CFWU 176 - Trotz Corona und Kosten: Der Traum vom Fliegen gelingt
Dies ist der dritte und vielleicht letzte Teil einer Mini-Serie über die Ausbildung zur Verkehrspilotin oder zum Verkehrspiloten.
In dieser Folge spreche ich mit Max, der von den Herausforderungen berichtet, in der Coronazeit seine Ausbildung an der European Flight Academy in Bremen zu beginnen und vertragsgemäß abzuschließen.
Er erzählt von den Hürden, die er während dieser außergewöhnlichen Zeit überwinden musste, von Unsicherheiten und Veränderungen im Ausbildungsablauf sowie von den persönlichen und finanziellen Konsequenzen, die diese Zeit mit sich brachte.
Kapitel (40)
- 00:00:00 Begrüßung
- 00:00:47 Vorstellen des Gastes
- 00:02:20 Warum Pilot geworden
- 00:03:48 Zugsimulator
- 00:06:20 Welche Tests waren für die Flugschule nötig
- 00:08:25 Erster Bewerbung/Test für die MPL-Schulung
- 00:10:04 Zweite Bewerbung/Test für die ATPL-Schulung
- 00:13:18 Zwischendurch den PPL gemacht
- 00:15:06 Wann mit der Schulung anfangen
- 00:16:12 Nach 3 Tagen wurde die Schule wieder wegen COVID geschlossen
- 00:16:50 Kosten der Schulung
- 00:18:28 Corona und die Flugschule
- 00:25:40 Unterschied ATPL vs. MPL
- 00:27:29 Auswirkung der Schulungsauflösung für die MPL-Lehrgänge
- 00:29:37 Wie ging es dann für Max weiter
- 00:33:48 Dann Endlich der Anfang der Schulung
- 00:37:42 Erster Theorie Block in Bremen
- 00:39:41 Zweiter Teil: die praktische Schulung
- 00:43:34 Keine Teamflights
- 00:44:20 Referenz zu CFWU-44: Du you wish to GoAround
- 00:45:31 Cirrus in der Schulung
- 00:48:18 Schulung auf eine Bonanza
- 00:49:00 Flugstunden in Goodyear
- 00:54:20 Failure Policiy
- 00:56:29 Letzte Phase in Goodyear: IFR
- 00:57:44 Vergleich zwischen klassischer Flugschule
- 00:59:56 Zurück nach Deutschland
- 01:05:14 Flugplanung
- 01:09:25 MCC Schulung
- 01:13:16 APS MCC
- 01:16:43 Flugschule beendet: was nun
- 01:22:51 Frage von CS: Wie läuft ene Unterrichtstunde ab
- 01:27:27 Stalltraining in der Cirrus
- 01:28:45 Unterschied PPL, CPL, ATPL, MPL
- 01:32:11 Frage von Jörg: Schlafstörung wegen der Schulden
- 01:35:30 Bildungsfond Brain Capital
- 01:39:34 Aussicht auf das Airline Training
- 01:40:38 Die Geschichte zum Ende
- 01:42:24 Point Loma
- 01:44:38 Verabschiedung
Vertagte Themen (2)
- 00:08:11 Unterschiede zwischen den verschiedenen Pilotenlizenzen „„Wir gehen nachher gleich nochmal auf die Arten verschiedener Lizenzen ein.““
- 01:40:25 Max' spätere Airline-Ausbildung und Line Operations nach dem Type Rating „„Vielleicht kannst du irgendwann nochmal erzählen, wie das abgelaufen ist. Vielleicht kriegen wir ja irgendwie noch eine Nachfolgeepisode dahin.““
Links (31)
- Zugsimulatorhttps://train-sim-world.fandom.com/wiki/Train_Sim_World_Wiki
- Welche Tests waren für die Flugschule nötighttps://www.european-flight-academy.com/anmeldung-dlr-test#anchor_com_liferay_journal_content_web_portlet_JournalContentPortlet_INSTANCE_hjvowebcontent
- Zweite Bewerbung/Test für die ATPL-Schulunghttp://www.attc.de/Lufthansa-EFA-ab-initio-via-Interpersonal-Hamburg.htm
- Wann mit der Schulung anfangenhttps://www.google.com/maps/place/Lufthansa+Aviation+Training+Germany+GmbH/@53.0525908,8.7890243,17z/data=!3m1!4b1!4m6!3m5!1s0x47b0d7c2f52df617:0xc315e102963ddbdf!8m2!3d53.0525908!4d8.7890243!16s%2Fg%2F1tdb39yt?hl=de&entry=ttu&g_ep=EgoyMDI0MTIxMS4wIKXMDSoASAFQAw%3D%3D
- Nach 3 Tagen wurde die Schule wieder wegen COVID geschlossenhttps://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/aus-fuer-die-lufthansa-flugschule-bremen-16913405.html
- Kosten der Schulunghttps://www.european-flight-academy.com/de/kosten
- Corona und die Flugschulehttps://www.weser-kurier.de/bremen/wirtschaft/der-traum-vom-fliegen-piloten-trifft-corona-hart-doc7e4h05f2aowtlndzb2k
- Unterschied ATPL vs. MPLhttps://www.linkedin.com/pulse/mpl-vs-atpl-great-debate-laura-burke
- Auswirkung der Schulungsauflösung für die MPL-Lehrgängehttps://www.airliners.de/lh-flugschueler-klagen-ausbildungsabbruch-kritik-tarifflucht/59092
- Dann endlich der Anfang der Schulunghttps://www.weser-kurier.de/bremen/wirtschaft/lufthansa-verkehrsfliegerschule-bremen-kauft-das-areal-doc7lqc12wjmo2wonxomt5
- Zweiter Teil: die praktische Schulunghttps://aviateacademy.com
- Referenz zu CFWU-44: Do you wish to GoAroundhttps://www.comeflywithus.de/2020/12/17/cfwu-44-do-you-wish-to-goaround/
- Cirrus in der Schulunghttps://de.wikipedia.org/wiki/Cirrus_SR22
- Schulung auf eine Bonanzahttps://de.wikipedia.org/wiki/Beechcraft_Bonanza
- Failure Policyhttps://www.european-flight-academy.com/en/faq
- Vergleich zwischen klassischer Flugschulehttps://pilotinstitute.com/part-61-vs-part-141/
- Flugplanunghttps://en.wikipedia.org/wiki/Flight_planning
- MCC-Schulunghttps://en.wikipedia.org/wiki/Multi-crew_cooperation#:~:text=Multi%2Dcrew%20cooperation%20(MCC),crew%20pilot%20license%20(MPL).
- APS MCChttps://wingsalliance.eu/to-aps-mcc-or-not/
- Stalltraining in der Cirrushttps://www.youtube.com/watch?v=SkH-IVhhtK4
- Unterschied PPL, CPL, ATPL, MPLhttps://www.aerointernational.de/industrie-technik-nachrichten/spl-ppl-cpl-atpl-wer-blickt-bei-diesen-pilotenlizenzen-noch-durch.html
- Bildungsfond Brain Capitalhttps://braincapital.de/index.html
- Die Geschichte zum Endehttps://www.plusoneflyers.org/san-diego-bay-transition/
- Point Lomahttps://en.wikipedia.org/wiki/Point_Loma,_San_Diego
- Email: fragen@comeflywithus.demailto:fragen@comeflywithus.de
- Telegramm Channelhttps://t.me/fragCFWU
- @comeflywithus@podcasts.socialhttps://podcasts.social/@comeflywithus#
- Comeflywithus bei BlueSkyhttps://bsky.app/profile/comeflywithus.de
- CFWU bei Threadshttps://www.threads.net/@comeflywithus_podcast
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- https://en.wikipedia.org/wiki/Multi-crew_cooperation#:~:text=Multi%2Dcrew%20cooperation%20(MCC),crew%20pilot%20license%20(MPLhttps://en.wikipedia.org/wiki/Multi-crew_cooperation#:~:text=Multi%2Dcrew%20cooperation%20(MCC),crew%20pilot%20license%20(MPL
Transkript
00:00:00Speaker 1 Hallo Leute, ich freue mich wieder. Es geht los mit einer neuen Episode. Come fly with us. Wir haben den 8. November. Ihr werdet wahrscheinlich diese Folge irgendwann im Dezember hören. Das ist so grob mein Plan, aber hey, things can change. Und dies ist für die Leute, die vielleicht zufällig in diese Folge reinstolpern, das ist der dritte Teil einer kleinen Miniserie, die ich gemacht habe. Ich glaube, so nennen sie das ja auch mal mittlerweile über Netflix oder irgendwann immer so eine Miniserie. Das Thema hier ist So, Bewerbung bei der DLR und bei der Interpersonal oder der European Flight Academy.
00:00:33Speaker 1 Ich habe da drei Schicksale gerade Ein bisschen beschrieben gehabt in der, also das hier ist das dritte Schicksal. Und heute begrüße ich sozusagen meinen meinen Gast, der mir seine Version seiner Geschichte irgendwie erzählen möchte. Das ist Max. Hallo Max, wie geht es dir?
Speaker 2 Guten Tag. Hi Steffen, danke für die Einladung. Mir geht's gut. Ich freue mich, hier zu sein und ein bisschen mit dir über die Ausbildung zu quatschen und. Bin gespannt, was du so für Fragen hast.
