Folge #101 · 18.01.2023 · Dauer 01:54:09 · Mit Steffen, Bea

CFWU 101 - Die Servierhand beim Malerkongress

keine Funde Original-Episode auf comeflywithus.de

Heute wieder einmal eine kleine Interview Folge. Steffen redet mit Bea und Ihre Erlebnisse in der Corona Zeit. Ausserdem geht es natürlich auch um Eure Fragen!

Kapitel (46)
  1. 00:00:00 Begrüßung
  2. 00:00:40 Vorstellung des Gastes
  3. 00:02:17 Was ist/tut eine Purserette
  4. 00:07:26 Kaffeebeutel in der Toilette
  5. 00:09:29 A300 OPS 1990 - 2005
  6. 00:10:51 Bea´s Muster
  7. 00:12:40 Fussbodenheizungen und Kälteschutzvorhänge
  8. 00:14:08 ...und dann kam Corona
  9. 00:16:59 Steffen in SIN Februar 2020
  10. 00:18:00 Ab April 2020 nur Bereitschaftsdienste
  11. 00:18:47 Prachterflüge
  12. 00:22:09 Schutzkleidung der Gäste
  13. 00:27:16 Hinweis auf Folge 99, Combi Jumbo
  14. 00:27:49 Layover während Corona
  15. 00:31:03 Einreise Verfahren in China
  16. 00:33:23 Hamburg Demo betreffend Knorr-Bremse, Heinz Hermann Thiele
  17. 00:35:19 Spezielle individuelle Crew/Pax Einreisebestimmung
  18. 00:40:04 Wann wurde es besser...
  19. 00:42:30 Passagier Probleme
  20. 00:46:08 Back to Normal ??
  21. 00:48:52 Der Neue Service
  22. 00:53:53 Neue Crewhotels
  23. 00:54:54 Die Corona Hotels
  24. 00:55:50 Hotel Amenity Kit
  25. 00:56:11 Hotel Corona Verpflegung
  26. 00:58:53 Aktuelles: Akku Brand an Bord
  27. 01:01:00 Pax Video bei jeden Zwischenfall
  28. 01:03:05 Eigene Evakuierung Mitgefilmt
  29. 01:03:34 Dräger Rauchschutzsmaske
  30. 01:04:58 Frage von @Netaviator bzw. @Ubahnverleih
  31. 01:07:46 von Sven-Hajo (arbeite als CPT)
  32. 01:10:43 NPI Operations
  33. 01:13:00 Frage von Jens-Peter: ausgefallene Wünsche
  34. 01:16:33 Frage von Jens-Peter: Lieber C oder E Klasse
  35. 01:17:12 Das tragbare Bidet
  36. 01:18:45 Verschiedene Bereiche im Flieger
  37. 01:20:45 Frage von Jens-Peter: Service Schulung
  38. 01:21:58 Recaro Sitze mit Kleiderhaken
  39. 01:23:42 Frage von Roland: Frage zum medizinischen Notfall
  40. 01:27:39 Frage von York zur "Ansagenfreiheit"
  41. 01:33:37 Passergier Herr Knorke
  42. 01:35:04 Frage von @Snopersen: Woran erkennt man die Nationalität
  43. 01:39:24 Frage von Chris zu Notfällen
  44. 01:47:16 9/11
  45. 01:49:27 Die Geschichte zum Ende
  46. 01:52:38 Verabschiedung

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Transkript

00:00:00Steffen Hallo Leute, da sind wir wieder und ich bin ganz aufgeregt. Ich habe nämlich jetzt eine schöne Podcast-Folge von mir. Das weiß ich, weil ich gucke in was sehr Schönes, Freudig Lachendes. Genau, und zwar habe ich mir die in unserer Folge Wahrscheinlich 101, wir haben heute den 12. Januar, haben wir beide nochmal nachgeguckt. Die Neufolge habe ich mir die Liebe Bea hier bei mir zu Hause geholt. In meinen Wintergarten möglicherweise. ist der Raum nicht optimal, weil er so ein bisschen halt. Also Qualität des Audios, bitte man möge mich entschuldigen, aber dafür sitzen wir hier ganz nett.

00:00:32Steffen Wir freuen uns auf eine gemeinsame schöne Aufnahme. Wir haben hier leckere Croissants. Und ja, ich sage mal hallo, guten Tag, Bia, wie geht's dir?

Bea Hallo, vielen Dank für die Einladung. Ja, mir geht's hervorragend.

Steffen Sie ist total aufgeregt, sie sagte so im ersten Jahr.

Bea Ja, ein bisschen schon, ne?

Steffen Wir haben einen Podcast. Hast du überhaupt schon mal einen Podcast gehört?

Bea Ja, gehört habe ich welche, ja.

Steffen Welche denn? Dürfen wir das erfahren?

Bea So meistens zum Einschlafen. Also ich komme nicht weit. Ich krieg nicht viel mit, aber. Es gibt ja extra Einschlafen-Podcasts, ne?

00:01:02Bea Ja, nee, wir hören so Crime-Geschichten. Oh, ein Schlaf.

Steffen Okay, gut. Ich dachte, du hörst sowas. Meine Frau hört gerne, wie heißt das, mit den Waffeln einer Frau. Das ist von der Oh Gott, wie heißt denn diese große Frau, mit dem auch die so ganz große Augen, so wie du. Diese Talkshow macht also. Ist egal. Ich verlinke das, Leute können da mal reingucken. Also das ist für vielleicht hören uns ja auch wirklich Ich weiß es gar nicht. Wir haben, also, also folgendes. Bea kenne ich seit, wir haben gerade nachgeguckt, seit 20 Jahren.

00:01:33Steffen Sie ist arbeitet hinten in der Kabine immer noch. Durch ganz Corona durch und das ist auch irgendwie das Hauptthema, weshalb wir überreden, über das wir hier reden. Und wir dachten wir, wie gesagt, unterhalten uns über die Fliegerei und ich habe dazu Fragen eingesammelt, auch später, die wir so ein bisschen mal durchgehen können. Dabei ist mir aufgefallen, das sind nur Kerle, die die Fragen gestellt haben. Nur Männer. Ja. Ja, also irgendwie irgendwas. Also ich, vielleicht mache ich doch nur einen Podcast für Männer. Also ich, der Podcast-Tiff, den ich gerade gebe, ist vielleicht, falls uns doch eine Frau zu hört, vielleicht könnt ihr den Podcast hören.

00:02:06Bea Das müssen wir ändern.

Steffen Also BR. Also, äh, äh Genau, ich habe mal in meinem Flugbut nachgeguckt. Wir sind das erste Mal geflogen vor gut 20 Jahren, 2003. Da warst du Pörserett. Was ist eigentlich eine Pörserett?

Bea Die Pörserett ist die Chefin in der Kabine. Das heißt, ich bin verantwortlich für den Service und für große und kleine Probleme, die auftauchen. Mit Gästen, mit Kollegen, mit allem möglichen. Ich bin der Ansprechpartner hinten in der Kabine an Bord.

Steffen Sehr schön. Ich überlege gerade, es gibt auch manche Airlines, die haben

00:02:36Steffen Keine Pörsere, ne? Oder gab es früher nochmal dieses CDC, Chef de Kabin oder irgendwie sowas. Genau, das gibt es aber nicht mehr. Also bei uns oder bei anderen Gesellschaften? Also bei uns gibt es das nicht mehr.

Bea Das gab es früher mal Falls ein Pawser mal kurzfristig ausfällt oder so, aber das gibt es schon lange nicht mehr.

Steffen Achso, das ist auch gar nicht vorgesehen.

Bea Es ist nicht gewollt, ist nicht vorgesehen. Entweder bist du Parser oder du bist klug. Begleiter, aber das war immer so eine Twitter-Position. Es gab Leute, die wollten gerne ihren Pörser machen, haben es nicht geschafft, sind durchgefallen, sollten dann als CDC fliegen, haben gesagt: Nö, mach ich nicht.

00:03:10Bea Wenn ich nicht geeignet bin, als Pörser zu fliegen, dann fliege ich auch nicht als CDC.

Steffen War das nicht so bei, gab es nochmal dieses Express Operation oder irgend sowas?

Bea Und da war gab es immer Streit und Ärger und irgendwie Unklarheiten und Und da haben sie denn sich festgelegt und haben gesagt, es gibt nur noch Börser und nur noch Flugbegleiter. Und CDCs wurden abgeschafft, zumindest bei uns.

Steffen Bringt das eine Spaß, Pörsager zu sein? Ich meine, ich kann es aus meiner Kapitänssicht zu sagen, man ist ja direkt, man hat natürlich irgendwie den Hut auf, also für viele ist ja das wichtig, dass sie so der Chef sind und sagen können, wo das ist.

00:03:42Steffen Ich habe das immer mehr so gesehen, dass man ähm Weil meistens war man mit den Entscheidungen des Chefs, der neben mir sagt, also als Co. war, eigentlich komplett mit einverstanden, weil das alles wie Sinn ergab oder irgendwas. Aber woran man nicht so Spaß dran hatte, war an MBA an im Führungsstil oder was für eine Person das war. Dass er die Stimmung an Bord irgendwie durch zwei, drei Sätze ja total Kaputt gemacht hat oder irgendwas. Und also es fiel mir nur beim Cockbenschen so auf. Und jetzt, äh, und als Pazerett bei der Kabine ist das ähnlich?

00:04:14Steffen Oder ist das so, dass du mehr sagst, so jetzt kann ich mal, muss ich mir nichts mehr sagen lassen? Oder das Ich meine, ich kenne dich, du machst, glaube ich, eine gute Stimmung abort, oder? Ich versuche das zumindest, ja.

Bea Ich sag mal, Pörser steht und fällt mit seiner Crew. Und wenn ich nett bin zu meinen Kollegen und zu meinen Leuten, dann sind die nett zu mir. Und ich denke mir, das Leben ist manchmal schwer genug, deshalb versuche ich an Bord für Stimmung und Spaß zu sorgen. Die Leute sollen Spaß haben bei der Arbeit. Und dann geht einem alles leichter von der Hand.

Steffen Auch die schwierigen Entscheidungen eben.

Bea Auch die schwierigen Entscheidungen. Manchmal bringt es Spaß, manchmal ist es anstrengend.

00:04:46Bea Weil du bist ja doch Schnittstelle für alles. Du bist Schnittstelle, du kommunizierst mit dem Cockpit, mit Catering, mit dem RAM-Agenten, mit Cleaning, mit den Kollegen, mit Passagieren. Und aber wie gesagt, im Großen und Ganzen versuche ich das schon alles mit Humor zu nehmen und dann geht die Arbeit auch leichter von der Hand.

Steffen Mittlerweile, sag mal, du habt ihr Pörse eigentlich auch mittlerweile ein Handy?

Bea Nur die P2s auf der langen Strecke, ich sage jetzt die ganz großen Pfosten, die haben eins, aber wir P1sen auf der Kurz- und Mittelstrecke wir nicht.

00:05:18Steffen Nee, wir müssen immer noch über den Kapitän gehen und sagen, Chef ruft doch mal an für uns, bitte. Ja, okay, alles klar. Nee, cool. Ja, genau. Und ich habe dich vor allen Dingen, wie gesagt, wir haben uns Kängle in dem alten Bobby-Sivel gemeinsam geflogen. Ja, das war schön. Ja, schön. Es wurde auch gefragt von später von den Kollegen von welchem, können wir Frage vielleicht jetzt schon mit beantworten, nämlich Welchen Muster arbeitet man lieber? Nämlich Boeing oder Airbus, wobei man dann natürlich auch das auch mit Kurz- und Langstrecke irgendwie so ein bisschen zusammenknüpfen kann.

00:05:49Steffen Aber bei Kurzstrecke, da gibt es ja halt der Olle Bobby. Bei unserer Firma und jetzt nur noch den 20er. Also, wen würdest du lieber fliegen, weißt du das?

Bea Also, ich war ja immer ein eingefleischter Bobbyflieger.

Steffen Ja, das weiß ich, ja.

Bea Der kleine süße Bobby. Aber mittlerweile muss ich sagen, habe ich mich an den 320 gewöhnt. Wenn das nicht unbedingt die Neokabine ist, die ist zum Arbeiten schwierig. Weil uns einfach Platz fehlt.

Steffen Ja, ich finde nicht so Arbeit, das ist für die Gäste hinten schwierig, ne?

Bea Ja.

00:06:19Steffen Wie viele Ingel haben die noch hinten? Das wird da stückchenweise immer enger hin.

Bea Also die letzten drei Reihen? Ja. Die kriegen noch nicht mal ihr Flatkit unter den Vordersitz verstaut. Da wird es wirklich eng hinten. Also schlecht.

Steffen Nicht denkt, ah, hinten Ist eine gute Ecke, da überleben die alle immer.

Bea Also die letzten drei Reihen würde ich auslassen.

Steffen Kleiner Tipp am Rande.

Bea Ja, genau.

Steffen Ja, aber Bobby, ich meine, okay, jetzt im Nachhinein, im Nachgang. Ich meine, ich sag mal so, die Toiletten, die Eulen.

00:06:50Bea Ja, das war schon, alter, eine Klapperkiste, in Anführungsstrichen. Man musste die Rutschenstange immer von Hand einhängen.

Steffen Ich musste erstmal so ein bisschen den Staub seide wischen.

Bea Und du hast immer dreckige Finger, weil du immer diese schmierige Rutschenstange angefasst hast.

Steffen Das ist beim Airbus.

Bea natürlich schon bequemer, ne?

Steffen Ja klar logisch.

Bea Einfach nur ein Hebel umlegen und das war's.

Steffen Und was sie bei dem Klos irgendwie das sind auch Mittlerweile kennt man ja nur noch diese Vakuumclos, die wenn man aufzieht und dann gibt es die ganzen Spielchen, dass man die Chlorrolle da einmal rein und auf jeden Fall haut die ganze Chlorrolle mit ab.

00:07:22Steffen Und alles Mögliche gibt es ja ganz tolle, tolle Videos, auf die man gucken kann. Aber ich weiß zum Beispiel beim Bobby immer noch, hinter sehr häufig, wenn du da reinkammst, und das Klo gleich vorne, hing der alte Kaffeebeutel oben an dem Es hat immer gestunken, nach Kloake. Wer kam auf die Idee da, also ihr müsst euch so vorstellen, Kaffee für die Kaffeemaschinen, das ist ja auch noch die gute alte Zeit, dass man.

Bea Ja, richtigen Filterkaffee. In Filterbeuteln. Es gibt es noch, Sie überlegen schon, es abzuschaffen und nur noch Pulverkaffee anzubieten?

00:07:56Steffen Ja.

Bea Aber noch gibt es den guten Filtercafé in der Business Class.

Steffen Genau, dann ist das so ein großer Beutel gewesen. Es tut mir leid, ein Mikrofonrutscht immer.

Bea Ne, alles gut.

Steffen Alles gut. Ihr müsst euch vorstellen, da war so ein, da hast du so eine große Packung aufgerissen, da stand meistens sogar Jakobs drauf, die Krönung und so. Ja.

Bea Die Krönung oder Deilmeier war, glaube ich, auch mal dabei.

Steffen Ja, genau. Und da war normales Kaffeepulver drin in so einem Filtersack sozusagen.

Bea Genau, wie eine Filtertüte, die zusammengetackert ist.

00:08:28Steffen Genau. Und die haben wir oft Cockpit wäre vielleicht auch ganz gut gewesen. Manchmal. Je nachdem bei Spalier, die im Layover gegessen hatten. Und dann haben wir das in die Tür reingehängt, da war so ein Haken drin für.

Bea Wie so ein Kleiderhaken.

Steffen Kleiderhaken. Naja, hast du nicht mal ein Bügel gemacht. Nein, ist egal. Nein, ist egal. Hast du da Ding da irgendwie rangeklemmt und der braucht das nach Kaffee? Wir wissen ja schon damals aus, wie hieß denn diese alte Krim, diesen einen Film da irgendwie, dass man Drogen in Kaffee versteckt hat, weil du riecht da runterst.

00:09:00Bea Nein, du riecht da runters nicht.

Steffen Ja, ja, genau, das schwarz gar nicht um. Stimmt. Auf jeden Fall konnte man eben da auf dem Klo das besser irgendwie auftragen. Also, so weit zum alten Bobby, Gott habe selig, das Ding ist vorbei. Und der Bobby, wir waren, wir haben es gerade nochmal nachgeguckt, wir waren in Hamburg gemeinsam stationiert bis 2013. Dann wurde die Hamburg-Stationierung aufgelöst, dann bist du jetzt nach Frankfurt gegangen. Aber seitdem fliegst du auch Langstrecke, weil in Hamburg hast du nur Kutscheige geflogen.

Bea Genau. Ich hatte damals in Hamburg drei Muster. Ich hatte den Bobby, dann hatte ich die 20-Familie und wir sind damals noch den 300er geflogen.

00:09:35Bea Drei Zehner und Drei Sechser. Ja, stimmt. Das war für uns so ein bisschen große, weite Welt auf der Kutzstrecke dezentral. Nach London flog der. Und wir sind manchmal mit Stopp über Frankfurt dann weitergeflogen mit dem.

Steffen Ja, aber der hatte, ach stimmt, der hat der Flug doch noch, hat er nicht Almaty oder irgendwie sowas noch gehabt?

Bea Oh, das weiß er nicht, da bin ich damals nie mit hingeflogen. Aber wie gesagt, Doppel London war Standard auf den. Und da hatten wir einen dabei, das waren drei.

Steffen Darf ich ganz kurz dabei? Doppel London, also ich war ja von 92 bis 98 auf dem

00:10:08Steffen Auf den 300er? Ja. Und war Doppel London war mindestens fünfmal im Monat.

Bea Also bin ich gefunden. Immer regelmäßig.

Steffen Ja, genau.

Bea Und da hatten wir einen dabei, der hatte die Kennung DD. Delta Delta. Und die haben wir dann umgetauft in doppeltoof oder dauernd defekt, weil ständig war was mit diesem Flieger. Und wenn wir schon wussten, wie DD, oh Gott, kein pünktlicher Feierabend heute, da ist wieder irgendwas kaputt.

Steffen Okay. Okay, das war aber 300er, ne? Das war ein 300er, genau.

Bea Oh, das weiß ich nicht mehr.

Steffen Aber 2013 war auch die Zahl, wo die aufgehört haben.

00:10:39Steffen Ja, nee, die haben früher aufgehört. Die waren früher weg. Wir haben zum Schluss nur noch 3,7 und 320 gehabt. So, dann ging es, also 2013 ging es für dich nach Frankfurt. Seitdem was fliegst du seitdem für Muster?

Bea Alles außer dem 380. Also ich fliege die 320-Familie, ich fliege den 330, 340, der so ähnlich ist wie damals die 300er, 310er, 36er und ich fliege den Jumbo. Und meiner Meinung nach Das schönste Flugzeug der Welt.

Steffen Ja, das kenne ich.

00:11:09Steffen Das ist die Queen, ne? Da sagt mir jeder.

Bea Und zwar zu Recht.

Steffen Ja, genau.

Bea Dieses Flugzeug sieht irgendwie freundlich aus. Also, wenn du durchs Terminal läufst und gehst an dieser Glasfront vorbei, und da steht so ein geparkter Jumbo Der sieht aus, als würde er dich anlächeln. Er sieht immer freundlich aus. Das liebe ich an dem Flieger. Er ist schön.

Steffen Und zum Arbeiten drin? Jetzt schon mal die Frage.

Bea Ja, anstrengend. Du hast einen riesen Economy-Class.

