Folge #107 · 20.03.2023 · Dauer 02:08:49

CFWU 107 - ...vom SOFA in den Mile High Club!

keine Funde Original-Episode auf comeflywithus.de →

Heute beantworten Steffen zusammen mit der Purserette Bea hauptsächlich die Fragen unsere Hörer:innen. Allerdings gehen da natürlich die Details kreuz und quer durch die Fliegerei und weit zurück in die Vergangenheit!

Kapitel (35)
  1. 00:00:00 Einsprecher
  2. 00:00:44 Begrüßung
  3. 00:01:58 Was hat Steffen gemacht
  4. 00:06:31 Ungeplante Stops durch z.B. Streiks
  5. 00:12:53 Beispiele von ungeplanten Stops!
  6. 00:17:27 Amenity Kit
  7. 00:18:12 Frage von Jens: früher und heute
  8. 00:24:10 Was früher anders: Kein Euro!
  9. 00:28:57 Offene Cockpit Tür
  10. 00:31:27 Service Damals vs. Heute
  11. 00:33:51 First Class Schulungen
  12. 00:35:21 Cocktail Schulungen
  13. 00:37:14 Handgemachte Einsatzpläne
  14. 00:41:42 Crew-Checkin
  15. 00:43:20 Request-System
  16. 00:47:24 Feedback Bögen
  17. 00:52:36 Feedback 1990 vom Grenzschutzamt
  18. 00:55:09 Flugbegleiter Urkunde
  19. 00:57:14 Frage von Jens, zweiter Teil.
  20. 01:00:18 Flugbegleiter Gehalt
  21. 01:06:50 Steffen zukünfitige Schulungen
  22. 01:08:45 Seenot Übungen
  23. 01:11:07 Frage von Happy Avocado: we formt man schnell ein Team
  24. 01:19:26 Frage von ??? Nr. 1: ist ein DeFi an Bord
  25. 01:21:47 Frage von ??? Nr. 2: Bea die Aloha Geschichte
  26. 01:23:20 Frage von ??? Nr. 3: 30 sec review
  27. 01:27:05 Frage von Moritz: „Mile High Club“
  28. 01:34:28 Frage von Moritz: Umgang mit Taubstummen
  29. 01:37:58 Menschen mit Behinderung: Früher und Jetzt
  30. 01:43:05 Frage von: Gäste mit Flugangst
  31. 01:49:24 Frage 2 von York: Kinder Cockpit?
  32. 01:55:29 Frage von Florian: Zustand der Kabine nach dem Flug!
  33. 02:02:12 Aprilscherz
  34. 02:03:19 Die Geschichte am Ende!
  35. 02:08:18 Verabschiedung

Vertagte Themen (0)

Keine vertagten Themen gefunden. 🎉

Links (41)

Transkript

00:00:00Speaker 1 So liebe Leute, ich muss leider für diese Folge jetzt einen ganz kurzen Einsprecher machen. Und zwar jetzt unterhalte ich mich gleich mit der lieben Bea. Bea ist eine Kollegin, die ich schon sehr lange kenne, Flugbegleiterin Jes Perseret in der Firma, in der ich mal gemeinsam gearbeitet haben und weil wir uns so gut hatten, hatten wir uns vor der Aufnahme 45 Minuten lang unterhalten und dann habe ich irgendwann gesagt, Mensch, wir müssen mal loslegen jetzt und habe einfach mal auf Aufnahme gedrückt. Also jetzt kommt gleich Eine CFU-Folge zusammen mit Bea.

00:00:30Speaker 1 Das ist die Kollegin aus der Folge 101, dieser wie hat am Malerkongress. Und wir fangen gleich an loszuquatschen. Die ersten fünf Minuten rede leider nur ich, aber dann kommt sie endlich zu Wort. Viel Spaß. Hallo Leute, da sind wir wieder und wir fangen eine neue Episode an. Und mir gegenüber sitzt freudig strahlen und ich freue mich richtig auch wie liebe Bea und wir nehmen eine schöne neue Folge auf Arm. 13. 03. 2023. Heute ist Kampf Life ist das Podcast. Wahrscheinlich Episode 107 wird es werden. Und die liebe Bea und ich, wir sitzen hier, haben diverse Themen aufgeschrieben, vor allen Dingen auch Fragen für euch, die wir gemeinsam beantworten wollen.

00:01:08Speaker 1 Du hast so viel positives Feedback von der letzten Folge bekommen.

Speaker 2 Ja, sehr.

Speaker 1 Hallo liebe Bea, wie geht's dir?

Speaker 2 Hallo Steffen, ich freue mich sehr. Vielen Dank für die erneute Einladung. Und ganz vorweg auch vielen Dank für das viele tolle Feedback. Also da habe ich nicht mit gerechnet, dass wir für die letzte Folge, die wir aufgenommen haben, so viele tolle, nette, freundliche Rückmeldungen bekommen haben. Ich war sehr überrascht und habe mich riesig darüber gefreut. Fand ich ganz toll.

Speaker 1 Ja, es war es auch. Es war eine sehr schöne Folge. Selbst jetzt halte ich fest, das erste Mal, dass meine Frau sich komplett an der Episode angehört hat.

00:01:41Speaker 1 Ja. Wie schön. Ja, sieh mal an, oder?

Speaker 2 Das freut mich wirklich sehr.

Speaker 1 Ja, ja, ja, war es auch. Und zwar folgendes. Also wir haben Fragen eingesammelt von euch. haben auch so ein paar raus und ein paar Oberthemen zusammengesammelt. Aber ich kann dir erstmal erzählen, was mir so die letzten Tage so passiert ist. Und zwar folgendes. Ich Mich hat ein sehr guter alter Freund, der denselben Namen hat wie ich, fast, gefragt, ob ich ihn nicht, er hatte ganz crazy, hatte irgendwie Geburtstag, ob ich ihn nicht nach Sylt fliegen könnte.

00:02:12Speaker 1 Und da habe ich geguckt in unserem Verein, im Buchungssystem, welche Flieger sind da denn frei. Und dann habe ich gesehen, ja, ein Flieger ist noch frei, leider der teure. Und dann habe ich das Habe ich aber dafür, weil der so teuer ist, fliege ich den so selten und weil ich denen so selten fliege, muss ich, und das ist eine Vorgabe vom Verein, weil das so ein bisschen aufwendiger ist, der Flieger, muss man den alle 90 Tage so und so viel Mal geflogen sein. War ich halt nicht. Checkflug brauche ich extra noch einen Checkflug gemacht. So, und dann war das Wetter so wirklich wechselhaft.

00:02:43Speaker 1 Also es ist ja ein bisschen Richtung nicht März, sondern eher so April. Und dann war aber trotzdem an dem Donnerstag ein schöner Tag. Und dann sind wir da hingeflogen, waren diesen Tag da auf Sylb, sein Geburtstag mitgefeiert und sind dann. . Haben uns dann wieder auf den Rückweg gemacht. Ich wollte extra früh losgehen, weil es kann ja immer sein, dass irgendwas technisch Schwierigkeiten ist. Der Flughafen auf Sylt macht nämlich um 18 Uhr zu. Zack, Promps. So, ja, und dann sind wir also da angekommen und dann das Schöne war, da war, ähm, wir haben seine Frau besucht, die mit ihrer Mutter, 90 Jahre.

00:03:19Speaker 1 Dort war, ja genau, 90 Jahre. Und dann sind wir auf dem Weg zum Flughafen, wo sie uns zurückgebracht haben. Das war dann Viertel vor fünf, zeitlich und sowas. haben die so darüber geredet und ach und wann ich bin dir das letzte Mal, ja ich bin noch seit 54 irgendwie mal oder 64 in so einer kleinen Maschine geflogen. Und dann haben wir gesagt, was was, dann machen wir jetzt nochmal einen kleinen Rück. Rundflug, Rundflug, Umsyldrum. Ich sage, wollen wir das machen? Und ich habe hier an Stefan, hier mein Spezi, da hat gesagt, ja gerne, lass uns das mal machen. Da sind wir zu vier neuen Flieger rein, das ging auch vom Gewicht her alles. Und dann haben wir so eine kleine Runde geflogen, sind dann wieder gelandet, alle waren happy, sind ausgestiegen und dann war deshalb halb sechs sozusagen, hatte ich ja noch eine halbe Stunde Zeit und dann will ich den Motor anlassen und ich kriege diesen scheiß Motor nicht an.

00:04:01Speaker 2 Ach nö.

Speaker 1 Ich kriege ihn nicht an. So ein heißer Motor, Einspritzmotor bei so einem Ding, da musst du manchmal, das sind ja uralte Motoren, da musst du manchmal so ein bisschen Voodoo machen, um die irgendwie anzukriegen. Und ich habe ihn, die Kenner werden, ich habe ihn gefloodet. Das heißt, ich habe ihn überflutet mit Sprit. Dann habe ich also die Methoden angewendet, die man machen muss, um das wieder rauszukriegen. Ich habe das auch alles gemacht. Ich hatte nur vergessen, die Spritpumpe, weil da steht eine Liste drin, anzulassen. Habe ich angelassen und die hätte ich entgegen der Checkliste ausmachen müssen sozusagen. Auf jeden Fall, ich habe genudelt, genudelt Akku MLL und irgendwann dreht sich der Propeller kaum noch und dann haben wir gesagt.

00:04:36Speaker 1 Und dann waren wir auf Sylt. Und am nächsten Tag war, ich weiß nicht, ob du dich erinnern kannst, wie das Wetter hier am Freitag war.

Speaker 2 Ja, na klar.

Speaker 1 Dann auf einmal lagen hier so 10 cm Schnee. Und entgegen der Vorersage hat es auch auf Sylt auf einmal richtig einen rausgehauen, richtig Schnee. Und dann fahren wir zwei Nächte auf Sylt und dann sind wir erst am nächsten Tag am Samstag morgens um 10 Uhr dem Flieger erstmal enteist, aber nicht, da kam nicht einer vorbei mit so einem großen Dusche und hat uns dann irgendwie alles abgesprüht, sondern wir schön, brav, alles runtergewischt, ne, und mit so einem.

00:05:06Speaker 1 Mit so einem Entkratzer vom Auto, da wo es festgefroren war. Es war ja warm. Es war ja wie zwei Grad oder so, es klebte also nicht auf der Tragfläche. Und dann haben wir das irgendwie alles sauber gemacht. Naja, und dann habe ich gesagt: So Mensch, also du bist, ich bin selten unterwegs irgendwie mal hängen geblieben, sozusagen. Nur, ich glaube, ich bin, wenn ich mir das recht überlege, bin ich, glaube ich, nur zweimal in meiner ganzen fliegerischen Karriere. unterwegs hängen geblieben.

Speaker 2 Wie hast du das denn gemacht?

Speaker 1 Glück, keine Ahnung, irgendwas. Einmal bin ich einen Tag länger, wurde aus einer fünften, eine Sechstagestour, weil ich, da war ich noch ganz, ganz junger Kapitän,

00:05:43Speaker 1 Weil ich dazwischen gelandet bin, wegen eines technischen Fehlers und der Flieger dort denn da blieb, sozusagen. Also ich vor allen Dingen das Schöne war, wir hatten unsere Koffer, glaube ich, schon in Frankfurt gelassen, weil wir gedacht haben, wir kommen ja gleich wieder zurück. Das war also der letzte Teil, nämlich einmal Ja, ja, kennen wir, ne? Bei Valencia und zurück. Einmal so einen kurzen Trip, das können wir ja machen. Und ich war auf jeden Fall, waren wir dann. Auf einmal in Barcelona und sind dann in halber Uniform ödi Ramla gegangen.

00:06:13Speaker 2 Aber so war der wenigstens gut angezogen. Ja, ja, wir waren schick angezogen.

Speaker 1 Ich glaube, wir hatten Lametta und Krawatte abgelegt. Also, so was hat man das schon gemacht. Naja. Und das, aber ich kenne zum Beispiel die Geschichten von meiner. Also ich komme jetzt vor allen Dingen konkret darauf, weil heute an diesem Tag Ist Streik. Der Hamburger Flughafen wird bestreikt. Ich glaube, am Freitag oder so wurde München oder irgendwas bestreikt. Oder irgendwas ist gerade mal wieder so eine Streikwelle. Und ich dachte, vielleicht könnte man über ungeplante Stopps durch Wetter oder Streik ganz kurz reden und nochmal erwähnen. Das ist für uns als Crew, klar, teilweise haben die Crews auch mitgestreikt oder gerade das Cockpit, kann ja auch dann alles komplett lahmlegen, aber generell für uns ist das.

00:06:53Speaker 1 . . Ich weiß nicht, wie es dir geht. Es ist etwas, was einem gegen die Natur strebt, weil man so ein pflichtbewusster Mensch ist. Wir sind alle so ausgesucht worden, dass wir Pflichtbewusst sind und wie hat meine Frau das immer gesagt, man auch so Na, nicht, nicht, nicht Konflikt, scheu, gar nicht, sondern Harmonie bedürfen. Harmonie erzeugen vor allen Dingen. Dass alle Leute an Bord sich ja nicht. Anfangen zu kloppen, diese Szenen hat man ja nun, das kriegt man ja immer wieder, dass man sich da, dass man gemeinsam miteinander auskommt und dann ist so ein Streik extrem schwierig zu machen irgendwie.

00:07:31Speaker 1 Aber wir sind genauso als Crew so häufig von diesen Streiks unangenehm betroffen. Und deswegen wollte ich es nur erwähnen, falls ihr irgendwann dazuhört und jetzt irgendwie auch hier irgendwo sitzt, dass Die Sympathie von uns Besatzungsmitgliedern habt ihr auf jeden Fall.

Speaker 2 Definitiv. Definitiv.

Speaker 1 Zum Beispiel, ich habe gerade Bia, ich habe in ihren Einsatzplan geguckt und sie hätte am Mittwoch, das nennen wir Emergency, also die jährliche Schulung für ihr Muster, um die Hebel, die Türen zu öffnen und wie bedient man Feuerlöscher und den ganzen Kram.

00:08:01Speaker 1 Was müsstest du heute, an so einem Tag, wenn der Flughafen Hamburg gestreikt wird, müsstest du trotzdem da in Frankfurt sein?

Speaker 2 Ja, na klar. Also der Firma ist es im Grunde genommen, in Anführungsstrichen, egal wo ich wohne. Hauptsache ich bin pünktlich zum Dienst. Und dazu gehören auch Bodeneinsätze wie Emergency oder andere Schulungen. Und dann müsste ich halt gucken, wie ich von Hamburg nach Frankfurt bin. Frankfurt kommen, ne? Entweder mit dem Zug oder mit dem Autofahren oder eine Fahrgemeinschaft oder wie auch immer, das ist für uns sehr aufwendig und sehr schwierig auch. Also wir sind auch definitiv vom Streik betroffen, in dem

00:08:32Speaker 2 In dem Fall. Da sagt die Firma nicht, komm, bleib zu Hause, du weißt nicht, wie du herkommen sollst, sondern du musst dir eine Alternative suchen, egal wie.

Speaker 1 Und vor allen Dingen. Wenn es da so eine Schulung, eine lizenz erhaltende Maßnahme ist, wird die auch nicht bestreikt. Also selbst wenn unser, wenn die Gruppe des Kabinenpersonal, welche Firma auch immer Selbst streiken würde, diese Sachen müsstest du machen. Absolut. Auch von der Vertretung her, von der Arbeitsvertreterung.

Speaker 2 Absolut.

Speaker 1 Und da hat man ja selber ein Interesse dran.

Speaker 2 Du willst ja weiter vertreten.

00:09:02Speaker 2 Fliegen und weiter deinen Dienst machen. Und ohne diese Schulung, ohne die Lizenz geht das halt nicht. Dann bist du gegroundet, dann bist du am Boden Und musst abwarten, bis du den nächsten Termin bekommst, wo du eingeplant wirst, um das nachzuholen. Und deshalb hat man alleine schon ein Eigeninteresse daran, diese Schulung zu machen.

Speaker 1 machen. Und vor allen Dingen, ihr wisst es nicht, vielleicht so ist, nehmen wir mal an, selbst wenn da so ein Wetterstopp ist, der, also was mir jetzt auf Sylt passiert ist, es kann ja auch sein, dass so ein großer Flieger passiert, da kommt so ein Blizzard drüber. Meine Frau hat auch ich glaube, sie war einmal einen Tag länger in New York, weil da der Blizzard rübergegangen ist und dann war alles eingeschneit.

00:09:37Speaker 1 Das kann dir dann den ganzen Monatsplan verhauen.

Speaker 2 Definitiv, ja klar. Das zieht ja ein Rattenschwanz nach sich. Der Monat ist ja im Grunde genommen, gerade bei Vollzeitfliegern, so getaktet, dass da wenig Luft zwischen ist. Und wenn denn irgendwas dazwischen kommt, das du diverten musst. Und dahin hinfließt, wo du eigentlich gar nicht hin möchtest. Oder dass du irgendwo hängen bleibst oder dass irgendwo gestreikt wird oder dass wettertechnisch irgendwie was schiefläuft. dann hat es ein Problem.

Speaker 1 Einfach deshalb, weil die Ruhezeit dann reicht zum nächsten Umlauf nicht raus, das heißt, der riecht raus und dann ist so ein Kaskadeneffekt, der dann irgendwo hinterkommt.

00:10:12Speaker 1 Genau. Und wenn dann ein schöner Den Request, für den du so heiß ersehnt hast, den du irgendwo machen möchtest, der fliegt denn da auch raus, teilweise. Und deine Geburtstagsparty, wo du auftauchen wolltest, die kannst du denn auch nicht. Ja, genau, ja, nicht da. Du bist da, wo du hingehen wolltest. Also die Termine werden teilweise zerpflückt und so. Das ist echt auch für die Crew oder für alle äußerst unangenehm. Das ist echt so ein bisschen die Entscheidung. Und oftmals ist es ja auch so, dass, und das finde ich immer sehr erstaunlich, dass, nicht sehr erstaunlich, ich möchte das in Höhere vermitteln, dass selbst

00:10:48Speaker 1 dass die Cockpit-Crew, die ja praktisch nicht persönlich jetzt involviert ist mit diesem Flug, ob da nun stattfindet oder nicht, anders als zum Beispiel jetzt mal konkret wieder auf meinen Syltpfeil zurückzuführen, ich habe mich tierisch geärgert, weil das war irgendwie mein Fehler und dadurch wurde auch der Schedule von meinem Kumpel, der Wind war total zerhauen, weil er hatte Arbeitstermine am Freitag, der kam also nicht zurück und so, dann musste da so ein bisschen umschetcheln und sowas. Und das Das um ist noch etwas, das belastet einen so ein bisschen, weil es durch die persönliche Ebene beruht, wenn das aber was Berufliches ist,

00:11:21Speaker 1 Sollte es eigentlich den die beiden oder die drei oder wer da immer da vorne sitzt, ähm überhaupt nicht berühren, aber letztendlich

Speaker 2 Tut es aber, weil du bist ja der direkte Ansprechpartner und du kriegst ja die Schicksale mit. Der eine muss zur Beerdigung von seiner Mutti fliegen und kommt dann nicht mehr hin. Zum Beispiel. Oder die Passagiere erzählen dir von einem ganz wichtigen Termin, wo ihre Zukunft von abhängt. Und natürlich leidest du mit mit den Leuten, das tut dir ja leid, weil du erfährst ja die Geschichten, die dahinter stecken. wenn jemand nicht rechtzeitig an sein Ziel kommt.

00:11:51Speaker 2 Und das berührt uns natürlich auch, das tut uns ja auch leid. Wie gesagt, die Leute erzählen es dir natürlich auch, warum sie unbedingt heute da und da hinfliegen müssen oder an dem und dem Ort sein müssen. Es fliegt ja kaum einer zum Spaß oder in den Urlaub denn. Es ist egal, einen Tag früher oder später, aber die meisten haben ja wirklich wichtige Termine oder haben einen Grund, weshalb sie fliegen.

Speaker 1 Kreuzfahrtschiffer reichen, so kommt das mit, kommt die Reise nicht an. Oder die, das hast du ja auch sehr häufig, die Kreuzfahrer, die da irgendwo hinwollen. Dann was hatte ich auch mal, ich hatte mal so eine, da konnten wir nicht losfliegen, sind stehen geblieben worden von Hamburg nach Zürich und da war eine Diplomatin oder so eine Attaché oder irgendwie sowas, eine Frau da, die stand dann vor mir mit so.

00:12:33Speaker 1 Diese Dokumente müssen heute in Narovi sein. Ich habe sie auch lang geguckt, aber nicht mit dem Flieger. Nicht mit dem Flieger.

Speaker 2 Dokumente dann sagen würden, ach so, na wenn das so ist, dann flieben wir mal kommen, scheiß auf ihr Leben, lass uns los.

Speaker 1 Ja, ja, das ist natürlich immer sehr schwer. Naja. Ja, was hast du hast du denn, also wie gesagt, ich kann von meiner Frau erzählen, die war zehn Tage, die war nicht von der Vulkanasche oder irgendwie sowas betroffen, da waren ja auch. . unglaubliche lange Periode, wo die Leute weg waren.

00:13:04Speaker 1 Ich glaube, die längsten bei der Vulkanasche war das nicht irgendwas mit 23 Tagen oder irgendwie sowas, die die Der Luftraum stand ja, wie viele Tage will er da? Irgendwie zwei Wochen, ne? Ja. Und bei dem war es nochmal eine Woche länger, weil die in Ich sag mal so, Nischni-Novogorod oder irgendwas da hingannt und da flog der Flieger nur alle zweimal in der Woche hin. Und die wurden dann erst nach 21 Tagen da ausgetauscht. Und meine Frau, wie gesagt, saß mal aufgrund von Streik und wo der nicht wusste, wie lange geht der, wie lange ging der nicht oder irgendwas, hing sie in Hört sich so toll an.

00:13:42Speaker 1 In Bangkok fest? Zehn Tage.

Speaker 2 Ach, das ist schon irgendwie ein bisschen toll auch. Es gibt schlimmere Ziele, nicht. Weil Bangkok zehn Tage festhängt, ja, ist doof, weil deine private Planung irgendwie den Bach runtergeht. Auf der anderen Seite Andere Leute zahlen da viel Geld für, um eine Woche Urlaub in Bangkok zu machen.

Speaker 1 Für sie war das auch okay. Ich war nur schwer, gerade in der Umschulung irgendwie. Ich musste da echt rödeln, dass ich dann alles hier mit Kindkegel und irgendwie auf die Reihe kriege, aber es hat irgendwie geklappt. Aber es spielt sich auch natürlich bei der Kruder-Drama. Ja, na klar. Da sind alleinerziehende Mütter, die dann alle sitzen und das irgendwie zurecht.

