr aufstehen würde, in Bangkok oder irgendwas, ist es erst 1 Uhr nachts oder irgendwas in Deutschland.
00:11:40Speaker 1 Und das heißt, man müsste praktisch in seinem Tagesrhythmustief, irgendwo ganz tief, müsste man sich den Wecker stellen und aufstellen und das bringt das durcheinander, während man, wenn man in Amerika ist. ähm, einfach später aufbleibt und dann ein bisschen grogki rumrennt tagsüber, aber letztendlich legt man sich hin und schläft und kann nochmal länger schlafen, kann sich nochmal umdrehen und deswegen ist eine. In Westen hin kann man Wenn man nach Westen fliegt, gewährt einem der Gesetzgeber sozusagen eine kürzere Ruhezeit zu als umgekehrt. So kann man das irgendwie formulieren.
00:12:10Speaker 1 Beziehungsweise unser Tarifvertrag auch. So, habe ich wieder einen Pegel? Ja, dieses Pegel. Ja, ich habe einen Pegel. Okay, gut. Ja, das sagst du so einfach. Sehr schön. Gott. Ich lasse mal, ist egal, ob ich die sehe oder nicht sehe, ich habe mir jetzt mal das Bild weggedrückt. So Leute, wir sind wieder da. Wir hatten eine ganz kurze Unterbrechung. Die muss ich wieder reinprückeln. Also es geht darum. Das ist ein bisschen Geschmackssache. Ich persönlich zum Beispiel reise gerne in den Osten. Ich kann mir den Wecker stellen, ich stehe gerne früh auf und wenn ich dann wirklich aus dem Urlaub aus dem Osten seit es nur zwei, drei Stunden wiederkomme.
00:12:45Speaker 1 Dann bin ich dann zu Hause und dann habe ich diesen Effekt so, als wenn man in Amerika gereist ist. Das heißt, ich bin zwar abends sehr müde Wach aber extrem früh auf, meinetwegen, durch die Zeitverschiebung, guck auf die Uhr und stelle fest, ist das nicht toll? Ich kann noch zwei Stunden länger schlafen, bevor ich arbeiten muss oder sowas. Also ich reise gerne in den Osten. Wie sieht es mit dir aus?
Speaker 2 Äh, ich nicht. Ganz klar. Es gibt ja diese Chronotypen und ich bin da ganz klar eine Lehrche. Also dieser Langaufbleiber früh aufstehen ist für mich
00:13:15Speaker 2 Sehr anstrengend. Okay. Von daher, ja, nee. Ja, also, nee, lieber nach Westen, ganz klar. Doch, muss ich so sagen.
Speaker 1 Ich glaube, Baconvernichter so oder Mike Golf Romeo, wie du dich nennst, ich hoffe, wir haben da so ein bisschen die Frage beantwortet. Der Gesetzgeber berücksichtigt das so ein bisschen und das sind die Gründe, weshalb man so müde ist, wenn man Richtung Osten reist. Aber mach mal Urlaub, weil Urlaub, wenn du müde ist, hey, wenn du da irgendwo Urlaub machst, dann kann man sich mal ein Stündchen hinlegen, eine halbe Stunde und kann das wieder ausgleichen.
00:13:45Speaker 2 Genau. So, und jetzt, da ich es ja nicht geschafft habe, die Frage vorzulesen, weil in dem ganzen Satz, glaube ich, gar kein Fragezeichen war, lese ich die nächste jetzt auch noch vor. Also, hallo Olli, hallo Steffen. Ich bin treuer CFWU-Höre seit Folge 1 und warte schon. Sehen Sie dir auf die nächste Episode. Dankeschön.
Speaker 1 Hey, danke, danke, danke.
Speaker 2 Hier meine Frage. Mir ist beim Anschauen einiger ATC-Videos auf YouTube aufgefallen, dass die Towerlotsen in den USA mehreren Flugzeugen gleichzeitig an Landingclearance aussprechen. In Deutschland oder generell in der EU
00:14:15Speaker 2 Passiert das meines Wissens nach nur dann, wenn die Runway auch frei ist. Weitere Anflüge bekommen dann nur am Continue Approach Number 2 oder ähnlich.
Speaker 1 Richtig, ja.
