Folge #23 · 12.02.2020 · Dauer 00:53:43

CFWU 23 – Uniformpflicht für Kindergartenkinder!

3 Funde Original-Episode auf comeflywithus.de →

Olli und Steffen unterhalten sich über die Letzten Regeln zum Corona Virus, die Paranoia. Behandeln Eure Frage zum Thema Fliegerische Karriere, die ersten eignen Passagieransagen, eine Diversion einer B767 zurück nach Madrid kommentieren stürmische Anflüge.

Kapitel (11)
  1. 00:00:00 Begrüssung
  2. 00:01:57 Einfluss der Corana Virus auf die Operation
  3. 00:10:15 Frage von @WoifeL: Frachter als EVAC Flieger
  4. 00:14:31 Fragen von Heiko zur Ausbildung
  5. 00:19:30 Frage von Lars über Cockpit Hierarchen
  6. 00:23:58 Diverse Frage von Maximilian P.
  7. 00:35:22 Fabian zu Flug AirCanada B767 ex MAD
  8. 00:40:52 Sturm Sabine und die Frage von @snoopersen
  9. 00:46:03 Landing Overran von Caspian, Pegasus, Iran Air
  10. 00:49:23 Letzter Flug von Steffen, VV an Bord
  11. 00:52:36 Eure Fragen oder Feedback

Vertagte Themen (3)

Links (9)

Transkript

00:00:00Speaker 1 Guten Morgen, Olli. Hallo und guten Morgen, Steffen. Ich finde das ja schon echt schlau von dir. Ich schlau, das passt zusammen. Das passt zusammen, weil das letzte Mal haben wir abends gepodcastet und da war ich doch so sackmüde. Und jetzt hast du gesagt, jetzt machen wir das einfach morgens.

Speaker 2 Und wir sind doch zwei Menschen, die im Jetlag zu Hause sind. Das heißt, wir sind jetzt nicht müde? Das ist ein anderes Thema.

00:00:31Speaker 2 Ah, okay. Aber ich bin in der Tat wirklich frisch und aufgestanden, aufgewacht, fühle mich wohl gemut. wollte mal versuchen, ein bisschen langsamer zu reden, weil ich habe mal, und ich muss ja ab und zu mal in der eigenen Folge nachhören, weil ich mal gucke, was habe ich denn dazu gesagt. Und Da fällt mir auf, also ich selber kann mich ja wie gesagt nicht schneller hören, wie ich sonst andere Leute, andere Podcasts höre. Deswegen spreche ich jetzt mal langsam. Wenn ich langsam spreche, habe ich wahrscheinlich ganz viele Versprecher drin. Also man möge mir verzeihen.

00:01:03Speaker 1 Also wenn ich langsam spreche, man möge mir verzeihen. Dann ging es wieder los. Okay. Alles gut. Ja. Ich ärgere mich gerade so ein bisschen, dass ich mir noch keinen Kaffee gemacht habe jetzt vor der Aufnahme und ich glaube, jetzt hänge ich hier erstmal fest. Naja, halb so wild.

Speaker 2 Ja, das muss jetzt durch. Das ist wie. merken, man hat die Science zur Landung angestellt, es geht gleich runter und man müsste eigentlich nochmal auf Toilette gehen. Jetzt muss man da durch.

Speaker 1 Das sind Probleme, die kenne ich in meinem Alltag nicht.

00:01:34Speaker 2 Das sind die typischen Fliegerprobleme, oder nicht? Da hat man vorher zu viel Kaffee getrunken und dann jetzt gleiten wir schon wieder zum Abschluss zurück. Wie geht's dir? Was machst du denn gerade?

Speaker 1 Ich podcaste gerade mit dir. Das ist ja super. Wo bist du? Ähm, tatsächlich bin ich in Frankfurt. Ich habe heute nochmal Simulator. Und genau, deswegen bin ich schon mal hier.

Speaker 2 Ich bin ja zu Hause. Ich hätte unter anderem in China sein sollen und diese Flüge wurden aus bekannten Gründen, also die sind nicht nur mir, sondern ich glaube der Welt, sehr gut bekannt mittlerweile.

00:02:07Speaker 2 Wir reden nämlich hier vom 12. Februar 2020, die The Age of Coronavirus, und dementsprechend fliege ich nicht nach China, sondern habe Bereitschaft oder eine Reserve sozusagen und sitze zu Hause. Kein schöner Zustand. Also schön zu Hause zu sein. Aber dass die ganzen Flüge nicht gehen, ist natürlich auch für mich als Pilot mein Herz und so. Ich fliege ja gerne echt irgendwie ein bisschen doof.

Speaker 1 Steffen, wärst du zu Fracht gekommen, dürftest du jetzt nach China fliegen?

00:02:37Speaker 2 Ich habe gehört, ihr habt echt viel zu tun.

Speaker 1 Ja, tatsächlich. Also ja, wir fliegen auch nach China. Und man muss aber dazu sagen, dass das eine ganz andere Gefährdung ist als bei euch. Auf dem Passagierflieger, ich habe da zig hundert Leute, die Kabinenluft wird umgewälzt. Du weißt dich, woher kommen die Leute, woher gehen sie, wohin gehen sie? Und das ist natürlich eine schwierige Sache, da jetzt zu sagen. Da ist es sicher, auch für die Kolleginnen und Kollegen in der Kabine zu arbeiten.

00:03:08Speaker 1 Bei uns auf dem Frachter, da kommt ja sonst eigentlich niemand an Bord.

Speaker 2 Also lass mich nochmal, also eure Luft wird nicht umgewälzt, ihr macht die Cockpitüren zu, esst ganz viel Chili Konkane und seid damit geschützt.

Speaker 1 Naja gut, dieses Chili mit dem Bohnen ist ein anderes Thema, aber nein tatsächlich, also wir fliegen noch nach China, steigen dort aber nicht aus, sondern drehen dann quasi sofort wieder um. Und von daher haben wir de facto keinen richtigen Kontakt da mit den Leuten.

00:03:41Speaker 2 Aber sowieso, also ich glaube, wenn ihr. Was, die fliegt ihr eigentlich in Uniform? Wie war das? Oder zivil?

Speaker 1 Also es gab mal Kollegen, die dann im Reiseflug ihren Jogginganzug rausgeholt haben, aber offiziell fliegen wir schon in Uniform. Man kann ja auch keine erklären, warum, aber ja doch.

Speaker 2 Weil, also so ein Uniform schützt ja vor Viren, das weißt du.

Speaker 1 Stimmt habe ich gehört. Erzähl mal was, Steffen, was war das?

Speaker 2 Also wie war das? Die letzte Regelung war ja, wenn du aus China kommst, darfst du ja oder auch teilweise nur ganz kurz gelandet bin, und das gilt übrigens auch für Frachter, also auch für Leute, die nur hin

00:04:15Speaker 2 Und gleich wieder zurückfliegen, so als Shuttle von von woher? Die dürfen in viele Länder nicht einreisen in den nächsten zwei Wochen, wegen der Inkubationszeit. Man weiß nicht, ob sie den Virus irgendwie aufgenommen haben. Und das heißt, du dürftest also praktisch, als wenn du beruflich aus China kommst, als mal wegen so Geschäftsreisender, danach anschließend nicht gleich nach Amerika fliegen. Du müsstest zwei Wochen warten. Außer du bist ein Crew-Mitglied und hast eine Uniform an.

00:04:48Speaker 2 Also ich schätze mal, als Crew-Mitglied hat man eine Uniform rein, weil diese aus dieser Regelung. gilt nur, aber bei sehr vielen Ländern nur für Passagiere. Als Crew kannst du gleich weiterfliegen. Die sind ja immun, sozusagen. Genau. Wusstest du das?

Speaker 1 Echte Helden der Luftfahrt werden nicht Corona-krank.

Speaker 2 Genau, genau. Also ist natürlich ein bisschen absurd, aber klar, wahrscheinlich bricht sonst die ganze Luftfahrt komplett zusammen. Ich meine, das ist jetzt schon für so eine Firma verdammt anstrengend. Also ich Glaube, auch du als Frachterjungs darfst nicht mehr in Tel Aviv anreisen, wenn du so einen China-Shuttle geflogen hast.

00:05:20Speaker 2 Also nicht, dass man da jetzt in die Verlegenheit kommt, da gleich wieder hinzukommen, aber selbst als Crew Da gibt es einige Länder, die sagen, auch als Gruh darfst du nicht mehr rein.

Speaker 1 Okay, tatsächlich frage ich mich ja, wie können die das nachprüfen? Also du stehst da bei der Einreise im Land XY, die fragen dich, waren sie in den letzten zwei Jahren zwei Wochen in China? Und du sagst, nö, okay, dann können sie rein. Das ist so ein bisschen zur Kreuzigung hier entlang. Nee, ich wurde freigesprochen, Wein und Scherz, du kennst das ja.

Speaker 2 Ja, aber als normaler Gast hast du ja einen Stempel.