00:14:14Speaker 1 Stell mal vor, du bist alleineziehend.

Speaker 2 Und das sind viele Kollegen, sind ja nichts. Ja, ja. Stimmt.

Speaker 1 Die sind alleine ziehen und kriegen ja einen Job auf die, die haben sowieso mal einen größten Respekt, wie die das hinkriegen.

Speaker 2 Definitiv, ja, finde ich auch.

Speaker 1 Und dann musst du da da deinen. Naja, also Ihre zehn Tage waren aber ganz schön. Aber jeden Tag morgens oder mittags hieß es dann ganz kurz zum Rapport.

Speaker 2 Lagebesprechung.

Speaker 1 Lagebesprechung. Also immer noch nicht, wir sprechen uns morgen wieder. Da hieß es immer alle wieder zusammentreffen. Du hast ja solche Geschichten oder war es ihr.

Speaker 2 Ja, habe ich auch schon gehabt. Also ich habe aber auch Glück gehabt.

00:14:45Speaker 2 Und zwar war das der Pilotenstreik. Ja, die mal wieder. War das 2013? 2014, 2015. Das war der Lange, 2015, genau. Und da sind wir in Barcelona hängen geblieben. Und ich habe mich tierisch gefreut, weil ich habe ja Familie in der Nähe von Barcelona, in Tossa de Marve und meine Cousine. Und wir standen dann in der Hotellobby. Und da war eine Münchner Crew. Und da hat der Münchner Kapitän zu seiner Crew gesagt, okay, wir treffen uns also jeden Tag um 15 Uhr hier zur Lagebesprechung.

00:15:20Speaker 2 Und da habe ich gedacht, oh Gott. Und da habe ich meinen Kapitän gefragt, ich sag, du Chef, wenn ich dir meine Nummer dalasse und das ist eine Stunde mit dem Bus von hier entfernt und wenn wir jeden Tag miteinander kommunizieren. Und dann guckt er mich an, hebt die Augenbraue und sagt, hau schon ab. Und dann konnte ich also drei Tage mit meiner Cousine verbringen und das war für uns toll. Also wir haben uns sehr darüber gefreut. Und Barcelona ist natürlich auch ein super Ziel. Ja, klar. Da freut man sich. Aber wie gesagt, das wäre natürlich weniger schön gewesen, wenn du irgendwo in irgendeinem Land sitzt, in Riad beispielsweise.

00:15:52Speaker 2 Das wäre nicht so schön gewesen. Oder so solche Länder, da bist du froh, wenn du schnell wieder wegkommst. Und wenn du denn da festhängst, ist doof, ne?

Speaker 1 Teran. Zehn Tage Teran.

Speaker 2 Teran, oh Gott, ja. Das wäre. Ich meine, man kann sich das auch in Teran nett machen, ne?

Speaker 1 So ist es nicht.

Speaker 2 Ähm, aber als Frau, ja.

Speaker 1 Das ist das. Also als Mann gehe ich auf die Straße und ne und mach da irgendwas, aber als Frau, wenn du da Dementsprechend, und Ria ist ja noch schlimmer, wo du hier nochmal einwickeln musst.

Speaker 2 Da musst du nicht nur Kopftuch tragen, sondern auch eine Abaya.

00:16:22Speaker 2 Das sind diese langen Gewänder, die du über deine Kleidung drüber ziehst. Also dass du das Gesicht nicht noch verhüllen musst, ist alles. Und da müssen wir uns natürlich anpassen, ist ja klar.

Speaker 1 Ja, logisch. Aber endlich hast du mal dann Ruhe bei McDonald, ja, in der Frauensektion. Wenn du da ist, aber. Hat alles Vor- und Nachteile.

Speaker 2 Und du brauchst dich nicht schminken, du brauchst dich nicht mehr schon vermitteln. Nicht hübsch anzuziehen, sieht ja eh keiner.

Speaker 1 Die sind aber alle hübsch außerunter und sind alle gut geschnitten. Ja, ja, klar. Die wollen auch nicht drauf verzichten. Das stimmt.

Speaker 2 Sieht man nur nicht.

Speaker 1 Ja, genau. Also das fiel mir gerade so ein, so wegen wegen Streik.

00:16:53Speaker 1 Achso, ja genau, du warst Barcelona und sollst irgendwas anderes nehmen.

Speaker 2 Ja, wenn man mal diverted ist und nicht mehr rausgekommen ist. Das heißt, also der Wurden bedeutet, dass man nicht da landet, wo man landen soll ursprünglich, sondern dass man einen anderen Flughafen anfliegen muss aufgrund von Wetter. Wenn die Flughäfen denn geschlossen sind, wegen Schneefall, wegen Eis, dass die Bahnen noch nicht geräumt sind. Und irgendwann wird der Sprit dent da auch knapp, wenn man lange genug gekreist ist. Und dann muss man sich überlegen, was machen wir jetzt Und das ist Die Wurden? Und dann sind wir auch schon in einer anderen Stadt hängen geblieben, auch ohne Gepäck.

00:17:25Speaker 2 Dann kriegst du meistens von Lost Found so ein kleines Beutelchen, wo eine Zahnbürste drin ist und ein T-Shirt und so das Nötigste, was man so braucht für eine Übernachtung.

Speaker 1 Gibt es das wirklich noch?

Speaker 2 Ich weiß nicht, ob es das noch gibt, weil ich bin lange nicht mehr, Gott sei Dank, so unplanmäßig hängengeblieben. Aber seit Corona preise ich sowieso nur noch mit Handgepäck. Das heißt, ich habe alles dabei, was ich brauche.

Speaker 1 Okay. Ja. Naja, also wie gesagt, ja, unplanmäßige Stops, Gott, ja, das kann man. .

00:17:55Speaker 1 Also was ich darauf hinaus wollte wegen diesem Streik, es ist für die Crew genauso Mist. Es betrifft alle, die damit zu tun haben, die irgendwo hin müssen, die Termine haben.

Speaker 2 Ja.

Speaker 1 Thema und dann haben wir, hat Jens, jetzt kommen wir mal zu den kleinen Fragen darüber. Jens hat nämlich eine schöne Frage gestellt und da kann man auch vielleicht noch so ein bisschen was länger draus machen, weil Jens, unser Hörer, der hat gefragt, hallo Bea Früher und heute. Was hat dich damals dazu bewogen, im Flugzeug zu arbeiten?

00:18:25Speaker 1 Was hat sich seitdem verändert? Und was würdest du denn heute denen raten, die diesen Weg auch gehen möchten? Viele liebe Grüße, Jens.

Speaker 2 Ja, super Frage von Jens.

Speaker 1 Jens muss ich mal ganz kurz anschauen.

Speaker 2 Ja.

Speaker 1 Ich habe die ganzen Fragen Bea natürlich vorgeliefert und sie hat hier, und das ist das erste Mal, dass ich sehe, die hat sich darauf vorbereitet, sie hat einen richtigen großen Zettel mit Antworten geschrieben. Ich bin Beeindruckt. Okay, ich hatte jetzt mal einen Mund.

Speaker 2 Damit ich nicht durcheinander komme. Also, ja, zur Fliegerei bin ich gekommen wie die Jungfrau zum Kind.

00:18:57Speaker 2 Ich habe damals noch bei der Krankenkasse gearbeitet. Ich bin ja gelernte Sozialversicherungsfachangestellte.

Speaker 1 Sozialversicherungsfach Es gibt tolle Projekte. Richtig. Es gibt so schöne Woche.

Speaker 2 Fachbereich Krankenversicherung.

Speaker 1 Oh, okay.

Speaker 2 Es gibt auch die Rentenversicherung und die Berufsgenossenschaften und so weiter. Aber ja, ich war Krankenkasse. Und ähm Ich war ein junger, ne, ein junges Mädchen war ich nicht mehr. Ich war eine junge Frau, Anfang 20. Oh, danke.

00:19:29Speaker 2 Und ich hatte gerade eine schwierige Phase in meinem Leben. Also gerade frisch von der großen Liebe getrennt, dann finanziell nicht so gut dargestellt und Da habe ich mir überlegt, oh Gott oh Gott, was ist, wenn ich jetzt meinen Job verliere, weil zu dem Zeitpunkt, als ich noch bei der Krankenkasse gearbeitet habe, waren die Leute Pflichtversichert. Das heißt, du konntest dir deine Kasse nicht aussuchen, so wie heute, sondern wenn du einen technischen Beruf gemacht hast, dann warst du in der Technikerkrankenkasse versichert. Wenn du bestimmte Betriebe hatten für ihre Mitarbeiter, Betriebskrankenkassen und so weiter

00:20:04Speaker 2 Und zu dem damaligen Zeitpunkt wollten sie dieses System ändern und öffnen. Und jeder sollte sich seine Krankenkasse selber aussuchen können und entscheiden, wo er krankenversichert sein möchte. Und dafür mussten wir konkurrenzfähig bleiben und dafür wollten sie 800 Leute entlassen. Und da habe ich damals gesagt, na super, mein ganzes Leben ist ein einziger Scherbenhaufen, wenn ich jetzt noch meinen Job verliere. Und laut Sozialplan wäre ich dran gewesen. Also ich war die Jüngste, ich war die Letzte, die gekommen ist, also wäre ich auch die Erste gewesen, die wieder hätte gehen müssen.

00:20:34Speaker 2 Und da sagte damals eine Kollegin zu mir, du guck mal, da hat eine große Airline eine Anzeige geschaltet in der Zeitung. Wollen wir uns da bewerben? Und da habe ich gesagt, oh, ich weiß nicht. Und sie dort lassen wir machen. Ja, und dann haben wir uns dann beworben, sind eingeladen worden zum Gespräch und ja, schwuppdiwupp hieß es: Herzlich willkommen. Sie können bei uns anfangen. Und da habe ich gedacht, ja, dann mache ich das doch. Und ich war eine von denen, die am Anfang nur ein, zwei Jahre fliegen wollte, sich ein bisschen die Welt angucken und dann wieder was Bodenständiges, ein richtig geregelter Job.

00:21:11Speaker 2 Ja, aber wenn du irgendwann den Absprung nicht schaffst, dann bleibst du da halt kleben, ne?

Speaker 1 Ja, das ist auch so, wenn die, ähm, das kriegst du so mit, wenn die Kollegen wirklich nicht. Viele nehmen sich das ja genauso vor, wollen das was zubauen. Das wird ja auch teilweise, als sehen wir es von dieser Firma, von der wir beide reden, auch so in dem Sinne gefördert, dass die Gehälter ja mittlerweile alles andere als üblich sind.

Speaker 2 Definitiv.

Speaker 1 Aber ich habe damals auch zwei Nebenjobs gehabt.

Speaker 2 Also ich konnte von dem, ich habe bei der Krankenkasse mehr verdient.

Speaker 1 Darf ich mal ganz kurz erbrechen? Leute, hört ihr das? Eine Ratte kommt mir draußen vom Fernseher rein.

00:21:41Speaker 1 Das ist von einem Airbus-Figure, der mit ausgefahrener Turbine vorbei ist. Das muss ich nachher noch highlighten irgendwie, das ganze Ding. Das ist egal. Erzähl weiter. Entschuldigung.

Speaker 2 Nee, ähm. Jetzt habe ich einen Faden verloren.

Speaker 1 Du hast zwei Nebenshof gehabt.

Speaker 2 Richtig, ich habe, als ich anfing in der Fliegerei, auch nur ganz wenig verdient. Also das war auch nicht üppig. Und ich habe nur alleine gewohnt und Musste alles alleine finanzieren und bezahlen, mein kleines Auto, meine kleine Wohnung. Damals gab es noch Telefonanschlüsse, das musste bezahlt werden.

00:22:11Speaker 2 Und Und wie gesagt, ich habe auch zwei Nebenjobs gehabt, weil ich wollte nie zu meinen Eltern gehen und sagen, ich brauche mal ein bisschen Geld von euch oder ich brauche mal Unterstützung. Ich habe immer alles alleine geschafft in meinem Leben, bin jung, ausgezogen, auch sehr früh von zu Hause weggegangen. Und Wie gesagt, da musste ich auch nachhelfen mit Nebenjobs.

Speaker 1 Okay, ja, klar. Was ich meine auch so mit Fördern, also oder nicht, sagen wir mal so Wenn man so sieht, man möchte gerne junges Personal haben im Service, ansprechendes Personal, gutaussehendes Personal und nicht Leute, die dann am Ende da 65 sind.

00:22:50Speaker 1 mittlerweile acht kleiner Größen mehr haben oder irgendwas. Ja, so ist das, obwohl das natürlich auch das eine mit der wertvollsten Potenzial ist, nämlich weil die Erfahrung mitbringen und wenn sie gut sind, auch dementsprechend Service machen können. Also die Leute um Finger wickeln können, wenn sie das können, ist es halt generell natürlich irgendwie nicht gewollt. Und wenn. . Aber man bekommt mit, dass wenn die Kolleginnen und Ginnen, wenn sie nach vier Jahren, fünf Jahren den Absprung dann wirklich nicht schaffen, so jetzt ihr Studium anfangen, ganz konsequent.

00:23:20Speaker 2 Dann bleibst du hängen in der Schlechstei.

Speaker 1 Und das ist nicht schlecht, das will ich gar nicht so sagen. Ja, genau. Dann bleibt man irgendwie in der Pflegerei hängen, oder?

Speaker 2 Absolut, das ist mir auch passiert.

Speaker 1 Oder auch, was dann oft auch ist, ähm Am Ende, wenn Sie dann hinbleiben, versuchen Sie zumindest, vielleicht hat man auch bei kleineren Firmen angefangen zu fliegen und dann versucht man am Ende natürlich auch da hinzukommen, wo man auch die weite Welt sieht. Da hast du auch viele Kollegen. wollen am Ende in diese große Firma in den Hauptstone rein. Und das kann man auch verstehen, dass es dann hoffentlich auch klappt.

00:23:51Speaker 1 Ja, jetzt habe ich dich unterbrochen. Also du hast die Abschwung nicht geschafft und dann bist du geblieben.

Speaker 2 Ja, voilà, da bin ich, ne?

Speaker 1 Ja.

Speaker 2 Fliege immer noch durch die Welt.

Speaker 1 Okay. Und wie, wie, wir wollten da so ein bisschen daraus machen, wie war das, was war. . Anders als jetzt.

Speaker 2 Alles. Im Grunde genommen kannst du sagen, es war alles anders. Das hat damit schon angefangen, dass du damals im Ausland Geld wechseln musstest. Das war nicht so wie heute. Der Euro, du kannst überall in Europa damit bezahlen.

00:24:22Speaker 2 In Spanien musstest du dir Piseten organisieren, in Italien musst du dir Lira organisieren, du musstest für jedes Land die entsprechende Währung irgendwie. Organisieren. Das war komplizierter und schwieriger als heute.

Speaker 1 War das denn ganz kurze Nachfrage? Wurdest du da von der Firma unterstützt in irgendeiner Art, dass man da das Geld bekam oder nicht bekam?

Speaker 2 Ich glaube ganz am Anfang nicht und irgendwann gab es die Crew-Card. Das heißt, du konntest im Hotel mit dieser Crew-Card und mit deinem. . . Ausweis mit deinem Firmenar-Zugehörigkeitsausweis konntest du Geld dir leihen

00:24:58Speaker 2 Sozusagen. Und das, was du nicht aufgebraucht hast, konntest du zurückgeben. Und du hast halt einen guten Kurs bekommen. Du musstest halt diese Wechselgebühr nicht bezahlen und hast auch nicht den schlechtesten Kurs bekommen, den du bei Banken oder in Wechselstufen bekommst. Das war später denn aber erst. Ich glaube, ganz am Anfang mussten wir uns selber darum kümmern, wie wir ausländisches Geld besorgen können.

Speaker 1 Also die, ich kenne auch diese Crew-Checks, aber die kanntest du wahrscheinlich nicht mehr. Das waren so, da hattest du so wie so Quittungsblock so einen gehabt, so einen Block, der war mit Durchschlag.

00:25:32Speaker 1 mit Nummern drauf und das war mal wie so eine Art Traveller-Checks, der war nur von der Firma ausgestellt. Da hast du dir eingetragen, wie viel hast du dir auch dort Geld geliehen von Hotel Rezeptionen, die haben das gemacht. Das war auch ein Service, für den die Firma bezahlt übrigens hat. Weil selbst mit dieser Kreditkarte war das ja so, diese Gebühren, die Bargeldgebühren und so, hat das Hotel ja auch nicht übernommen, sondern die wurden dann von der Firma übernommen. Und hattest du so einen Check und hast Geld geliehen und was zurückgebracht hat und das wurde dann so ein Check eingetragen und krakst

00:26:03Speaker 1 den abgerissen und gegeben und wir haben das dann irgendwann abgelöst. Und die Scheck mit der Schecknummer hast du dann öfter in Krübrechnung dafür. Ja, nee, das kannte ich nicht mehr. Tierische Papier auf.

Speaker 2 Das kannte ich nicht mehr. Also wir hatten, wie gesagt, diese Crew-Kard, die so genannte.

Speaker 1 Das ist aber ganz normale Dekosa Mastercard, war das. Ja, das war eine ganz normale Kostation, nur du halt ja halt dieses Privileg damit kostenlos bargeld vom Hotel.

Speaker 2 Genau.

Speaker 1 Für dich kostenlos.

Speaker 2 Für mich kostenlos.

Speaker 1 Hat es was gekostet.

Speaker 2 War das toll, ne?

00:26:33Speaker 1 Genau.

Speaker 2 Das war sehr einfach, sehr praktisch daher.

Speaker 1 Gibt es denn das noch?

Speaker 2 Nein, die gibt es nicht mehr. Nein. Die Verträge mit der Degusta Bank wurden gekündigt und jetzt muss jeder wieder sich selber kümmern und äh Geld besorgen. In Europa ist das, wie gesagt, kein Problem durch den Euro. Aber so in Übersee.

Speaker 1 Ja, wie ist das in London? Also Amerika, wie ist das?

Speaker 2 Zum Glück kannst du viel mit Kreditkarte bezahlen. Aber wenn du so auf den Markt gehst oder wenn du in kleine Geschäfte gehst oder so, die wollen dann halt gerne noch Bargeld haben.

00:27:06Speaker 2 Oder wenn du mit deiner Crew essen gehst, dann ist es manchmal ein bisschen schwierig, weil du sitzt mit, weiß ich nicht, fünf bis zehn Leuten an einem großen Tisch, jeder bestellt sich was, dann kommt die Rechnung. Und dann ist es einfacher, wenn jeder mit Bargeld bezahlt, jeder bezahlt sein Essen, als wenn die dann anfangen auseinanderzurechnen. Viele Restaurants tun sich auch schwer. separate Rechnungen auszustellen, sodass jeder seine Rechnung mit Kreditkarte bezahlen kann, ist immer ein bisschen schwierig. Und da musst du halt gucken, dass du dir entweder Geld wechselst oder

00:27:38Speaker 2 Du kannst am Flughafen in diesen Geldwechselstuben, kannst du Geld wechseln, ohne die Wechselgebühr zu bezahlen, wenn du deine Firmen. Zugehörigkeitskarte vorlegst.

Speaker 1 Genau, das ist die aber hier in Frankfurt, ne? Das ist in Frankfurt, genau.

Speaker 2 Und ansonsten versuchst du halt heutzutage so viel wie möglich mit Kreditkarte zu bezahlen.

Speaker 1 Und nicht mehr mit Bargeld. Aber hast auch keine mehr von der Firma, sondern musstet ihr irgendwie. . Es gibt zwar noch Spesen, klar, logisch, Aber dass du da irgendwie unterstützt wirst, das ist vorbei.

00:28:10Speaker 2 Und wenn du in Amerika zum Beispiel unterwegs bist, da übersteigen deine Ausgaben bei weitem die Spesen, die du bekommst. Du zahlst ja alleine schon für ein ordinäres Frühstück. Das ist ein Kaffee, das ist ein Saft, das ist vielleicht ein Rührei, zahlst du ja schon 40 Dollar. Und dann bist du ein, zwei Tage da und dafür reichen deine Spesen auch nicht.

Speaker 1 Da müssen wir jetzt aber auch nachhaken, weil die Leute fragen, hä, Schwesen, ja, aber wir kriegen bestimmt immer noch so diese tolle Abrechnung Dass du denn irgendwie, keine Ahnung, 50 Euro Spwesen gekriegt hast, aber bei der Steuer kannst du dir 90 Euro angeben, sozusagen, also diesen W-Teil, ne?

00:28:44Speaker 1 Weißt du, was ich meine? Ja, ich weiß nicht. Ja, ja, ja. Und das macht die Sache alles so kompliziert. Also das hat sich natürlich geändert. Viel weniger unterstützt, ich finde es anders geworden.

Speaker 2 Denn kann ich mich an Zeiten erinnern, wo die Cockpitür offen war Die Leute konnten rein und rausgehen ins Cockpit, Kinder durften mal ins Cockpit gucken und die Piloten haben ganz süß dann erklärt, wofür welcher Knopf ist und wie das funktioniert mit dem Fliegen. Und meistens wollten dann die Väter gerne ins Cockpit und haben die Kinder vorgeschoben.

00:29:14Speaker 2 Die haben sich dann wie Spiderman in die Tür gehängt und wollten nicht rein, haben geweint und geschrien und die Väter mal so, er möchte mal gucken. Und dann haben wir gesagt, na, der Papa kann auch alleine ohne das Kette mal ins Cockpit gucken. Das war anders. Du konntest während des Fluges mal reingehen, du konntest mal gucken. Und seit dem 11. September hat sich ja alles verändert. Auch ganz früher kann ich mich daran erinnern, du hast einfach nur deine. Deinen Firmenausweis vorgezeigt, musstest den irgendwo dranhalten, wo es gepiept hat, dann ging die Tür auf und dann warst du drin und wurde gar nicht weiter kontrolliert, konntest an Bord gehen und fertig.

00:29:46Speaker 2 Du kannst Flüssigkeiten mitnehmen, so viel wie du wolltest. Und seit dem 11. September hast du die Sicherheitskontrolle. Nicht nur bei den Passagieren, sondern auch bei den Crews. Und wir werden teilweise richtig auseinandergenommen. Wir werden manchmal noch strenger gecheckt. Als die Passagiere.

Speaker 1 England habe ich da als Beispiel. England hat sich nicht mehr.

Speaker 2 Das ist ganz furchtbar. Und es gibt einige Länder, wo du tatsächlich auch als Crew deine Flüssigkeiten in Beutelchen auspacken musst und darstellen musst. Und ich kann mich daran erinnern, dass eine Kollegin mal, die musste ihren Dutt öffnen.