Speaker 2 Ja, genau. Mich würde interessieren, welche Konsequenzen haben die verschiedenen Verfahren für euch Piloten? Sind euch Fälle bekannt, wo das Verfahren in den USA beispielsweise zu Problemen geführt hat? Ähm, mal beispielsweise hypothetisch folgende Situation. Ich bin Number 2 auf dem Short Final, wenn jetzt der Flieger vor mir nicht rechtzeitig verkatet, also abrollt.
00:14:45Speaker 2 Würde ich in Deutschland auf jeden Fall einen Goaround machen, da ich ja keine Clearance habe. In USA bin ich aber darauf angewiesen, dass der ATC mir explizit Goaround anweist, da ich ja zuvor bereits die Clearance hatte. Ja, ähm, ich fang mal an, tatsächlich ist es. Ist dieses mit Number Two Clear to Land in der EU meines Wissens sogar erlaubt? Es macht bloß keiner.
Speaker 1 Ach, das weiß ich nicht. Okay, kann sein.
Speaker 2 Aber die Praxis wird halt anders gelebt.
00:15:16Speaker 1 Doch, die Franzosen machen das. In Frankreich. Ich glaube ja. Die Franzosen machen das. Also ohne Gewehr, das ist schon länger her, dass ich jetzt wieder da war. Aber Paris, ja, ja, da sagt dann your number two Clit Land.
Speaker 2 Der wird wahrscheinlich sagen, Lufthansa, you're number two. Egal. Ja, Frankreich war ich schon lange nicht mehr, deswegen. Genau. Welche Konsequenzen hat das für uns?
Speaker 1 Geschmack ist Gewöhnungssache, also wirklich.
00:15:46Speaker 1 Denke ich auch. Ja, genau. Es setzt, weil trotz allen, wenn du anfliegst, selbst vor der Tower die die Clearance, so wie in Deutschland halt. Die Clearance gibt ja oder nein, denn wenn du das Gefühl hast, der andere ist nicht rechtzeitig vor der Bahnrunde oder irgendwas, stimmt das nicht, oder Dann machst du einen Go-Round. Also der Tower gibt da Go-Round oder du machst da selber Go-Round. Du achtest drauf, wenn man den vorigen Verkehr nicht sehen kann, sprich wenn es. . So ein Nebelwetterlage ist, man macht dort K2- oder K3-Anfüge, dann wenden die Amerikaner dieses Verfahren auch nicht an.
00:16:19Speaker 1 Also ich glaube, ist dann auch nicht vorgeschrieben. Es müssen einigermaßen Sichtflugbedingungen herrschen, sonst geht das nicht. Und in Deutschland und auch in England und in der EU haben wir ja noch das andere Verfahren, das ist so ein Zwischending, dass er dir die Landefreigabe geben kann, wenn die Bahn lang genug ist und der vorige den keinen Anschein macht, dass er Schwierigkeiten hat, von der Bahn zu rollen und er ist irgendwie weiter als wie viel ist das, zweieinhalb Kilometer oder irgendwas entfernt, dann können wir trotzdem vom Tower an eine Landingcleance geben. Mit Lanning Distance is assured oder irgendwie sowas in der Art, ne?
00:16:49Speaker 1 So was war das so? Das Wording.
Speaker 2 Äh, keine Ahnung. Also Laso ist aber noch was anderes, wenn du das meinst.
Speaker 1 Das ist nicht Laso. Laso ist ja hold short vor einem bestimmten Punkt, wenn du so eine Kreuz nach Randfahr hast, sondern das ist dann, wenn Landing Clearance Distance is erschuld oder irgendwas. Also es ist so ein anderes Verfahren, ich müsste nachlesen. Und das gibt es, ich habe es in meiner Karriere vielleicht dreimal erlebt, wo das ein bisschen knapp war und dass der andere hinten fast am Ende der Bahn war, also mehr als drei Kilometer entfernt und am runterrollen war, also er hat die Bahn nicht konkret richtig freigegeben oder
00:17:22Speaker 1 Tower hat uns die Freigabe gegeben zur Landung, da waren wir in 100 Fuß oder irgendwas. Das geht, das darf man machen.
