Folge #30 · 16.05.2020 · Dauer 00:56:18

CFWU 30 - UP oder ZERO, das ist Hier die Frage.....

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Diesmal geht es um optische Täuschungen, Gute Ansagen, dem gesundfühlen der Crew und die Frage: Up or ZERO

Kapitel (12)
  1. 00:00:00 Begrüssung
  2. 00:05:06 A380 als Frachter?
  3. 00:07:42 Fragen von Stefan, optische Täuschungen
  4. 00:21:45 Fragen von Eric, technische Details in Pax Ansagen.
  5. 00:31:56 Fragen von Jannik: Bevorzugte Muster
  6. 00:38:33 Steffen sagt Blödsinn
  7. 00:44:13 Michael Quandt betreffend FlyBy´s
  8. 00:45:12 BOEING vs AIRBUS: QATAR B787 vs QATAR A350
  9. 00:47:56 Southwest B737 überrollt Menschen bei der Landung
  10. 00:50:31 Fahrradfahrer auf der RWY
  11. 00:51:20 Kleine Geschichte aus dem Leben
  12. 00:54:24 Verabschiedung

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Transkript

00:00:00Speaker 1 Hallo Steffen, Mensch, altes Gehäuse, wir haben uns ja so schon lange nicht mehr gesehen.

Speaker 2 Moin Olli, Tag, wie geht's dir? Du siehst ja so entspannt aus, so gut aussehend, obwohl du ja nicht, du musst es ja schwer zu tun haben. Du bist auch, äh Oder nicht? Aber es auch bei dieser Fracht, die, also man hört ja Geschichten, dass sie um die Welt fliegt, wie die Blöden und Sachen macht und nicht? Nein?

Speaker 1 Ja, ich habe seit unserer letzten Aufnahme keinen Fuß mehr in ein Flugzeug gesetzt.

Speaker 2 Oh, wenn ich das tröstet, ich schon seit länger nicht mehr, aber ja.

00:00:34Speaker 1 Aber ich habe auch gerade Urlaub. Achso, okay. Also seit tatsächlich schon seit ein paar Tagen und also seit unserer letzten Aufnahme tatsächlich schon. Und von daher, ähm, ja. Bin ich zu Hause, aber wie ihr das sicherlich kennt.

Speaker 2 Nicht schön in Rob geflogen oder so?

Speaker 1 Ah, nicht ganz.

Speaker 2 Moped unterwegs?

Speaker 1 Hatte ich überlegt, aber du wie das immer so ist mit den Sachen, die dann zu Hause anlegen, die man machen will, und Ja, mehr glaube ich, du kennst das, denke ich. Es gibt immer was zu tun.

00:01:04Speaker 1 IP Aya, Yibia BA.

Speaker 2 Ja, wir kennen das ja so als eigene sozusagen und in den Ferien, gerade wenn man da irgendwie rumbastelt, ich auch habe diverse Urlaube zu Hause verbracht. Eine Arbeitsklamotte, das kenne ich. Also kann ich da nur sagen, wenn du mein Mitgefühl brauchst. Das kann ich vortäuschen.

Speaker 1 Sehr gut. Dankeschön. Ich bin so dankbar darüber.

Speaker 2 Das freut mich.

Speaker 1 Aber ja, ich muss mir gerade überlegen, heute ist schon Mitte Mai, der 15. wenn man es ganz genau nimmt.

00:01:35Speaker 1 Irgendwie sind immer noch ganz schön viele Flugzeuge am Boden, habe ich das Gefühl.

Speaker 2 Genau, es ist der fünfte oder fünfte, es sieht nicht rosig aus. Wir haben übrigens Folge 30 mittlerweile, Respekt, da haben wir immer wieder genuld, Episode 30 kommen Flybess hat Podcast und das Thema ist hier das, was kaum stattfindet, die Fliegerei. Und es ist nichts los im Himmel oder kaum was. Wobei ich bin so ein bisschen kaputt, ich bin so ein bisschen erschöpft. Ich bin gerade. . . Wie nenne ich das im leichten Aufbaut, Training und Diät?

00:02:08Speaker 2 Also, ich esse gerade so einen komischen Diätplan, also ich bin nicht hungrig. Isst dein Diätplan? Ja, man braucht eine Diät, muss man essen. Also genau, das ist so ein bisschen strikter, das ist so, die Leute denken, ich bin beknackt, das ist so alle drei Stunden Essen. Damit du nicht hungrig wirst, isst du halt alle drei Stunden. Aber gleichzeitig machst du, ich habe gerade ordentlich Gewichte gestemmt und all sowas. Und ja, ich bin so ein bisschen kaputt. Warum wollte ich das sagen?

Speaker 1 Frage ich mich auch, aber du pass auf, wenn du vorbei, wenn du noch mehr.

00:02:38Speaker 1 . Steffen, Bauchbeine Po kannst du gerne haben, kommst vorbei. Ich müsste im Garten noch so ein paar Wasserleitungen gelegt bekommen.

Speaker 2 Ah, äh, ja. Okay. Sag Bescheid, wann ich vorbeikommen kann, ja? Denn mache ich mir auf dem Weg, okay? Aber hier mit Abstand und sowas. Ja, ja, klar, logisch, logisch. Übrigens auch mal mit Abstand, nicht, dass ihr denkt hier wegen und sowas. Wir waren draußen auf dem Parkplatz, alle so zwei Meter voneinander entfernt, mit so, waren so 15 Mann und ganz weit voneinander entfernt, aber alle mit langen Hanteln vorher desinfiziert und also Quatsch.

00:03:11Speaker 2 Also es war schon, es war spannend und es wing, wie gesagt, ein bisschen erschöpft, aber ich habe ja auch Ich kann mir sowas gerade machen. Ich habe so einen Plan schon mal gegessen, da bin ich arbeiten gewesen. Und das war ein bisschen komisch. Da muss ich während der Simulatorschicht, also die beiden vorne saßen da, du kennst ja sowas, ne, dann muss ich sagen, Jungs, Nicht wundern, fliegt mal weiter, ich schmatze jetzt mal so ein bisschen, weil ich muss jetzt in 10 Minuten mein Essen essen. Sonst macht das ergibt das keinen Sinn.

Speaker 1 Dann musst du deinen Diätplan essen. Du hast deinen Diätplan rausgezogen, hast das Papier gegessen und.

Speaker 2 Genau, ist egal. Ja, aber ansonsten kann ich nicht viel erzählen.

00:03:43Speaker 2 Ihr wisst ja, Leute, was ich fliege, und dieser Flieger, der wird Wahrscheinlich noch länger am Boden stehen. Ich habe keine Info für euch, wann es für mich weitergeht oder wenn es weitergeht, wie es weitergeht, also ob die Firma mich irgendwie anders umschult oder so. Das ist alles immer noch das Gleiche. Man kann da nur spekulieren und ich habe zwar wieder so ein paar Sachen ein bisschen gehört, wie letztens wieder ein Gespräch gehabt mit der Flotte. Dass die nochmal wie so ein Flieger so zum Parken hingestellt wird in Frankfurt, so ein 380, die werden dann so speziell betankt, dass sie in den Feedanks 2 und 3, das sind die Tanks, die

00:04:23Speaker 2 Am weitesten nach vorne liegen, dass sie vollgetankt werden, sodass möglichst viel Gewicht vorne, trotz des leichten Gewichtes, den der Flieger hat, der ist ja nichts überladen, möglichst viel Gewicht so auf dem Buggrad drauf ist, dass er ordentlich stabil steht, falls mal so Wind kommt oder irgendwie sowas. Also bedeutet nur, dass er so viel Gewicht drauf ist, dass so ein normaler Schlepper den nicht mal hochkriegt. Das heißt, wenn Sie den irgendwo hinschleppen müssen, müssen Sie den erstmal wieder so ein bisschen umtanken. Dann bis da nur 7 Tonnen drauf liegt, dann können Sie ihn besser anheben, dann können Sie ihn irgendwo hinschleppen. Dann wird er wieder irgendwo hingestellt und dann wird er wieder umgepumpt, sodass das Gewicht vorne da drin ist.

00:04:55Speaker 2 Ein Aufwand. Ja, ein Aufwand. Deswegen, zum Flieger zum Parken, sodass er. dass er fliegt, das geht halt, das ist alles irgendwie schwierig. Denn da gibt es ja so Geschichten, dass man die Dinger umbaut, ne, hast du auch gehört, ne?

Speaker 1 Ja, tatsächlich, aber Sollen welche in Deutschland für andere umgebaut werden? Das war, glaube ich, die Meldung da. Also dass man A380 umrüstet auf Frachter oder Ja, Prachter, wie man es nennt, also wo man nur ganz wenige Modifikationen macht, aber das war dann irgendein ausländischer Kunde, der das gerne haben wollte.

00:05:28Speaker 1 Ich bin mal gespannt, ob sie es hinkriegen oder nicht oder ob sie es machen. Weil im Moment, klar, wird natürlich extrem viel Fracht geflogen. Gerade so, ich sag mal, ja, wie es so schon heißt, medizinische Hilfsgüter, sprich Masken und sonstiges, aber die Nachfrage wird natürlich auch dann irgendwann deutlich einbrechen. die Schiffe, die mit dem Zeug beladen sind und aus vor allen Dingen China kommen, die werden auch irgendwann in Europa ankommen und dann wird natürlich das Ganze lieber vom Schiff mitgenommen, weil das natürlich viel, viel günstiger ist zu transportieren als mit einem Flugzeug.