00:30:16Speaker 2 Die hat ihre Haare zum Dutt gebunden und bei uns ist es Vorschrift, dass die Haare zusammengebunden sein müssen, weil wir mit Lebensmitteln arbeiten aus hygienischen Gründen und es sieht einfach netter und akkurater aus, wenn die Haare irgendwie Zopf oder hochgesteckt als Banane, als Dutt, wie auch immer, zusammengenommen sind. Und die muss sie in dort öffnen, weil sie so streng kontrolliert haben, dass sie selbst unter den Haaren irgendwas vermutet haben.

Speaker 1 Das ist, glaube ich, das ist aber eben.

Speaker 2 Das ist manchmal, ja, also ich denke auch, das kommt immer darauf an, wer da sitzt.

00:30:47Speaker 2 Und das hat sich auch sehr geändert. Das ist sehr beschwerlich geworden für uns. Und gerade wenn du nur mit Handgepäck unterwegs bist, gerade als Frau, dann brauchst du ein bisschen Lippenstift und ein bisschen Wimperntusche und ein bisschen für die Haare und ein bisschen fürs Gesicht und ein bisschen Creme und ein bisschen dies. Das wird dann knapp, ne? Mit den mit den Flüssigkeiten.

Speaker 1 Ja, genau. Und Service? Du hast mir so eine schöne Geschichte vorhin erzählt.

Speaker 2 Services super. Es gibt bei WhatsApp so ein ganz lustiges Bild.

00:31:19Speaker 2 Da siehst du irgendwie vor. Weil in 50 Jahren, wie die Leute geflogen sind, da wurde dann schön auf so einem Servierwagen die Speisen angereicht, wie im Restaurant. Das Bierfass ist dann auch genau, da wurde das Fleisch tranchiert und da wurde dann persönlich aufgefüllt. Und dann sagt einer zu dem anderen, zu seinem Sitznachbarn, boah, wie schick und wie komfortabel und wie luxuriös. Jetzt stell dir mal vor, wie schick das Fliegen in 50 Jahren sein wird. And he's a kleine flash Wasser and a Tüte Krecker, das war's.

00:31:49Speaker 2 Also that's sehr lustig. Ähm ja, klar, es wird überall eingespart. Ganz früher war Fliegen auch noch was anderes. Wir haben fast nur Geschäftsleute befördert. Oder ältere Leute, die ihr Leben lang gearbeitet haben, jetzt sind sie in Rente, haben ein bisschen was zusammengespart und wollen sich die Welt angucken. Oder ja, wie gesagt, das waren eher Leute, die ein bisschen Geld hatten. Das konnte sich nicht jeder leisten. Heutzutage pflegt jeder Hans und Franz für ein billiges Ticket. Und das merkst du auch, früher haben die Leute sich noch hübsch gemacht zum Fliegen.

00:32:22Speaker 2 Fliegen. Die hatten Anzüge an, die hatten Kleider an, die haben sich hübsch gemacht. Heutzutage steigen die Leute teilweise im Moskelhirt und Flip-Flops ein. Wo ich zur Kollegin sagt: So würde ich noch nicht mal den Müll rausbringen oder zum Briefkasten gehen. Das hat sich auch sehr geändert. Das Publikum hat sich geändert. Die Preise haben sich natürlich nach unten verändert, sodass das für jeden leistbar war und jeder konnte fliegen. Bevor ich anfing in der Pflegerei, bin ich Glaube ich, privat erst zweimal geflogen. Wir sind auch immer mit dem Auto in den Urlaub gefahren, in den Familienurlaub. Da wurde der Kofferraum voll gemacht mit Gepäck und dann sind wir gefahren.

00:32:55Speaker 2 Da sind wir noch nicht geflogen. Das war einfach zu teuer, das konnte man sich nicht leisten.

Speaker 1 Darf ich mal fragen, ich weiß nicht, ob du das erzählen möchtest, wann du überhaupt angefangen hast.

Speaker 2 Ja, ich habe im März 1995 angefangen. Ich habe also jetzt bald Jubiläum gemacht und.

Speaker 1 Okay, gut, gut, gut, gut. Ich habe sehr, sehr jung angefangen. Da haben Sie noch zwölfjährige genommen, war das, ne?

Speaker 2 Genau.

Speaker 1 Das war vorher auch noch diese Sozialfach Kraftdings, das habe ich schon wieder vergessen, das tolle war.

Speaker 2 Ja, Versicherungsfachangestellte, abgekürzt Sofa.

Speaker 1 Sofa. Sofa in Krankenkassenball.

00:33:25Speaker 1 Ich lasse das jetzt mal so stehen. Ja, das hat sich auch geändert. Der Jens hat ja gefragt, wie es früher war. Und wir haben uns hier beide früher amüsiert, weil wir haben die alten Schulungsunterlagen ganz erstaunt. Oder die Media war erschaut, dass meine Frau noch teilweise die Schulungsunterlagen aufbewahrt hat, weil da gehen wir ja nochmal sechs Jahre zurück. tatsächlich wirklich noch tranchiert. Also sie haben, meine Frau hatte noch so richtig eine Schulung für erste Klasse, also hast ja auch alles bekommen.

00:33:58Speaker 1 Ich meine, die haben auch diese ganze Serviceschulung oder sowas bekommen. Ja, ja, definitiv. Aber war das noch, dass so dass also wir haben es ja aber ohne Tranchieren.

Speaker 2 Also wir waren schon die Generation, die Tablette ausgegeben hat.

Speaker 1 Genau, genau, genau. Wir haben da eben gerade rumgeblättet, da wurden noch so Tests abgefragt, da kommt das Schnitzel-Hoch-Haufhochmeister oder irgendwas. Und da wurde gemacht, was würden Sie dazu servieren? Oder es waren diese Weinkarten, wo draufsteht, beschreibt doch mal, wie der Wein steckt. Also das war natürlich schwierig, weil sie konnten sie ja vorher gar nicht probieren, aber ich glaube, man muss halt die Unterlagen aussuchen.

00:34:29Speaker 1 Und sich dann immer muss.

Speaker 2 Also ganz extrem war es bei uns nicht mehr, weil diese diesen Service gab es bei uns nicht. Vielleicht liegt das auch daran, weil ich auf der Kutschstrecke angefangen bin. Ich bin nicht auf der Langstrecke geschult worden und bin am Anfang keine Langstrecke geflogen.

Speaker 1 Ich glaube, das war aber früher auch schon so. Du hast erstmal quasi Kurzstrecke geflogen und erst nach einem halben Jahr kamst du auf die Langstrecke. Da meine Frau auf den Airbus angefangen hat, war das schon eine echt moderate. Also wir sind ja in ganz Madrid und sowas, sind auch schon lange, lange Strecken ohne Madrid.

00:34:59Speaker 1 Jetzt auch Kurzstrecke, aber relativ lange Strecken geflogen sozusagen.

Speaker 2 Okay. Nee, also wie gesagt, ich bin nur Kurzstrecke geflogen. Und da war die Schulung ein bisschen anders. Aber wie gesagt, Service-Schulung haben wir auch bekommen. Wir haben noch gelernt, was ist ein Screwdriver? Weißt du das?

Speaker 1 Das ist ein Wortkammer-Orangensaft. Ja, genau.

Speaker 2 Das mussten wir lernen, falls ein Gast in der Business Class so ein Cocktail oder so eine Mische bestellt. Damit wir wissen, was das ist und nicht so doof fragen. Was wollen sie denn eigentlich drinken? Was ist denn das?

00:35:29Speaker 1 Tomatensaft oder wie?

Speaker 2 Ja, genau. Also eine Blademarry haben wir gelernt, den Screwdriver und so solche Sachen. Das, was üblicherweise gerne genommen wurde an Bord, das mussten wir auch noch auswendig lernen. Und dann, welcher Wein zu welchem Gericht passt, mussten wir lernen und was wir für Weine anbieten. Doch, das haben wir auch schon. Genau, wollte ich gesagt.

Speaker 1 Das ist die Serviceschulung, die man dann für die Langstrecke dann bekommt.

Speaker 2 Und auch Putzstrecke haben wir auch bekommen.

Speaker 1 Okay, gut, alles klar. Ich glaube, ich hatte ja so ein bisschen auch schon mal gefragt, wie die Schulung Kabinenpersonal abläuft. Ich habe ja interessanterweise davon nie in dem Sinne was mitbekommen, weil Cockpit-Schulung ist natürlich komplett anders.

00:36:05Speaker 1 Und zum Beispiel, ich war auch erst als erst mit in den letzten fünf Jahren, als sie denn die ganze Umschulung zusammengestellt haben und so war ich auch dabei, habe zum ersten Mal eine Kabinenvorbereitung gesehen in dieser Notfallschulung. Und das habe ich vorher alles, das war total getrennt. So dass ich zum ersten Mal das auch sehen wollte, was machen die überhaupt?

Speaker 2 Ich finde das gut, wenn man das gemischt macht, nicht Kabine und Cockpit getrennt. sondern das ist auch irgendwie für die für das Miteinander irgendwie hilfreich, finde ich.

00:36:37Speaker 2 Damit wir wissen, okay, wenn das etwas länger dauert, wenn das Cockpit nicht antwortet oder reagiert auf unseren Anruf, auf Was auch immer, dass die vorne mit Checklisten beschäftigt sind und umgekehrt genauso, dass Cockpit ein bisschen mehr Verständnis hat für uns, was wir so in der Kabine zu tun haben und warum wir uns manchmal ein bisschen gestresst fühlen und gehetzt fühlen, wenn Dass Cockpit mal nachfragt, dass die doch wissen, warum.

Speaker 1 Ja, können wir einsteigen, ne? Ja, genau, finde ich super.

Speaker 2 Können wir einsteigen, genau.

Speaker 1 Ja, genau. Ja, was ich habe gerade was ganz

00:37:10Speaker 1 finde ich wieder meinen Faden nicht. Na, auf jeden Fall die Umschulung, um nochmal ganz kurz zurückzugehen, wir haben auch so ein bisschen Verglichen früher anders, wurden dann auch schon elektronisch?

Speaker 2 Nein, das war alles noch von Hand. Und wir haben so Abkürzungen im Dienstplan gehabt. Und ich kann mich noch an die WHT und WHC erinnern. Das waren die Abkürzungen. Und da kannst du natürlich nichts mit anfangen. Und dann gab es ein kleines Heftchen. Und in diesem Heftchen hast du nachgeguckt, was bedeutet denn WHT und WHC?

00:37:43Speaker 2 Das war zum Beispiel von Hamburg. Doppelt Frankfurt. Also Hamburg-Frankfurt, Frankfurt, Hamburg, Hamburg, Frankfurt, Frankfurt, Hamburg.

Speaker 1 Du warst von Anfang an Hamburg stationiert.

Speaker 2 Ich war von Anfang an er

Speaker 1 Mal äh in Hamburg Stadsenwirk, genau.

Speaker 2 Und da musstest du erstmal mit deinem Dienstplan in das Heftchen gucken, was bedeutet das eigentlich? Wann habe ich Briefing, wann fängt mein Dienst an, wann muss ich da sein? Wann habe ich Feierabend und wo geht es überhaupt hin? Wo muss ich überhaupt hinfliegen? Und das war in diesen kleinen Heftchen drin. Und das war damals auch kein Problem. Da konntest du zum Beispiel anrufen

00:38:15Speaker 2 Bei der Planung, ich kann mich noch daran erinnern, Herr Hunge hat uns geplant und Herrunge war ein Goldstück. Das war so ein netter, lieber Mensch. Dann hast du angerufen und hast gesagt, oh Herr Runge, ich habe ganz dringend Termin da und da, ich brauche unbedingt diesen Tag frei. Ich fliege in alles andere, egal was, aber diesen Tag brauche ich frei. Und Herr Runge hat sich wirklich die Mühe und die Arbeit auch gemacht, sich hinzusetzen und hat dir diesen Tag frei geschaufelt. Dafür musstest du dann was anderes fliegen, aber das hat er gemacht. Dafür konnte Herr Runge uns auch jederzeit anrufen, abends oder am Wochenende oder wann auch immer, und hat gesagt, hier brennt der Block, ich brauche dich ganz dringend, würdest du.

00:38:50Speaker 2 Dienst übernehmen und dann hat man das gemacht. Da funktionierte das Prinzip, eine Hand wäscht die andere. Das funktionierte noch. Das gibt es heute nicht mehr. Sie rufen nur noch an, wenn sie was von dir wollen und wenn sie was von dir brauchen. Wenn du mal was brauchst, weil du einen Notfall hast, weil irgendwas passiert ist zu Hause, wo andere Leute sich einfach einen Tag Urlaub fürnehmen können. Das geht bei uns nicht so einfach. Das geht nicht. Das ist schwierig.

Speaker 1 Genau, und man braucht nicht viel Fantasie, um uns überlegen, wenn das wirklich nicht geht, was man dann.

00:39:20Speaker 2 Du hast keine andere Alternative, du hast keine Wahl. Du musst Wege und Mittel finden, den TAF freizuge.

Speaker 1 Ich weiß noch, wie das, ihr müsst euch so vorstellen, ganz früher, wir haben uns noch ganz alte handgeschriebene Pläne auch angeguckt, das wäre aus Datenschutzgründen gar nicht heute überhaupt mehr möglich. Und zwar Da war jede Personalgruppe, also die Gruppe der Flugbegleiter 737 sonst was, war dann eingeteilt von in einer kleinen Gruppe von A bis Kanwing F.

00:39:56Speaker 1 Und das war ein großer DINA 0-Umschlagebuch, damit man auch gut schreiben konnte. Der waren da irgendwie so, ich glaube, ne, so. . zehn Leute, zehn Eigner drinnen. Und da war jetzt so ein Monatsplan eingeteilt. Und da wurde dann handschriftlich geguckt. Wir haben die zwei solche Bücher gehabt. Wurden geguckt, welche offenen Touren haben wir. Dann brauche ich diese Tour, muss ich denn da reintun? Dann haben sie das gesehen, wie kann ich denen das geben in dem Plan. Dann haben sie diese Kürzel da eingetragen, wie lange die Tour dauert. Dann haben sie oftmals so ein Lineal gehabt.

00:40:26Speaker 1 Es geht daran, wie viele Tage danach frei sind und haben sich daran gehalten und dann haben sie dann die nächste Tour geplant.

Speaker 2 Ja, richtig.

Speaker 1 So, und vorher hast du ja, wenn ich zu viel Quatsch, unterbrichst du mich, weil ich erzähle gerade deine Geschichte, oder ist es auch meine, ne? Und dann hast du halt deine. Oft Tage da sozusagen auch deine dir zugestellten Plane reingetragen. So, und da gibt es, je nach Airline, gibt es unterschiedlichste Methoden. Airlines, die geben dir in einen festen Rhythmus immer tagefrei. So Oscarplanung nennt sich das.

00:40:56Speaker 1 Und also da ist die Kreativität sehr, sehr viel dran getan. Inwiefern war das bei uns? Da wurde nachher dieser ganze, dieser Foliant, davon wurde eine Kopie gemacht und zwar wurde geguckt, da sind zehn Leute drauf. Dann bekam man, und wir haben das eben gerade nochmal so angeschaut, dann bekamst du davon eine Kopie in DIN A4 natürlich, nein, oder DINA 3 besser gesagt. Ne, Dina 4, logischerweise. Und da waren die anderen zehn Kollegen da mit auf den Zettel auch mit Telefonnummer und mit Geburtsdatum.

00:41:30Speaker 1 Du wusstest anderes. Du konntest natürlich auch leeren. Mit denen könnte ich mal tauschen und so.

Speaker 2 Du hast dich damals auch noch handschriftlich persönlich eingetragen, um zum Dienst zu erscheinen. Da lagen diese Dienstzettel aus, und wenn du vom Dienstbeginn musstest du ins Büro gehen Damals gab das das noch, das Büro, das Sekretariat, das gibt es ja heutzutage auch alles nicht mehr. Und dann hast du dich handschriftlich eingetragen und hast unterschrieben, dass du jetzt da bist. Und dann wurde geguckt zu der Dienstbeginnzeit, zum Briefingbeginn sozusagen.

00:42:02Speaker 2 Wer noch nicht unterschrieben hat, und dann wurde für den jemand aus dem Bereitschaftsdienst gerufen, wenn der nicht unterschrieben hat. Weil der weiß ich nicht, verpennt hat oder einen Unfall hatte auf dem Weg zum Flughafen oder was auch immer die Leute davon abgehalten hat, zum Dienst zu erscheinen. Vielleicht hat sich einer im Tag geirrt. Kann ja alles mal passieren. Und damit der Flug trotzdem pünktlich rausgeht trifft man sich entsprechend früh zu diesem Briefing und dann wird wie gesagt der, der nicht da ist, ersetzt durch jemanden, der kurzfristig aus dem Bereitschaftsdienst kommt und der hat nur eine Stunde Zeit, um am Flieger zu erscheinen.

00:42:37Speaker 1 Heute ist natürlich durch Handys alles so ein bisschen, ich sag mal, ein bisschen relaxer geworden, aber wenn du da nicht, wirklich pünktlich nicht da warst und die haben da zu Hause angerufen und es kam nichts. Dann war das Standby schon informiert. Heute versuchen sie dich erstmal anzurufen, wo bist du denn überhaupt? Kommst du ja, so scheiße, ja, ich bin, gib mir nicht, ich bin gleich da und sowas. Oder ich bin schon unterwegs oder man ruft selber an und also was. Von der Seite her ist da, ein bisschen gefühlt, wahrscheinlich wird mehr gequatscht wiederum. Aber dieser Check-in funktioniert ja jetzt alles elektronisch. Ja, genau.

00:43:07Speaker 1 Und die Planung auch. Ich habe aber den Eindruck gemacht, ich weiß nicht, ob du das bestätigen kannst. Wenn das alles entspannt läuft, wenn Personal gut da ist, kannst du dir über das Requestsystem, was es ja mittlerweile gibt. Früher konntest du ja deine Off-Tage und dir einen Umlauf münchen. Also wir konnten zumindest mit Glück, wenn du dich einigermaßen smart angestellt hast, konntest du dir einen eigenen Plan zusammenstellen. Schafft man das heute auch noch?

Speaker 2 Nein. Man versucht es immer wieder, man investiert immer sehr viel Zeit, weil du hast eine Deadline hast.

00:43:40Speaker 2 Bis zu dem und dem Tag musst du deinen Plan sozusagen zusammengewünscht und zusammengestellt haben. Dieser sogenannte Request. Und dann guckst du halt, wann brauche ich meine freien Tage, setz die rein. Dann guckst du, wo möchte ich gerne hinfliegen, da und dahin. Wenn du einen Vollzeitplan voll machen musst, so wie ich, dann requestest du natürlich auch nach den Kriterien, ich muss Tage vollkriegen und ich muss Stunden vollkriegen. Da geht es nicht immer danach, wo du gerne hin möchtest, sondern das, was gerade in deinen Plan passt, was Stunden bringt und was Tage bringt.

00:44:13Speaker 2 Dann kannst du mit I'm Kollegen zusammen requesten, dass man sich die gleiche Tour wünscht, damit man zusammen fliegen kann, das wäre schön, das ist toll, and Ich persönlich, beziehungsweise alle Schuttler werden das kennen. Die, die nicht in Frankfurt wohnen, requesten natürlich auch noch Schuttlerfreundlichkeit. Wie kann ich gut anreisen? Du kommst vom Dienst in Frankfurt an und kannst nicht nach Hause fliegen, weil du den letzten Flieger verpasst hast und musst noch eine Nacht dranhängen in Frankfurt.

00:44:47Speaker 2 Das ist das Schlimmste. Dann komme ich lieber einen Tag vorher angereist. Übernachte in meinem sogenannten WG-Zimmer, in dem Standby-Zimmer, das ich habe, mit Kollegen zusammen, das teilt man sich, damit die Kosten einigermaßen überschaubar bleiben. Und fliege am letzten Tag, wenn der Dienst zu Ende ist, auch nach Hause. Weil das ist schlimm, wenn du dennoch einen Tag dranhängen musst und da bleiben musst und nicht nach Hause kommst. Und das sind natürlich auch Kriterien zum Requesten.

Speaker 1 Da musst du auch gucken.

Speaker 2 Passt die Tour, passt sie nicht, komme ich rechtzeitig genug wieder in Frankfurt an, damit ich noch nach Hause fliegen kann.

00:45:19Speaker 1 Ja, ja, genau. Aber diese Probleme gab es ja vor, sozusagen auch schon, ne? Oder wird es jetzt Ich habe das Gefühl, es ist jetzt mehr. Es ist einfach elektronisch optimierter, der Plan.

Speaker 2 Man kann schneller gucken, aber heute ist es auch einfacher, dass dich Jemand rauskickt. Früher hast du deinen Wunsch abgegeben und das ging in die Planung ein und die Planung hat versucht, die Wünsche zu erfüllen. Das funktionierte meistens auch. Heute hat ja jeder Zugriff auf dieses Request-System. Und ich kann zum Beispiel, wenn ich länger fliege als jemand anderes, denjenigen aus einer Natur rausschmeißen, die er sich gewünscht hat.

00:45:53Speaker 2 Das heißt, der muss der wieder von vorne requesten. Und meistens requestest du dir deinen Plan so, dass er passt, von den Tagen, von den Stunden und auch von den Freizeitmodellen, die daran hängen, von deiner Ruhezeit, die dir zusteht. Wenn du jetzt aus einer Tour rausfliegst, dann passt der ganze Rattenschwanz nicht mehr, dann passt die Ruhezeit nicht mehr, dann passen die anderen Stunden nicht mehr und du fängst wieder von vorne an. Was das Ganze sehr viel umständlicher macht und du verbringst wirklich sehr viel Zeit. damit, deinen Monat zu gestalten und zu planen. Und es kann sein, dass fünf Minuten vor Request-Schluss noch einer um die Ecke kommt, der sich das anders überlegt und dich nochmal rausschmeißt aus irgendwas.

00:46:28Speaker 2 Und das ist doof, das gab es früher nicht. Du hast dir gesagt, das ist abgegeben und die Planung hat möglichst versucht, alles unter einen Hut zu kriegen, da konnte ja auch keiner mehr rausschmeißen. Und das ist heute ein bisschen schwieriger geworden. Und es gibt Kollegen, die requesten gar nicht mehr, weil sie sagen, ich habe so eine schlechte Seniorität, ich bin die Jüngste, ich bin irgendwie der Letzte hier in der Kette. Ich warte, bis alle anderen requestet haben. Und wenn denn die nächste Phase aufgeht, es gibt zwei Request-Phasen. Die erste, wo die Hauptwünsche möglichst erfüllt werden oder versucht werden, durchzukommen.