Speaker 2 Ja, und ich glaube, in den USA würde ich tendenziell an Ehrengoron fliegen, weil ich ja nicht so gut einschätzen kann, ob der andere jetzt von der Bahn ist. Weiß ich nicht. Ja, also das kommt dann noch dazu. Also beides ist möglich, es ist, ja, ja.
Speaker 1 Und wenn man Go-Round kriegt, ja, dann pflicht man sein Goratraun-Verfahren ab. Es ist ja nicht so, dass der andere Durchstartet und man auch, also dass es da irgendwie einen Konflikt gibt, weil der andere ist ja schon am Boden sozusagen.
00:17:54Speaker 1 Genau. Ich weiß, ich habe ja in Amerika gelernt, im Flughafen Santa Monica. Und da bin ich nach XXX Jahren, als sie in Amerika dieses Verfahren eingeführt haben, mal wieder nach Santa Monica geflogen. Und dann fliege ich ein in den Gegenverkehr, melde mich beim Tower und will mich gerade melden, da sehe ich vor mir so einen kleinen Ich glaube, so ein kleiner Kanar war das, also so ein kleiner Entenflüger. Also keine 200 Meter von mir vorbei, so fährt rein, spult sich genau vor mir ein. Ich so, oh Scheiße, ist er dicht?
00:18:24Speaker 1 Ich habe den echt nicht gesehen und anscheinend mich auch nicht. und meldet sich dann. Das ist November, bla bla bla bla. Und er tauert, yeah, have you inside. And who's the assessor behind? Oh, that's me, bla bla bla, ne, have the traffic inside. Und sagt er nur Okay, keep it inside, you're number seven, Clit Land. Und ich so, okay, so geht das hier also, prima. Ja, war aufregend, aufregend.
Speaker 2 Ich habe neulich meine Scheinverlängerung in den USA gemacht. Also Verlängerung ist es ja nicht.
00:18:54Speaker 2 Ja, das ist ein zweijähriger Überprüfungsflug, den man machen muss. Ich war am Peachtree Airport in Georgia.
Speaker 1 Aha, okay.
Speaker 2 Und denkt man sich, ja, klingt ganz nett. Ich bin Fluglehrer getroffen und Vorbereitung gemacht, Briefing, also was heißt Briefing gemacht? Also man bespricht ja so ein paar Sachen, man wiederholt Lufträume, das normale Programm. Und dann sind wir zum Flieger, haben den vorbereitet, lassen an, rollen zur Startbahn. Und während wir so rollen, dachte ich mir schon, Mensch, der Funk ist ganz schön voll.
00:19:24Speaker 2 Und als wir so am Start waren, meint er, also mit noch so im Take-Off-Roll, wenn ich das so nennen darf, sagt der Fluglehrer so: Ach, übrigens wusstest du, dass das der Flughafen mit der höchsten VfR-Dichte in den USA ist.
Speaker 1 Okay. Dankeschön. Ja. Aber ja, hast du eingekriegt, ne?
Speaker 2 Soeben.
Speaker 1 Es war sehr schön.
Speaker 2 Also, ich das erste Mal da in der Ecke geflogen ist schon spannend gewesen.
Speaker 1 Jetzt weiß ich gar nicht, wie die Frage, ich habe mir nicht aufgeschrieben, wer diese Frage gestellt hat.
00:19:55Speaker 1 Also ich weiß ja auch nicht, ob das über die Kommentare oder E-Mail kam. Mea culpa. Ich hoffe, wir haben aber so ein bisschen die Frage beantwortet. Du hast ja selber ein Video reingeschrieben Wir einem der Unterschied genau erklären, das werde ich in den Shownotes auch reintun. Aber ich glaube, es ist einfach Geschmackssache. Also wir, wenn wir in Amerika fliegen, machen wir das, wenn wir woanders fliegen, machen wir das. Man muss sich halt darauf einstellen. Das ist so ein bisschen wie Rechts-Links-Verkehr. Wenn man es gewohnt ist, kann man das machen. Das ist überhaupt kein Problem.
Speaker 2 Ja, das stimmt.
Speaker 1 Sollen wir die Frage von Norman auch ganz kurz beantworten?
00:20:25Speaker 2 Das können wir noch machen, klar.