00:05:53Speaker 2 Im Pass, ne? Also ich meine, daran kann man das sehen. Also ich glaube, es gibt wenige Länder, die dich nicht mehr stempeln. Aber als Krug riechst du ja oft oder ganz selten nur noch ein Stempel in deinem Pass. Und dementsprechend, ja, hast du recht natürlich, könntest du sagen, nö, ich war nicht da. Aber ganz ehrlich, würdest du so einen amerikanischen Grenzbeamten da anflunkern und nicht mal für dich, sondern nur für deine Firma? Würdest du das machen?

Speaker 1 Ich glaube nicht. Wobei, ja, das ist Einreisen in den USA ist ja eh so ein ganz eigenes Kapitel.

00:06:25Speaker 2 Ja, aber trotzdem, also ich habe da diverse Freunde, da waren Probleme mit Studentenvisa und so, also für ihre Kinder und so, und ein falsches Häkchen gemacht und dann ein zweiter Versuch, wieder falsches Häkchen und dann hieß es: Ja, kommen Sie in zwei Jahren nochmal wieder. Also da kannst du ganze Zukunftspläne kaputt machen durch sowas.

Speaker 1 Ja, also das geht auch anders. Die haben vor zig Jahren die Amis einen Datenbankfehler gehabt, wo sie irgendwie mal ein paar Datensätze durcheinander geschmissen haben. Meiner war mit dabei und das Problem an der ganzen Sache war, dass, ja, was soll ich sagen?

00:07:01Speaker 1 meinen Datensatz nicht mehr mit meinen Fingerabdrücken übereinstimmte. Das heißt, bei jeder Einreise in die USA ist da die rote Lampe angegangen mit, das ist nicht der Herr sowieso, sondern irgendwer anderes.

Speaker 2 Das ist der gleiche Mensch mit einem anderen Name. Genau.

Speaker 1 Das Problem ist, die Amerikaner haben da ja so eine gewisse Art mit umzugehen. Von entspannt locker bis. Ich muss mich an das Gesetz halten und denke nicht drüber nach. Und also ein Beamter erzählte dann, also da wusste ich halt schon, was Sache war.

00:07:32Speaker 1 Die ersten Male wusste ich ja gar nicht, was war. Die haben mir auch nichts gesagt, mich nur in so einem. Hintertürchen da mitgenommen. Ich war ja natürlich als Crew in Uniform, daher waren sie halbwegs freundlich zu mir. Aber das war erstmal für die Aufregung. Irgendein Einreisebeamte meinte dann, als ich ihm darauf hinwies, dass es da so eine Datenpanne gab, wo mein Datensatz mit betroffen war, sagte, ja, das würde er glauben. Er würde auch nicht vermuten, dass ich 25 Vornamen hätte, die da angezeigt werden. Worauf ich dann gleich sagte, oh cool, welche denn? Und wirklich eine Sekunde auf die andere, I'm not allowed to tell you.

00:08:05Speaker 1 Ja, ja, klar.

Speaker 2 Ja, ja, das ist so. Das ist so typisch. Also ich kenne einige Kollegen bei uns in der Kabine, die sagen manchmal schon. Ich habe leider dummerweise genau den exakten gleichen Namen wie ein Afghanen oder ein Iraner mit einem sehr gesuchten Namen. Ich empfehle, ich gehe als erster durch die Immigration durch, so komme ich halbwegs pünktlich mit euch dann nachher irgendwann vielleicht am Bus an. Solche Leute gibt es, ne? Auf der anderen Seite ist es auch schön, wenn du sagst, solche Datenbankfehler, ich habe das schon, glaube ich, erzählt, wenn man in, wenn ich in Los Angeles einreise und gehe auf den freundlichen Grenzbeamten zu, da lacht er mich schon an, guckt mich an und sagt,

00:08:46Speaker 2 Hi Steffen, wie geht's dir? Weil die Kamera hat mein Gesicht erkannt und dann guckt er noch, stimmt das in seinen Daten überein? Ich brauche noch nicht mal einen Pass vorzeigen und reise ein. Ist das nicht schön?

Speaker 1 Und ich dachte, 1984 von George Orwell war eine Warnung und keine Gebrauchsanweisung.

Speaker 2 Ja, ja. Aber ich meine Also da kann man natürlich auch paranoid werden bei sowas. Man muss es einfach nur runterschlucken. Aber apropos Paronit, meine Planin hat mir erzählt, die hatte ein Ein Kollegen, Cockpitkollegen, einen ersten Offizier, der den haben der Kindergarten angerufen und hat gesagt: Sie sind doch Pilot, Sie fliegen doch weltweit, Sie mögen bitte Ihr Kind aus dem Kindergarten nehmen wegen Corona.

00:09:29Speaker 2 Ich meine, da denkst du, Leute, seid ihr verrückt oder was? Also, da haben wahrscheinlich die ganzen Eltern im Elternrat zusammengesessen, haben mal so ein bisschen Helikopter oder Rasenmäher. Rasenmähereltern sind ich glaube ich, das ist das neue Wort. Rasenmähereltern? Das sind diejenigen, die nicht um das Kind rumfliegen und es beschützen, sondern die halt schon einen Hekt davor alles plattmähen, was Gefahr ist, sodass das Kind gar nicht erst nur über eine glückliche Wiese springen kann. Wie schön. Ja, ja. Apropos Fragen, ich habe da eine Frage von Ed Wäufel bekommen.

00:10:01Speaker 2 Eine schöne Überleitung.

Speaker 1 Eine schöne Überleitung, Steffen. Aber denke daran, wir haben Feedback bekommen. Neues Thema, Fragen. So, jetzt kannst du ja den Tag.

Speaker 2 Fragen. Nein, nein, nein, das haben wir ja schon ausreviert. Das musst du nicht machen. Aber, nee, das, und zwar von Adweufel, das hängt mit unserem Thema zusammen und zwar. Wurden ja sehr viele Leute jetzt mit Ewak-Flügen aus ihren Ländern rausgebracht. Da gibt es ja tolle Bilder an die Leute angezogen mit Virenmaskenschutz. Also eigentlich, wobei ich habe mich um Arzt unterhalten, eigentlich müsstest du so einen Ebola-Anzug anziehen, denn dann bist du richtig geschützt.

00:10:33Speaker 2 Aber auch mit Frachtern wurden die Leute aus den aus Wuhan in die USA zurückgeflogen und so. Die Frage von Ed Wäufel war: Wie geht denn das? Haben die da Sitze drinnen? Anschnallen, Sauerstoffmassen, gibt es da genügend Toiletten? Wie macht man das als? Was macht ihr da mit solchen, wenn ihr mal so Self-Loading-Cargo habt?

Speaker 1 Also wir hatten das tatsächlich noch nicht. Ich weiß, dass es bei einer ehemals deutschen Fracht Airline, die haben auch Jungos benutzt und die hatten irgendwie Probleme bei dem Einflieger mit der Toilette.

00:11:03Speaker 1 Da haben sie eine Palette, also eine normale Ladepalette genommen und halt ein Dixie-Klo drauf gegurtet.

Speaker 2 Ach, schön.

Speaker 1 Oh, okay. Hoffen wir nur, dass keine Turbulenzen kommen. Jeder, der auf dem Festival mal war und das Spiel mit dem Dixie-Kloss kennt, kann sich den Rest denken. Anschnallen auch da sieht man auf den Fotos ganz gut. Da sind diese Paletten, das sind so Alu-Paletten, sieht aus wie eine große Alu-Platte, und da sind dann halt die Sitze einfach fest drauf montiert.

00:11:33Speaker 1 Sauerstoffmasken ist eine gute Frage. Habe ich ehrlich gesagt noch nie drüber nachgedacht, aber irgendwas muss da ja sein. Das heißt, entweder portable Flaschen, ja, wahrscheinlich irgendwie sowas.

Speaker 2 Ich weiß gar nicht, ich bin jetzt gerade mal ganz hektisch, diesen Link zu öffnen. War da Bilder mit dabei?

Speaker 1 Ja, das beste Bild ist eigentlich das letzte. Ah, okay. Da war irgendwo, ach so, der Face Flight Rader der Link, aber es gab so ein Bild von so einem Wohan USA Evakuierungsflug. Und auf dem letzten Foto hast du quasi die Flugbegleiter, die sie da mit Ganzkörperanzügen, Schutzbrillen und Masken posen.

00:12:10Speaker 1 Und der eine zeigt ihm so mit zwei Fingern hinten die Hasenohren. Das finde ich eigentlich doch am witzigsten, das Foto.

Speaker 2 Das musst du mir gleich mal irgendwie schicken, damit ich das hier reinfügen kann. Also, ich habe da, wie gesagt, keine Ahnung davon, aber ich schätze mal, wenn du auf. Ich bin ja auch mal Fracht geflogen. Wusstest du das?

Speaker 1 Nachtpost.