00:06:01Speaker 2 Ja, aber ich habe gehört, dass die Schiffe, die sich ja zuerst ja in in China nicht aus den Häfen rauskommen konnten, weil da keine Leute waren, die sie beladen haben, dass die jetzt dann irgendwann unterwegs oder auch langsam teilweise ankommen, aber jetzt hier keine Leute sind, die die Dinge eingeladen können. Deswegen liegen auch bei uns so viele Schiffe auf Rede und kommen nicht rein oder kommen auch nicht richtig raus, weil unsere Häfen auch irgendwie verstopft sind. Also das ist alles ein bisschen kompliziert, weil Der Stau, ist wie auf Autobahn, der Stau hat sich jetzt wieder in Bewegung gesetzt, die aber irgendwo bei der nächsten Ausfahrt staut sich das wieder.

00:06:35Speaker 2 So ein bisschen ist gerade das Problem. Naja. Und Flieherei, was ich gehört habe. Mit den Flughäfen in den USA zum Beispiel, der USA wird ja weiterhin angeflogen, da darf man international, das habe ich gerade gehört, das fand ich ganz spannend, nur an 13 Flughäfen überhaupt anfliegen. Okay. Weil das sind das sind International Corona Entry Points sozusagen. Also da kriegst du nicht deinen Corona, aber da haben sie, die darfst du nur benutzen, wenn du als internationaler Carrier aus Europa oder irgendwas dahin fliegst.

00:07:07Speaker 2 Also auch die Alternates. Ja, also wenn du jetzt nach San Francisco fliegst, ist dann Alternate Los Angeles. Nicht mehr Auckland wie daneben oder San Jose oder irgendwann.

Speaker 1 sondern und das gilt glaube ich sogar wenn du aus Alaska kommst und sowas das ist alles ein bisschen ein bisschen komplizierter geworden die Welt gerade naja ja wobei das ist dann wieder Passagierflug also da wüsste ich von allen Einschränkungen bei uns wüsste ich gar nicht ehrlich gesagt

Speaker 2 Ja gut, stimmt. Blaue Uniformen an und du bist ja sowieso geschützt, ne?

Speaker 1 Ja, genau. Das ist die amerikanische Logik, aber gut, da haben wir ja schon mal drüber.

00:07:40Speaker 1 Ja, genau. Okay. Wir hatten doch immer noch ein paar Fragen offen, oder?

Speaker 2 Genau, Fragen. Wir haben tolle Fragen. Und diese nächste Frage, die ist total faszinierend, weil. Das sind restliche Fragen von Stefan. Einen Teil davon haben wir von Ihnen beantwortet, die kamen via E-Mail. Und heute habe ich mir dann den zweiten Teil der Frage erst vorknüpfen können. Das ist ein sehr langer Text. Aber der hat einen ganz, ganz interessanten Aspekt drin und da ist schwierig damit umzugehen.

00:08:10Speaker 2 Liest du das mal vor? Ich würde erstmal die Frage vorlesen. Ich baue mal den Spannungsbogen auf sozusagen.

Speaker 1 Ja, genau. Also, letztes Jahr habt ihr mindestens dreimal davon berichtet, dass sich Passagiere, Kabinenbesatzung oder sogar Piloten von optischen Erscheinungen haben täuschen lassen oder. . zumindest irritiert waren. Das Brockengespenst, das manchmal den Schatten des eigenen Flugzeuges auf den Wolken darunter unrealistisch groß darstellt.

00:08:40Speaker 1 Eine Stuar, das die fragt, wie weit man denn an den groß vor der Cockpitscheibe hängenden Mond heranfliegen darf oder ein Passagier, der wegen der Spiegelung des Mondes im Meer denkt, man flöge gerade auf dem Rücken. Lauter, lustiger, lustige Dinge. Und vorletztes Jahr sitzen meine Freundin und ich neben einer älteren Dame im Flieger auf dem Weg nach Dublin. Sie erzählt, dass sie dort Verwandte hat und sehr oft fliegt, aber dann sagt sie plötzlich, als wir schon auf Reiseflughöhe sind. Da sind wir ja schon bestimmt so um die 3 Kilometer Höhe, worauf ich nur meinte, nein, ich denke eher 10.

00:09:11Speaker 1 Kurz darauf, als wir über den Kanal fliegen, meint sie, so wie das aussieht, ist er höchstens ein paar hundert Meter breit, da kann man ja schließlich doch durchschwimmen. Nur nun kann ich, soll ich das erstmal so stehen lassen oder soll ich gleich weiterkommen? Achso, die eigentliche Frage kommt ja unten. Also, ich lese jetzt erstmal die Frage vor, glaube ich. Und zwar, aber nun zur eigentlichen Frage. Gibt es noch mehr interessante optische Phänomene, mit denen ihr zurechtkommen müsst? Ist es eigentlich schwierig, sich von so weit oben optisch zu orientieren?

00:09:44Speaker 1 Muss man das erst lernen? Werdet ihr darauf vorbereitet? Und wie oft kommt es vor, dass Passagiere und Personal solche Fehlschlüsse aus ihrer Wahrnehmung ziehen? Wie war das für euch am Anfang eurer Pilotenkarriere?

Speaker 2 Tja, wie war das?

Speaker 1 Das sind gleich mehrere Fragen. Also das Thema ist ja optische Phänomene. Also es gibt einige optische Phänomene, mit denen man zurechtkommen muss, ja. Was mir persönlich immer auffällt, ist nachts dieses Wandering Star, also der wandernde Stern.

00:10:18Speaker 1 Ja, genau. Also wenn man einen Stern anguckt am Himmel, der sehr hell ist, dann hat man irgendwann das Gefühl, dass er sich bewegt.

Speaker 2 Also insbesondere, wenn man nur den Stern sieht oder ganz wenig schwache andere Lichter, die da rumgehen. dass du keine Referenz da, keine Orientierung dazu hast.

Speaker 1 Genau, dann fängt man irgendwann an zu glauben, dass dieser Stern sich bewegt so ein bisschen. Das ist ganz, ganz komisch. Was gibt es noch für interessante Phänomene?

Speaker 2 Da gibt es auch einen Unfall dazu, der mal uns vorgetragen wurde als Beispiel, wo also ein Flugplatz, wo sie nachts angeflogen sind.

00:10:51Speaker 2 Die Randweh war ganz schwach beleuchtet. Man konnte sie von der Seite nicht sehen. Die waren in Pattern, also in so einem Quermflug, Gegenflug, das ganze Programm. Und da war nur so ein Biegen. So ein rotes Licht, was immer geblinkt hat auf dem Airport. Und sonst nichts weiter, und sonst war alles dunkel. Und die sind total off gewesen. Das Licht ist irgendwo hingewandert und die sind leider gecrasht, weil sie die Orientierung verloren haben.

Speaker 1 Ja, auch dazu muss man sagen, rotes Licht hat ja auch. Weißt du, warum warum Landmarks, wollte ich sagen, also hier so Windgeneratoren und sowas rot markiert sind?

00:11:26Speaker 2 Weil das Licht am beiden geht, ne?

Speaker 1 Ja, nicht klar. Ich weiß nicht, ob es am weitesten geht, aber wenn du ein rotes Licht siehst, sieht es immer näher aus als alle anderen. Ja, okay, ja. Ja. Das ist auch so. Also es ist tatsächlich nicht wegen der nicht unbedingt nur wegen der Gefahr. Also andere Kulturen sehen Rot da ja als ich sag mal positiver als wir das als wir dann immer eine Gefahr sehen. Tatsächlich sieht man rotes, also erscheint ein rotes Licht deutlich näher. Als wenn man dann zum Beispiel ein rotes Licht hat und In der Nähe daneben ein weißes Lichtbein gleich weit entfernt, glaubt man, das Rote ist näher zu sehen.

00:11:59Speaker 1 Genau, andere optische Phänomene, wenn du eine schiefliegende Wolkendecke hast, das ist auch ganz witzig. Dann glaubst du, dass du schief fliegst? Also wenn du also eine Wolkenschicht unter dir hast oder vor dir, die halt nicht eben ist, sondern halt eine gewisse Schräge hat, dann kann man halt auch schon mal glauben, dass das jetzt irgendwie der richtige Horizont ist.

Speaker 2 Leans nennt sich das, glaube ich.

Speaker 1 Keine Ahnung.

Speaker 2 Von Lehnen, vom Englischen. Ah, okay. Warmfront. Ansonsten. Warmfront ist ein gutes Beispiel dafür.

00:12:29Speaker 2 Ich habe es schon mehrfach gehabt, irgendwie, du musst dich ganz konstruieren. Wenn eine Warmfront ist, wenn. Sich die warme Luft über die kalte so rüberschiebt und dann hast du so 2-3 Grad sind die Wolken schief an dieser Temperatur angepasst Und du denkst, du fliegst mit 2, 3 Grad Schieflage da längs. Das ist ein absurdes Gefühl. Du guckst natürlich auf Nummer Zemente und wie man das als AFA-Pilot so macht, aber da kommt das her. Sehr schön.