Speaker 1 Wir wollen ja heute nicht ganz so viel Zeit, wir haben noch so ein bisschen was vor. Genau. Müssen wir den Kontagen, aber. Die Frage von Norman kann ich nämlich ganz schnell beantworten. Die Frage ist nämlich: Fragen zum Secondary Screening, das SSS-Symbol auf der Bordkarte. Wenn ein Passagier ein intensiveres Screening von der TSA bekommt. Da hat er geschrieben, bekommt ihr es als Pilot mit, wenn ein Passagier ein SSS-Privileg, wie er das nannte, auf sein Ticket bekommen hat und ändert sich dadurch etwas am Handling in der Kabine?
00:20:56Speaker 1 Dass der Check and Secure der Anstrengender geworden ist, ist mir bekannt, auch wenn er es mich noch nicht getroffen hat. Ich weiß nicht, ob ihr das kennt. Es gibt manche Gäste, die werden. . Ich weiß, ich habe wirklich keine Ahnung, wie das gemacht wird. Ob das nach Statistik geht oder ob da wenn einer einen arabischen Namen hat oder irgendwas in der Art. Dass der ein bisschen mehr.
Speaker 2 Ja, also ich habe mit einer hundertprozentigen Trefferchance dieses blöde Privileg bekommen. Ach, jedes Mal, weil ich jedes Mal, wo ich in USA dann als Passagier geflogen bin, ein kurzfristig gebuchtes One-Way-Ticket hatte.
00:21:31Speaker 1 Ich verstehe, aber dienstlich von der Firma aus.
Speaker 2 Ja, natürlich. Aber trotzdem kriegst du dieses Privileg und die nehmen dich so richtig Durch. Und zusätzlich bisher noch Pilot. Ja, also das ist wirklich, das ist wirklich schön. Das macht keinen Spaß. Von daher, das ist Statistik, denke ich, Namen ja auch, aber vor allen Dingen so kurzfristig gebucht, one-way. Keine Ahnung, was noch alles. Ja, gut, dann gibt es auch.
Speaker 1 Da können wir vielleicht später mal erzählen, wenn Kollegen erzählen, wenn sie einreisen
00:22:01Speaker 1 und einen arabischen Namen oder einen afghanischen Namen haben, der irgendwie vorbelastet ist, auch unter den Kabinenkollegen oder Cockpit-Kollegen, die werden bei der Einreise in Amerika gerne mal so richtig Auseinandergenommen. Also da, obwohl sie jedes Mal, keine Ahnung, dreimal im Monat, einmal im Monat, zweimal im Monat nach Amerika reisen. Aber das ist ein Thema für eine andere Sendung, glaube ich, oder? Ja. Sag mal, wollen wir weitergehen im Schritt, ich glaube, Norman, hoffentlich hast du beantwortet. Aber warum, woran es liegt? Also das ist ein Grund, meinst du? Business Class, Pilot, kurzfristig gebucht.
00:22:34Speaker 1 Und dann wird man kontrolliert, gleich Namen.
Speaker 2 Ja, und ist in der Kabine ein Unterschied. Also wir haben ja, es ist eigentlich. Egal, glaube ich.
Speaker 1 Nein, nein, nein. Wir kriegen da keine Info, dass einer das besonders geprüft worden ist. Wir kriegen es halt nur mit. Weil das meistens halt für denjenigen länger dauert. Und wenn der noch knapp kommt und der noch dieses Screening kriegt, dann müssen wir manchmal ein bisschen warten auf den Minute oder 10 oder so.
Speaker 2 Genau.
00:23:04Speaker 2 Jetzt muss ich einmal gerade was nachschauen. Entschuldigt das Tippern im Hintergrund.
Speaker 1 Ich kann aber das nicht. Ich gehe mal im Hintergrund oder willst du das zu einem Thema irgendwas gucken?
Speaker 2 Nö. Also ich gehe mal weiter im Schritt, oder? Geh mal weiter im Schritt, genau.
Speaker 1 Und zwar Neuigkeiten aus der Luftfahrt haben wir das Thema. Das ist so, wenn was passiert ist. Und zwar kam ein Fall, dass ein, ich weiß, der ist glaube ich nicht mal von Norwegian gewesen. Das war eine Norwegian-Flugnummer, aber ich glaube, es war ein Hive-Life. High Five Flieger.