Speaker 2 Nee, Fracht. Und zwar, wir hatten von 2000 bis 2005 bei uns in der Firma sogenannte Quick Change-Flieger.

00:12:41Speaker 2 Die haben 3-7 mit so einer großen, breiten Heckklappe. Und das war ein Prinzip Passagiermaschinen, aber denen waren die Sitze allerdings auf Paletten montiert und man konnte dann die ganzen Sitze so palettenweise rausschieben. Dann kam Fracht rein und Genau, und wenn die Reise wieder zu Ende war mit der Fracht, dann wurden die Sitze wieder reingeschoben, die große Klappe wieder zugemacht und dann konnte man mit Passagieren fliegen. Also nachts Fracht, tagsüber Passagiere, das war aber der Flieger war nicht beliebt bei den Gästen. Weil wegen dieser große Tür war laut, wenn man da saß, es war kühler und diese Paletten saßen, die hatten so einen Bump drin, das heißt, die Kollegen sind oft mit dem Wagen da hängen geblieben und die Dinger sind ausgekippt und all sowas.

00:13:21Speaker 2 Also es war nicht so doll. Ja, okay. Aber Toiletten waren ja fest eingebaut. Das war ja also das Heck und also vorne und hinten waren das Passagier mit Toiletten und Galli und alles, was dazugehört. Ah ja, okay.

Speaker 1 Ja, guck. Nee, aber um nochmal die Frage abschließend zu beantworten, ich denke, die werden da schon entsprechende Vorrichtungen haben. Statt fest installierte Sauerstoffsysteme, wie bei Passagiermaschinen, kann man ja auch prinzipiell Sauerstoffflaschen benutzen mit Masken. Ist tatsächlich bei Frachtflugzeugen, also bei normaler Fracht, so, wenn man Pferde dabei hat, dann müssen die Frachtbitleiter ja hinten in den Frachtraum, um nach den Pferden zu schauen.

00:13:57Speaker 1 Und ja, wenn da was ist, dann müssen die auch natürlich eine Sauerstoffflasche mitnehmen. Die müssen sich umhängen, weil bei einer Dekompression würden die natürlich da hinten nichts bekommen.

Speaker 2 Klar, ja. Und Pferde sind ja teilweise teurer als die Frachtbegleiter selber.

Speaker 1 Das ist ohne Frage richtig, ja.

Speaker 2 Ja.

Speaker 1 Also mein Ja, mein Rekordpferd kostete Marktwert zwölf Millionen Euro.

Speaker 2 Ja, ach wie schön. Ich glaube, jetzt wären wir zynisch.

00:14:28Speaker 2 Lasst uns doch mal zum nächsten Thema gehen.

Speaker 1 Heiko fragt. Ja. Sagt. Schreibt. Moin Steffen, moin Olli. Erstmal danke für euren tollen Podcast. Danke Heiko. Freue mich jedes Mal, wenn ich euch im Podcatcher sehe. Zu meiner Frage, könnt ihr mal ein wenig über euren Ausbildungsweg erzählen? Gerne auch mit ein paar Anekdoten aus dem Pläkästchen. Insbesondere würde mich auch interessieren, wie ihr die Zeit in der Flugschule in den USA erlebt habt, sofern ihr dort wart. Danke und liebe Grüße. Ja. Oh. Ausbildungsblick.

00:14:58Speaker 2 Steffen. Ich bin nicht mehr repräsentativ. Ich war in the Golden Age of Aviation, bin ich geboren worden. Das war Mitte der 80er, ging ich hin. Habe diese ganzen Test bestanden, für die musste ich noch nicht mal bezahlen. Ging denn hin zur Flugschule 1900, oh Gott, wann war das? 87 fing ich da.

Speaker 1 Das war kurz nach dem Gebrüder am Ride, oder?

Speaker 2 Genau, so kurz danach, also da war doch noch nicht mehr Benzin, wir flogen alles noch mit so Gummibandflugzeugen. Und ja, und ich habe sogar noch BAföG bekommen, also BAföG bekommt man noch, aber ich habe BAföG bekommen

00:15:34Speaker 2 Und mir wurde auch ein Teil der Dinger dann der Kosten da erstattet. Diese Kosten waren in Mark 35. 000 Mark. Okay, damals war eine Mark auch mehr. Aber das sind ganz andere Dimensionen und das ging so in einem. Ich hatte keine Wartezeit dazwischen. Ich war zweimal in Amerika, sind wir hingereist. Wir hatten als Status Business Class, um da hinzukommen. Wir hatten so eine Metall- und wir hatten sogar noch in Phoenix selber von der Flugschule gestellt ein Ein großes Gemeinsam alles Auto pro Lehrgang.

00:16:05Speaker 2 Das war das gibt's alles gar nicht mehr. Also ich kann nicht viel darüber erzählen, außer. Ich war gestopft, wahrscheinlich aus Sicht der jungen Menschen bin ich immer noch gestopft und das puh Anekdoten gibt es da viele Geschichten von Leuten, die am falschen Flughäfen gelandet sind oder die gesagt haben: hier ich Ich bin downwind, ich bin final und der Stat Tower gesagt, ja wo denn ich seh dich nicht, und dann hat er irgendwann gemerkt, ach so. Nee, das ist der andere Flughafen, fünf Meilen weiter, Entschuldigung. Und wieder durchgestartet.

00:16:36Speaker 2 Und solche Geschichten, ich glaube, ich müsste da mal in meinem Flugbuch durchblättern. Dann könnte man so einige Sachen zusammentun. Es gab bei Teamflights, also wo man dann mit zwei Kollegen zusammen, also zwei aus meinem Lehrgang zusammengeflogen ist, gab es natürlich auch viele, die echt ein bisschen Quatsch gemacht haben. Und Ein Klassiker ist zum Beispiel, dass man einen Außerchorn hat, der sich an die Regeln hält. Da gibt es ja immer irgendeinen, der so sehr korrekt ist. Und der hat dann alle Barographen bekommen.

00:17:07Speaker 2 Weißt du, was ein Barografen ist?

Speaker 1 Durch Segelfliegen kenne ich das, ja.

Speaker 2 Genau, also so ein Gerät, was aufzeichnet, wie hoch und tief du geflogen bist. Und der hat alle Barographen bekommen auf so einem Teamflight. Das heißt, sein Flugprofil war toll, während die anderen natürlich Blödsinn betrieben haben. Also, dass sie nicht wie im Flugplan angegeben, also im WFA-Flugplan angegeben in 5000 Flug. den 5000 Fuß, den Flug gemacht haben, sondern zum Beispiel deutlich niedriger. Oder auch mal ab und zu mal die Schwerelosigkeit erzeugt haben im Flieger.

00:17:37Speaker 2 Das würde so ein Barografen natürlich alles Kriegen. Aber ich glaube, das wird heute alles nicht mehr gemacht. Nee, glaube ich auch nicht.

Speaker 1 Also das bei uns Lustigste war eigentlich, ich war auch in USA. Und wir hatten uns da ein Auto gekauft, das war Anfang der 2000er. Und wir haben das von, ja, ein paar Leuten gekauft, die da auch in der Flugschule waren, die dann halt abgereist sind. Und das waren, also das wurde halt immer weitergegeben, das Auto.

00:18:07Speaker 1 Das war eine entsprechend alte Karre. Und Die Vorvorbesitzer waren vier Frauen, Mädels, wie auch immer. Und in den USA hatten wir nur hinten das Kennzeichen drauf. Vorne kann man ja gar nichts dranhängen oder irgendwas man denn so will. Und die haben sich gedacht, auch vier Mädels, wir haben ein Auto, wir hängen uns als Kennzeichen Boys R Us da vorne rein. Jetzt kannst du hier schon denken, dass dieses Kennzeichen natürlich nie abmontiert wurde.

00:18:39Speaker 1 Und wir natürlich mit einem Boys Aras-Kennzeichen quasi durch die USA gefahren sind. Und an jeder Stelle, wo wir dann mit dem Auto zu viel zu fünft ausgestiegen sind, hat das immer für gewisse Irritationen gesorgt, sage ich mal, vorsichtig.

Speaker 2 Ja, Vorschläge. Vor allem, ihr wann nach Texas gefahren wurden, dann Wahrscheinlich wurde hier gar nicht mehr baby. Ja, ja, genau. Also, Heiko, man könnte das, glaube ich, stundenlang darüber erzählen und man müsste Gedanken zusammenkratzen.

00:19:14Speaker 2 Ich wage jetzt behaupten, das würde fast den Podcast, also unseren zeitlichen Rahmen sprengen heute, oder? Ja, ich glaube auch. Das meinst du? Aber es sind schöne Geschichten, aber ich gebe wieder recht, vielleicht kann man ab und zu mal eine einstrollen, so als Geschichten zum Abschluss oder irgendwie sowas.