Speaker 1 Ja, ja, das ergeben sich ja meistens immer im Laufe des Betriebs.
00:01:03Speaker 1 Sag mal, nur ganz kurz, ich sag mal wieder, falls man da nicht durchhört, weil die Leute gleich irgendwie rausspringen können, wo stehst du gerade? Was Was ist dein Status, was ist für dich der nächste Schritt?
Speaker 2 Also, ich habe Anfang August meine Schulung zum Verkehrsflugzeugführer ATPL beendet und habe jetzt meine Lizenz, mein Frozen ATPL. Und ich bin jetzt gerade am Warten und am Bewerben und es entscheidet sich in den nächsten Wochenmonaten, wo ich dann final hingehe fürs Type Ready.
00:01:35Speaker 1 Ah, okay, cool. Falls nämlich auch jemand hier reinstolpert, dass er sagt, was höre ich da eigentlich und dann ganz zum Schluss erst das aufgelöst wird. Nein, ich habe sozusagen den Cliffhanger gleich vorne gebracht, aber es soll ja auch. . Es ist zwar eine Miniserie, wie ich das nenne, aber es soll ja lehrreich sein für alle anderen, sozusagen das ist mein Konzept hierhinter. So, pass mal auf. Also folgendes. Du bist, also jetzt war Kästbruchzeugführer geworden, aber irgendwann hast du ja mal angefangen mit der Fliegerei und es kommt so, ich habe das ja schon mal gesagt, ich war ja auch mal Sprachprüfer bei meiner alten Firma und da musstest du eine freie Frage stellen, sozusagen, das war ein Teil der Aufgabe, und die mussten sie dann in ihren Level 4 Englisch, was man nur benötigte damals, die haben alle mehr gehabt, ist klar, aber
00:02:15Speaker 1 Beantworten. Die Lieblingsfrage immer, why did you become a pilot? Sozusagen. Ja. Kannst du in Deutsch machen, bitte? Deutsch. Mach ich. Ja, okay.
Speaker 2 Also gute Frage. Also als Kind habe ich mich immer für Züge interessiert und habe zu Hause Zugsimulator gespielt und irgendwann wurde mir bewusst, dass es auch einen Flugsimulator gibt. Und das war immer so der große Trauma, Flugsimulator zu Hause zu haben. Und zu meiner Konfirmation habe ich mir dann Geld gewünscht und einen Computer aufgebaut, der den Flugsimulator beherrschen konnte.
00:02:47Speaker 2 Und dann habe ich eigentlich nichts mehr anderes gemacht neben der Schule, als am Flugsimulator zu hängen. Und dann hat sich der Traum eigentlich gefestigt und es kam für mich nichts mehr anderes in Frage, als Pilot zu werden.
Speaker 1 Ich kenne auch so einen, der sehr viel in seiner Freizeit dann Flugzybel hat. War das so das Ganze? Ich meine, du bist ja auch, ich sag mal, Jung, im Anflug schräg, ähm, da war das Ganze so mit dem ganzen ATC-Net, wo man dann geflogen ist, nachher auch diese Langstrecken- oder Mini-Langstreckenflüge von Berlin nach Sofia und sowas, solche Dinger mit ATC und alles dran.
00:03:22Speaker 2 So professionell habe ich das gar nicht betrieben. Also ich bin bloß im Flugzeug rumgeflogen und das hat mir schon gereicht.
Speaker 1 Ja, ja, okay. Jetzt habe ich natürlich eine Frage: Zugsimulator, ganz kurz, wie funktioniert das? Ich habe ja wirklich null Ahnung von Zügen. Ich weiß, die haben Zugpläne und Fahrpläne, haben die auch alles und so. Und das wird da auch alles gemacht, ne?
Speaker 2 Ja, ja, es gab früher von Microsoft den Train Simulator. Ich weiß nicht, ob es den noch gibt. Ja. Aber damals, so in den 2000ern, war das, glaube ich, ein großes Ding.
Speaker 1 Aha, okay, cool. Ich glaube muss ich mal, muss ich mal, äh, 2000er? Welche meinst du jetzt? Die Anfang 2000er oder?
00:03:53Speaker 2 Die Anfang 2000er. Da war ich relativ jung, so, keine Ahnung, so. 6, 7, 8, als man so die ersten Berührungspunkte mit dem Computer hatte, habe ich da Zugsimulator gespielt.
Speaker 1 Alles klar, gut, da will ich auch gar nicht weiter eingehen. Genau. Aber jetzt, wenn ich hier sehe, darf ich dein Alter sein eigentlich? Verzeihung? Darf ich dein Alter sagen? Ja, darfst du. Okay, gut. Ich mach das mal hier bei der Höhe, dann kannst du mich vielleicht besser verstehen. Also du bist 27 Jahre alt, steht hier in deiner Vita sozusagen. Und ähm
00:04:24Speaker 1 Bis Gott sei Dank jetzt endlich fertig. Es gibt ja auch einige. Also aus meinem Lehrgang zum Beispiel hat sich einer, ist auch erst mit 26 in die Flugschule eingestiegen, damals. Also das war so das letzte Alter oder 27 war er, glaube ich, schon. Als er als er angefangen hat. Also es gibt halt Leute, die fangen halt später an, du bist jetzt immerhin fertig. Und das heißt, du hast schon, wie ich sehe, aber nicht gleich nach Mabi damit angefangen, diesen Weg zu gehen, oder?
Speaker 2 Korrekt. Also ich habe Abitur 2016 gemacht und zu der Zeit hat Lufthansa gerade einen Einstellungsjob gehabt oder auch einen Ausbildungsjob.
00:04:59Speaker 1 Ja, okay.
Speaker 2 Und da auch von Anraten meines Vaters musste ich da erstmal was anderes machen, gezwungenermaßen.
Speaker 1 Anraten des Vaters musste ich. Ja. Okay, ja. Kann man so stehen lassen. Ja, okay. Ja, ist ja so, ist ja alles gut. Aber Das hat auch was Gutes. Wer die erste Folge mit Selina gehört hat, zufällig ging es um einen Einstellungstest bei Lufthansa oder bei der DLR, um das Zertifikat, auch da war das immer ein Highlight, den sie sagte, dass sie ähm
00:05:32Speaker 1 schon was in der Hand hatte, bevor sie zu diesem Test gegangen ist. Und das ist eine schöne Sache, die ihr geholfen hat, sozusagen. Vielleicht weiß ich, wie es bei dir war oder irgendwas. Und diese Einstellungsstops, nur so in dem Bike will ich auch mal erzählen, die ziehen sich ja, seitdem ich fliege, ziehen die sich durch. Ich habe mich beworben, da gab es auch einen Einstellungsstopp Sozusagen. Also, und das war Mitte der 80er. Also von der Seite her ist das normal. Also okay, dann war es ein Einstellungspost, dann hast du studiert.
00:06:02Speaker 2 Genau, ich habe studiert, aber tatsächlich ohne Abschluss bei 2018 habe ich dann mitbekommen, dass die Eva wieder Vollgas gibt und wieder einstellt. Und ich habe mich dann Ende 2018 beworben. Okay.
Speaker 1 Und ähm was äh ja, wie ganz kurz, wie war denn bei dir? Ich glaube die Begriffe bei den Einstellungstests, also falls ihr diese Folge mit Selina gehört haben solltet. Die benutzen ganz andere Begriffe. Wie hieß bei dir nochmal was? Was hast du da was gemacht?
00:06:32Speaker 1 Was musstest du dort machen? Nur mal so als kleine Auffrischung oder irgendwie sowas?
Speaker 2 Also es gab zwei Möglichkeiten, mich zu bewerben. Einmal für den Eva-MPL-Weg. Der dann die Möglichkeit hatte, ins Lufthansa-Cockpit zu führen und den RTPL-Weg, der eher für Eurowings und andere Group Airlines vorgesehen war. Und natürlich hat man sich zuerst vor den MPL-Weg bewoben und da lief das Auswahlverfahren wie schon immer über StLR.
Speaker 1 Warum natürlich hat man sich erst für den NPL-Weg gewonnen?
Speaker 2 Weil man mit dem MPL und dieser Selektion die Möglichkeit hatte, ins Lufthansa-Cockpit zu kommen.
00:07:06Speaker 1 Ja, das ist Das ist ja das, was am Ende das Ziel von vielen ist. Ist es auch, dass Lufthansa Cockpit. weil wegen Langstrecke oder bessere Langstrecke oder weitere Langstrecke und egal wo du am Ende ist, selbst wenn die, also es gibt nur wenige, die woanders angefangen haben, aber dann am Ende nicht sagen, sie wollten, die hatten nie, wollten nie zur Lufthansa. Das habe ich irgendwie noch nicht erlebt.
00:07:38Speaker 1 Ich will das nicht Na, also manche Leute, die, die, die, habe ich das Gefühl, die sagen, dass, ich will jetzt gar nicht tiefer reingehen, aber das ist halt, ja, ist halt das Ziel. nicht unbedingt aus finanziellen Gründen, da gibt es wirklich manche Arbeitgeber am Ende, da kommt da mehr raus, also das darf man überhaupt nicht verheimlichen, aber es ist halt der größere Laden mit den größeren Möglichkeiten sozusagen. Genau. Genau, okay. Und auch bei Flugbegleitern und sowas, das geht genau das Gleiche. Also da gibt es wirklich tatsächlich bessere, verdiene Ecken, aber weiter rum in der Welt kommst du halt.