00:23:35Speaker 1 High Fly?
Speaker 2 High Fly heißen die, ja genau.
Speaker 1 Heißen wir. Der ist losgeflogen, glaube ich, das war im Flughafen in Florida. Ich klicke mal jetzt nicht rauf auf den Link und hatte ein Problem und ist wieder zurückgekehrt und hat Gewicht reduzieren wollen, hat Sprit gedampft, wie es heißt, also Sprit-Schnellablassverfahren gemacht, hat Kraftstoff abgelassen und hat damit allerdings nicht aufgehört. Bis er wieder gelandet, zum Taxi, also weitergeholt ist und zum Gate war.
00:24:09Speaker 1 Und dann haben sie die Jungs erstmal unten angeklopft und haben gesagt, ey, du schmeißt da immer noch Sprit raus. Hast du das mitbekommen?
Speaker 2 Ja, es ist ein sehr schönes Foto, wenn ihr auf den Link klickt. Das ist so Langzeitbelichtung, das hat schon so ein Ja, dumm gelaufen, ne?
Speaker 1 Da ist jetzt die, also der Flughafen hat sich sehr geärgert, weil die Randwee war wohl frisch gemacht und der Sprit in der Menge, der zerstört irgendwie den Asphalt oder macht ihn weniger haltbar oder irgendwas in der Hand. Also von der Seite war nicht ziemlich pisst, ne? Dann, ich glaube, es wurden die Fragen gestellt in den Twitter, ist das erlaubt, darf das, gibt es da Regeln, haben die das nicht gemerkt?
00:24:44Speaker 1 Gibt es da nicht irgendwie eine Automatik? Also von meiner Seite weiß ich nur, wir dürfen wie viel unter in Deutschland unter 5000 Fuß, glaube ich.
Speaker 2 Ja, also wird jetzt gerade auf 6 geändert, aber ja, also im Grunde genommen ja.
Speaker 1 Genau. Unter einer bestimmten Höhe dürfen wir gar nicht Sprit ablassen. Der Sprit selber ist, der verdampft sofort. Trotzdem spert man das Gebiet wie viel? 15 Minuten, glaube ich, für den nächsten Verkehr, wenn man da durchgeflogen ist.
Speaker 2 Aus Sicherheitsgründen? Keine Ahnung. Das weiß ich tatsächlich nicht.
00:25:14Speaker 1 Es gibt aber keine Automatik, die irgendwie sagt: So jetzt landest du und jetzt fährst du das Fahrwerk aus oder irgendwas. Die das abschaltet.
Speaker 2 Ne, und ich sag mal, je nachdem wie dringend, das war Notkennt kein Gebot. Also, wenn das jetzt richtig schlimm wäre, würde ich das auch machen. Das ist so ein bisschen, wo du sagtest, der Asphalt ist dann versaut, das ist so ein bisschen, ich hatte mal die Handwerker hier für eine längere Zeit. Und als sie weg waren, waren so gelbe Flecken auf meinem Rasen. Das hat wahrscheinlich ungefähr denselben Effekt. Wenn du dir überlegst, woher die kommen könnten.
00:25:45Speaker 2 Das ist quasi so dasselbe gewesen.
Speaker 1 Aber nachher hat an diesem Spun hat nachher der Rasen besonders kräftig gewachsen. Natürlich, ja. Ja, ich verstehe, okay. Ich habe das auch noch mit Gelb hier gehighlight, den Text. Nein, also das wollte ich sagen. Wahrscheinlich haben die das einfach vergessen. Das ist meine These, die ich habe. Die haben das Dumping angefangen, haben eine. Haben gewartet, das dauert auch manchmal relativ lange, so 20, 30 Minuten, bis sie auf das Gewicht runtergekommen sind.
00:26:18Speaker 1 Und dann haben sie das Landeanflug und dann haben sie, da ist natürlich ein Memo, da Fuel Dumping und da pulsiert was auf dem Bildschirm und so. Aber die haben die haben das einfach, die haben das ignoriert oder nicht gesehen oder irgendwas. Man kann natürlich wirklich, man kann das Dumpen anstellen jederzeit, wenn Not kennt kein Gebot. Nehmen wir mal an, du. Du fliegst auf den Berg zu, bist du schwer und du willst dich noch ein bisschen dich erleichtern, um da rüber zu kommen, dann schaltst den Scheiß an. Das geht auch relativ schnell dann. Aber die haben das hier vergessen.