Speaker 1 Ja, das stimmt. Weiter, der nächste Kommentar von Lars. Komm, ich lese den nochmal gerade mit vor. Mich würde interessieren, wie groß die Hierarchien im Cockpit tatsächlich noch sind. Ich dachte, nachdem gerade bei Asiatischen Airlines schon mehrere Flieger abgestürzt sind, weil der Pilot.

00:19:44Speaker 1 Pilot Mist gemacht hat. Alle anderen, die es auch bemerkt haben, sich aber aus Respekt niemand traute, dem Piloten auf den Fehler hinzuweisen, würde offene Kommunikation aktiv gefördert werden. Ist das nur in der Theorie so oder wird es auch gelebt?

Speaker 2 Also ich weiß nicht, wie das bei dir ist, aber da wo du sitzt, da lag früher meine Mitte.

Speaker 1 Und Piloten ist sowieso nur der Kapitän.

Speaker 2 Genau. Das andere sind die Flapboys, ne?

Speaker 1 Genau.

Speaker 2 Ja, genau. Haben wir das Thema behandelt oder hast du noch eine Frage?

Speaker 1 Nein, das hättest du jetzt anders sagen müssen.

00:20:15Speaker 1 Du hast ja keine weiteren Fragen mehr, oder?

Speaker 2 Oder? Oder wir sind ein gutes Team, nicht wahr?

Speaker 1 Genau. Team heißt doch toll, ein anderer macht's. Egal. Ernsthaft, Lars. Also ja, wie groß sind die Hierarchie in dem Cockpit? Ich glaube, das ist eine schwere Gradwanderung. Du musst ja einerseits als Kapitän hast du halt dann die endgültige Verantwortung. Und es gibt natürlich immer Themen, wo du dann oder Situationen, wo du im schlimmsten Fall sagen musst, nee, jetzt machen wir das aber so, wie ich das will.

00:20:47Speaker 2 Ja, genau. Also nicht immer werden alle Entscheidungen im Konsens gedrückt.

Speaker 1 Das heißt, du brauchst natürlich schon noch eine Hierarchie, die ist aber schon natürlich deutlich flacher, zumindest in Europa oder in Deutschland. als es jetzt vielleicht im Nahen Osten ist oder auch in Asien. Ich glaube, es ist für die Kulturen relativ schwer, das irgendwann umzusetzen, weil das halt so drin sitzt. Das ist ja so verankert bei den Leuten mit Hierarchien und na, ich glaube, das ist zum Teil sehr schwierig.

00:21:19Speaker 2 Es ist ja nicht nur Hierarchien, sondern das ist auch, also in gewissen China zum Beispiel, der Respekt vor den alten Leuten. Also das ist ja auch teilweise eine schöne Sache, die da läuft. Also dass man, dass man ältere Menschen auf die, auf die hört oder Deren Meinung mit einholt, aber wenn das natürlich im Cockpit, kann das irgendwie schlechter sein. Ich weiß, die Asiaten waren schlechter früher. Es gab viel mehr Unfälle. Gibt es eine große Airline, die befindet sich in Korea? Ich weiß nicht, wie die heißt.

00:21:49Speaker 2 Die hat also sehr große Probleme damit gehabt und die haben sich sehr viel Consulting und alles Mögliche betrieben und man sagt, die ganzen Airlines in der Art sind schon deutlich besser geworden, aber ich sage nicht, dass es generell dort kein Problem ist und ich sage auch nicht, dass es nicht immer noch Situationen auch in westlichen Cockpits geht. Aber ich glaube, die Schulung und alles, was da in den letzten Jahren reingeflossen sind, haben da sehr viel Gutes an Arbeit geleistet.

Speaker 1 Ja, und ich glaube, die Bandbreite ist ja überall.

00:22:19Speaker 1 Also natürlich Ist es auch in Deutschland vielleicht mal so, dass du da Leute hast, wo das besser harmoniert und schlechter harmoniert oder ein größeres Hierarchiegefälle ist oder auch ein flacheres? Das hängt einfach auch von den Leuten ab. Das sind halt auch Menschen. Klar, genau. Und ist natürlich auch ganz spannend. Also ich bin Ich bin ja kein Pilot, sondern nur Co-Pilot, wie man so schön sagt. Genau. Das darauf besteht. Ja, doch, ganz klar. Und ich schule ja auch zum Beispiel im Simulator.

00:22:52Speaker 1 Und das sage ich vorher immer den Kapitän, sein Netz zu den Co-Piloten, sie könnten irgendwann dein Ausbilder sein. Ja, das ist auch ein wahrer Schwung, alles schon passiert. Ist mir jetzt gerade neulich auch wieder passiert und da ist es weil ich die Leute halt schon kenne, kein Problem. Aber ich sag mal, wenn du jetzt jemanden hast, der als Co-Pilot und Ausbilder sehr, sehr stark ist, sag ich mal, und du hast einen schwachen Kapitän, kann es soweit gehen, dass die Hierarchie umgedreht wird und dann wird es natürlich auch gefährlich.

00:23:22Speaker 2 Ja, ja, klar, ja. Also ich denke mir, es gibt gute und schlechte Airlines bei diesem Thema. Westliche Airlines, amerikanische Airlines sind da relativ gut. Große Airlines sind besser als kleinere Airlines und wir haben doch noch so einen anderen Thread, aber den kann ich jetzt können wir nächstes Mal irgendwie rausholen. Da geht das um so Sprüche, die auf Twitter gelaufen sind, die kamen von Raid. My CRM, den, ich weiß nicht, Nikolaus on Twitter heißt er, glaube ich. Oder Nikolaus generell heißt er, da können wir dieses Mal irgendwie aufmachen.

00:23:54Speaker 2 Da können wir noch dazu ein bisschen was dazu hin. Genau. Nächste Frage. Nächste Frage. Nächste Frage. Ja, ich rede extra langsam, damit man meine Versprecher auch hört. Oder hatte ich das anders gesagt? Nee. Hatte ich anders gesagt, ist egal. Maximilian P. schreibt: Wieder mal spannende, interessante Folgen von euch. Auch wenn sie dieses Mal auch. Hysterisch sind hygienisch sensible Thema da.

00:24:25Speaker 2 Ich hoffe, dass Olli nicht müde aus dem Flieger kommt und du dich inzwischen ausgeschlafen hast. Speaking of fatigue Das Design des CACs ist ja, also Cockpit-Crew-Rest ist ja abhängig vom Muster. Beim A380 liest du quer zur Flugrichtung und bei der Triple längst dazu. Hat das einen Vorteil oder Nachteil gegenüber den jeweils anderen Fragezeichen?

Speaker 1 Soll man das erstmal beantworten, weil da kommt nämlich noch ein bisschen näher?

Speaker 2 Der hat diverse Fragen gestellt. Genau, also ich was hast, welche Crewres hast du schon genutzt?

00:24:57Speaker 1 Ich habe bisher, also dienstlich, immer nur längst geschlafen.

Speaker 2 Ich habe längs und quer geschlafen. Ich habe M340 quer geschlafen. Beziehungsweise ich habe es dort versucht, ich konnte es nicht. Das hängt so ein bisschen mit diesem leichten Gewackel des 340 aufgrund seiner Länge zusammen. Ich habe längs geschlafen, mal so an Bord und fand das gegenüber dem Querschlafen extrem angenehm. Also längs schlafen finde ich

00:25:28Speaker 3 Wesentlich angenehmer als quer.

Speaker 2 Jetzt grübelst du und sagst so, wie ist es jetzt beim jetzigen Muster? Der wackelt nicht so sehr. Der riecht deutlicher. Sollte ich ruhiger in der Luft und da stört mich das Querschlafen auch nicht mehr. Das Querschlafen hat einen hat den, weil der Flieger ja so leicht hin und her schwänzelt immer Und wenn du da ein bisschen dein Flüssigkeitsmanagement ein bisschen falsch machst, du hast so eine leicht feuchte, feuchte, sag ich schon, volle Blase, dann, oh Gott, meine Versprecher, ich glaube, ich muss schneller reden. Das hat gar nichts ganz weg. Dann

00:25:58Speaker 2 dann hast du das Gefühl, als wenn das so im Bauch immer so Tschaka tschaka so hin und her geht, ne? Während wenn du hin, wird es nur hin und her geschaukelt und während du. Also hoch und runter, dann Hochachse, das wackelt, dann wird das im, also ich mehr anderen Worten, ich würde persönlich sagen, längs ist besser als quer. Aber im 380 geht das alles, da ist alles prima.

Speaker 1 Okay, interessante Theorie. Nee, habe ich also noch nie drüber nachgedacht, ehrlich gesagt. Ich habe nur mal, mal überlegen, was habe ich denn ausgedreht? Das Crewrest vom Jumbo aber hinten, das habe ich einmal benutzen dürfen.