Steffen Ja, aber das hast du doch bei den 340 auch hinten, oder?

00:11:39Bea Ja, aber es ist irgendwie übersichtlicher. Du siehst das Ende. Auf dem Jumbo siehst du manchmal das Ende nicht.

Steffen Ja, okay, da gehen die Gänge hinten noch. Ja, ja, okay, alles klar. Ja, aber so von Ergonomie, Galli und so immer, das ist doch alles, das.

Bea Ich kenne ja nichts anderes. Ich habe mich daran gewöhnt und ich finde den gut. Man groovt sich ein, man hat so seine Tricks, wie man sich die Arbeit ein bisschen erleichtert, wie man alles ein bisschen schneller, einfacher macht. Und wenn du ein gutes Team hast, dann geht das Hand in Hand. Und das funktioniert eigentlich ganz gut.

Steffen Ich habe, ähm, vor zwei Episoden habe ich mit einem so einem Luftfahrtjournalisten

00:12:12Steffen eine tolle Folge macht, da ging es nur um den Jumbo. Wirklich. Haben wir uns nur um den Jumbo gehalten, welche Varianten und so. Und da habe ich eine Geschichte wiedergegeben. Ich weiß nicht, ob die stimmt. Jetzt bin ich gespannt. Mit dem Mit dem Wasserglas auf der Fünfertür, dass das irgendwie durchfriert teilweise, wenn das so kalt ist da hinten, weil der Jumbo generell nicht so eine warme Kiste ist, also gerade an den Türen und so. Und dass es hinten. An der Fünfer Tür, also die letzte Tür ist das, dass das dort echt kalt werden kann. Meinst du, es stimmt die Geschichte?

00:12:42Steffen Nein, das darf ich nicht.

Bea Okay, gut, alles klar. Also das kann ich mir nicht vorstellen. Ist es kalt an den Türen? Ja, definitiv. Aber es ist nicht so kalt, als dass da ein Wasserglas drauf frieren würde.

Steffen Hat er eine Fußbodenheizung?

Bea Er hat eine Fußbodenheizung, aber nicht an allen Positionen, nicht an allen Türen. Und Anna Vierer hat er eine Fußbodenheizung. Ich glaube, Anna Zweier auch. Vorne in der First Class, an den Einsatüren nicht. Denn an den Dreier-Türen, wo die Passagiere sitzen, auch nicht. Und hinten an den Fünfertüren, ganz hinten auch nicht.

00:13:13Steffen Auch nicht, naja, gut.

Bea Aber man hat so Kälteschutzvorhänge, die man vor die Türen mit so einem Klettverschluss dran machen kann, die die Kälte so ein bisschen draußen. also an der Tür lassen sollen, dass das nicht so in die Küche reinzieht. Ja, hilft nur so semi, sag ich jetzt mal.

Steffen Und da wäre jetzt die Frage Zum Beispiel jetzt um den Kollegen, der da gefragt hat, wo lässt sich das besser ein? Drei Vierziger, ist das da ein bisschen angenehmer oder irgendwas?

Bea Auf dem 340er kannst du an den Dreiertüren tatsächlich eine Fußbodenheizung anmachen.

00:13:44Bea Da kann man das ein bisschen wärmen. Aber wie gesagt, ich finde, ich mag einfach den Jumbo.

Steffen Ja, ich sehe. Der bist du bei den 380 nicht von innen geflogen. Nein, das ist richtig.

Bea Ich habe ganz tolle Sachen gehört vom 380 zum Arbeiten.

Steffen Ja. Kannst du den auf ihn wechseln? Nee, er kommt ja nach München.

Bea Nee, ich habe keine Schulung und wir haben in Frankfurt den 383 nicht mehr.

Steffen Okay, gut, alles klar. Ja, schade, schade, schade. So, ja, genau. Und dann, deswegen habe ich dich auch geholt, ja, dann Dann kam ja Corona, ne?

Bea Ja.

Steffen Und du bist die ganze Zeit komplett durchgeflogen.

00:14:15Bea Ich bin komplett durchgeflogen.

Steffen So, und das ist ja eben gerade deshalb, weil da habe ich, kann ich jetzt nicht mitreden, nicht Ich habe zwar Emotionen darüber, aber das sind so wiedergegebene Dinge. Und deswegen dachte ich mir, da können wir es mal gerne überhalten dazu, wie das denn so alles ist. Machen wir mal einen Zeitzeugenbericht sozusagen. Und Wo warst du denn, als es anfing, oder wie fing es überhaupt für dich an?

Bea Man hörte irgendwas von einem Virus.

00:14:45Bea Es war für uns aber weit weg, es war in China. Und irgendwann war es plötzlich doch da Es stand vor der Tür. Und ich kann mich daran erinnern, in der Nacht, wo Europa die Grenzen geschlossen hat für Nicht-EU-Bürger, für die Einreise.

Steffen Das war.

Bea Der 17. Von dem 17. auf dem 18. März. In der Nacht 2020. Da bin ich von Toronto nach Frankfurt geflogen.

00:15:15Bea Ja. Und das fing schon in Toronto an, wo ich das erste Mal wirklich Angst gekriegt habe, weil Wie gesagt, EU-Bürger durften nicht mehr einreisen nach Europa.

Steffen Nicht EU-Bürger.

Bea Nicht EU-Bürger. Und es wurden ungefähr 100 Leute wieder ausgeladen.

Steffen War das so plötzlich?

Bea Ja, so plötzlich. Inklusive, das wurde von der Bundesregierung beschlossen. Ab jetzt dürfen keine Nicht-EU-Bürger mehr einreisen.

00:15:46Bea Es wurden 100 Leute wieder ausgeladen, inklusive Gepäck, und es haben sich Dramen abgespielt. Die Leute haben geweint, die haben geschrien Die haben sich auf den Boden geworfen und da habe ich gedacht, oh mein Gott, was geht hier vor? Was passiert hier? Und wir wussten ja auch alle nicht Was ist dieses Virus? Wie entwickelt sich das? Was passiert damit? Was passiert mit uns, wenn wir zurückkommen nach Frankfurt? Kommen wir noch nach Hause, nach Hamburg? Gibt es noch Züge, können wir uns einen Leihwagen nehmen? Gibt es Flieger? Wie kommen wir nach Hause?

Steffen Ja, die Gedanken, die er am Kopf kommt.

00:16:16Bea Ja, was erwartet uns? Wir hatten ja überhaupt keine Information. Wir wussten ja nicht, was ist jetzt los, was passiert jetzt. Und da habe ich wirklich das erste Mal ein bisschen, bis tatsächlich Angst gekriegt. Ich bin sonst Kamikaze, mich kann so schnell nichts erschüttern. Aber da waren wir wirklich verunsichert und hatten echt Angst. Und ich hatte eine Kollegin dabei, die auch nach Hamburg shuttelt. Und die sagte, oh, ich bin so froh, dass du dabei bist. Und da habe ich zu ihr gesagt, du, irgendwie kommen wir schon nach Hause. Und mein Mann hat gesagt, wenn alle Strenge reißen, dann setzt er sich ins Auto und holt uns ab. Na, okay. Aber wie gesagt, das war eine ganz bedrückende Stimmung auch an Bord.

00:16:48Bea Die Passagiere kriegten ja alle mit, dass diese 100 Gäste wieder ausgeladen werden mussten und was da passiert ist. Und das war sehr bedrückend. Das war wirklich beängstigend, muss ich sagen.

Steffen Ich habe es ja auch schon mal erzählt, wie mein Weg da in diese Krise war ja, dass ich im Januar und Februar und auch März immer noch Shanghai-Flüge drin hatte. Die wurden im Januar schon Stanford rausgenommen, weil da irgendwie kamen mal Gäste mit drauf an und auch so was. Und letzter Flug war in Singapur Ende Februar. Und der war schon, ähm, ja, der war halb leerdikes, ne?

00:17:20Steffen Und noch ein Singer pur selber, weiß ich, ging Durch die U-Bahn und die war leer. Mittags weißt du normalerweise Rush-Hour. Kennst du Singapur? Ja, na klar, na klar.

Bea Du kannst dich kaum bewegen.

Steffen Du schwimmst mit der Masse mit sozusagen.

Bea Da war keine Sau, keine Sau. Also, das war schon beängstigend. Und wie gesagt, am Anfang der Pandemie wussten wir ja auch nichts. Wir hatten gar keine Information. Was löst dieses Virus aus? Wie geht es uns danach? Was passiert? Wie stecken wir uns an? Also, wie gesagt, man hatte keine Informationen und das macht einen noch mehr Angst, als wenn du informiert bist und weißt, was passiert.

00:17:51Steffen Ja, du denkst ja gerade so an alle hier Umbrella und die Zombies um. Ja, natürlich.

Bea Na klar. Und dann wurden wir alle auf Standby gesetzt. Unsere Dienstpläne waren leer und wir haben Bereitschaftsdienste bekommen. Und ich fliege normalerweise Vollzeit und bin auch aus jedem Bereitschaftsdienst geflogen. Und am Anfang war es so ein bisschen ausgeglichen. Ich bin eine Kurzstrecke geflogen, das bedeutet, ich war in Europa unterwegs und eine Langstrecke.

00:18:24Bea Asien, nee, Asien nicht, Afrika, Amerika, also Übersee, solche Geschichten bin ich dann geflogen. Und Ich habe Rückholerflüge gemacht. Das heißt, wir haben Passagiere aus ihren Urlaubsorten wieder zurückgeholt nach Deutschland.

Steffen Repatriate, ne?

Bea Ja, genau. Wir haben Prachterflüge gemacht. Das heißt, wir sind mit Fracht hingeflogen. Haben die Kabine ausgebaut, haben in der Kabine, wo sonst die Passagiere sitzen, auch Fracht befördert, oben und unten.

00:18:55Bea Nicht auf Sitzen jetzt oder richtig? Nein, nein, die Sitze waren ausgebaut. Da waren richtig Kartons und Kisten, Paletten aufgebaut und fixiert.

Steffen Mit Masken und so ein Scheiß, ne? Genau.

Bea Und dann sind wir mit Fracht hingeflogen und mit Passagieren wieder zurück.

Steffen War denn nur die Hälfte der Kabine ausgebaut oder wie war das gemacht oder irgendwie sowas?

Bea Die Economy Class.

Steffen Die war noch drin an.

Bea Nee, die war ausgebaut. Die Economy Class war ausgebaut und da waren alles die Paletten und Kisten und Kartons und was auch immer befördert werden musste.

00:19:25Steffen Okay. Aber nochmal, wenn du bist, du sagst, du bist mit Fracht hin.

Bea Ja.

Steffen Okay, also dann könntest du ja keine Masken gewesen sein, die kamen ja immer alle aus Asien oder.

Bea Ja, genau. Aber wir haben doch auch in der Gruppe Masken getragen. Also wir waren verpflichtet im Briefing. Das ist die Flugvorbereitung, bevor man auf den Flug geht.

Steffen Ich habe schon überlegt, welche Fracht das gewesen sein könnte, die Dürracht. Achso, das weiß ich nicht.

Bea Und wie gesagt, die Crew hat ja trotzdem Masken getragen und du wusstest ja nicht, ist dein Kollege infiziert oder nicht und aus Sicherheitsgründen.

00:19:55Bea Haben wir alle Masken getragen?

Steffen Im Briefing, im Crewbus, eine komplette Crew an Bord oder war da nur so eine reduzierte Weiche?

Bea Nee, das war eine komplette Crew.

Steffen Und ja, weil du könntest ja auch sagen, es sind nur die Hälfte der Passagiere an Bord, also mache ich nur die Hälfte der Crew, oder?

Bea Nee, weil die Türen müssen ja trotzdem besetzt sein. Du hast ja trotzdem eine Minimumanzahl an Crew-Mitgliedern und Und die haben wir auch erfüllt.

Steffen Ich glaube, das hängt auch so ein bisschen zusammen mit unserer Spezialität, unserer Firma, dass sie gerne mit Minimumbesatzung oder Mitpflicht haben.

Bea Absolut.

Steffen Also auf dem 380, da hatten wir ja, da durften zwei krank werden.

00:20:30Steffen Sonst hätten wir schon angefangen, da Gäste und sowas alles rausnehmen müssen zu müssen, weil. .

Bea Ja, auf dem Jumbo genau das gleiche. Okay. Ja. Also wir sind auch teilweise mit Minus. Rausgegangen, wenn wir normale Flüge hatten mit Passagieren, jetzt nicht diese Frachterflüge.

Steffen Also damit für unsere Zuhörer mit Minus

Bea Es war immer noch legal, aber das waren so zusätzliche Kollegen, die uns im Service unterstützt haben.

Steffen Genau.

Bea Die sind weggefahren.

Steffen Das verstehst du nur, da verstehen wir, glaube ich, was anderes. Du meinst mit Minus, was mit Standard Crew wäre? Und dann gibt es ja einmal das gesetzliche Minimum, dass man pro 50 Gäste eine Flugbegleiterinnennase irgendwie dabei haben musst.

00:21:06Steffen Genau.

Bea Und unter denen kann man nicht runtergehen. Na genau.

Steffen Aber du hättest bei diesen Prachterflügen hättest du. Da hättest du ja theoretisch, wenn du sagst, du hast nur statt 200 Gäste hast du nur noch 100, dann hättest du theoretisch zwei, glaube ich. Aber ist egal, das ist eine fachsimple Freiheit, aber ist egal. Hat man nicht gemacht. Okay. Man hatte sowieso eh so wenig Flüge.

Bea Genau.

Steffen Und irgendwas. Und ja, es war schon ein bisschen komisch. Ja, es war schon.

Bea Ja, es gab einen Service, aber einen reduzierten Service. Also es gab abgepackte Sachen, die wir verteilt haben. Also es gab einmal diese abgepackten Sachen und dann gab es einmal Wasserflaschen.

00:21:40Bea Also wir haben im Grunde genommen keinen richtigen Service gemacht, wie wir es kennen, dass wir mit dem Getränkeservice durchgehen, dass wir die Leute fragen, was sie haben möchten. Kalte Getränke, warme Getränke, dass wir ein Auswahlessen anbieten. Das gab es alles nicht, um den Kontakt zu den Gästen zu minimieren. Also wir sollten zu den Gästen so wenig Kontakt wie Möglichkeit haben und umgekehrt genauso. Du hast es gemerkt, die Leute, die zu dem Zeitpunkt geflogen sind, mussten. Die sind nicht geflogen aus Spaß oder weil sie in den Urlaub wollten, ging ja auch gar nicht, sondern weil sie fliegen mussten und denen war das teilweise auch nicht geheuer.

00:22:12Bea Sie kamen teilweise mit Ganzkörperanzügen rein.

Steffen Ja, da gibt es ja so geile Dinger, also Typen, die total plasti angehüllten.

Bea Das sah aus wie so ein Malerkongress. Die Schlümpfe on Bord. Du hast nur diese weißen Anzüge gesehen. Dann hatten sie Handschuhe an, die hatten Überzieher über die Schuhe an, die hatten Face Shields.

Steffen Moment, weil sie das.

Bea In China und in Indien mussten sie, aber du bist ja überall hingeflogen und es gab Leute, die haben es auch woanders so gehandhabt.

00:22:42Bea Also die hatten, du hast gemerkt, die haben Angst. Die müssen jetzt fliegen, eigentlich wollen sie nicht, aber sie müssen. Und jetzt haben sie versucht, sich maximal zu schützen. Die haben teilweise auch auf so einem. 10, 11, 12 Stunden Flug nichts genommen. Die wollten nichts essen, die wollten nichts trinken, die wollten von uns als Crew nichts annehmen. Die hatten ein bisschen was zu essen dabei, aber die wollten auch gar nicht während des Fluges die Maske abnehmen. Die waren wirklich so, dass sie versucht haben, zwölf Stunden durchzuhalten, bis sie ans Ziel gekommen sind, ohne irgendeinen Kontakt mit irgendetwas.

00:23:13Steffen Dann frage ich mich so, ob der Flug dann, ich meine, zehn Stunden an Bord und nichts trinken, dann gehst du auch ungesund vor Bord.

Bea Ja, eigentlich total, ja.

Steffen Ich meine, naja, ich will nicht sagen, wie dizzy. Ja, Dehydrierung, was es dann mehr an ihrem Problem ist.

Bea Viele schlafen natürlich während der Zeit. Und du hast auch so auf regulären Flügen hast du viele Gäste, die nicht trinken möchten, weil sie nicht ständig auf Toilette rennen wollen. Ja, das stimmt. Eine begrenzte Anzahl an Toiletten. Die Toiletten sind jetzt nicht besonders einladend.

Steffen Außer du hast Kraftel mit.

Bea Außer du legst Kaffeeponnen rein, dann riecht es zumindest gut.

00:23:47Bea Macht aber aus dem Fliegerklo auch keine wilde Soase. Und wie gesagt, einige trinken absichtlich wenig, damit sie selten oder gar nicht auf Toilette müssen. Aber auf diesen Flügen ist es halt extrem aufgefallen. Und wenn, dann haben sie die Wasserflasche genommen und sie haben auch viel desinfiziert. Wir haben Desinfektionstücher rausgegeben beim Einsteigen. Jeder Passagier hat ein Desinfektionstuch bekommen. Und die hatten aber auch ihre Desinfektionsfläschchen dabei und eigene Tücher dabei. Und also du hast gemerkt, es rock überall so ein bisschen nach DESY.

00:24:18Bea Und wir selber ja auch. Wie gesagt, zu dem Zeitpunkt, das war ja alles relativ am Anfang, da war noch gar nicht klar, wie ansteckend ist es, wie schnell infiziert man sich, was passiert mit den Leuten Wie schwer wirst du krank? Stirbst du dran oder hast du Long-Covid-Folgen oder was passiert mit dir? Das war ja alles nicht klar. Und viele von uns haben ja nicht Irritwegen Angst gehabt, sondern der Angehörigen wegen Angst. Ja, ja, klar. Die haben ältere Eltern, die haben sich um die Großeltern gekümmert, die haben pflegebedürftige oder kranke Kinder, kranke Ehepartner gehabt und die wollten natürlich vermeiden, das Virus mit nach Hause zu schleppen.

00:24:52Steffen Und ich meine, das war ja auch, die Gefahr war ja real. Ich meine, jedes eigenes, wo du mit mehreren Leuten aufeinander gehockt hast.

Bea Na klar.

Steffen Wobei, wie gesagt, ob das jetzt nun durch die Kabinenlufter tierisch verteilt worden ist, gab es ja so manche Fälle, wo man das irgendwie angeblich nachweisen konnte, aber es war immer schwierig.

Bea Uns wurde ja immer gesagt, wir haben so tolle Heberfilter an Bord. Und die Luft an Bord ist ja angeblich so sauber wie Englisch. Wie die Luft in einem OP-Raum. Ich habe technisch zu wenig Ahnung, um das zu bestätigen oder zu widerlegen.

00:25:24Bea Ich weiß es schlichtweg nicht. Aber trotzdem habe ich persönlich alles getan, um mich Und die Gäste so gut wie möglich zu schützen. Weil manchmal wusstest du ja gar nicht, ob man selber vielleicht infiziert ist und das Virus weiterträgt. Das ist ja das Tückische daran. Du wusstest es ja nicht. Vielleicht hast du unbewusst jemanden infiziert, ohne zu wissen, dass du selbst infiziert warst. Und wie gesagt, deshalb, ich habe versucht, mich und die Gäste so gut wie möglich zu schützen.