Speaker 2 Und das ist eine ziemlich gesagt, ich habe von sowas noch nie gehört, muss ich ehrlich sagen.
00:26:49Speaker 2 Nee, wobei das Fuel-Dumping an sich ist ja auch wirklich selten, muss man sagen. Also das kommt ja nicht oft vor. Aber es ist schon eine ordentliche Fontänne. Also bei uns gehen glaube ich zweieinhalb Tonnen pro Minute raus. Das ist schon ordentlich, was da an den Sprit abgelassen wird. Genau, richtig.
Speaker 1 Das ist schon viel. Es gibt eine Studie, die werde ich auch mit reinbringen. Die wurde mal auf der Anfrage der Grünen oder irgendwas wurde das im Bundestag gemacht, was der Sprit in der Atmosphäre bewert und welche, was mit dem passiert, die werde ich da auch mit reinposten.
00:27:19Speaker 1 Dass man also für die umweltbewussten Leute von euch, was dieser Kraftstoff verursacht und ob es ein Schaden für die Natur ist oder wie stark der Schaden ist. Ich check das mal da rein. Also wir machen das ungerne, aber es halt zur Sicherheit wird dann Der Schnellablassfahren.
Speaker 2 Gemacht, wie es so schön heißt. Genau.
Speaker 1 Den zweiten Punkt, ich weiß nicht, ob wir da noch so intensiv über reden wollen, weil das Ding wurde ja schon ziemlich zerkaut. Und zwar hier die Wie heißt der Mystery on the Cornfield oder Sulli Nummer 2 oder wie man das nennt? Das einzige, also wisst ihr, von wann wir reden?
00:27:50Speaker 1 Von den Ural eher Forced Landing in einem Maisfeld war das, glaube ich. War das Smümp, Perol, wie heißt der Flughafen? Oder da war auf jeden Fall hin, Triebwerk ausgefallen. Durch Vogelschlag und kurz danach ist das andere hat auch einen Geist aufgegeben und ist dann, da musste er da im Kornfeld runter. Und so ein bisschen wurde darum spekuliert, warum hat er das Fahrwerk ausgefahren, warum hat er es nicht ausgefahren. Was sagst du dazu
Speaker 2 Also, ich glaube, der hat das beste Situation gemacht und es kann wahrscheinlich niemand sagen, was jetzt wirklich besser ist.
00:28:24Speaker 2 Also, ich wäre mir da, ich könnte es nicht beantworten, ehrlich gesagt. Ich meine, wenn es draußen ist. Würde es beim Aufsetzen, in Anführungszeichen, eine Menge Energie nehmen.
Speaker 1 Genau.
Speaker 2 Aber also ich habe das nur mal mitbekommen, wie es ist, wenn ein Segelflieger in so ein Maisfeld geht. Das hat schon Vorteile. Also, das bremst immens, das Mais, dieser Mais. Gerade bei so einem großen Flieger kann ich mir gut vorstellen, dass das auch ein ganz großer, eine ganz große Hilfe war, das Ding schnell abzubremsen.
00:28:55Speaker 1 Genau, also für die Zuhörer, also laut Notfallliste Forced Landing heißt es immer Fahrwerk ausfahren. Immer. Immer grundsätzlich, außer Wasser. Aber ansonsten Fahrwerk raus, weil das Fahrwerk beim Aufsetzen Reist ab, nimmt Energie, ähm nimmt Energie raus. Die Fahrwerke sind so gebaut, dass sie die ähm die Energie, dass sie beim Abreisen die Tanks aufreißen, die müssen so gebaut sein, sodass eigentlich auch kein Kraftstoffablauf, aber sodass, also eigentlich hätte er es ausfahren müssen, aber wiederum, vielleicht kostet die auch Widerstand und dadurch wollte er die Sinkrate
00:29:33Speaker 1 reduzieren und es hätte das Feld nicht getroffen oder irgendwas. Sie war nicht dabei. Es ist ja alles gut gegangen, also kann man eigentlich nicht meckern darüber. Sully hatte ja damals auch vergessen, den. Ditching-Button zu drücken, also von der Seite her. Hat ihm nachher auch keiner gemächt.