00:08:11Speaker 1 mit der Hansa, so ist es nun mal. So, okay, Entschuldigung, ich hab dich wieder abgewirkt. Du hast dich also für die EFA-LPL bewort. EFA ist die European Flight Academy und die boten zwei Lehrgänge an. Wir gehen nachher gleich nochmal auf die Arten verschiedener Lizenzen ein. Das kommt in den Fragen noch vor Sendeplan. Du hast dich also erst für den NPL beworben.
Speaker 2 Genau.
Speaker 1 Und wie lief das?
Speaker 2 Das war ein zweistufiges Auswahlverfahren, zuerst mit der Berufsgrunduntersuchung.
00:08:42Speaker 2 Die habe ich dann Anfang 2019 absolviert und habe da auch eine positive Rückmeldung bekommen und wurde dann zur Firmenqualifikation
Speaker 1 Ganz gut, die erste, diese Berufs- und das war das, was jetzt das DLR-Zertifikat ist, ne?
Speaker 2 Kann man sagen. Genau, aber man wurde dafür eingeladen und durfte sie auch plus einmal machen damals.
Speaker 1 Ah, okay. Das ist spannend.
Speaker 2 Ich hoffe, ich erziele keinen Quatsch, aber ich dachte, wenn man einmal in diesem Selektionsprozess ist und man fliegt raus, darf man sich nicht nochmal bewerben für diesen Eva-MPL-Weg.
Speaker 1 Okay, das ist ja auch, gibt es den Weg überhaupt noch Eva-MPL?
00:09:12Speaker 1 Also er gibt es nicht mehr. Genau, richtig. Also braucht man, selbst wenn das jetzt richtig oder nicht richtig ist, völlig wurscht. Spielt keine Rolle. Ja, ja, genau, richtig. Okay, gut. Genau. Ja, etc.
Speaker 2 Und dann wurde ich zur zweiten Selektionsprüfe eingeladen, Firmen- oder Gruppenqualifikation. Ich bin mir nicht ganz sicher, wie es damals hieß, 2019. Und da habe ich dann tatsächlich nach dem Bewerbungsgespräch eine Absage bekommen. Mhm, okay.
Speaker 1 Und Das finde ich interessant. Du hast hier auch FQ reingeschrieben.
00:09:42Speaker 1 Ich kannte das Begriff auch unter FQ, Firmenqualifikation. Und da hatte ich im Kopf, dass man sich da nicht nochmal bewerben kann. Aber das ist korrekt. Ja, okay. Also mit anderen Worten, du hast aber nicht aufgegeben, ne? Anscheinend. Nee, auf keinen Fall. Okay, gut. Und wie ging's dann weiter?
Speaker 2 Für dich zumindest. Genau, direkt danach ging die Bewerbung für den Eva ATPL-Weg raus. Damals quasi so das zweitbeste, was man haben konnte.
00:10:12Speaker 2 Aha. Und da wurde ich dann im September eingeladen für die Basic Qualification. Das nennt sich dann so, weil das bei Interpersonal gemacht wird, also einer anderen Dienstleister. Und da gab es da eine positive Rückmeldung und dann im nächsten Monat direkt die DQ und dann gab es da auch eine positive Rückmeldung und schon hatte ich dann. . Die Möglichkeit an der Eva meine Ausbildung zu machen.
Speaker 1 Das heißt, ähm, jetzt mal so, was man dir damals gesagt hatte, war dann
00:10:44Speaker 1 Also diese, diese, dieser Berufsqualifikation, wie es hieß früher, das oder jetzt das, was hier heute Zertifikat hast du in der DLR. Das hast du beim anderen Dienstleister gemacht dann, sozusagen. Und war aber war die Prüfung irgendwie großartig anders oder irgendwas?
Speaker 2 Ja, also das ganze EVA-ATPL-Auswahlverfahren lief bei Interpersonal. Das ist ein Auswahldienstleister, so wie StLR in Hamburg auch. Und ja, die Tests, also die waren jetzt bloß im Detail anders, aber die haben im Endeffekt die gleichen Fähigkeiten abgetestet wie beim DLR.
00:11:17Speaker 1 Okay. War das ein Rutsch denn? Also die Berufsqualifikation und die Firmenqualifikation, du hast ja andere Begriffe reingeschrieben, ne? Das war dann irgendwie. Genau, BQ und GQ. War das in einem Rutsch oder musstest du an zwei Terminen auch kommen?
Speaker 2 Ich musste auch an zwei Terminen kommen, das läuft meistens so, dass du dann erstmal, also heute brauchst du erst DLR-Zertifikat und du kannst dich bewerben. Damals warst du, du hast die erste Stufe gemacht, dann gab es eine positive Rückmeldung und dann wurdest du zur zweiten Stufe eingeladen.
Speaker 1 Und für alle diese Tests musstest du bezahlen, oder?
00:11:48Speaker 2 Nö, musste ich nicht.
Speaker 1 Ah, okay. Ich dachte für, also zumindest auch damals schön für diese Berufsqualifikation, dass man dafür bezahlen muss, auch bei der DLR.
Speaker 2 Nö, ich musste für nichts zahlen. Ah, okay, cool.
Speaker 1 Okay, also möglicherweise, wie die Siline auch sagte, manchmal gibt es so Sonderangebote und vielleicht gab es auch manchmal Phasen, wo sie gesagt haben, es gibt Ja, genau. Das ändert sich wahrscheinlich, je nachdem, wie dringend sie Leute machen. Also spekuliere ich jetzt. Also ich habe das mal auch im Kopf, dass es mal was gekostet hat.
00:12:20Speaker 1 Also interessanter.
Speaker 2 Das war grundsätzlich kostenlos. Also ich bin mir ziemlich sicher. Okay. Also ab 2017, wo sie die Schule wieder aufgemacht haben, musste man nichts dafür zahlen.
Speaker 1 Okay, genau, das mal sein. Aber davor, dass sie irgendwann haben, sie dafür auch nochmal was hat. Tatsächlich. Also ohne Gewehr, ne? Also das, ähm, aber wir sind ja. Ja, genau. Okay, gut. Alles klar. So, das, was bedeutet das jetzt? Was hat man dir denn jetzt gesagt für diese Diese Bewerbung jetzt für den ATPL-Lehrgang. Hieß es dann, du kommst, hieß es dann von der Lufthansa, du kommst hier nicht rein, du kommst hier nicht rein?
00:12:52Speaker 1 Oder ist der Weg jetzt trotzdem immer noch offen, sozusagen, am Ende?
Speaker 2 Jetzt in meiner aktuellen Situation, meinst du?
Speaker 1 Ja, ja, genau, richtig.
Speaker 2 Ich habe jetzt tatsächlich aufgrund einer Betriebsvereinbarung das Recht, Zur Lufthansa wieder gekommen.
Speaker 1 Siehst du, das ist ja. Das Leben ist voller Überraschung. Ist immer wieder schön. So, okay, gut, aber so. Oh, ich sehe gerade hier, du hast aber vor, hast du ja schon angefangen zu fliegen, richtig?
00:13:25Speaker 2 Genau, ja.
Speaker 1 Und jetzt lese ich hier 2015, jetzt habe ich diese kleine Spalte, ich habe nämlich eine kleine Spalte, hast du vorher schon geflogen, sozusagen. Also jetzt muss ich nochmal, jetzt muss ich mal ganz kurz zurückgehen. Also du hast. Du hast studiert, wie ich sehe, Maschinenbau, dann Biologie. Ich schließe dir auch nahe. Also das nächste, was ich nach Maschinenbau studieren würde, wäre Biologie. Entschuldigung. Und so, und dann hast du dich 2018 beworben bei der EFA bei Jörg in Fly Gaby für den MPL.
00:13:56Speaker 1 Sehe aber, du hast 2015 Den PPL gemacht, ne? Sozusagen. Genau. Okay, gut. Und den hast du wo gemacht? Also nur mal so rein, irgendwie.
Speaker 2 Den habe ich in Chemnitz-Jarnsdorf gemacht. Das ist so eine 900 Meter Asphaltpiste bei uns, also in der Nähe von Chemnitz. Ich komme ja aus der Nähe von Leipzig, aber ein Stück weg. Gibt es einen kleinen Flughafen und ich bin da reingekommen über einen guten Freund von meinem Vater, der eigentlich Bauingenieur ist, aber auch seine Fluglehrerlizenz hat und da durfte ich ab und zu mal mit fliegen.
00:14:30Speaker 2 Der hat mich dann noch ausgebildet.
Speaker 1 Ah ja, okay, gut. Und das hat natürlich dein Bestreben da noch mehr diese Karriere einzuschlagen, natürlich bestätigt. Irgendwie sowas.
Speaker 2 Ja, also es war schön mit kleinen Flugzeugen zu fliegen, aber es war immer der Wunsch da, das Ganze auf einem höheren Level professioneller zu machen.
Speaker 1 Ja, ja, klar, logisch, logisch, logisch. Und das Kleine darfst du aber nicht vergessen, ne? Denk daran.