Steffen Dann war die Layovers. Achso auch noch mit der mit Austeilen des Gäste hatten sie eine Auswahl zwischen stillen, eine Flasche Nein hat stilles Wasser gekriegt.

00:26:00Steffen Oh schade, ich hätte gedacht, jetzt stilles, ein lautes, eine Flasche Whisky oder ein Wein.

Bea Okay, das wäre ja schon wieder zu viel Kontakt zu den Gästen. Die hättest du ja dann fragen müssen, was sie gerne hätten. Du bist also kommentarlos hingegangen meistens aus der Hingestellt und bist wieder gegangen. Ja, so auf leisen Sohlen. Also es war auch sehr leise an Bord. Nicht so wie sonst.

Steffen Die einen reden, die anderen und die rote, die Chardonnay und die hinhalten können.

Bea Ja, nee, also es gab für jeden eine Flasche stilles Wasser oder zwei oder drei, je nachdem wie viel Bedarf war.

00:26:32Bea Wir sind natürlich trotzdem regelmäßig durchgegangen, haben unsere Runden gedreht, haben geguckt, dass es allen gut geht, weil trotzdem kann es ja passieren, dass du einen medizinischen Notfall hast. Dass jemand einen Herzinfarkt kriegt, dass jemand einen Schlaganfall erleidet, dass jemand einen Kreislaufzusammenbruch hat. Das kann immer passieren. Und da waren wir trotzdem alert. Wir haben unsere Runden gedreht, haben geguckt. musst du dir auch noch kontrollieren, ob da irgendwie wenn wir Passagierflüge hatten, dann hatten wir nur Passagiere ohne Fracht oben an Bord. Oder wir hatten nur Fracht und dann gar keine Passagiere an.

00:27:03Steffen Entweder oder. Musstest du nicht trotzdem eine Runde durch die Fracht gehen, weil es gab ja keine Feuerwehr?

Bea Eine Viertelstunde mussten wir trotzdem wie. bei normalen Flügen auch kontrollieren, ob auf den Toiletten jetzt kein Feuer, Rauch oder sonstiges ausbricht.

Steffen Ich habe nämlich das, ich sage das deshalb, weil ich hatte auf diesem Podcast mit dem Journalismus, da habe ich die Geschichte von meiner Frau erzählt, wie sie mit diesen Kombi-Jumbos geflogen sind. Da hatten die hinten noch echte Fracht, richtig Paletten und sowas. Ach Gott. Und da waren auch Talepferde drin und sowas. Und da mussten Zeit. Und da war ja keine Kabine eingebaut. Das heißt, sie mussten auch im Sauerstoff flassen.

00:27:34Steffen Masken also umtragen, herumgehen, um dann ihre Runden dazu drehen.

Bea Nee, das war vor meiner Zeit.

Steffen Weiß ich, weiß ich, aber da knüpfe ich mal an diese Geschichte irgendwie an. Nee. Ja, und Layover. Das war auch nicht so erotisch mehr, ne?

Bea Ähm, ja, Layover war, ähm, man hatte das Bedürfnis Kontakt zu seiner Crew zu haben. Früher war das so, man hat sich verabredet, abends zum Essen, 17, 18 Uhr, wer kommt, der kommt. Unverbindlich, alles krank, nichts muss, wer da ist, ist da und wer nicht, der eben nicht.

00:28:06Steffen Genau. Und die Leute, Leute, die man nicht sehen wollte, hat man gesagt, man trifft sich

Bea eine Stunde später und so, dass man hatte seine Tricks. Und während Corona war das schon so eine Stimmung, wo man Ich glaube, die Leute hatten Angst, alleine irgendwo im Zimmer zu hocken, rauszufinden, dass sie jetzt positiv sind und da zu bleiben. Und deshalb war man irgendwie. Anders miteinander in Verbindung. Und ich habe seit Corona angewöhnt, ich habe das noch beibehalten und es wird immer noch sehr gerne angenommen.

00:28:36Bea Im Briefing biete ich an, eine WhatsApp-Gruppe zu gründen. Dass jeder jederzeit erreichbar ist, falls es einem nicht gut geht, falls einer eine Frage hat. Gerade auch, wenn wir in Zimmerquarantäne gesessen haben. Also du konntest nicht in allen Hotels rausgehen. Du warst manchmal in den Hotels in Zimmerquarantäne. Und dass die Kollegen immer die Möglichkeit haben, einen Ansprechpartner zu haben. Das war auch für mich als Pausa schwierig. Ich kann ja meine Fürsorgepflicht gar nicht wahrnehmen, wenn ich nicht zu meinem Kollegen aufs Zimmer gehen kann.

00:29:06Bea Ich sage an der Rezeption immer meine Zimmernummer, sage, das ist die Kummannummer und dann dürfen die Kollegen mich anrufen, wenn sie Sorgen oder Probleme haben. Also für mich endet mein Dienst nicht beim Aussteigen aus dem Flugzeug, sondern ich Ich fühle mich immer noch für meine Crew auch im Layover verantwortlich, weil manchmal bist du weit weg von zu Hause und es kann immer sein, dass du gesundheitlich, dass es dir plötzlich schlecht ist. Geht, dass es dir nicht gut geht. Oder dass du eine Nachricht kriegst von zu Hause. Der Mann liegt im Krankenhaus, die Oma ist gestorben, die Katze wurde überfahren, was weiß ich. Und die Leute haben Redebedarf oder müssen mal auf dem Arm oder was.

00:29:38Bea Ich fühle mich dafür verantwortlich und zuständig. Das konnte ich während Corona nicht, weil jeder saß auf seinem Zimmer. Und in einigen Ländern war das so streng, dass wirklich jemand im Flur saß und kontrolliert hat, dass keiner aus der Kuh das Zimmer verlassen hat.

Steffen Das habe ich mir letztes Kollegin erzählt, die hatte kein USB-Kabel mit. Und hat die andere Kollegin hatte zwei und dann haben sich zur praktisch bei der nächsten Türöffnung, wo dann das Essen da wurde zu gestellt, hat sie der einen irgendwie über das zugeworfen.

00:30:08Steffen Und das wurde natürlich irgendwie aufgenommen, dann kam sie gleich einen Drohbrief, wenn das normal passiert. Kannst du nicht irgendwie Kabel rüberwerfen, Kontaktaufnahme, das geht ja gar nicht.

Bea Ja, na klar.

Steffen Das war bestimmt China unter.

Bea Also manchmal hattest du Hotelquarantäne, das ging, da konnte man sich gegenseitig besuchen oder man durfte auch mit Maske im Restaurant essen gehen, wenn es draußen eine Terrasse. Gab und man draußen sitzen konnte, das war okay. Aber diese strikte Zimmerquarantäne war schon hart. Und manchmal hast du dann auch kein vernünftig funktionierendes Internet, gerade in China, da musst du dir VPN-Klienten vorherunterladen.

00:30:41Bea Die Chinesen wissen das aber und blockieren das auch teilweise. Also es war nicht so einfach, da mit seiner Crew in Kontakt zu bleiben, aber wir haben es immer irgendwie geschafft.

Steffen Umso mehr Schmutz will natürlich, dass sie jetzt Chinesen sich aufregen, dass sie nicht einreisen dürfen. Ja, aber wirklich.

Bea Also, die haben uns wirklich unterirdisch behandelt. Wir haben teilweise vom Verlassen des Flugzeugs bis Betreten unseres Zimmers Nach einem ewig langen Flug nach Peking, Shanghai, wohin auch immer, fast vier Stunden teilweise benötigt.

00:31:12Bea Dann musstest du vorher online was ausfüllen. Denn bist du zu der einen Station, musstest dein Passwort zeigen. Dann bist du zur nächsten Station, musstest eine Gesundheitserklärung zeigen, unterschreiben und abgeben. Dann bist du zur nächsten Station Fieber messen. Die nächste Station, da haben sie einen Test gemacht mit dir, einen PCR-Test. Und die war nicht zimperlich Also, das war schon heftig, was sie da mit einem gemacht haben.

Steffen Das war das ein bisschen wie beim Spätschlucker, oder was?

Bea Also, du saß auf so einem kleinen, wie so einem kleinen Schemel, so ein kleiner Hocker und die kam von oben mit einem Stäbchen in die Nase rein.

00:31:44Steffen Ja, okay.

Bea Und du hattest nicht die Wahl, ob Rachen oder Nase ist. Haben sie einfach in die Nase reingerammt, bis ganz hinten rein. Ich weiß nicht, wenn du erkältet bist und du nimmst Nasentropfen. Und manchmal läuft ein Nasentropfen hinten durch den Rachen durch. Dahin musst du dir vorstellen, haben sie das Stäbchen reingerannt. Dann haben sie es gedreht, kurz einwirken lassen. Und dann ruckartig wieder rausgerissen.

Steffen Damit es noch schöner wird.

Bea Wir haben wirklich schossen die Tränen aus den Augen, weil irgendwo, das hängt ja alles, Halsnase, Ohren, Augen, alles miteinander zusammen.

00:32:18Bea Und ich hatte auf dem Rückflug immer noch das Gefühl, dass das Stäbchen in der Nase steckt. So doll haben sie da hinten. Also es war wirklich unangenehm. Das war wirklich nicht schön. Und die haben uns so behandelt, als hätten wir das Virus eingeschleppt. Als wären wir diejenigen.

Steffen Und das war wirklich unangenehm.

Bea Deshalb waren die Flüge auch nicht beliebt. Die Leute wollten das nicht machen. Viele haben sich krank gemeldet, viele haben es abgelehnt.

Steffen Gab sie irgendwann einen Bonus auch noch?

Bea Ja, nachher, als sie gemerkt haben, dass sie keine Gruß mehr kriegen, um diese Flüge zu berädern, haben sie einen kleinen Bonus ausbezahlt.

00:32:49Steffen Ja, ja, klar, logisch. Das wäre auch die Frage gewesen, bis. Du gerne in der Zeit geflogen?

Bea Gerne nicht. Ich habe es gemacht, aber gerne habe ich es nicht gemacht. Weil zu unserem Job gehört es natürlich auch dazu, unangenehme Dinge mal zu machen oder Ziele zu fliegen, die du nicht so gerne fließt. Oder auch sowas. Und wir haben damals an der Fracht so viel verdient, du konntest ja das Doppelte und Dreifache aufrufen für so ein Frachtflugzeug oder für Fracht, die du befördert hast, dass sich das trotzdem noch gelohnt hat, auch wenn wir leer hingeflogen sind und leer zurück.

00:33:19Bea Teilweise hatten wir 50 Passagiere auf. Jumbo.

Steffen Ich meine, das musst du dazu sagen auch, dass ich sag mal so, war es eigentlich bei dieser Hamburg-Demo mit dabei, wo wir alle da gerade

Bea Da war ich nicht dabei. Aber ich habe es mitbekommen, ja.

Steffen Flughafen war ja praktisch abgeschlossen, da war ja nichts los. Flughafen war ja auch eigentlich fast pleite, ne? Keine Einnahmen mehr, gar nichts. Dann Ich kann mal ein paar Bilder rausholen, die zeige ich denn da. Da stehen wir alle in Uniformen, so 300 Leute, alle am Boga.

00:33:53Steffen Und da hatte ja jeder hatte richtig Schissen. Das war die Demo. Um Herrn Knorr Bremse zu überreden und seine Zustimmung für das Höchstpaket zu geben. Und das war schon beeindruckt, muss ich es irgendwie sagen. Alles war ganz leise, es war ein strahlend, wunderschöner blauer Tag, wo ich da meine, dass ich mein Unternehmens.

Bea Uniform hein hatte. Oh nein, tatsächlich. Och nein, wie traurig.

Steffen Tja, ist so.

Bea Schade. Ich hätte dir ein Fulminant Ein Abschied beschwert. Das glaubt, Digga.

Steffen Und lassen wir das mal in der Uniform hat, dann starten wir da und ich habe sie übrigens alle noch.

00:34:27Steffen Ich habe noch drei Uniforms, hängen bei mir im Schrank. Und meine Frau sagt auch mal, willst du nicht letztendlich mal. Nee, behalte sie.

Bea Ich verrat's auch keinen.

Steffen Okay. Keine Weizung. Naja, auf jeden Fall. Und dass uns allen ein bisschen Sorgen gemacht haben, natürlich, weil wenn die Firma Kleide geht, da ist die ganze Altersversorgung auch das, weshalb ich hier sitzen kann.

Bea Na klar.

Steffen Du ganz ehrlich, ich hatte auch Angst.

Bea Und wie gesagt, ich bin Kamikaze, ich fliege alles überall hin, mit jeder Maschine, egal wie, egal was.

00:35:00Bea Ich habe noch nie die Angstklausel oder die Rücktrittsklausel gezogen, um irgendwo nicht hinfliegen zu müssen. Aber da habe ich auch Angst bekommen, ehrlich. Da wusste ich auch nicht, wie geht es weiter, was passiert jetzt. Da hatte ich auch große Sorge und hatte auch wirklich Angst.

Steffen So, und dann, das war ja 2020 und dann 2021 ging es ja schon wieder so langsam ein bisschen ein bisschen nach oben. Dann war immer noch die Maskenpflicht ja an

00:35:30Steffen An Bord bis vor vier Monaten, glaube ich, irgendwas.

Bea Bis Oktober letzten Jahres, ja.

Steffen Ja, okay, bis genau, bis Oktober letzten Jahres war. Dann wurden nach und nach die, es gab manche Länder, die hatten kaum Restriktionen mit Layover. USA war ja so schnell bald wieder. Du konntest alles wohlgemerkt. Als Crew, als Passagier. Passagier nicht. Nee, nee, klar. Als Crew konnst du das Das habe ich auch mit Olli hier mit meinem Podcast, dass wir so einen automatischen, aber er hat erzählt, diese Uniform Schutz auf Voviren, hat er gesagt.

00:36:04Steffen Dieser Maler ist gut daweise, dazu dann dass du denn dass du dann die Dass du da alles machen konntest irgendwie.

Bea Ja, genau.

Steffen Und natürlich auch der ganzen Gefahren dich aussetzen solltest. Genau. Aber du hast mal vorhin eben auch erzählt, dass es für dich auch extrem anstrengend war Dich auf jeden Flug vorzubereiten, dass du da.

Bea Ja, sehr. Weil es gab damals noch diese verschiedenen Varianten. Es gab das Virusvariantengebiet, es gab das einfache Risikogebiet, es gab

00:36:35Bea Das, also verschiedene Varianten. Und jedes Land hat es anders gehandelt. Es gab also Länder, wenn ich jetzt eine Fünf-Tagestour hatte durch Europa, da hat die Flugvorbereitung fast mehr gedauert als diese Fünf-Tagestour, weil ich musste für jedes einzelne Land gucken. Muss ich den Passagieren was austeilen? So ein Gesundheitsformular oder eine Einreisekarte oder was auch immer Wenn ich das verteilen muss, sammle ich es wieder ein und übergebe ich es dem RAM-Agenten oder behalten die Gäste das und zeigen das bei der Einreise selber vor?

00:37:05Bea Muss die Crew was ausfüllen? Müssen wir das online machen? Müssen wir das schriftlich machen? Wie ist es, wenn wir wieder zurückfliegen aus diesem Land? Müssen wir die Dea machen, die damals jeder machen musste für die Rückreise nach Deutschland? Diese Einreise hoffentlich nicht. Und das war wahnsinnig aufwendig. Und über Nacht hat sich das ja teilweise geändert. Dann wurde das vom Risikogebiet zum Variantengebiet oder zum Virusvariantengebiet oder dann war wieder alles hinfällig, konnte ich alles wieder durchstreichen und neu machen.

00:37:35Bea Und das war sehr, sehr aufwendig.

Steffen Ja, aber manche hatten auch eine App, wenn du nach Israel flog ist, dann musstest du irgendwie eine Appest du eine App installieren.

Bea Richtig, nicht nur für Israel, sondern auch für andere Länder. Da hattest du denn diese Online-Erklärung, dann hast du einen QR-Code. bekommen. Ohne diesen QR-Code hättest du da nicht hinfliegen dürfen. Dann gab das Länder, da musstest du einen Tag vorher anreisen als Shuttler nach Frankfurt, weil du in Frankfurt diesen PC R-Test machen musstest, du warst verpflichtet dazu. Sonst hättest du auch nicht einreisen können.

00:38:05Bea Also es hat sehr viel Zeit in Anspruch genommen.

Steffen Also, ich bin in der Zeit, aber wir sind ja trotzdem Reiselustiges Völkchen, wie wir sind. Ich bin trotzdem ja geflogen. Ich war innereuropäisch schon ein paar Mal unterwegs und selbst mit dem Auto halt ist er auf Rein, überall musstest du dich irgendwie anmelden. Die Italiener wollten das. Die Spanier wollten dieses komische Formular Teilchen da. ausfüllen oder irgendwie sowas. Und am Ende hat es irgendwie, doch wer hat es kontrolliert? Die einzigen, die es wirklich gut kontrolliert hatten, war Mallorca.

00:38:35Steffen Die Spanier waren sehr streng. Da musstest du wirklich den QR-Quatur zu. Ansonsten hat es keine Sau interessiert.

Bea Ich habe Familie in Spanien und die Spanier waren da sehr streng. Aber die Spanier haben auch wahnsinnig gelitten unter dieser Pandemie. Gerade am Anfang, es sind unfassbar viele Leute gestorben.

Steffen Das weiß ich, ja, ja.

Bea Und das waren wirklich Dramen, die sich da in Spanien abgespielt haben. Ich habe es ja live mitgekriegt. Meine Familie hat mich angerufen und wir konnten teilweise am Telefon gar nicht miteinander sprechen. Die haben nur geweint. Die waren so fertig. Und Spanien war wirklich sehr, sehr stark betroffen und deshalb waren die nachher, denke ich mal, auch so streng mit der, mit den Einreiseregularien.

00:39:08Steffen Ja, ja, klar. Das ganz definitiv, was war mir auf Aufgefallen ist, ob ich gerade mein. Mein Faden verloren, den ich sagen wollte, warum. Nein, find ihn wieder. Mit, ähm, das war auch irgendwas mit Spanien, ist egal, das war auch mit der Einreise, mit QR-Code und sowas. Und das war, da waren die Spanier, wären bei den Italienern, da muss man auch, weiß ich Alles möchte ich eingeben, aber es hat wirklich kaum einer kontrolliert. Franzosen, Frankreich war ich, hat kein Mensch kontrolliert.

00:39:38Steffen Ich war da der Master des Ausfüllens immer bei uns. Auch für irgendeine andere Familie anmelden hier, da war das irgendwie. Diese WhatsApp-Gruppen, von denen du erzählt hast, die habe ich ja schon mit QR-Code eingefügt zum Scannen 2016. Da wusste man keine, ach, was geht das irgendwie? Naher war es irgendwann eine Notwendigkeit. Ja, genau. Die Layovers. Wie wird es dann langsam besser? Kannst du dir da so, wo du sagst, ah, das wird. . Also US USA haben relativ schnell dann irgendwie aufgehört mit den.

00:40:10Steffen Restriktionen. Manche Länder waren nie so richtig da. Also Olli hat irgendwie erzählt, dass er in die Floh ja auch. Nee, wegen Prachter, wegen Fracht wollte ich erzählen. Wegen Also Olli hatte erzählt, dass er der dass sie in Argentinien zum Beispiel die Passage in so einem Hotel irgendwie waren Wo man, ja, du darfst sie nicht raus, du darfst sie nicht raus, ne? Und sie als Kargonauten, die waren in einem anderen Hotel und dann hieß es, ihr wisst, dass sie nicht rausgehen dürfen.