Speaker 1 Ja, ansonsten der Klassiker ist, wenn du es gewohnt bist, immer auf, sag ich mal, jetzt nehmen wir mal Frankfurt an, eine 60 Meter breite Bahn zu fliegen, die 4 Kilometer lang ist.

00:13:05Speaker 1 Und du dann plötzlich auf eine Bahn fliegst, die 245 Meter breit ist, dann kann das auch schon mal passieren, dass man da die optische Illusion hat. Die Bahn, die wirkt halt plötzlich anders und man fängt halt zu früh, zu spät ab. Oder so, gerade nachts kann das passieren. Bei der schlechten RAM der Beleuchtung. Was gibt es denn noch? Vielleicht fallen euch auch noch ein paar Beispiele ein. Also das sind so die Sachen, die mir jetzt erstmal einfallen würden.

Speaker 2 Bei der Bahn ist es konkret auch so, wenn du gewohnt bist, eine breite Bahn zu sehen und es fliegst du wirklich auf so eine ganz schmale, dünne an.

00:13:39Speaker 2 Dann sieht das für dich so aus, als wenn du zu hoch bist. Weil die von der Perspektive her, denkst du, du hast immer denselben Blick, wie die Bahn so im Winkel aussieht, voraus, wenn du da mit 3 Grad anfliegst, und es ist ganz schmal, ist ganz dünn. Da hat man das Gefühl, man ist viel höher, weil man sitzt sie ja sozusagen weiter weg, sie kommt, erscheint einem schmalere, und dann fliegt man einen ganz, ganz steilen Winkel an. Und das ist ja noch zu verkraften, aber weh, es ist andersrum. Man fliegt ständig schmale Bahnen an und dann auf so einer breiten und dann. Kommt man ganz flach, sozusagen.

00:14:11Speaker 1 Ja, ist es schwierig, sich von so weit oben optisch zu orientieren. Also Ich glaube, das ist, also da merkst du, glaube ich, den Unterschied zwischen Leuten, die vorher Segelflug gemacht haben und die, dies nicht gemacht haben. Also ich weiß beim Segelfliegen in meiner Ausbildung, da gab es noch keinen GPS so weit verbreitet. Da musste man echt immer gucken, wie orientiere ich mich. Also man hatte eine Karte und musste da zusehen, zu erkennen, was wie was ist. Und ich glaube, das macht es schon deutlich einfacher, wenn man halt ein Auge dafür bekommt, was ist eine Bahnlinie, was ist ein Fluss, was ist ein Kanal.

00:14:47Speaker 1 eine Autobahn etc. Aber ich sag mal von der Orientierung her, also Navigation brauchen wir ja nicht nach Sicht machen bei den großen Fliegern, von daher ist das ja egal. Optisch orientieren, ja. Ist ein bisschen Übung, ne? Ich meine, ihr kennt diese Spiele, diese Fotos von oben, welche Stadt ist das? Das ist schon manchmal ganz interessant.

Speaker 2 Aber ich denke, das lernt doch, wenn du eine. Privatpiloten Lizenz machst und sowas lernst das ja hoffentlich auch noch, dass so, wie du da wie die Stadt von oben aussieht, was eine Eisenbahnlinie ist, und Wie tief du fliegen kannst, damit du die Schilder lesen kannst von der Eisenbahnlinie, oder?

00:15:18Speaker 2 Das wird sein, genau, ja. Oder irgendwie sowas. Ich habe ja auch Sachen aufgeschrieben: Dark Hole Approach, hast du es gesehen? Das ist auch ein ganz fieses Ding, wenn du nämlich einen Flughafen einfliegst, der total im Dunkeln liegt, also wo keine Stadt oder irgendwas da rum. drumrum liegt, dass du keine Referenz mehr hast, wie hoch du eigentlich über den Boden bist. Und das ist wie mit diesem roten Licht, was ich zuerst erzählt habe. Oder da gibt es fiese Effekte, dass du Das waren da ist alles, du hast voraus die beleuchtete Stadt und da ist der Flughafen und alles der Rest ist dunkel, wirklich dunkel, dunkel, du siehst nichts und du fliegst da visuell an.

00:15:58Speaker 2 dann kann es sein, dass du den Berg, der direkt vor dir ist, dass du den mental ausblendest, dass du auf diesen Berg hindurch fliegst, weil du, der ist ja nicht da, er ist ja dunkel, er wird wieder beleuchtet, gar nichts und das würdest du am Tag niemals machen. Und es ist auch so, das Auge blendet es aus. Für dich ist es wie flach. Du fliegst direkt auf den Flughafen zu und erkennst nicht mehr, dass der Flughafen langsam von diesem Berg verschwindet. Das sind ganz, ganz fiese Sachen, die da irgendwie auftreten können.

Speaker 1 Genau, also muss man das erst lernen, werde ich darauf vorbereitet, ja, ein bisschen, aber viel ist glaube ich Erfahrung einfach auch.

00:16:34Speaker 2 Wie mit diesen Leans, da mit diesen Seitenleben. Wenn du das siehst, dann weißt du, dass du lieber da nicht hinguckst auf die Wolken oder woanders, dass es dann besser wird.

Speaker 1 Genau. Wie oft kommt es vor, dass Passagierepersonal solche Fehlschlüsse aus ihrer Wahrnehmung ziehen? Ja, also das passiert schon. Also optische Täuschung gibt es halt und man kann da auch schon drauf reinfallen. Von daher, ja, deswegen fliegen wir dann Instrumenten, die, und das ist eigentlich das Schwierige, was man lernen muss, dass man den Instrumenten vertrauen muss und nicht dem optischen Eindruck bzw.

00:17:06Speaker 1 dem allseits bekannten Hosenbodengefühl. Genau.

Speaker 2 Da hat er noch weiter da geschrieben, ich kenne solche Fehleinschätzungen beim Fliegen auf einem anderen Gebiet von mir selbst. Ich konnte zum Beispiel mit dem Gefühl, dass man beim Fliegen von der Kurve hat, überhaupt nichts anfangen, dann habe ich. Immer versucht, das mit Kurvenfahrten im Auto, Bus und Bahn zu vergleichen. Doch da spürt man nur die Querbeschleunigung im Flieger, aber eher eine Kraft, die einen in den Sitz drückt. Als man mir erklärt hat, was ein koordinierter auf Kurvenflug ist und als ich mir die Gelegenheit hatte, in einem Auto eine richtige Steilkurve zu fahren, war mir klar, was da passiert.

00:17:46Speaker 2 nämlich, dass man in den Sitz gedrückt wird, sozusagen. Also das ist ganz andere Bewegungen und Kräfte auf einen wirken. Hier zum Beispiel, du kannst das erzählen mit dem Staat, das finde ich ganz interessant. Mit den optischen Täuschungen beim Staat, ich habe da so eine kleine Referenz reingeschrieben. Wenn du im Dunkeln

Speaker 1 Soll ich das erzählen?

Speaker 2 Du guckst es zögerst. Wenn du zum Beispiel im Dunkeln, du machst einen Start, es ist total dunkel, du hast auch keine Referenz und du beschleunigst langsam, dann hast du das Gefühl.

00:18:17Speaker 2 Du fährst dadurch, dass die Kraft auf dein Gehörsystem, auf dein Gleichgewichtsorgansystem wirkt, diese Beschleunigungskraft, du sie aber nicht visuell im Raum wahrnehmen kannst, hast du das Gefühl Du steigst langsamer nach oben weg. In Wirklichkeit wirst du ja nur schneller. Und der Effekt ist, dass der Pilot anfängt zu sinken und in den dunklen Boden reinsinkt, sozusagen. Das ist eine ganz große Gefahr, sozusagen. Das ist auch ein Effekt der. Der auftreten kann, als WFA-Flieger, also als Sichtflugflieger sozusagen.

Speaker 1 Und tatsächlich, diese Effekte, wie der Stefan das beschrieben hat, ist halt das, wie du es im Simulator ausnutzt.

00:18:53Speaker 1 Also das ist ja im Grunde genommen, der Simulator ist ja so eine Kiste auf Ein paar Hydraulikzylindern montiert, die sich einfach nur auf der Stelle quasi neigen und so kann. Und die Beschleunigung ist halt nichts anderes, als dass der ganze Simulator nach hinten geneigt wird, dass man halt nach hinten in Sitz gedrückt wird. Und zusammen mit dem Bildschirm, Bild des Simulators, glaubt man halt, das ist dann im Grunde eine ausgenutzte optische Täuschung, man glaubt halt, dass man beschleunigt Denn, und das finde ich halt, was mich wirklich von den Socken gehauen hat, ich möchte mal aus dem Zwischenteil von Stefan vorlesen.

00:19:25Speaker 1 Den habe ich jetzt im Bewusst ausgelassen, genau. Genau. Und er schreibt, nun kann ich selbst nicht davon sagen, nun kann ich selbst nicht viel dazu sagen, ob man sich aus der Luft wirklich so täuschen lassen kann oder ob das nur ein Einzelfall ist. Denn ich bin von Geburt an blind und meine Freundin ist stark sehbehindert. Ich weiß nur, dass es schon sehr beeindruckend sein muss, wenn man über Berge, Wolken, Inseln, Felder und Wälder so hinwegfliegt und dass man eigentlich auch größere Strukturen wie Felder oder Städte ganz gut sehen kann. Ja.