00:47:00Speaker 2 Und die zweite Phase. Und die requesten erst in der zweiten Phase und gucken dann, was übrig bleibt. Also alles andere hat keinen Zweck, die werden eh rausgeschmissen. Und so machen das die jungen Kollegen meistens. Dass sie sich nur ihre freien Tage wünschen, die sind meistens auch sicher. Und alles andere drumherum müssen sie dann halt gucken, was nachher noch am Ende übrig bleibt.

Speaker 1 Genau, wir haben ja wie gesagt in diesen alten Unterlagen da rumgeblättert eben gerade und dann haben wir auch noch, hier habe ich ja aufgeschrieben, viel Feedback für Flugbegleiter oder irgendwie sowas. Ja, gab es ja, ich weiß nicht, vielleicht, wenn sich einer ändernte, dass gelegentlich, es macht ja immer noch diese Surveys, dass Firmen anrufen oder

00:47:37Speaker 1 Nachher kannst du mir für den Einkauf bei Amazon ein Sternchen vergeben oder was? Diesen Quatsch, ne? Irgendwann, das ist ja irgendwie absurd, wie oft wie. Viel, das gemacht wird. Und das gab es natürlich auch bei uns an Bord. Da wurden dann so, dieser Flug wurde für Passagierbefragung ausgewählt. Das habt ihr auch mal gerne verteilt.

Speaker 2 Wir haben es gehasst. Wir haben es gehasst. Erstmal war das Mehrarbeit für uns. Wir mussten nochmal durchgehen mit diesen Fragebögen und die Leute wollten die nicht. Die Leute hatten keine Lust, uns was zu schreiben.

00:48:07Speaker 2 Weil die wollten schlafen, die wollten arbeiten, die wollten sich ausruhen und die hatten keine Lust, irgendwas auszufüllen. Und es nimmt auch keiner mit von Bord und macht es nachträglich hinterher.

Speaker 1 Und sie hat auch meistens keinen Stift.

Speaker 2 Nee, und meistens hatten sie auch keinen Stift und dann bist du im Hängegangen und dann hast du genau gesehen. Sie sahen, dass du mit diesem Fragebogen auf sie zukommst und dann waren sie gerade eingeschlafen. Sie taten alle so, als würden sie schlafen. Und deshalb fanden wir das so doof, weil wir mussten diese Bögen verteilen, aber die Leute wollten sie nicht haben. Die Leute wollten sich die Mühe nicht machen, die Arbeit nicht machen.

00:48:39Speaker 2 Und wie gesagt, das war alles handschriftlich, heutzutage hast du so, uh nur noch zum Anklicken, ne? Fanden sie gut, ja, nein, oder f 5 von 5 oder 1 von 5 oder wie auch immer brauchst du nur noch anklicken. Damals musstest du richtig Text schreiben und das war denen meistens so umständlich. Das wollten sie nicht.

Speaker 1 Da hatten sie keine Lust zu. Aber erstmal Hand auf Herz, wenn denn diese Zettelchen, die wurden ja wieder zugeklebt, mit so Einweckkleber, habt ihr sie denn so zugeklebt gelassen und dann abgegeben oder habt ihr sie mal

00:49:09Speaker 2 Also, wir haben sie grundsätzlich zugeklebt gelassen. Wenn jetzt ein Gast besonders auffällig war, sowohl in die positive Richtung als auch in die negative Richtung. Es gibt ja heute immer noch Gäste, die steigen ein und bevor sie guten Tag sagen, fangen sie ja schon an, sich zu beschweren und finden alles doof. Und alles ätzend. Und da haben wir natürlich mal reingeguckt. Da wollten wir mal gucken. Natürlich. Da haben wir ganz vorsichtig. Es gab so Mittel und Wege, wie du ohne diesen Umschlag zu zerstören, ihn öffnen konntest.

00:49:39Speaker 2 Das war ein bisschen kompliziert, aber man hat ja seine. So eine Methoden entwickelt. Und da haben wir schon mal reingelinst, was denn da drin stand. Einfach nur so für uns zur Info, weil du warst ja nicht immer so ganz sicher, ob du dieses Feedback auch wirklich bekommst als Crew oder nicht. Und deshalb wollten wir mal gucken, was da drin steht. Aber grundsätzlich haben wir sie zugelassen, weil es wäre zu umständlich gewesen, die alle zu öffnen. Hatten wir gar keine Zeit für und wir haben sie auch gleich an der nächsten Station wieder abgegeben müssen. Wir haben sie jetzt nicht den ganzen Tag mitgenommen und abends erst irgendwo eingeworfen, sondern es wurde gleich dem RAM-Agenten übergeben.

00:50:11Speaker 2 Das ist derjenige, der den Flieger annimmt und der für diesen Für die Organisation sorgt, dass das Gepäck verladen wird, dass die Gäste pünktlich kommen, dass der Tanker bereitsteht, dass Catering vor Ort ist und so weiter.

Speaker 1 Aber bekamst du denn Feedback auch zurück damals noch?

Speaker 2 Ja, damals ja. Damals bekam man Feedback noch zurück. Wir hatten damals sogenannte Postfächer. Das heißt, jeder hatte, das waren so Schränke mit diesen Hängeordnern, und in diesen Hängeordnern hast du deine Dienstpläne gekriegt in Papierform

00:50:42Speaker 2 Heute ist ja alles digital. Da hast du irgendwelche Änderungen bekommen, wenn es um sicherheitsrelevante Dinge ging, um Service-Änderungen, egal worum es ging, das hast du alles in dieses Postfach bekommen. Und du hast die Feedbacks auch fotokopiert bekommen, die positiven. Und auch in das Postfach verteilt bekommen. Die negativen Feedbacks, da hast du meistens so eine Art Laufzettel bekommen. Da stand dann draußen so, melde dich mal im Büro. Und da wusstest du, oh Gott, das ist bestimmt irgendwas Negatives. Und da haben sich dann die Leute beschwert über alles Mögliche, weil früher war das noch so: das war auch bekannt, das hat sich rumgesprochen unter den Vielfliegern, dass wenn du dich beschwerst, dann bekommst du einen Präsentkorb nach Hause.

00:51:20Speaker 2 Oder du bekommst ein Kostenlosen Zugang zur Business Class Lounge oder du bekommst einen kostenlosen deutschen Flug zum Beispiel. Und das hat sich rumgesprochen und deshalb wurde sich gerne viel beschwert und zwar ungerechtfertigterweise. Ich wurde mal ins Büro gerufen. Da hatte sich ein Gast beschwert darüber, dass die Kollegin sich nicht für den Müll bedankt hat. Die ist durch den Flieger gegangen, hat den Müll eingesammelt und hat zum Gast nicht Danke gesagt, als er ihr den angereicht hat. Darüber haben die sich beschwert, zum Beispiel. Über mich hat sich mal einer beschwert, ein Hon und das hat mich schon ein bisschen getroffen, muss ich sagen, weil das fand ich gemein, das war nicht gerechtfertigt.

00:51:55Speaker 2 Der hat sich darüber beschwert, dass ich als Parser ihm nicht persönlich den Mantel abgenommen und aufgehängt habe, sondern das hat nur die ordinäre Flugbegleiterin gemacht Und dafür musste ich mich tatsächlich rechtfertigen. Ich musste ins Büro und musste mich dafür rechtfertigen, warum ich unserem Statuskunden nicht persönlich das Schakett abgenommen habe. Warum die Kollegin das machen musste. So solche Sachen, ne? Und das hat sich auch geändert mittlerweile, ne?

Speaker 1 Ja, du kriegst mich gar nichts mehr Nee, genau, feder, fehlt bloß gar nichts und dein persönlichen Punkteständchen.

00:52:26Speaker 2 Hängt da wieder selber auf.

Speaker 1 Also ich habe ja, wie gesagt, wir haben hier von meiner Frau, ich habe ja extra so einen Zettel hier raufgeholt, da sind hier die Antworten, da bekam man dann die persönlichen. . . Schreiben drinnen, die wurden dann auch mit Vorworten von der Abteilung damals noch hier gerade. Und interessanterweise gibt es hier bei meiner Frau auch eins da gab es wohl irgendwie einen Vorfall, dass ein ja, darf man natürlich nicht so sagen, aber früher war das auch noch, Abschiebung eines kamerunischen Staatsangehörigen. Mit Name, hier steht der Name drin, die Kume hieß.

00:52:59Speaker 1 Das war 1990. Vom Grenzschutzamt der Frankfurt. Der Leiter hat sich bedankt. an den damals Chefkapitän geschrieben, Herr Flugkapitän Salze, Robert Salze war der Flugbetriebsleiter damals, 1990, Und mit Name, namentlich an den Kapitän, der das vergleicht, und das wurde an die gesamte Crew weitergeleitet, dieses Dankeschreiben, ne? Irgendwie sowas. Ja, also ein Papieraufwart. Polizeioberrat im BGS hat sich bedankt. Ich weiß nicht, was aber Kamerun, ich weiß gar nicht, das ist immer wo wir auch noch überall hingeflogen.

00:53:29Speaker 1 Kamerun war ist Gibt es das überhaupt noch Kamerun?

Speaker 2 Nein.

Speaker 1 Das heißt mittlerweile ganz anders, ne?

Speaker 2 Weiß ich nicht, ist nicht so meine Richtung.

Speaker 1 Nein, nein.

Speaker 2 Ich bin ja meistens in Südamerika unterwegs.

Speaker 1 Ja, ja. Genau, ich glaube, das Kamerun, Kamerun, hieß es dann irgendwann sehr ihr oder was? Nee, war das das? Nee, das war. Ist egal. Manche Staaten haben ja da ihren Namen da irgendwie geändert. Ja, ja, genau, genau. Und dieser Feedback-Prunk, das hört er irgendwann, hört er das auf.

Speaker 2 Ja. Kurz nach 2000er war das vorbei.

00:54:00Speaker 2 Das war zu viel Aufwand, die ganzen Bögen auszuwerten, durchzulesen und so weiter. Da haben sie auch Arbeitsplätze eingespart. Das gibt es. Nicht mehr. Du kannst vor heute immer noch Feedback abgeben über die App, aber das kommt eigentlich nicht. Bei der Crew kommt es nicht mehr an, weil es gibt niemanden mehr, der sich darum kümmert, das weiterzuleiten.

Speaker 1 Also wobei, ich könnte mir vorstellen, jetzt mal aus Computer Nerd Sicht gesagt, dadurch geben vielleicht eventuell mehr Leute Feedback ab.

00:54:31Speaker 1 Und wenn du diese Schädchenpunkte analysierst, dann kannst du da relativ genau das Lagebild extrem.

Speaker 2 Das ist faul, kennt man ja von sich selber auch. Wenn ich so einen Fragebogen ausfüllen muss, dann ist es einfacher, einfach nur die Sterne anzuklicken, 1 bis 5, als dann noch einen Kommentar hinzuzufügen. Es sei denn, du bist wirklich super begeistert von irgendetwas oder etwas war richtig, richtig scheiße. Schlecht. Denn schreibst du vielleicht nochmal einen oder zwei Zeiler dazu, aber ansonsten klickst du die Sterne an und schickst das weg, fertig.

Speaker 1 Ja, klar. Ich glaube, jetzt gerade der Passwort bekommen. Welte.

00:55:01Speaker 1 Runter oder irgendwie sowas. Genau, also wie das, ja, Leute, bist du durch. Hast du auch noch so eine schicke Urkunde bekommen?

Speaker 2 Ja, die haben noch.

Speaker 1 Ja, die habe ich auch noch. Aha, okay. Gut. Wunderbar, sehr schön.

Speaker 2 Begleiterlehrgang und so weiter. Datum stand da drauf. Herzlich willkommen.

Speaker 1 Herrlich.

Speaker 2 Erfolgreich abgeschlossen.

Speaker 1 Super. Ja, ja, aber ich werde ein Bild jetzt nochmal reinposten. Da ist ja natürlich auch früher wurde. war der ganze Service komplett anders, wurde gerade in der ersten Klasse, du warst ja auch, wurde, wie du sagst, wurde das Rossbrief noch angeschnitten und da gibt es

00:55:34Speaker 1 Wir haben da in Schulungsunterlagen gesehen, da hast du auch noch geschnappt, was da eigentlich noch alles war.

Speaker 2 Das habe ich alles gar nicht gemacht.

Speaker 1 Ja, aber du sieh braucht es halt auch. Also da haben sie das. Wie lange dauert denn die Ausbildung immer noch? Aber ich glaube, der Zeitraum ist der gleiche.

Speaker 2 Der Zeitraum ist nur ganz kurz, vier bis sechs Wochen. Deshalb gilt der Beruf oder der Job als Flugbegleiter auch nur als Job und nicht als Beruf. Das heißt, wenn wir uns heute arbeitslos melden würden, dann gelten wir beim Arbeitsamt als ungelernt. Das ist kein anerkannter Ausbildungsberuf in dem Sinne, weil du keine ein, zwei, drei Jahre eine Ausbildung machst wie in anderen Berufen oder ein Studium absolvieren musst, sondern das ist wirklich nur so eine Schulung.

00:56:10Speaker 2 Über sechs Wochen war das, glaube ich, bei mir, und deshalb ist es im Grunde genommen nur ein Job und kein richtiger Beruf in dem Sinne

Speaker 1 Naja, also meine Frau, als sie jetzt aufgehört hat, war ja, ging auch die Diskussion, gehst du zum Arbeitshandel, muss nicht an, weil wegen Versorgung entstehen Rennenkasse, bla bla blub. Und die hörten nur was, sie kommen aus dem Service und die waren gleich und haben sie bedonnert mit einem, weil das war natürlich gesucht werden und am Ende haben wir es dann gelassen, weil das irgendwie extrem nervig war. Aber ich glaube, der letzte Stand übrigens, den ich habe, zum Cockpit, das ist auch kein Beruf.

00:56:42Speaker 1 Nebenbei. gesagt. Ach. Also der letzte Stand, lieber Hörer, korrigiert mich, aber offiziell gemäß, keine Ahnung, gibt es ja irgendwie so, was sind Berufe? Und das ist kein, glaube ich, kein Ach, das hat jetzt nicht gedacht.

Speaker 2 Weil ihr ja viel länger braucht. Die Ausbildung dauert ja lange bei euch und ihr zahlt ja auch, ne?

Speaker 1 Ja. Und ihr müsst ja auch bezahlen, anteilig. Aber ich glaube, das ist es immer noch kein Ach, was jetzt habe ich wieder meinen Faden verloren.

00:57:13Speaker 2 Du hast einen Faden verloren. Vielleicht können wir da einhaken auf die Frage von Jens nochmal, was ich den Leuten raten würde, die heute diesen Job machen möchten. Da können wir nämlich gut die Brücke schlagen. Ich würde allen raten, auf jeden Fall eine Ausbildung zu machen. Entweder das Studium abzuschließen oder eine Ausbildung abzuschließen oder irgendetwas, was man in der Hand hat. Wenn man nach ein paar Jahren nicht mehr fliegen möchte, dass man auf jeden Fall was hat. Weil, wie gesagt, es gilt nur als Job, nicht als Beruf. Und ich glaube, heutzutage kannst du in dem Job auch nicht mehr alt werden, so wie wir.

00:57:46Speaker 2 Du kannst in dem Job nicht mehr in Rente gehen. Es ist auf jeden Fall schwieriger geworden als jetzt bei uns, beispielsweise. Ich wollte nur sagen, ich rate jedem, das auszuprobieren und das zu machen, weil das ist die beste und einfachste und günstigste Art und Weise, die Welt kennenzulernen, ein bisschen zu reisen, sich ein bisschen umzugucken. Aber wenn du nachher ein geordnetes, geregeltes Leben haben möchtest, mit Familie, mit Kindern, mit was auch immer, dann würde ich das machen in jungen Jahren, aber wie gesagt, nicht ohne irgendwas in der Hand zu haben.

00:58:21Speaker 2 Haben, ein Studium, ein abgeschlossenes Studium, eine Ausbildung.

Speaker 1 Also wenn einem das stört, ich meine, es gibt viele Die Firma ist ja, oder ich weiß, also das sollte sie alle immer noch sein, oder ich weiß nicht, also jemals unsere gemeinsame Firma. Du hast natürlich deine Dreijährige Elternzeit und sowas, die du haben kannst, wenn du die hast. Das hast du.

Speaker 2 Du kannst auch Teilzeitmodelle. Es gibt ganz viele Teilzeit, verschiedene Teilzeitmodelle.

Speaker 1 Die Firma hängt noch an vieles Jahr Elternzeiten dran, glaube ich. Ist es immer noch so? Kannst du machen?

00:58:52Speaker 1 Ich glaube ja. Und es gibt Kollegen, die natürlich eine große Familie haben wollen und drei Kinder haben und das im Abstand von zwei Jahren. könnt ihr euch ausrechnen, wie offen, wie lange man da raus ist. Und dann kommt man wieder rein, sofern das alles so funktioniert. Also Familie ist jetzt nicht im Grunde nicht, wenn man, also das wollte ich noch reinbringen, wenn du wenn du eine Familie wirklich haben möchtest und gründen möchtest, das ist kein Grund zu sagen, ich gehe jetzt nicht zur Flieherei. Nein, das nicht.

Speaker 2 Aber wie gesagt, es ist halt sehr viel Organisation und es ist sehr viel schwieriger, als wenn du ein geregeltes Leben hast.

00:59:22Speaker 2 Als wenn du jedes Wochenende frei hast und jeden Abend zu Hause bist. Das haben wir natürlich nicht. Du bist dann mal vier, fünf Tage, sechs Tage mal am Stück unterwegs und weg von zu Hause. Und das ist eine wahnsinnige Organisation und Aufwand und da brauchst du schon einen guten Background. Du brauchst einen Partner, du brauchst Familie, du brauchst Tagesmutter, Nanny, was auch immer. Das ist sehr viel aufwendiger und schwieriger, als wenn du, wie gesagt, einer geregelten Tätigkeit nachgehst.

Speaker 1 so viele von den Flugbegleitungen am Ende so eine Art Shuttle machen, also nicht an ihrem Einsatzort wohnen und dann halt teilweise hunderte Kilometer entfernt, was man auch nicht mit Flugzeug nicht machen kann oder irgendwie sowas.

01:00:03Speaker 1 halt leben, damit sie halt Familie, weil da die Eltern sind oder der Partner oder irgendwas, damit man, damit man da Familie oder irgendwas auf die Kette noch kriegt, wie man das macht. Gehaltstechnisch, Jens, die Frage, ich kann nur, hat er nicht gestellt, aber die können wir ja einfach mit rausmachen, das ist ja auch wichtig irgendwie. Ich glaube, meine Frau hat ja ganz zum Schluss, weil sie hat ja auch gut geheiratet, hat sie eine. Hat sie das? Ja, hat sie. Ja, weil ich mag sie immer noch sehr gerne und all sowas. Nee, wirklich.

01:00:34Speaker 1 Dass sie ganz am Fluss ja nur noch, lassen wir lügen, jetzt 49 oder 51 Prozent oder irgendwas gearbeitet hat. Und es gibt noch wenigere Teilzeiten. Gibt es ja auch noch.

Speaker 2 Es gibt ja Leute, die Teilzeiten.

Speaker 1 25 Prozent oder irgendwie sowas. dass sie trotzdem am Ende genau das Gleiche bekommen hat als eine Kollegin, die jetzt, die jetzt schon zwei, drei Jahre fliegt. Weil die Gehälter sukzessive runtergegangen sind.

Speaker 2 Definitiv.

Speaker 1 Ich weiß gar nicht, die Endstufen gibt es die noch so wieder.

Speaker 2 Es gibt noch Endstufen, selbstverständlich. Naja, es ist alles komplizierter geworden.

01:01:06Speaker 2 Du hast früher, wenn du im Gehalt gesteigert werden wolltest, musstest du bestimmte, das nannte sich Qualle, Seminare, Qualifikationsseminare besuchen. Und das waren dann meistens so Seminare. Wirtschaftsseminare oder auch, weiß ich noch. Ja, es gab ein Weinseminar, aber das war immer ausgebucht.

Speaker 1 Meine Frau ist gekriegt.

Speaker 2 Was tolles, aber das meiste war sehr trocken. Oder du hast so Seminare gemacht, die wirklich ganz explizit firmenpolitisch was zu tun hatten: interkulturelle Kommunikation, andere Länder, andere Sitten.

01:01:41Speaker 2 Wirtschaftsseminare, Psychologieseminare, die dir aber nichts gebracht haben im Grunde genommen. Also es war so ein Pseudoseminar, damit du im Gehalt gesteigert werden konntest. Das hast du in deiner Freizeit absolviert. Das waren zehn freie Tage im Jahr, die du dafür aufbringen musstest.

Speaker 1 Aus deinen freien Tagen.

Speaker 2 Freie Tage. Nicht von der Firma geschrieben. Nein, keine Arbeitstage, sondern Freizeit. In meiner Freizeit zehn Tage im Jahr, sonst wäre ich in der gleichen Gehaltsstufe geblieben. Mittlerweile nennt es sich SMP, Service Management für ich weiß nicht was.

01:02:20Speaker 2 Das ist wie so ein Ministudium, wie so ein Fernstudium, was du vor der Handelskammer auch abschließen musst. Wo du eine Prüfung ablegen musst. Und erst dann kannst du nach vier Jahren Firmenzugehörigkeit dann das erste Mal gesteigert werden in deinem Gehalt. Und erst wenn du das abgeschlossen hast, hast du auch die Möglichkeit, irgendwann mal deinen Parser zu machen. Das war bei uns nicht so. Du hast für die Pörser-Werdung zwar auch Voraussetzungen mitbringen müssen, du musst auf jeden Fall eine zweite Fremdsprache sprechen, außer Englisch.

01:02:50Speaker 2 Du musst eine englische Präsentation machen über zehn Themen Die vorgegeben waren, von denen du aber nicht wusstest, welches dran kommt. Das heißt, du musstest dich auf alle zehn Themen vorbereiten und das auf Englisch. Du musstest ein psychologisches Gespräch über dich ergehen lassen, die sogenannte EU-Eignungsuntersuchung. Du musstest dann einen Englischtest machen nochmal, du musstest logisches Denken und Rechtschreibung und halt wie so ein normales

01:03:20Speaker 2 Testverfahren. Das war den ganzen Tag. Den ganzen Tag ging das. Und da musstest du auch bestimmte Seminare besucht haben, um für die Pörser-Werdung, das gibt es heute nicht mehr. Du brauchst also nicht mehr zwingend die zweite Fremdsprache, sondern kannst das mit irgendwelchen Seminaren auffüllen. Da sind die Bedingungen schon etwas anders geworden. Du brauchst auch diese englische Präsentation nicht mehr zu machen. Da wird über andere Dinge gesprochen, was ist gerade aktuell in der Firma. So solche Sachen.

01:03:50Speaker 2 Also es hat sich schon ein bisschen geändert.