Speaker 2 Logisch, also ich fliege immer noch gern kleine Flugzeuge, aber die Professionalität, die war mir halt wichtig.
Speaker 1 Ja, ja, nee, das ist alles gut. Okay, cool. So, und dann hattest du, wie ich hier sehe, jetzt tun leid, ich springe wieder, die Leute können mir wahrscheinlich kaum folgen.
00:15:06Speaker 1 So, dann hast du also deine Bewerbung bestanden bei der Interpersonalberufsqualifizierung, dann die Gruppenqualifizierung. Und wann fängst du denn an in der Flugschule sozusagen dich beschulen zu lassen, sozusagen.
Speaker 2 Das war im Frühjahr 2020. Okay. Aber ja, wie jeder weiß, war das nicht so eine sinnvolle Zeit, um seine Schulung anzufangen.
00:15:36Speaker 2 Ja, okay. Und Ich bin mir nicht ganz sicher. Ich war einen Tag zum Welcome Day da, da wurden wir rumgeführt. Wir sind mit großen Augen durch die Flugschule gelaufen und es wurde alles gezeigt. Wo denn? In Bremen.
Speaker 1 In Bremen noch, okay, gut, alles klar.
Speaker 2 Dazu kurzer Einschub. Es gab dann aber auch eine räumliche Trennung zwischen den MPL-ern und den ATP-Lern. Ah, okay. Die MPLer waren quasi im alten Lufthansa-Gebäude in dem Großen. Und irgendwann wurde da so ein kleiner Turm angebaut hinten mit einigen Räumen und dort wurde ATPL geschult und wird heute auch wieder ATPL geschult.
00:16:11Speaker 1 Okay. Das heißt, und wart ihr irgendwie markiert? Hattet ihr irgendwie oder irgendwas so?
Speaker 2 Also ich war ja plus drei Tage an der Flugschule. Achso, okay, gut.
Speaker 1 Hat man dir denn, ähm, du hast also im Frühjahr der 2020 angefangen, da musstest du auch wahrscheinlich schon Schulungsvertrag und etc. alles unterschreiben.
Speaker 2 Ja, genau.
Speaker 1 Da war denn, ähm War denn, als du dich zuerst beworben hast für die MPL-Schulung und ATPL-Schulung, bestand da irgendwie ein
00:16:44Speaker 1 Unterschied in den Kosten, die man dir gesagt hat? War der MPL günstiger oder ATPL teurer oder umgekehrt?
Speaker 2 Oh, das war damals sehr dynamisch. Also ich hätte den ATPL für 60. 000 angefangen. Der MPL war damals 80. 000.
Speaker 1 Okay.
Speaker 2 Aber es war gerade im Umschwung, dass sie beides auf 90. 000 erhöhen wollten.
Speaker 1 Okay. Und wie weißt du noch, wie die Wie die Modalitäten war, wie weit musstest du einen Vorgäst geben und wie weit konntest du hinterher das abschottern sozusagen?
00:17:18Speaker 2 Das wurde vollständig gestundet von der Lufthansa oder von der Flugschule und danach, wenn man es von einem Arbeitgeber der Lufthansa Group ist, dann haben die quasi die Stundung übernommen und man konnte dann sich die Raten aussuchen, wie man es ab dem ersten Gehalt zurückzahlt.
Speaker 1 Okay. Und die Zeit, weil es sind ja immer Wartezeiten Seit dir kennen das irgendwie dazwischen Ende der Schulung und jetzt, wenn du dann irgendwann anfangen solltest, musst du da jetzt irgendeine Minisumme oder irgendeinen Betrag bezahlen in der Zwischenzeit oder geht das erst los, wirklich, wenn du dann sozusagen im Cockpit sitzt?
00:17:51Speaker 2 Kleine Korrektur, ich habe diesen Vertrag nicht mehr, weil ich ja zwei Jahre Pause dazwischen hatte und ich bei mir wurde es jetzt nicht mehr gestundet mit meinem neuen Vertrag.
Speaker 1 Nochmal ganz langsam, was bedeutet?
Speaker 2 Genau, also ich habe ja 2020 angefangen und dann wurde die Schule dicht gemacht für zwei Jahre. Okay. Und dann lief es darauf hinaus, dass sie uns ATP-Ler und auch die MPLer an alle möglichen Flugschulen in Deutschland schicken wollten, weil sie gesagt haben, die Lufthansa bildet in den nächsten fünf Jahren nicht mehr aus.
00:18:21Speaker 2 Und ich war damit nicht einverstanden, wollte aber jetzt auch keine rechtlichen Schritte gegen die Flugschule voreinnehmen, wie gesagt, eingehen. Hab dann den Aufhebungsvertrag unterschrieben. Ich weiß jetzt nicht, ob das schlau war im Nachhinein, wahrscheinlich nicht, weil die Konditionen besser waren damals. Aber dadurch Wurde ich wieder eingeladen 2022 und bin jetzt quasi im besseren Schulungskonzept drin.
Speaker 1 Ah, okay. Da müsste man einen kleinen Recap machen. Also, genau, sonst wird das hier damit den Leitfaden wieder irgendwie raufkriegen.
00:18:55Speaker 1 Weil das ist ja, ich fing an, so erzähl mal, wie es gelaufen ist und dann habe ich nach Kosten gefragt und ich weiß, es lief ein Klagen, es ging da richtig hoch und runter in der Zeit, glaube ich. Und vielleicht kannst du das einmal für die anderen so zusammenfassen oder irgendwas. Wir haben ja vorher die Folge mit dem Lukas gehört, der hat bei dem Schweizer Teil der Eva irgendwie angefangen und bei dem. . . ist die Situation ja, wie wir hören, ein bisschen anders, aber er ist ja auch noch nicht so weit. Und du bist ja aber halt weiter, aber du hast halt die deutsche Seite des Corona-Dramas mit
00:19:25Speaker 1 bekommen und des Flugschulendramas. Und erzähl doch mal, zumindest aus deiner Sicht, wie das jetzt passiert ist. Du hast angefangen und warst im Frühjahr 2020. Mich wundert überhaupt, ich meine, da war full blonde Corona doch schon echt absehbar. Und warst du nur drei Tage da?
Speaker 2 Und ich war drei Tage da.
Speaker 1 Genau, genau. Und was erzähl mal dann chronologisch so, wenn du das schaffst, so im Kopf. was denn so mit diesen ganzen Lehrgängen so passiert ist und genau, dann kannst du deine Geschichte in dem Teil erzählen, vielleicht, wenn du Lust hast.
00:19:57Speaker 1 Also zusammenkommen kann, das ist ja total spannend.
Speaker 2 Ja, also ohne Gewehr, ich meine es war eine hochkomplexe Situation. Ich weiß auch nicht genau, wie es bei den MPLern lief. Auf jeden Fall wurde die Schule erstmal dicht gemacht. Anfang März war das. Und dann wurden wir mit einem Newsletter immer hingehalten. Also wird gesagt, ja, Ende Mai macht die Schule wieder auf oder ab Juni, glaube ich. die Trihe und dann wurde gesagt, ja, ab August macht die Schule wieder auf und es wurden dann also ein Newsletter für uns gemacht, der so gezeigt hat, wie schlecht es der Luftfahrt geht und so, dass wir
00:20:30Speaker 2 So ein bisschen drauf eingestimmt wurden, was noch kommt?
Speaker 1 Die kenne ich diese, diese Duiceletter, die sie sind mir sehr vertraut.
Speaker 2 Und dann ging es weiter bis Januar 2021, also das sollte unsere Fortsetzung der Schulung sein. Und dann kam glaube ich Ende 2020 In die Trihe, so, ja, ich glaube, dann wurden wir zu Calls eingeladen und da wurde so gesagt, Leute, hier wird nichts mehr. Und
00:21:00Speaker 2 Bitte unterschreite den Aufhebungsvertrag, die nächsten fünf bis zehn Jahre werden wir keinen Bedarf für Piloten haben. Also ich glaube, es sind wirklich die Zahlen, die genannt wurden. Und Es wurde gesagt, Leute, die schon in der Multi-Engine-Phase sind, werden fertig geschult, aber alle vorher, die können die Möglichkeit nutzen, eine andere Frage zu verändern. Flugschule zu gehen. Das war so ein bisschen interessant, weil das so ein Flugschulwechsel beinhaltete und es war nicht ganz sicher, ob das mit dem Vertrag vereinbar war. Und dann wurde mir angeboten 2021 an eine Flugschule in Mitteldeutschland zu gehen.
00:21:34Speaker 1 Okay. Und war da schon irgendwie irgendwas, also bis jetzt, bis dahin musstest du nicht irgendwelche, ich sag mal, Kosten oder irgendwie sowas bezahlen. Also ich schätze nicht mal, sondern du warst halt einfach, ging es nicht hin zur Schule und man hat oder haben sie doch gesagt, aber wir kriegen trotzdem Geld von dir oder irgendwas in der Art.
Speaker 2 Nein. Oder nicht? Nee, natürlich nicht. Also ich hatte 3000 Euro Bearbeitungsgebühr für die Stundung überwiesen und da war dann plus die Frage, als ich den Aufhebungsvertrag unterschrieben habe, ob ich die zurückbekomme oder nicht, aber die haben ihn natürlich zurückbekommen.