00:26:33Speaker 2 Ja, und da gibt es auch geteilte Meinung. Das ist auch, da ist da hinten, ganz hinten im Schwanz, oben unter der Decke drinnen, teilweise jetzt beim 400er. Und auch da, wenn das so leicht wackelt, die Leute können da alle nicht schlafen. Und ich habe es gerade von einer Kollegin gehört, die sind jetzt gerade nach Buenos Aires und es hat die ganze Zeit so gewackelt, dass sie alle im Crewrest sich an der Decke mit festgehalten haben, damit sie überhaupt noch da irgendwie im Bett bleiben. Ich meine, dann brauchst du auch, den liegst du da drin und genießt das Wackeln. Schlafen hat da nichts mehr. Ja. Genau.

Speaker 1 Nächste Frage von Maximilian.

00:27:05Speaker 2 Okay. Kennt ihr manche Lotsen in Frankfurt persönlich? Sicher gibt es markante Stimmen, oder? Und kennt man dann Marotten oder typische losens spezifisches Verhalten wieder? Ich kenne nur die Fluglotsin im Berlin Tower, die immer eine sehr bekannte Bestimmung hatte, die sehr stimmt, sehr tief gesprochen hat. Sehr, man könnte fast sagen, lassiv mit dir geredet hat und die auch Hitten immer dran, wenn man geantwortet hat, immer ein Wort, ich weiß, das habe ich vergessen, immer ein Wort Hitten dran gemacht hat.

00:27:44Speaker 2 Ich weiß nur, dass diese Stimme einem in den männlich sehr simpel gestricten Gehirn relativ viele Fantasien ausgelöst hat. Dass dieses Bild von den Leuten, die sie mal im Tower gesehen haben, Alter sich komplett leider nicht überdeckt hat Na, also das weiß ich nur. Und ja, also das kann das ist die Geschichte, kann ich Leute.

Speaker 1 Also ich habe das einmal in den USA erleben dürfen. Kleiner Flugplatz, sind wir hingeflogen, man funkt, man ruft rein und es kommt so eine

00:28:14Speaker 1 bezaubernde Frauenstimme, die einem sagt, Clea to Land und du denkst, das ist so, die sitzt da mit ihrem wallenden Haar, hat lässig das Mikrofon in der Hand. Dann stellst du den Flieger ab und gehst da auf den Tower und wollten uns das angucken und dann siehst du eine sehr wohlbeleibte, essliche Entschuldigung, damit da. Und dann denkst du eigentlich, nee, eigentlich die Illusion ist dann doch schöner gewesen.

00:28:44Speaker 2 Genau, deswegen, also wenn man so eine schöne Stimme am Funk hört, tut man sich den Gefallen und man geht da einfach nicht hin. Genau. Wobei das natürlich auch wieder gemein ist und für Chauvinismus pur. Und Entschuldigung, Leute, ich werfe eine Marke in Le. Mein Portemonnaie jetzt. Tobi Kassel.

Speaker 1 Ah, Steffen. Nee, aber tatsächlich in Frankfurt, weiß ich, ist immer einmal pro Jahr das Die machen einen Grillnachmittag und da ist jeder Pilot eingeladen, quasi unten beim Tower von Frankfurt.

00:29:15Speaker 1 Und dann kann man die auch persönlich kennenlernen und da sind ein paar sehr nette Kollegen auch dabei.

Speaker 2 Ja, ich kenne auch ein paar Hamburger und Kollegen und das ist alles okay.

Speaker 1 Also Lotsen-spezifisches Verhalten Wüsste ich jetzt nicht, also zumindest die Leute hier in Deutschland oder auch in Europa, die sind so professionell, dass da eigentlich kein spezifisches Verhalten zu merken ist oder so.

Speaker 2 Er berichtet hier weiter, dass ein Kollege von mir fliegt auch bei Norwegien 737 und sein Zwillingsbruder ist Abholschlotse in der Landa.

00:29:48Speaker 2 Er berichtet, dass das manchmal recht lustig ist, wenn man sich über den Funk hören tut.

Speaker 1 Ja, das kann mir gut vorstellen. Vor allem für die anderen, glaube ich. Dann denkst du irgendwann doch, der will dich doch irgendwie gerade jemand verarschen.

Speaker 2 Ja, die haben doch nicht die gleiche Stimme. Das bringt ja nicht. Also die hören sich ja unterschiedlicher an.

Speaker 1 Ja, wobei bei Zwillingen, also ich kenne Zwillinge, die haben eine erstaunlich ähnliche Stimme.

Speaker 2 Okay, naja, gut. Noch ein anderes Thema. Ihr beide fliegt bzw. seid ja mal als Passagiere geflogen. Olli Dubai beim Charterer.

00:30:21Speaker 2 Wart ihr bei ERS? Wart ihr bei eurer ersten Ansage aufgeregt? Und habt die vor dem Spiegel geübt oder gibt es sogar ein Training dazu?

Speaker 1 Also bei uns gab es kein Training mehr. Ich weiß, früher gab es das. Das einzige, was wir gesehen haben, ist dieses Monty Python-Video. Kennst du das oder ist das nur John Cleese? Ich weiß nicht, nur John Cleese.

Speaker 2 Ich weiß genau, was sie die Ansage machen, wo ein nachher alle rausgesprungen werden.

Speaker 1 Genau, das ist how to irritate people. Heißt das sehr alt, aber das ist sehr schön. Die beiden sitzen halt im Cockpit, langweilen sich, also völlig abwegig, und dann greift der eine zum Mikrofon und sagt ein Grund und Ruhe.

00:30:57Speaker 1 Meine Damen und Herren, es gibt keinen Grund zur Beunruhigung, das Licht. Das linke Triebwerk ist nicht am Brennen. Ja, genau.

Speaker 2 Ich habe da mal, entweder hatten wir das sogar, ich habe da mal einmal in den Show Nutzes mal einen Screenshot da reingetan von dem Ding. Das ist schon ganz schön. Also um mal ganz konkret, ich habe mir meine erste Aufsage, ich war tierisch nervös. Ich habe mir die aufgeschrieben und habe die einfach abgelesen. Sowas. Ich hatte, das hatte ich dann auch mal in verschiedenen Sprachen gemacht, auch in Türkisch hat mir meine Kollegin aufgeschrieben, habe ich eine türkische Ansage gemacht und sowas. Also klar, mittlerweile

00:31:28Speaker 2 rutscht das einem so raus und manchmal fängt man an und stellt fest, oh, ich hätte dir mal das überlegen sollen, was ich jetzt eigentlich sage. Und man ist natürlich schon mitten im Staffellauf und dann musst du zusehen, wie du das Ding zu Ende kriegst. Oder du fängst Deutsch an und dann willst du die geselbe Geschichte in Englisch erzählen und stellst fest, ups, ich weiß die Übersetzung dafür ja gar nicht. Ach, herrlich. Sehr schön. Sehr schön. Ja, ja, genau. Es gibt bei uns ein sogenanntes Mic Button-Seminar. Es gab man richtig als Seminar, mittlerweile ist das nur als Handbuch und da steht drauf welche Wörter man so am besten nicht benutzen soll und wie man die Sachen erklären soll, um das verständlich ist und was man vermeiden soll.

00:32:03Speaker 2 Also zum Beispiel, das sind so manchmal so banale psychologische Dinge, dass man das Wort Verspätung gar nicht mal erst im Mund nehmen soll, weil dann denken die Leute, ja, wir haben ja Verspätung, obwohl man die Verspätung, wo man gesagt hat, wir holen die Verspätung auf, wir sind pökling, das bleibt hängen, wir haben Verspätung. Was so solche kleinen psychologischen Dinger. Oder naja, unser FMS ist gerade abgestürzt, ist glaube ich auch nicht so gut.

Speaker 1 Zum Thema Abstürzen. Ich habe gestern so ein schönes Bild per WhatsApp bekommen. Siehst du so einen Passagier, der eine Flugbegleiterin fragt, wie oft stürzen Flugzeuge ab?

00:32:34Speaker 1 Und du siehst der Passagier völlig Angst im Gesicht und sagt die Flugbegleiterin einfach nur, ach. Die stößt nur einmal ab. Ja, wo sie recht, dann hat sie recht, oder? Das ist vielleicht auch eine Ansage, die man nicht unbedingt machen sollte.

Speaker 2 Ja, das stimmt. Das stimmt. Er hat noch weitergefragt. Bin mal Glaskow-Düsseldorf mit, oh, dürfen wir das nennen? Eurowings geflogen. Beim Anflug haben die offenbar das Gier ausgefahren, um zu bremsen. Spoiler waren auch draußen.

00:33:04Speaker 2 Dann haben sie es wieder eingefahren und sind wieder später regulär zur Landung wieder ausgefahren. Kennt ihr das Manöver oder war das einfach nur ein unkonventioneller Anflug von Piloten? Hast du sowas schon mal gehabt?

Speaker 1 Also, meine üblichen drei Probleme zu hoch, zu schnell, zu weit, ne? Aber

Speaker 2 Ja, genau.