Speaker 2 Nee, solange alle davonlaufen können, das ist immer noch das Wichtigste.
Speaker 1 Genau, ne? Ja, sonst sind noch ein paar Sachen kassiert, aber es ist schon spät. Wollen wir langsam zum Ende kommen?
Speaker 2 Das ist eine gute Idee, ja. Dann können wir nämlich bald einfach nochmal aufnehmen.
Speaker 1 Ja, genau. Wir wollen noch zweimal Aufnahmen nehmen vor dem 21.
00:30:04Speaker 1 Hast du gesagt.
Speaker 2 Ja, das ist eine hohe, das ist eine große Challenge hier, aber wir gucken mal, dass wir das hinbekommen.
Speaker 1 Das hast du irgendwie zu mir in der SMS gesagt, nachdem ich dich gebeten habe, diesen Monat noch eine zu machen. Ja, ja, ja, das stimmt. Okay, gut. Schauen wir mal, ob wir das schaffen. Wir sind ja nicht ganz so streng, ne? Irgendwie sowas, ne? Genau. Ich erzähle noch mal eine ganz kurze Geschichte aus der Kabine. Und zwar, ich habe eine echt, echt haarsträubende Geschichte gehört. Wir haben auch letztes Mal erzählt, dass es ja schon vorkommen soll. Dass der ein oder andere Ehe in den Kabinenpersonal gibt, zwischen den Kabinenpersonalen, zwischen Cockpitpersonalen und sogar sozusagen interracial zwischen Cockpit und Kabine.
00:30:44Speaker 1 Das haben wir erzählt. Ja, soll vorkommen. Es passiert ja auch leider, leider, leider ist es so, oder es ist eigentlich völlig normal, dass solche Ehen auch wieder auseinandergehen. Das kommt leider auch vor, ja. Genau, und ich habe jetzt eine Geschichte gehört, die habe eine gute Freundin erzählt, da bin ich fast aus dem Wolken gefallen. Und zwar Die beiden haben sich getrennt, das war Cockpit und Kabine. Sie hatte als Frau die Kinder bei sich sozusagen und ihm ging es darum
00:31:14Speaker 1 das Sorgerecht für die Kinder zu bekommen. Ist ja oft so, ne? Streit oder wer mehr von den Kindern hat. Und er hat immer argumentiert, sie kann sich ja gar nicht um die Kinder richtig kümmern, weil sie immer so viel weg sein muss und arbeiten muss. Tja, das ist halt, du bist alleine ziehen, hast zwei Kinder, hast Schulbegleiter, das Leben kann echt hart sein. Und sie hat sich immer gewundert, dann, wenn das wirklich ganz kritisch war dass zum Beispiel zu Weihnachten oder wenn besondere Termine waren, Konfirmationen oder sowas, dann hat die sie, wie wir das nennen, ihren Request platziert, also ihren Wunschflug.
00:31:46Speaker 1 Und sie war schon recht Senioritätsstark, hat sich auch darauf hin vorbereitet, sodass sie diesen Flug bekommen hat. Und sie war Nummer eins oder zwei an der Stelle und hat sich gefreut, dass denn Weihnachten und irgendwas gesichert war, dass sie, wenn sie zu Hause kam von der Tour, dann Naja, auf jeden Fall kam dann die Planveröffentlichung und die Tour war raus und sie flog dann an irgendwelchen Dreck, sag ich mal so, entschuldigung, es gibt auch unter Flieger nicht nur Ziele wie Buenos Aires vier Tage frei, sondern auch zum Beispiel ein TAFRI in Teheran. Das möchte man als Frau nicht so gerne haben, sag ich mal so, oder Chiyad oder irgendwie sowas.