00:22:04Speaker 1 Genau, also ja, genau, also dir wurde angeboten, an andere Schulen zu gehen. Genau. Und zu welchen zu den gleichen Kosten? Genau, zu den gleichen Kosten. Okay. Und oder einen Aufhebungsvertrag. Genau. Ja. Und du hast die Option Aufhebungsvertrag gewählt.
Speaker 2 Genau.
Speaker 1 Und welche Begründung oder welche Gründe hattest du da für dich da?
Speaker 2 Kopf. Ich wollte nicht an die Flugschule. Es war jetzt nicht so eine renommierte Flugschule in Deutschland.
00:22:35Speaker 2 Ich wollte halt die beste Ausbildungsqualität haben und habe gesagt, ja, dann erstmal nicht. Das war so mein Gedanke dahinter. Also jeder, der sich mit Recht ein bisschen auskennt, sagt, ich hätte nichts unterschreiben dürfen und es gibt auch Leute bei mir im Kurs, die haben das nicht unterschrieben und sind jetzt trotzdem an der Schule, aber So ist es nun mal gekommen. Im Nachhinein ist geschlauer.
Speaker 1 Ja, okay. Ja, gut. Aber damit hättest du auch deine 3000 Euro wieder bekommen, zumindest
Speaker 2 Genau, ja, ich habe alles zurückbekommen, was ich was ich gezahlt hatte.
00:23:05Speaker 1 Ja, gut, ich meine man muss sich ja mal so rein verlegen, dass Die Situation, die, so die Stimmung, die er war, also ich war da in der Stimmung, dass mein Flieger nie wieder fliegen wird, da 80 da abgemustert wird. Und ich habe die Entscheidung getroffen, sogar mit der Pflegerei aufzuhören in dieser Gedankengang. Also das ist alles, das ist schon eine schwierige Situation gewesen. Und Ich meine, irgendwie muss es ja auch, ich sag mal, dein Brotkorb sollte ja auch gefüllt werden in der Zeit und irgendwie muss man ja irgendwie irgendwas tun und das Geld irgendwo herkriegen. Deswegen, also ich kann das, ich kann das schon verstehen, diese Gedanken, dass man den man da hat.
00:23:35Speaker 1 Und 3000 haben ist ja besser, ne? Haben oder nicht haben, sind dann 6000, sag ich mal so. Ja, ist das so der Spruch. So, okay, dann kannst du mal, also manche Leute haben den Aufhebungsvertrag von dir nicht unterschrieben, aber sind dann zu den anderen Flugschulen gegangen, richtig? Oder? Ja, okay. So, und jetzt, das war deine Situation. Wie ist es denn so weiterentwickelt in der Zeit? So vielleicht, ähm was aus der Schule geworden ist oder was die anderen Kollegen gemacht haben, wenn du da so ein paar Geschichten gehört hast, das wäre mehr, das wäre, also mich würde das interessieren, ich bestimmt vielleicht die HörerInnen auch, weil
00:24:13Speaker 2 Ja, also ich meine die MPLer, die haben ja geklagt und die sind dann alle an die TFC gegangen, weil das die einzige Schule in Deutschland war, die MPL ausgebildet hat.
Speaker 1 Weil die einen speziellen MPL-Vertrag mit Ziel Lufthansa hatten. Und da ist keiner rausgegangen. Die haben wahrscheinlich denselben Auflösungsvertrag bekommen, könnt ihr mir vorstellen.
Speaker 2 Oder Aufhebungsvertrag? Ja, ja, die haben dieselbe Option gehabt. Die hatten sich dann rechtlichen Beistand geholt und die meisten sind hingegangen. Ich weiß aber auch von ein paar, die auch einen Aufhebungsvertrag unterschrieben haben.
00:24:43Speaker 1 Okay. Und dann haben sie zu welcher Schule? Ist das die Mönchengladbach gewesen?
Speaker 2 Nee, nee, TfC Käufer, das ist in Essen.
Speaker 1 Ah, Essen oder Essen-Mühler. Ja, das meinte ich auch. Essen-Müller. Man muss ja dazu sagen, dass so ein MPL ja ganz strikt, zumindest damals, auch ein eine Am Anfang sogar an eine Airline geboten war, dass dort der restliche Teil der Ausbildung konkret für das Multi-Cockpit, Multi-Q-Cockpit ausgelegt war.
00:25:17Speaker 1 Deswegen heißt es ja auch MPL. Und Multi-Pilot License, ne? So, genau. Und weißt du bei Essen Mülheim, welche mit der Käufer, mit welcher Airline er da sozusagen zusammengearbeitet hätte? Weißt du das?
Speaker 2 Das ist eine gute Frage. Also die werden sicher Lufthansa-Procedures genutzt haben in der Ausbildung.
Speaker 1 Ja, aber trotzdem ist ja, du kriegst ja dann deinen Schein beim MPL. Vielleicht müsste doch ein bisschen Unterschied zwischen ATPL und. . MPL so ein bisschen aufklären.
00:25:48Speaker 1 Also ein ATPL, korrigieren wir mal, wenn ich es irgendwie falsch schläge, ist halt, ist mittlerweile modular aufgebaut. Du hast dein Fixed Bam PPLR an, da machst du dein CPL, da darf ein bisschen, kannst du in gewissen Bereichen Geld mit verdienen, machst du da ein AFA dazu und wenn du dann die Theorie dazu gemacht hast, kannst du dann in den Status, zumindest in Europa des Frosen-ATPLs, kommen. dann darfst du noch nicht der Commander sein eines Flugzeuges, also der PIC, PIC, Pilot in Command oder Kapitän oder wie immer das nennen möchte, der verantwortliche Luftfahrzeugführer.
00:26:22Speaker 1 erst wenn du genügend Stunden gesammelt hast in einem weiß es dann Airline-Coppet oder ein Betrieb, der solche Lizenzen benötigt zum Fliegen für seine Flugzeuge genügend Stunden hast, dann kannst du den ATPL bekommen und dann auch linke Seite als verantwortlicher Flugzeugführer fliegen, sozusagen. So. Und Und der MPL ist halt so aufgebaut, dass du diesen kleinen PPL-Teil und CPL-Teil, das sind die total Skips, dass du eigentlich
00:26:56Speaker 1 so konkret auf dem Zwei Mann Cockpit Schulz oder Zweifrau-Cockpit, ich habe gestern den Film Der weiße alter Weiße Mann gesehen, dass so konkret Schulz, dass Ja, du am Ende ja gar nicht eigentlich in so einen einmotorigen Single-Pile-Flieger fliegen darfst, weil du dafür gar keine Berechtigung hast. Also so. Extrem speziell. Das heißt, wenn der Käufer, der, wenn die Käufer, also der Flugschule Käufer damals, die ja diesen MPL angeboten hat,
00:27:26Speaker 1 Wo werden die denn weiter geflogen? War das bekannt für diejenigen? Weil das gehört ja zwingend dazu, das geht ja gar nicht anders.
Speaker 2 Gute Frage, ich weiß gar nicht, ob die das ohne Airline im Nacken gemacht haben. Ich glaube, es war nicht möglich und die haben den MPL, soweit ich weiß, für Condor gemacht. Daher kam das und ich denke, das war sich auch die einzige Möglichkeit, wenn du da privat hingegangen bist, den NPL zu machen.
Speaker 1 So, also theoretisch wäre das glaube ich auch für die Flugschule ein teures Konstrukt gewesen, weil sie sich da auch halt eingetragen hat, weil die wahrscheinlich hätte, ich sag mal so, dann die Condor gesagt, ah!
00:28:00Speaker 1 Ihr habt hier also Flugschüler und die sollen ihren MPL abschließen und die sollen bei uns fliegen. Ja, das kostet euch so und so viel. Obwohl man ja dann, also das war schon echt eine wilde Zeit. Und die haben geklagt, ne? Kann das auch sein? Genau, die haben aber geklagt auf Beendigung des MPLs, ne? Das war das doch, ne?
Speaker 2 Genau, also das Ziel war, den MPL eigentlich an den Lufthansa-Standorten durchzuführen, so wie es im Vertrag stand. Mhm. Aber es stand auch so eine Klausel drin, dass es auch andere ausgewählte Standorte sein dürfen.
00:28:33Speaker 2 Das war alles so ein bisschen undurchsichtig und deswegen ging es auch. Froßgericht.
Speaker 1 Ja, ich weiß, das war viel mit der Vereinigung Cockpit zusammen, große Klagen und all sowas. Und ich bin da am Ende wirklich nicht mehr durchgestiegen. Ich hatte meine eigenen Probleme und Deswegen finde ich also spannend, was aus der Flugschule geworden ist. So, okay, du warst ja nun bei den ATP-Lern sozusagen. Also rein theoretisch. Warst du eigentlich, sagen wir mal so, die Leute, die da, warst du in einer besseren Position, weil du bekamst eine Lizenz, mit der du bei jeder Airline hättest dann am Ende einsteigen können.
00:29:08Speaker 1 Nicht nur bei dem, die auf dem MPL zugeschnitten waren, oder?
Speaker 2 Das ist korrekt. Also ich persönlich finde auch die bessere Lizenz. Damals hat man bloß den MPL-Lehrgang so begehrt, weil man halt in Zuftanzercockpit durfte. Das war eigentlich der einzige Grund.
