Folge #34 · 14.07.2020 · Dauer 01:08:44

CFWU 34 - Face2Face with a PilotsEYE©

1 Fund Original-Episode auf comeflywithus.de →

Heute mal wieder eine Interview Folge, allerdings ohne Olli.

Diesmal mit Thomas Aigner von PilotsEYE, einem Video Portal mit sehr vielen Cockpit Videos und mehr.

Steffen unterhält sich über die Produktion und Schwierigkeiten eines solchen Projekts, aber auch über die Wahrnehmung dieser Dokumentationen auf AvGeeks, Piloten und normale Fußgänger.

Kapitel (21)
  1. 00:00:00 Begrüßung
  2. 00:01:00 Hinweis auf V1Rotate Podcast
  3. 00:02:10 Filme mit "JR" und die Anfänge
  4. 00:08:12 Flüge in die USA? Der A350 Flug nach BOS
  5. 00:09:43 Remote CAMs im Cockpit, Fernsteuerung möglich?
  6. 00:11:29 Flug nach London City, Genehmigung
  7. 00:14:13 Planestream
  8. 00:14:46 TCAS Erschrecker!
  9. 00:18:22 Zielgruppe ➔ FluSI? Dokumente
  10. 00:20:56 Noch mal Planestream!
  11. 00:23:07 Auswahl der Cockpitbesatzung
  12. 00:25:01 Hilfe durch durch den Status der Besatzung.
  13. 00:28:16 Der Fall des ENG Overheat.
  14. 00:30:56 Der "Hausfrauentest"
  15. 00:35:14 Drama im Cockpit, Script?
  16. 00:39:40 Die Harley in SFO!!
  17. 00:50:27 Die Küchenuhr
  18. 00:51:50 Steffens A380 Souvenir
  19. 00:57:08 Warum keine Kleinflugzeuge PilotsEYE
  20. 01:03:12 Geschichte aus dem Film Cockpit.
  21. 01:07:55 Verabschiedung

Vertagte Themen (1)

Links (12)

Transkript

00:00:00Speaker 1 Hallo Leute, da sind wir wieder. Hier ist unser kleiner Podcast Come Fly With Us. Wir sind heute am 12. Juli zusammengekommen. Folge 34 ist es und genau, immerhin 34. Und jetzt sage und schreibe, ja, es ist eine Folge Uniolli. Wir werden ihn heute vermissen. Aber ich habe jemanden anders mitgebracht. Ich schaue gerade face to face, also über Elektronik geregelt, den Thomas, Thomas Eigner ins Gesicht und wir wollen uns ein bisschen über seinen. Ja, seine Arbeit unterhalten, die wahrscheinlich jeder von euch kennt, also jedenfalls der Hörer, die glaube ich uns hören, die die kennen davon

00:00:37Speaker 1 Die Piloten kennen das auch alle, alle, nämlich Pilot's Eye. Und er hatte mich gefragt, ob wir es mal unterhalten können. Und hier sind wir also. Und ich hatte ja auch schon im Vorwege so ein paar Fragen. gesammelt und ich dachte, wir könnten uns mal ein wenig überhalten. So, jetzt halte ich erstmal meinen Mund. Hallo, guten Tag Thomas.

Speaker 2 Serve Steffen.

Speaker 1 Ich habe mir erlaubt, vorher mal in einen anderen Podcast reinzuhören, der nennt sich, glaube ich, V1Rotate oder sowas. Ganz richtig, von Stefan Jäger aus der Steiermark in Österreich. Genau, ich musste natürlich erstmal mein nordisches Ohr da so ein bisschen dran adjusten, weil das überhaupt, wie auch bei manchen Filmen auch, die sind so ein bisschen süddeutsch-lastig.

00:01:15Speaker 1 Also die Schweizer folgen da, aber okay, Griechen, wobei die Schweizer, Gottes Will, die sprechen ja auch eine andere Sprache, da darf man das ja, Gottes Willen nicht erwähnen.

Speaker 2 Steffen, du bist Pilot. Du kannst es schaffen. Ja, Chinesen, die Englisch versuchen zu sprechen, auch noch zu verstehen. Also, das nehme ich dir nicht ab, dass du quasi das österreichische Idiom nicht verstehst.

Speaker 1 Das kriege ich schon hin, ja, ja, hast recht. Aber trotzdem, man muss immer so ein bisschen reinhören da rein. Ja, das kommt genau und ich habe mir den Podcast angehört und da erklärst du so ein bisschen auch wie du dann zu deiner

00:01:50Speaker 1 zu deiner Filmserie Passion, wie ich das denn auch nennen darf, gekommen bist. Sehr, sehr interessant und vor allen Dingen auch, du erzählst glaube ich ganz am Anfang. Ich muss mal überlegen, diese Folge mit JR, wie wir ihn ja nennen. Wir wissen beide, wie er im Vollnamen heißt, aber aus Gründen sagen wir mal nur JR, wie du da in diese Folge reingekommen bist. Und war das auch der erste Film eigentlich im Cockpit?

Speaker 2 Ich habe mit Gia sogar zwei Filme gemacht. Es gibt einen Flug mit einer 340-600 von München nach San Francisco. Das war der Film, wo wir noch beide nicht wussten, was wir eigentlich voneinander erwarten dürfen oder sollen und quasi in so einer Lauerstellung verharrt sind.

00:02:29Speaker 2 Und dann gibt es den Flug, der dann zehn Jahre später war. Das war sein Abschnittsflug mit der 83 auch wiederum nach San Francisco. Aber dann natürlich von Frankfurt, weil die ja damals noch nur in Frankfurt gebased war.

Speaker 1 Dieser, als du erzählt hast darum, die Schwierigkeiten, wie ihr praktisch das Projekt zum Starten bekommen habt, war das über den ersten? schon von den 340er die Folge, wo es ging, wir wollen folgendes machen, was aus allen Gründen nicht geht, so habe ich den Satz im Kopf, aber

00:03:00Speaker 1 Wir suchen einen Grund, warum wir das machen. So ungefähr formuliert.

Speaker 2 Ganz richtig, Steffen. Das war vor der ersten Folge. Also das war im Jahr 2005, wo wir quasi wo ich quasi diesem diesem Termin beigewohnt habe, wo er quasi mich mit meiner Idee den Leuten innerhalb des Hauses vorgestellt hat. und quasi viele Leute am Tisch saßen und man hat ihnen schon vorher angesehen, dass sie quasi mich gerne zerlegt hätten und eigentlich nur gerne darüber gesprochen hätte, warum etwas nicht geht.

00:03:34Speaker 2 Und da habe ich für mich persönlich unheimlich viel gelernt. Und ich habe das ab dem Tag eigentlich viel mehr und viel häufiger praktiziert, den Satz. Meine lieben Herren, ich stelle Ihnen einen Herrn Eigner vor, der hat eine Idee, für die es tausend Gründe gibt, es nicht zu machen. Ich möchte mich nur mit Ihnen über die eine Möglichkeit unterhalten, wie es funktionieren kann. Okay. Und das ist mir wirklich ein Lebensmoto geworden.

Speaker 1 Also jedenfalls in diesem Podcast, da wird auch ein bisschen erklärt, will ich auch gar nicht drauf eingehen, so wie er die Kameras und Ich konnte das alles so mitempfinden. Das ging darum, wie bringen wir die Kameras an?

00:04:05Speaker 1 Können wir die irgendwo mit reinschrauben? Da ist ja eine Schraube dran, dass du natürlich das überhaupt nicht machen kannst. Das leuchtet einem Flieger. sofort ein, dass man da nicht irgendwas machen kann, irgendwie um die Kameras anzubringen. Man muss also mit Saugnöpfen und mit Klebefolien, was ich da alles mögliche arbeiten. So das geht das gar nicht. Selbst das Einstöpseln eigentlich des Audios in eine Buchse rein. Da muss man schon überlegen, mache ich das überhaupt, ist das zugelassen oder nicht, um das. mitzuschneiden beim Audio. Ah, du hebst den Finger, okay?

Speaker 2 Ja, nein, ich wollte nur sagen, wenn es dich interessiert, mit einem Trendrafo, also einer galvanischen Trennung, dass man von dem Netz

00:04:41Speaker 2 Dieses Bordnetzes entfernt ist, kann man das zum Beispiel machen, weil würde es einen Kurzschluss auf meiner Seite geben bei meinen Geräten. würdet ihr nicht ins Netz hineinspielen. Und so kriegt man zum Beispiel da auch eine Genehmigung.

Speaker 1 Genau, und das hat, klar, habt ihr bestimmt auch gemacht, aber musst du davor erstmal rausfinden und wie geht das alles. Ja, ja, sehr spannend. Also in dem Sinne fand ich das sehr interessant, konnte auch mithören. Ich konnte vor allen Dingen bei dieser Passage mithören, wie es darum geht, wie kriege ich jemanden mit ein Cockpit rein. Weil ich hatte. . auch eine Idee sozusagen, oder beziehungsweise wurde darauf angesprochen, es ging darum, auch einen Podcast mal ein Flugzeug zu machen.

00:05:17Speaker 1 Und der ist auch letztendlich passiert. Und zwar sagte Omega Tau was, die Podcast-Serie. Okay, jetzt ein Hörbefehl, Omega Pod, nee, das ist ein reiner Technik-Podcast. gibt es unglaublich über 300 plus Folgen, auch sehr viele Flugzeug Folgen. Der Markus Förder, der das betreibt, ist schon ganz cool, wie er die Leute vorankriegt. Und ich hatte ihn mal vermittelt, auch auf der MD11 mitzufliegen und einen Audio-Podcast mitzumachen. Und ich hatte ihn einmal mit auf dem 380er und da weiß ich genau der Weg da rein, der ging letztendlich von der Seite rein.

00:05:48Speaker 1 Also ich musste einfach den richtigen Menschen zum richtigen Zeitpunkt erwischen, wo das überhaupt kein Problem war. Und nachdem mir das Audio aufgenommen haben, was acht Stunden Material war oder irgendwas in der Art, habe ich mir das natürlich alles nochmal angehört, habe selber Sachen rausgenommen, wo ich dann fand, also das, ne, so Du willst ja auch durch einen flotten Spruch keinen Menschen irgendwie in Angst machen, wenn du da irgendwie so einen flapsigen Spruch raushaut, der ja bei mir auch gerne mal vorkommt. Und wenn du hörst, es ist eine nachträtige Andenkst und dann

00:06:18Speaker 1 ist natürlich der intern die Firmenstelle nochmal darüber gegangen und eh, die überhaupt so viel Personalkapazität hatten, sich das alles anzugucken. Ich weiß nicht, wie es bei euch läuft. Das hat nochmal zwei Monate gedauert, bis wir das okay bekamen, nachdem das und das und das noch rausgeschnitten worden sind.

Speaker 2 Also bei uns ist es ungefähr zwei Jahre von der Idee eines Filmes, bis er quasi auf den Markt kommt. Der Schnitt eines Filmes ist allein 40 Tage, also 40 Arbeitstage. Die Tonmischung ist 10 Tage.

00:06:48Speaker 2 Die Farbkorrektur ist 7 Tage. Das Retuschieren, weil wir ja selber im Cockpit zu sehen wären. Und wir müssen uns ja rausretuschieren, weil sonst ja das Gefühl für den Zuschauer, alleine mit dem Piloten da zu sein, nicht mehr gegeben ist. Also zwei Jahre bei uns. Da warst du noch mit deinen drei Tagen irgendwie sehr schnell.