00:40:42Steffen Ja, okay, gut. Und dann haben sie umgedreht und sind sie rausgegangen.

Bea Du, das war von Land zu Land unterschiedlich. Also wie gesagt, es gab Länder, da mussten Wir im Hotel bleiben. Es gab Länder, da hat es gar keinen gejuckt. Es gab sogar als Riga, ich bin ganz oft und ganz viel nach Riga geflogen in der Zeit.

Steffen Riga ist nochmal, welches Land schon in der Meer? Nee, Litauen.

Bea Und die haben sich schon lustig gemacht über mich. Die haben gesagt, ich bin die die Litauische oder Die lettische regionale Möglichkeit darin.

00:41:12Bea Und die haben uns ausgelacht an der Rezeption, als wir da alle mit unseren Masken ankamen. Und da hat er zu uns gesagt: Ja, Sie brauchen die Maske hier nicht tragen. Und dann guckten wir uns alle an und dann sagt der Kapitän so: Ja Wir lassen sie lieber drauf.

Steffen Das ist der Eigenschutz wert.

Bea Ja, also wie gesagt, das war für uns dann auch ganz ungewohnt. Nicht, dass du dich an die Maske gewöhnt hast, aber du hast dich irgendwie sicherer gefühlt. Ja, klar, in dem Moment. Gerade wir. Wir haben mit so vielen Leuten zu tun. Und tatsächlich Das war für uns ganz komisch und ungewohnt, dass wir jetzt plötzlich die Maske nicht mehr aufsetzen sollten oder mussten.

00:41:43Bea Und aus Gewohnheit oder aus. Ungutem Gefühl, ich kann das gar nicht greifen, ich kann das gar nicht sagen, warum, haben wir sie trotzdem getragen. Und wir waren teilweise die einzigen, die mit Maske rumgelaufen ist.

Steffen Ja, das ist ja Selbstschutz ist ja alles gut. Also vor allem, ich glaube, mittlerweile ändert sich das Bewusstsein gewaltig so langsam, dass die Leute alle Schnauze voll haben und jetzt sagen: So jetzt hat man den Ball irgendwie flach, obwohl das natürlich immer noch eine ernste Sache ist.

Bea Aber das gab es ja immer schon, auch an Bord, diese zwei Lager, also diese hysterischen Die Leute, die die anderen Passagiere auch wirklich verpetzt haben, wenn sie ihre Maske mal abgenommen haben.

00:42:17Bea Und denn diese Naja, ich nenne sie jetzt einfach mal Maskenverweigerer, die dann schon, ja, ist ja alles nicht so schlimm und ist ja nicht so tragisch und ihr habt ja tolle Heberfilter, hier kann ja nichts passieren.

Steffen Hast du da irgendwie Stress erledigt? Ja.

Bea Also mit Ausladung, mit Anschreien, mit hysterisch, mit ja.

Steffen Und ist es besser geworden? Jetzt herrscht ja keine Maskenpflicht.

Bea Jetzt herrscht ja keine Maskenpflicht Maskenpflicht mehr, aber wie gesagt, es gab Flüge, da war das überhaupt kein Thema. Da kamen sie alle mit ihrer Maske rein und dann gab es Flüge, wo ich jeden einzelnen Passagier beim Einsteigen darauf hinweisen musste, dass ab hier spätestens wieder Maskenpflicht besteht.

00:42:52Steffen Kannst du da. Sagen, welches Land da irgendwie besonders schlimm war? War es USA?

Bea Ne, wir waren USA gar nicht. Die haben sich mehr oder weniger daran gehalten. Es war mehr so Richtung Russland So die Ecke.

Steffen Ja.

Bea Und die waren also gar nicht.

Steffen Ja, okay.

Bea Obwohl Maskenpflicht war, haben sie die Masken nicht getragen oder sie haben sich nicht dran gehalten. oder sie haben die Ansagen ignoriert. Also das war wirklich, wirklich ein Kampf. Und dann tun sie einmal so, als wenn sie dich nicht verstehen. Dann sprechen sie nur noch Russisch und kein Englisch mehr und keine andere Sprache mehr.

00:43:26Bea Und Das war wirklich schwierig. Das war sehr anstrengend auch für uns. Und wie gesagt, viele Kollegen sind dann auch geflogen während der Zeit, obwohl sie lieber zu Hause geblieben wären. Denen war nicht. wohl dabei und die fühlten sich nicht gut dabei und die kamen dann natürlich ständig zu mir und haben gesagt, die tragen ihre Maske schon wieder nicht und die sitzen da bei uns oder die kommen in die Küche ohne ihre Maske und dass wir fühlen uns nicht wohl.

Steffen Ja, klar, logisch.

Bea Kann ich verstehen.

Steffen Absolut verstehen. Wie gesagt, man muss auch nochmal sagen, für eure Hörer dazu sagen, ihr seid geflogen, also es noch nicht mal einen Impfstoff gab.

00:43:58Steffen Ja. Vielleicht einige so ein Scarf immer schon die Pikswollen. Und jetzt sagt man nicht, Sela Wie, wenn es irgendwie so ist. Und damals sagt man schon so, nö, möchte ich nicht mehr so gut.

Bea Ja, du warst nicht geimpft. Und wie gesagt, du hattest auch die Informationen nicht, die du heute hast. Das war ja alles, keiner hat diese so eine Pandemie schon mal miterlebt. Wir sind ja alle bei null gestartet sozusagen. Du konntest niemanden fragen, wie war es bei euch oder was habt ihr gemacht, weil die ganze Welt war betroffen und keiner hat sowas vorher erlebt. Und wie gesagt, zu dem Zeitpunkt hatten wir auch diese ganzen Infos nicht.

00:44:29Bea Was passiert, wie geht es weiter mit uns, was ist, wenn man sich infiziert und so weiter. Und wie gesagt, diese unterschwellige Angst spielte immer eine Rolle. Und dieses ungute Gefühl, dieses Unwohlsein, nicht informiert zu sein Das war schwierig. Das war wirklich schwierig.

Steffen Ich glaube, auch diese Maskenpflicht ist an Bord auch deshalb im Oktober gefallen, obwohl sie ja im öffentlichen Dienst alles Öffentlichen Dienst, öffentlichen Verkehrnahmen. Nicht überall. Mittlerweile, mittlerweile haben wir, glaube ich, so eine Ost-West-Trennung gefährdet.

00:45:03Steffen Ist sie auch gefallen, weil man einfach gesagt hat, es geht nicht mehr.

Bea Aber es war sowieso allgemein sehr schwierig, finde ich.

Steffen Ich meine, ich meine, es geht nicht mehr, weil du kriegst so viele Widerstand mittlerweile als Kabinencrew oder irgendwas hast. Dass du, da wird die Sicherheit des Fluges auf der anderen Seite gefährdet, weil du noch Querulanten an Bord hast und du kannst die öffentliche Ordnung nicht mehr an Bord aufrechterhalten, sozusagen. Wenn Leute, wenn Leute Dreiviertel der Leute, wenn sie der da nicht mehr gehorchen, gehorchen sie denn auch nicht mehr.

00:45:35Bea Wobei ich als jetzt Ob wir auch als Schuttler die Erfahrung gemacht haben, dass es immer noch Leute gibt, die ihre Maske tragen, freiwillig. Also es ist so 50 50 auf den Flügen. Ich bin jetzt neulich nach Mexiko geflohen. Die Hälfte der Passagiere hat die Maske nach wie vor getragen und die andere Hälfte nicht. Ja, aber das ist völlig okay. Hält sich die Waage, finde ich auch, muss jeder machen, wie er das für sich für richtig hält und wie er sich selber wohlfühlt dabei. Genau. Okay.

Steffen Naja, und im Nachgang, also ist es back to normal?

00:46:09Bea Ja, wir wünschen uns diese alte Normalität zurück. Und ich merke, dieser Zusammenhalt ist irgendwie größer geworden. Wenn man sagt, man geht noch was trinken, dann trifft man sich, um was trinken zu gehen. Oder wenn man sagt, man trifft sich zum Essen gehen, dann kommen sie auch alle. Also irgendwie merkt man, dass die Kollegen den Kontakt suchen. Miteinander, untereinander. Das ist irgendwie, ja, fast wie früher.

Steffen Also wie vor Corona, meinst du? Gibt es noch Länder, wo es wo es Einschränkungen gibt?

00:46:40Steffen Oder musst du immer noch irgendwie so ein Formblatt ausfüllen oder irgendwie sowas?

Bea Ich glaube, China haben sie jetzt als letztes Land gekippt. China war immer noch sehr streng und das haben sie jetzt, glaube ich, auch gekippt.

Steffen Wir müssen immer für unsere Hörer unterscheiden zwischen der Anforderung, die die Crew macht. Und das, was sie Gäste machen müssen. Ich glaube, da gibt es einige Länder, da sind bei den Gästen immer noch ein bisschen mehr gefordert, also bis vor kurzem noch, als beispielsweise Hongkong hatte. Hat geöffnet und habe gesagt, ich will unbedingt nach Hongkong, ich will da nochmal hin. Was war total irgendwie aufgehört? Und ich werde da auch hingehen.

00:47:10Steffen Und meine Frau sagt immer: Ja, ich meine, Hongkong, was ist eine große Stadt, eine riesige Stadt und was willst du denn? Du hast alle schon gesehen. Ich will es einfach nochmal erleben. Und da hat die so, dass du als Crew zwar normal rein kannst und auch als Passagier, aber du durftest erstmal am Anfang nicht essen gehen. So musst es nur im Hotel, also zum Essen im Hotel bleiben, du musst ja du musst es dann dir so ein QR-Code mal wieder oder so eine App installieren, wo du ein bisschen getreckt wirst oder wenn du dann irgendwo in ein Restaurant rein wolltest oder in die üblichen Nightclubs da oder irgendwas in Hongkong.

00:47:46Steffen dann hätten sie dich scannen müssen und dann guckst du dich rein.

Bea Also und dann ist natürlich der Spaß irgendwie auf wiederfunden.

Steffen Ja, nee, das ist nicht dasselbe wie vorher. Genau. Also ich weiß nicht, wie es jetzt ist. Das ist jetzt auch weg in Hongkong.

Bea Also ich war jetzt lange nicht mehr in Asien. Ich fliege ja sowieso meistens Südamerika durch die Sprache, durch das Spanisch. Bin ich meistens in Südamerika und wie gesagt, da ist back to normal. Da ist alles ganz normal. Wie vor der Pandemie. Also wenn ich sage früher, dann meine ich immer vor der Bandergie.

Steffen Ich war im

00:48:17Steffen 2021 war ich in Mexiko, ganz kurz, bin ich noch mit dem Lehrgangskollegen einmal, ich hatte ja keinen Flugfalls einmal, bin ich mit einmal so im Mexiko-Umlauf mit Lehrung. Mitgeflogen wieder zurück. Saß ich auch unten am schmutzigen Löffel da unten an dem Kreisel und an der Kinder.

Bea Die Kantina.

Steffen Ja, ja, die Kantina. Berühmt berüchtigte. Genau, saß ich da irgendwie mit und hab da mit Gehoben. Und werde ich übrigens auch noch machen. Also viele gelängers Kollegen, nicht einige Kollegen haben angeboten, ey, du kommst mit mit uns an.

Bea Ja, na klar, wenn du die Möglichkeit hast, nutzt es, mach es.

Steffen Maria.

00:48:47Steffen Ja und also jetzt quasi wieder back to normal, die Flieger sind voll. Nur Services anders. Die Firma würde ich sagen, hat sehr viele Umgesetze in der Zeit, die die Sache alles so ein bisschen ein bisschen aus Sicht der Gäste anders machen. Also zum Beispiel auch mein. Ich schweif wieder ab in diesem Mexiko-Flugpolitik erzählt hat. Er war ja wie gesagt März 2021, wie gesagt. War das März 2021 oder 2022? 2022, nicht jetzt, letztlich, also vor, war ich da gewesen und Gott, das ist schon so lange mit diesem Scheiß Corona, ne?

00:49:19Steffen Also das geht auch nicht. Dabei saß ich ganz nett in der totalieren Business Class und bekam also ein Tablett. Ja, so, zack, mit allen so Sachen drauf, als so ein bisschen verpackt war noch, also ein bisschen, ich glaube die Folie war abgerissen, haben sie gemacht kann, irgendwie. Und da habe ich mir auch gesagt, früher war mehr Lametta.

Bea Ja, definitiv, aber sie fangen jetzt wieder an, zurückzukommen zu dem vorherigen Service, beziehungsweise sie sind schon wieder am Tüfteln, sie wollen wieder was Neues, Innovatives, Schöneres, Besseres auf den Markt bringen.

00:49:52Bea Aber wir sind jetzt, als ich vor zwei Wochen in Mexiko war, haben wir hinten in der Economy Class wieder Auswahl essen gehabt. Okay. Vorne in der Business Class.

Steffen Chicken or beef? Chicken or beef?

Bea Beef or chicken. Ich nehme den Fisch. Und wie gesagt, es gibt wieder einen Getränkeservice, es gibt auch Café Tee wieder und es gibt alles wieder fast normal wie vorher.

Steffen Kassiert ihr schon?

Bea Ja, wir kassieren auch schon.

Steffen Auch Langstrecke?

Bea Ja, auch auf Langstrecke.

Steffen Das ist also auch toll, aber nur Echo, natürlich.

00:50:23Bea Nur Echo, ja, ja, selbstverständlich.

Steffen Und ich meine, ich weiß nicht, wann wann dieses Konzept eingeführt wurde, nach dem Motto, wir lassen uns das jetzt bezahlen. Weiß ich gar nicht, wann Das lag schon vorher in der Tasche oder war das jetzt die Sache, dass wir da.

Bea Nein, das war schon vorher geplant, es war nur ein blöder Zeitpunkt, weil, wie gesagt, Corona ist für alle ungelegen gekommen, sage ich jetzt mal so platt. Und viele Dinge konnten schon umgesetzt werden. Viele unangenehme Dinge, unschöne Dinge, aber auch viele Dinge, die sie vorher schon einführen wollten und gesagt haben: komm, jetzt machen wir es einfach.

00:50:58Bea Jetzt probieren wir es aus. Und ich war vorher auch skeptikt, Mit diesem Verkauf, weil ich habe mich da so ein bisschen wie bei so einer Billig allein gesehen, wie verkaufen jetzt. Und da sind wir nicht gewohnt, wir haben immer alles. Kostenlos rausgegeben. Essen, Getränke, Süßigkeiten, was auch immer. Aber ich muss sagen, es wird gut angenommen von den Gästen und wir haben wirklich Qualitativ tolle Produkte. Ich muss meine Meinung revidieren. Wir haben wirklich schöne Sachen. Wir haben frische Salate, frische Sandwiches, tolle Sachen.

Steffen Moment, aber ich dachte nur, dass Getränkekosten extra jetzt essen auch.

00:51:30Bea Auf der Kurzstrecke ja. Und auf der Langstrecke nur Getränke und Snacks. Also da kannst du Chips kaufen, da kannst du Süßigkeiten kaufen und Lickers. Also, Sekt Wein, Bier ist nach wie vor kostenlos. Das verwirrt die Gäste ein bisschen. Das ist ein bisschen doof gemacht, finde ich. Wir machen zwar eine Ansage dazu, aber du weißt, der gemeine Gast hört nicht zu oder er versteht nur die Hälfte. Wie bitte? Ja, genau. Obwohl ich stets bemüht bin, klar und deutlich zu sprechen, auch mehr Sprachen. Ich versuche es immer wieder.

00:52:01Bea Aber wie gesagt, Ja, äh, aber wie gesagt, wir erklären es den Gästen. Ist natürlich ein bisschen zeitintensiv. Dauert ein bisschen, du fragst jeden Einzelnen. Ach so.

Steffen Also ich meine, Bordverkauf gab es ja immer schon nur halt für zollfreie Sachen oder irgendwas. Das Schöne ist, ist jetzt nicht mehr mit diesem scheiß Bargeld, ne?

Bea Nee, es ist nur noch mit Kreditkarten.

Steffen Ja, okay.

Bea Und das erleichtert uns die Arbeit ungemein.

00:52:31Steffen Weil ich meine ganz ehrlich, da, wenn man da mal zurückgängt, diese Bordverkaufen mit diesen ganzen. Kommen sie mit den indischen Lappen da an die Wart und

Bea Vor allen Dingen, du hast als Crew auch immer ein schlechtes Gefühl gehabt. Du hast ja immer ein Riesenbeutel mit Geld dabei gehabt. Du hattest immer Angst, oh Gott, wohin damit? Ist der Tresor sicher? Oder wo verstecke ich das? Wo stecke ich das hin? Da musstest du unbedingt das ab abgeben, wenn du zurückgekommen bist, als Shuttler hast du natürlich deinen Flug gesehen und hast wieder, oh mein Flug rennst zum Flieger, sitzt an Bord und denkst, oh verdammt Ich habe das Bordverkaufsgeld abgebracht.

00:53:01Bea Ich habe es noch nicht abgegeben. So solche Sachen. Das fällt jetzt natürlich alles weg. Das ist sehr viel einfacher geworden. Und wir schleppen nicht diese Riesengeldbeutel mit uns rum.

Steffen Ah, okay, egal. Ja, nee. Ja, also mit anderen Worten, bist du froh, dass du durchgehalten hast? Ähm, ja. Viele Leute sind. dabei weggegangen. Also ich meine. Also ich sag ja, bei Cockpit sagt man 9%, 9% der alten Kapitäne hat aufgehört.

00:53:31Steffen Das ja auch hat der

Bea tierischen Schulungsbedarf ausgelöst und auch echt Stress und schade, weil meistens die Guten gegangen sind.

Steffen Ja, na gut.

Bea Ist leider so. Aber wie gesagt, die Fliegerei ist nicht mehr das, was sie mal war.

Steffen Es hat sich vieles verändert.

Bea Ja, wir versuchen, wir versuchen wieder back to normal zu kommen, aber es ist trotzdem.

Steffen Sind die Hotels anders geworden, sag ich mal so, bist du da? Das wäre auch mal eine Frage, wie sind denn so weißt du, wurde da jetzt auch nochmal ein.

00:54:04Steffen . Ein Sternchen am Hotel irgendwie runtergeschraubt. Ja, selbstverständlich.

Bea Also das wird ja geguckt, wo jeder Cent gespart werden kann. Und während der Pandemie waren wir tatsächlich in den Airport-Hotels untergebracht. Da ist ja nichts. Wobei, wenn du sowieso Hotelquarantäne oder Zimmerquarantäne hast, ist es wurscht, in welchem Hotel du bist. Aber da waren wir überwiegend in den Airport-Hotels. Jetzt, wo wir langsam wieder zurück zur Normalität kommen, sind viele Hotels geblieben. Und da beschweren sich die Kollegen natürlich wieder drüber, weil sie sagen, wir sind jetzt wieder back to normal, wir sind nicht mehr in der.

00:54:38Bea Mitte in der Hochphase dieser Pandemie. Jetzt können wir auch die Hotels wieder wechseln. Aber das war ja vor der Pandemie auch schon so, dass die.

Steffen Airport-Hotels sind nicht unbedingt immer günstig.

Bea Die sind nicht immer günstig, aber die sind auch ziemlich abgerockt teilweise.

Steffen Da muss ich vielleicht noch einen kleinen Einschub machen. Wir hatten einen Kollege erzählt, so Corona-Hotels, der wurde ja auch teilweise denn Wochenlang nicht sauer gemacht.

Bea Ja, du kamst rein und du hattest daumendig den Staub auf den Möbeln. Und du bist dich ins Bett gelegt.