Speaker 1 Ja, genau. überhaupt kein Grund, sich besser zu fühlen. Eigentlich am Ende. Ja, ja, gut, okay, gut. So, okay. Dann bin ich schon wieder abgeschwiffen, weil wir mussten das irgendwie erklären, sonst ergibt es irgendwie keinen Sinn. Du bist also, ähm, hast der Aufhebungsvertrag unterschrieben und dann?
00:29:44Speaker 2 Dann habe ich gearbeitet. Also seit Corona losging, habe ich da an verschiedenen Jobs gearbeitet. Okay.
Speaker 1 Und wieso bist du dann am Ende wieder in die Flugschule reingekommen? Haben die dich angeschrieben dann?
Speaker 2 Ja, also ich hatte auch Kontakt zu den Leuten, die an der anderen Flugschule waren, und die haben gesagt, ja, es geht das Gerücht um, dass nächstes Jahr, also 2022, die Schule wieder aufgemacht wird. Und das verdichtete sich dann irgendwann mehr und dann im Frühjahr 2022 habe ich es mitbekommen und ich habe Initiativ hingeschrieben, habe gesagt, Leute.
00:30:16Speaker 2 Wenn ihr wieder aufmacht, ich bin bereit, ich habe Lust und dann wurde ich zu einem Nachinterview eingeladen, das ist rechtlich notwendig, wenn man so eine lange Pause hatte, dass man schaut, ja Passt dann noch alles sicherheitstechnisch, ja.
Speaker 1 Aber Nachinterview war wegen Zup und irgendwie sowas in der Art oder irgendwas, also wegen dieser Zufällig, oder musstest du nochmal eine Berufsqualifikation oder irgendwie so ein oder waren die nicht mehr gültig oder
Speaker 2 Ja, also die kognitiven Tests musste ich nicht machen, dieses Gespräch hat ausgereicht.
Speaker 1 Ah, okay, alles klar.
00:30:46Speaker 1 Ja, aber ich frage wegen Zup, ne, ob die denn, ob du vielleicht in der Zwischenzeit irgendwie Sagen wir mal so, eine Abenteuerurlaub im Irak gemacht hast und da hätte man gesagt, ach nee, ich weiß mal, keine Ahnung, ne, irgendwas oder hat das, ne? Oder das wurde gar nicht so. Nee, okay, gut.
Speaker 2 Nö, die habe ich natürlich immer verlängert. Also die ist ja auch fünf Jahre gültig, die war da sowieso noch gültig.
Speaker 1 Ja, ja, okay.
Speaker 2 Alles klar. Gut.
Speaker 1 So, und das heißt, du bist denn da wieder neu zur Schule hingegangen. Was haben denn die Kollegen gemacht von dir aus dem ATBL-Ergang, die nicht den Aufhebungsvertrag unterschrieben haben?
00:31:24Speaker 2 Die sind an verschiedene Flugschulen gegangen, zwei Stück. Und die sind dann fertig geworden. Letztes Jahr, 2023, und soweit ich weiß, fliegen die meisten davon jetzt bei einem bekannten Low-Cost-Carrier in Deutschland.
Speaker 1 Okay. Okay, also aber nicht dem, wo du praktisch mit demnächst landen würdest. Das war ja auch mal so ein Low-Cost, also.
Speaker 2 Doch, ja, also es kann sein, dass wir uns da treffen, aber die sind schon deutlich eher reingekommen, muss man sagen.
00:31:57Speaker 1 Alles klar. Bereust du den Schritt, dass du da den Aufhebungsvertrag unterschriebst? Das ist eine doohe Frage, weil immer die Sache ist, hinterher irgendwas zu sagen oder irgendwas, oder haben die sich Haben die sich dadurch besser gestellt oder weniger Kosten, mehr Kosten oder irgendwas in der Art?
Speaker 2 Also ich sage mal, finanziell geht es denen besser durch den alten Vertrag, aber die Schulungsqualität hat natürlich darunter gelitten, dass man an eine andere Flugschule geht, die nicht so gute Procedures hat. Die beste Option wäre gewesen, den Aufhebungsvertrag nicht zu unterschreiben und trotzdem die neue Schulung zu machen, aber das haben bloß ganz wenige geschafft.
Speaker 1 Ja, okay, gut, alles klar.
00:32:28Speaker 1 Gut, okay. Das heißt auch nicht alle, wenn ich das richtig verstehe, nicht alle sind da inher bei der Eurowings oder sonst was gelandet, sondern fliegen auch, keine Ahnung, bei dem Flieger mit dem mit der Haarverhitten am Heck und all sowas. Hab ich das richtig verstanden?
Speaker 2 Ähm, die ATPLer nicht, nee, haben kein Recht. Zum zur Hafe zugehinder.
Speaker 1 Ah, okay. Wieso kein Recht?
Speaker 2 Ja, das ist über eine Betriebsvereinbarung geregelt. Die ist vom letzten Jahr.
00:32:58Speaker 2 Also die müssen in der Group arbeiten, sozusagen. Die müssen nicht in der Group arbeiten, aber die dürfen jetzt nicht zur Mainline gehen.
Speaker 1 Was meinst du mit Mainline?
Speaker 2 Äh, Lufthansa Mainline.
Speaker 1 Ah, also, äh, nee, das sind ja die mit dem Kranich am Heck, die mit der Hafe am Heck. Das sind die irischen Digga, ne?
Speaker 2 Irgendwas. Ich dachte kurz, du hast den Kran nicht als Harfe abstrahlt.
Speaker 1 Also manche Leute so sagen auch Messer und Gabel, aber irgendwas da gerade. Aber nee, die Harfe ist ja diese irische Gesellschaft, die da.
00:33:31Speaker 2 Ja, ja, genau. Ja, nee, da fliegt niemand. Also die haben schon einen vernünftigen Job.
Speaker 1 Okay, alles ist alles gut. Okay, gut. Also ich will auch gar nicht lange rüberreiten. Das ist ja auch alles Schnee von gestern, so kann man das sagen. So, genau. Und so sollen wir das auch sehen. So, dann bist du, hast du wieder angefangen und erzähl mal, jetzt endlich mal, wie ging es weiter? Wir haben die Geschichte von Blukas gehört, wie er angefangen hat in der Schweiz. und so was, wie lief es, bei welchen Locations lief es bei Bremen war ja nicht mehr.
00:34:01Speaker 1 Bremen war dann schon zu, richtig?
Speaker 2 Nicht ganz. Also der Standort Bremen wurde verkauft und man hat sich wieder eingemietet.
Speaker 1 Ja, okay. An die Bundeswehr verkauft oder wurde das AW?
Speaker 2 Nee, ans Land Bremen, an die Hochschule. Ah, okay, okay. Gut. Genau, und man hat sich dann einen kleinen Teil der Flugschule zurückgemietet und da. Haben wir dann unsere Ausbildung begonnen. Im Sommer 2022.
Speaker 1 Okay. Und ja, also zwei Jahre später als geplant.
00:34:34Speaker 1 Okay, gut, alles klar. So, und ähm. Wie viele Leute wartet da am Lehrk und sowas? War die Schule dann ziemlich schnell voll wieder oder der Bereich oder wie viel?
Speaker 2 Das hat eine Weile gedauert. Am Anfang waren wir der einzige Kurs und viele Leute waren noch überrascht, dass auf einmal Leute da sind. Die wussten gar nicht, dass wieder Schüler kommen. Und es hat eine Weile gedauert, bis die Schule sich gefüllt hat. Also so alle paar Monate haben dann neue Kurse gestartet und mittlerweile ist die Schule wieder auf vollem Niveau. Ich weiß gar nicht, wie viele gleichzeitig da sind, aber es sollen pro Jahr mindestens 150 Leute ausgebildet werden.
00:35:09Speaker 2 Okay. Auf dem Stand bin ich. Okay.
Speaker 1 Musstest du denn wieder 3000 Euro bezahlen für Stundungsgebühr oder irgendwie sowas?
Speaker 2 Ne, diesmal sogar ein bisschen mehr, weil die ganze Ausbildung jetzt privat finanziert werden musste.
Speaker 1 Nix mit Stundung?
Speaker 2 Nee, Stundung ist vorbei.
Speaker 1 Okay, das heißt du hast. Und die Bezahlung beginnt gleich mit dem ersten Tag oder der Schulung oder erst wenn die Schulung vorbei.
Speaker 2 Man kann das Ganze in Raten aufteilen oder halt einmal komplett zahlen.
00:35:40Speaker 2 Und es gibt aber eine Option über einen Bildungsfonds. Wo man ein gewisses Eigenkapital mitbringen muss, das sind jetzt mittlerweile 10. 000 Euro und der Rest wird dann von diesem, äh, von, von diesem Fonds halt, halt Wie gestundet, aber man muss dann auch quasi Zinsen zahlen. Man zahlt dann einen bestimmten Prozentsatz seines Gehalts zurück für einen gewissen Zeitraum, ich glaube, es sind zehn Jahre. Und das wird dann in der Regel teurer, als die Ausbildung gekostet hat. Das sind dann die Zinsen.