Speaker 1 Mit drei Tagen? drei drei Monate habe ich gesagt, habe ich gedauert. Also drei also bis ein oder zwei Monate, einfach nur weil

00:07:18Speaker 1 Das ist ja ein Projekt, was jetzt nicht unbedingt von der Firmenseite Ressourcen zugeteilt bekommen ist. Das heißt, die Kollegen von der Presseabteilung haben das so nebenbei durchgehört. Die haben auch die Fotos gesehen und Und da mussten wir auch ein paar Fotos rausnehmen, da lag so eine Gummibärchentüte auf dem Centerpestel, das fand der Mann nicht so gut, das musste weg. Und auch ich hatte eine GoPro an der Seite kleben, die natürlich auch den Film, Filmaufnahmen gemacht hat. Nur für uns privat, also für irgendwas. Ich habe auch immer, auch die muss man weg, weil GoPros sind nicht gerne gesehen, wenn die an der Scheibe kleben.

00:07:52Speaker 1 Also, also rein offiziell so vom Behörde her. Anders als bei euch. Bei euch war das ja alles abgesegnet. Und ja, du nichts ja, es war klar, sowas geht das irgendwie auch gar nicht anders. Und deswegen fand ich es schon spannend, das zuzuhören. Vor allen Dingen in dem Sinne auch Dass wir dazu natürlich auch Fragen bekommen haben von unseren Hörern, die gesagt haben: Sag mal, wie kriegt ihr denn die Genehmigung in die USA zu fliegen? Das war noch vorhin 9-Elip. Aber die Firmen, die danach kamen, wie kriegt er die Genehmigung im Coppet zusammen?

00:08:23Speaker 2 Also Amerika gar nicht. Wir haben, ich kann dir, oh ja, natürlich kann ich dir eine Geschichte erzählen. Und zwar war das die Inauguration von München nach Boston mit dem 3,50. Der Film habe ich übrigens gefallen, das gerötten. Später, aber können wir gerne mal erzählen. Dankeschön, das freut mich sehr. Aus deinem Mund ist sowas wirklich doppelt wert. Und wir haben damals gesagt, weil es auch so etwas Besonderes ist, weil es natürlich dort auch eine Wasserfontäne geben wird und ein Empfangskomitee und Pi Papo und Flottenchef auch noch dabei, also eine relativ große Sache.

00:08:58Speaker 2 Mit einem gemeinsamen Interesse von beiden Ländern, dass da jetzt quasi ein neuer Dienst aufgenommen wird. Also haben wir eine offizielle Anfrage an die FAA gestellt. Und es hat Monate gedauert, und es war eigentlich kein großes Interesse der Amerikaner, dieses zu erlauben. Und wir haben aber trotzdem ganz am, also knapp davor dann die Erlaubnis bekommen, dass man quasi auf einem Black eine Person da mit im Cockpit haben darf. Und das haben wir dann auch gemacht.

00:09:28Speaker 2 Aber ich kann nur sagen, es ist wahnsinnig schwierig, weil die Amerikaner zwischen den Zeilen sagen, warum sollten wir so etwas genehmigen, deswegen haben wir ja das verboten.

Speaker 1 Ich weiß, dass es auch sozusagen auch nicht nur in dem amerikanischen Luftraum also werdet ihr bestimmt da die Kameras einfach installiert haben und dann die liefen dann mit sozusagen auf einen Teil der Reise, ne?

Speaker 2 Ja, vielleicht ist das auch die Idee der Zukunft, dass man mittlerweile Sehr gute Remote-Kameras hat. Also ich sage mal, ich träume jetzt davon, aber du hast die Problematik, wie du die Kabel dann verlegst, weil du bist ja im Cockpit abgeschirmt.

00:10:04Speaker 2 Also musst du quasi wirklich schwierig die Kabel verlegen, wenn das Flugzeug am Boden ist. Aber im Idealfall könnte man sowas machen, also dass du mehrere fernsteuerbare Kameras anbringst. dich in die erste Reihe nach hinten setzt, dort ein paar Monitore oder einen Monitor hast und in kleinen all die Kameras siehst und die quasi auch wirklich über eine Fernsteuerung dann steuern kannst.

Speaker 1 Also vor allen Dingen, du könntest sie doch, musst du sie denn fernsteuern? Kannst du nicht einfach den Kram die ganze 8 Stunden, 12 Stunden mitlaufen lassen? Mittlerweile reicht die Kapazität doch auch.

00:10:35Speaker 2 Ja, Steffen, wir haben ja mittlerweile bis zu 14 Kameras. Das sieht man bei dem Kito-Film sehr gut zum Beispiel. Aber trotzdem, eine Kamera muss handgeführt sein, weil das ist die Kamera, wo der Kameramann auch den Funk mithört. Und wenn du natürlich am Funk schon hörst, dass du jetzt eine neue Höhe bekommst. Dann weißt du natürlich schon ein paar Sekunden vorher, wo du hinschauen musst mit der Kamera. Das kannst du mit einer steuerbaren Kamera nicht machen und das kannst du nur mit fixen Kameras auch nicht machen, sondern du Eine Kamera muss bemannt sein mit einem Menschen, der von Fliegen was versteht, um eben die Sachen, die passieren, richtig interpretieren zu können.

00:11:11Speaker 2 Wir haben ja auch einen. Engine Overheat gehabt, wo wir quasi umgedreht haben, über Salzburg und wieder zurück nach Zürich sind. Da klebst du natürlich nur am E-Kheim, weil dort spielt die Musik.

Speaker 1 Ja, ja, okay, das kann ich gut vorstellen. Also, aber trotzdem, dieselbe Frage: Der Flug, gibt es auch einen Flug, der geht nach London, Hisrow, oder zumindest nicht Hisrow, sondern nach City, ne? Genau. Auch da Genehmigung. Habt ihr auch lange gebraucht, bis um die zu bekommen.

Speaker 2 Ja, lange gebraucht und ich glaube, es ist auch ein sehr schöner Film geworden, weil wir zu einem Zeitpunkt etwas eingefangen haben, was es heute nicht mehr gibt.

00:11:44Speaker 2 Das Flugzeug heißt nicht mehr Bombardier, es heißt nicht mehr CS100. Der Flughafen in London City sieht heute ganz anders aus, weil sie jetzt geschafft haben, ein Taxiway hineinzubauen. Also die haben quasi das Wasser, wenn man so möchte, überdacht und dort wirklich Beton hineingegossen. Und unten fließt aber die Themse weiter. Und also ja, das, was wir da quasi eingefangen haben, ist wirklich ein Zeitdokument. Genauso wie wir in Quito ja noch in der Stadt gelandet sind. auf einem Airport, den es auch heute nicht mehr gibt. Achso, das weiß ich gar nicht.

00:12:14Speaker 2 Ich bin da nie hingebracht. Ja, ja, Kitwurst ist quasi nach ist eine Stunde außerhalb der Stadt neu gebaut worden. Okay, alles klar.

Speaker 1 Okay, das kann ich mir gucken. Das war nämlich eine der Fragen, wie kriegt sie das hin? Und da gibt es Wie gesagt auch Flug, wo Interviews zum Cockpit geführt worden sind. Aber wenn das vielleicht habe ich das verwechselt mit dem, was das vor 9-11 war, weil 9-11 danach war ja. . War ja alles immer sehr, sehr, sehr, sehr schwierig.

Speaker 2 Naja, man kann wirklich sagen, also wenn ich jetzt quasi bei der FAE eine Anfrage gestellt hätte, dann hätte ich nicht mal eine Antwort bekommen. Das kann immer nur funktionieren, wenn es im Interesse der Firma ist und wenn es einen besonderen Fall gibt, so wie das bei uns eben quasi dieser Einführungsflug, dieser Einstiegsflug nach Boston war.

00:12:55Speaker 2 Dann haben sie sich bemüßigt gefühlt. Und ich verstehe es auch, weil sie mit Sicherheit viele Anfragen haben. Und auf der anderen Seite, du weißt ja, wie sehr Amerikaner quasi regeltreu versuchen zu sein. Und dann kommen da die Germans und wollen da irgendwie dauernd Ausnahmegenehmigungen. Natürlich machen die den Daumen nach unten.

Speaker 1 Ich hatte letztens auch versucht, ein Cockpit-Oquet zu kriegen für einen Kollegen vom Airbus, also ein relativ hoher Ingenieur war das gewesen, den kenne ich persönlich und der. der wollte den Flotten auch nach San Francisco damit und hat der der, ich habe mit dem Flottenchef gesprochen, Betriebsleiter gesprochen und er sagte, vergiss es, das kriegen wir nie hin.

00:13:29Speaker 1 Ich sagte, der könnte von Airbus aus ein tolles Schreiben liefern Weil er hat das Flugzeug mitgebaut und all sowas und sagt er, vergiss es, brauchen wir gar nicht erst probieren. Das dauert Monate und du willst übermorgen oder in zwei Wochen fliegen. Niemals vergiss es.

Speaker 2 Deswegen gibt es ja diesen schönen Satz, da dann fliegt doch in die andere in die andere Richtung, da hast du diese Probleme nicht.

Speaker 1 Genau, na Und also den Kollegen von dem Podcast Omega Tau, mit dem flog ich dann nach Hongkong. Das hat dann auch da geklappt. Aber auch da sind die Regeln intern bei uns schwieriger geworden. Also das geht auch nicht mehr so ein.

00:13:59Speaker 1 Also einfach so, dass wir jemand mitnehmen, das ist auch vorbei. Da sind die Regeln angepasst worden, auch weil das LBA mittlerweile da viel genauer reinkommt. Verstehe ich. Überhaupt, da wurden, also was noch so, Fragen von den Kollegen zum Beispiel, Plainstream, das sagt man überhaupt gar nichts. Da fragt, ob das Projekt noch läuft oder nicht läuft oder so. Okay. Also das heißt, ich kenne Omega Town nicht und du kennst Plainstream nicht, Steffen. Okay. Vielleicht nicht. Die Zielgruppe, also ich kenne ja auch deine Filme, aber ich habe mir nie angekauft, weil ich glaube, ich bin nicht so die Zielgruppe dafür.

00:14:35Speaker 2 Ich hoffe nicht, dass du es illegal runtergeladen hast, weil das tut uns natürlich am meisten wie.

Speaker 1 Nein, aber man kann ja einige Ausschnitte bei YouTube sehen, da gibt es ja so markante Szenen von einer erschreckenden Co-Pilotin bei der Tikas-Warnung und sowas, die

Speaker 2 Ach komm, also ich muss jetzt wirklich Jenny heißt sie, wirklich in Schutz nehmen. Und vielleicht ist es auch ganz interessant für dich als Dokumentarfilmer. Wir haben da 14 Kameras und wir haben diese Ticaswarning kurz bevor wir in Miami landen. Und in 13 Kameras hat man sie nicht wirklich erschrecken gesehen.

00:15:06Speaker 2 Und ich habe mir lange, lange, lange überlegt, ob es die Person quasi diskreditiert, wenn ich sie die Kamera nehme, wo man wirklich sieht, dass sie für eine Sekunde erschreckt. Aber wir haben uns dafür entschieden, weil sie ganz kurz danach, wenige Sekunden danach, wieder komplett unter Kontrolle ist und man eben merkt, ja, das ist menschlich. Ich erwarte in dem Moment am allerwenigsten, dass da eine Tickerswarnung kommt, die dazu noch nur eine Warnung war. Das weißt du ja selber, dass man da eigentlich wahrscheinlich noch nicht so sehr erschrickt.

00:15:37Speaker 2 Erst wenn man dann quasi eine, wie nennt sich das? Das weißt du wiederum, Solution?

Speaker 1 Ich glaube eher, das war nicht eine Warning, das war ein Alert und danach kommt die Warning und dann ist die Resolution damit gemeint, also so von dem Threat-Level, ne?