00:55:08Steffen Oder so die ganze Flur mit so Plastik.

Bea Ja, ja, mit Plastikflach. Die haben hinter dir desinfiziert. Die haben so einen Kanister auf dem Rücken gehabt, wie Ghostbusters. Und dann hatten sie so ein Sprühdings und damit haben sie vorher am Eingang des Hotels schon deinen Koffer abgesprüht. Ja. Und wie gesagt, du bist im Zimmer verschwunden und dann denke ich, was ist das für ein Geräusch? Guck so durch den Spion, Türspion, und sehe diesen Typen da in seinem Ganzkörperanzug, wie er hinter mir herdesinfiziert.

00:55:40Bea Also, das war schon krass. Du hast auch zum Beispiel in den Hotels, oder ich sage jetzt mal China speziell, da hast du auch im Badezimmer nicht deine Seife gehabt und so. Sondern du hast einen Beutel gekriegt, und in diesem Beutel war alles drin. Da waren Puschen drin, da war eine Klorrolle drin, da war dein Duschgel drin und da war dein Kaffee drin. Diese kleinen Knopfpulvertütchen. Also wirklich, die haben versucht, den Kontakt mit uns wirklich gering zu halten.

Steffen Wasser aus der Leitung durftest du noch nehmen, oder?

Bea Nee, lieber nicht. Lieber nicht.

00:56:11Bea Und dann hast du dreimal am Tag dein Essen vor die Tür gestellt bekommen. Die haben also einen Tisch vor deine Tür geschoben und auf diesem Tisch stand dann dreimal am Tag dein Essen. Manchmal war es lecker, manchmal wusstest du nicht so genau, was da drin ist. Du hast es auch nicht wirklich rausschmecken können.

Steffen Du konntest nicht vorsagen, Chicken or Beef.

Bea Nein, du konntest sagen, ob vegetarisch oder nicht vegetarisch. Das war deine Option. Und dann haben sie dich überrascht.

Steffen Ja, und China ist ja oft so, dass man oft mal lieber sagt, lieber vegetarisch. Schwierig! Ja, ja, weil du weißt aber gerade, welche Chinopfoten da drin sind.

00:56:41Steffen Zum Beispiel.

Bea Genau. Und wie gesagt, eigentlich ist es nicht erlaubt, Lebensmittel nach China einzuführen, aber die wollten auch so wenig Kontakt wie möglich zu uns als Crew haben und haben uns auch wirklich nicht streng kontrolliert. Und wir hatten alles dabei in unserem Gepäck. Wir hatten Cupnoudles dabei, wir hatten Thunfischsalat, diese abgepackten, die es zu kaufen gibt. Ich hatte Würstchen dabei, alles Mögliche hatte ich dabei und ich war auf dieses Essen nicht angewiesen.

Steffen Wie macht man denn im Hotel seine Würstchen in den Wasserkochak?

00:57:12Bea Ich habe einen eigenen Wasserkocher dabei und dann schmeiße ich die Würstchen rein in den Wasserkocher. Ich habe aber gehört, böse Zunge behaupten, dass es Kollegen gibt, die sich auch Dinge in dem vorhandenen Wasserkocher kochen. Und nicht nur Lebensmittel.

Steffen Oh, jetzt muss ich mal nachdenken.

Bea Ja, denk mal scharf nach.

Steffen Nein, ich glaube, ich lasse es. Lieber nicht. Nein, nein. Oh Gott. Also nochmal eine Hinweis auch sowieso generell an alle Hotelbenutzer. Passt immer auf, was man da so macht. Da gibt es auch diese alten Grusel-Geschichten von Zahn hast du nicht offen liegen lassen von Zambus bis sonst was.

00:57:45Steffen Ja, genau. Ja, genau. Also mit anderen Worten, ähm Es ist so gut wie vorbei. Du hast immer noch Spaß am Fliegen, so siehst du mir auch aus. Genau. Du hattest einige Vorfälle irgendwie an Bord, die in der Zeit irgendwie waren, irgendwann, aber jetzt nicht irgendwelche Superrandale oder irgendwie sowas

Bea Nein, also wir mussten nicht zwischenlanden, sagen wir mal so.

Steffen Es gab ja auch welche, die irgendwann da die Notbremse gezogen haben.

00:58:15Bea Und wenn, denn hatten wir diese Vorfälle an Bord und an Bord am Boden und konnten am Boden schon intervenieren und dementsprechend die Gäste wieder ausladen.

Steffen Naja, klar. Naja. Genau, dann da so ein kleiner, ich guck mal auf meinen kleinen Spickzakel, den ich mir geschrieben habe. Irgendwie sowas. Ja, Masken, wie war es mit Maskearbeiten, ja, wie waren die Gäste drauf, ja, ja, alles so. Dann haben wir das irgendwie, haben wir das so ein bisschen. Bisschen abgehakt. Wenn die, wenn da eine Hörer oder Hörerin noch irgendwie Fragen hat, dann klären wir die nachher noch irgendwas.

00:58:46Bea Sehr gerne.

Steffen So, ich habe hier einen Fall aber rausgesucht. Ich halte mich ja trotzdem so grob immer an unseren Sendeplan. Der ist immer so ein bisschen, ne, so Schnacken wir über irgendwas, dann reden wir über Aktuelles und dann kommen Fragen. Aktuelles habe ich dieses eine Video rausgesucht, das machte so vor. Zwei Wochen oder zehn Tagen die Runde. Das ist ja auch das, was da hat man vorher auch so geredet, was sich auch so ja Nervt kann man gar nicht sagen, sondern dass es einfach eine Tatsache ist, was schwierig ist. Und zwar wurde da gefilmt und die Sache, dass ich verlinke das mal, das ist so ein Instagram-Video, man sieht keinen Ton, das ist irgendwie eine Musik untermalt.

00:59:23Steffen wohl, wo anscheinend im oberen Binnen ein Laptop angefangen hat zu qualmen, also ein Akku-Runaway war oder irgendwas hat angefangen zu kokeln. Und die Kollegen haben den Feuerlöscher genommen und haben so gemacht, wie sie das in der Schulung beigebracht worden sind. Die hatten alle Masken auf, also hier nicht die medizinische Maske, die so eine FPP2-Maske, also keine Feuerschutzmaske. Und sind da rangegangen und haben da einen Sprühstoß reingegeben, da kam der ganze Qualm irgendwie raus und dann haben sie den Deckel wieder zugemacht, so wie man das im Prospekt als war gut gehängt habt.

00:59:56Steffen Das war ein Flug von Los Angeles nach Frankfurt, habe ich irgendwie gelesen. Wie gesagt, Leute, guckt euch den Film an, klickt drauf. So, und dann wurden die beiden gefilmt, dann gab es positive Kommentare dazu, da gab es negative Kommentare. Irgendeiner gesagt, ah, warum? Eigentlich hätten sie zuerst die Rauchschutzhaube aufsetzen müssen, gibt es so was dafür. Also ich finde So, wie das da reflexartig gehand worden ist. Die meisten sagen ja Daumen hoch, alles richtig. Aber ich finde, man kann in diesem Video gut sehen, was für ein Rauch dabei ist. Ich glaube, das kommt in der Schulung nicht so rüber. Nee.

01:00:26Steffen Also ich habe die, die kennen diese Schulen, da haben wir alle so einen simulierten Halon, das sind wirklich Leute, wirklich Halonen, was wir noch an Bord haben, glaube ich.

Bea Ja, richtig.

Steffen Weil das immer noch das Beste ist, was man vorher da irgendwie mit Suppression mitmachen kann, sozusagen. Und in unserer Schulung kommt er immer, glaube ich. Luft raus und da ist so ein bisschen Rauch dabei und das war's. Und hier kommt richtig durch den Dreib, kommt richtiger Rauchschweil raus und so. Wirkt bedrohlich. Fand ich von der Seite her. Aber das Interessante ist halt. . Hat mal wieder jemand Video gemacht davon und veröffentlicht.

01:00:57Steffen Und ich glaube, das ist das, was irgendwie.

Bea Das ist ein massives Problem. Weil mittlerweile hat jeder ein Handy und egal, was du für eine Situation hast an Bord Habe ich auch schon gehabt, einen ganz schweren medizinischen Notfall. Das war ein junger Mann, der lag uns hinten in der Küche und ein Arzt hat eine Infusion gelegt und der Mann war dabei, uns unter den Fingern wegzusterben. Und die Leute haben nichts besseres zu tun, als zu filmen und zu fotografieren. Und wenn du Minimum Kabinenbesatzung bist, dann brauche ich jeden einzelnen Flugbegleiter für diese Notfallsituation. Dann habe ich keine Kapazitäten.

01:01:28Bea Durch den Flieger zu gehen und die Leute persönlich anzusprechen oder das zu unterbinden, dass da gefilmt und fotografiert wird. Und auf die Ansagen reagieren sie nicht. Ich habe die Ansagen gemacht, dass es verboten ist und dass sie sich in die Lage versetzen sollen.

Steffen Mit Verboten hast du dich einfach mal.

Bea Ich habe mich aus dem Fenster gelehnt, weil sonst heißt es, wir möchten Sie darauf hinweisen und wir machen sie darauf aufmerksam und es ist nicht gestattet, sondern ich habe bewusst das Wort verboten genommen, um Drog zum auszuüben Aber es wurde wirklich ignoriert.

01:01:58Bea Und das ist wirklich schlimm. Das ist ein Riesenproblem, weil ich habe keine Kapazitäten, das zu unterbinden, sondern muss mich primär selbstverständlich um den Notfall kümmern. Ob das jetzt ein Rauch ist, ob das ein medizinischer Notfall ist oder was auch immer das Für eine Situation ist an Bord.

Steffen Du hast erzählt, die haben sich richtig umgedreht und mit den Knien.

Bea Ja, die haben sich abgeschnallt, die haben sich auf die Sitze gekniet und auf die Rückenlehne abgestützt, um nach hinten zu fotografieren und zu filmen. Ja, und da musst du halt gucken, wie du damit umgehst. Und auf der Kurzstrecke habe ich nur die Chance, eine Ansage zu machen.

01:02:31Bea Und da vielleicht, das habe ich in dem Fall gemacht. mit dem medizinischen Notfall, zwei Passagiere mit einer Decke in den Gang zu stellen, die da eine Decke vorhalten, dass das nicht mehr einsehbar ist für die anderen Passagiere. Das ist wie die Gaffer auf der Autobahn. Der Mensch ist von Haus aus neugierig, aber mit diesen Handys hat das eine Dimension angenommen. Das ist ganz einfach, einen Film zu machen oder ein Foto zu machen oder du guck mal, was da passiert ist, das weiterzuleiten. Und das ist wirklich ein massives Problem geworden für uns an Bord.

Steffen Das ist da haben wir auch hier im Podcast einmal so eine so eine Episode darüber gehabt, da haben die Leute ihre eigene Evaguierung noch mitgefilmt.

01:03:06Steffen Also es ist wirklich mal in die Kamera laufen und jetzt laufen wir jetzt rein, jetzt rutschen wir rum. runter wie sie auf dem Abenteuerpark, dass man sich diese Ernst in der Lage gar nicht irgendwie wusste, indem man da.

Bea Die filmen alles. Alles, alles, alles.

Steffen Furchtbar.

Bea Ja, wirklich.

Steffen Ja, also konkret zu diesem Fall, ich denke mir, alles ist okay. Wir haben davor auch geredet, ich glaube, laut Prospekt ist immer Selbstschutz irgendwie wichtig. Dann haben wir vorher geredet über diese Maske. Das sind so Dreäger-Rauchschutzmasken, Dregerauf Firma Kiel, glaube ich.

01:03:37Steffen Das macht schöne Sachen. Die sind total vakuumiert, weil da so eine chemische wie die Sauerstoffgeneratoren solche Systeme drin sind. Da darf keine Luft rankommen und irgendwann sonst geht die Patrone über die Zeit. geht kaputt, also sind die vakuumiert, eingepackt und wir haben noch vorher davon geredet, wie man die so auseinanderpackt, dass man die auseinanderzieht.

Bea Da brauchst du wirklich Kraft für und Zeit. Und diese Zeit hast du nicht in so einem Fall.

Steffen Genau. Und dann musst du sie vor sich aufsetzen, weil sie Vorringe ab und an.

Bea Richtig, wir Mädchen mit den langen Haaren.

01:04:07Steffen Ja, ja, genau, genau, genau, genau. Das ist ja, also falls ihr das Video irgendwie seht und denkt so, hm, also, also Und Feuer ist das echt das absolute Letzte, was du an Bord haben willst.

Bea Und egal, wie gut du geschult bist, egal was du gelernt hast, in dem Moment bist du auch nur Mensch und bist natürlich auch erst mal erschrocken. Und stehst unter Schock. Und das musst du erstmal sacken lassen, kurz, einmal schlucken. Und dann versuchst du, diese Checkliste abzurufen, okay, was habe ich gelernt, was ist der nächste Schritt, was mache ich jetzt.

Steffen Möglichst schnell.

01:04:37Bea Und wie gesagt, du hast ja auch Angst. Das ist ja menschlich, das ist ja völlig normal. Und deshalb würde ich mir nie anmaßen, zu sagen, die haben das falsch gemacht oder die hätten das anders machen können oder sie hätten das und das machen sollen. Ich denke, Sie haben das sehr gut gelöst in der Situation, in der Sie sich befunden haben.

Steffen Genau, genau, genau. Ja, sehr schön. So, und dann haben wir Fragen.

Bea Hast du auch Kraft? Ja, natürlich.

Steffen Ja, nur du hast eine Frage, jetzt haben wir das schon gesehen.

Bea Gute Fragen dabei.

Steffen Ein Klassiker zum Beispiel. Also zum Beispiel auch ganz, wirklich eine tolle Frage.

01:05:07Steffen Da hat einer, der nennt sich Ed Naviator, Neta Aviator oder ein U-Bahn-Vereinig, macht es immer. Das sind Leute, die sind bei mittlerweile auch bei Mastodon. Sagst du, was Mastodon ist? Nee. Sagt du, was Twitter ist? Ja, das ja, aber es kommt alle ihre Handles und das ist so ein bisschen, da konnten so die Fragen rein, zum Beispiel. Was stört am meisten an Passagieren? Dass sie da sind? Böse. Da waren die Prachter ganz nett, ne? Ja. Was für die meisten an Passagieren bzw. wie kann man sich als Passagier besser verhalten, um den Job zu vereinfachen?

01:05:41Steffen Also, grundsätzlich sind die meisten ja ganz lieb.

Bea Also die meisten sind sehr nett, die meisten sind sehr pflegeleicht. Viele wissen auch, wie das funktioniert und wie es läuft an Bord. Aber dann gibt es so den einen oder anderen, der ein bisschen auffällig ist und der halt oft klingelt und der oft aufsteht und der in der Küche rumsteht, um zu gucken, um sich mit uns zu unterhalten. Ähm, ich will nicht sagen, dass wir uns nicht gerne mit unseren Gästen unterhalten, aber manchmal ist es schon ein bisschen störend, wenn wir arbeiten müssen oder wenn wir zu tun haben oder äh

01:06:12Bea Sie stehen denn in der Küche im Weg. Die Küche ist klein, man hat nicht viel Platz, man kann sich nicht viel bewegen. Und wenn denn da einer steht, der. Fragen stellt, der dich ausquetscht, der was wissen will, der sich ein bisschen unterhalten möchte, der ein bisschen plaudern möchte. Da haben wir manchmal nicht die Zeit für.

Steffen Ja, klar. Also Beispiel wäre zum Beispiel, ähm Wenn jemand auf das Klo wartet, ne? Und in der Kurzstrecke und wäre das natürlich schön, wenn man das irgendwie auf dem Sitz machen würde, wenn man dann

Bea Oder vor dem Vorhang im Gang stehen und warten.

01:06:43Bea Manchmal, das ist der einzige Rückzugsort, den wir haben, die Küche. Und manchmal müssen die Kollegen natürlich auch mal was essen und was trinken. Und dann sitzen die da mit ihrem Tablett auf dem Schoß und versuchen was zu essen. Und da steht ein Passagier daneben und Glonzt aufs Tablett, das ist auch nicht so angenehm. Dann macht man auch irgendwie nicht weiter essen. Man denkt so, ach, das ist unhöflich und

Steffen Gerade dieser Rückzugraum ist natürlich ergiebig. Ja, wir haben ja nicht viel.

Bea Das ist das Einzige. Und wie gesagt, die latschen uns trotzdem alle durch die Küche, weil die Toilette halt Dahinter liegt.

01:07:13Steffen Genau, wie war das? 320 hätte ja nichts mehr in der Mitte mehr, kann er kennt, kann gar nichts, das ist eine durchgehende Röhre. Und der einzige Ort, wo du nicht, wo nicht irgendeiner dich anguckt, ist halt hinten oder vorne oder voran.

Bea Genau. Also das ist schon ein bisschen schwierig manchmal.

Steffen Genau. Ja, das war die Frage. Da kann man noch natürlich feiner granulieren, das Ding, ne?

Bea Aber ich glaube, da gibt es so einige Sachen, aber so.

01:07:43Steffen Das ist eine schöne Frage, ne?

Bea Ja, finde ich auch.

Steffen Sven Hayo zum Beispiel, der hat gefragt, er ist übrigens selber Kapitän. Was nervt am meisten in der Zusammenarbeit mit der Cockpit-Crew? Was wünscht man sich, damit es besser läuft? Wo ist es schon richtig gut? Wobei mir klar ist, dass es große indivelle Unterschiede gibt. Genau zwischen den einzelnen Basen und Firmen. Also, glaube ich, wer ist in Portugal stationiert? Okay.

Bea Und arbeitet für diese Orange-Firma. Ja.

01:08:13Steffen Und ähm, und war, glaube ich, auch mal in Deutschland chasseniert bei, als es noch so Firmen gibt, die auch als Konkurrenz geflogen sind, die es jetzt leider nicht mehr gibt. Genau. Und genau. Genau. Was nervt am Maisensammel mit. Kannst du mir auch sagen. Ich fahre ja auch Cockpit. Was hat dich an mich genervt?

Bea Gar nichts. Meistens läuft das ganz gut. Wir sind ein Team, wir sind eine Crew und meistens läuft das sehr gut Hand in Hand. Was manchmal ein bisschen schwierig ist, ist, wir Mädchen in der Kabine sind sehr emotional.

01:08:46Bea Und die Cockpitkollegen sind sehr rational. Das heißt, da muss man ein bisschen drauf achten, dass man da nicht irgendwie irgendwas missversteht. Wenn das Cockpit mich beispielsweise oder uns fragt, Wann können wir borden? Dann ist es einfach nur eine Frage: Wann können wir borden? Wir fühlen uns dann unter Druck gesetzt und denken, oh mein Gott, die wollen borden, aber wir sind noch nicht so weit. Oh Gott, warum fragen die uns das jetzt? Ja, oh Gott, wir müssen schneller arbeiten. Das ist so diese Schnittstelle, die manchmal so ein bisschen zu emotional und das Cockpit ist einfach nur rational.

01:09:21Bea Die sind einfach nur so, sie wollen einfach nur wissen, was losgehen kann. Nicht mehr und nicht weniger. Und wir fühlen uns dann gleich, wie gesagt, unter Druck gesetzt. Oder auch so Sachen, das Cockpit hat zu Start und Landung Stress, und dann können sie zwischendurch was essen und zwischendurch was trinken. Bei uns ist es umgekehrt. Zu Start und Landung, klar, wir konzentrieren uns auch auf Start und Landung, machen uns ein 30-Second-Review, aber wir können da nicht essen oder trinken. Wir sitzen angeschnallt auf unseren Sitzen. Und während des Fluges haben wir den Service, kümmern wir uns um den Service.