00:19:55Speaker 1 Krass. Also Stefan, wirklich für diese Frage, also ich muss zugeben, ich habe die Frage, diesen zweiten Teil, wie Steffen auch jetzt vor kurzem gelesen, und es hat mich Echt vom Hocker gehauen. Also, die Fragen, die du zu den optischen Phänomenen gestellt hast, mir war gar nicht so aufgefallen. Also, das hätte ich jeder fragen können. Dann habe ich überlegt, wie stellt man sich das vor und das fand ich boah.

Speaker 2 Also sehr spannend. Also da

00:20:25Speaker 2 müsste man an sich mehr so, ich sag mal so, face-to-face unterhalten, dann könnte man darüber mehr reden. Das ist ein spannendes Thema. Ich habe, ich weiß nicht, ob das dir hilft, ich habe da so ein paar Links reingetan. Die sind, ich weiß, man kann ja Webseiten lesen, aber die sind natürlich viel mit Bildern. was der Pilot sieht, wenn da eine breite oder eine schmale Bahn anfliegt.

00:20:55Speaker 2 Spatial Disorientation, also dieses Gefühl, dass man denkt, man fliegt geradeaus, alles ist schick, in Wirklichkeit ist man in einer Steilkurve und so, wie einem da das Gleichgewichtssystem täuschen kann. Ich habe so ein paar Webseiten da oder rausgesucht oder eine gefunden. Ich hoffe, man kann dir das irgendwie erklären daran und man kann, oder du kannst sie auch mit entsprechenden Technik lesen. Ansonsten frag bitte weiter. Wir erklären das gerne.

Speaker 1 Ja, genau. Also wenn du da noch was wissen möchtest, auch jetzt direkt ein paar Fragen persönlich schickst einfach, kann natürlich auch jeder andere machen.

00:21:25Speaker 1 Genau, recht. Meldet euch einfach, das machen wir sehr gerne. Ja, viele Grüße aus Tübingen, Stefan. Stefan, viele Grüße zurück und danke für diese tolle Mail. Vielen Dank. Ja. Genau.

Speaker 2 Dafür ist ein Podcast da, ne? Für sowas zu erzählen. Ja, genau. Genau, das stimmt.

Speaker 1 Das stimmt. Möchtest du die nächste Frage vorlesen?

Speaker 2 Ja, das kann ich gerne probieren und zwar Fragen. Von Erik.

00:21:55Speaker 2 Die hat er letztes Mal schon gestellt, gehabt, da sind wir aber nicht mehr dazu gekommen. Die kam über Mail und er hat folgendes gefragt. Hallo Olli, hallo Steffen. Vielen Dank für euren Podcast. Bitteschön zurück. Ich freue mich auf jede neue Folge. Ich finde es aber leicht zu befreien. Ich finde es wirklich klasse, dass ihr auch einen Podcast in eurer Freizeit und ohne kommerzielle Interesse macht. Respekt dafür. Sehr gerne, gern geschehen. Außerdem Kompliment für die technische Umsetzung, das ist hier auch mal ein bisschen hakt, das macht die Sache nur authentischer.

00:22:27Speaker 1 Und das Kompliment, muss man sagen, geht ausschließlich an Steffen. Was? Weil Das Haken, dass ich das schlecht mache? Nee, dass du das tut machst. Also, der Steffen kümmert sich immer, also ich bin ja echt nur so ein Teilnehmer hier. Der Steffen kümmert sich um einen Sendeplan, der schneidet alles zusammen, der veröffentlicht es und Da muss man sagen, Dankeschön, Steffen.

Speaker 2 Ach, da nicht für. Da nicht für, Leute, da nicht für. Achso. Übrigens haben wir die Folge mit den Gästen Auch sehr gefallen. Die sind zwischendurch mal eine schöne Abwechslung bzw.

00:22:57Speaker 2 Erweiterung der Perspektive. Ja, ich habe da einen neuen Kandidaten, den Autopallusa, den wollte ja demnächst mal mit reinkommen. Hoffentlich ist er bald mit seiner Ausbildung fertig. Neid. Nun zu meinen Fragen. Was ist eigentlich die Best Practice bzw. Euer Erfahrung, um Gästen, Gefahren oder Sicherheitsmaßnahmen so zu erklären, dass sie nicht in Panik verfallen? Ab wann seid ihr verpflichtet, die Passagiere über technische Probleme oder Einschränkungen zu informieren? Wie präzise müsst oder dürft ihr dabei sein?

00:23:28Speaker 2 Wirkt es zum Hintergrund? Schreibt das noch was dazu? Zum Hintergrund 2008 eignet sich das Unglück für den Spanair 5022. Hat er einen Link mit dabei geschickt von Wikipedia, werde ich dabei fügen. Bei dem Anfangs der Verdachtbestand, der Umkehrschub habe sich bei Start Eingeschaltet. Ein paar Wochen später saß ich in einem Flieger, als vor dem Start der Kapitän nach hinten kam, um den Gästen zu erklären, dass die Maschine zwar ein technisches Problem mit dem Umkehrschub hätte, aber dank entsprechender Vorsichtsmahm Vorsichtsmaßnahmen keinen Grund bestünde, nicht loszufliegen.

00:24:00Speaker 2 Da das Wort Umkehrschub ganz am Anfang aussprach, brach in der Kabine sofort Chaos aus und man erhörte praktisch niemanden mehr. Seine Erläuterung. Am Ende stiegen ungefähr die Hälfte der Gäste gleich wieder aus, während der Rest, darunter ich, dem Flug antraten. Danke und herzliche Grüße von Niederrhein. Grüße zurück, Erik. Ja, wie sind denn deine Ansagen so? Erzähl doch mal.

Speaker 1 Also, ich musste ja immer an Monty Python denken. Achso, ich dachte, du machst jetzt Meine Ansagen, meine Ansagen sind ganz grandios.

00:24:30Speaker 1 Bei mir ist noch kein Pferd ausgestiegen nach meiner Ansage. Nein, es gibt von Bonty Python einen Sketch und den müssen wir mal gucken, ob wir den noch hier irgendwie finden. Ich glaube, der ist da bei YouTube verzug. Und ähm Da ist genau diese Sache mit der Kommunikation aufgegriffen. Man muss sich das so vorstellen, da sitzen halt zwei Piloten, John Keese und weiß nicht wer noch von den Jungs da, von Monty Python im Cockpit. Und die langweilen sich halt und machen eine Ansage. Und die Ansage lautet, meine Damen und Herren, es gibt keinen Grund zur Beunruhigung. Genau

00:25:00Speaker 1 Und es steigert sich halt immer weiter, bis er dann sagt, das linke Triebwerk ist nicht am Brennen. Und so geht das halt immer weiter. Und es ist. Ja, also was soll ich sagen? Ein Kollege von mir hat das mal sehr schön erzählt, seine erste Ansage als frisch gebackener Kapitän, als Sturm war Anflug nach Hamburg, die ging ungefähr so. Meine Damen und Herren, ich spricht der Kapitän. Ja, kurz zu unserer Landung, der Wind in Hamburg ist gerade reingekommen und zwar einen ordentlichen Westwind mit 50 Stundenkilometern in Böen 70

00:25:36Speaker 1 Mit relativ starken Turbulenzen. Wir werden mal einen Anflug versuchen und wenn das nicht klappt, fliegen wir nach Kopenhagen. Einen schönen Aufenthalt an Bord. Ja. Du kannst dir vorstellen, wie da die Stimmung war. Ja, ja, ja.

Speaker 2 Ja, also ich glaube, die Gäste wollen ehrliche Ansagen. Das auf jeden Fall. Wenn das eine normale Verspätungsansage ist, ich glaube, das Thema hat man, glaube ich, aber auch schon mal, wenn es eine normale Verspätungsansage ist und die Leute wissen, worum es geht, sind viel Flieger und sowas, dann kann man sagen, Leute, wir haben ein kleines technisches Problem, das wird behoben.

00:26:12Speaker 2 Oder auch nicht, aber es wird behoben. Wir haben jetzt 30 Minuten Verspätung. Ich melde mich später nochmal, wenn Sie die Details haben wollen, hören Sie jetzt nicht mehr zu oder irgendwie sowas. Also, dass du erstmal kurz sachlich zusammenfasst, weil die meisten Leute hören Wie du auch festgestellt hast, erwähnt ein Schlüsselwort in einer kurzen Zeit und die Leute hören nicht mehr zu. Wenn du also willst, dass sie zuhören, kurz und prägnant, kurz, was ist Sache? So Verspätung oder wir haben noch ein technisches Problem und dauert noch 20 Minuten. Ich informiere Sie weiter und also.

00:26:45Speaker 2 . Das ist jetzt mein Stil. Ich weiß nicht, Best Practice, gibt es da was Offizielles? Also es steht drin, man soll Schlüsselworte nicht verwenden. Also Man sollte nicht sagen, uns ist ein Computer abgestürzt zum Beispiel. Das wurde mir gesagt, das kommt nicht so gut an, das Wort Abstürzen in einer Ansage.

Speaker 1 Ich plädiere auch immer noch dafür, im Bordunterhaltungsprogramm irgendwie Todesflug 119 zu zeigen oder so. Aber sag mal, gibt es eigentlich eine Verpflichtung, über technische Probleme oder Einschränkungen zu informieren?