Speaker 2 Genau, siehst du, also das meine ich, ich glaube, da sind sie dann ein bisschen, aber das war wirklich ein Grund, wo wir gesagt haben, das ist für eine Dokumentar Episode wichtig zu sehen, wie jemand, der schrikt, vor allem wenn er danach auch wirklich sofort wieder unter Kontrolle ist. Aber es ist Unendliche Diskussionen, die auf der Webseite entstanden sind, ob das gut ist, ob sie fachlich gut ist.

00:16:11Speaker 2 Was ist deine Meinung? Darf ich dich da gleich fragen? Darf man bei einer Tickers Warnung erschrecken für ein paar Sekunden? Wie ist es dir gegangen, wenn du das hast?

Speaker 1 Ich denke schon, man. Also ich kenne die ganze Szene, ich kenne nur diese eine Schreckszene, wie gesagt. Und wirkt natürlich erst so. In dem Sinne komisch, weil sie im Simulator schon mehrfach, mehrfach erlebt hat. Weil alle Menschen, die du da im Cockpit hast, ich meine, wir können auch mal draufkommen, wer denn da überhaupt für dieses Playing.

00:16:42Speaker 1 . Plain Stream jetzt nichts, muss ich mir gleich nochmal erklären, sondern für Pilots I, wer da mitfliegt, das ist ja alles, ich sage mal so, ausgelesenes Personal, wenn ich das so sagen. Also ich habe da nur Flottenchefs, Trainingsleiter und alles Mögliche gesehen. Die das sind ja, da haben sie ja nicht so So ein, wie nennen wir das auf Deutsch, Leinschwein genommen, also ein Piloten von der Stange, wie ich es bin. Und da reingesetzt. Und auch dementsprechend sind die Kolo-Piloten, die sind alle sehr erfahren. Also die Co-Piloten bei dem JR-Flug und so, die kenne ich mit dem ja auch teilweise, die sind, da sind ja auch manche, naja, okay, da kommen wir leider mal drauf.

00:17:19Speaker 1 Die werden manchmal gar nicht so dargestellt, finde ich, aufgrund einer einer Konversation, die da stattfindet, auch wahrscheinlich einfach als Unterhaltung für die Gäste, damit da eine Konversation überhaupt Systeme erklärt werden. Das würde nicht so in dem Sinne stattfinden, weil beide auf einem sehr hohen Niveau in Erfahrung da drin sind. drinnen sitzen, sozusagen. Also so ein bisschen.

Speaker 2 Ich muss dazu sagen, Steffen, das ist auch unsere Bitte, wiederum der Film mal zu sagen, redet ein bisschen ausführlicher über Dinge, die eh klar sind, weil sie für den Zuschauer interessant sind.

00:17:49Speaker 2 Aber interessanterweise hat sich noch nie ein Zuschauer aufgeregt und du bist wirklich der Erste in 14 Jahren, der sagt, die reden ein bisschen ausführlicher als notwendig. Ja, das ist so, aber es ist niemandem ein bisschen negativ aufgefallen.

Speaker 1 Es manche ich auch gar nicht negativ. Das ist ein Teil des Doku-Effekts. Man muss das so machen, damit überhaupt die Leute es erzählen. Wir sind immer noch bei Plainstream, haben wir immer noch im Hinterkopf. Das interessiert mich ja selber noch, was das ist. Aber ich war einmal als ganz normaler Pilot mit einem Film, den ich selber immer so gedreht habe, über Innsbruck-Anflug.

00:18:21Speaker 1 Sehr schöner Film übrigens geworden. Innsbruck ist immer spannend. Und den haben wir da vorgeführt mit einem Kollegen und ich, und das war eine Veranstaltung von Flug, von Simmern, sozusagen, von Flusimenschen. Also nur Flugsimulator, Profis sozusagen. Und ich glaube, eure Filme sprechen diese Zielgruppe auch stark an, weil ihr ganz genau erklärt, was passiert im FMS, wie drehe ich an, welche Höhe und so. Jeder, die alle haben den Film geguckt, aber das hat die gar nicht interessiert, wie es ausgesehen hat, sondern davor war ein anderer Film, der selber das erklärt hat, wie er diesen Anflug mit Hilfe des Autopiloten fliegt.

00:18:58Speaker 1 Da würde so ein normaler Pilot sagen. Ja, okay, aber zeig mir nochmal lieber, wie das ist von außen aus und ich möchte voll handfliegen. Und die Flussi-Leute, die möchten das, möchten das System kontrollieren über den Autopiloten. So habe ich so festgestellt. Ich weiß nicht, ob du mir dazustimmst, irgendwie.

Speaker 2 Nachdem ich leider nicht mit Simulator fliege und natürlich keine Erfahrung habe, kann ich natürlich nur bedingt darüber sprechen. Das, was ich dir erzählen kann, ist, dass wir ja zu den letzten zehn Filmen ungefähr die gesamte Paperwork, die im Cockpit

00:19:30Speaker 2 quasi generiert wird zum Gratis-Download-Anbieten. Du glaubst nicht, was da für Zahlen zustande kommen. Das ist wirklich in den 50, 60, 70. 000 Also ich würde mich freuen, wenn ein Teil davon diese Filme kaufen würde. Also ich will damit sagen, ja, eine ungleich große Menge an Menschen laden sich diese. OFPs runter. Ich glaube, dass sie auch deswegen sehr wertvoll sind, weil man die Handnotizen drauf erkennen kann. Also gerade eure Spritberechnungen, die ihr macht, oder Directs, die geflogen werden.

00:20:01Speaker 2 Weil das ist genau das, was einer am Flugsimulator gerne nachfliegen möchte. Also er schaut sich das an, wie es die richtigen Piloten machen und fliegt es dann selber nach.

Speaker 1 Ja, okay. Ja, ja, genau. Also, das ist mal so, da habe ich so ein bisschen festgestellt von meiner außer, okay, also da liegt das Interesse, gar nicht so wie wie das aussieht oder wie das Cockpit aussieht, sondern die waren sehr fixiert, die Menschen auf Naja, also wie bediene ich das, wie programmiere ich das FMS, wie mache ich das richtig, wie sind da die Procedures und so?

00:20:32Speaker 1 Das kann ich im Prinzip auch ein bisschen nachvorstellen, weil selbst mit deinem, man muss schon sehr. viel Geld in sein Equipment für so einen Flugsimulator stellen zu Hause, um das Gefühl zu haben, das Ding mit der Hand auch richtig gut steuern zu können. Das ist halt sehr, sehr, sehr, sehr schwierig. Also von der Seite her sieht man sehr schön, dass eure Filme diese Leute oder die Zielgruppe halt sehr, sehr, sehr, sehr stark anspricht. Plainstream, was ist das denn jetzt? Entschuldigung, dass ich jetzt. .

Speaker 2 Also Plainstream war eine Initiative von Benjamin Denisch, der Spiegel bis heute Spiegel-Redakteur ist.

00:21:05Speaker 2 Und man hat quasi befeuert durch den Erfolg von Spiegel TV. Und dann gab es ja innerhalb von Spiegel TV auch so eine Doku-Schiene. wo man zum ersten Mal auch unsere Filme ausprobiert hat und wir Jahresbestsieger geworden sind mit 400. 000 Leuten, die das geklickt haben innerhalb von, ich weiß nicht, drei, vier Tagen. Und dieser Benjamin Dinesch ist ein solcher ein Flugverrückter, dass er es geschafft hat, den Verlag davon zu überzeugen, einen Video- und Demand-Kanal aufzubauen.

00:21:39Speaker 2 Okay. Und das war Plainstream. Und nach 15 Monaten hat der Spiegel den Stecker gezogen und hat gesagt, nee, wir glauben nicht weiterhin daran. Aber es gibt einen Independent-Nachfolger und der heißt Plain Mania. Okay. Und der wird gemacht von Phil Trumer, das ist der quasi auch einer der Kameraleute, der für Plain Stream auch schon tätig war. Okay. Aber ich habe.

Speaker 1 Und das, was uns verbindet, ist, wir sind alle Nerds. Ja, okay, cool, alles klar. Also, aber ist denn auch das gleiche Doku-Konzept oder wird einfach nur eine Kamera läuft mit und nimmt den ganzen Flug auf?

00:22:10Speaker 2 Nein, Plain Mania macht ganz genauso Dokumentationen, macht genauso Filme, wie wir sie eigentlich auch hergestellt haben in den letzten 14 Jahren. Also Asche über mein Haupt, dass ich das nicht kenne. Entschuldigung. Steffen, das musst du vor deinen Zuhörern verantworten, nicht von mir. Mir ist das halb so schlimm. Ich habe aufgeschrieben, meine Hausaufgabe heißt Omega Ja, okay.

Speaker 1 Ja, ja, ich habe es sogar mitgeschnitten jetzt. Also ich weiß, wie das geht. Also, das kriegen wir hin. Vielleicht werde ich das auch machen müssen. Wer weiß, wenn ich wieder in die Luft komme, vielleicht kann ich da so ein bisschen traurigen auge mal so ein Flugzeug von innen wiedersehen oder irgendwie sowas.

00:22:44Speaker 1 Ja, das ist so.

Speaker 2 Das ist übrigens das Schöne, dass man dir das anhört, dass es dir wirklich abgeht, das Fliegen.

Speaker 1 Ist auch ein bisschen traurig immerhin. Genau, die Leute, die also die Auswahl der Besatzung, der da reinkommt, also klar, bei DS. Dieser Flug mit JR, das ist Flugbetriebsleiter gewesen, ganz zum Schluss. Also der hat natürlich, wenn sowas denn auf dieser Art sehr schön mitgeschnitten wird, dann kann ich mir vorstellen, möchte man auch da vorne drinnen sitzen, dass man. . sich selber da reinsetzt, aber wer dann so da mit dabei sitzt oder sind, also es sind ja alles irgendwelche, auch der Herr Moser, das sagt man ja gar nichts, der ist bei der Austrian, ja, gef.

00:23:22Speaker 2 Nein, dort hat er nur auf die 777 umgeschult. Er war LTU-Flugbetriebsleiter und ist dann, wie quasi die LTU, an die er Berlin gegangen ist, hat er damals mit DHL zusammen Aerologic gegründet. Und dort war er Flugbetriebsleiter und jetzt mit dem Erreichen des 65ers ist er jetzt Geschäftsführer geworden, also COO.

Speaker 1 Ah ja, okay, alles klar, cool. Das ist natürlich klar, dass denn also wenn man schon seine Firma dann so repräsentiert, dass man das am liebsten dann auch selber macht, sozusagen, dass dann solche

00:23:53Speaker 1 Also mir fällt darauf, es sind sehr viele Frauen im Cockpit, also überdurchschnittlich. So viele haben wir gar nicht in der Firma. Ja, gut, Steffen, da kann ich dir ein kleines Geheimnis erzählen.

Speaker 2 Also bei den Kapitänen schauen wir natürlich Es ist kein Kapitän, der quasi mit uns fliegen musste, der das verordnet bekommen hat, sondern Das entsteht im Gespräch, man lernt sich kennen, man hat eine Empfehlung, man trifft sich mal, man trinkt mal einen Kaffee zusammen und schaut, ob man eine gewisse, ein gewisses Vertrauen aufbauen kann.