Speaker 1 Aber das muss ich nochmal nachhaken. Das heißt, wenn ich jetzt als Flugbegleiterin oder da irgendwas anfangen würde, bekomme ich nach vier Jahren noch exakt genau das gleiche Gehalt. Oder keine Steige. Weil ich frage mir deshalb, das ist möglicherweise in anderen Berufen völlig normal.

Speaker 2 Ja.

Speaker 1 Nur ich habe es in Erinnerung, dass es halt früher nicht so war. Deswegen frage ich nur noch.

Speaker 2 Früher wurdest du jährlich gesteigert. Da hast du automatisch irgendwie im Verhältnis zu deinem Gehalt prozentual eine kleine Steigerung bekommen.

01:04:20Speaker 1 Genau, nicht unbedingt die essen zwei Jahre, aber es ging so nach dem dritten Jahr, ging es dann so langsam alle zwei Jahre zumindest irgendwie weiter.

Speaker 2 Weil sie halt ausschließen wollten, die Leute die. . Die nur ein, zwei Jahre fliegen wollten, wie ich am Anfang ja auch. Wenn die denn gehen, dass die nicht so und wer länger geblieben ist, da wusste man, okay, die bleiben länger, die Identifizieren sich mit dem Unternehmen, die wollen auch weiterkommen bei uns im Unternehmen und da wurde dann langsam angefangen zu steigern, auch für die Rente denn die Übergangsversorgung dann angelegt und so weiter. Und ich glaube, heute kriegst du erst nach vier Jahren die erste Steigerung, auch nur wenn du diesen Nachweis erbracht hast und diesen Abschluss gemacht hast.

01:04:59Speaker 1 Ja, und der auch im freien Tag natürlich irgendwie immer noch

Speaker 2 Nee, ich glaube, dafür kriegst du sogar Tage geblockt, weil das ja Bedingungen ist, das musst du machen. Und das ist aufwendiger als so ein Qualleseminar. Das dauert länger als diese zehn Tage, die du in deiner Freizeit absolvieren musstest, früher. Und deshalb wirst du dafür freigestellt von der Firma. Das wird ja eingeplant in deinen Dienstplan. Und die Kollegen fliegen ja sowieso alle am Anfang nur so eine Teilzeit, also saisonal. Im Sommer rocken die richtig die Dienstpläne runter, da sind die bei 90 Stunden.

01:05:30Speaker 2 Und im Winter haben sie dann immer den halben Monat ungefähr frei. Okay. Äh, zwangsweise, das können Sie sich nicht aussuchen, das ist so. Die werden dann halt dann eingesetzt, wenn Bedarf ist, und wenn weniger Bedarf ist Fliegen Sie halt nicht und verdienen denn auch entsprechend weniger.

Speaker 1 Das sind aber FAZ-Kollegen oder was sind das?

Speaker 2 Nein, das sind die SMK-Lares. Achso, das ist ja auch. Das machte sich SMK. Ist die Abkürzung für die neuen Kollegen? Das nannte sie, ich weiß jetzt nicht, was das ausgesprochen ist. Und diese SMKler mussten den SMP machen, das ist dieses Kurzstudium, was ich dir gesagt habe, diesen Abschluss, um denn nach vier Jahren gesteigert zu werden.

01:06:05Speaker 1 Und dann wurden sie auch Normale Flugbegleiter, sagen wir mal.

Speaker 2 Ja, jetzt haben sie das wieder nach Corona gab es eine neue Verhandlungen. Und dieses SMK-Modell gibt es nicht mehr. Da hängen ja viele in dieser Warteschleife drin. Es haben sich ja auch Kollegen beworben, die schon etwas älter sind. Und die sitzen natürlich auf glühenden Kohlen. Die müssen ein bisschen mehr Geld verdienen oder die.

Speaker 1 Sie wollen auch irgendwas in die Rittenkasse irgendwann einzahlen.

01:06:35Speaker 2 So läuft es Heute?

Speaker 1 Gibt es die FAZ noch? Flugbegleiter auf? Nein, die gibt es nicht mehr. Achso, okay, gut. Das gibt es nicht mehr. Ja, es gab so viele unterschiedliche Dinge. Ja, richtig. Interessanterweise, ich habe eine Schule gemacht auf einer etwas größeren Cessna, wo so hinten. . fast 18 Leute hätten sich reinsetzen können. Und die dann eine große Luke aufmachen, obwohl die dann rauf springen aus dem Flugzeug.

Speaker 2 Oh Gott.

01:07:05Speaker 1 Falsch, ne? Schweitschen Sprenger. Habe ich noch nicht gemacht, aber wie gesagt, ich habe da angefangen, da so in die Richtung mal so ein Flugzeug wieder zu fliegen, weil das halt ein Flugzeug ist mit Wumms 8 oder PS oder nicht. Ja, ja, genau. Ich fühle mich wieder groß. Na, auf jeden Fall. Und derjenige, wo ich da arbeiten werde, der hat ein richtiges AOC für sein Flugzeug. So ein Airline Operational Certificate. Das hängt mit der Maschine zusammen, weil sie Für die Kenner unter euch, weil sie irgendwie da registriert hat, drin war in so einer Operation, für irgendeine Mini-Transport Airline und der wollte sie da nicht rausnehmen, weil das hat irgendwie zwar Nachteile, viel Aufwand, aber auch Vorteile.

01:07:42Speaker 1 Und dadurch, dass ich bei diesem AOEC jetzt da reinkomme als Crew, hatte mir gesagt, sag mal, erzähl mir doch mal, welche Schulungen hast du denn so gehabt. Und dann habe ich, Gott sei Dank, ich hatte einen alten Datensatz von mir aufgezogen, bevor ich rausge rausgegangen bin. Ich komme nirgends mehr ran. Du kriegst nichts mehr jetzt. Was hast du nicht vor, also alle Kollegen, die irgendwie mal demnächst aufhören. Holt euch alles raus, was er an Datensätzen da irgendwie hat. Oder lasst euch das alles geben mit Zertifikat, mit QR-Code drauf und also was Zertifikatnummer. Also, ich hatte gesagt. Wann war denn dann die letzte Dangerous Good-Schulung?

01:08:13Speaker 1 Wann war man eine letzte CRM-Schulung, Co-Resource Management? Wann war die letzte Schulung für Handlung in unsicheren Verfahren? Wann war die letzte Schulung in Erste Hilfe? Wann war die letzte Schlung? Das halte ich fest mit Überseeübung, also mit Notwasserung.

Speaker 2 Mit Notwasserung und hier im Boot und hat er mich eigentlich gefragt.

Speaker 1 Das war geil. Und Gott sei Dank, ich konnte ihm das alle zu Daten geben. Ich habe gesagt, ja, also meine Seenotübung. Die wir da in diesem riesen Planschbecken, das hast du mal gemacht, Alter.

Speaker 2 Ja, natürlich habe ich das gemacht.

01:08:43Speaker 2 Ich war die, die mit der aufgeblasenden Schwimmweste vom Wasser nicht zurückgekommen ins Schlauchboot, weil diese Schwimmweste dein Kopf Und wenn du mit so hochgehobenem Kopf versuchst, in ein Schlauchboot einzusteigen, keine Chance. Ich hing da wie Wie so eine Kegelrobbe ging ich an diesem Boot und kam nicht mehr rein.

Speaker 1 Aber du hast es geschafft. Da haben dir geholfen.

Speaker 2 Ich hab's geschafft, sonst. Da hätte ich ja nicht fliegen dürfen.

Speaker 1 Achso, okay.

Speaker 2 Irgendwie musste ich da hoch, egal wie.

Speaker 1 Naja, auf jeden Fall. Das war ich mit 92.

01:09:13Speaker 1 Das konnte ich ihm zeigen. Er sagte, ist gut, das passt. Aber alle anderen Schulungen, die waren. Teilweise zu alt, zu lange her. Erste Hilfe zum Beispiel, hat derjenige sich gewundert, wieso habt ihr das nur? Das musst du haben. Warum habe ich das nicht gehabt? Und ich sage, naja, wahrscheinlich, weil die Firma sich nicht rausreden konnte, sondern Begründet nachweisung bitte, dass das Cockpit keinen Passagierkontakt hat. Cockpit nicht, Cockpit nur, wenn es das Muster wechselt. Und das war meine letzte Umschulung 2015.

01:09:43Speaker 1 Ich war drin in dem Datensatz und so und sagte, nee, kann ich nicht gebrauchen, mein Dangerous Goods kann ich nicht gebrauchen. Weil da hat er wohl nachgefragt, die Dangerous Goods Und Emergency Equipment Schulung ist so speziell auf das Equipment dort ausgelegt, dass es nicht keine allgemeingültigkeit ist. Ach. Also ich kann die Schulung, die ich dort gemacht habe, muss ich habe jetzt so.

Speaker 2 Ich muss alles neu machen.

Speaker 1 Sagt die Lucy noch was? Die Luftsicherheitsschulung? Diese Tatte, die da Dreistpannt, die ja immer derrangierter aussieht, je länger sie dazukommen.

01:10:17Speaker 2 Das war ganz schlimm.

Speaker 1 Die haben ja mittlerweile ersetzt, aber ich habe das Verhabt schon mal erzählt in so einem Vortrag. Diese Frau in der ersten Schulung. Die fing an, hast sie ihr zugehört und sah sie noch ganz gut aus, alles so gefällt. Und im Laufe der Stunden später später konnte dann auch nicht mehr sah die Augenbrenner aus und hingere Rede in den Seil und das war so richtig. Die hat mitgelitten mit uns. Naja, auf jeden Fall. Für euch Leute, ich muss auch die Schulung also teilweise dann nochmal so nachbringen. Tja, Jens. Ansonsten, ich kann ja noch ein paar Bilder reinposten von irgendwelchen Unterlagen hier von dir.

01:10:52Speaker 1 Hast du noch irgendwas Sachen? Nee, du hast ja nicht. Stimmt, aber ich schicke dir das mal.

Speaker 2 Ich muss mal gucken, ob ich noch was finde, dann fotografiere ich das ab und schicke dir das.

Speaker 1 So, wir haben ja noch weitere Fragen. Wollen wir weitermachen? Genau, wir machen weiter. Pass auf, ich drücke mal hier auf den Knopf und da ist es. Und zwar von Happy Avocado. Ja. Ist das eigentlich vielleicht Vegetarier? Happy Avocado hat geschrieben: wie schafft man es? Innerhalb von kürzester Zeit Briefing Weg zum Flugzeug ein Team zu formen, das dann sofort gut zusammenarbeiten muss?

01:11:23Speaker 2 Das ist eine gute Frage. Also, wir haben ja alle die gleiche Ausbildung genossen. Wir sind alle auf demselben Stand. Sowohl was Emergency angeht und Erste Hilfe, als auch den Service. Das heißt, wir wissen im Grunde genommen, wenn wir an Bord kommen, alle, was wir zu tun haben. Jetzt muss das zwischenmenschliche Stimmen und dafür gibt es das Briefing, nicht nur die Flugvorbereitung, zu sagen, wie viele Passagiere sind gebucht, in welcher Klasse, was gibt es heute, was bieten wir an, gibt es. was warmes zu essen, gibt es was Kaltes zu essen und so weiter. Fliegen wir über Wasser?

01:11:53Speaker 2 Da fragst du halt ab, wie funktioniert das mit der Notwasserung? Wie funktioniert, wo findet ihr eure Schwimmwesten? Was für ein Kommando ruft ihr und so weiter Sondern du hast auch als Pörser das in der Hand, einigermaßen ein nettes Ambiente zu schaffen. Du guckst, was habe ich für Kollegen dabei? Sind es junge Kollegen? Brauchen die noch ein bisschen Anleitung? Sind es Ältere, erfahrene Kollegen, die kann nicht laufen, da muss ich nicht so viel vorgeben. Und da versuchst du im Briefing schon dieses Team zu formen und eine nette Atmosphäre, eine nette Stimmung zu schaffen, dass sich jeder wohl fühlt in der Crew.

01:12:29Speaker 2 Und das ist im Grunde genommen dieser kurze Augenblick, dieser kurze Moment und ich finde, es hängt sehr viel vom Pörser ab. Ob der Pörser da jetzt sitzt. Mit einem ernsten Gesicht und ganz strikt jeden Einzelnen zum Beispiel fragt: Sag du mir mal, wo findet man die Schwimmwesten? Sag du mir mal, wo findet man die Feuerlöscher? Sag du mir mal, sondern offen in die Runde. So mache ich das zum Beispiel. Dass ich gleich von Anfang an eine nette Atmosphäre schaffe, dass sich keiner unwohl fühlt, dass keiner Angst haben muss für irgendwas.

01:12:59Speaker 2 Ich sage es auch immer im Briefing. Früher hatten die Leute teilweise wirklich Angst vor diesem Briefing, weil wenn der Pörser strenge Fragen gestellt hat, die du nicht beantworten kannst, kann der Pörser dich in Abstimmung mit dem Kapitän vom Flug absetzen. Dann schicken sie dich nach Hause und rufen jemanden aus dem Bereitschaftsdienst. wenn du nicht fit bist. Sowohl gesundheitlich, körperlich nicht fit als auch beim Emergency, wenn du die Fragen nicht beantworten kannst. Dann kriegst du nochmal eine Alternativfrage, wenn du die auch falsch beantwortest oder dir unsicher bist. Dann schicken die dich gnadenlos nach Hause. Und diese Angst versuche ich den Leuten zu nehmen, indem ich nicht jeden Einzelnen abfrage, sondern indem ich so ein Gruppengespräch, wer kann mir sagen.

01:13:36Speaker 2 wo was gestaut ist, wer kann dies, wer kann jenes. Und ich gebe meiner Crew immer mit, wir sind eine Crew. Das heißt, wir sind ganz viele. Und man kann immer mal irgendwas vergessen oder irgendwas nicht wissen. Und irgendeiner aus der Crew weiß das dann schon. Traut euch zu fragen. Es gibt keine bescheuerten Fragen. Es gibt nur bescheuerte Antworten. Und jeder, wie gesagt, kann mal was vergessen. Oder mal was überlesen in der Revision oder mal was nicht mitgekriegt haben, was sich geändert hat. Dafür sind wir eine Crew und wir helfen und unterstützen uns gegenseitig. Und damit hast du im Grunde genommen schon die Grundlage geschaffen, dass es ein netter Flug wird, dass es ein netter Umlauf wird, das keine Angst haben braucht.

01:14:12Speaker 2 Und so versuche ich, die Crew zu formen und zu einem Team zusammenzukriegen.

Speaker 1 Ja, das ist halt Führungspersönlichkeiten. Das ist halt, das wisst ihr vielleicht wo immer, wenn wer schon verschiedene Arbeiten irgendwo gemacht hat, da gibt es gute Chefs, gibt es schlechte Chefte. Ganz genau. Und die Die in der Lage sind, halt so ein Team zu führen. Grundsätzlich ist natürlich auch so, dass wenn man an Bord kommt, man weiß vor, was man zu tun hat. Also die reine Funktion, dafür hast du natürlich die Schulung gehabt. Also ein FO weiß, er ist FO und sitzt auf der rechten Seite des Flugzeuges und da hat er die Aufgabe.

01:14:44Speaker 1 Und Wenn er ein SFO ist, dann weiß er, wenn er auf dem FO sitzt, dann hat er das zu tun, wenn er auf dem Kapitän setzt, als SFO sitzt, dann hat er diese Funktion und macht diese Handgriffe und so. Und das ist natürlich alles extrem geschoten. Und genauso ist es hinten in der Kapitän.

Speaker 2 In der Kabine genau das gleiche. Class arbeitet, weiß er, wie der Serviceablauf ist. Der weiß, was er zu tun hat. Derjenige, der hinten in der Economy-Class arbeitet, weiß das genauso. Was gibt es erst zu verteilen? wie ist der Serviceablauf und so weiter, darüber spricht man nochmal kurz im Briefing, aber jeder weiß, was er zu tun hat, und das andere ist das Zwischenmenschliche.

01:15:17Speaker 2 Dass man versucht, irgendwie nett miteinander umzugehen. Und na klar hast du mal Cruise dabei, wo die Chemie nicht so stimmt. Aber da musst du auch professionell mit umgehen, weil du denkst ja, okay, das ist jetzt dieser Umlauf oder diese drei, vier, fünf Tage. Danach kriege ich eine neue Crew, eine andere Crew. Dann läuft es vielleicht irgendwie netter, entspannter. Und jeder Pauser ist auch anders. Es gibt welche, die brauchen diese Autorität, indem sie strenge Fragen stellen. Und dann gibt es welche, die wissen, dass sie Autorität haben. Die brauchen keine strengen Fragen stellen. Die versuchen das irgendwie nett miteinander zu formen.

01:15:50Speaker 2 Also, wie gesagt, jeder hat seine eigene Art. Und der eine ist ein bisschen humorig, der andere ist ein bisschen ernster. Jeder macht es auf seine Art und Weise, jeder macht es bestmöglich, denke ich mir. Aber jeder ist da anders.

Speaker 1 Ja, ich habe gerade so ein paar Bilder im Kopf. Also erstmal nochmal habe ich aber gerade so für auch wegen, ich gehe mal wie, ich brech das mal wiederum auf das Technische und zwar das Technische ist ja auch natürlich, dass die Flugzeuge innerhalb des Konzerns wirklich einigermaßen standardisiert sind. Dass du weißt, dass das erste, die Notachse ist immer vorne im Cockpit, das erste Hilfe-Kit ist immer hinten im hintersten Bind, hinten links, wenn ich das so mit so ändern kann.

01:16:27Speaker 1 Also gewisse Sachen sind halt extrem standardisiert. sodass du egal welches Flugzeug du da reinkommst, aus du ein 321, 320 oder 3. 7 oder Jumbo bist, du weißt, diese Blöde Esse-Hilfe-Kit, das ist dort in dem, in dem.

Speaker 2 Immer immer, immer, genau.

Speaker 1 Immer, genau, immer, immer, immer. Und der Brecheisene ist immer dort und dort und dort und sowas. Es ist alles so verteilt. Und das andere ist halt, was obendrauf kommt. Die anderen Bilder, wo du gesagt hat, jede Persönlichkeit anders. Ich hab das schweift jetzt gerade ein bisschen ab. Und zwar, ich habe noch ein Bild, länger hat er, aber gab es.

01:16:58Speaker 1 Probleme mit zwei Russen in der Bisschenklasse oder osteuropäisches Mutter. Und die haben viel getrunken und wurden aufmöpfig und irgendwann. Kam die Pöserett, das war auch eine Reifeldame, Großraum Pöserett, die hatte noch so eine Brille, die man in der Mitte so auseinander machen konnte. So klack mit einem Rollkettchen so runter. Aber war eine tolle Figur, relativ kurzen Rock an und so. Und die machten da Stress. Und die kam einfach an in die Brille, nahm die Abs runter, setzte sich auf die Armlehne von denen und sagte dann, sagt: Was machen wir jetzt?

01:17:29Speaker 1 jetzt hier zwei mit euch, ne? So in Englisch, ne? Und die gucken sie nur so an, sozusagen in den Sitz rein, dass die Frau Ruhe kommt. Oh, Mucks, mal die Stelle, der haben. Die haben nichts mehr gesagt. Die konnte das auch von ihrer Ausstrahlung erinnern. Das war einfach witzig. Die einfach Autorität ausgestrahlt hat. Die wagten da gar nichts.

Speaker 2 Die haben tolle Typen. Wie gesagt, jeder ist unterschiedlich, jeder ist verschieden. Der eine kann es auf die Art besser, der andere auf die andere. Und jeder bringt so seine Persönlichkeit mit rein. und löst die Probleme oder die Dinge auf seine eigene Art und Weise.

01:18:00Speaker 2 Und das ist super, mega.

Speaker 1 Und ich sag mal so, ich kann mich auch erinnern, als ich Kapitän wurde, gab es dann auch nochmal eine Schulung über Maless Es gibt ja tausend Seminare, für allen jede größere Firma bietet das an. Führungskrafteseminare. Wie gehe ich um in Komplex Situation? Wie fasse ich die Leute? Dass ich, wenn ich mit dem ein Gespräch führe, dass ich sie vielleicht anfasse und all so weiter, was ich diese ganze Zeit mache. Echt? So was machst du? War das dir der Tipp, dass du, dass wenn du ihr Verständnis errufen willst, dass du irgendwie an der Hand an der Hand, da gibt es also so

01:18:31Speaker 1 Das sind alte Dinger, also alte Tricks wahrscheinlich. Ich habe es einmal gemacht, der hat da gleich das zurückgemacht. Ja, ich weiß. Das sind halt so Standarddinger, die da irgendwie auftreten. Naja. Aber im Stress von Situationen, wenn es um Konflikte geht und so, also mit Passagiere war das so. Wie gehst du mit Passagieren? Das war ganz spannend. Es gibt halt Seminare dafür. Und das Ansatz, das sind ja auch eine Werkzeuge, die man mit.

Speaker 2 Ja, na klar, definitiv. Die Seminare haben wir abgesucht, aber du hast nie diese Standardlösung bekommen.

01:19:04Speaker 2 In dem Fall machst du das, in dem Fall machst du das, das gibt es eigentlich. Du musst halt gucken, situativ sage ich immer, ne?

Speaker 1 Die ersten 20 Sekunden entscheiden, ob du denjenigen sympathisch findest oder nicht. Und davon geht 80% nonverbal.

Speaker 2 So stimmt.

Speaker 1 Einfach mal lachen lächeln.

Speaker 2 Absolut.

Speaker 1 Ich habe ja noch drei noch weitere Fragen. Haben wir noch Kraft? Ja. Ja, noch nicht. Oder wir können auch einen Pause hier machen minuten.

Speaker 2 An Bord machen ja auch keinen Preuß.

01:19:34Speaker 1 Ich habe mir den Namen leider nicht aufgeschrieben, deswegen von den drei Fragezeichen geschrieben. Es sind auch drei Fragen. Die Frage war, habt ihr ein richtiges EKG an Bord oder ein AED, wie es auch an Flughäfen hängt? Wenn ein richtiges EKG ist, sind die Flugleiterinnen darauf ausgebildet oder ist das nur für das medizinische Personal eventuell an Bord?

Speaker 2 Nein, wir haben einen Defibrillator auf jedem Flieger.

Speaker 1 Das ist dieses AED, was er meint.

Speaker 2 Defi. Und das kannst du anschließen, und das misst auch die Herzströme.

01:20:06Speaker 2 Und wie gesagt, der gibt auch Elektroschocks ab. Wenn du anfängst, jemanden zu reanimieren oder wiederzubeleben, ist das das erste Gerät, was drankommt an den Passagier und alle Flugbegleiter. Sind daran ausgebildet. Es gibt auf der Langstrecke nochmal explizit, dass du auch so ein EKG damit erstellen kannst. Das macht aber nur Eigentlich der P2, also der oberste Parser. Auf der Langstrecke. Der hat eine App dazu auf seinem Gerät und mit dieser App verbindet er das Gerät und dann kann er da die

01:20:38Speaker 2 Dass man da die Daten weitergeben kann.