00:27:18Speaker 2 Nein. Du kannst einfach sagen, wir sind zu spät. Genau, genau. Aber zum Beispiel, ich habe das selber mal erlebt, da saß ich an Bord, also als Passagier, und der Kapitän hat eine Ansage gemacht, ja tut mir leid, wir haben ein kleines Problem noch, wir sind nichts Schlimmes, aber es dauert halt 20 Minuten. Wir müssen unten noch eine Bremse wechseln und die Kollegen sind schon fast fertig, plus den Papierkram. Also 20 Minuten, schätze ich, dann geht es los. Und der Gast neben mir, der guckt mich an, was soll da Scheiß? Wir wollen noch starten, wozu brauchen wir denn die Bremse?

00:27:48Speaker 2 Im Prinzip hat er ja so ein bisschen recht. Zum Starten braucht man irgendwie nicht die Bremse. Das ist ein Flugzeug und kein Bremszeug. Genau, genau, aber. Irgendwann ist so eine Bremse ja gar nicht so schlecht. Und bei manchen Leuten, ich glaube nicht, dass der Mann technisch Unverständnis darüber hatte, sondern er war einfach sauer. Und hatte da jetzt seinen Wut irgendwie dadurch oder seinen Unwut so aus so geäußert sozusagen. Aber man von meiner Seite aus, ich kann nur sagen, wie ich meine Ansage mache, ist

00:28:21Speaker 2 Regelmäßig, kurz, aber regelmäßig, wenn es irgendwie länger ist. Also alle zehn Minuten den Leuten eine kleine Information geben und denen so kurz sagen, wir sind am Triebwerk, operieren. Denn ich melde mich gleich wieder, in 10 Minuten geht es wahrscheinlich los, geht doch nicht los in 10 Minuten. Das Problem ist dann doch irgendwie ein bisschen größer, aber man hat eine Lösung gefunden. Und so langsam muss ich daran arbeiten. Sind die Leute beruhigt und vor allen Dingen, dass sie ständig und also so würde ich es machen, das ist mein Stil. Da macht jeder das so ein bisschen anders. Es gibt bei uns so ein Mike-Button-Seminar.

00:28:53Speaker 2 Hast du von dem gehört? Schimmern gehört? Genau. Da steht so Basics drin, dass bei einer normalen Kommunikation, wie viel geht über die Stimme, über den Inhalt des Textes? Ich glaube, nur 20 Prozent ist das, ja. Der Rest ist einfach nur Stimmung, Stimme, Gestik, Gesichtsausdruck. Deswegen eine Ansage, sich hinstellen in die Gäste ist immer sehr gut, die einen Feind ins Auge gucken sozusagen.

Speaker 1 Wie machst du es im A380 auf zwei Etagen?

Speaker 2 Ähm, das geht dann halt so nicht mehr, ne?

00:29:26Speaker 1 Aber ich hab auch. Du hast einen Flugbegleiter, der einfach Pantomime Stich nachstellt. Das wäre mal witzig.

Speaker 2 Ich hab doch erzählt, dass ich einmal schon mal ausgewichen bin nach Keflaviek. Und da standen wir zweieinhalb Stunden rum und da bin ich in der Tat einmal durch die Kabine durchgegangen und habe jeden gefragt, haben Sie noch Fragen, haben Sie noch Fragen, haben Sie noch Fragen? Und das habe ich bei längeren technischen Delays, habe ich das auf dem Bobby damals auch gemacht. Einmal hintendurch, guck die Läche. Aber wenn du denen einmal ganz kurz das erzählt hast und da vorne gestanden hast, dann haben die auch meistens keine Fragen mehr. Und vor allen Dingen, wenn du erstmal da stehst. Und die anguckst und sie in denen hingehst, dann frag ich die sowieso nicht mehr.

00:29:57Speaker 2 Dann rennen die eher weg, also jefas bei meinem Gesicht. Genau. So, also, ähm, ja, Erik, es gibt ein Mic Button-Seminar, da stehen so ein paar Sachen drin, wie zum Beispiel, dass der die Akustik scheiße ist im Board, dass du langsam sprechen musst, also alles andere, so wie ich das jetzt nicht mache. Und Hübsch und deutlich kurz und ja, und aber ehrlich auch.

Speaker 1 Steffen, Steffen, sei ehrlich. Ja, nein. Da steht doch was ganz anderes drin. Wie macht denn dann Ansorge?

00:30:28Speaker 1 Meine Damen und Herren, ich lasse auf jeden Fall meinen Mund zu und verändere die Stimme immer wie auf dem Jahrmarkt.

Speaker 2 Bei hier El Bundy, diese alte Serie, ne? Kennst du die? Da war auch mal eine Kapitänsansage, da sagt er nur Hi, this is the Captain speaking. My name is Bob. Und hör das auf. Ja, gut. Sehr schön. Also so richtig können wir das ihm nicht beantworten, oder? Es gibt keinen Guide. Also ich habe mir mal von einer türkischen Kollegin eine türkische Ansage zusammenbasteln lassen.

00:31:01Speaker 2 Die habe ich denn auch manchmal gemacht, aber ich hoffe, ich habe da was Vlünftiges gesagt und nicht irgendwie die Liebeserklärung oder irgendwas.

Speaker 1 Fliegen wir heute nach San Francisco. Ja, ich habe tatsächlich. In der Zeit von der Ferienfliegerei meine Ansage auf Spanisch auch oft gehalten, weil da oft auch Spanier an Bord waren. Die fanden das total witzig. Aber ja, also so ein bisschen verstehe ich die Sprache auch, habe da einen gewissen Zugang Familiär bedingt von daher. Ne, finde ich, die habe ich mal auch mal aufschreiben lassen.

00:31:31Speaker 1 Ja, jetzt guckst du, ne? Ja, das Finish hast du die aufschreiben lassen.

Speaker 2 Aber die habe ich, glaube ich, auch nur zweimal gebracht, dann brach immer hinten alles ein Lachen aus Kaladock, was ich liebe. Ja, okay. Ja, wir haben noch mehr Fragen. Wollen wir die machen? Kurz? Ja, eine können wir noch. Genau. Eine können wir noch. Also wie gesagt, hoffentlich, Erik, hoffentlich hat das gereicht.

Speaker 1 Wir haben noch von Jannick ein paar restliche Fragen.

Speaker 2 Ich habe da noch eine Notiz hintergeschrieben.

00:32:03Speaker 2 Ja. Friseurtermin. Ja, Friseurtermin. Und zwar, er hat. Nämlich letztes Mal gemacht, wie kriegt man deine Frage aber, wie kriegt man Termine frei und sowas, wie machte das, wenn ihr zu einer Party gehen wollt oder irgendwas Kannst du dich nicht mehr erinnern, ne? Ist egal. Das war letztes Jahr. Kennst du diesen Podcast? Vielleicht solltest du mal reinhören selber. Na, ist egal. Du bist ja ganz rot. Ich habe schon mal unseren Podcast. Das war meine Solo-Folge, ne? Ja, genau. Nee, und zwar bin ich in einer glücklichen Lade.

00:32:34Speaker 2 Ich konnte Ich bin zum Friseur gegangen natürlich, als sie wieder geöffnet haben. Und ich habe mir gleich einen neuen Termin gemacht. Und der hat gesagt, ja, ich hätte in sechs Wochen einen. Und ich so, nehme ich. Ohne nachzudenken, einfach so einen Termin nehmen, ohne passt das in den Plan, habe ich da frei, kann das sein, komme ich da vom Fluch wieder? Nee, da muss ich garantiert los. Dieses Termine machen, so Glaskugeling-Termine. Kennst du sowas, ne? Ja, genau. Das war eigentlich irgendwie befreiend. War toll. Achso, er hat aber weitere Fragen gestellt.

00:33:07Speaker 1 Ja.

Speaker 2 Soll ich mal vorlesen?

Speaker 1 Gibt es ein Muster, welches ihr gerne mal fliegen würdet? Auch eventuell eins, welches heutzutage gar nicht mehr fliegt.

Speaker 2 Concorde. Das war so klar. Ja, was denn sonst? Ähm. Ja, weiß ich nicht. Antonov 225.

Speaker 1 Ja, das ist der 83-Kapitän. Muss immer groß sein.

00:33:37Speaker 2 Nö, ich könnte auch aller Herr Dr. Völter sagen, der F16. Allerdings weiß ich genau, da will ich wahrscheinlich. Keine Ahnung, eine Tüte große mitnehmen müssen und so.

Speaker 1 Ich kenne mich ja. Ich glaube, das würde mir auch echt mal zu sagen. Da muss ich sagen, den Markus, dem beneide ich da echt sehr, sehr. Also neid im positiven Sinne. Es freut mich wirklich. Also es ist wirklich, dass er das so machen konnte, mit einer F16 mitzufliegen oder F18, ich weiß es gerade nicht genau. Aber Ja, sowas wäre schon mal ganz witzig, wobei das wirklich mir da ums Fliegerische nur geht, nicht um das Militärische oder so.

00:34:12Speaker 1 Also von daher, ja, nee, aber das, sowas hätte ich schon mal Lust. Ich glaube, ich würde gerne einmal überschall fliegen. Egal mit welchem Flugzeug. Kann man aber, ne? In Südafrika gibt es da einen, der hat so eine Flotte von so alten englischen Fliegern.