00:24:25Speaker 2 Erlaub mir, dass ich das gleich als Frage an dich zurückschicke, weil du bist der Kapitän in so einem Riesenschiff. Und hast da Leute hinter dir sitzen, wo du nicht wirklich willst, dass die irgendwie Blödsinn machen. Vor allem nicht während Start und Landung, weil du dich nicht drum kümmern könntest. Also sonst könntest du dir eh rausschmeißen, aber nicht bei Start und Landung. Und ich habe gemerkt, wie wichtig dieser Effekt ist, dass dieser Kapitän merkt, die wissen, wovon sie sprechen, die wissen, dass sie Gast sind, also dass sie sich da jetzt nicht irgendwie

00:24:58Speaker 2 aufspielen können. Und die kennen unsere Regeln und sie sind auch eingewiesen in die Sicherheiten, wenn was passieren würde. Und das ist so dieser erste Schritt, der extrem notwendig ist. Um das aufzubauen. Oder würdest du dir jemanden reinsetzen, den du nicht kennst oder mit dem du nicht geredet hast oder dessen Historie du nicht kennst? Nee, das geht nicht. Kann man gar nicht gar nicht machen. Also du siehst, So, und im zweiten Schritt ist es dann so, dass ja solche Filmaufnahmen immer Situationen zutage fördern, die nicht in deinem, weder im Abnormal noch in irgendeinem anderen Handbuch drinnen stehen.

00:25:34Speaker 2 Weil es gibt, aber eigentlich ist ja das Cockpit nur mit Procedures umgeben. Also du hast für alles ein Procedure. Du bist für alles geschult, du bist für alles vorbereitet. So die Theorie. Ja, aber wenn dann das, wenn da jemand mit der Kamera sitzt, dafür gibt es kein Procedure. Und deswegen ist es manches Mal sehr hilfreich, gerade dann, wenn du auch in fremden Ländern landest, dort einen Kapitän zu haben, der eine gewisse Position bei der Flug Linie hat, weil es wirklich jedes Mal ein, zwei Situationen gibt, wo du wirklich dann diesen Chef raushängen musst, um

00:26:08Speaker 2 Diese Mission zu retten. Und du hast es ja bei dem Stefan Jäger auch gehört im Podcast, vielleicht, wenn du die Mission zu retten, den Film zu retten?

Speaker 1 Weil die Mission zu retten, hört sich jetzt gerade den Flug zu retten. Das braucht man, glaube ich, nicht so häufig.

Speaker 2 Also ich erzähle dir gerne eine Geschichte, wie es zum Beispiel abgehen kann, ohne den Namen des. Der Destination zu erzählen, aber es war eine Urlaubsinsel. Und wir kommen dorthin und man verlangt von uns 3000 Dollar, um überhaupt ins Land rein zu dürfen.

00:26:42Speaker 2 Mit dem Argument, da kommen viele Fernsehcrews mit tollen Kameras, machen schöne Aufnahmen und werden reich mit diesen Bildern. Wir wollen auch was davon. So, was machst du in so einer Situation? Du bist seit 20 Stunden auf den Beinen, hast sechs Stunden eingebaut, bist was auch immer, zehn, elf, zwölf Stunden geflogen. Hast noch einmal in unter absoluter Schnelligkeit wieder ausgebaut, willst nur noch schlafen. Und dann fangst vor jemand zu diskutieren mit dir an, in einer Summe, die du ganz sicherlich nicht in der Hosentasche hast.

00:27:14Speaker 2 Wenn du in so einem Moment nicht zu deinem Kapitän oder in diesem Fall vielleicht sogar noch Flottenchef sagen kannst, hilf mir, ich komme nicht rein. Und der kann sich dort nicht hinstellen und sagen, liebe Leute, wir bringen euch pro Woche so und so viele Touristen, wollte wirklich dieses gute Verhältnis gefährden. Schwupps, drinnen waren wir. Also Ich könnte mir jetzt vorstellen, wenn du ein ganz normaler Kapitän, und das ist überhaupt nicht respektierlich gemeint, bist, dann hättest du vielleicht in diesem Moment nicht diese. Wie soll ich sagen, diese Durchsetzungskraft und die hat uns damals wirklich die Mission, also unsere Mission, gerettet.

00:27:48Speaker 1 Ja, okay, ja. Gut. Also das Milch wäre, dass du Mission den Film vor allen Dingen sagst. Weil nicht, dass du sagst, dass der Flug gerettet ist. Also weil da kriege ich immer so ein bisschen Wie was. Also normalerweise ist so ein Flug ja. Relativ entspannt und es passiert eigentlich normalerweise relativ wenig. Deswegen bin ich auch so erstaunt, dass euch so viel passiert ist, wenn ich das nur sagen darf. Also Also, so ein Engine-Overheat?

00:28:21Speaker 2 Das ist ein Geschenk Gottes, darf ich das sagen. Das wirst du in deiner Karriere, deines Dokumentarfilmes, genau einmal haben, dass du in einem echten Ich weiß nicht, ob man Emergency sagen darf, aber Panpan zumindestens. Ja. Ja. Bei vier Bord ist es ein ein kein Emergency, aber gut Genau. Also das war wirklich. Und dann sagt uns noch der Flugbetriebsleiter der Swiss, ich bin jetzt seit 25 Jahren dabei, ich habe noch nie umdrehen müssen. Dann habe ich ein Fernsehteam an mir an Bord und dann passiert das. Das darf doch nicht wahr sein.

Speaker 1 Fand ich also sehr erstaunlich, dass das auch reingekommen ist, ganz ehrlich.

00:28:56Speaker 1 Weil gerade mit ECAM, mit Procedures, also ich kann dir mal eine Geschichte erzählen, es war. . Für ein Kinderfernsehen Sendung wurde mit meinem damaligen Flottenchef eine Aufnahme gemacht im Simulator und es ging. um Fliegen, das waren eine Kinder, die so zwischen 19 und 8 Uhr irgendwie, ich weiß nicht, nicht, nicht wissen, macht A, aber sowas ähnliches, was im ZDF oder Arte oder irgendwas läuft. Oder Kika. Und da war der Moderator da drin und der ist so ein bisschen rumgeflogen und jetzt können wir auch landen und da hat der

00:29:29Speaker 1 Hat er damals gesagt, ja, wir landen jetzt, hat auf den Knopf gedrückt und hat den Simulator ausgeschaltet. Weil er Partout nicht zeigen wollte, oder dass es irgendwie leicht ist oder nicht leicht ist, vom Flugzeug zu landen oder irgendwas. Also selbst Normal Procedures wurden nicht gezeigt, es wurde so ein bisschen geflogen, wie das aussieht und dass es alles sicher ist, aber es wurde dem Moderator nicht gestattet, dem Flieger zu landen. Um zu zeigen, irgendwie, dass, ich weiß nicht, warum. Und dass abnormal da reingekommen sind, das fand ich sehr, sehr, sehr erstaunlich, muss ich sagen.

00:30:01Speaker 2 Kann ich dir sagen, wie die Sache entstanden ist? Wie wir mit diesem Engine-Failure nach Hause gekommen sind, ist uns die Pressechefin schon mit Schnappatmung entgegengekommen. Und hat schon gemeint, also das will sie niemals sehen. Dann haben wir uns mit ihr hingesetzt, Flottenchef und wir, und haben ihr erklärt, dass dieses Material nicht ungesehen An irgendjemanden vorher rausgeht. Das tut auch sowieso nicht, schätze ich mal, oder? Nein, aber das wusste sie ja nicht.

00:30:32Speaker 2 Die war ja einfach nur wirklich in Sorge, verständlicherweise. Wir haben ja gesagt, wir schneiden es, wir zeigen es ihr und dann darf sie entscheiden, ob es drinnen bleibt oder nicht.

Speaker 1 Habt ihr denn beim Schneiden auch schon? Hilfe gehabt von Ausbildern oder irgendwas, die sagen hier oder irgendwas.

Speaker 2 Natürlich haben wir auch Fachbeirat. Wir haben ehemalige Piloten, wir haben ehemalige Ingenieure bei uns und Die werden von uns liebevoll die Hausfrauen oder der Hausfrauentest genannt und die schauen sich einen Rohschnitt vorher an und zerlegen den nach Strich und Faden.

00:31:06Speaker 2 Also da wird auch der Kugelschreiber an der falschen Brusttasche noch erkannt. Und das hat uns von Anfang an sehr, sehr geholfen, eben keine Fehler zu machen, weil ich bin nicht Pilot bin. Ich verstehe davon nur Laienverständnis Jetzt nach 14 Jahren ist es natürlich ein bisschen besser geworden, weil man sich natürlich sich die ganze Zeit damit befasst. Aber ich bin diesen Menschen sehr, sehr, sehr dankbar. Und die sind auch bei uns in den Credits immer aufgeführt. Friedel Bergmann hat übrigens Bücher geschrieben über das Fliegen, Wolfgang Pöhler zum Beispiel, Jürgen von Dieringshofen, das sind so unsere Hausfrauen und die sind da sehr gut.

00:31:41Speaker 2 Das war da eine Frage, ob diese Menschen da bei diesem Schnitt mitgearbeitet haben. Wie wir diesen Emergency und dieses Umdrehen zurückgeschnitten haben, haben wir uns einfach nur von unserem Bauchgefühl leiten lassen. Weil wir gesagt haben, wir müssen auch an dem Punkt vollkommen authentisch bleiben. Wir raffen zwar die Zeit ein bisschen. Deswegen sieht man auch in dem Stück die Zeit immer wieder eingeblendet. Weil du weißt ja selber, wenn du Sprit rausschmeißt, dann hast du, ja, bei, was waren das 54 Tonnen, die wir loswerden mussten?

00:32:14Speaker 2 Ich weiß nicht, 340 war es eine Tonne pro Minute? Es war eine 340, also die hat natürlich Jettison, aber ja. Du hast eine Tonne pro Minute. Ja, eine Tonne pro Minute, ja, okay. Also du bist eine Stunde da unterwegs. Ja, ja.

Speaker 1 Okay. So, schöner Film. Immer gucken, wie der Sprit rausläuft, die Uhren so lange runtergehen und so. Genau.

Speaker 2 Hat auch was, was beruhigendes irgendwie. Genau, richtig. Also das heißt, da haben wir natürlich gerafft, deswegen haben wir die Zeit immer eingeblendet, aber um die Geschichte abzurunden, was mich wirklich, wirklich, wirklich freut.

00:32:44Speaker 2 Charité Berlin. Guten Tag, Herr Eigner, dürfen wir einen Film für unsere Ausbildung von unseren Intensivärzten benutzen, weil das, was man da sieht. . 1 zu 1 umlegbar ist auf die Situation, wie wir sie im Operationssaal haben. Okay. Oder auf der Intensivstation. Das macht stolz. Oder das Bartl, also das Pendant zum LBA in der Schweiz, sagt, dürfen wir diesen Film bei uns zur Ausbildung benutzen? Weil es ist quasi die ideale Situation, wie man in so einer Situation umgeht.

00:33:16Speaker 2 Und du hast vielleicht, wenn du reingeschaut hast, gesehen, dass das Interessante dabei ist, dass die Co-Pilotin über die Electric-Page kommt und der Kapitän über die Hydraulic Page. Aber im Endeffekt kommen sie zu dem gleichen Ergebnis. Und wir haben wirklich länger darüber diskutiert, ob man das überhaupt zeigen kann, weil er gemeint hat, naja, aber man sieht, ich bin da jetzt quasi über die falsche Ecke gekommen. Und ich habe ihm gesagt, nein, ganz im Gegenteil. Daran sieht man, dass zwei Personen da vorne im Cockpit absolut Sinn machen.

00:33:46Speaker 1 Und da kann man auch eher sagen, dass es gibt natürlich unheimliche Flugnerds, die dann auch teilweise, teilweise das tausendfach besser sehen. Ich habe nämlich Einer hat mir intern gefragt, frag doch mal nach, der Kapitän war deiner falschen Checkliste.