Speaker 1 Also, ja, also bei kleineren Flugzeugen wie bei einem Eurowings-Pflicht irgendwie 320 Familie, bringt es natürlich schon was mit dem Fahrwerk zu bremsen, ob man das dann wieder ein und wieder ausfährt.

00:33:39Speaker 1 Gut, das kann man nicht beurteilen, in welcher Situation das da jetzt genau war. Ja, weiß ich nicht.

Speaker 2 Also ich Szenario, was ich erlebt hat, hallo XXX, können Sie jetzt schon reinkommen, auf die andere Bahn landen? Ja, können wir, okay, yeah, then here she er cleared for approach and then guckst du sagst okay, fünftausend Foot so hoch, aber da kriegen wir hin, ne? Fährst du Fahrwerk aus, fährst Landeklappen auf, machst du den Flieger ganz schmutzig und dir und dann segelst du da runter und sagst, oh nee, Tumulats, sorry, da ist noch was dazwischen gekommen, wir müssen sie wieder rausnehmen.

00:34:15Speaker 2 Doch auf die andere Bahn. Okay, dann fährst du wieder alles ein. Dann fliegst du nochmal fünf Minuten und dann fährst du regulär wie alles aus. Also sowas ist schon passiert. Das war kein Go-Round in dem Sinne, sondern das war praktisch einfach maximale Bremsung und dann festzustellen, ach nee, der Lotse hat sich dann verschätzt oder man selber hat sich auch verschätzt, auch das ist gekommen. Und dann heißt es dann okay, dann reduzieren wir ein bisschen wieder den Widerstand, machen den Lärm geringer und fahren wir jetzt wieder ein sollte das auch ein bisschen manchmal mit einer Ansage an die Gäste machen.

Speaker 1 Ja, das stimmt.

00:34:45Speaker 2 Das ist mir schon konkret passiert und nicht nur einmal.

Speaker 1 Ich dachte, Kapitäne machen keine. . Achso, Fehler.

Speaker 2 Ich war ja auch mal fehlerbehafter. Ah, okay, gut. Ich verstehe.

Speaker 1 Ja, alles klar. Vielen Dank, Maximilian.

Speaker 2 Müsste ich jetzt sagen Genau, ich wollte sagen, du müsstest jetzt sagen, du mich auch.

Speaker 1 Ja, ja. Ich sage mal ja, ja. Ja, Maximilian, Dankeschön und vielen Dank für die Grüße aus Nordschöping in Schweden.

Speaker 2 Ja, genau. Wollen wir noch die nächste Sache mitmachen?

00:35:16Speaker 1 Ja, die können wir noch schnell machen. Das Z ist so lang heute. Das ist echt.

Speaker 2 Ja, der Z ist echt lang. Und zwar da bupp. Genau, ich habe eine von Fabian, das kam via E-Mail, ich habe eine Frage zu dem Inzident der Air Canada 767 in Madrid. Kurz Zusammenfassung, da ist ein Flieger, der hatte ein Triebwerksproblem und der ist dann Ich lese mal vor, vielleicht erklärt das auch alles für alle Leute.

00:35:46Speaker 2 Ich habe mich gewundert, dass die vier Stunden lang Single Engine rumgeflogen sind. Ein Fuel-Dump hat offenbar nicht stattgefunden, sondern die Piloten haben gemütlich im Hulling den Tank leer geflogen. Zum Glück ist ja nie etwas passiert, also gibt der Erfolg dem Piloten recht. Ich würde gerne aber von eurer Einschätzung wissen, ob es nicht sinnvoll gewesen wäre, den Flieger so schnell wie möglich zu landen. Also, warum hat er nicht gedumpt?

Speaker 1 Ja, es gibt manche, ich habe es jetzt nicht nachgesehen, aber es gibt manche 767s, die können nicht dumpen.

Speaker 2 Ich glaube, die eigentlich die meisten. Also, das ist so ein Zusatzfeature, was nicht jeder eingebaut hat.

00:36:19Speaker 2 Kostet extra. Sondern das beim 330 A330 ganz genauso. Also die können gar nicht viel dummen. Die müssen, wenn sie ihr Gewicht reduzieren wollen, den Sprit ausfliegen.

Speaker 1 Ja.

Speaker 2 Ja, genau. Und das kann dann auch schon mal länger dauern. Aber er ist ja rumgeflogen. Er ist, du meinst jetzt wegen der Risikoeinschätzung, ob er vier Stunden lang mit Single Engine rumfliegen kann. Naja, also ich glaube, wenn der über der. Über dem Thai fliegt hat er sowieso eine E-Tops-Rating, also eine Extended Range Over Open Water oder wie heißt das?

00:36:54Speaker 2 Das heißt, der hat eine Zulassung Single Engine lange rumzufliegen und nicht den next suitable airport anzufliegen sozusagen und dementsprechend kann er dann sich das auch leisten, Single Engine rumzufliegen, um sein Gewicht zu reduzieren.

Speaker 1 Die Frage ist ja immer, warum ist das Triebwerk kaputt gegangen? Ich muss gestehen, ich weiß es jetzt nicht, was da genau die Ursache war. Aber wenn jetzt zum Beispiel kein Vogelschlag war oder sowas, das Triebwerk einfach so nur Materialversagen oder irgendwas anderes hatte, dann

00:37:25Speaker 1 Kann das andere ja weiterlaufen. Ich meine, das andere Triebwerk weiß ja nicht, dass das Gegenüberliegende kaputt gegangen ist. Wenn man jetzt zum Beispiel kontaminierten Sprit hat zum Beispiel, oder man hat einen. Vogelschlag, wo man jetzt ganz klar gesehen hat, das waren mehrere Vögel, dann glaube ich, würden die meisten sofort landen. Aber naja, man kann das Ganze ja so vom Risiko her bewerten und dann halt entsprechende Entscheidung treffen. Und das, äh, genau. Genau, und ich glaube, dass. Und was dazu kommt, man muss natürlich gucken, mit nur einem Triebwerk, klar kann man landen, aber was man ja auch immer bei der Landung sicherstellen muss, wenn ich aus irgendeinem Grund durchstar, dann muss ich ja über jedes Hindernis mit nur einem Triebwerk auch hinwegkommen.

00:38:04Speaker 1 Und das ist vielleicht auch nochmal so ein Punkt. Ich weiß jetzt nicht speziell in Madrid, der Platz liegt nicht sehr hoch, aber ein bisschen. Ich weiß nicht, wie viele Berge da im Abflugsektor sind. Muss man halt auch nochmal gucken. Also das sind halt alles so Sachen, die man überlegen muss. Wenn man über dem maximalen Landegewicht landet, also eine Overweight Landing macht, dann muss man ja auch gucken, dass man Am besten nicht ganz so hart in die Bahn reinfliegt, sonst hast du strukturelle Schäden im Flieger. Also das sind alles so Sachen, die man halt überlegen muss.

00:38:35Speaker 2 Genau. Also hier konkret kam ja noch was dazu. Das wurde bis jetzt im Text ja gar nicht erwähnt. Ich gebe dir recht natürlich, Madrid liegt höher, da sind Berge drum, also möglicherweise willst du aus einer Also erstmal, jeder Flieger kann mit seinem maximalen Startgewicht auch landen. Darf er. Das ist möglich. Dann hier konkret wäre es sinnvoll gewesen, vielleicht das Gewicht zu reduzieren. Also das Risiko eines Single Engine Fluges auf sich zu nehmen, um die Landing Performance zu verbessern, beziehungsweise die

00:39:06Speaker 2 Durchstart-Performance, wenn er dann wieder durchstarten sollte mit seinem einen Motorik, weil der Fliegerlicht ja äh, Madrid liegt ja hoch und ist meistens auch warm. Klar, Moment, ich muss mal ganz kurz. So, aber hier, das steht ja gar nicht drin, und zwar mir fällt das gerade ein, der hatte ja noch ein Reifenproblem. Ah, okay. Der hatte ein Reifenproblem, da hast du Reifen geplatzt. Da gibt es nämlich so Bilder, wo die noch ein Jet geordert haben, also einen Militärjet, der unten rangeflogen ist. Das ist zum Beispiel etwas, das kann man auch sagen, ist das eine schlaue Idee, das zu machen oder sowas, einen anderen Flieger an sich ranfliegen zu lassen, aber die meisten Amerikaner kommen vom Militär, die haben damit überhaupt kein Problem wahrscheinlich.

00:39:45Speaker 2 Und der ist ja ganz dicht drangeflogen, hat festgestellt, dass es an Reifen kaputt war. So, und jetzt hast du das Problem, dass du mit einem kaputten Reifen, das heißt einer fehlenden Bremse, und die ganzen anderen Gefahren, die dazu kommt, vielleicht wirklich dein Gewicht reduzieren möchtest. Und bevor du wieder landest. Weil das ist ein ganz konkreter Grund, wo das Risiko dann eines eines größeren Fahrwerkschadens, eines, eines reduzierter Bremsperformance, dass du die denn da das Risiko reduzieren wirst. Das heißt, jetzt da das Gewicht zu reduzieren, hier würde ich auch für sehr sinnvoll halten.