Speaker 2 Jetzt sind gerade welche wieder zum Verkauf, glaube ich, irgendwie gerade gesehen. So alte Dinger kannst du auch irgendwie kaufen. Naja. Also, welche ich gerne fliegen würde, also klar, so ein paar Dinger. Ich würde auch gerne mal ein Segelflugzeug, also. Fliegen. Habe ich ja alle schon gemacht.

00:34:44Speaker 2 Und das würde ich machen. Werde ich bestimmt auch machen. Vielleicht. Bald, keine Ahnung, ein bisschen mehr Zeit. Mein SCP-Rating werde ich demnächst verlängern. Also einmotorige Flieger. Und genau. Aber konkret welchen Typ? Da hätte ich jetzt auch. Da gibt es so viele, da hätte ich keine. Ja, genau.

Speaker 1 Aber eine weitere Frage. Ich frage, bei Bohin kann man die Flaps auf sechs verschiedene Stufen einstellen. 1, 5, 15, 20, 25, 30 Grad.

00:35:16Speaker 1 Bei Airbus gibt es lediglich die vier Stufen ohne Gradangabe.

Speaker 2 40 Grad bei dem Bobby.

Speaker 1 Naja, bei uns gibt es nur bis 30. Gibt es Vorteile der vielen Stufen bei Boeing? Naja, das ist, glaube ich, einfach, also wegen den Grad- oder Nicht-Grad-Angaben, das ist ja so ein bisschen. Das ist ja auch so ein bisschen, wie man das verkauft. Also bei Boeing Flaps One fährt tatsächlich die Klappen. Die Flaps selber werden da gar nicht gefahren, sondern die Slats, also die Vorflügel.

00:35:49Speaker 1 Erst bei Flaps 5 bewegen sich hinten die Klappen so ein bisschen. Ja, gibt es Vorteil der vielen Stufen. Hm. Weiß ich nicht.

Speaker 2 Vielleicht sollte man erklären, was er mit Grad meint. Warum gibt es bei Airbus Stufen und warum hat Boeing diese hohen Zahlen, so mit Grat und hat es ja auch gesagt mit Grat, ne?

Speaker 1 Ja, ja, es ist eine Bezeichnung, hätte ich einfach gesagt.

00:36:21Speaker 2 Naja, gut, das wird ja auch der Anstellwinkel oder der Kordwinkel von dem Tragen Wenn du die Landeklappen ausfährst, dann veränderst du ja die Sehne von dem, oder wie heißt das von dem, von der Tragfläche? Das heißt, du machst die Tragfläche größer und machst den Anstellenwickel bei gleichzeitig oder Anstellenwickel der Tragfläche gleichzeitig noch höher und und so und so viel Grad du das anstellst, gemessen in einem Winkel von der normalen Tragfläche aus, werden die Klappen sozusagen Grob bezeichnet. Also wenn du wenn du Flaps 30 hast, dann hast du den die gegenüber dem normalen Flügel, ähm normalen, eingefahrenen Flügel.

00:36:59Speaker 2 die die von der Spitze bis zum Ende runtergezogene Tragflächensehne sozusagen um 30 Grad nach hinten, nach unten gekippt. Natürlich auch verlängert und sowas. Aber so war das ja mal ursprünglich gedacht, dass du da so ein bisschen einen aerodynamischen Hintergrund dazu hast. Das sind aber nur grobe Annäherungen. Ich glaube, bei 30 Grad sind es in Wirklichkeit 28 beim Bobby war das. Und 40 waren in Wirklichkeit 36, wieso, Grad. Man hat aber so eine Annäherung gemacht, um praktischen Zug zu eurer Dynamik herzustellen.

00:37:32Speaker 2 Und bei E-Bus hat man gesagt, scheiß drauf, das sind einfach vier Stufen, 1, 2, 3, 4, bums aus und fertig. Aber bei E-Bus geht man auch den praktischen Weg an. Man sagt ja dort nicht Flaps Zero. Also 0 Grad von diesem Winkel, sagen wir mal, sagt flaps ab, also eingefahren.

Speaker 1 Ja, sagst du auf der Trippe, ja auch? Ehrlich?

Speaker 2 Ah, okay, gut.

Speaker 1 Aber zum Beispiel, wenn du jetzt guckst, MD11, hast du sogar fast unendlich viele Flap-Stufen. Ah, die haben so ein Rad, was sie einstellen. Genau, die können also zwischen

00:38:03Speaker 1 Oh wie war das 25 Grad, können die, also jeden Wert kannst du da einstellen, das ist auch ganz witzig. Und die gehen bis 50 Grad raus, das sieht im Echten. Wenn man das sich das mal anguckt, ganz schön beeindruckend aus waster für große Klappen so hat ja auch so große Flächenbelastung, also hohe.

Speaker 2 Ja, also ich weiß beim Bobby konkret diese Stellen, du konntest beim Bobby in Klappen 1, 5 und 15 ein Take-Off machen und ich glaube Ein Tag-Off mit Stufe 2 bei Airbus. Ich weiß gar nicht, ob es den gibt. Also vielleicht auf dem 320, aber auf dem 380 auf jeden Fall nicht.

00:38:35Speaker 2 Ja, auf dem 320er ging das. Ja, okay. Ist so ein bisschen Philosophie, auch so ein bisschen dabei, und Tradition und er muss halt halt einen ganz neuen konkreten Weg genommen. Bei dem 13er übrigens Da hast du Slats one und dann hast du gesagt Flaps one. Also wie du schon sagtest bei der ersten Stufe fuhren die Slats nur aus Und bei der nächsten Stufe war Flaps, war es, glaube ich, Flaps 5 gleich oder irgendwas. Da hast du also Slats 1 und dann Flaps 5 gesagt, weil erst bei der zweiten Stufe fuhren die Landeklappen hinten mit aus.

00:39:05Speaker 2 Du hast es richtig ausgesprochen auch. Und das war auch eine Anzeige so mit Slats und Flaps gekennzeichnet und sowas. Aber auch da, Autopilot-User, er kann uns das erklären. Hoffe ich. Stimmt. Genau. Ich habe das ja schon wieder alles vergessen. Ja, genau.

Speaker 1 Ja, was fragt der Yannick weiter? Wenn ihr als Passagier mitfliegt, denkt man sich dann, was man selber eventuell besser oder anders gemacht hätte als der Kollege, der vorne fliegt?

Speaker 2 Also Ansagen fällt mir manchmal auf.

00:39:36Speaker 2 Das war nicht gelungen, das war gelungen. Der hat eine gute Stimme. Der hat keine gute Stimme. Sowas. Es ist so. Ja, eigentlich so ein bisschen denkt man ja, aber ja. Ich habe ja schon einige der Ausweichungen der Version als Passagier mitgemacht und bei manchen waren Ansagen katastrophal, bei manchen waren gut. Das ist so das, was man so. Und das Schöne ist ja, wenn man, du weißt, du kannst es dir auch sagen, wenn man Ausbilder ist und hinten den Leuten zugeguckt, dann, also sofern man das Händchen dafür hat, kann man sich viele schöne Sachen bei anderen Leuten abgucken.

00:40:12Speaker 2 Das finde ich immer ganz praktisch. Deswegen, ich finde, jeder sollte immer bei anderen zugucken dürfen.

Speaker 1 Das stimmt, genau. Was fragt er weiter? Ich mache mal weiter. Wenn von eurer Airline ein neues Ziel angeflogen wird, wird der Anflug dann vorher im Simulator trainiert? Hm, hängt vom Ziel ab, würde ich sagen. Es gibt für jeden Flughafen eine Kategorie ABC und da ist tatsächlich sogar ziemlich genau festgelegt, wie das genau läuft. A Airport ist so.

00:40:42Speaker 1 Ganz normal braucht man nichts machen. B braucht man zumindest eine, wie es so schon heißt, Programmed Instruction, was auch immer das bedeutet, also so ein Computertraining, wie auch immer. Und es gibt dann diese Class C Airports, die haben dann noch größere Einschränkungen und die werden dann meistens auch im Simulator trainiert. Also mir würde jetzt einfallen, zum Beispiel Bogotha bzw. Quito in Südamerika Jetzt für deine Operation, ne?

Speaker 2 Ja, generell.

Speaker 1 Also das sind beides Airports, die ganz interessant sind.

00:41:13Speaker 1 Oder ja, die Ferienflieger, Madeira ist natürlich, Bunch halt ist so ein Klassiker. Aber auch La Palma. Hier in Griechenland, wie heißt das nochmal? Das ist eine kleine Insel. Santorini, genau.

Speaker 2 Santorini. Innsbruck ist einer mit Einweisungen. Hängt so ein bisschen, das Kriterium ist oft, wie hoch ist das Minimum, also das Circling-Minimum, welche Hindernisse stehen darum? Daran ist es oft geknüpft, aber manchmal auch an speziellen Winden und also die gerade Fundjahl ist ja so ein Platz mit fiesen Seitenwinden und sowas und da spielt das irgendwie eine Rolle.

00:41:51Speaker 2 Und war das nicht auch? Nicht Skopje ist glaube ich auch so ein Platz mit Einweisung. Oder Engel? Ja, ja, irgendwie sowas. Also da sind halt Bergerhof, Korsika gibt es auch einen Platz. Und ihr Florenz, glaube ich, könnte sogar auch dabei sein. Durch den Miss-Approach, der ja so. Ganz komisch dabei. Okay.