Speaker 2 Siehst du, ganz interessant. Und er hat sich wirklich Sorgen darüber gemacht, dass man das nicht herzeigen darf, aber im Endeffekt hat er absolut darüber Oder ist er darüber größer geworden oder hat er gewonnen?

Speaker 1 Also was ich nur gesehen habe, dass er, als es darum ging, glaube ich, den IDG, also den Drive abzuschalten

00:34:18Speaker 1 Dass er hochgeguckt hat, Confirmed gesagt hat und nicht nur auf das Confirm von seinen Co-Piloten gewartet hat, sondern er hat auch, der im Hintergrund war, den er ja nicht gesehen hat, auf den SFO geguckt. Das ist mir sofort aufgefallen. Der hätte hoch zum dritten Mann geguckt, den man nicht sieht. Und da habe ich, ah, da steht hinten ein noch, wahrscheinlich, der saß ab dem Observerseed, nicht in der Mitte. sondern auf dem Server sieht und den hat er trotzdem noch konsultiert. Also alles gut. Hättest du genauso gemacht? Ja, definitiv. Also wenn man drei Leute hat, braucht man drei. Wenn man

00:34:48Speaker 1 Alle drei, also alle zwei zusätzlich sozusagen haben und benutzen wollen. Also sollte man. Auch prozedural ist es natürlich nicht notwendig. Auch 380 oder 340 wird nur zu zweit geflogen. Also das brauchen wir nicht. Aber warum nicht? Kann man nachfragen.

Speaker 2 Ich glaube, es ist auch eine menschliche Größe zu sagen, sechs Augen sehen mehr oder Ja, drei Köpfe denken mehr als nur zwei Köpfe. Und gerade in so einer Ausnahmesituation absolut. Auf jeden Fall konnte man das sehr schön sehen.

Speaker 1 Also trotzdem, es sind so manche Sachen, deswegen frage ich auch mal

00:35:21Speaker 1 Ob dem manchmal so ein bisschen Skript reintut, weil also dieser Fahrwerkshebel, der bei Herrn Moser da nicht runterging, das war so in die Länge gezogen. Ich weiß nicht, welche Szene ich meine. Sie geht nicht runter, ich weiß nicht, vielleicht hat er nur geklemmt oder irgendwie sowas. Das war so, auch die Co-Pilotin wieder, also die hat ja bestimmt schon zehn Jahre Fliegerei hinter sich gehabt, die hat doch bestimmt schon 5000 Mal diesen Hebel runtergeschmissen. Warum das jetzt so? Also gab es auch schon mal negative Kritik an euren von Piloten? Das war ein bisschen dramatisch.

Speaker 2 Na, von Piloten nicht, Gott sei Dank, weil die sehen ja auch ihre Filme vorher, bevor wir die rausgeben.

00:35:53Speaker 2 Das ist Gentlemen's Agreement. Aber diese Geschichte mit dem Fahrwerkshebel, die kann ich dir ganz einfach erklären. Also, es ist nicht geskriptet. Wir würden auch nicht Also ich glaube auch nicht, dass ein Pilot mitspielen würde, wenn ich ihm sage, tu mal sowas, wenn jetzt was nicht funktioniert. Du bist mit Haut und Hand Pilot. Würdest du, auch wenn wir uns jetzt lange und gut kennen, wenn ich sage, hey komm, mach ein Goarround, nur für mich?

Speaker 1 Nein. So, siehst du. Ja, aber wiederum auf der anderen Seite, weil wenn ein Flugbetriebsleiter da sitzt, da kann sich schon manchmal so ein bisschen mehr was nicht rausnehmen.

00:36:26Speaker 1 Also Entschuldigung, er sollte es nicht.

Speaker 2 Hat er nicht. Ja, okay. Nee? Also, also, ne, überhaupt nicht. Nee, okay, ganz gut.

Speaker 1 Also mit dem Hebel passiert es, was jetzt mit dem Hebel passiert?

Speaker 2 Ich kann dir sagen, es ist einmal ist ein Pilot für uns ein bisschen schneller geflogen, damit wir ein anderes Flugzeug einholen. Also hat er ein bisschen Sprit für uns. Für ein paar Minuten geopfert. Das war das einzige Entgegenkommen, wo quasi prozedual auf unsere Rücksicht genommen wurde. Also. Aber das mit dem Fahrwerkkabel, das ist tatsächlich passiert.

00:36:58Speaker 2 Das ist ja das Prinzip von unseren Filmen. Wir haben alle Kameras, die immer mitlaufen. Und da passiert eben so etwas, das der gehakt hat. Du hast vollkommen recht, die ist lang genug dabei, die weiß genau, wie so ein Hebel, aber er hat halt einfach gehakt in diesem Moment. Es war auch eine ganz neue Triple Cyber und vielleicht lag ich es einfach daran. Kann ja sein. Aber dass wir dann daraus so ein bisschen RTL, explosiv, ja, ein bisschen langsam und mit Musik, weißt du warum? Es ist bei dem Flug nichts passiert. Also musst du dann, ja, das ist quasi dem Zuschauer, dem Erlebnis des Zuschauern geschuldet, dass du dann hergehst und sagst, okay, also wir müssen uns jetzt an diesem einen doofen Fahrwerkshebel aufhängen, weil wir sonst überhaupt keine

00:37:40Speaker 1 keine Spannung dahin einbieten. Vielleicht sollte man den geneigten Zuhörern erklären, dass eigentlich bei 99,99,99 Prozent aller Flügen absolut Nichts passiert. Und dass das die tollsten Flüge sind, weil man. Ich will ja nicht. Also ich hab das mal. Kollegin gehabt, die sagt, ihr tut ja gar nichts, während wir hier hinten arbeiten und unsere Talbett rumstellen. Da habe ich gesagt, möchtest du, dass ich hier Schweißgewade sitze? Ja, genau. Also in dem Sinne, man möchte ja eigentlich, dass es ruhig ist und keine Sache abgeht.

00:38:12Speaker 2 Ja, und Stefan, das ist auch ein großer Respekt vor eurem Beruf, weil ihr müsst im Kopf immer auf 100 oder 200 Prozent sein, aber ihr dürft euch nicht bewegen. Im übertragenen Sinne. Was macht ihr bitte 13 Stunden? Ihr geht einmal pinkeln und einmal euch nach hinten setzen und ein bisschen.

Speaker 1 Ich gehe öfter. Pinkeln oder schlafen? Weil man soll auch viel an Bord trinken, also nebenbei. Wir wollen auch ein bisschen Gesundheitserziehung machen an Bord. Also sehr viel trinken, bitteschön. Und deswegen haben sie dir ja auch extra eine Toilette da oben gebaut.

Speaker 2 Sie wollten ja eigentlich die 83er Toilette unten machen, und dann haben sie gesagt: Nee, der Steffen, der Steffen fliegt, der gute muss man da gleich hinter die Tür bauen.

00:38:49Speaker 1 Ja, ja, genau, richtig. Das war nämlich auch eine Frage, so ein bisschen, ist es ein bisschen geskriptet? Also manchmal bei diesen Unterhaltungen, die da im Layover ablaufen, da ist mir schon klar, da wollt ihr ein bisschen Handlung reinkriegen, was passiert im Layover. Ihr zeigt manchmal sehr schön Sachen, wo kommen die Blumen her oder wo in Shanghai dieses Schweizer Dorf, da ich wusste gar nicht, dass es da irgendwie das war zur Weltausstellung, ne? Genau, richtig. Da habe ich gesagt, oh Gott, ich wusste gar nicht, dass es da sowas gibt. Sehr spannend, deswegen mache ich nochmal, fand ich die Folge mit dem 350, wo erklärt wurde, wie der 350 zusammengebaut ist, da wo sie die Halbschalen aufeinandersetzt.

00:39:27Speaker 1 Das fand ich spannend, das fand ich gut gemacht. Manchmal ist so ein bisschen für meinen, gibt es Kritik von Piloten an euren Filmen, was so Dramatik, wie gesagt, so ein bisschen so ein bisschen zu sehr Schmalz draufgetragen worden ist oder sowas. Also das ist das, wenn, wenn, also wenn wir uns mit Leinschwein, wir sind dann über Hast du ihn kennst du diesen Film von J. R. ? Wie er auf seine Harley zum Schluss steigt? Ich bin ja sogar mit ihm einmal geflogen.

00:39:57Speaker 1 Ich weiß, dass er ein netter, umgänglicher Mensch ist, wenn im Cockpit und alles ganz ganz prima war. Das war nochmal zehn Jahre vor deinem Flug sozusagen. Und Das drehen so manchmal so ein bisschen die Augen in den Augenhöhlen bei uns, weil das natürlich sehr auf ihn, auf die Person und auf diesen letzten Flug getriffen. Ist ja auch okay, hat ja auch viel erreicht in seinem Leben. Aber das ist ja nicht die Realität.

00:40:27Speaker 1 Darf ich dir die Geschichte dazu erzählen? Dann wird es jeder verstehen.

Speaker 2 Ja.

Speaker 1 Sollen wir ganz kurz erzählen, was überhaupt passiert, falls das einer nicht gesehen hat?

Speaker 2 Genau, also Jaa kommt mit seinen 380er auf der, ich glaube, 211-Position in San Francisco an. Setzt, sitzt, zieht äh, wie nennt man das? Dieses so ein Kopftuch auf, ein schwarzes, zieht seine Lederjacke an. Mit Opoletten drauf, wohlgemerkt. Ja.

00:40:57Speaker 2 Nimmt einen schwarzen Sturzellen und geht aus dem Flugzeug raus und gleich links die Stiege runter, da wo die Krise runtergehen. Unten am Ende dieser Stiege steht seine Harley. Nicht eine, sondern seine? Seine Halli? Okay. Er steigt auf die Halle und fährt nach Hause. Und direkt über den Epron. Neben einer, was war das? Ich glaube, irgendeiner Asian und winkt denen noch im Cockpit zu und die winken ihm runter, so wirklich wie man, wenn man quasi von der Arbeit nach Hause geht. Zum Golfplatz.

00:41:27Speaker 2 Zum Golfplatz. Hintergrundgeschichte? GR ist der Mann, der uns den ersten Film ermöglicht hat, sonst hätte es diese Serie nie gegeben. GR macht seinen letzten Flug. Ich sitze mit GR zusammen. den ich mittlerweile auch wirklich als Freund kennengelernt habe. Und sagt, ja, ich möchte gerne eine Sache erfüllen, die du dir nie gedacht hast, dass sie möglich sein wird. Sag mir, was du für Wünsche hast. Und lass mich probieren, ob ich sie vielleicht realisieren kann. Manchmal hat man ja die Gunst der Minute, die Gunst der Stunde.

00:42:00Speaker 2 Und er sagt, weißt du, mein ganzes Leben lang habe ich mir gewünscht, diesen ganzen Security-Scheiß nicht machen zu müssen, sondern einfach ankommen, aufs Motorrad steigen, nach Hause fahren. Okay, Challenge accepted, undher diese Idee der Minute zu sagen, lass mich das probieren. Und dann haben wir Monate mit dem Flughafen in San Francisco gesprochen. Wir hatten die Genehmigung und einen Tag bevor wir nach San Francisco fliegen, kommt eine Absage. Und dann habe ich gesagt, okay, zum Station Manager, die werden wir nur akzeptieren, wenn der Flughafenchef persönlich kommt, weil es geht nicht.