Speaker 1 Aha, also als EKG.

Speaker 2 Genau, an die medizinische Hotline, beziehungsweise die können es ja nicht, das kannst du ja nicht Übersetzen oder das können wir ja nicht lesen, aber an das medizinische Personal, was den Passagier dann nachher abholt. Entweder da, wo wir, wo wir zwischenlanden müssen, wenn es ganz ernst ist, oder an unserem Zielflughafen, wenn da der Rettungsdienst kommt, der Notarzt und Die Sanitäter, die können das lesen, die können damit was anfangen.

Speaker 1 Er hat ja gefragt, habt ihr ein richtiges EKG im Bord oder ein AED?

01:21:09Speaker 1 Das ist ein automatischer Defilibrator oder irgendwie sowas. Das Ding, ich weiß, das für das.

Speaker 2 Das Ding schließt du an.

Speaker 1 Den schließt du an am Passagier.

Speaker 2 Der sagt dir, was du zu tun hast. Aber Shock advised, don't touch the patient.

Speaker 1 Aber mit Antwort, wenn ich höre, er kann dann aber auch ein EKG ist.

Speaker 2 Ja, er kann er.

Speaker 1 Also vielleicht irgendwie so ein noch ein. Die haben noch ein Upgrade. Ein Abo-Modell vielleicht.

Speaker 2 Die sind auch gerade dabei, die Geräte auszutauschen. Also wir kriegen jetzt neuere, modernere Geräte und da ist das möglich, aber alle Flugbegleiter können diese Defis.

01:21:41Speaker 2 Benutzen und anwenden.

Speaker 1 Ja, okay, cool. So, dann hat er die Frage gestellt, wenn Bär die Hallo, Geschichte von Kollegin erzählt bekommt. Löst ihr es auf, dass ihr es war oder falls ja, wie reagieren denn die anderen Kollegen?

Speaker 2 Also, ich höre mir das immer an und sage dann, dass ich das war. Und die Kollegen freuen sich dann immer. Die sagen: Nein, du bist das, das gibt's doch gar nicht. Können wir ein Selfie machen? Oder ich habe so gelacht.

01:22:11Speaker 2 Oder viele sagen dann auch, nein, das ist tatsächlich wahr, weil es gibt ja viele Geschichten, die kursieren, wo man nicht so genau weiß, ist das ein Gerücht oder ist es tatsächlich passiert. Genau wie die Spinne in der Yucca-Pike. Kein Mensch weiß, jeder kennt die Geschichte, aber keiner weiß, ob sie wahr ist oder nicht. Und wenn ich es denn auflöse, wissen sie, dass es wahr ist und dass es auch ein Gesicht dazu gibt und dass ich das war? Und die finden das immer total toll. Die lachen sich dann schlapp und finden das toll, wollen Selfie mit mir machen, teilweise. Und sagen: Ach du warst das, nein, das ist ja der Knaller.

01:22:41Speaker 2 Und ich persönlich finde das so lustig, meine Geschichte von fremden Menschen zu hören, die mich gar nicht kennen. Dass das Sonne runde gemacht hat, ich meine, ja, die Geschichte ist lustig, aber so lustig nur auch wieder dich. Und trotzdem höre ich immer wieder diese Geschichte und freue mich dann irgendwie, weil ich denke, ja, das war ich.

Speaker 1 Aber wie hast du mal dieses Spiel, wo man immer eine Geschichte flüstert und an den nächsten weitererzählt.

Speaker 2 Stille Pause.

Speaker 1 Stille Pause. Wie kommt sie denn an? Kommt sie genauso an?

Speaker 2 Ja, mehr oder weniger. Mehr oder weniger, da kannst du ja nicht viel abwandeln, ne? Aber mehr oder weniger kommt sie schon so an.

Speaker 1 Ah, ja, okay, gut, alles klar.

01:23:11Speaker 2 gewesen ist.

Speaker 1 Okay, cool. Sehr schön.

Speaker 2 Doch, ich löse das auf.

Speaker 1 Ja, und dann Die nächste Frage, die die Fragezeichen gestellt hat, bei, oh jetzt wird es uns alle. Kannst du dich noch an den Moment erinnern im letzten Postcard, nämlich bei einer Stunde, neun Minuten und 45 Sekunden? Hattest du wohl gesagt, wenn es um Start und Landung geht, erzählt Bea, dass sie ihren 30-Sekunden-Review machen. Was ist das?

Speaker 2 Ja, also erstmal entschuldige dafür, dass ich das nicht richtig erklärt habe.

01:23:42Speaker 2 Ich versuche immer Dinge, die wir in der Fliegersprache benutzen, so ein bisschen zu übersetzen oder zu erklären, was es bedeutet. Aber das ist mir denn so rausgerutscht, ohne dass ich das irgendwie erklärt habe. Der 30 Second Review ist im Grunde genommen die mentale Vorbereitung beim Start und bei der Landung auf den Worst Case. Also da lassen wir uns nochmal durch den Kopf gehen, und man sagt, eigentlich braucht man ungefähr 30 Sekunden dafür. Wir bereiten uns sozusagen mental auf den Notfall vor.

01:24:12Speaker 2 Wir überlegen uns, auf welchem Flugzeug sitze ich? Was für ein Muster ist das? Wie viele Notausgänge hat er? Sind das alles Türen oder sind das auch Fenster? Wie öffne ich meinen Notausgang im Notfall? Was rufe ich für Kommandos an die Passagiere? Banale Sachen. Wie heißt meine Kollegin eigentlich? Wenn ich mit ihr kommunizieren muss, wenn ich mit ihr was reden muss, wie heißt meine Kollegin, dass ich sie beim Namen nennen kann und nicht sagen muss, hey du? Uh, geförnest du mal.

01:24:43Speaker 2 Wo ist meine Notausrüstung? Was brauche ich? Fliegen wir über Wasser? Brauche ich die Schwimmweste oder nicht? Fliegen wir über Land? Was mache ich bei Feuer? Das lässt du dir alles mental nochmal durch den Kopf gehen. Und psychologisch ist es ja nachgewiesen, dass man im Notfall oder in einer Schocksituation das abruft, woran man als letztes gedacht hat. Und dafür ist dieser 30-Second-Review so wichtig. Diese 30 Sekunden mentale Vorbereitung auf das, was passieren könnte, weil ja nachweislich die meisten Unfälle beim Start und bei der Landung passieren.

01:25:16Speaker 2 Das ist der 30-Second Review.

Speaker 1 Und der ist, ähm, ich glaube, den kann man für viele Sachen anwenden und der ist natürlich für uns auch für im Cockpit gegeben käufig. Wenn ich jetzt mit Flugschülern anfange und sage, was ich sage: komm, jetzt machen wir mal ein Briefing und zwar, wenn ich denen erzähle, wir machen jetzt nach dem Start das und das und das und steigen auf die und die Höhe. Und wenn das kaputt geht, machen wir an der Situation das, das und das. Wird immer geguckt, was? Achso, ja, okay. Und dann geht das so bei dem, versuchst du das in Fleisch und Blut überzugeben, sodass du das auch machst, wenn du allein erbaut bist.

01:25:48Speaker 1 Und genau das gleiche Ding ist, wenn du mit so einem kleinen Flieger alleine fliegst, dass du genau weißt, okay, wenn der Triebwerk am Boden ausbleibt, dann bleibe ich am Boden. Wenn ich so und so hoch in der Luft bin, dann mache ich das und das. Und das merkt man, das ist so ein Das muss man sich antrainieren, aber es ist unglaublich hilfreich, das allen möglichen zu machen. Man muss sich unbedingt beim Auspacken beim Auto machen, aber.

Speaker 2 Aber es kann sehr hilfreich sein, definitiv. Weil wir sind ja alles nur Menschen und man weiß selber nicht, wie man reagiert, wenn man in einem Schockzustand ist oder in einer außengewöhnlichen Situation, gerade an Bord, in so einem Flugzeug.

01:26:21Speaker 2 Da kann auch schon mal sein, dass du so im Tunnel bist oder so ein Brett vom Kopf hast oder dann ist es ganz hilfreich, wenn du vorher dir das alles nochmal so hast durch den Kopf gehen lassen.

Speaker 1 Weil du rufst ja mit deinem Training auf, was du gehabt hast.

Speaker 2 Ganz genau.

Speaker 1 Wie mache ich die Tür auf? Wie Kommandos und all sowas. Irgendwo, ich erzähle die Geschichte, habe ich schon ein paar Mal erzählt hier im Podcast, auch da geht es um das Thema, dass auf irgendwo so ein Militärschiff, da war so ein Schild rein, da stand drauf, es war ein Amerikaner, stand drauf.

01:26:52Speaker 1 Deswegen versuchst du die Sachen, die gut sind, als old habit immer wieder einzutrainieren. Ja, cool. Schöne Frage. Das war sehr, sehr gut.

Speaker 2 Da hat jemand sehr gut aufgepasst.

Speaker 1 Aufgepasst. Und zwar war das bei eine Stunde neun Minuten und 50 Sekunden. Moritz hat gefragt. Moritz hat Mich würde mal interessieren, wie man mit Teilnehmern des Mile High Clubs umgeht. Oder schreitet man umgeht? Schreitet man ein, wenn man die Crew das mitkommt? War ja klar, dass die Frage irgendwann kommen müsste, schreibt er.

01:27:25Speaker 2 Moritz, das finde ich super, dass du fragst. Alle sind neugierig, alle wollen es wissen, aber keiner traut sich zu fragen. Vielleicht sollen wir erstmal erklären, was der mal High-Klop ist. Für die Anständigen unter uns. In den Meil High Club kommst du nur, wenn du Lass mich lügen in einem Flugzeug ab einer bestimmten Flughöhe, ich glaube, das sind 2000 Meter Flughöhe. Aber nagel mich da nicht drauf fest.

Speaker 1 Gibt es den wirklich den Club? Das ist doch nur so ein Spruch.

Speaker 2 Nein, es gibt den Club nicht.

01:27:56Speaker 2 Nein, okay. Also du kannst nicht Mitglied werden, du kriegst keine Urkunde. Du kannst nicht aufgenommen werden oder entnannt werden. Das ist ein. Ja, ein fiktiver Club sozusagen, wenn du ab einer Flughöhe von 2000 Metern in einem Flugzeug Sex hast. Und zwar nicht mit dir selber, also wenn du nicht mehr, sondern mit einem mit einem Partner, mit jemand, mit jemandem, ja.

Speaker 1 Ich überlege gerade, wieso ich bei den Unterlagen meines Vaters einen Sticker gefunden habe mit Member mal High Club.

01:28:28Speaker 1 Möchte ich das wissen? Möchte ich nicht wissen. Den suche ich raus, irgendwo, den habe ich in der Rumpfliegen. Genau.

Speaker 2 Ja, also wie gesagt, du kannst nicht Mitglied werden, du kannst nicht ernannt werden, du kannst nicht eingeladen werden oder so. Es ist ein fiktiver Club. Und wie gesagt, jeder, der in einer Flughöhe ab 2000 Meter, sage ich jetzt mal, ich habe die genaue Höhe nicht im Kopf, aber es muss ein fliegendes Flugzeug sein, es muss ab einer gewissen Flughöhe sein und du musst Sex haben. Mit jemand anderem. Genau.

Speaker 1 Und zwar interessanterweise, ähm, glaube ich, ist diese Meil Highklappe-Geschichte, handelt eigentlich von, also

01:29:04Speaker 1 Ist nicht in großen Flügeln entstanden, also sondern auch so in kleinen Flugzeugen. Also kleine Pipers Hessner oder sonst was.

Speaker 2 Ja, da sind die Leute ja eher unter sich.

Speaker 1 Ja, genau. Und deswegen ist es da irgendwie eher wahrscheinlich so ein bisschen da diese, das klingt da. Ja, genau. Und das andere in den größeren Flugzeugen ist dann eher so der Ten-Mile-High Club oder irgendwie sowas.

Speaker 2 Ach, da gibt es auch Unterschiede.

Speaker 1 Ja, dachte ich, also zumindest habe ich diese beiden Unterschiede. Aber wie gesagt, ich habe nie irgendwo eine. Ein Antragsformular gesehen mit Beweisfotos oder irgendwie sowas.

Speaker 2 Du kriegst auch keine Urkunde, du kriegst auch keine Medaille dafür.

01:29:36Speaker 1 Nein, nein, nein.

Speaker 2 Gibt es nicht. Aber wie gesagt, kommt bei uns an Bord in Passagiermaschinen auch vor. Ja, jetzt gibt es dafür keine Schulung. Also, du Christ nicht beigebracht, was hast du zu tun, wenn da zwei irgendwie Kuschelig werden miteinander.

Speaker 1 Es ist und ist so, ich kenne nur Geschichten. Ich wirklich Geschichten, wo es wirklich passiert ist.

Speaker 2 Ja.

Speaker 1 Und wo die, äh, wo die Kollegen das gemerkt haben, oder aber meistens Haben Sie sie eigentlich da in Ruhe gelassen?

01:30:07Speaker 2 Ähm, es kommt drauf.

Speaker 1 Also es sei du erzeugst ja Tumulte oder irgendwie sowas.

Speaker 2 Also, wie gesagt, so handel ich das auch. Ich kann ja nur für mich sprechen. Ich weiß nicht, wie andere Kollegen das handhaben. Es gab einen Fall, da hat einer in der Business Class sich das gemütlich gemacht und die Frau kniette schon auf den Boden und er hatte die Decke über sie geworfen. Da gehen wir natürlich dazwischen. In dem Moment, wo andere Passagiere das mitbekommen Und sich vielleicht gestört, belästigt fühlen oder das wirklich aktiv mitbekommen, da musst du natürlich was sagen.

01:30:37Speaker 2 Das kannst du nicht so stehen lassen.

Speaker 1 Und vor allem, ich bin immer von Toilettenszenen ausgegangen.

Speaker 2 Das gab es auch in der Kabine.

Speaker 1 Ja, ja, ja, logisch.

Speaker 2 Also unter der Decke, da kriegt man da irgendwie und in der Toilette genau das gleiche, wenn das jetzt kein Mensch mitkriegt. Mein Gott, dann lasse sie ihren Spaß, dann gehe ich da auch nicht dazwischen. Wenn es jetzt anfängt, wild zu quicken und zu grunzen aus dem Klo, und das Klopfen wird immer lauter, dann muss ich leider auch ein Spielbewerber sein und auch sagen: so, Freunde, das geht leider nicht. Aber wie gesagt, ansonsten werden das geil. Keiner mitkriegt. Habe ich auch schon gehabt.

01:31:07Speaker 2 Da haben wir gesehen, dass sie zu zweit verschwunden sind auf der Toilette. Da sagt die Kollegin, hast du das gesehen? Hast du das gesehen? Ich sage, lass sie ihren Spaß. Ich sage, wir beobachten das mal. Ich sage, wenn sie leise sind. Dann habe ich da nichts dagegen.

Speaker 1 Ich habe das schon mal erzählt hier, dass kein vernünftiger Mensch, der irgendwie im Cockpit gearbeitet hat, äh, der Cockpit-Schuldung, in der im Cockpit

Speaker 2 Niemals, oder? Du versuchst mit keinem Millimeter deines Körpers mit irgendetwas in dieser kleinen, versifften Randstoilette in Berührung zu kommen.

01:31:39Speaker 1 Geschweige denn. Und genauso habe ich das Geschichte letztens erzählt. Da saß wenn er so gang und neben mir saß auch ein eidgedienter Cockpit-Kollege und der meinte so eine ganz trocken. Ich würde es auch nicht normal machen.

Speaker 2 Da hast du da gleich Bilder im Kopf, oder nicht?

Speaker 1 Ich würde es auch nicht normal machen. Naja, also ich kenne zwei Geschichten, und zwar, wo der noch geraucht wurde in der Kabine, äh, im Cockpit, wo die die Tür aufgerissen haben, wenn sie dabei rauf waren.

01:32:16Speaker 1 Also alle haben mitbekommen, dass sie da rein sind.

Speaker 2 Yeah.

Speaker 1 Und dann ging immer die Rauchwarnung an und dann hat sie dabei eine geraucht. Das war ein professionelles Verhältnis, falls die beiden da pflegten. Die haben sich, die kamen sich geschäftlich überein des Fluges. Und wurde geraucht und es Es gibt Sachen, die so ein bisschen. Ja, der wird wirklich ergüsst, wenn er auch melde.

Speaker 2 Das ist ja klar.

Speaker 1 Und die andere Geschichte war die, da war auch ein, das habe ich, glaube ich, auch einmal erzählt. Das Geschichte einer Kollegin, das hat sie mir erzählt. Da war auch ein, war das in der First, glaube ich, oder irgendwas, die kamen getrennt an Bord, haben sich gut verstanden, saßen nebeneinander, haben viel getrunken und kamen sich wohl auch nahe im Flug.

01:32:58Speaker 1 Und aber dann kam der Karte sozusagen und dann wurde erst realisiert, was überhaupt passiert ist und sie hat Anzeige erstattet.

Speaker 2 Die Geschichte habe ich auch gehört.

Speaker 1 Ja, also ich kenne die Verlöhung und die Kollegin wurde dann auch mit dran, Steel, sie mögen doch mal wieder Zeuge sagen, warum hat sie das nicht verhindert? Also die Einklage der Frau war gegen die Firma. Weil die das Personal hätte einschreiten müssen, weil sie das irgendwie bemerkt hätte. Weil sie das ja angeblich bemerkt hätten. Und sie musste da Rede und Antwort stehen dazu.

01:33:28Speaker 2 Naja, aber die Leute sind alle erwachsen.

Speaker 1 Wie gesagt, ich würde da auch nicht dazwischen gehen. Aber.

Speaker 2 Äh, solange keiner sich gestört und belästigt fühlt und ich bin jetzt auch nicht diejenige, die dann irgendwie die Siegerehrung vornimmt hinterher.

Speaker 1 Nein, nein, nein, nein, nein, aber es war halt so dieser hier und so, ich habe zugelassen, dass ich hier, äh, dass ich unter Drogen, also sprich Alkohol, gesetzt wurde und

Speaker 2 Ja, aber ich weiß gar nicht, wo ihr Limit ist. Dann darfst du sich nicht besaufen.

Speaker 1 Das war eine Amerikanerin in Amerika. Alles klar.

01:33:58Speaker 2 Nee, mehr muss ich nicht wissen.

Speaker 1 Genau, genau. Das war. Haben wir das Thema behandelt?

Speaker 2 Ich glaube schon und ansonsten muss Moritz nochmal nachfragen, wenn man fragen und ist.

Speaker 1 Hey, in Learning by Doing, kann ich mir das sagen.

Speaker 2 Aber wie gesagt, leise.

Speaker 1 Lasst euch nicht erwischen, macht das nicht zu laut, denn habt euren Spaß. Probiert das doch erstmal in einer heimatlichen Toilette zu Hause. Dazu einen Staubsauger an, das übliche, ne? Und naja, okay. Ja, genau.

01:34:28Speaker 1 Die nächste Frage von Moretz ist noch eine Frage, wie geht ihr mit taubstumm um? Gibt es da Kommunikationshelden?

Speaker 2 Nein, gibt es nicht. Aber wir sind sensibilisiert auf dieses Thema. Taubstumme Gäste, blinde Gäste, also sogar gehandicappte Gäste, die kriegen eine besondere Sicherheitseinweisung. Wir versuchen langsam zu sprechen, dass sie uns von den Lippen ablesen können. Wir arbeiten viel mit Zeichensprache, dass wir zeigen, wo ist der Klingelknopf. Wo sind die Notausgänge? Bei blinden Gästen zählen wir die Reihen bis zum nächsten Notausgang und sagen es ihnen.

01:35:03Speaker 2 Nach hinten haben sie so und so viele Reihen bis zur Notausgangstür, nach vorne hin sind es so und so viele Reihen. Da ist dann das Notfenster. zum Aussteigen im Notfall. Wir führen sie mit der Hand zum Klingelknopf. Viele reisen auch in Begleitung, die sind gar nicht alleine. Und viele. Sind schon mal verreist, die kennen das schon und die zählen von sich aus schon die Reihen. Die steigen ein und halten sich an jeder Armlehne fest und dann zählen sie die Reihen ab, wo sie sitzen oder wie viele Reihen es sind bis zum Ausgang und so weiter.

Speaker 1 Ich glaube, Blinder See habe ich oft in Begleitung gesehen, glaube ich.

01:35:35Speaker 1 Ja, die haben dann auch.

Speaker 2 Es gibt sogar Blindenhunde, die sind zugelassen an Bord, und zwar nicht in dem Täschchen oder in ihrem Körbchen, wie normalerweise die Tiere, die in der Kabine befördert werden, bis acht Kilo Katzen und Hunde. Sondern die haben dann meistens ihren blinden Hund, das sind meistens Schäferhunde, die sind aber trainiert. Die müssen nicht auf die Toilette, die sitzen ganz brav auf dem Fußboden, die stören nicht, die sind also Ich habe schon mal ein paar. Aber wie gesagt, viele sind auch in Begleitung oder sind schon mal geflogen, die kennen es schon. Und ich hatte mal eine ganz rollige Begebenheit mit einem blinden Gast.

01:36:08Speaker 2 Der saß in der Business Class und die Kollegin hatte ihm erklärt, was auf dem Tablett drauf ist und wo er was findet zum Essen und hat gefragt, was er trinken möchte. Und er hat sich ein Gläschen Wein gegönnt, ein Gläschen Wasser dazu. Ich komme dann nachher in der zweiten Runde vorbei, sehe, dass ein Weinglas leer ist und frage ihn: Na, nehmen Sie noch ein Gläschen Wein? Er überlegt kurz und sagt. Och, ich nehm noch eins, ich muss heute nicht mehr fahren. Was fand ich zum Kieben?

01:36:38Speaker 1 Der hat er wahrscheinlich oft gesagt, den Spruch aber herrlich.

Speaker 2 Ich muss ja heute nicht mehr fahren, den fand ich großartig, den fand ich super.

Speaker 1 Klassisch.

Speaker 2 Aber wie gesagt, wir sind zwar sensibilisiert auf das Thema, haben aber keine Hilfe in dem Sinne, aber wir gehen speziell auf sie ein und die kriegen eine individuelle Betreuung von uns und eine individuelle Einweisung für den Fall der Fälle, für den Notfall. Da versuchen wir dann schon. uns irgendwie behilflich zu sein.