00:32:19Speaker 1 Und das ist ja mehrfach passiert, dass sie Alles war schön und dann kam der Plan raus und es war alles scheiße und zwar so, dass es also wirklich eine Katastrophe war. Und irgendwann hatte sie auch die Schnauze voll und ist ja mal hingegangen und im Plan, nachdem sie einen erwischt hat, sag mal: Wieso ist das so? Wieso kriege ich hier, wieso ist das so? Und der guckte sie an und sagt: Ja, aber ihr Stellvertreter hat das doch, hat doch für sie die Tour gequestet. Das muss man nämlich ausholen, du kannst dir gegenseitig Freigaben geben innerhalb des Flugpersonals.
00:32:51Speaker 1 Weißt du, das gibt auch Freundschaften, dass du, also nicht nur Ehe, nur Freundschaften, dass du sagen kannst, pass mal auf, ich bin gerade unterwegs, kannst du mal für mich meinen Plan angucken? Kannst du mal für mich mal gucken, wann ich frei habe? Kannst du für mich mal eine Tour in meinen Request tun? So, und sie, ihr Mann, hatte irgendwann mal während der Ehe eine Stellvertreterfunktion freigeschaltet, sodass er die für seine Frau requesten konnte. Sie hatte das nicht gewusst. Und er hat hier ab und zu heimlich, als der Volk war, hatte ihren ganzen Plan und alles Urlaub alles zerhauen gehabt.
00:33:24Speaker 1 Also das ist. . Ah, pfui. Das ist nicht fui, das ist so was Hinterhältiges. Das ist also wirklich, also Leute, wenn ihr euch scheinen lasst, bitte macht das eine ehrliche Sache, trotzdem Sache. Als wenn du erst deinen Chef anrufst und ja, also naja, auf jeden Fall, sie fiel aus allen Wolken, sie wusste das gar nicht, sie wusste auch gar nicht, dass es sowas gibt, weil sie hat es nie gebraucht, hat sich nicht darum gekümmert. Und dann habe ich gesagt, aber ihr Stellvertreter war das, und das war der Mann.
00:33:55Speaker 1 Heimlich reingehauen heimlich reingehauen. Nee, die waren da noch in der Prozess da einmal. Acht Jahre hat das gedauert, bis die Sache durch war. Nebenbei. Ach ja, das sind also interne Geschichten. Also fiese Geschichte, keine gute Geschichte. Ich würde sagen, wir erinnern nochmal an den 21.
Speaker 2 September. Genau.
Speaker 1 40 Leute können wir ne 30 Leute haben angemeldet, habe ich schon gehört. Ach, sehr schön. Das freut mich. Wir kriegen Besuch aus England. Der Nick von den Airline Pilot Guy, der kommt auf jeden Fall.
00:34:29Speaker 1 Ich habe frei, Olli hat frei, vielleicht kommt noch so andere Leute aus Berlin, ein bekannter, den ich auch endlich mal sehen wollte, der kommt auch vorbei. Also es wäre bestimmt eine witzige Sache. Vielleicht hat der eine oder andere noch Zeit und kommt dazu.
Speaker 2 Genau, und wenn ihr dazu oder zu irgendwelchen anderen Sachen Fragen habt, Kontakt oder Feedback und so weiter, ihr wisst fragen. comflywithus. de per E-Mail oder Ich nein, Steffen, ich fordere dich nicht heraus. Bei Twitter frag CFW, also frag Charlie Foxroth Whisky Uniform.
Speaker 1 Das kannst du auch nur deshalb so gut aussprechen, weil ich das in den Shownotes jetzt ja endlich mal groß ausgeschrieben habe, richtig?
00:35:03Speaker 2 Nein. Und da hat er es falsch geschrieben, das musste ich noch korrigieren. Ach du Scheiße. Okay.
Speaker 1 Okay, na gut. Okay. Ja, Jungs, mach das. Achso, eine Frage habe ich noch. Ich habe einen neuen Grund gefunden, weshalb du lieber First Class fliegen sollst. Und auch für, das geht natürlich für alle. Weißt du welcher?
Speaker 2 Jetzt kommt's.
Speaker 1 Das Klopapier ist weicher als in der Business Class.
Speaker 2 Oh mein Gott.
Speaker 3 Die haben eigenes Klopapier. Mit diesen Vorstellungen verabschieden wir uns und wünschen euch einen schönen Abend noch.
00:35:33Speaker 3 Macht's gut, bis bald. Okay, ciao.