00:42:34Speaker 2 So geht es nicht. Der muss das wirklich dem GR persönlich auch erklären. Die Geschichte nur deswegen, der kommt wirklich, ich habe nicht erwartet, dass der Flughafenchef kommt, erklärt, warum das nicht geht. Wir stimmen ihn in Cockpit um Er merkt, dass wir uns wirklich Gedanken zu dem Ganzen gemacht haben. Er sagt, okay, Jungs, na gut, dann kommt es morgen um 11 Uhr zu mir ins Büro. Wir sind am nächsten Tag um 11 Uhr im Büro. Er fragt uns. Drei wichtige Fragen, ja, ihr könnt doch nicht auf der Runway herumfahren, sage ich, der wollt man auch nie. Ja, aber ihr könnt doch nicht einfach mit dem Motorrad herumfahren, das geht doch nicht.

00:43:04Speaker 2 Wir haben gesagt, nein. Wir haben uns überlegt, wir nehmen ein Marshaller Auto, machen hinten die Klappe auf, der Marshaller vorne hat die Funkverbindung, der Marshaller weiß, wo man fahren darf und er fährt mit dem Motorrad nur hinter diesem Marshaller Auto nach. Also halt wirklich nur ein Stunt für diese Doku. Und das war der Moment, wo er gesagt hat, hey Jungs, ihr habt euch wirklich was darüber, ihr habt wirklich darüber nachgedacht. Ihr könnt mir nicht meinen heißen Airport irgendwie ausbremsen, aber ich merke, ihr wisst was ihr tut Genehmigung erteilt.

00:43:34Speaker 2 Und dann haben wir quasi an dem freien Tag wirklich nochmal diese Szene dann eben echt nachdrehen dürfen. Ich habe nochmal ein langes E-Mail von dem Chef von dem Flughafen bekommen nachher, wo er gesagt hat, ihr seid die Ersten. Und mit Sicherheit Die letzten, die jemals mit einer Hali über meinen Apron gefahren sind. Okay, alles klar. Also deswegen, du merkst, ich leuchte jetzt so, wie wenn du über deinen Beruf sprichst. Das ist wirklich eine einzigartige Sache. Die hat sich nicht der GR ausgedacht, sondern es war unser Geschenk für die Bereitschaft, uns quasi diese Tür zu öffnen.

00:44:08Speaker 1 Und jetzt macht die Geschichte auch einen ganz anderen Sinn, weil sonst denkt man nämlich so ein bisschen, ja, also da hat er sich aber wirklich hier ein bisschen selbst in die Szene gesetzt. Und ich könnte mir auch vorstellen, dass ihr nicht das geschafft hättet, oder wenn das abgelaufen wäre wie geplant, wäre er auf der Rampe ein bisschen rumgefahren, aber er hätte ja am Ende doch durch die Immigration durchgemusst. Also also ohne Immigration einzureisen. Okay, die Frachterpiloten, bei denen wird die Imrigation im Cockpit gemacht.

Speaker 2 Also die gehen so einfach ein. Aber Steffen, ich kann dir ganz klar dazu sagen, das war auch unser Vorschlag, wo wir gesagt haben: na dann lass uns doch gleich aussteigen.

00:44:40Speaker 2 Und da hat selbst der Flughafengeschäft gesagt, nichts da. Ihr macht eine ganz normale Emigration wie jeder andere Passagier- oder Crewmitglied und ihr kommt am nächsten Tag mit einer ganz normalen Gastkarte, aber ihr seid quasi ins Land eingereist. Also das heißt, wir würden in Österreich sagen, Extra Würste. Was ist das in Hamburg? Also Sonder, du weißt schon. Ja, ja, eine Extrawurst. Das hält er auf. Also solche Extra Würste kriegst du Die brauchst du gar nicht versuchen, die kriegst du viel, viel schwieriger. Halte dich an die Regeln und komm am nächsten Tag mit einer normalen Gastkarte.

00:45:14Speaker 1 Alles gut. Ja, also wie gesagt, früher war ja viel mehr möglich. Also wir sind vorher auch so direkt auf die Rampe abgeholt worden. Es gibt ja noch Flughäfen, wo wir direkt von der Rampe. . Abgeholt werden, also in Europa und rausfahren. Also das geht. Also wahrscheinlich jetzt die Szene in Stuttgart, wo das immer noch praktiziert wird, wenn man da ankommt, nicht aus dem Ausland. Dann wird man direkt von abgeholt und fährt direkt ins Kruhte, hättest du wahrscheinlich sowas wirklich in echt machen können. Vorher mit dem Follow Me bis zum Flughafentor und dann raus mit dem Motorrad. Das geht.

00:45:45Speaker 1 Also wie gesagt, für unsere höhere Realität nein, so etwas gibt es nicht. Und dass man auch ganz selten. . In seiner Uniform, in der man da zwölf Stunden drin gesessen hat und möglicherweise geschlafen, auch direkt auf dem Golfplatz fährt und dann noch seine Schläge macht. Auch das, denke ich, wird ohne eine Dusche vor. Ich sehe hier unseren Thomas hier im Kopf schütteln. nicht wirklich stattfinden. Oh, wunderbar, okay, gut.

Speaker 2 Also das war wirklich nur zu sagen, wie kann man vielleicht ein Klischee bedienen, wie kann man etwas machen, wo er Spaß dran hat.

00:46:17Speaker 2 Und ja, auch das hat niemand natürlich gesehen, aber bis dieser Abschlag in dieser Szene am Golfplatz so gut ausgesehen hat, hat er schon noch ein paar Versuche gebraucht.

Speaker 1 Und die sind ja hinten dran in den Outtakes, ne? Ja. Kann das sein? Genau, ja, ja, ja, natürlich. Die sind hinten dran aus der Outtakes, wo er da ein paar Sachen da irgendwie

Speaker 2 Und ich sage es dir ganz ehrlich, da hoffe ich natürlich, weil das sind die Outtakes, die kann ich natürlich, die sind menschlich, die sind alles gut. Ich kann keine, ja, sowas im Cockpit, sowas gibt es nicht im Cockpit.

00:46:49Speaker 1 Wie gesagt, so manche Gespräche, wie gesagt, das hört man so mit JR, das hat so vielen, haben da so ein bisschen auf den Kopf gekratzt von unseren Kollegen. Manche Sachen auch so mit hier, das war, was habe ich auch gehört, das war eine reife Leistung, deine Landung und so. Solche Gespräche finden im Kopf mit auch nicht so häufig, muss ich sagen. Diese Gespräche hinterher.

Speaker 2 Absolut, aber ich versuche diese Filme ja breit anzulegen. Ich möchte die Menschen auch ansprechen, die überhaupt keine Ahnung haben von dem, was da im Cockpit passiert.

00:47:19Speaker 2 Mir hat ein Pilot geschrieben, dass er sich mit einem Pilots I-Film mit seiner Frau angeschaut hat. Und seine Frau hasst Fliegen. Okay. Und sie sagte danach, mein lieber Mann, jetzt weiß ich zum ersten Mal, was du da wirklich tust. Okay. Also das erfüllt so viele Zwecke, die man sich vielleicht vorher nicht überlegt hat, ja, ich bin bei manchen Dingen, und vor allem wenn es um diesen freien Tag geht, da sind wir ja. Weg von Procedures und von Fliegen und von Cockpit. Natürlich übertreiben wir ein bisschen.

00:47:50Speaker 2 Natürlich wollen wir, dass du, dass du lächelst dabei. Natürlich wollen wir auch, dass du sagst, Steffen, ah nee, komm, also mit einer Hali, nee, das geht doch gar nicht. Wunderbar. Und ein paar Jahre später reden wir im Podcast plötzlich. Ja, ja, alles gut. Ich verstehe das, alles gut.

Speaker 1 Es gibt so gewisse Punkte halt, die. Finde ich gut, dass man sich wenigstens mal einmal erwähnen, dass sie, dass es halt dann aus der Dokumentation manchmal so eine kleine Fiktion wird, so ein bisschen. Dass es so ein bisschen, ein bisschen da in der Richtung

Speaker 2 Genau.

00:48:20Speaker 2 Deswegen auch so viele Frauen auf der Co-Piloten-Position, weil ich eben versuche, dieses Klischee zu bedienen. Zu sagen: Ja, älterer, erfahrener Kapitän, junge, eloquente, flinke Vielleicht auch hübsche Co-Pilotin.

Speaker 1 Also da gibt es aber auch so manche Stimmen, also das ist jetzt auch nicht, ich habe das selber mal erlebt, dass ich jemanden mitgebracht habe. zu einem Stammtisch. Da kam wir direkt von, auch diesmal in Uniform, aber es war Kurzstrecke, also es geht direkt von Hamburg aus, wo ich noch da stationiert, sind direkt von so einem Fliegerstammtisch gegangen.

00:48:56Speaker 1 Also haben unser Lametta und alles abgemacht, haben uns da hingesetzt. Und dann habe ich sie weiter noch in ihr Hotel gefahren. Sie war praktisch als dezentrale dort, ist mit mir fünf Tage geflogen. Und sie ging also jeden Abend ins Hotel, ich ging nach Hause. Und einen Abend kam sie halt mit. Und dann am nächsten Tag hat, nächstes Mal, als der Stammtisch war, hat mich dann einer angesprochen, hat dann gesagt, oh schade, hast du nicht nochmal so eine Co-Pilotin mit? Ich sage, nee, tut mir leid, das war wirklich was Besonderes. Aber die sah auch wirklich gut aus, ne? Habe ich noch so im Scherzer gesagt. Da hat er gesagt: Das ist doch scheißegal, Hauptsache Uniform.

00:49:28Speaker 2 Gut, das mag vielleicht in solche Richtung, wo die auch mal angesprochen wird. Ja, aber das ist nicht mein Gedanke. Auf keinen Fall, sondern ich möchte eben gerne diese Breite darstellen. Und dass uns ja gelungen ist, bei der Jenny, die du heute schon mal angesprochen hast Die ist 26 und die ist sowas von fit, das ist die, die erschrocken ist bei der TS One. Also damit will ich quasi allen anderen Mädels auch Mut machen. Wenn du die siehst mit 26, eine 330er da nach, ne, sie hat die Landung dann in Zürich gemacht, aber trotzdem.

00:50:06Speaker 2 dann glaube ich, dass es ein paar Frauen gibt, die sagen, hey, das kann ich aber auch. Und wenn die das kann, ja, dann bitteschön. Und dann habe ich ja glaubst du nicht, dass das auch ein Sinn und Zweck erfüllt wird?

Speaker 1 Ja, ja, natürlich. Den Sinn und Zweck auf jeden Fall, also wie gesagt. Ich habe mir ja so ein paar nicht alles so angeguckt, was sehe ich da noch, was mir aufgefallen hat. Die Küchenuhr, das habe ich mir gefreut, dass ich sie nochmal gesehen habe. Weißt du, was damit gemeint ist?

Speaker 2 Ja, selbstverständlich. Und zwar ist das Thomas Frick, der auf dem Flug nach, ich glaube, es war sogar Shanghai, nicht Miami, wir haben ja zwei mit ihm gemacht, erzählt, dass es erlaubt ist, während des Fluges zu nappen.

00:50:44Speaker 2 Und der erzählt, dass aber dieser Nap, also im Sitz sitzen bleiben, aber die Augen schließen und vielleicht kurz mal wegschlafen Dass es nicht länger sein darf als 30 Minuten, weil sonst kommt man in die Tiefschlaffphase. Genau, genau. Und um das zu beenden, hat er über sich eine echte, ganz normale Eieruhr, die natürlich Wie in eurem Podcast schon mal erzählt, wenn es zertifiziert ist für die Fliegerei, dann kostet es wahrscheinlich zehn bis hundertmal so viel.

Speaker 1 Genau, ich kenne die IO vom 13er, wo ich Airbus 300, die ich geflogen bin.

00:51:14Speaker 1 Und die kosten damals, wie man gesagt hat, 120 Mack für das Ding. So eine Eier, die hatte der, 3-6er hatte das auch, so ein Ding.