Speaker 1 Diesen Spruch, den gibt es auch unter Piloten, die Variante, ne?

01:37:08Speaker 1 Ja. Klappt, du kennst du, ne? Ja. Trinkst du noch einen vor Kommst du mit in die Bar, ne? Dann sagt er, nee, ich muss nach der Arbeit mit einem Auto nach Hause.

Speaker 2 Super.

Speaker 1 Okay. Ja, genau. Ja, ich will nicht gerade. mit, man kann ja auf das Thema der, ich glaube, das hatte ich auch mal Podcast, also ich wiederhole mich vielleicht hier, das war hatte eine Kollegin Zelt gehabt, auch weil es gibt ja also mit Taubsturm, aber es gibt da alle mündlichen Handicaps.

01:37:38Speaker 1 Und das war einmal, da flogen die hin zu der Paralympics. Und denjenigen, die da ankamen, die brauchtest du nicht helfen, dir.

Speaker 2 Die können selber.

Speaker 1 Und zwar beeindruckend, wie sie überall sich hinhangeln und tun.

Speaker 2 Da können wir jetzt noch mal eine Frage beantworten, und zwar früher und heute. Früher mussten Leute, die gehandicapt waren, sie mussten am Fenster sitzen. Mit der Begründung, intern natürlich, dass Sie im Fall einer Evakuierung kein Hindernis darstellen.

01:38:08Speaker 2 Wenn Sie am Gang sitzen, beispielsweise, und der am Fenster und der in der Mitte kommen da nicht dran vorbei oder nicht rüber über den, weil der am Gang sitzt. Deshalb mussten sie am Fenster sitzen. Jetzt hat ein Gast, der gehandicapt war, dagegen geklagt, der fühlte sich diskriminiert und hat vor Gericht bekommen und hat gewonnen. Wann war das? Das ist bestimmt schon.

Speaker 1 Also das sollte ich noch kennen eigentlich. Ja.

Speaker 2 Ich glaube schon, dass du das noch kennen solltest.

Speaker 1 Okay.

Speaker 2 Und dann wurde das gekippt. Und jetzt dürfen Gäste, die gehandicapt sind, die im Rollstuhl sitzen, die nicht laufen können, was es auch gibt, querschnittsgelähmte Gäste.

01:38:43Speaker 2 Es gibt auch Gäste ohne Beine, ohne Arme, sowas. Es gibt ja alles Mögliche an Handicaps. Die dürfen sitzen, wo immer sie möchten. Die dürfen jetzt auch am Gang sitzen, nur am Notausgang nicht. Da gibt es ganz klare Regeln, weil am Notausgang brauche ich Gäste, die mir im Notfall den Ausgang öffnen. Und das kann jemand nicht, der gehandicapt ist, der zu alt ist, der das entsprechende Alter nicht hat, der die Sprache nicht spricht, Deutsch oder Englisch ist Voraussetzung. Also da sind die Regeln streng am Notausgang, aber ansonsten dürfen die Gäste sitzen, wo immer sie möchten.

01:39:14Speaker 1 Da können wir vielleicht noch aufschneiden im Frühjahr und heute. Ich meine, früher war, wenn du einen Service haben bräuchtest für Rollstuhl, dass du da hingebracht werden musstest, mit dem Hubwagen, direkt an den Fliegerrand, gerade bei Außenpositionen. Sehr großer Aufwand. Erstmal finde ich natürlich für die Für die im Rolli, die mussten halt dementsprechend früher da sein. Also das müssen sie auch immer noch. Aber ich glaube, mittlerweile kostet es kein Geld mehr. Früher wurde extra dafür hingelangt. Dann gesagt, ja, du brauchst das ja, dann musst du auch Geld dafür bezahlen. Nee, das ist kostenloser Service. Ja, mittlerweile. Das war am Anfang nicht so.

Speaker 2 Früher nicht, ne?

Speaker 1 Da hast du dafür bezahlt.

01:39:45Speaker 2 Deshalb ist es aber auch immer mehr geworden, weil mittlerweile bestellen Leute einen Rollstuhl oder so einen Elektrowagen, der die Leute durchs Terminal fährt. Weil sie Angst haben, dass sie Anschlussgate nicht finden. Das sind dann vielleicht ältere Leute, die können aber besser laufen als ich. Ja, ja, ja, klar. Und dann buchen die Kinder, die die Eltern losschicken, vielleicht, oder Ommer und Opa losschicken, die buchen dann so einen Betreuungsdienst und die brauchen den Betreuungsdienst. Dienst gar nicht. Ja, ja klar, das machen sie auch, damit die auch ankommen und damit sie jemand hinbringt und abholt, damit jemand das Übergepäck schleppt oder wie auch immer.

01:40:16Speaker 2 Also, wie gesagt, die Leute sind sehr bequem geworden und nutzen das auch leider aus.

Speaker 1 Ja, da gibt es aber manche Destinations, da ist es ganz besonders lieb. Das wurden ja die Flüge nach Lourdes genannt. Über der Reise waren sie auf einmal alle Wunder geheilt.

Speaker 2 Das Wichtige ist, wenn sie dann aussteigen sollten. Dann hatten sie die Geduld nicht, auf den Betreuungsdienst zu warten, dann rannten sie alle raus.

Speaker 1 Da kommt in 14 Minuten plötzlich alle wieder laufen.

Speaker 2 Da brauchen die keine Rollstühle mehr.

Speaker 1 Das ist die Wunderheim.

Speaker 2 Die Leute vom Betreuungsdienst tut mir schon leid manchmal.

01:40:47Speaker 1 Ich meine, es ist auch wirklich wichtig. Es ist aber für die Crew natürlich wieder eine Herausforderung gewesen, als mit Recht, definitiv mit Recht, viele Handicaps sich da mit Klage und irgendwas durchgesetzt haben, gesagt haben: erstmal, wieso kostet es für mich extra Geld? Finde ich auch. Es ist Diskriminierung. Und dann auch an Bord, dass sie mit ihren eigenen, dass sie ihren, dass das da einen richtigen Rollstuhl vorgab. Es hat lange gedauert, die Firma hat sich lange gewehrt, diesen kleinen Klapprollstuhl mitzunehmen, den es jetzt gibt.

Speaker 2 Stimmt, den gab es früher nicht. Heute haben wir einen, damit wir solche Gäste zur Toilette bringen können.

01:41:18Speaker 1 Genau.

Speaker 2 Rein und so müssen sie alleine bewältigen, aber wir sind in der Lage, sie Im Flieger hin und her zu fahren, auf die Toilette zu fahren. Auf der Langstrecke gibt es auch Toiletten, die du aufklappen kannst, so zu einer Behinderentoilette, dass du mit dem Rollstuhl auch reinfahren kannst, weil sonst sind die Toiletten einfach zu Klein und zu eng, das geht sonst nicht. Also, da haben sie schon viel gemacht in die Richtung.

Speaker 1 Du kannst auch die Toilette auf dem 321 Neo hinten. Kannst du auch, glaube ich, zu machen.

Speaker 2 Nee, die kannst du nur aufklappen, damit du den Stretcher reinbekommst.

01:41:49Speaker 2 Da kannst du eine Wand runterklappen. Stretcher sind Leute, die liegend transportiert werden müssen. Da werden hinten die letzten Reihen umgeklappt. Ich versuche gerade zu erklären für die Leute, was ein Stretcher ist. Und denn die sind auch meistens in Begleitung einer Krankenschwester oder eines Arztes. Das sind Leute, die im Ausland Verunglückt sind, verunfallet sind, schwer krank geworden sind und nur im Liegen zurück nach Hause befördert werden können. Da werden dann hinten, glaube ich. Ich weiß nicht, wie viele Reihen das sind. Sechs, sieben Reihen werden geblockt, die werden umgeklappt, die Sitze, nach vorne geklappt.

01:42:21Speaker 2 Und da wird dann dieses Liegebett reingebaut von der Technik. Da ist ein Vorhang vor, dass der so ein bisschen seine Privatsphäre hat, wenn der da liegt. Und dafür gibt es hinten, weil du sonst mit diesem Bett nicht reinkommst an Bord oder du kannst dem Passagier nicht liegend An Bord bringen. Dafür gibt es hinten in der Toilette diese Seitenwand, die du runterklappen kannst, damit er die Ecke klappt.

Speaker 1 Achso, du könntest aus der Not auch dieses Toilette ein bisschen größer machen.

Speaker 2 Aber auf der Kurzstrecke ist es meistens nicht das Problem, wenn man gefäst fliegst auf der Kurzstrecke.

01:42:53Speaker 1 Na gut, die Dinger sind auch schon mal drei Stunden nach Madrid oder so.

Speaker 2 Ja, das ist richtig unterwegs. Aber da gibt es die Möglichkeit nicht.

Speaker 1 Okay, alles klar. Na gut. Ja, Moritz, ich hoffe, wir haben da die Frage einigermaßen beantwortet. Wir haben jetzt die Frage von Jörg. Und Jörg hat übrigens mal gefragt, mit dem, wie gesagt, den kenne ich auch persönlich. Der hat mich gefragt, fragt sie das hinterher nach der Ansage ab, und du hast es vorhin erzählt, ob sie, wir machen stichbrumartig Prüfung, ne? Ja. Wir werden stichproblematisch abfragen.

01:43:23Speaker 1 Genau. Dann ist er mit dir mal geflogen. Weil er kann sich an dich erinnern.

Speaker 2 Ach nein, wie schön.

Speaker 1 Hallo Jörg.

Speaker 2 Ich freue mich sehr.

Speaker 1 Und für Jörg haben wir folgende Frage hat folgende Fragen gestellt. Zwei Fragen an Bea. Flugangst. Wie erkennt ihr Passagiere mit Flugangst? Und nicht einfach nur Packs, die sich schlecht benehmen? Was kann man tun? Wie oft gibt es schlimmere Fälle? Und die zweite Frage machen wir gleich. Also mit anderen Worten, wie erkennt ihr sie, gibt es schlimme Fälle und wie geht er mit um, sozusagen?

Speaker 2 Es gibt viel mehr Gäste mit Flugangst als man denkt.

01:43:53Speaker 2 Viele müssen fliegen aus beruflichen Gründen, die haben keine Wahl, fühlen sich aber nicht wohl dabei. Selbst Statuskunden haben Flugangst. Ich hatte auch schon Promis, wo ich Hähnchen gehalten habe, die Flugangst haben und jeder reagiert anders. Der eine wird ganz still, den siehst du nicht, den hörst du nicht, der ist ein kleines Häufchen Elend auf seinem Sitz, da möchte nichts essen, da möchte nichts trinken, der möchte einfach nur wieder landen. Denn gibt es welche, die kompensieren diese Angst mit laut, mit aggressiv, mit mit Ja, die werden denn unangenehm.

01:44:25Speaker 2 Und da kannst du nicht unterscheiden, wer ist von Haus aus irgendwie ein aggressiver Mensch oder ein unangenehmer Mensch und wer hat Flugangst. Das ist irgendwie der Erfahrung. Du merkst es irgendwann. Du gehst dann hin und dann versuchst du zu beschwichtigen und dann versuchst du rauszufinden, was der Grund ist, warum der so gestresst ist. Manchmal ist es auch Stress in der Firma oder Ärger zu Hause oder irgendwie sowas, das hörst du dann im Gespräch raus. Oder man spricht die Leute direkt an. Ich bin irgendwann dazu übergegangen, nicht so heimlich und hintenrum, sondern ich spreche sie direkt an, warum sind sie denn jetzt gerade so aufgebracht?

01:44:59Speaker 2 Möchten Sie mir das erzählen? Und wie gesagt, entweder geben Sie es zu und sagen, ja, ich fühle mich nicht wohl im Flugzeug oder ich habe die Kontrolle nicht, ich muss mich hier reinsetzen und muss den Piloten vertrauen, da sie mich sicher ans Ziel bringen. Da haben viele Probleme mit. Es ist gar nicht die Angst vor der Höhe oder viele haben auch Platzangst. Denen bereitet es Unbehagen, dass so viele Menschen in einem Flugzeug sind und sie fühlen sich da drin in dieser Masse eingequetscht und ihnen fehlt die Luft zum Atmen. Also jeder äußert das anders. Und da müssen wir halt, wie gesagt, da kannst du nicht drauf trainiert oder geschult werden.

01:45:32Speaker 2 Das hast du irgendwann den Blick für. Das hast du aus der Du hast Erfahrung irgendwann, du hast dieses Fingerspitzengefühl. Und wie gesagt, unter Umständen frage ich die Leute direkt. Was kann ich denn für sie tun, damit es ihnen besser geht? Oder warum sind sie denn jetzt so aufgebracht? Gibt das da einen Grund für

Speaker 1 Also ich nehme doch schon behalten, zu sagen, dass auffällige Gäste, woran es liegen kann. Flugangst ist da ein großes Thema.

Speaker 2 Total, ja. Und wie gesagt, es sind mehr Leute mit Flugangst unterwegs, als man meinen mag.

Speaker 1 Ich hatte mal einen, so einen Promi, der hat so einen Safe-Knacker an so einem Zombie-Film gespielt, der sonst die ganze Zeit nur auf dieser Treppe, die hochging im Drahtsee.

01:46:08Speaker 1 Aber ich glaube, das war mehr oder weniger auch nur so ein bisschen.

Speaker 2 Ja, ich weiß es nicht.

Speaker 1 Dann erwähne ich nochmal, genau das wollte ich sagen, erwähne ich nochmal, dass es gibt für diejenigen, die wirklich Flugangst haben, wir haben bestimmt auch höhere Höhe von uns. Dass es gibt Seminare, die ganz strukturell dangehen und dir das erklären.

Speaker 2 Und die Geräusche erklären, die abort sind.

Speaker 1 Damit fängt das erst an. Alle Unbekannten, die man denkt, die dir so, ja oh, was ist denn das für ein Geräusch, wieso macht er jetzt das, wieso bremst du jetzt auf einmal an, obwohl wir doch gleich weiterrollen oder so, die genau erklären.

01:46:42Speaker 1 Welchen technischen Hintergrund das hat?

Speaker 2 Das war früher einfacher, weil die Leute konnten ins Cockpit gehen während des Fluges. Ich kann mich daran erinnern, dass eine Frau mit Flugangst ins Cockpit gekommen ist. Ich habe das Cockpit gefragt, die gesagt: Mensch, die hat ein bisschen. Bammel und kann sie mal hier vorne mal gucken. Ja, und dann guckte sie vorne und dann drehte der Kapitän sich um und wollte ihr erklären, was sie jetzt machen, wofür welcher Knopf Und sie war ganz panisch und schlicht ihn so auf die Schulter und sagt: Gucken Sie nach vorne, gucken Sie nach vorne. Das war ganz nie

Speaker 1 Ja, die meisten sind, wenn sie erstmal Cockpit, also überhaupt im Reisetur im Cockpit rein, sind sie eigentlich, wie entspannt das irgendwie abläuft.

01:47:19Speaker 1 Dass wenn es dann nicht entspannte Abläufe, wäre das ja kein Arbeitsplatz, den man sich ausführen könnte. Wenn er wie ständig Panik herrschen würde.

Speaker 2 Genau, und die vielen Knöpfe, die haben die Jungs schon im Griff, die wissen, wofür das ist. Das ist wie Autofahren. Schalten und Radio und Blinken und alles gleichzeitig.

Speaker 1 Irgendwann geht das. Ja, also das mit Angst, deswegen trinken ja auch viele Leute vom Flug und also. Ja, die trinken.

Speaker 2 Ich hatte auch schon einen Statusquo. Der war Hon bei uns. Und Honn ist das Höchste, was du erreichen kannst. Das ist noch über der Goldkarte. Das ist übersetzt quasi die Platin-Karte.

01:47:51Speaker 2 Der höchste Status, den du erreichen kannst. Und der saß da und hat geweint. Und da waren wir erstmal ganz, ganz überfordert. Wir wussten gar nicht, was wir mit ihm machen sollten. Da bin ich dann auch hin und habe ihn gefragt, ob alles in Ordnung ist. Und er so, ignorieren Sie mich, ich habe einfach nur tierische Flugangst. Ich sage, was kann ich denn tun, damit es ihnen besser geht? Also gar nichts. Sagt er, ich muss fliegen, sagt er, und das ist jedes Mal das gleiche Drama. Und ignorieren sie mich einfach. Ja, da habe ich ihm die Kleenex gebracht. Hab ihm mal gedrückt, habe ihm gesagt, dass alles gut ist, dass er mit einer super Crew fliegt.

01:48:21Speaker 2 Dass die Kollegen im Cockpit echt Profis sind, sonst würde ich auch nicht mitfliegen. Aber wie gesagt, du kannst erklären, so viel du willst. Rational erreichst du die Leute nicht. Das ist einfach dieses Angstgefühl, das kannst du.

Speaker 1 Oft ein Erlebnis, das irgendwann mal gesetzt worden ist, in den Trigger gesetzt hat und dann rein. Ich hab jetzt gerade Ich habe das ja erzählt, dass mir, wenn ich Gewitter ranfliege ran oder mich da irgendwie durcharbeiten muss, meine Beine anzuzittern, ganz urlich, weil ich einmal ein fieses Erlebnis hatte. Mit so einem dussigen scheiß Kapitän, der das irgendwie ignoriert hat.

01:48:53Speaker 1 Und das hat mich immer noch, das hätte in meinem Bein ausgelöst, war doof, hat mir nicht gefallen. Ich habe es immer gesagt, Leute, hier, ich kann da nichts dafür, aber das ist wegen dem da. Und dann habe ich letztens von einem gehört, der hat sich seinen eigenen Unfallbericht in so einem kleinen Flugzeug nochmal durchgelesen. King ja auch der Puls hoch. Und wenn immer als Gast irgendwie sowas erlebt hat und keiner das auflöst, was da passiert war, dann bleibt das für Ewig irgendwie so ein bisschen ein bisschen hängen.

Speaker 2 Ja.

Speaker 1 Naja. Hier, dann die zweite Frage, die York gestellt hat.

01:49:25Speaker 1 Zweite Frage. Eine Flugbegleiterin bezeichnet die Cockpit-Crew mal mit den Worten, so in etwa, Haufen Achtjähriger, die dauernd Aufmerksam brauchen. Ist das eine akkurate Beschreibung? Oh, sie lächelt, sie gritzt.

Speaker 2 Ja, also, wie soll ich das jetzt sagen? Manchmal ja, manchmal nein.

Speaker 1 Ja.

Speaker 2 Also, es kommt immer drauf an. Ähm. Wie gesagt, es gibt viele verschiedene Menschen, viele verschiedene Charaktere, sowohl im Cockpit als auch in der Kabine. Und manchmal denkst du, wow, tolle Jungs!

01:49:56Speaker 2 Und manchmal denkst du echt, mein Gott, ich bin noch nicht da eine Modina.

Speaker 1 Der hat doch mal selbstständig, ne?

Speaker 2 Ja, genau. Also die lassen sich wirklich alles hinterher schleppen Und alles hinterher tragen und wir sind also wirklich von bockig bis eingeschnappt. Es gibt solche und solche. Gibt es immer. Du hast Kollegen, mit denen du gerne zusammenarbeitest, du hast Kollegen, mit denen du auch gerne zusammen requestest, wo du dir einen Flug zusammen wünschst, weil es einfach nett ist, weil man sich gut versteht, weil man denselben Humor hat, weil man sich auch arbeitstechnisch sich hundertprozentig aufeinander verlassen kann, sowohl ich mich aufs

01:50:27Speaker 2 Cockpit, als auch das Cockpit auf mich in der Kabine. Und dann hast du manchmal Kollegen, wo du denkst, oh Gott, auch dieser Flug geht vorüber und dann auf dem nächsten Flug neues Spiel, neues Glück. Und das merkst du auch ganz schnell im Briefing häufig. Du hast, ich habe, normalerweise trifft sich die Crew erstmal, also der Parser und die Flugbegleiter, und besprechen den Serviceablauf, den Flug, die Buchungszahlen, alles Emergency und dann kommt irgendwann das Cockpit dazu. Und manchmal hast du eine super Stimmung in der Crew, man hat auch schon gelacht, man hat auch schon Späße gemacht und dann kommt der Kapitän und gleich beim ersten Satz merkst du, ob es gut wird oder nicht.

01:51:05Speaker 1 Die ersten berühmten 20 Sekunden nonverbal, sag ich mal so. Und das kann sofort Eisblocken.

Speaker 2 Genau. Und manchmal merkst du denn so, oh ja, super, wird toll. Die sind auf unserer Wellenlänge, die haben unseren Humor und manchmal denkst du so, oh Nicht so. Wie gesagt, das geht ganz schnell. Aber das merkst du auch mit den Passagieren. Du hast irgendwann, wie gesagt, diese Erfahrung, du hast den Blick dafür, du hast dieses Fingerspitzengefühl. Ich merke sofort bei den Leuten, die einsteigen, oha. Der ist genervt, ach, der ist ganz lustig.

01:51:36Speaker 2 Oh, guck mal, der hat einen kleinen gezwitschert, der hat schon was getrunken oder der hat irgendwas genommen. Ach, guck mal, mit dem müssen wir ein bisschen vorsichtig sein. Bewahrheit sich dann auch tatsächlich während des Fluges.

Speaker 1 Ich hoffe, das ist aber nicht beim Cockpit. Oh, der hat einen kleinen Gewitcher.

Speaker 2 Nee, gezwitschert nicht. Cockpit zum Glück nicht. Aber wie gesagt, irgendwann hast du diese Erfahrung und diesen Blick dafür und du merkst es einfach.

Speaker 1 Also ich kann es ja auch nur sagen, ich hatte ja auch das Glück, dass ich als Ausbilder hinten saß und dann hast du zugeguckt, ob macht er das gut, macht er das nicht gut.

01:52:06Speaker 1 Jeder braucht sein Korrektiv, wenn das nicht da ist, ist schlecht. So oftmals haben Cockpit-Crew oder zumindest die Kapitäne kein Korrektiv, leider Oder nur selten und dann merken sie selber gar nicht, dass sie eventuell zu komischen Leuten über die Jahre geworden sind. Es passiert leider wie. .

Speaker 2 Aber ich glaube, das ist auch so ein Fliegerproblem, weil du arbeitest nicht jeden Tag mit den Leuten. Ich glaube, wenn du jeden Tag mit demselben Menschen im Büro sitzen würdest und den jeden Tag siehst, gehst du eher hin und sagst, du pass mal auf, das ist nicht so schön oder denk doch mal drüber nach, das vielleicht anders zu machen.

01:52:37Speaker 2 Oder bei uns kommt es

Speaker 1 Und in der Fliegerei denkst du dir, die fünf Tage halte ich auch.