Speaker 1 Also, da weiß ich aber nicht genau, da müsst ihr nachgucken. Also, es gibt immer mal so ein paar Airports, die dann trainiert werden müssen, aber das meiste ist einfach, das geht so.

Speaker 2 Man braucht aber eine Regionen-Einweisung. Also Um einmal jetzt nach Nordamerika zu fliegen oder ganz konkret über den Nordatlantik, rüber mit dem Nordatlantic Track System, da musst du einmal eine Einweisung gehabt haben, auch im Simulator.

00:42:29Speaker 2 Also gibt es manche Regionen auch, in denen man das macht. Na toll, wie schnalle ich das wieder raus jetzt hier? Ja, wieder am Husten hier.

Speaker 1 Genau, und Last Butterglees schreibt er, es kommt ja mal vor, dass wir morgens aufstehen und es dass man morgens aufstehen muss und dass einem erstmal nicht so gut geht. Leichte Kopfschmerzen, Magengrummeln, etc. Ich selber arbeite im Büro und gehe dann erstmal ganz normal zur Arbeit und meist würde es den Tag über ja dann besser, weil es ja oft nichts Schlimmes Wie sieht es bei euch Piloten aus? Da muss man ja eigentlich schon direkt entscheiden, ob man die nächsten 13 bis 14 Stunden fit ist.

00:43:03Speaker 1 Und beim Fliegen können ja Kleinigkeiten einen schon beeinträchtigen. Wo ich mich als Büro-Mensch mal zehn Minuten in die Ecke setze oder eine Runde an die frische Luft gehe, ist das bei euch ja nicht mehr möglich. Bleibt man deshalb als Pilot dann eher mal zu Hause? Obwohl sich im Nachhinein herausstellt, dass eigentlich nichts Schlimmes war und es einem nach zwei Stunden schon wieder besser geht? Das ist eine sehr gute Frage, finde ich.

Speaker 2 Also mir ist beides schon passiert. Ich habe gesagt, das ist ja, das ist ja okay, damit kann ich fliegen gehen und nach dem zweiten Leck, also es war Kurzstrecke oder irgendwas, hat man festgestellt, nee, das geht nicht.

00:43:34Speaker 2 Und dann steigst du aus der Tour aus. Gut, das auf Kurzstrecke geht das, aber Langstrecke. Langstrecke, da ist mir Gott sei Dank soweit noch nicht so passiert, aber da ist mir das Gegenteil schon passiert. Also ich gehe mir lieber krank und abends hast du gesagt, na toll. Hätte es doch losgehen können. Safety first. Ja. Dafür gibt es Bereitschaftsdienst, muss man so sagen. Ist halt so. Unterwegs ist natürlich ein bisschen döver, sagen wir mal so. Klar, weil da gibt es keinen, aber auch das passiert. Es kann auch sein, dass man so Flug aushält.

00:44:05Speaker 2 Aber es kommt wirklich, wirklich selten vor. Ja, das stimmt. Ja, was haben wir hier von Michael Quant? Das letzte, wollen wir noch ganz kurz ansprechen. Eigentlich hat er nur ein paar Links hingeschrieben. Wir hatten ja letztes Mal im Podcast erwähnt. Von der South African Airways diesen phänomenalen Flyby mit 2,340 über das Stadion rüber und dann hat da nochmal der Michael Quandt ein paar Links reingepostet, die werde ich auch mit reintun. den Schweizern von der Suisse, wenn sie mit der Patrouille Suisse auf Flugshow geht, und nicht auf Flugshow, sondern hier bei einem Laubhornrennen.

00:44:41Speaker 1 Beim Lauberhornrennen ist da an dem Berg, was ich da, ich habe den Namen Vergessen. Es ist sehr bekannt, lohnt sich sehr, dahin zu gehen. Kannst du in die Alpen fahren, auf den Berg raufkraxeln und die fliegen dann quasi auf derselben Höhe. Sehr, sehr tolle Sachen. Sehr lohnenswert, soll das so sein.

Speaker 2 Ja, genau. Und hat da ein paar links reingestehen und es sah schön aus. Ja, genau. Vielen Dank, Michael. Ja, danke. Was passiert denn noch so in der Luftfahrt?

Speaker 1 Das frage ich mich auch. Aber ich glaube, eine Sache war da.

00:45:12Speaker 2 Da waren bestimmt viele Kleinigkeiten, schöne und nicht so schöne, aber witzig war ja, dass die, das, oder weißt du, wenn die, das ist ja so die Die Krise bringt ja wieder das Schlimmste in allen Menschen da wieder hervor, glaube ich. Und auch das Guteste. Aber auch bei den Flugzeugen gibt es gute und schlechte. Und hier ist mal wieder Boeing, die böse Boeing, wie sie den Airbus platt oder versuchen wollte zu. . Kaputt zu machen, aber selber Schaden geredet. Ich rede davon, vielleicht habt ihr das gesehen von den Kataflieger

00:45:42Speaker 2 Der bei so einem extrem plötzlich aufkommenden Sturm, so einem Gewitter, das steht, glaube ich, bis 60 Knoten hatte der, wie der aus seinen Schocks rausgesprungen ist, sich langsam in den Wind reingedreht hat. Und dann durch den Wind ist es meistens so, wenn dann bewegen sich die Flieger nach vorne. Ich weiß eigentlich gar nicht warum, warum der Effekt kommt. Wahrscheinlich durch die Aerodynamik an den Tragflächen selber oder irgendwas, denn bewegen sich durch den starken Wind, wenn sie los sind, nach vorne und der hat sich also in den Wind reingedreht und mit seiner schönen Nase ist er in so ein A350, in die Frachttür hat er sich reingetotzt und hat dann eine ganz flache Nase da bekommen.

00:46:16Speaker 2 Wieder zum Thema Strombeflanbetankung, dass wenn man sowas weiß, dass sowas passiert, dann kann man das verhindern durch Schocks, die Ketten haben und dass sie nicht sich gegenseitig da praktisch weggedrückt werden, dass man die Schocks auch im Haupferwerk am Buchverwerk und am Hauptfahrwerk anbringt, dass er sich nicht dreht, dass man sie links und rechts anbringt und halt ordentlich viel Gewicht draufbringt. Und das ist hier nicht passiert. Möglicherweise, weil das ganz überraschend kam. Ich stand da irgendwo dran, glaube ich, der kam so ganz plötzlich an, das Ding. Innerhalb von 20 Minuten ist der Wind hochgekommen.

00:46:47Speaker 2 Ja, und hat sie den aus den Schocks rausgedrückt und nach vorne und den rein in den anderen Flieger. Beide sind Kohlenstoffflieger, also ich glaube, bei einem nur der Radar-Dom, das geht, glaube ich. Aber bei 350, also da werden Sie ein bisschen mehr gucken würden. Auch wenn es nur die Frachtür ist, da wirst du das Ganze drumherum natürlich auch achten, ob das irgendwie ein Knacksviertel kriegt. Das ist wie mit den Handwerkern.

Speaker 1 Du weißt oh, oh, oh. Und jedes Mal O ist teuer.

Speaker 2 Ja, genau. Aber es ist schon wirklich beeindruckend.

00:47:17Speaker 2 Als ich übrigens in Phoenix war, ne? Da ist auch ein, da habe ich das Bild auch irgendwo noch, da ist auch so ein Sturm gekommen, so ein Gewitter, Sandsturm, der über den Platz in Gutja da hinweg gefähigt hat. Und der hat einen Flieger komplett aus den Schocks und aus dem Tie Downs rausgezogen. Der ist ein Luftjäger, hat sich auf den Kopf gedreht und lag dann da. Ups, kann passieren.

Speaker 1 Ja, das stimmt. Und das andere ist ja eine Geschichte, die ist ja schon komisch, oder?

00:47:50Speaker 2 Ja, die hast du jetzt gelesen, ne?

Speaker 1 Ja.

Speaker 2 Ja, da hat es ein Landeunfall. Genau, das ist genau. Also ich sehe eine Seite von Aviation Herald, ne?

Speaker 1 Ja, also ich meine, man trifft ja schon das ein oder andere Mal mit dem Flugzeug irgendwelche Sachen. Also sei es Vögel, sei es Hasen, sei es Ja, beim Rollen Lichtmasten, aber die haben tragischerweise einen Menschen getroffen.

00:48:21Speaker 2 Genau, das war bei der Landung. Das war jetzt, äh, wann war das? Am 7. Mai, also gar nicht so lange her. 7. Mai in Austin, das ist in 737 von Southwest Airlines, gelandet und beim Ausrollen haben sie gesagt, there might be a person on the one way. Und sie wissen nicht genau, ob sie den getroffen haben und haben den getroffen ich weiß allerdings gar nicht wie gut es diesem Menschen geht nicht gut?

00:48:52Speaker 2 Der hat das nicht überlebt.

Speaker 1 Also, man sieht auch ein Foto, der ist quasi vom Triebwerk getroffen worden. Also nicht eingesorgt, sondern Und wenn man sich anguckt, was da für Beulen drin sind, Mann, Mann, Mann. Also ist schon. Also, das sind aber auch Sachen, da rechnest du nicht mit. Nee, da rechnest du nicht mit. Und du kannst halt auch nicht mal eben ausweichen. Das ist also natürlich bei den Geschwindigkeiten Und bis man das selber realisiert hat, das ist schon natürlich doof. Ich habe dann wohl herausgefunden, dass das ein Obdachloser war, der da irgendwie geschafft hat, da reinzukommen.