Speaker 2 Wäre das nicht schön, wenn eine quasi dann verschrottet wird und du kriegst diese Eieruhr für deine tatsächlichen Eier zu Hause? Ja, das ja, ja, genau. Sehr schön Du lass auch nach Amerika fliegen und irgendwie eine drei Zehner ausweiten und.

Speaker 1 Du musst ja einfach nur einen Stempel drauf machen, nicht mehr zertifiziert und dann ist sie unter Liebhaber an das achtfache Wert, wahrscheinlich. Echt? Wahrscheinlich.

00:51:45Speaker 1 Nee, also von der Seite her habe ich das sehr gefreut, da die das zu sehen.

Speaker 2 Aber das muss ich jetzt fragen. Was würdest du dir, wenn du beim 380er dir was rausnehmen darfst? So nach dem Motto, okay, jetzt ist das Flugzeug salvaged, nehmt euch, was ihr wollt. Was würdest du dir für einen Teil rausnehmen? Oh, da habe ich mir ehrlich gesagt Noch keine so richtige Komm, denk nach. Es muss dir irgendwas einfallen. Irgendein Teil, wo du sagst, das symbolisiert für mich Meine Zeit auf der 380. Die Toilette hinten?

00:52:15Speaker 1 Nein. Speicher so schnell da hinten. Du hast es ja gerade so gesagt gehabt vorhin. Nee, ich müsste, also ganz ehrlich, ähm Ich hab, ähm, ich weiß nicht, ob ich so jetzt an materiell da irgendwo dran hängen würde, irgendwie. Ob das so, dass beeindruckend sind die Triebwerke in eine Triebwerkschaufel, sag ich mal so. Das wäre das, ne? Weil die halt sehr groß sind und wirklich sehr beeindruckend und Und so schöne, so einen tiefen Klang machen sozusagen. Ich glaube, dass ansonsten, ich sag mal, aus dem Cockpit raus sind ja manche Elemente sehr gleich, sogar wie für den 340 oder anderen Mustern.

00:52:52Speaker 2 Deine große Familie hat jetzt zugehört und du wirst auch irgendwann 65.

Speaker 1 Ja. Das dauert aber noch ein bisschen. Wie lange noch? Ja. Oh, zehn Jahre.

Speaker 2 Und was wirst du fliegen, wenn du 380 nicht mehr fliegen darfst, weil es sie nichts mehr gibt?

Speaker 1 Dieser Punkt ist möglicherweise schon passiert. Weil ich ja nicht mehr weiß, ob meine Firma die noch einsetzt und ich weiß, dass ich in zwei Jahren nicht fliegen werde. Und ich ist alles offen. Es sind ja auch für unsere Zuhörer hier Zu Zeitpunkt Gats sind immer noch nicht die Verhandlungen raus, was überhaupt mit unserem Tarifvertrag und sonst solches passiert.

00:53:28Speaker 1 Jetzt kommen wir wieder zum unglücklichen Teil der Geschichte. Also vielleicht, eventuell, hatte ich meinen letzten 383-Flug. Hatte ich schon. Das kann schon passiert sein. Wohin wäre der gewesen gewesen? Der ist gewesen am 26. oder 27. Februar kam ich zurück aus Singapur. Also es war, wenn, ein schönes Ziel noch gewesen. Tja, und wann es mich denn jetzt verschickt, ich weiß es nicht. Keine Ahnung. Also ich bin mittlerweile auch mal nur demütig und bin froh, wenn ich überhaupt noch ein bisschen bei der Firma bleibe, sozusagen.

00:53:58Speaker 1 Also da, da, ob sie mich noch gebrauchen können sozusagen.

Speaker 2 Aber ich meine, das stellte der Olle ja nicht als Frage, deswegen stelle ich sie aus Frage. Hast du dir schon mal einen Plan B zurechtgelegt? Und das interessiert mich auch persönlich, weil du bist ein Full-Time, ja, jetzt noch zehn Jahre. Du würdest den 380er, bis er nicht mehr geht, fliegen, wenn du könntest. So, und jetzt geht, jetzt gibt es den nicht mehr, oder die Firma stellt ihn auf die Halde. Und dann heißt es vielleicht irgendwann, was auch immer, nur noch 40% oder gar nicht? Was machst du dir jetzt Plan B?

00:54:30Speaker 2 Gerade du, wo du so leuchtest und wo du so mit Haut und Haaren Pilot bist, wo du so Spaß dran hast, was ist der Plan B?

Speaker 1 Also. . Gesagt, irgendwann ist es die Reise vorbei im Flugzeug, das ist klar, darauf wird so hinaus. Interessanterweise habe ich nicht geplant, bis 65 durchzuarbeiten Das nicht, weil die Firma die Möglichkeit bietet, aufzuhören. Ich selber Oktober, also sofern das klappt, ich muss die Details noch abklären, fange ich Fluglehrerlehrgang an. Küritz, hoffentlich, das klappt alles.

00:55:01Speaker 1 Wie gesagt, ich müsste die Zeit dafür kriegen von der Firma. Und das wäre mein Punkt, um noch bei der Fliegerei zu kriegen. Und dann ansonsten bin ich schon dann, ich bin jetzt, dann bin ich 40 Jahre geflogen. Das ist dann auch schon, ist schon viel. Das irgendwann ist dann auch Schluss, sozusagen.

Speaker 2 Ja, aber du bist ja nicht zum Arbeiten aufhören und du willst ja auch nicht zu Frieden aufhören.

Speaker 1 Nein, das ist ja gerade der Punkt, dass jeder Pilot muss sich damit irgendwann sozusagen abgewöhnen, dass er aufhören muss dann, nicht wenn er keine Lust mehr hat, sondern dann, wenn es ihm gesagt wird, er muss jetzt aufhören.

00:55:36Speaker 2 Okay, wie bereitet man sich darauf vor? Ich habe nur Piloten kennengelernt, die sich nicht darauf vorbereitet haben.

Speaker 1 Du hast aber auch Piloten gehabt, die alle bis 65 geflogen sind. Also den Herrn Moser zum Beispiel oder J. R. , oder? G A 60. 60. War ja nicht damals nicht länger fliegen konnte, kann das sein? Nein. Hätte er zu tun.

Speaker 2 Das war gerade die Geschichte, wo Norbert geklagt hatte. Aber GR hat immer gesagt, 60 Ende. Ach so. Und ab nach Amerika.

Speaker 1 Okay, gut. Ich habe genügend Projekte, ich habe genügend Privatleben, ich bin noch mit der ersten Frau zusammen verheiratet und habe eine Familie und das von der Seite her.

00:56:12Speaker 1 Und ich werde das Fliegen nicht aufgeben, aber das große Fliegen ist irgendwann vorbei. Und das ist so. Dann ich habe meine Zeit. Ich war heute gerade auf dem Golfplatz. Ich lerne Golfspielen, wenn das das so irgendwie. Was hilft, ne?

Speaker 2 Steffen, wenn du vom Golf entschuldige, dass ich dir zu nahe trete, wir haben uns heute erst kennengelernt, aber wenn du vom Golfen redest, dann leuchtest du nur 10% von dem, wie wenn du darüber übers Fliegen redest.

Speaker 1 Ja, es mag sein, aber ich kann ja, ich höre ja nicht auf Ich kann ja nicht weiter 380 fliegen oder 3,7 oder was immer.

00:56:44Speaker 1 Oder ich kann auch nicht sagen, ich mache jetzt nur ein CPL und fliege dann über 65 weiter auf der Co-Pilotenseite oder irgendwas. Solche Karrieremöglichkeiten gab das ja. Ich hoffe, dass ich finanziell in der Lage bin, dann einfach aufzuhören und mich dann weiter selber fliegerisch zu beschäftigen. Ich mache gerne Ich filme gerne im Cockpit. Fleisch mache ich dir meine Filme, die ich sonst mit dem 380 gemacht habe, sehr viel dann mit einem anderen Muster, was mich wiederum auf eine Frage zurückbringt, bevor ich mich jetzt weiter von dir in die Ecke dringen lasse. Nein, nein, nein, nein, nein. Ja, weiß ich, weiß ich, weiß ich, weiß ich. Das weiß ich komplett.

00:57:15Speaker 1 Eine Frage, die mir auch gestellt hat, warum keine kleinen Flieger? Das wurde dir auch in diesem Podcast gestellt, in dem, wie hieß er nochmal, wie Band Rotate. Podcast, weil du bis jetzt nicht die Gelegenheit dazu hattest. Darf ich dir verraten, dass unseren Hörern einige PPLer dabei sind, die und auch Privatpilotenbesitzer, die sogar einiges Flugzeug haben und wahrscheinlich dir das anbieten würden, sofern das denn wirklich spannend ist. Ich könnte nur vorstellen, dass du so eine kleine Cessna keine 14 Kameras reinkriegst. Ein frei vom Gewicht her nicht.

00:57:47Speaker 2 Muss halt kleinere Kameras nehmen, das ist schon klar. Ich habe in den jetzt 14 Jahren von Pilots Eye die Erfahrung gemacht, dass je größer der Body, desto mehr Verkäufe. Ja, okay. Und ich kann nur sagen, dass die, dass die jetzt A22 da nach London City einfach Die zieht nicht so gut wie eine 777. Und ich habe wirklich Sorge, dass wenn ich so eine kleine mache, dass ich vielleicht zu wenige Menschen anspreche.

00:58:19Speaker 2 Und man muss ja immer wieder als Dokumentarfilmer, der das selber finanziert, immer sich vorher die Rechnung aufmachen und sagen, kann ich damit vielleicht ein bisschen Geld verdienen, um meinen nächsten Film zu finanzieren? Weil alle, die das vielleicht vorhaben, kann ich nur sagen, damit wird man nicht reich. Damit verkaufst du nicht so viel Dass der wir es übrig bleibt. Du kannst quasi den nächsten Film damit finanzieren, aber du gehörst nicht zu denen, die sich irgendwann zurücklehnen und sagen, ja, das war's jetzt. Den Rest meines Lebens lebe ich von diesen Filmen?

00:58:50Speaker 2 Nein, leider nicht.

Speaker 1 Du meinst dieser Film von Wangerrohre nach Bysum, der wird sich nicht so gut verkaufen wie der nach Hongkong, oder was?

Speaker 2 Naja, das könnte durchaus sein, Steffen, aber ich suche noch nach diesem, ich suche nach so einem Entry, weil ich sage jetzt mal ein Beispiel, wie es funktionieren könnte. Du weißt, dass der ehrwürdige Herr Sixt, also von dem, von der Autovermietung Sixt, selber fliegt. Es gibt ein paar andere Beispiele. Es gibt den Smudo von den Fantastischen Vier, der selber fliegt.

00:59:20Speaker 2 Es gibt viele andere Prominente, wenn man jetzt nach Amerika schaut, John Travolta mit seiner eigenen 3-7. Also wenn du sowas zum Beispiel hättest, dass du ein kleines Flugzeug hast, aber die Person, die drinnen sitzt, auf der linken Seite, eine Person ist, die man woanders herkennen könnte. Dann wird vielleicht ein Schuh draus. Oder dass es einen besonderen Anlass gibt, so einen Flug von A nach B zu zeigen. Ich habe mal mit einem der berühmtesten Siegelflieger Herrn Ohlmann gesprochen.

00:59:50Speaker 2 Der ist in Chile gerade gewesen und hat Leh Leh Testflüge gemacht. Also quasi auf der Windabgewandten Seite, wo man sich ja nicht hinbewegen sollte mit dem Segelflieger für den DLR. Das wäre zum Beispiel vielleicht so eine Geschichte gewesen, wo man sagen hätte können Ja, man könnte an einem großen Segelflugzeug möglicherweise auch ein paar Kameras außen anbringen und diese Person Geschichten dazu erzählen lassen. Also wir sind noch lange nicht fertig mit den Ideen, wie man die Faszination, weil das ist ja auch unsere Prämisse, Faszination fliegen.