Speaker 2 Genau. Und mit Glück sehe ich den lange nicht wieder. Das heißt, die Hemmschwelle ist größer, du hast erstmal diese Hierarchie. Obwohl wir uns alle duzen und obwohl wir alle eine Crew sind, aber trotzdem ist dein Cockpit deine Vorgesetzten an Borde.

Speaker 1 Es gibt ja Leute, die lassen sich nicht duzen. Das möchte ich mal ganz kurz sagen.

Speaker 2 Ja, gibt es auch?

Speaker 1 Frau Beer. Ja. Gibt es auch. Lass dir das mal sagen, Dienst ist Dienste und Schnaps ist Schnaps, ne? Genau.

Speaker 2 Aber ganz selten. Also im Grunde genommen Sind wir eigentlich alle perdu, aber wie gesagt, nichtsdestotrotz hast du trotzdem diese Hierarchie, dein Copilot ist dann vorgesetzter, und der ganz oberste Chef ist halt der Kapitän, der Vierstreifer.

01:53:14Speaker 2 Und einige Ja, haben da halt die Hemmschwelle hinzugehen und zu sagen, ja, du bist zwar unser oberster Chef, aber das und das und das machst du nicht gut oder das finden wir nicht gut oder das kommt bei uns so und so an. Ich bin jemand, je älter ich werde, desto mehr mache ich das auch. Früher auch eher weniger, aber wie gesagt, ab einem gewissen Alter, ab einem gewissen Standing machst du das. Gehst mal ins Cockpit und sagst du Ich finde das irgendwie nicht schön, wie du mit uns umgehst. Und manchmal sehen sie es auch ein und manchmal sind sie beratungsresistent und

01:53:47Speaker 2 ziehen dann ihren Stiefel durch und wollen sich dann auch nichts sagen lassen. Denn ist das so? Und wie gesagt, das ist der Vorteil an unserem Job. Du musst nicht jeden Tag mit denselben Leuten arbeiten. Das ist bei den Leuten, mit denen du dich nicht so gut verstehst, zwar ein großer Vorteil, ist aber auch schade für die Leute, mit denen du dich super verstehst. Dann bist du ganz traurig nach vier, fünf Tagen, dass der Umlauf vorbei ist, dass du nach Hause musst. die du erstmal nicht mehr wieder siehst.

Speaker 1 Genau. Das wird jetzt wahrscheinlich Olli nicht so gerne hören, aber ich höre immer von vielen Kollegen, dass es so ein bisschen, wenn die

01:54:19Speaker 1 mit Kollegen Fracht geflogen sind und kommen dann wieder. Die müssen erstmal sozialisiert werden, so ein bisschen.

Speaker 2 Ja.

Speaker 1 Sie meinen zwar selber, sie sind eigentlich total simpel, einfach weil sie konnten ja jahrelang ohne Kabine fliegen, kennen sich aus und machen alles, aber das ist nur die Eigenwahrnehmung, die nicht mit der Realität irgendwie übereinstimmt. Du lächelst, hast du klar. Das ist etwas, was ist das, was so wo so ist. Und Dann wegen du und ich du, ich meine, jeder hat seinen eigenen Stil.

01:54:51Speaker 1 Ich habe tatsächlich die im Briefing, also jetzt bei 80, da gucken die ja 25 Leute an oder 23. Die habe ich tatsächlich erstmal gesiezt, gebriefen. Und den ganzen Schluss habe ich gefragt, ob man sich untereinander duzt. Und dann haben sie natürlich irgendwie gesagt, ja, du. Und dann habe ich gefragt, ob ich das auch darf.

Speaker 2 Und das war Eisbrecher. Und dann habe ich in meinem Absehen noch geguckt.

Speaker 1 Es gibt ja Alternativen. Es gibt auch das Hamburger Du oder das bayerische Sie. Also das Hamburger Duo, Frau Müller, kannst du mal. Und das andere war Vorname und sie.

01:55:24Speaker 1 Also jeder hat seinen eigenen Stil und kriegt das dann irgendwie so ein bisschen.

Speaker 2 Ja.

Speaker 1 Florian. Florian hat eine Frage.

Speaker 2 Ja.

Speaker 1 Okay, was hat denn Florian? Noch Nachwuch für ein toller Podcast, den ich immer wieder gern höre. Das freut mich, danke Florian. Ich habe in der Folge mit Harry gerade gehört, dass Bea in der nächsten Folge dein Gast sein wird, an die ich folgende Frage habe. Insbesondere auf Langstrückenflügen fällt mir immer wieder auf, dass Passagiere beim Verlassen des Fliegers ihren Sitzplatz in einem Zustand verlassen, die den Eindruck erwecken, dass es dort

01:55:56Speaker 1 einen Terroranschlag gab oder der Flieger in schwerste Turbulenzen geraten sein muss. Auf dem Boden herumliegende Decken, Zeitungen, Getränke, Flaschen, Taschentücher, Verpackungen etc. Je besser die Buchungsklasse desto höher scheint das Ausmaß der Verwüstung. Die haben auch mehr Sachen, die sie verteilen können. Ich frage mich dann immer, ob diese Personen sich zu Hause genauso benehmen. Da wir auch schon sehr lange kennen, ich kenne Florian persönlich, weiß ich, dass deine und meine Eltern es niemals zugelassen hätten, dass wir eine Sisplas im Flugzeug sonst oder sonst sowieso hinterlassen hätten.

01:56:28Speaker 1 Wie schafft man es als Vogelard, diese Gäste am Ende so freundlich zu verabschieden und nicht zu sagen, dass sie jetzt erstmal aufgeräumt wird? Ich könnte diese Ruhe und Freudigkeit vermutlich nicht aufbringen.

Speaker 2 Also wir fragen uns das auch manchmal, ob sie sich zu Hause auch so benehmen. Man gewöhnt sich dran, ne? Man gewöhnt sich dran. Man kennt es nicht anders. Es ist einfach so. Und wir haben auch mal versucht, das zu eruieren, warum es so ist. Freundlich und fordern niemanden auf seinen Sitzplatz aufzuräumen.

01:56:59Speaker 2 Das machst du zu Hause ja auch nicht. Wenn du Gäste hast und die krümeln irgendwie ein bisschen rum, dann drückst du den ja auch nicht den Staubsauger in die Hand, bevor sie nach Hause fährt.

Speaker 1 Ja, ja, genau.

Speaker 2 Und wir haben mal überlegt: in den höheren Klassen haben viele Leute in vielen Ländern Personal und die räumen für sie auf. Die räumen hinter ihnen her. Das heißt, die sind es gewohnt, dass jemand da ist?

Speaker 1 Also, ich meine, es fliege auch, das ist vielleicht erste Klasse nicht. Meinst du auch Business Class schon, dass da viele, also asiatischen, die ganzen Expats bestimmt?

01:57:32Speaker 2 Es kommt auf das Land drauf an. Innerdeutsch jetzt vielleicht nicht unbedingt, aber wenn du ins Übersee fliegst, bestimmte Länder. Genau, da ist es durchaus möglich, dass die Personal haben und dass die hinter denen herräumen. Und ich sage immer, ich meine das jetzt nicht so böse, wie ich es sage, aber monkey see, monkey do. Wenn einer das macht, dann macht der andere das auch. Wenn einer drei Getränke bestellt, dann bestellt der andere auch drei Getränke. Nur weil er Angst hat, zu kurz zu kommen. Und wenn er sieht, dass sein Sitznachbar irgendwie alles fallen lässt Der macht das auch irgendwann, weil er denkt, das ist normal.

01:58:03Speaker 2 Und wir regen uns darüber nicht auf, weil wir müssen es nicht wegräumen. Es kommt irgendwann das Reinigungspersonal, das Cleaning an Bord. Und die tun mir denn schon leid. Ich entschuldige mich auch manchmal bei den Kollegen und sage, es tut mir leid, der Flieger sieht wieder aus wie Sau. Und die so, ach ja, das kennen wir schon. Das ist normal.

Speaker 1 Es wurden gewisse Allyren sogar auch mit irgendwelchen Berühmtheiten in Verbindung gebracht. Da ging auch so ein gewisse Hamburger Politiker zum Beispiel. der lange sehr bekannt war, der hat, da sah das aus, als wenn der Fußboden mit 6 cm Zeitung tapeziert worden ist.

01:58:39Speaker 1 Unglaublich. Und so andere, man man kennt ja da so seine Pappenheiner, die oft dann. Ja, genau, leider, ist leider so. Ja, und warum? Ich weiß es nicht.

Speaker 2 Ja, wie gesagt, wir haben irgendwann darüber nachgedacht und haben gedacht, wahrscheinlich, weil sie jemanden zu Hause haben, der ihnen hinterherräumt oder für sie aufräumt. Oder die eine Sekretärin haben, die für sie Ordnung sorgt. Oder weil sie denken, dass das ein Flugzeug ein rechtsfreier Raum ist, dass sie tun und lassen können, was sie wollen.

01:59:09Speaker 2 Ich weiß es nicht.

Speaker 1 Also wir haben uns auch schon manchmal gewundert, dass wo wohlwissend, dass es höhere Führungskräfte aus der eigenen Firma waren. wo du sagen würdest, da lese ich von denen Berichte interne und jetzt sieht das da so aus, dann denkst du auch so, mh Okay, habe ich auch schon gehabt.

Speaker 2 Es gibt nichts, was es nicht gibt. Und seitdem ich fliege, weiß ich das. Und zwar egal in welche Richtung, egal in welchem Bereich. Es gibt wirklich tatsächlich gar nichts. Nicht gibt.

01:59:39Speaker 1 Ja, wie hat der Sonnenkönig damals gesagt auf der Aufforderung hin, ob man irgendwie, wurde gesagt, Mensch, sein Land hungert und sie leben hier in Saus und Brauch und sie fordern sie zur Sparsamkeit auf. Hat er gesagt, haben Sie schon mal einen Wegweiser gesehen, der in die Richtung geht, die er zeigt? Also, warum, warum muss sie genau das gleiche machen, wie das ist die, die, die, die, die kognitive Kopplung von seiner Wirken auf das, was er sagt.

02:00:09Speaker 1 Also das ist irgendwie, ja, ja, gut. Ja, ja, Florian, also ich kam auch keine Erklärung.

Speaker 2 Wir stellen es fest, du stellst es überall fest, du stellst es fest mit Aber flieg mal nach Japan. Flieg mal nach Japan. Da sieht der Flieger aus wie geleckt. Die Japaner steigen aus und du kannst gleich die nächsten Gäste an Bord holen. Die legen sogar ihre Decken wieder zusammen, die sie benutzt haben. Das ist ganz süß. Die Japaner verlassen den Flieger Pico Bello.

Speaker 1 Und vor allem verlassen den rasend schnell und steigen rasend schneller an.

Speaker 2 Superschnell. Du stehst noch im Gang und siehst ganz viele kleine schwarze Köpfe.

02:00:42Speaker 2 Dann drehst du dich zur Kollegin um, fragst sie was und wenn du dich nochmal umdrehst, sind sie alle weg. Sie sitzen alle, das Gepäck ist verstaut, sie sind angeschnallt, es kann losgehen.

Speaker 1 Das ist echt ein Phänomen, das ist ganz süß. Ich habe das hier im Podcast auch schon erzählt, vor allem, dass sie Dass sie hinkommen, ihre Schuhe ausziehen und am Sitz stellen, ihre Pantoffeln rausholen. Ja, damit sie dann auf den Sitz gehen können und ihr Gepock oben reinkriegen, weil sie sind ja meistens nicht groß genug. Und dann setzt sie sich hin und guckst du von hinten und dann fliegen und denkst, es ist leer. Weil die Köpfe nicht so hoch tun.

Speaker 2 Das ist ganz name.

02:01:14Speaker 2 Das ist ja positiv. Das fällt uns ja positiv auf, dass sie super schnell sitzen, dass sie alles verstaut haben und dass sie den Flieger Picobello sauber hinterlassen, so wie Sie Vorgefunden haben.

Speaker 1 Und zu dir sind sie lieb und nett, weil sie wissen, du verstehst sie nicht. Zu den japanischen Kollegen, die wir damals an Bord hatten, die ja ihre Sprache sprechen. Die haben eine volle Flakze, eine volle Breisheit abbekommen. Also, das können die schon. Die können das. Die sind nicht nur ein Lächeln und ein Netz, sondern die sagen auch genau, was jetzt hier nicht ist.

02:01:44Speaker 1 Und die haben das voll abbekommen, aber die Japaner.

Speaker 2 Das stimmt, das stimmt. Die Regionalen werden immer anders behandelt oder wurden. Mittlerweile haben wir ja leider nur noch die chinesischen Regionalen. Die anderen sind ja Corona zum Opfer gefallen. Ja, deshalb, das ist richtig, ja, die regionalen Kollegen wurden immer anders behandelt von ihren Landsleuten als wir. Und du kannst aber auch dafür sorgen, dass der Flieger Picobello sauber ist. Das habe ich mal gemacht am 1. April. Da habe ich die Ansage gemacht. Damals gab es noch Zeitungen und Zeitschriften.

02:02:16Speaker 2 Und dann habe ich nach der Landung die Ansage gemacht. Meine Damen und Herren, wie Sie alle mitbekommen haben, ist auch die Fliegerei vom Spahn betroffen. Und wir möchten Sie bitten, beim Aussteigen Ihre gelesenen Zeitungen und Zeitschriften vorne abzugeben und Ihre Sitzgute zu überkommen. Kreuzen. Vielen Dank für Ihre Unterstützung. Du und die haben den Flieger hinterlassen, Kiko Belly gelernt. Die Gesetz kreuzt. Gut, die waren alle überkreuzt. Die kamen vorne mit den Zeitungen an. Vereinzelt sagte einer, oh verdammt, reingefallen, ich hab's gewusst, ich hab's gewusst, haben der Fliegerbombe gedeckt und die Kollegen haben es gesagt, so das nicht.

02:02:52Speaker 2 Immer machen, dann geht das viel schneller, wenn jeder seinen Platz so hinterlässt. Aber wie gesagt, das habe ich mich nur am 1.

Speaker 1 April getraut. Ja, ja, klar, gut. Cool. Das war die letzte Frage. Wir sind eine Stunde 40 schon wieder rüber, also irre lange, ja.

Speaker 2 Die Zeit vergeht wie im Flug.

Speaker 1 Ich habe jetzt nicht gefragt, ich meine, ich würde fast das als letzte Geschichte zum Ende nehmen, aber hast du noch eine Geschichte für mich? Eine lustige Geschichte. Deine Alora-Geschichte hast du ja schon erzählt.

Speaker 2 Die Alora-Geschichte habe ich schon erzählt. Wie gesagt, ich kann stundenlang lustige Geschichten erzählen.

02:03:23Speaker 2 Ja, das weiß ich. Und das Schlimme ist ja, das würde mir alles nicht passieren, wenn ich mal ausgeschlafen wäre. Mir passieren ja solche Dinge immer nur, weil ich in irgendeinem Jetlag festhänge, in irgendeiner Zeitzone, in irgendeinem Frühdienst, in irgendeinem Nachtflug. Flugbegleiter sind nie wirklich ausgeschlafen. Weil du bist immer in irgendeiner anderen Zeit unterwegs und hinterher denkst du, mein Gott, wie dusselig. Hinterher lachst du auch darüber, aber in dem Moment ist es sterben. Peinlich.

Speaker 1 Ja, ja, ja, ja.

Speaker 2 Und mir ist tatsächlich eine Geschichte passiert.

02:03:53Speaker 2 Ah, eine Geschichte kommt. Gar nicht so lange her. Ich kam aus Mexiko. Und ich war richtig müde. Ich war richtig abgerockt. Ich kam aus der Pause und fing gleich an mit dem Service, weil wir wenig Zeit hatten, irgendwie wach zu zu werden und zurechtzukommen, meine Schminke war verschmiert, ich sah aus wie Alice Cooper, meine akkurat runtergegelten und brisierten Haare. Da stand hier oben schon so das Fläumchen hoch. Ich weiß nicht, ob du das kennst, wenn sich die Haare selbstständig machen. Und ich habe auch schon ein bisschen unterm Arm geschwitzt.

02:04:24Speaker 2 Also, ich war richtig abgerockt. Mexiko ist auch ein langer Flug. Elf Stunden, lange unterwegs gewesen.

Speaker 1 Ich war wirklich kaputt.

Speaker 2 Und sitze jetzt im Flieger nach Hause, nach Hamburg. Ich sitze am Fenster und sehe zu, wie die Gäste weiter einsteigen. Also wir waren noch beim Borden. Sie steigen ein, sie steigen ein. Und dann steigt ein Mann ein und ich gucke den so an, ganz verträumt. Und denke so, ist der hübsch? Was für ein attraktiver Mann, was für ein schöner Mensch. Und wie ich noch so darüber nachdenke, was für hübsche Menschen es gibt auf der Welt, was für schöne Leute, sagt er plötzlich.

02:05:00Speaker 2 Hallo? Und ich so, hallo. Und dann sagt er, oder ich habe dann gedacht, oh Gott, woher kenne ich den? Der sagt, hallo, woher kenne ich diesen schönen Mann? Ist das vielleicht ein Kollege in Zivil? Oder ist das einer aus meinem früheren Leben am Sofa? Oder ist das. Ist das irgendeiner aus der Nachbarschaft? Mein Gott, woher kenne ich diesen schönen Menschen? Und er fragt er: Wie geht's dir? Wo kommst du her? Und ich so, ich bin ein bisschen müde. Ich komme gerade aus Mexiko. Und du? Und in demselben Augenblick, wo ich das ausspreche, sagt eine Frauenstimme hinter mir: Hey, hallo, was machst du denn hier?

02:05:35Speaker 2 Und da wusste ich, der spricht gar nicht mit mir. Der hat an mir vorbeigeguckt.

Speaker 1 Der hat dich gar nicht gesehen.

Speaker 2 Ist das peinlich, oder ist das peinlich? Ich wollte im Erdboden versinken. Ich fand das ganz schlimm in dem Moment. Und er hat bestimmt zu Hause angerufen und hat zu seiner Frau gesagt: Du Schatz, das ist So eine irre Stewardess, die sieht aus wie Alice Cooper und die redet die ganze Zeit mit mir. Ich kenne die gar nicht. Ich weiß gar nicht, was sie von mir will.

Speaker 1 Oh Gott, wie peinlich.

Speaker 2 Heute kann ich drüber lachen.

Speaker 1 Dann hast du leider eine Schlappmaske aufgezogen.

Speaker 2 Ich habe gedacht, wenn er sich jetzt neben mich setzt in diese Reihe, muss ich leider aufstehen und den nächsten Flieger nach Hause nehmen.

02:06:07Speaker 2 Dann bleibe ich hier nicht sitzen. Ich dachte ja Namenschild, der war ja scheiße. Oh Gott, wie peinlich. Ich wollte im Erdboden versinken. Gott, wie peinlich.

Speaker 1 Jeder hat so seine peinlichen Momente.

Speaker 2 Ja, aber das wäre nicht passiert, wenn ich ausgedecke.

Speaker 1 geschlafen wäre.

Speaker 2 Ja, ich glaube, vielleicht. Ich weiß es nicht.

Speaker 1 Also es gibt viel diese Geschichten am Gate, wenn man da wartet und du kommst mit Leuten ins Gespräch und weil du ja angeblich den kennst und denkst, du musst ein Kollege sein, Herr Chef, wie raus. Du hast dich mit dem ganz privat unterhalten über irgendwelche Sachen und wie war es denn gut hergekommen und so.

02:06:40Speaker 1 Und irgendwann kommt er an, du hast gedacht, das ist irgendwie ein Kollege, der kommt er rein, sag mal, woher kennst du den Ding? Der ist doch so ein berühmter Schauspieler. Achso.

Speaker 2 Ist mir auch schon passiert mit dem Status.

Speaker 1 Ja, dass du denkst, ach so, und die kennen das, die kennen ja sowas. Die haben dann auch dementsprechend nett reagiert.

Speaker 2 Also wie gesagt, da ist keiner vorgefreit. Es muss mit dem Statuskunden auch schon passiert, dass ich hingegangen bin und gesagt: Mensch, Wir kennen uns doch auf, wir sind doch neulich auch schon zusammengeflogen. Und er guckt mich an und sagt: Nee.

02:07:11Speaker 2 Ich sage, doch, natürlich, wir kennen uns doch. Wo waren wir denn noch? Sie kennt mich bestimmt aus den Medien. Und ich so, sie kennt mich bestimmt aus den Medien. Und dann komme ich nach vorne. Und die Kollegin mit der bunten auf den Schoß und sagt, du, ist das nicht der Passagier? Ich denke, oh, oh mein Gott, ja, tatsächlich. Oh Gott, das ist gar kein Kollege in CV, wir sind auch noch nie zusammengeflogen. Also, ja, die Peinlichkeiten mauern hinter jeder Ecke, gerade wenn du unausgeschlafen bist.

02:07:41Speaker 1 Ja, äh Gott. Wollen wir das so im Raum stehen lassen?

Speaker 2 Wollen wir das?

Speaker 1 Ja, machen wir. Und alles wird gut, kann ich mal nur sagen. Das ist ja gut. Alles wird gut, alles wird gut.

Speaker 2 Genau.

Speaker 1 Dann machen wir eine Sack-So, vielleicht, wer weiß. Machen wir noch eine dritte Folge. Warum nicht? Ich glaube, wir kriegen immer wieder Sachen zusammen.

Speaker 2 Also wenn Interesse besteht und wie gesagt, wenn die Leute das gerne hören möchten, was wir zu erzählen haben, dann plaudere ich gerne aus dem Nähkästchen.

Speaker 1 Ja, genau. Und verrat das eine oder andere. Denn aber mit Realnamen, ne? Wir haben sie ja heute nur angedeutet und dann nehmen wir sie ihre Realenamen.

02:08:13Speaker 1 Na gut, okay, genau. Also ich sag. Bea, vielen Dank.

Speaker 2 Sehr, sehr gerne. Hat mir sehr viel Spaß gemacht.

Speaker 1 Mir auch, ebenfalls, war sehr, sehr schön. Ihr könnt uns auf den üblichen Wegen erreichen. Ihr kennt das ja, ich muss mich das nicht wieder aus dem Kopf leiern hier. Bei Twitter frag CFU. Twitter gibt es immer noch. Bei Mastodon Im Ferdiverse kann man nicht unterreiben, du nix, du weißt gar nicht, was das ist.

Speaker 2 Keine Ahnung.

Speaker 1 Instagram, geht es nicht, steht in den Show los drin, ich wiederhole dir das alles gar nichts und ich würde mich freuen, wenn ich höre und Feedback immer willkommen, Fragen an wie ihr auch weiterhin bekommt.

Speaker 2 Sehr gerne. Und

02:08:46Speaker 2 Sehr sehr gerne Tschüss I Lieben Tschüss.