Speaker 1 Okay. Und ich sag mal so, kann man sich
00:36:14Speaker 1 Also du musst Geld mitbringen mittlerweile, um die Ausbildung zu machen. Okay, das, ich sag mal so, selbst in meiner Zeit musstest du in dem Sinne Geld mitbringen, weil du nicht Zeit hast, noch nebenbei zu arbeiten und dir deinen Lebensunterhalt zu verdienen, während man da gleichzeitig schult. Und das schaffst du, das ist ja Fulltime-Schule, das schafft man ja immer noch nicht, ne? Sozusagen. Aber jetzt gleichzeitig bezahlen und Lebensunterhalt und dann die Schulung machen, ist schon tough dann, oder nicht?
00:36:45Speaker 2 Also für viele. Auf jeden Fall, ja, ja. Das kann sich nicht jeder leisten und das hat die Hürde in die Schulung reinzukommen auf jeden Fall gehoben. Okay. Das ist irgendwie traurig, ja.
Speaker 1 So, und dann, ähm, ja, okay, dann ist also in Bremen, ähm nochmal ein kleiner Unterschied, ich glaube, der, der, wenn ich das hier richtig im Kopf habe, der Der Lukas von der vorherigen Episode, der hat erzählt, dass zumindest in Grenchen oder Grenchen, wie das heißt, war, da hatte man einen sozusagen
00:37:18Speaker 1 Ein Dorm, wie heißt es ja im Englischen, also so ein Schulungsbereich, wo man übernachten konnte, so wie in Arizona dann später auch. Das gibt es natürlich in Bremen auch nicht. Also du hast, du musst da eine Wohnung da im WWG oder irgendwas da so ein bisschen Ja, okay, gut, okay. Also dann fing deine im Sommer 2022 fing es an. Genau. In welche Blöcke war das aufgeteilt? Erzähl doch mal.
Speaker 2 Die Theorie war ein durchgehender Block, mit einem Jahr angesetzt und mit verschiedenen Zwischenprüfungen.
00:37:50Speaker 2 Das macht man halt, um sicherzustellen, dass jeder Schüler auf dem Level ist, wo er sein sollte. Es gab dann sechs Zwischenprüfungen, wo man immer einen gewissen Prozentsatz haben musste und der letzte war sogar so wie eine Simulation vom Luftfahrtbundesamt Wo man dann alle Prüfungen in den drei Tagen mal schreiben musste zur Probe.
Speaker 1 Okay. Und das heißt vom Theorie her, Block machst nach dem einem Jahr, welche hast du inklusive ATPL-Theorie alles dann fertig?
Speaker 2 Genau, nach dem Jahr habe ich dann, oder nach elf Monaten schon, haben wir die Prüfung beim Luftfahrtbundesamt abgelegt und alle 13 Fächer geschrieben in dreieinhalb Tagen, wie es üblich war.
00:38:26Speaker 2 Und dann war die Theorie vorbei. Jeder hat sich gefreut.
Speaker 1 Konntest du, gab es Leute, die vorher noch nicht geflogen sind und trotzdem da waren? Also du hattest ja ein PPL schon sozusagen.
Speaker 2 Genau. Also man muss sagen, es gab viele im Kurs, die Vorerfahrung hatten. Gerade durch die zwei Jahre Pause haben viele schon teilweise an anderen Flugschulen die Ausbildung angefangen und haben dann wieder gewechselt. Das war alles so ein bisschen gemischt, das war ein sehr erfahrener Kurs, aber es gab auch ein paar Leute, die keine Vorerfahrung hatten.
Speaker 1 Also es ist nicht notwendig, sowas zu haben.
Speaker 2 Nee, natürlich nicht.
00:38:56Speaker 2 Das ist eine Ab-Initio-Schulung, da kann man ohne Vorkenntnisse hingehen, aber es Ist natürlich vom Vorteil, wenn man schon ein bisschen was weiß.
Speaker 1 Ja, ja, klar. Ja, es ist definitiv Vorteil. Also alleine da vorne oder Kollegin da steht und da irgendwas erzählt, dass du weißt, dass du dann alleine Vorstellung hat, wie sieht das denn in der Praxis aus? Also, wenn man da sein Headings ausrechnet und sagst, ich muss jetzt 231 Heading fliegen und nicht 232, du sagst so, guckst auf deinen Whisky-Kompass und sagst, ist schlau, mach ich.
00:39:30Speaker 1 Gut, da war es ein Jahr Theorie und dann, wenn ich das Red zusammenbrechte, ging es dann Ende 2023 in die praktische. Ausbildung. Genau.
Speaker 2 Okay. Dann ging es nach Gutierre. Gutierre, okay.
Speaker 1 Und auch da gibt es ja in dem Sinne die normale alte Lufthansa-Schule nicht mehr. Sondern da ist es jetzt United alles immer, wie der auch der Lukas erzählt hat, okay. Und da kommt er auch zum ersten Mal theoretisch mit dem Schwarzer Teil der European Flag Academie zusammen.
00:40:02Speaker 2 Kann das halt die Schweiz aber noch da.
Speaker 1 Okay, und die Sprachbarriere ging aber zwischen Schweiz und Deutschland. Es war möglich, ja. Okay, und wie lief das denn? Gab's denn ganz dobe Frage, gab es denn da auch alte von diesen MPL-Lehrgern, die jetzt auch wieder bei euch aufgeschlagen sind?
Speaker 2 Ja, tatsächlich. Die waren sogar schon eher da als wir. Also es waren auch viele MPLer da, die dort ausgebildet wurden.
Speaker 1 Und die immer noch ein MPL machten, weil es bei denen so im Vertrag gibt.
Speaker 2 Genau.
Speaker 1 Okay, witzig.
00:40:33Speaker 2 Gut. Ja, okay.
Speaker 1 Und dann war es in Amerika. Erzähl doch mal da, was bist du da alles geflogen und wie sah das denn da aus?
Speaker 2 Also wir sind ja im Sommer hingekommen und der erste Eindruck war ja erstmal brutal heiß. Also es war auch wieder ein Rekordsommer, als wir drüben waren. Wir hatten Wir hatten über, ich glaube, über anderthalb Monate hatten wir jeden Tag über 43 Grad. Es ging teilweise hoch bis 47, 48 Grad. Also das war schon heftig. Und das hat auch natürlich Herausforderungen ans Fliegen gestellt.
00:41:03Speaker 2 Ja, klar. Performancemäßig und auch, dass einem nicht schlecht wird, wenn man dann nachmittags fliegt und die ganze Zeit durchgeschüttelt wird.
Speaker 1 Oh ja, und das kann ich auch mal an die Hitze und überhaupt. Und ähm, ich erwähne mal ganz kurz, ich höre Ein bisschen reden wir ja wahrscheinlich gleich noch über die Zirrus und die Zirrus dort hat eine Klimaanlage gehabt, ne? Richtig? Ja, die hat eine Klimaanlage. Ja, genau. Wenn sie funktioniert. Genau, okay. Ich erwähne mal, dass wir dieselbenselben Quatsch aufgeflogen sind, aber ohne Klimaanlage. Nur so nebenbei. Also, weil ohne.
00:41:34Speaker 1 Ja, unsere Kisten hatten das nicht. Also das ist das. Und das mit dem Schlechtwerden. Insbesondere fliegt man ja immer auch ein Fluglehrer und zwei Schüler, schätze ich mal. In der Regel. Ja, genau. Und derjenige, der hinten dran sitzt, muss das Ganze ertragen. Und dem geht es meistens, also gerade dann, wenn es richtig heiß wird und das richtig hackt dort, also wenn er sich. Nur für euch da. Geht's nicht immer gut, finde ich, da hinten drin, ne?
Speaker 2 Ja, da gibt es schönere Plätze, wo man sein kann. Ja, okay.
00:42:04Speaker 2 Aber cool zum Beispiel.
Speaker 1 Ja, okay. Genau, also so, der fing der praktische Teil an und ihr seid mit der Cirrus geflogen, wenn ich das richtig sehe.
Speaker 2 Genau, Cirrus SJ20. Sechste Generation. Ich weiß nicht, ob das jemand einordnen kann, aber. Ich nicht, aber okay. Schöne moderne Flugzeuge.
Speaker 1 Und ähm musste man dort, das war ja praktisch eine Ausbildung erstmal VFA, ne?
00:42:35Speaker 1 FNAU.
Speaker 2 War aufgeteilt in vier Flugphasen und die ersten drei waren BFA.
Speaker 1 Okay Und also für ein PPL, für einen amerikanischen PPL, der dann oder deutschen PPL, der dann für einen Prüfer dort, jeweils war das bei uns so, es ist immer noch von einem deutschen Prüfer abgenommen wird, damit du eine deutsche PPL-Lizenz hast.
Speaker 2 Nee, tatsächlich gar nicht. Also der einzige Checkflug, den wir gemacht haben, also der offizielle, der war am Ende der Ausbildung, der LBA-Check.
Speaker 1 Okay.
00:43:05Speaker 2 Das heißt, wir haben keine Zwischenlizenzen gemacht, wir haben direkt den kombinierten Checkflug, CPL, Multi-Engine Instrument Rating gemacht.