01:00:25Speaker 2 Aber ich kann, ich habe noch nicht den Einstieg für die kleine Chessner, weil es auch von der Produktion ein bisschen schwierig ist, wir sitzen eigentlich da zu dritt. Ich kann nicht drei Leute in die Chesser reinsetzen.

Speaker 1 Das kann ich auch verstehen. Nee, ich hab auch gerade gesagt, also was das nächste wäre, irgendwie so eine Karawan oder irgendwie sowas größere Dinger, die aber dann auch gebraucht werden für. . Das wäre ja dann hier so Dschungelfliegerei oder Afrika oder irgendwas, also ganz wilde Plätze. Da sieht man ja auch tolle Videos und YouTube, wie sie da in kleinen

01:00:57Speaker 1 Wobei ich niemand weiß, sind das kleine Frachter oder kleine Drogenkurriere, die da fliegen.

Speaker 2 Ach, wer weiß, vielleicht sind die auch als solches verwendet. Ja, genau. Und wenn du, weil du das gerade ansprichst, und wenn man sich anschaut, was in den letzten 14 Jahren an neun Menschen dazugekommen ist, die auch Filme aus dem Cockpit machen, dann sind wir nicht mehr, dann haben wir diese Alleinstellung nicht mehr, sondern dann gibt es eben ganz viele Mitbewerber und du weißt ja selber, die Sachen, die bei YouTube sind, kosten dem Zuschauer nichts. Also ist dieses Geschäftsmodell auch vielleicht uh heute schon überholt, dass man DVDs und Blu rays und Video on Domain verkauft?

01:01:32Speaker 2 Also das heißt Corona hat uns eigentlich sehr in die Hand gespielt, darüber nachzudenken, was wir machen können. Und wir werden jetzt zum Beispiel eine Reihe auch Podcasts, aber mit Video machen. Wo wir zum Beispiel die ganzen Kapitäne, die wir in unseren Filmen hatten, fünf Jahre, sechs Jahre, zehn Jahre danach befragen, was sich denn so verändert hat. Deswegen, und jetzt verstehen alle, warum mich das bei dir so interessiert hat, was wäre, wenn du auf deinen Plan B zurückgreifen musst.

Speaker 1 Also, wie gesagt, vielleicht machen wir gerade einen Plan B, dass ich anfange, Geschichten darüber zu erzählen.

01:02:03Speaker 2 Na Steffen, also wenn ich dir ein Kompliment machen darf, ich habe mir nicht nur eine deiner Podcasts angehört, sondern mehrere und die Art und Weise, wie du das mit dem Olli zusammen machst. Das kann ich für alle Zuschauer bestätigen, ist wirklich so, wie sich Piloten während des Fluges im Cockpit unterhalten. Das ist ein bisschen Privates dabei, da wird natürlich geblödelt. Und dann ist unheimlich vieles dabei, wo man sich austauscht, wie geht dieses Procedure? Ach, der weiß es, der andere weiß es nicht, der erzählt es dem anderen. Also Deswegen habe ich mich dann oft gewundert, warum habe ich jetzt irgendwie 60 Minuten durchgehalten?

01:02:37Speaker 2 Es ist diese nette Plauderei, die ich auch so aus dem Cockpit lieben gelernt habe. Deswegen an dieser Stelle Kompliment. Dankeschön.

Speaker 1 Aber ich möchte gerne leiten Zuhörer auch erklären, es gibt im Cockpit auch Leute, die gehen zum Lachen im Keller. Und mit denen könnte ich nicht eine Stunde zuhören. Okay. Aber nicht bei dir. Dankeschön. Also, ja, vielen Dank. Ist ja irgendwas, was Du noch die, zum Beispiel, wir haben ja auch mal eine lustige Geschichte zum Ende unseres Podcasts.

01:03:08Speaker 1 Ist da eine, die du da erzählen könntest, die dir passiert ist oder irgendeine Art?

Speaker 2 Was war das? Das war bei euch mit diesem Unattended Minor, wo wo war das bei euch? Der rausgegangen aus der Toilette und der Kinder. Wo der Kind raus ist und dann ist quasi jemand anderer rein und. Ach, was für eine schöne Geschichte. Die Geschichte fand ich köstlich, weil sie wirklich so, so. Echt aus dem Leben und das ist aber ein netter Service hier, dass man quasi auf der Toilette noch.

01:03:40Speaker 2 Also. Ja, was stellst du dir vor? Was meinst du unter lustig? Was ist für dich lustig?

Speaker 1 Naja, das sind also das ist so ein kleiner Ausreiße, dass was an Bord so an Sachen passiert, die, ich weiß nicht, ob bei euch im Cockpit beim Filmaufnahmen irgendwas So, Outtakes sozusagen, wo du sagst, Mensch, das war, hätte ich gerne mit reingebracht oder hätte die Firma nicht gewollt, wo ich meine Aufnahme mache oder sowas in der Art, irgendwo

Speaker 2 Oh ja, eine sehr nette Sache, die haben wir rausgeschnitten, die gibt es auch nicht, das Outtake, aber deswegen sage ich nicht, welcher Pilot es war, aber das Schöne war.

01:04:15Speaker 2 Du weißt, hast du vielleicht gesehen, ich möchte gerne, dass unsere Piloten immer ein bisschen was erzählen über den ankommenden Flughafen, über die Besonderheit der der Bahnen, über die Beschaffenheit der Bahnen. Und da gab es genau diese Szene, dass wir gesagt haben: komm, erzähl uns was über diesen Airport. Und dann nimmt er sein Pad und redet ungefähr zwei Minuten in die Kamera und sagt, und dann haben wir hier die Landebahn und hier haben wir die Landebahn und die Landebahn. Und nach zwei Minuten schaut er uns an und sagt. Das ist ja mein Heimatflughafen und ich rede die ganze Zeit darüber, dass das jetzt irgendwie, was auch immer, Singapur, Hongkong oder sonstiges ist.

01:04:51Speaker 2 Also, und warum ich das erzähle, ist. While it so verdammt menschlich is, weil es so, ja, you have in eurem iPad the saying all gleich aus Er war einfach nur fixiert, über die jetzt über diese diesen Destinationsflughafen zu sprechen, dass er einfach gar nicht mehr genau genau geschaut hat, was da jetzt draufsteht. Also, das ist nicht sicherheitsrelevant, sondern es war einfach unheimlich menschlich. Und dieses Gesicht dann zu sehen, wie ihr draufkommt und sagt: Oh mein Gott, ihr habt es mich jetzt richtig, ihr habt sie mich richtig gelegt oder was auch immer.

01:05:23Speaker 1 Also mit anderen Worten, hat er denn das Richtige erzählt? Ich meine, er hat er denn erzählt von seinem Zielflughafen, er hat aber das Bild vom Abflughafen noch gehabt. Was? Hättet ihr das auch passieren können? Oh ja, müssen ja ganz andere Sachen passiert.

Speaker 2 Also ich bin an Position vorbeigerollt und Algemat und. Hatten wir, hatten wir jetzt gerade mit der London City. Da kommt in Zürich an und dann sagt die Co-Pilotin so, Peter, hättest du da nicht rein müssen? Und er rollt vorbei an seiner Position.

01:05:54Speaker 2 Und der Typ, der Ground steht dort drinnen und winkt so, hier, hier, hier, hallo, hallo, hallo, hier bin ich. Also auch unheimlich süß. Und das hat ihm unheimlich gewurmt, aber ja, ich sage wieder ganz im Gegenteil. Einfach menschlich. Das ist überhaupt nicht sicherheitsrelevant. Es war einfach sympathisch, es war einfach nett.

Speaker 1 Trotzdem kann man sowas auf Kamera nicht unbedingt zeigen, weil es gibt immer Leute, die unheimlich Gedanken darüber und meinst du, Steffen? Ja. Wenn du vorbei rollst, kann man auch. Nein, das nicht. Aber das Gedanken. Nein, nicht Schwierigkeiten.

01:06:25Speaker 1 Nein, das meine ich gar nicht. Es geht aber, also es gibt Leute, die haben Flugangst. Noch ein nöcher, also wenn ich das meiner Schwiegerin zum Beispiel, die immer so, die macht riesengroße Augen, wenn ich dir auch nur eine Kleinigkeit erzähle, was da irgendwie passiert. Ja, wir hatten Vogelschlag und so, und dann, oh Gott, oh Gott, oh Gott, und wir werden alle sterben und sowas. Da muss man immer so ein bisschen aufpassen.

Speaker 2 Aber das kann man mit solchen Filmen eben quasi diese Angst nehmen und diese Sorge nehmen. Wir haben ja auch einen Vogelschlag gehabt, wo wir dann mit der Kamera rundherum gegangen sind und uns genau angeschaut haben. was von dem Gehäuse getroffen wurde und auch wirklich erklärt haben, dass das eben nicht relevant ist.

01:06:58Speaker 2 Ja, wir haben sogar im 350er diese Situation gehabt, dass quasi ein Stein die die Flap Fairing durchschlagen hat. Aber weil das ja quasi nicht kein nennen wir es mal tragendes Teil ist, also was für die Aerodynamik irrelevant ist, haben die das mit Speed geklebt. Da hätte ich mir gedacht, dass ich das nicht zeigen darf, aber ja, du machst halt einfach einen Kleber drauf und fliegst nach Boston.

Speaker 1 Süß. Einfach okay. Klar. Bei uns fehlt immer ein Teil von Ertragfläch vom 350, wurde abgefahren von deinem Flieger.

01:07:29Speaker 1 Hast du gesagt, genau, richtig, der Swinglet, oder? Ja, genau. Und dann ist der Flieger dann noch zwei Tage lang mit rumgeflogen. Auch schön mit High-Speed-Tape abgeklebt, das hat die offene Wunde praktisch dann. Also es musste das komplette Ding abmontiert werden. Und so ist man dann da rumgeflogen. Das wird ja auch getestet. Und ich kann mich erinnern, du hast 1,2 Prozent mehr Sprit verbraucht. Irgendwie sowas, genau. So was war das Das wurde im Flugplan mit berücksichtigt. Genau. Okay, cool. Ich denke, wir haben genügend erzählt. Vielleicht kommen noch Fragen.

01:07:59Speaker 1 Vielleicht können wir die, kann ich, wenn unsere Hörer noch Fragen haben oder sowas, dann kann ich an dich weiterleiten, irgendeine Art, wäre das möglich. Und dann gibst du die. Antwort dazu, weil wir haben ja auch noch Webseite und da sind noch Shownotes und Hitten Forum, was ich nicht alles. Und denke, da können unsere Hörer dann noch Fragen zu stellen. Und es war schön, dich hier im Podcast gab es.

Speaker 2 Gerne, Stimmen. Es hat mir wirklich Spaß mit dir gemacht und du hast es auch gemerkt, ich habe großen Respekt vor deinem Beruf und vor allem habe ich großen Respekt vor deinem Spaß und deiner Freude an deiner Arbeit. Ja, das merkt man gegenseitig.

01:08:30Speaker 2 Ja, gegenseitig. Okay, gut.

Speaker 1 Alles klar.

Speaker 2 Dann darf ich mal auf Wiedersehen.

Speaker 1 Danke, Thomas. Dankeschön. Und schönen Sonntag noch. Frohe Schaffen. Was im Ausläuft, ne? Und weiterhin viel Spaß bei deinem Podcast. Danke, vielen Dank, tö