00:40:18Speaker 2 Ja, stimmt. Das steht ja gar nicht drin, das fällt mir gerade beim Lesen ein hier. Ich habe nämlich auch die Bilder dazu gesehen, dass sie nochmal das fotografiert haben von unten. Die kamen nämlich auch nochmal in die Öffentlichkeit, wie der kaputte Reifen da aussah. Mittlerweile, ich meine, du hast es auf, wir haben ja alle Sensoren, die zeigen, wenn der Luftdruck da weg ist. Also da kannst du eigentlich schon ziemlich genau davon ausgehen, was dich erwartet, wenn das passiert. Ja, das stimmt wohl, das ist richtig, ja. So, ich hoffe, damit haben wir die Frage so ein bisschen beantwortet. Ich denke schon.

00:40:49Speaker 1 Neues Kapitel.

Speaker 2 Ja oh, zwar so auf aktuelle Sachen einzugehen. Was hast du eigentlich zu Sabine? Also wir wurden jeweils von Snooperson zu Sabine befragt.

Speaker 1 Ach, das ist eigentlich eine ganz nette. Aber woher kennst du die? Okay, den Karl Lauer. Ja, was soll man sagen?

Speaker 2 Wir reden von Sturm Sabine, der jetzt gerade vor drei Tagen. über Europa gefähigt ist und tolle Videos wieder hinterlassen hat von Anflugvideos, wo die Leute da hin und her geschaukelt werden im Anflug.

00:41:23Speaker 2 Wie findest du denn das?

Speaker 1 Die Videos jetzt oder wenn man da selber drin sitzt?

Speaker 2 Ja, wenn du dabei Kaffee trinkst, willst du dabei noch Kaffee trinken? Das war die Frage von Snoberson. Kann man dabei noch Kaffee trinken?

Speaker 1 Also ist glaube ich, also ich habe zwar so einen Kaffeebecher, der verschließbar ist, so ein Thermobecher. Aber auch da kommt dann irgendwann bei ab einer bestimmten Turbulenz der Kaffee da auch rausgeflogen. Ja, also ich glaube, dann würde ich da keinen Kaffee mehr trinken. Dann würde ich mir den auf nach der Landung sozusagen verschieben. Aber Ja, braucht man es, findet man es toll.

00:41:54Speaker 1 Ja, also man hat natürlich einmal Limits vom Wind, die man einhalten muss. Jetzt war es natürlich so. Der Wind kam so aus südwestlicher Richtung, was für viele Flughäfen in Deutschland passend ist, weil die meisten Bahnen da auch so eine West-Südwest-Ausrichtung haben. Das heißt dann. Bitte?

Speaker 2 Das ist ja schon komischer Zukunft.

Speaker 1 Nee, ich sag's dir.

Speaker 2 Ja, komisch. Ja, also ich.

Speaker 1 Ja, und dann kann man ja schon Wenn man einen Wind mehr oder weniger von vorne hat, ist es schon mal viel einfacher, als wenn er natürlich direkt von der Seite kommt.

00:42:26Speaker 1 Und dann muss man halt einfach gucken, was geht und was nicht geht. Und ja, ich. Ich sage mal, ich brauche das nicht, um dann zu sagen, waren wir heute mal wieder geil, sondern es ist halt der Flugauftrag von A nach B zu fliegen und nicht unbedingt in C zu landen. Aber was nicht ist, ist nicht. Also ich meine, das sehe ich relativ nüchtern.

Speaker 2 Genau, also in der Falle ist es auch ein Flugauftrag, die Leute gessen oder die Fracht sicher und im Flugzeug sicher hinzubringen. Das heißt, wenn du merkst hier, das geht nicht, ähm dann geht es halt nicht.

00:42:57Speaker 2 Der Kaffee ist hoffentlich schlange ausgetrunken, weil der Service ja schlange eingestellt worden ist, zur Landung sowieso nicht. Das heißt, alle Tisch ist alles hochgeklappt und ich hoffe, dass die Gäste ihren Pappbecher, den sie in der Hand haben, auch dann mittlerweile schon ausgetrunken haben. Möglicherweise haben sie die auch wieder voll gemacht mittlerweile, aber dann nicht unbedingt einen Becher, vielleicht auch eine Tüte. Ich weiß es nicht. Man selber wird ja beim eigenen Autofahren eher weniger schlecht. Das heißt, uns vorne geht es eigentlich in der Regel gut, weil wir viel zu konzentriert sind bei der Sache. Und der Wind ist eigentlich nicht das Problem in der Regel. Und auch nicht unbedingt der Seitenwind, sondern die Wechselwinde, also die Turbulenzen und die Windscherung.

00:43:32Speaker 2 Das ist das, was uns irgendwie so ein bisschen zu Naja, also uns zu schaffen macht bei dem Anflug. Und ich habe das Gefühl, so ein großer Flieger, der ist nicht empfindlicher dagegen. Nein, im Gegenteil, also der wackelt weniger, aber da ist bei denen So eine Turbulenz, da ist da eben, äh, da ist eine Windscherung deutlicher zu spüren, weil das Flugzeug selber mit seiner Masse einfach durch die Windscherung, durch die Turbulenz durchfliegt, aber der Wind dann auf dem Flieger, auf den Sensoren eine große Scherung anzeigt, sodass man manchmal mit einem größeren Flieger mehr Probleme hat, als mit einem kleineren Flieger, bei irgendwo anzufliegen.

00:44:07Speaker 2 Es gibt auch Flughäfen Die sind selbst bei leichten Wind kaum noch einfliegbar, weil die extreme Turbulenz haben. Ja, das stimmt. Hier, Fundial zum Beispiel, ist so ein Platz, wo du nur mit Einweisung hin darfst. Innsbruck, wenn da der. Der Föhn weht, dann hast du spezielle Föhn-Procedures und da ist der Wind am Flughafen kaum, aber du wirst da so durchgeschüttelt, dass du da gar nicht erst versuchst hinzufliegen. Und wenn es nicht klappt, dann starten die Leute durch. Das ist ein Flugzeug. Also in der Luft ist es besser ausgehoben, als irgendwelche wilden Flugplätze da zu landen.

00:44:39Speaker 2 Ja, das stimmt. Sieht aber gut aus. Also man kann da schön tolle Bilder sehen. Vor allen Dingen, es war ein Bild dran. Da hast du denn, das habe ich auch kommentiert irgendwie bei Twitter, da siehst du in London, wie einer landet und rollt längst. Und da wurde, glaube ich, auch eine Frage gestellt bei Twitter zu, Rolltlängks. Und ich denke so, wieso fahren die Spoiler nicht aus? Das ist ja, also die Störklappen auf dem Traflex, ja, das ist ja komisch. Und so fünf Sekunden später siehst du dann, hebt er wieder ab.

00:45:09Speaker 2 Hat einen Touch and Go gemacht. Da wurde ich dann auch befragt so, also ich schätze mal, der bei der Landung haben sie gemerkt, irgendwas hat nicht geklappt oder sie waren zu weit in die Bahn reingeflogen oder sie bekamen da noch eine. eine Windscherung und haben den Durchstartvorgang eingeleitet, haben also Gashebel nach vorne geschoben, wollten wieder abheben, sind aber in der Zwischenzeit einfach gelandet. haben den Flieger auf der Bahn praktisch stabilisiert, aber waren praktisch, es war wie ein Startern in dem Moment und sind dann wieder abgehoben. Dann fahren die Störklappen natürlich gar nicht erst aus.

00:45:39Speaker 1 Und das ist dann der Punkt, wo wir dann wieder bei der Cockpit-Ansage sind, die Ansage dann zu machen, meine Damen und Herren, heute ist Happy Hour, zwei Landungen zum Preis von einer. Ist dann schlecht, ja.

Speaker 2 Ja, so kann man es verkaufen, ne? Ich hoffe, sie sind dann noch woanders hin geflogen oder irgendwas, weiß ich, keine Ahnung. Ja, Gott. Ja, ich habe noch eine zweite Sache aufgeschrieben, das finde ich irgendwie erstaunlich.

00:46:09Speaker 2 Andere Geschichte, also praktisch neues, nicht Kapitel, aber neues Thema und zwar sehr trauriges Thema. Es gibt jetzt innerhalb von vier Wochen den zweiten Landing Overan. den man gesehen hat. Der eine war ein bisschen abstrakt, ich weiß nicht, ob du das gesehen hast, diese Bilder von dem Er oh ich hab den Flieger, den Namen vergessen, der praktisch über die Landebahn hinausgelandet ist oder herausgegeben geschossen ist? Nee, nee, die andere, der andere, das war in Iran eine R-Soste, die auf der Landstraße da stand oder auf sogar eine Autobahn war das sogar praktisch.