01:09:54Bea Und manchmal haben wir sehr lange Tage. Du fängst früh an, du hast keine Pause, du hast vielleicht noch ein Aircraft-Change dabei. Hast spät Feierabend und ich glaube, da wünschen wir uns manchmal, dass das Cockpit einfach mal fragt, braucht ihr mal eine Pause? Dann komme ich und sag du, wir brauchen mal eine Pause, weil wir sind jetzt irgendwie seit zehn Stunden unterwegs, wir haben noch nicht Pipi, wir haben noch nichts gegessen und das Cockpit. Sagt dann, wir haben aber einen Slot. Das ist ein bisschen schwierig. Und da wünsche ich mir manchmal ein bisschen mehr Empathie. Ihr habt ja während des Fluges gegessen, wir nicht.

01:10:24Bea Und das sind manchmal so Sachen, aber das ist nichts. Dramatisch ist. Das ist nichts Schlimmes.

Steffen Ja, das ist nichts Schlimmes, aber ich habe das manchmal gemerkt. Ich habe manchmal Pausen verteilt, weil ich gemerkt habe.

Bea Du hast uns auch mit Nervennahrung versorgt. Das haben wir so geliebt an dir, unter anderem

Steffen Also ich weiß, es gab ja manche Operationen, die von Hamburg aus haben. Kannst sie noch ein MPI ändern? Es hieß neues Produkt innerdeutsch. Ja. Wir haben das ja genannt. Niemals pinkelt in der Deutsche.

Bea Ja.

Steffen Stimmt.

Bea Ja, das war wirklich so.

01:10:54Bea Die Bodenzeiten wurden eben. Immer weiter zusammengestrichen und reduziert. Immer schnell, schnell, du hast nur noch Quick Cleaning bestellt, weil die es gar nicht mehr geschafft haben. Vernünftig den Flieger zu putzen und zu saugen und jeden Tisch abzuwischen. Also Quick Cleaning war Müll raus, Mülleimer leeren und die nächsten Gäste rein.

Steffen Genau. Da gleich noch Exkurs dazu. Ich weiß ja, dass dieses NPI hatte eine Bodenzeit von War das jetzt 25 Minuten? Ich glaube, das waren 25 Minuten. 25 Minuten zum Aussteigen der Gäste, zum Einsteigen der Gäste, zum eventuellen neuen Ketern

01:11:25Steffen Und im Winter, komm, im Winter war es großzügig, da hast du fünf Minuten mehr gehabt. Weil die Leute ja ihre Wintermittel noch an Bord verschlauben mussten. Naja. Und oh, jetzt habe ich hier einen falschen Knopf gedrückt. Moment. Nein. So, nein. Und was hier, was ich sagen wollte, wegen Kollegen, nicht Kollegen und empathischer, nicht empathisch. Kannst du dich noch eigentlich in Hamburg erinnern an diesen. . Kollegen, der immer mit Kaubistiefeln geflogen ist.

Bea Ja, selbstverständlich.

Steffen Wer kennt ihn nicht? Da war das ja einfach nur von Uhrzeit abhängig, wie fern Empathie vorhanden war oder nicht.

01:11:58Steffen Also vor zwölf war.

Bea Vor zwölf und vor drei Litern Kaffee war nichts.

Steffen War nichts.

Bea Und danach hat man ihn geliebt oder man hat ihn halt nicht geliebt. Was dazwischen gab es nicht? Ich fand ihn klasse. Ich mochte ihn. Ich hatte. Ich bin ja auch pflegeleicht. Ich bin ja auch sowas von flexibel. Ich gucke, was da vorne drin sitzt, und dann passe ich mich an. Da habe ich keine Schmerzen mit. Genau. Und ich fand ihn sehr, sehr gut. Aber wie gesagt, du Vormittag durftest du ihn nicht ansprechen. Und wie gesagt, genügend Kaffee.

01:12:29Steffen Das ist natürlich, das braucht Sven Hayo, wer das auch wissen, was es Zusammenarbeit gibt. Auch bei mir gibt es Leute, mit denen konnte ich nicht, und die konnten mit mir nicht, weil das halt.

Bea Ach, das hast du immer. Ja, ein Kapitän hat mal zu mir gesagt, die Fliegerei ist wie ein großer Garten und der liebe Gott hat Platz gelassen für jedes Tierchen. Er war der Diplomat von uns. Achso, okay.

Steffen Achso, ich verstehe. Okay. Das war eine Ecke der Spruch.

Bea Super.

01:12:59Steffen Okay, gut, nächste Frage. Ich habe noch eine Frage von Jens Peter, der hat aber drei Fragen gemacht. So, gibt es, oh, vielleicht. auch am Ende als Geschichte besonders ausgefallene Wünsche von Passagiern. Wir haben ja hinten die Rubrik, ich hast ja gesehen, wo du noch. . Deine Geschichte irgendwie erzählen möchtest, die persönlich, ich meine, ich weiß nicht, ob wir die da jetzt rein möchten erzählen möchten oder ob du da irgendwas hast später.

Bea Oh, ich habe jede Menge. Da können wir noch. drei Podcasts von machen.

Steffen Ja, okay, gut, dann, wenn das die Leute hören, dann werden die das jetzt auch verlangen wollen. Also Panzer.

01:13:29Steffen Gibt es vielleicht auch am Ende als Geschichte besonders ausgefallene Wünsche von Passagieren, an denen du dich erinnern kannst?

Bea Ja, also eins ist mir ganz besonders in Erinnerung geblieben, das war auf der Langstrecke. Und ich arbeite gerne hinten in der Economy-Class auf der Langstrecke, weil der P2 ist meistens vorne, in der First Class, in der Business Class. Und ich finde, einer von uns, Pörsern aus dem Pörser-Team, sollte auch hinten. Vor Ort sein.

Steffen Du hast aber auch ganz kurz, was ist deine offizielle Arbeitsposition als Pörser 1 sozusagen auf der Langstrecke?

Bea Gibt es nicht, ich kann mir es aussuchen.

01:14:00Bea Ich kann mir die Position wie ein ganz normaler Flugbegleiter aussuchen. Und es gibt P2s, die mich lieber repräsentativ in der Business Class hätten bei unseren Statusgästen. Und es gibt auch P2- P2, die das gut finden, dass ich nach hinten gehe und hinten vor Ort bin. Für Wünsche, Fragen, Probleme von Gästen, von Crews. Dass einer von uns vor Ort ist.

Steffen Generell für unsere Hörer, der P2 ist halt der, wie gesagt, Chef Großraumpörse. Genau.

01:14:30Steffen Und du bist die Vertretung, der Stellvertreter, richtig. Insbesondere wenn derjenige in die Pause geht. Ganz genau. Genau, und deine Ausgabe.

Bea Ja, normalerweise, wie gesagt, wenn ich hinten in der Economy Class arbeite auf der Langstrecke, dann gehe ich zu meinen Statuskunden, die teilweise auch in der Economy-Class oder Premium Economy Class reisen, hin und stelle mich vor. Dann kann der P2 sich vorne primär um die First Class, um die Business Class kümmern und ich nehme ihm das hinten in der Economy-Class ab, stelle mich kurz vor, begrüße die Gäste und frage, ob sie irgendwas brauchen, ob sie Wünsche haben.

01:15:01Bea Und da sagt ein Gast tatsächlich zu mir, ja. Haben Sie Socken für mich? Ich sage bitte. Und dann sagt er: Ja, ich habe heute Morgen meine Strümpfe vergessen. Und dann gucke ich an ihm runter. Eleganter Typ, Senator seines Zeit im Anzug mit Hemd hat Lederschuhe an und ist Barfuß in diesen Lederschuhen drin. Und da habe ich kurz darüber nachgedacht und denke Das merke ich doch. Wenn ich meine Schuhe anziehe, merke ich doch, dass ich keine Socken anhab. Nee, der hatte keine Socken. Und dann habe ich gesagt: Ja, ich gucke mal, was ich für sie tun kann.

01:15:33Bea Und dann bin ich nach vorne in die Business. Glass, habe eine Manity Kit, das sind so kleine Täschchen, wo ein bisschen Kosmetika drin ist, wo eine Schlafmaske drin ist, eine Zahnbürste und ein paar Socken.

Steffen Das ist auch das, was man in der Business Class Ausgehändelt bekommen.

Bea Business Class, First Class bekommt. Und in der Primum Economy Class gibt es auch welche. Und da habe ich Ihnen dann eins nach hinten. Damit der arme Mann keine kalten Füße hat während des Fluges. Das fand ich schon sehr außergewöhnlich, dass jemand mich nach Socken fragt.

Steffen Ja, ja, das stimmt.

01:16:06Steffen Für unsere Hörer, das sind so Überziehsocken, die so praktisch so wie Hausschuhe kann man sagen.

Bea Ja, das sind so wie Flausche Socken zum Schlafen, so Schlafsocken. Also keine schicken Socken, die man eigentlich zu Lederschuhen trägt, aber besser als barfuß.

Steffen Ich glaube auch nicht, das sind keine Falke-Airport-Socken, wo du keine Muffenst. Nein, die sind ja aus rein verlierst. Oh, herrlich für Gott. Okay, jetzt Peter, das ist ein außergewöhnlicher Wunsch. So, jetzt zweite Frage von Ihnen. In welcher Klasse ist es aus Ihrer Sicht? Für die Besatzung der Service angenehmer, bezogen auf den Stress, der hinten entsteht, weil da viele Menschen bedient werden müssen, die über vorne, wo weniger, aber bestimmt anspruchsvollere Passagiere bedient werden müssen.

01:16:45Bea Das kann man pauschal nicht sagen. Also, das ist eine gute Frage, eine sehr gute Frage.

Steffen Meine Frau ist ja Raute gewesen. Also, das bedeutet Kenner der Szene, First Class. Und sie hat es natürlich irgendwie genossen, dass sie kleineren Kreis da irgendwie hatte und nicht so viele Menschen um sich herum. Aber sie hatte auch ungewöhnliche Gäste, also auch Gäste mit besonderen Wünschen.

Bea Ich wollte gerade sagen, es kommt immer auf die Gäste drauf an.

01:17:15Bea Oh mein Gott.

Steffen Jetzt guckst du mich an.

Bea Oh mein Gott, sowas habe ich im Auto gezeigt und so.

Steffen Und alle wollten diesen Geräten ausweichen.

Bea Oh nein. Ja, aber es gibt nichts, was es nicht gibt. Seitdem ich fliege, weiß ich das. Es gibt nichts. Gar nichts, was es nicht gibt. Aber wie gesagt, der Stresslevel ist in beiden Klassen entsprechend hoch oder gering. Es kommt auf die Gäste drauf an. Also ich habe schon Business-Class-Flüge gehabt. Da bin ich tot aus dem Flieger gefallen. Dann wollten sie dies, dann wollten sie das, dann schmeckte der Wein nicht, dann wollten sie eine Weinprobe machen, dann sagte ihnen dies nicht zu, dann sagte ihnen das nicht zu, dann hast du den Kaffee gebracht, möchten sie Milch und Zucker dazu?

01:17:51Bea Nein, danke. Dann wurde geklingelt, ach, ich nehme doch ein bisschen. Milch, der Kaffee ist mir zu stark, da rennst du los, holst die Milch, dann wird nochmal geklingelt. Wissen Sie was? Ich habe mir das überlegt, ich nehme noch einen Cognac zum Kaffee. Boah, da bist du fertig. Da bist du Kilometer gerannt. Und dann gibt es Flüge, die wollen nichts. Die waren in der Lounge vorher. Viele Statuskunden fliegen ja gerade in den oberen Klassen. Die waren vorher in der Lounge, haben da schon gegessen, haben da schon getrunken, die wollen ein bisschen arbeiten, die wollen ein bisschen schlafen. Die wollen vielleicht ab und zu mal einen Kaffee oder was.

01:18:23Bea Und dann sind das entspannte Flüge. Und hinten in der Economy Class genau dasselbe. Es gibt Leute, die sind total pflegeleicht. Die nehmen ihr Tablett, die nehmen was zu trinken, dann schlafen sie. Und dann gibt es welche, die Dauerklingler. Haben Sie noch ein Kissen? Haben Sie noch ein Glas Wasser? Können Sie es ein bisschen wärmer machen? Wir frieren. Haben Sie mal ein Lappen? Das Kind hat gekotzt. Also, die können dich auch ganz schön auf Trapp halten. Und wie gesagt, pauschal kann man das nicht sagen, es kommt auf die Gäste drauf an.

Steffen Ich glaube, es gibt aber auch, wenn ich mich so erinnere, es gab so je nach Flugzeug auch. . Ecken und Zonen, die waren angenehmer oder nicht angenehmer.

01:18:55Steffen Also zum Beispiel höre ich von deinem Lieblingsjumbo immer, dass die Business oben ist so die kleine First.

Bea Ja, das ist so ein kleiner Separé im Groupe genommen. Ja, also da sind genügend Flugzeug Begleiter, die sind zu dritt. Einer macht die Küche, zwei sind in der Kabine und das ist wirklich wie so ein kleines Separé. Das ist sehr angenehm.

Steffen Ja, angenehm, aber die Gäste nicht auch manchmal ein bisschen angestrenger dadurch. So habe ich das verstanden, dass die Gäste sich so ein Bisschen Stadttusse, ja.

01:19:26Bea Ja, ja.

Steffen Denn zum Beispiel gab es zum Beispiel auch beim 380 ein kleines Eco-Compartment, was auf dem Upper Deck war. Also der Supperdeck war ja fast eine First im Business. Aber hinten, so die letzten 20 Meter, waren Echo und die war relativ beliebt. Da wurden die Flugleiter gerne hin, weil sie hatten so eine kleine Echo und die hatten sie unter Kontrolle. Also hast du deine Gäste sozusagen so mit deinem Charme, wenn du gut warst, wie das hängt ja auch immer da, so genug sediert, dass sie dir einfach der dann das auch angenehm war zu sein.

01:19:56Bea Oder genug Alkohol.

Steffen Meinst du?

Bea Manchmal?

Steffen Manchmal. Ja. Du hast raus, wann du die Notbremse ziehst. Ja, natürlich. Natürlich. So, also okay. Die Frage, glaube ich, wurde eindeutig, zweideutig beantwortet, oder?

Bea Ja, wie gesagt, da kann man sich nicht festlegen, das kannst du so pauschal nicht sagen.

Steffen Frage Erevat, ne?

Bea Ja, genau.

Steffen So, dann hat er noch die letzte, die dritte Frage. Eigentlich sind Fluggleiter aus meiner Sicht primär für den Notfall an Bord. Richtig. Ich vermute, dass Notfallprozeduren, wie im Cockpit auch, regelmäßig geübt werden.

01:20:29Bea Richtig, einmal im Jahr.

Steffen Genau. Gibt es das auch für den Service fragt da? Oder wenn sie das Produkt ändert?

Bea Für den Service gibt's das nicht. Man kriegt bei der Grundausbildung so ein Globalen Überblick über den Service. Was bieten wir an an Bord? Wie bereiten wir das zu? Wie funktionieren die Öfen? Wann, in welcher Reihenfolge gibt es Essen, Getränke? Für welche Klasse gibt es was, für welche Klasse gibt es was nicht. Und wenn sich der Service ändert, dann bekommen wir darüber eine Information. Aber letztlich und endlich ist es immer das Gleiche. Die Leute bekommen was zu trinken.

01:21:00Bea Sie bekommen was zu essen. Im besten Fall bekommen sie dann nochmal was zu trinken, inklusive Heißgetränke, Kaffee Tee dazu. Und wie gesagt,

Steffen Es gibt aber nur in der Grundausbildung, die ihr habt da, da sind ja so Mockups, ne? Richtig. Die sind im Trainingscenter vorhanden. Da lernt man überhaupt mal, wie holt man in so einem Enggang alles raus und steht dann das irgendwo hin und so. Wie mache ich das hübsch mit der hübschen Servierhand? Gibt es Servierhand?

Bea Ja, es gibt eine Servierhand.

Steffen Ist das die linke oder die rechte?

Bea Das ist immer die zum Gastzugewandte. Und zwar nicht die, wo du ihm den Ellbogen ins Gesicht schlägst, sondern die andere, die hübsche, die Servierhand, womit du dann elegant.

01:21:36Steffen Ich habe den Berechnungen gehört.

Bea Ja, Servierhand. Das habe ich damals noch im Grundlehrgang gelernt. Bitte denken Sie an Ihre schöne Servierhand. Um welche nochmal? Die zum Gastzugewandte. Also, wie gesagt, du stehst nicht mit dem Rücken zum Gast und haust ihm dann den Ellbogen ins Gesicht, wenn du den am Fenster bedienst, sondern du bist dem Gast zugewacht und machst mit der Hand, wo der Gast sitzt. Bedienst du dann? Was damals relativ schwierig war, weil bei diesen Recaro-Sitzen hatten die an der Rückenlehne diese Haken für die Jackett. Über den Klapptischen.

01:22:07Steffen Ja, genau.

Bea Und die Blusen, die wir damals hatten, die hatten einen relativ großen Spalt zwischen Blusenknopf und Blusenbeginn. Und wenn du nicht aufgepasst hast, dann bist du mit diesem Spalt. An diesen Recaro-Jackett-Hängern hängen geblieben. Und dann konnte das passieren, dass du den Becher noch in der Hand hattest, aber das Getränk war schon auf dem Tisch.

Steffen Ich bin gerade überlegt, das sind nämlich Stimmt, du hast den Tisch mit eingeklappt und dann mit diesem Haken verbietet. Das war auch der Gepäck abgeblich.

01:22:37Steffen Richtig. Da sieht man mal, dass der Ingenieur hat sich da was Smartes dabei gedacht, hat sogar Superteil. Kann man da schön dranhängen? Aber er hat nicht an unsere schöne Servierhand gedacht. Genau, und jetzt sind mittlerweile die Anhänger an der Seite.

Bea An den Seiten rein.

Steffen An den Seiten. Da kannst du einen Stück rausziehen und da dann die Ding ranhängen. Ah, okay. Cool. Guck mal, das habe ich auch nicht gewusst. Die Serbierhand, die hängen bleibt. Again, what learns? Geil. So, dann haben wir nächste Frage. Toll, sehr schön. Das ist ja, manchmal kommen so Fragen.

01:23:08Steffen Auch bei unserem normalen Podcast denkst du so eine ganz banale Frage. Und dann entwickeln sich daraus so intensive Gesprächsfolgen, das ist echt manchmal ganz witzig. Und auch übrigens apro Pause, Getränke und was, wir können jederzeit hier ein Päuschen machen, dann machen wir einen Stopp und dann fangen wir nachher wieder an oder irgendwas. Du kannst auch weiter.

Bea Ich bin Flugbegleiter. Alles gut. Ich muss nicht essen, ich muss nicht trinken, passt.

Steffen Wie habe ich das in irgendeinem dussigen Film letztens gehört? Ich bin professioneller Pilot. Ich kann stunden, tagelang ohne Schlaf auskommen.

Bea Ja, wir können tagelang ohne Pipi.

Steffen NP, niemals pinkeln, innerdeutsch.

01:23:41Steffen Super. Also Roland. Roland hat gefragt. Ich habe da eine Frage. Das ist im Falle eines medizinischen Notfalls ohne medizinisches Personal an Bord. Wie sehr sind Flugbegleiter perse medizinisch ausgebildet, um eventuell urteilen zu können, ob der Vogel direkt runter muss oder die Destination noch angeflogen werden kann.