00:49:23Speaker 2 Genau, das hat man jetzt herausgefunden. Das habe ich auch gehört. Das kam irgendwie jetzt bei Flight Radar ein Newsletter irgendwie raus, dass man den identifiziert hat, den armen Mann. Nun weiß man nicht, ob man da, ob vielleicht wollte er das. Vielleicht weißt du, wo. Irgendwie, naja, aber ich finde ja diesen Weg immer sehr schlecht, dass du, ich meine, du gefährdest andere Leute und auch du als Pilot, also ich möchte das, ich möchte ja auch keinen Zugführer, Lokführer sein, der dem das passiert, obwohl die Da kann da, glaube ich, jeder mehrfach die Geschichten leider erzählen.

00:49:54Speaker 2 Aber als Pilot möchte das auch nicht. Hier haben wir einen Fuchs mitgenommen, allerdings. Der fand das auch nicht gut. Der war leider auch tot. Und Kollegen haben erzählt, die haben einen Reh mitgenommen. Das war aber nicht berührt. Also sind nur mit der Tragfläche rüber. Ich glaube, das habe ich auch schon einmal erzählt. Und das hat aber durch den Luftstrom, das hat dieses Tier praktisch so rumgewirbelt, dass der war verknotet. Das Tier war auch tot. Also, das war. Ja, ist natürlich schade. Natürlich, wie kommen die da hin? Ich meine, dass diverse Geschichten in der Welt immer existieren mit Kühen und Schweinen und was ist nicht alles

00:50:26Speaker 2 passiert und achso und ich habe ja letztes habe ich das hier ein kleines video gezeigt als ich im urlaub war und wir sind in panama von panama city nach boca de toro geflogen Und ich hatte die Kamera mal wieder so dran geklebt an die Passagierscheibe. Und beim Landanflug nehme ich dann auf, gucke mir den Film nachher an, da war ein Typ mit dem Fahrrad auf der Randweg. Also der ist natürlich aus dem Weg gerollt, irgendwie sowas, ne? Aber so vorbeifahren sieht dann auf jeden Fall sein Fahrrad so schnell weggeht. Und als sie denn ausgestiegen sind.

00:50:56Speaker 2 habe ich dann mir die Ladebahn danach geguckt und dann sah man ihn in der Ferne wieder radeln, langsamt und dann praktisch seinen Weg da irgendwie nehmen. Das ist wahrscheinlich auch. Der ganz normal, aber der Benutzer so Abkürzung und kann wahrscheinlich mit der Gefahr hoffentlich dann irgendwie umgehen oder irgendwas. Naja, okay. Oh Mann. Ja, Sachen gibt's. Tja. Ich sag's dir. Ja, Steffen. Soll ich noch was erzählen, was mir sonst so passiert ist? Ich hab mich letztens. Oder hast du was? Nee. Tatsächlich. Du hast ja Urlaub gehabt, ne?

00:51:26Speaker 2 Mir passiert aber auch nichts. Aber Aber mir ist das in den Kopf gekommen, weil ich habe ja diese ganzen Bilder gesehen von diesen geparkten Fliegern und sowas, die überall rumstehen und alles verstopft haben. Sowas ist mir sozusagen im Anflug einmal live passiert. Okay. Ja, das war 2001 oder irgendwas. Wir flogen, Nikolai S. nenne ich mal und ich, wir flogen nach Porto. Also Dieser Flugplatz in Portugal. Und das Wetter war jetzt nicht so berauschend.

00:51:56Speaker 2 Wir flogen da an und es war unheimlich viel los auf der Welle. Und wir flogen da hin. Also das Wetter war jetzt, mit Berauschen meine ich, es war nicht. Es war nicht schön, es war ein bisschen windig, aber es war auf der Bahn, es war alles okay. Also wir haben uns überhaupt keine Gedanken gemacht, dass irgendwas mit diesem Flughafen nicht sein könnte. Wir sind also dahin geflogen im Anflug. Tierisch viel los auf Frequenz. Ein Flieger vor uns konnte die Ausfahrt nicht nehmen, weil da ein anderer Flieger stand, der musste noch ein bisschen länger rollen, dadurch blieb er länger verbrannt.

00:52:26Speaker 2 Wir mussten einmal durchstarten, einmal in die Platzrunde fliegen und sind dann angeflogen. Und sind auch rausgerollt und standen da erstmal auf dem Taxiway. Weil dieser ganze Flughafen war voll geparkt. Er war voll geparkt. Das Ding war ein Charterflug von Condor. Oder für Corner. Ich habe alle Ansagen immer nur in Deutsch gemacht, die Leute informiert, wie ich das gerade erzählt habe. So alle schön alle 15 Minuten. Wir standen da zwei Stunden rum, bis wir endlich einen Parkplatz bekamen. Der Grund war folgende: Lissabon war zu.

00:52:57Speaker 2 Also Lissabon als heute ist zugegangen oder als Flughafen ist zugegangen wegen Wind. Also die sind alle rein weicher ausgewichen, unter anderem auch nach Porto. Und dieser Scheißflugplatz war so voll, dass wir da zwei Stunden auf dem Parkplatz gewartet haben. Das war ein Chaos da auf dem Ding. Und ich habe schön meine Ansagen auf Deutsch gemacht und die Leute waren alle ganz beruhigt, dadurch sediert, sind ausgestiegen, die ja in Urlaub, die waren ja alle ganz glücklich. Und ich stehe da noch in der Tür, um die Leute noch zu verabschieden und einkommt. . kommt er ganz freundlich an in einem wirklich höflichen Britisch und sagte dann zu mir, that was very nice speech you made, very fine, but

00:53:29Speaker 2 Only in German. Could you tell me what the hell was going on? Das war der einzige Engländer, der irgendwie an Bord war. Und er hatte dann gefragt, was war denn da eigentlich los? Aber er saß da ganz bescheiden. die Kollegen fragen können. Aber nee, hat er nicht gemacht. Naja, und das fiel mir so ein, dass ich so gewing Park-Flugzeuge und was es da für Sachen geben kann.

Speaker 1 Ja, ich habe gerade mal bei Google aufgemacht, also viel Spaß bei den Mausklicks rausretuschieren aus der Aufnahme. Ja, da ist auch nicht so viel Platz. Eine Bahn. Vier Taxiways, das war's.

00:53:59Speaker 2 Ja, nee, das Ding ist schnell zu. Den Nach und nach mir gedacht, also falls du jemals wieder nach Porto fliegen solltest, schau dir das Wetter von Lissabon an. Also Lissabon war gar nicht unser Alternate, da war jemand anders, aber dazu kannst du dich da natürlich auch da irgendwie sagen, dass sie sagen, hier Porto is closed, go somewhere else, please. Naja. So kennt es.

Speaker 1 Spannend. Ja, Steffen, wenn jetzt jemand uns Kontakt oder Feedback und oder Feedback geben wollte, wie könnte er das denn machen?

00:54:30Speaker 2 Also er könnte natürlich einfach eine E-Mail schreiben an fragen at kamflywithas. de. Das geht ganz klasse. Da antworten wir drauf. Er kann dich anrufen. Ich werde nachher deine Telefonnummer hier reinschreiben. Okay? Okay, sehr gut. Sehr gut. Und er kann natürlich auch bei Twitter. Fragen und zwar at frag C F W Charlie Foxtrot Whiskey Uniform und auch da seine Fragen platzieren oder ganz normal auf der Webseite.

00:55:00Speaker 1 Ein Traum, dass das da so lange für geübt.

Speaker 2 29 Mal. Ja, genau. Da fällt mir gerade ein. Ich habe letztens eine Scherz. Ich habe eine große Familie und die hat mich dann irgendwie wieder irgendwas genervt und hat gesagt, Steffen, Steffen, wie komme ich hier weiter? Wen muss ich dir anrufen? Und das war so ein simples Ding und da habe ich eine Nummer rausgesucht. Und das war er vom ärztlichen Notdienst. Und er kam also drei Minuten später die Frage, haha, Chef und Lenckwill. Ich war, das war irgendwie. . Naja, ist egal. Also Leute. Telefonnummer, da, Olli könnt ihr anrufen, ähm, der hat Urlaub, alles ist prima.

00:55:34Speaker 1 Ich bin beschäftigt, ich bin nicht da. Genau Ich mache dann eine Rufweiterleitung an deine Telefonnummer. Genau, dann bleibt uns nichts anderes übrig zu sagen. Bis bald. Bleib bitte gesund.

Speaker 2 Und gewogen, wie du immer so schön saß, ne?

Speaker 1 Und wir sprechen uns, schaffst du das in zwei Wochen? Ja, ich denke. Ja. Kriegen wir hin. Das wird genau einen Tag nach meinem Friseurtermin sein. Ja, super. Vielleicht ist meiner auch da dran. Muss ich mal gucken. Aber lohnt sich das bei dir?

Speaker 3 Ja, selbstverständlich.

00:56:08Speaker 3 Sag jetzt kein Wort. Okay? Ich sage jetzt Tschüss und auf Wiedersehen. Ciao. Alles klar. Tschüss.