00:46:45Speaker 2 Und die Leute einfach ausgestiegen sind und in ihrem Gepäck und alles so sich praktisch gleich ein Taxi genommen haben, das Ding. Also das war schon ein bisschen absurd und hinterher fuhr der Verkehr weiter und sowas. Also die. Die haben praktisch die eine Hälfte der des zweispurigen Freeways und irgendwas dazu geparkt mit ihrem Flieger und ohne Fahrwerk natürlich. Ja, und die Leute sind ausgestiegen und tja, das war schon ein bisschen abstrakt, da ist nichts passiert. Und die Pegasus jetzt natürlich, das ist Das ist echt ein bisschen, dass da so wenig passiert ist, ist schon echt ein Wunder.

00:47:16Speaker 2 War das eigentlich der neue Airport Istanbul?

Speaker 1 Nee, die sind in Sahiböllston gelandet. Ich weiß nicht, ob das so richtig ausgesprochen ist. Das ist der auf der asiatischen Seite von Istanbul. Und ist ein Flughafen, der vor allen Dingen von so Kurzstrecken billig Airlines angeflogen wird

Speaker 2 Ah, okay, alles klar. Gut, verstehe ich. Auf jeden Fall. Die sind natürlich auch über die Landebahn hinaus. Ich habe nur so ein bisschen gehört, die haben drei Dinge gemacht, die jeder für sich für einen Durchstaten gesprochen haben.

00:47:47Speaker 2 Die sind ähm. zu schnell angeflogen, wenn man die Fleitradarderzeichnungen folgt, die sind zu hoch angeflogen, wenn man den an den Anzeigen glauben darf vom Fleitradar und sie haben zu spät aufgesetzt. Und jeder dieser einzelnen Punkte wäre eigentlich Gound. Und das Problem hier ist ja, dass dort dieser Flughafen so ein, so ein, also es gibt ja viele Flughäfen, die am Ende Landebahn entweder so einen Hügel haben. Weil sie die Erdboden, weil sie das dort glatt gemacht haben und nicht wussten hin, wohin mit der Erde.

00:48:18Speaker 2 Oder umgekehrt, sie haben einen Hügel aufgeschüttet. Das heißt, am Ende der Bahn geht es dann irgendwie leider sehr stark runter. Und hier war das der Fall, dass sie auch da den Abhang runtergefahren sind. Und dass da nicht mehr passiert, ist ein kleines Wunder. Also jetzt gibt es ja schon die Vermutung, weil er nicht gebrannt hat, war da überhaupt noch Sprit drin. Vielleicht mussten sie landen.

Speaker 1 Okay, ja gut, dann müssen wir mal gucken, was sie die Untersuchungsergebnisse sagen. Aber ich muss ja einmal den ganz schwarzen Humor auspacken. Es tut mir echt leid. Pegasus mit Hügel runter, die haben eine Erfahrung. Da war doch mal irgendwas anderes neulich, oder?

00:48:48Speaker 2 Ja, da sind mehrere Sachen mit Pegasus passiert. Aber wir hatten das Bild auch irgendwie schon irgendwie kommentiert, irgendwie auch bei Twitter mit irgendeinem, da steht dann immer drauf, Fly PGS und ich lege immer nur Fly Pigs. Entschuldigung. Schweine im Welt, Alter. Ja, das ist ein gruseliges Thema. Ich hoffe, da kriegen wir irgendwann noch mehr raus. Aber so auf den ersten Blick ist da, glaube ich, nichts Ungewöhnliches passiert. Es sei denn, es kommt wirklich noch ein Kraftstoffmangel dazu. Aber auch das ist ein Ja, kann man auch vermeiden sowas. Ja, das stimmt.

00:49:18Speaker 2 Ja, genau. Steffen, hast du noch eine kleine Geschichte? Ich kann erzählen von meinem letzten oder vorletzten Flug. Ach, das ist eine schöne Geschichte. Und zwar, wir hatten einen. In der ersten Klasse einen ehemaligen VV bei uns an Bord. Weißt du, was VV ist? Vielleicht, ich weiß es noch nicht.

Speaker 1 Schieß mal los.

Speaker 2 Vorstandsvorsitzende. Also das gibt es ja immer so die Abkürze, ne? Fra-Abteilung sozusagen. Früher war das dann Fra NF und

00:49:50Speaker 2 Fra NA und irgendwie sowas. Und es gab immer schon Fra V. Das ist die Abteilung des Vorstands sozusagen. Und Vv, äh. Ja, da einen ehemaligen Kollegen, nicht Kollegen, einen ehemaligen VV hatten wir an Bord, da war er in Mitte der Neunziger, war er im Amt sozusagen. Und der flog in der ersten Klasse. Vom Status her konnte man sehen, es war immer noch ein Status, der einer eine privatreisenden PAD entspricht.

00:50:21Speaker 2 Also ein, also das ist praktisch ein Firmenangehöriger, der mit einem Firmen mit einem privaten Firmenticket sozusagen fliegt. Also das, was ich mache, wenn ich von Hamburg nach Frankfurt fliege, so eine Art Standby-Ticket. Nun muss man aber sagen, es gibt natürlich da unterschiedliche Status. Also Nicht jeder darf erstmal in dieser ersten Klasse fliegen. Dann gibt es gewisse Buchungsstatus. Also auch er Kann da nicht einfach buchen und mitfliegen. Auch er muss gucken, ach, ist er jetzt platzfrei?

00:50:52Speaker 2 Dann kann ich das buchen, wenn da nicht genügend Andrang ist. Ein Vollzahler wäre auf jeden Fall immer vor ihm in diese Klasse reingekommen. Das will ich gleich zu seiner Verteidigung sagen. Aber trotzdem, wie gesagt, dass man als Firmenangehöriger in der, oder ehemaliger vor allen Dingen als ehemaliger Firmenangehöriger in der ersten Klasse fliegen kann, das hat man nicht häufig. Also, eigentlich ganz selten. Also, ich sag mal so, die Eingestellte am Check-in, die darf das gar nicht. Die darf gar nicht in der ersten Klasse fliegen. Und eigentlich die meisten dürfen das nicht.

00:51:22Speaker 2 Na, auf jeden Fall, da waren wir ganz junge, nette Kollegin an Bord, die war wahrscheinlich gerade mal geboren, als uns dieser V sozusagen im Amt war und sah das natürlich mit dem, mit dem, mit dem Status und Er kam in die Galley und hatte so ein bisschen geplaudert mit ihr und sie wussten leider nicht, wer das ist. Woher auch, ne? Und sie plaudert ihn, das war ein nettes Gespräch. Und dann hat sie, ach ja, und was haben sie denn bei der Firma gemacht? Ja, ich war mal bei der Technik und so und die haben sich da so ein bisschen unterhalten.

00:51:53Speaker 2 Ganz nett, sagt sie, ganz toll, sie haben ja das hinterher ja erzählt. Und ja, und dann sagt sie, ach, das ist ja schön. Und sind sie noch bei der Firma? Nein, ich habe schon vor X Jahren, XX Jahren aufgehört und so und sie so Ach, das ist ja schön, dass sie ihren Status behalten dürfen. Und er guckt sie so an und sagt so, ja, das finde ich auch schön. Ich frage mich, wer diese Regel wohl eingeführt hat in die Firma oder beziehungsweise erhalten hat. Darüber können wir jetzt nachdenken.

00:52:23Speaker 2 Zumindest nicht die DAH checken. Nein, nein, nein, das war sehr schön. Ach, es wäre doch schön, wenn wir alle das machen könnten, oder? Was meinst du? Ja, was wollte ich sagen? Habt ihr Fragen?

Speaker 1 Genau, habt ihr Kontakt oder Fragen? Haha, nein, habt ihr Kontakt und Feedback? Dann, was macht man dann, Steffen?

Speaker 2 Man fragt zum Beispiel Twitter, man kann das frag CFW, Charlie Foxwort Whisky Uniform oder CFWU zusammengeschrieben auf jeden Fall.

00:52:53Speaker 2 Oder man kann uns über die Webseite einen Kommentar schicken. Oder sogar per E-Mail mit fragen. kampfleibissas. de Und da könnt ihr euch sagen. Und wir haben An sag war heute recht voll, wir haben ein, zwei Sachen rausgelassen, und ich habe immer noch einen großen Backlog der der bei mir drin steht mit Fragen, die wir stellen können. Ja, ich glaube, das müssen wir aufs nächste Mal verstehen. Wann könnte das denn sein? Was meinst du?

Speaker 1 Ach, du stellst Fragen, Steffen. Aber ich denke mal, dass wir unseren ungefähren zwei Wochen Rhythmus einhalten können.

00:53:26Speaker 2 Genau, das wird doch toll. Dann hoffen wir, dass euch das hier gefallen hat.

Speaker 1 Genau. Wir wünschen euch einen schönen Tag. Genau, und ich gehe mal ein bisschen in den Simulator.

Speaker 2 Mach das. Fisch Steffen. No und ich mach mal weiter meine Reserve. Yo, tschütting.