Bea Wir kriegen auch einmal im Jahr eine Erste-Hilfe-Schulung und wir sind sehr gut ausgebildet. Wir kriegen natürlich immer ein bisschen Puls, weil das nicht unser primärer Job ist.

01:24:13Bea Und immer wenn die Gesundheit eines Menschen bei uns ist.

Steffen Meinst du?

Bea Äh, nee. Manchmal wünsche ich mir einen George Clooney an meiner Seite, dem ich ein bisschen assistiere oder er mir. Okay. Aber Wie gesagt, auch ohne medizinisches Personal sind wir in der Lage, das zu handeln. Wir haben Equipment an Bord. Wir haben einen Arztkoffer, wir haben ein Diagnostikkit, wir haben einen Defibrillator, wir haben alles, was wir brauchen. Um einen Menschen entsprechend zu behandeln.

01:24:44Bea Auf der Kurzstrecke ist es kein Problem, da können wir fast überall zwischenlanden oder notlanden In bedarfsfall and auf der Langstrecke haben wir die Möglichkeit, eine SOS Hotline über das Cockpit anzurufen. Da sitzen Ärzte 24 Stunden am Telefon und wir teilen mit, was das Problem ist an Bord. Und die machen per Ferndiagnose, sagen sie uns, was wir zu tun haben. Und wie es weitergeht, weil auf der Langstrecke kannst du nicht mal eben zwischenlanden. Da bist du vielleicht gerade über dem großen Teich oder über Grönland, da ist nichts, da kann dir auch keiner helfen.

01:25:16Bea Und da musst du erstmal klarkommen. Aber Toi toi toi, in den allermeisten Fällen hast du doch irgendwie einen Arzt dabei oder eine Krankenschwester oder einen Rettungssanitäter oder irgend Ein medizinisches Fachpersonal. Aber selbst wenn nicht, sind wir in der Lage, das zu handeln.

Steffen Diese SOS-Hosler, hast du die mal benutzen müssen?

Bea Gott sei Dank nicht.

Steffen Okay.

Bea Zum Glück noch nicht.

Steffen Die ist ja vom Cockpit aus. Richtig. Genau. Ich habe das ja einmal gehabt. Wir mussten die einmal benutzen. Da war ich gerade in der Pause.

Bea Schluck mal da so hin.

01:25:46Steffen Davon Ding-Dong wurde ich geweckt. Ich so, okay Moment, früh. Und Und dann haben die Kollegen bei einem Cockpit, das Flug nach Amerika, haben die, weil diese Leitung geht leider nur vom Cockpit aus. Leider das Ärgerliche und weil da kam ich nämlich rein ins Cockpit und da war der war die Ärztin, also eine zivile Person im Cockpit auf dem Flug nach Amerika. Schockschnebenot. Kurz so, oh Gott, was hab dich gemacht, Jungs? So, da wollt ihr dir bitte sprechen.

01:26:16Steffen Und da hast du mal so 20 Sekunden darüber nachgedacht und hast gedacht

Bea Eigentlich ist es genau richtig.

Steffen Weil die Ärztin hat sich da mit der Leitung begeben unterhalten, konnte die Fragen direkt beantworten. Das war nicht so eine stille Post über den Zettel rein und raus oder irgendwie sowas. Und ganz ehrlich, die haben sich unterhalten und am Ende waren wir im Käflerweg. Da waren wir im Käflerweg gelandet und hatten wir 18 Stunden 36 tut die Zeit.

Bea Aua.

Steffen Aua, das tut ein bisschen weh. Und aber der Gast. War hoffentlich alles okay.

01:26:47Steffen Aber das kann ich zu meinem Teil mit diesen medizinischen Hotline und sagen. Und ich glaube, bei so einem Langstreckenflug ist meistens immer irgendein Arzt dabei, der zumindest die Begriffe kennt.

Bea Also, wie gesagt, erfahrungsgemäß war, immer, und wenn es nur eine Krankenschwester ist, aber die weiß manchmal teilweise mehr als ein Arzt, der eine besondere Fachrichtung macht, der Das hat er mal in der Ausbildung gelernt, aber seitdem nie wieder angewandt. Und eine Krankenschwester ist mir manchmal hilfreicher als ein Arzt.

Steffen Also in meinem Fall war er das Flug nach Houston und er hatte natürlich ein Herzproblem, weil er nach hinten wollte, Houston ist, glaube ich, so das Herzzentrum. Der Welt, da wollen immer alle irgendwie hin für Herzdings und dementsprechend war noch wahrscheinlich eine Ärztin da drin, die sich mehr Herz auskannte.

01:27:23Bea Ja, also wie gesagt, ich bin auch immer froh und dankbar und glücklich, wenn ich jemanden dabei habe, der mehr weiß als wir. Aber notfalls können wir das auch handeln und wissen, uns zu helfen. Und das kriegen wir hin. Es braucht keine Angst haben, mit uns mitzufliegen.

Steffen Jetzt kommt eine Frage von York. York kenne ich persönlich. Das ist, ähm, ich weiß gar nicht, ob er Hon ist, aber auf jeden Fall Senator. Den habe ich so privat einmal jetzt in Washington da getroffen und woanders. Fliegt sehr, sehr viel, sehr viel China auch. Musste auch fliegen in der ganzen Zeit. Ich glaube, der war auch nicht so begeistert mit der ganzen Sache.

01:27:54Steffen Und naja, und der fragt Frage für Flugbegleiter oder auch Pörser, schätze ich mal, wie viel Spielraum habt ihr bei Ansagen? Einige Male hörte ich schon etwas lusserige Ansagen, speziell bei der Sicherheitsansage.

Bea Dann ist Jörg schon mal mit mir geflogen. Ja. Also, eigentlich haben wir ein Ansagenbuch. Das ist für uns verbindlich. Da müssen wir uns dran halten. Ich persönlich finde für unsere Gäste. Die viel fliegen, gerade Statuskunden, sind diese Ansagen langweilig.

01:28:24Bea Und das ist immer das Gleiche. Setz dich hin, schnall dich an, mach dein Handy aus. Und wenn man das ein bisschen charmant verpackt. Dann hören die Leute zu. Dann merke ich, wie die Köpfe hochgehen, dann merken die Leute auch, oh, die hat was anderes gesagt als sonst. Was hat sie gesagt? Und ich versuche alles. Ein bisschen netter zu verpacken. Es ist alles, alle wichtigen Informationen sind drin, alles das, was verbindlich und verpflichtend ist aus dem Ansagenbuch, ist mit Beinhaltet. Aber wie gesagt, ich versuche das drumherum ein bisschen charmant, ein bisschen netter, ein bisschen lustiger, ein bisschen humoriger zu verpacken.

01:28:59Bea damit die Leute wieder Spaß daran haben, zuzuhören.

Steffen Weil sie können nicht abschalten, sie müssen mir zuhören. Ich glaube, manche können das, manche halt irgendwie.

Bea . .

Steffen Und ich glaube, das wissen hoffentlich diejenigen selber, dass sie irgendwie.

Bea Also beim Shuttle erlebe ich auch die eine oder andere Ansage, wo ich denke, oh mein Gott, das möchte ich besser machen, das möchte ich anders machen. Besser machen. Und manchmal höre ich auch Ansagen, wo ich denke: Boah, toller Kollege, super gemacht. Hat mir Spaß gebracht, zuzuhören. Und das möchte ich bei den Gästen auch erreichen, weil, wie gesagt, diese Ansagen sind ja doch eher lästig.

Steffen Meinst du denn, wenn jetzt irgendein Abteilungsleiter von deiner Seite da jetzt irgendwie drinnen sitzen würde und hört dir zu, wenn er die Ansam macht, gibt es irgendwie.

01:29:37Steffen . Kritik, beziehungsweise ist es immer nur die Frage, inwiefern ist es, kommt von oben so das Rüffeln so und hey sie, das ist aber nicht unser Produkt.

Bea Ich hatte schon beide Situationen. Ich hatte schon einen Teamleiter. Eigentlich war er Stationsleiter, also schon was Übergeordnetes, was Großes. Der stieg aus und hat mich beglückwünscht für die Ansagen. Der fand es großartig. Weil er die Reaktion der Gäste gesehen hat. Erst hat er gedacht, was sagt die da? Das steht da so nicht in dem Ansagenbuch.

01:30:07Bea Und dann hat er gemerkt, wie die Gäste darauf reagiert haben. Und beim Aussteigen hat er mir gesagt, wie toll er das findet, wie ich die Leute abgeholt habe und dass er die Ansagen super findet. Ich habe aber auch schon jemanden gehabt, einer von diesen, ich sage jetzt mal, aus der Teppich-Etage, die nicht so humorvoll sind, die mit der Fliegerei nicht so viel Kontakt haben und der fand es doof. Und wir sind seriös und wir sind und das passt nicht zu uns und wir tragen alle eine Uniform, wir sehen alle gleich aus und wir müssen auch alle

01:30:37Bea Die gleichen Ansagen machen und das muss alles gleich sein, der fand es nicht so toll.

Steffen Solche Leute hast es halt immer. Also ich kann mich auch an hervorragende Ansagen erinnern und sei das nur, dass dusselige Warten beide so lange sitzen, bis der Kapitän Freien Park das gefunden hat. Diese, diese Sachen, die man da so immer hört. Meine Frau hat erzählt, sie hatte, ähm, möglicherweise habe ich das vor kurzem gerade mal erzählt, sie hatte in, sie denkt immer noch, nee, den Kollegen haben wir getroffen. Und zwar Die Geschichte hat sie mir immer so ein bisschen immer ab und zu mal so erzählt, und das sind so einzige Highlights, die man so im Kopf hatte, und wir haben den

01:31:13Steffen Kollegen jetzt tatsächlich, den hat sie ja jetzt auch 20 Jahre nicht gesehen gehabt, wieder getroffen. 62, fliegt schon lange nicht mehr, wurde fluguntauglich. So ein Pörser, Alter. Gade sozusagen. Gleichzeitig natürlich auch diese Riege von wunderschönen, stockschwulen Menschen, die es gab, also sehr fein, glied. Und dann hatten sie sich unterhalten. Das war DCC noch. Also wir reden jetzt hier wirklich Anfang der 90er.

01:31:44Steffen Und da haben sich über besondere Worte unterhalten. Und auch über das speziell, über die man so einen anderen Bereichen, wie der berühmte Feudel in Hamburg oder der, keine Ahnung, die Semmelbrösel oder Semmel in Bayern oder irgendwie sowas. Und da ging noch so ein Wort Mucksch. Weißt du, was mucks ist?

Bea Natürlich.

Steffen Und du weißt es, Mucks bedeutet, wenn man eingeschnappt ist. Wenn man so ein bisschen Mucks oder nicht wenig redet. Ich hoffe, ich habe die Geschichte hier nicht schon im Podcast erzählt. Auf jeden Fall haben sie sich darunter unterhalten und was bedeutet, ein Kollege kannte das gar nicht und sowas.

01:32:16Steffen Und dann waren so viele Stunden vergangen und es war der Service, gleich wieder an und sie gingen da hinten, mitten durch den Gang, durch den ganzen Gang durch. Und dann kam auf einmal eine Ansage von Pörser. Meine Damen und Herren, wir bitten Frau Muxch, Frau Trude Muksch, bitte sich beim Kabinpersonal an. Miss Trudy Mocksch! Police contact for Kids. Die stand natürlich dann mit ihrem Service. Ich glaube, die wussten dann nicht mal, wo ihre Service hand war. Das ist großartig, herrlich. Und sowas, sowas

01:32:47Steffen kommt glaube ich nicht mehr so mittendrin aus einem Lameng, irgendwelche Scherzansagen für Witze und so, da das alles Also, du musst ja auch nach den Gästen richten.

Bea Also, du merkst, wenn du anfängst, in eine humorige Ansage zu gehen, dann merkst du die Reaktion der Gäste. Und wenn die nicht entsprechend ist. Dann machst du es nicht mehr. Dann machst du die Standardansagen. Wenn du merkst, die Gäste gehen mit, die gucken, die finden das gut, die stoßen ihren Nachbarn an und sagen: Ach, guck mal, hör mal und guck mal, ne? Dann kannst du auf der Schiene weitermachen.

01:33:18Steffen Aber das hast du irgendwann. Oder? Langstrecke kannst du es doch nicht mehr so.

Bea Gut, Langstrecke ist schwierig, weil da ja der P2 die gesamten Ansagen macht. Die steuert er von vorne. Sieht nichts, ne? Der Flieger ist einfach zu weit und zu groß und zwei Decks. Da kannst du das nicht.

Steffen Oh nein, das ist ja trolllig.

Bea Da hatte ich auch mal so was ähnliches. Darf ich das erzählen? Wir sitzen auf dem Kuhband.

Steffen Darf ich das erzählen?

Bea Darf ich das erzählen?

01:33:48Bea Wir sitzen auf der Crewbank zusammen, die Kollegin und ich, damals noch in Hamburg. Und dann sitzt ein ganz süßer alter Opa. In Reihe 1 in der Business Class.

Steffen Opa, ist das nicht diskriminierend?

Bea Nein, der war ganz süß. Den hätte ich den ganzen Flug überknutschen können, weil der so süß war. Am liebsten hätte ich mich von ihm adoptiert. Der war ganz zauberhaft. Und dann sage ich zur Kollegin Ist der nicht Knorke? Und Knorke ist ein Berliner Ausdruck. Knorke bedeutet süß, niedlich, putzig, drollig. Zauberhaft, so. Und die Kollegin kannte den Ausdruck nicht und hat das, glaube ich, auch nicht richtig verstanden und sagt zu mir: Ja, ich denke, naja, also ich finde den zauberhaft, ich finde den süß.

01:34:28Bea Die Anschneidzeichen gehen aus, wir bauen unsere Getränkewagen auf, fahren in die Kabine. Die Kollegin fängt bei diesem alten Herrn an und sagt, Herr Knorkel, was möchten Sie trinken? Sie hat das falsch verstanden. Die hat gedacht, ich sage zu ihr, du, der heißt Knorke und ich möchte, dass sie ihn mit Namen ansprechen. Springt. Und er guckt ein bisschen irritiert, nein, der heißt nicht Knoche, er ist Knoche, er heißt aber nicht so Also, das fand ich sehr toll. Das fiel mir gerade ein zu vom Muxch.

01:35:01Steffen Oh, herrlich. Sehr schön. Dafür ist Podcast da. Für solche Sachen sind da. Wir haben noch zwei Fragen. Hast du noch Kraft?

Bea Ja, natürlich.

Steffen Ja, okay, gut. Also, wir haben hier von Ed, haben wir wieder so ein Twitter-Handel, Snorpesen. Ja, woran, das ist eine schöne Frage, das ist eine sehr schöne Frage, das hat ja auch meine Frau gefragt. Ja, woran Flugbegleiterinnen erkennt Erkennen man, dass man Deutsch ist? Ja, woran erkennen Flugbeleider, dass man Deutsch ist?

01:35:33Steffen Selbst im Anzug Klammer auf, ich habe keinen verratenden Deuterrucksack an, keine Funktionsjacke, wurde ich zielgenau auf Deutsch begrüßt, wenn ich im Ausland zustieg. Woran erkennt man, dass jemand Deutsch ist? Wann erkennst du Amerikaner? Können wir ja so machen. Weil ich finde, die erkennt man immer relativ gut.

Bea Ich finde, die erkennt man an den Sneakern.

Steffen Snickern.

Bea Sneaker und an der Statur meistens sind sie alle ein bisschen kräftiger gebaut.

01:36:03Steffen Eine komische Farbkombination.

Bea Und sie kommen auch Auf dich zu und begrüßen dich bevor. Sie sind schneller als du. Die begrüßen dich vorher und sagen, hey, how are you doing? Die Deutschen erkennt man, ja, woran erkennt man die Deutschen? Das kann ich gar nicht sagen. Ich glaube, weil wir grundsätzlich jeden auf Deutsch begrüßen. Wir sind eine deutsche Fluggesellschaft und grundsätzlich finde ich das schön, wenn man Die Leute auf Deutsch begrüßt. Und dann höre ich ja, in welcher Sprache sie antworten. Und ich bin ja flexibel.

01:36:33Bea Ich kann ja Geschätzt, 25 Sprachen. Nicht richtig gut, aber guten Tag. Dankeschön. Auf Wiedersehen.

Steffen Und über andere Leute auch noch dazu, ne? Ja, ja. 26, also.

Bea Und deshalb. Und dann antwortet man entsprechend. Aber ich glaube, grundsätzlich werden sie alle auf Deutsch angesprochen. Und man erkennt sie eigentlich nicht wirklich. Das ist gar nicht so genau. Man hat das im Feeling, das ist so die Leute steigen ein und du hast

01:37:03Bea Ich weiß nicht, ob das Erfahrung ist oder dieses Fingerspitzengefühl oder ich sage ja mal Fliegerei ist das beste Psychologiestudium. Du weißt, wenn die Gäste einsteigen Dem geht's nicht gut. Oder guck mal, der hat was getrunken. Oder guck mal, der ist genervt. Ja, du bist gut. Ist uns auch während Corona ganz viel weggefallen. Durch diese Maske konnten wir viele Dinge nicht mehr erkennen beim Einsteigen. Und ich weiß, beim Einsteigen ohne Maske weiß ich Mit dem könnte schwierig werden oder ach guck mal, das ist ein ganz netter oder die sind gut gelaunt oder guck mal, dem geht es nicht gut, der hat gesundheitlich irgendein Problem.

01:37:40Bea Du siehst es, du Du erkennst es. Ich kann dir nicht sagen, woran. Ich kann es nicht greifen. Ich kann es nicht festmachen an irgendwas. Aber du siehst es. Ich glaube, das ist einfach die Erfahrung.

Steffen Also ich finde, ja es gibt so manche Sachen, die sind irgendwie typisch. Italiener, finde ich, kann man gut meistens, also gerade Business-Italiener kann man an der Kleidung entwirken. Die haben dann immer

Bea Sehr elegante Sonnenbrille.

Steffen Sonnenbrille oder braune Schuhe.

Bea Oder braune Schuhe.

Steffen Die haben immer sehr viele braune Schuhe an.

Bea Innerdeutsch erkennst du die Leute. Innerdeutsch weißt du genau

01:38:12Bea Komische Brillen, komische Krawatten ist Stuttgart. Ja, es ist, es tut mir leid, was ist so? Komische Schuhe ist Dresden. Dresden und Leipzig Halle. Schräge Outfits, schräge Frisuren ist Berlin. Und ähm Und nette, freundliche, lustige Leute ist Köln.

Steffen Köln, ja.

Bea Also innerdeutsch fällt es leichter zu erkennen, wer von wo kommt oder wohin will.

Steffen Ja.

Bea Als so allgemein gesprochen, global gesprochen, woran man nur Deutsche erkennt.

01:38:44Steffen Okay.

Bea Ja.

Steffen Ja, ja, ja, sehr, sehr schön. Na gut, okay, also wenn, ähm, ich sag mal natürlich, dann gibt es natürlich immer noch das generelle Aussehen, ne? Also ein Lateinamerikaner und sowas. Ja, das ist ja offensichtlich, genau. Da kann man oft manchmal das doch erkennen, ja klar. Logisch, ne? Ach ja, Jetzt haben wir seine Frage, warum du jetzt genau immer als Deutsch erkannt willst, vielleicht wird er ja gar nicht als Deutscher kann, vielleicht wird er einfach nur als Stuttgart erkannt, könnte er sein.

Bea Das kann sein. Ist der Brillenträger, trägt er Krawatten?

01:39:16Bea Dann verrät ihm das.

Steffen Die Brille und die Krawatte. Hoffentlich ist er das nicht. Dann habe ich jetzt noch eine Frage von Chris. Das ist die letzte. Von unseren Fragen. Ich glaube, die hatten wir so ein bisschen schon schon mal in eine heikle Situation gekommen, wie zum Beispiel, dass eine Notlandung angekündigt wurde. Und wie geht man persönlich damit um? Kann man einfach professionell seinen Job machen oder denkt man vielleicht auch nur eine Sekunde lieber nur an sich, was ich verstehen kann, sagt er. So nach der Ob-Motto.

Bea Ja, hallo Chris, das ist eine sehr gute Frage.

01:39:47Bea Ja, es gibt immer Mal wieder Situationen, die natürlich nicht an die Öffentlichkeit gelangen, aber die man als Flieger miterlebt. Konkretes Beispiel: Wir hatten mal einen schweren Vogelschlag nach dem Start in Paris, Charles de Gaulle. Und wir haben tatsächlich Teile des inneren Triebwerks verloren. Das Triebwerk ist ja von innen nochmal verkleidet. Und von dieser Verkleidung sind uns Teile weggeflogen, weggesprungen.

01:40:19Steffen Hast du das gemerkt?

Bea Ja. Du kriegst erstmal den Schlag mit. Da hast du schon gedacht, oh Gott, jetzt hat es wieder einen armen Vogel erwischt, weil man kennt das Geräusch. Dann rocht es nach Brathähnchen, dann kriegten wir alle Hunger. Das haben tatsächlich in der Kabine gerochen.

Steffen Ja, aber wir sagen es immer, es riecht nach Gegrillen. Ich kenne ja den Geruch auch. Aber das ist so ein bisschen verbrannte Federn. Ja, es ist verbrannte Federn, aber du hast gerochen, irgendwas ist da.

Bea Also da ist ein Vogel.

Steffen Vogel durch.

Bea Und dann fing der Flieger an zu vibrieren wie so eine Waschmaschine im Schleudergang.

01:40:51Bea Und da habe ich schon gedacht, ui. Und dann hörte ich schon, wenn irgendjemand in der Kabine miteinander telefoniert, sei es Cockpit mit den Kollegen, die Kollegen mit dem Cockpit oder wir untereinander, dann klingelt es immer oder bimmelt in der Kabine. Und dann hörte ich schon, wie telefoniert wurde. Und da hat die Kollegin von hinten vorne angerufen, hat mitgeteilt dem Cockpit, was sie wahrgenommen hat. Und daraufhin hat das Cockpit uns alle informiert erstmal über Telefon, sage ich jetzt mal ganz platt, nur die Crew, nur die Besatzung, dass was passiert ist und dass wir jetzt zurückfliegen müssen.

01:41:26Bea Und dass wir wieder in Paris landen werden. Und dann hat er eine Ansage an die Gäste gemacht, die Passagiere hat das auch kurz erklärt, natürlich ohne Panik auszulösen. Und ähm Ich war relativ cool. Ich habe überlegt, okay, was ist wenn, und habe mir Gedanken gemacht, was könnte passieren, was könnte nicht passieren. Du bereitest dich ja im Grunde genommen auf alles vor, was ja auch unser primärer Job ist an Bord. Die Sicherheit, was ist, wenn wir evakuieren müssen, und so weiter. Und die Kollegin war ein bisschen aufgeregt.

01:41:56Bea Die Kollegin hat ein bisschen Angst gekriegt. Die Kollegin war frisch Mama geworden, die hat ein kleines Kind zu Hause und die hat die Situation vielleicht etwas anders eingeschätzt als ich. Und wie gesagt, ich bin eigentlich Kamikaze. Mich kann so schnell nichts aus der Ruhe bringen. Aber ich habe mir schon Gedanken gemacht, okay, wenn wir jetzt zurückkommen, was könnte passieren? Auf welche. Situationen muss ich mich jetzt vorbereiten? Wo ist meine Notausrüstung? Wie sind meine Kommandos? Was rufe ich den Passagieren zu, wenn es hart auf card kommt im schlimmsten Fall?

Steffen Und weißt du denn, wie das denn jetzt in dem konkreten Fall ausgegangen ist?

01:42:30Steffen Ihr habt aber der Kapitän wahrscheinlich gesagt, wir erwarten eine normale Landung. Richtig, genau.

Bea Wir haben eine normale Landung gemacht.

Steffen Das bedeutet, Für unsere Hörer, wenn ihr sagt, eine normale Landung, da wird nichts Vorbereitung, eine Vorbereitung, dass der Flieger von der Bahn kommt kann und all sowas.

Bea Richtig.

Steffen Richtig.

Bea Also so eine Vorbereitung bedeutet, dass man nochmal spezielle Ansagen an die Gäste macht, dass man nochmal eine Checkliste abarbeitet mit den Gästen, dass man denen sagt wie ihre Schutzhaltung auszusehen hat, was passieren kann und so weiter, wo sie Brillen, spitze Gegenstände, Zahnprothesen und so weiter verstauen müssen.

01:43:03Bea Solche Dinge muss man ja auch beachten. Nehmen Sie jetzt bitte Ihre Zähne raus.

Steffen Ja, genau. Und von der Seite her, also. dann sieht man da schon das Kopfkino und der Kollegin war groß an, aber hätte eigentlich gar nicht sein müssen. Sage ich auch als langjähriger Pilot, das wahrscheinlich haben die, ich weiß nicht, was sie gemacht haben, ob sie über das Triebwerk ausgeschaltet haben. Ich könnte mir vorstellen.

Bea Ich glaube ja.

Steffen Ja, sie haben das ausgeschaltet und sind einmotorig ganz gelandet.

01:43:34Steffen Richtig. Dann hört er wahrscheinlich das Vibrieren irgendwann noch auf. Genau, der Wind kann natürlich sein, dass das Ding immer noch dreht und dadurch immer noch, wenn da eine Unwucht drin ist, dass man sie denn spielt im Flugzeug. Aber es war auch Mucksmauschen schön im Flieger.

Bea Die Passagiere haben sich das angehört, haben es hingenommen, haben uns natürlich jetzt ganz besonders beobachtet. Wie verhalten die sich? Was sagen die? Was machen die? Richtig. Die haben uns also wirklich beobachtet und darauf gewartet, dass wir ihnen sagen, was jetzt passiert oder was sie tun sollen.

01:44:06Bea Und es war sehr ruhig, sehr diszipliniert, es hat keiner geweint, es hat keiner geschrien, es hat keiner irgendwie. Also es war alles ganz eigentlich eine ganz normale Landung wieder zurück, nur aus Sicherheitsgründen.

Steffen Ich habe schon erzählt, ich habe diverse Diversions mitgemacht.

Bea Ja, habe ich auch schon.

Steffen Okay, dann müssen wir mal Zahlen austauschen. Naja, und ich habe das schon mal im Podcast erzählt, auch Da flogen wir mit Jetstar, das war ein praktisch die so eine Billigableger von Quantas sozusagen.

01:44:37Steffen Wollten wir von Bali, nee, nach Bali von Singapur aus und wir sind losgeflogen und dann hieß es immer, meine Damen und Herren, wir müssen leider wieder nach Singapur zurück. Aufgrund einer Anweisung der Firma. Und sonst keine Erklärung. Nicht dazu, und dann sind wir halt wieder zurückgelandet. Und während dieser Vorbereitung ist die Kabinkollegin, hat sich so die Hände so gehalten und du hast nur das Weiße der Finger gesehen. Also ich war total. Total angespannt. Die wusste auch nicht, warum berechtigt. Wahrscheinlich hat er eine wenig Information bekommen, hat diese wenig Informationen auch noch an die Flügelleiter weitergegeben und ich habe den Flügelleiter angeguckt und sage.

01:45:10Steffen . Muss ich mir hier Sorgen machen oder irgendwie sowas? Von der irgendwie sowas. Und dann sind wir wieder zurückgeladen, und ich kann mir vorstellen, das strahlt so, wenn die Flugbegleiter damit seriös umgehen und genau wissen, dann strahlt das auch auf die Insel.

Bea Na klar.

Steffen Und da und das Kopfkino geht immer an.

Bea Immer, ja. Immer. Das bleibt gar nicht aus Und wie gesagt, das ist auch menschlich. Der eine hat Angst, der andere geht da cooler mit um. Und wie gesagt, ich bin so ein Typ in der Situation, wo irgendwas passiert.

01:45:40Bea Funktioniere ich. Ich rate da meine Checkliste ab, ich mache das, was ich zu tun habe, ich versuche das so ruhig wie möglich zu machen. Und hinterher kriege ich dann das große Flattern. Wenn ich zur Ruhe komme und wenn ich drüber nachdenke, dann kann es auch schon mal sein, dass ich anfange zu zittern und denke, oh mein Gott, was war das gerade? Aber in dem Moment. Funktioniere ich.

Steffen Es gibt auch ein Negativbeispiel, kann ich auch sagen. Und zwar war das auch hier in Hamburg mit einem Hamburger Kollegen, passiert nicht mit mir. Die sind von Moskau losgeflogen und kaum waren sie in der Luft, bekamen sie in Telex, dass in Moskau ein Bombenanschlag war im Terminal.

01:46:14Bea Ui.

Steffen So. Und obwohl denen ja gar nicht los ist, die sind aber losgeflogen, weggeflogen. Hat diese Nachricht, hat die Teile der Kabine, konkret glaube ich ein, so nervös gemacht, nach dem Motto, oh Gott, meine Angehörigen zu Hause denken, ich bin in einem zerbomben Moskau, Flughafen sozusagen. Dass sie am Ende nicht mal weiter, dass der Flug kaum noch zustande kam und der weiterflug gecancelt worden. Weil die waren einfach nicht mal in der Lage zu finden. Wir haben sich so da reingesteigert. Das ist natürlich, ich kann das alles menschlich, das ist halt irgendwie so, ne?

01:46:46Steffen Und aber du ärgerst dich als Cockpit-Mensch, ärgerst du dich darüber. Sagst du doch nicht, Kinder, das ist euch zusammen. Ich habe angerufen, ich habe Teles geschrieben, die haben zu Hause allein. Ja, aber könnte ja sein, dass sie ja trotzdem. . Ja, ich weiß nicht, irgendwann denkst du so, alle Ratzchen, das ist so ein bisschen, wir haben alles gemacht, was ist denn. . Ja, die Situation.

Bea Nee, kannst du nicht. Genau die gleiche Situation hatte ich damals bei 9-11. Keiner hatte Angehörige in Amerika. Du warst in Amerika? Ich war nicht in Amerika. Wir waren in Europa unterwegs.

01:47:17Steffen Stimmt, wir waren ja da, ja, ja.

Bea Da waren wir noch in Hamburg stationiert, wir waren in Europa. Und wie gesagt Es war weit weg. Keiner aus der Crew hatte irgendwelche Freunde, Verwandte, Angehörige, Familie in Amerika und trotzdem wollte keiner weiterfliegen. Wo ich gesagt habe: Ja, lass uns doch erstmal nach Hause fliegen, lass uns doch wenigstens zurück nach Hause fliegen. Und dann könnt ihr ausrasten, dann könnt ihr Panik kriegen, aber doch nicht hier, nicht jetzt. Es ist doch gar nichts los. Und das war genau die gleiche Situation.

01:47:49Bea Die Hälfte ist ausgestiegen, die Hälfte ist weitergeflogen.

Steffen Von den Gästen?

Bea Nee, von der von der Crew.

Steffen Darf aber die kriegst du doch nicht alle mit? Von den Gästen noch.

Bea Nein, nein, wir sind noch nach Hause geflogen und dann ist die Hälfte ausgestiegen und die andere Hälfte ist dann noch weitergeflogen. Und von den Gästen, es war Mucksmaus ja ein Still. Du hättest eine Stecknadel fallen hören können, sowas habe ich noch nie erlebt, weil Gäste unterhalten sich, Gäste spielen irgendwelche Spiele, Kartenspiele oder Domino oder was auch immer, die da spielen manchmal auf einigen Flügen.

01:48:19Bea Sie lachen, sie gucken irgendwelche Filme. Nichts, gar nichts. Keiner hat was gelesen, keiner hat gesprochen. Die saßen alle nur, sie starrten uns an als Besatzung.

Steffen Ja, auf Schauern gucken, ob ihr einen Vollwart sagt. Ja.

Bea Und es war wirklich. Ja, so eine ganz angespannte Stimmung an Bord.

Steffen Das kann man verstehen.

Bea Die Gäste merken sofort solche Dinge. Oder an den Gästen merkst du auch, wenn irgendwas passiert ist oder wenn irgendwas vorgefallen ist.

Steffen Ich bin an dem Tauch geflogen.

Bea Ich auch.

01:48:49Steffen Ja, genau, das war die letzte Frage, war das, glaube ich. Gott, wir haben schon so viele Geschichten damit reingepackt. Ja, also auf der anderen Seite, eigentlich sind diese Effekte, die man im Kopf hat dann, wenn man sagt: Oh Gott, Gott, was passiert ist, dafür ist ja das Training da, dass du. Absolut. Dass du, selbst wenn du sagst, oh Gott, wir haben jetzt noch ein Triebwerk und wir landen wir, dass du das so häufig schon trainiert hast und weißt, dass das eigentlich, dass es die Sache bedacht ist, es ist keine Unbekannte. Und ich glaube, das ist ja das, wo man sich irgendwie Sorgen drum macht.

01:49:19Steffen Aber auch so ein Vogelschlag passiert für Ein Motor landen ist selten. Ist halt selten. Und dann geht das Kopfkino halt an.

Bea Ganz genau.

Steffen Wir nähern uns zu Ende unser Podcast. Wir haben hier schon eine Stunde 40 Schnips, unterhalten wir uns schon.

Bea Ui, hoffentlich sind die Zuhörer noch dabei.

Steffen Das war nicht mehr allein.

Bea Nein, die finden wir raus.

Steffen Ich hätte auch einen Knopf machen können mit live übrigens, wenn du hältst. Aber haben wir nicht gemacht, kann das auch. Nächstes Mal. Okay, dann hast du noch eine lustige Geschichte oder irgendwas Beeindruckendes oder irgendwas, was du in der Geschichten.

01:49:52Bea Abendfüllen.

Steffen Deswegen hatte ich dich auch angesprochen.

Bea Ja, also eine lustige Geschichte.

Steffen Deshalb, sondern auch weil du alles gut verpacken kannst. Ich wollte gerade sagen. Also, Entschuldigung.

Bea Nein, alles gut. Ganz früher in Hamburg, als ich noch in Hamburg stationiert war, da sind wir Porcer häufig als Porsaspringer über Frankfurt. Oder über München eingespielt worden in Frankfurter oder Münchener Touren, mit einer Frankfurter oder Münchener Crew.

01:50:22Bea Und wenn die alle am Ende der Tour nach Hause gegangen sind, sind wir, Deadhead, als Passagier wieder zurück nach Hamburg geflogen. Und so eine Springertour hatte ich über München. Ich sollte nach München fliegen, mit einer Münchner Crew, fünf Tage unterwegs sein und wenn die nach Hause gegangen sind nach fünf Tagen, ich zurück nach Hamburg. Ich lande also in München. Und da steht auf dem Vorfeld neben dem Flieger schon der Krobus, der mich ins Hotel fahren soll. Und der Krobusfahrer ist so ein dicker Urbayer. Da fehlt dir nur noch die Lederhose und dieser Hut mit dem Puschel, den die Bayern dazu tragen.

01:50:55Bea Da war der Handteile oben drauf, ne? Ja, genau. Und dann steige ich in diesen Krupus ein. Und es gab bei uns mal vor vielen, vielen Jahren eine Werbekampagne, die nannte sich Aloa. Steig ein und du bist sofort im Urlaub. Aloha. Von unserem Unternehmen.

Steffen Ja, okay. Ah ja, okay.

Bea Unser Unternehmen hatte die Kampagne Aloha. Also so Baströckchen und der Kokosnussbikini. Und ich steige also in diesen Krobus in München ein und dieser große, breite, kräftige, bayerische Krobusfahrer dreht sich um und sagt zu mir

01:51:31Bea Aloa? Ich sage ja, Aloa! Und er so, na, alloa! Ich sage, ja, Hula! Und mach mit den Händen so diese Wasserbewegung. Und dann rollt er mit den Augen und sagt, na, bist du Aloha oder Kimmt da noch jemand? Und ich als Fischkopf habe ihn nicht verstanden. Und der habe ich gedacht, mein Gott, ist die Hole. Und ich dachte, der meint unsere Werbekampagne. Hallo.

01:52:01Bea Nein. Er meinte, ob da noch jemand kommt oder ob ich alleine unterwegs bin.

Steffen Hallo, wie kann man das so. . Naja, okay, gut.

Bea Hallo, ich sag ja, hallo! Na, bis da Lord, da kommt da noch jemand. Und die Geschichte höre ich heute noch von mir völlig fremden Kollegen. Das hat wohl die Runde gemacht in der Firma. Tatsächlich. Ich kriege heute noch die Aloha-Geschichte aufs Brot geschmiert, ohne zu wissen, dass ich diejenige war, der das passiert ist.

01:52:32Steffen Das ist doch so schön. Sehr lustig.

Bea Aloha

Steffen So, ich glaube, wir haben lang genug erzählt. Wir haben viel erzählt. Und wenn Fragen daraus kommen, vielleicht Lust hast nochmal, gerne, gerne, können wir gerne machen. Möchtest du denn Persönlich erreicht werden, sonst gibst du mir irgendwie, hast du einen Account in einem sozialen Netzwerk?

Bea Oh nein, ich bin in Cognito unterwegs.

Steffen Also mit einer Frau, wenn ihr Fragen habt. Schraib nicht an.

01:53:02Steffen Ja, genau.

Bea Über dich und du kannst mir die Fragen gerne weiterleiten.

Steffen Sehr gerne. Ich stehe jederzeit zur Verfügung. Ja, genau. Okay, cool. Beer, super. Oder hast du noch irgendwas?

Bea Wenn du nichts mehr hast, wenn die Zuschauer keine Fragen mehr gestellt haben.

Steffen Dann sage ich erstmal erstmal tausend Dank. Leute, IVS, ihr könnt euch immer uns erreichen, immer noch bei Twitter, solange es Twitter noch gibt, bei FragCF CFU, das steht für Charlie Foxhot Visigum, das ist immer so Whiskey Uniform, da muss ich immer, ich verhass wohl mich immer, weil ich jetzt immer so schnell rede.

01:53:34Steffen Das heißt, CFU steht für Comple with us. Das ist der Podcast und frag, ne? Also der Händel. Ihr könnt auch eine E-Mail schreiben, frage. comflibwissers. de. Ich gebe es da diesen Telegram-Channel, wo man was reinschreiben kann. Bei Instagram kann man Sachen auch Fragen stellen. Und selbst Mastadon gibt es auch. Du weißt auch nicht, was Mastodon ist. Nein. Ich habe sogar einen Account jetzt bei Tumblr, sagt ihr auch nichts.

Bea Ui, doch, das habe ich schon mal gehört.

Steffen Ja, siehst du, gerne. Und da kann man, aber da gibt es. Ich bedanke mich, Bea.

01:54:05Bea Ich danke dir auch, es hat mir viel Spaß gebracht.

Steffen Danke.