Speaker 1 Okay, okay, spannend. Ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr, wie es bei uns war. Ich meine, wir hatten noch einen PPL-Check mit einem ganz normalen dazwischen, damit man uns auch Solo, also, na, wobei Solo kannst du ja als Studentpilot immer irgendwo. Nee, damit die uns auch nachher, es gab ja Teamflights, wir sind ja Gab es bei euch auch Teamflutz?
00:43:35Speaker 2 Nee, das gab es bei uns nicht.
Speaker 1 Okay, muss man ganz kurz erklären. Also bei uns gab es früher Teamflights. Deswegen wahrscheinlich war da der Unterschied in der Lizenz schon da, dass wir hatten einen deutschen PBL gemacht, den man dann sofort auf einen amerikanischen PBL umgeschrieben hat. sodass wir Teamflights machen konnten. Mit anderen Flugstülern zusammen sind wir dann zu zweit oder zu dritt geflogen und wir haben natürlich auch Missions abgeflogen. Es ging auch dann um Stundensammeln und sowas und das hat man dann gemeinsam gemacht, damit das denn Ja, war eigentlich eine gute Idee, aber es wurde auch immer sehr viel Spaß dabei gemacht, sozusagen.
00:44:08Speaker 1 So das erste Mal ohne Fluglehrer los. Wir haben einige Geschichten, die man darüber erzählen könnte. Und ich glaube, in einer alten Folge Do you wish to go around hier in meinem Fundus von Episoden? Vielleicht kannst du ihn eine oder andere googeln, da erzählen wir auch mal so ein bisschen darüber. So, also ich schweife mal ab, ich lasse mal meine Struktur da irgendwie zerbröseln oder irgendwie sowas. Das heißt, ihr sagt, ihr wäre da hingekommen, wurde da auch Theorie gemacht?
00:44:40Speaker 2 Na plus die notwendige Theorie, also ein Tag vor jeder Phase, was in der Phase relevant ist, aber jetzt nicht viel Theorie.
Speaker 1 Okay, gut, okay. So, dann halt seid ihr Cirrus geflogen. Also für viele Leute auch das erste Mal, dass sie überhaupt nach Flugzeug selber geflogen sind. Lief die Schuhe, das würde mich nochmal auf diese MPL-Lehrgänge zurückgehen Haben die weniger Stunden oder mehr Stunden gemacht? Sind die anders geschult worden oder lief war das am Ende genau das gleiche?
Speaker 2 Oh ja, ja, das ist. . Also ich habe jetzt nicht den Syllabus vor Augen, aber mir ist aufgefallen, dass sie sehr wenig Stunden fliegen.
00:45:13Speaker 2 Und auch die Stunde Ziemlich kurz war. Also die waren kürzer als wir drüben und die haben, sind vom Radius her nicht weit weg von Phoenix gekommen im Vergleich zu uns.
Speaker 1 Ja, das sagt immer, weil es eben. Kein ATPL ist, ne? Ich meine, ihr habt, du kannst jetzt alles fliegen und die können nicht alles fliegen, sozusagen. Das ist halt. Ja, genau. Cool. So. Wie fandst du denn Ähm, die Ciros zum Fliegen, generell.
Speaker 2 Also, um als keine Vorgeschichte, ich hatte ja den PPL schon und hab das auf Chessner 150 gemacht.
00:45:48Speaker 2 50 Jahre altes Flugzeug und ich finde, da lernt man das Fliegen ziemlich gut. Und die Cyrus war schon mal ein ganz schön anderer Stat mit diesem Sidestick und dieser feder gelagerten Steuerung, ne, die hat ja einen Neutralpunkt gehabt und sowas kannte ich ja von der Chesna gar nicht. Da war alles offen. Und es war schon ein anderes Fliegen. Du hast eine höhere Flächenlast, das Flugzeug ist deutlich schneller. Und es war für mich auf jeden Fall. Ein Schritt, den ich gehen musste, ein komplexeres Flugzeug und Leute, die gar nicht geflogen sind, da habe ich gestaunt.
00:46:23Speaker 2 Das ist schon ein relativ anspruchsvolles Flugzeug als Basic Trainer, muss man sagen.
Speaker 1 Die das ist ja der Punkt, den ich immer so ein bisschen habe, dass ich so eine Cirrus mit so einem für Leute, die segeln auf Wasser, ne? Mit so einem Katamaran-Vergleiche, dass der sehr schnell ist und sehr steife Segel hat und super Performance hat, aber dass du da weniger erkennen kannst, was eigentlich genau jetzt am Segel passiert und wann ich wann ich zu viel ange, also die Segelstellung falsch habe oder irgendwann war das Segel immer irgendwie.
00:47:00Speaker 1 Gleich aussieht, was immer sehr schnell ist, so ein Katamaran. Und das nicht lernst du das optimale, Feingefühlige und dass du mit einer Steuerung, die nicht federbelastet ist, Dass du natürlich die Flugzeugkräfte, die wirken, viel deutlicher spüren kannst. Das ist so mein Argument. Ich sage nicht, dass man das nicht kann. Man kann ja darauf anscheinend lernen. Das beweisen ja Hunderte von Menschen monatlich sozusagen, dass sie da auf so einem Cirrus lernen können. Wird ja auch an anderen Flugschulen verwendet. Die Frage ist, frage ich dich von, ich weiß nicht, wir zwei jetzt hier von, ich puste mal so auf meine Finger so hoch, von Pilot zu Pilot, wie du das empfindest.
00:47:41Speaker 1 Ob ich da Blödsinn rede oder nicht, sozusagen.
Speaker 2 Die ist schon ein valider Punkt. Ich würde sagen, die meisten haben es gut hingekriegt, aber gerade in der ersten Phase gab es wahrscheinlich auch mal ein paar Leute, die ein bisschen gestruggelt haben, dadurch, dass das Ding jetzt halt schon ein bisschen anspruchsvoller zu fliegen ist.
Speaker 1 Also ich meine, dass man auf einen anspruchsvollen Flugzeug fliegen lernen kann. Das geht. Also mir geht es mehr so um diese Steuerung. Darum geht es mir eigentlich.
00:48:14Speaker 1 nicht ganz so schnell geht. Was will das Flugzeug jetzt von mir sozusagen? Also wir haben damals in auf der Bonanza gelernt, ich meine, die viele Militärleute, die fangen ja nicht auf eine 150er an und schicken einen dann als nächstes Step dann auf so einer So einen schnellen Militärjet, sondern die fangen auch gleich auf ein mit Einziehwahrwerk, Faschellprop und den ganzen Scheiß, den man in so einem Flugzeug da kompliziert machen kann, fangen die ja auch an. Und das ist möglich. Aber die haben halt eine andere Steuerung, auch eine Bonanza.
00:48:46Speaker 1 Hat eine konventionelle Steuerung nicht federbelastet, nur mit Trümmerung, da spürst du halt alles ziemlich genau auch gleich. Irgendwie sowas. So. Wie viele Stunden bist du denn jetzt da geflogen? Also sozusagen.
Speaker 2 Also während gute Frage, ich weiß gar nicht genau, wie viel ich in Gut hier geflogen bin, aber also während der ATPL-Schule 160 Stunden und während Gut hier müssten es wahrscheinlich so um die 100 gewesen sein oder etwas weniger.
00:49:16Speaker 1 Und äh, also du bist 100 Stunden in Phoenix geflogen, auf einer Cirrus. Habe ich das richtig verschoben? Ja, du musst mal zur ATPL-Lizenz gehört, halt dieses Hourbuilding, dieses Diese 150 Stunden, die man halt fliegen muss, sozusagen. Und das hast du alles in Phoenix gemacht. War alles mit Fluglehrer immer zusammen? Darf es ja, hat es ja keine. Nee, du Solo hast ja auch gemacht, ne? Ja, ja.
Speaker 2 Wir sind auch regelmäßig Solo geflogen, auch schon im Cross-Country und alles.
00:49:47Speaker 1 Okay, aber immer alleine dann, ne?
Speaker 2 Genau, immer alleine.
Speaker 1 Okay. Und wie ist denn das so mit Fliegen, mit dem Flugzeug, mit Klimaanlage? Das ist ja toll.
Speaker 2 Das muss doch schön gewesen sein, oder? Ja klar, das ist echt gut. Also ich meine, wenn du einmal so auf 8. 000, 9000 Fuß bist, dann ist es eh aushaltbar, aber wenn du jetzt Platzrunden fliegst, dann ist die Klimaanlage schon viel wert.
Speaker 1 Muss die nicht zur Start und Landung aus sein, wenn ich das nochmal fragen darf? Also die nimmt ja auch ordentlich Performance weg vom Flugzeug.
00:50:18Speaker 1 Und bei 43 Grad ist der Flieger ja wirklich kein flottes Ding mehr bei der Temperatur.
Speaker 2 Absolut nicht, absolut nicht. Nee, wir haben sie angelassen, die Klimaanlage. Das Einzige, was man für den Staat ausgeschaltet hat, war die Umluft.
Speaker 1 Ah, okay.
Speaker 2 Da wurde es nochmal kälter dadurch. Das hatte, glaube ich, was damit zu tun. Ich bin mir gar nicht sicher, dass irgendwie keine Abgase irgendwie in die Klimaanlage reinkommen oder so.
Speaker 1 Okay. Und ähm
00:50:48Speaker 1 So, ja, erzähl doch mal, generell so dein Eindruck von Phoenix, wie war das denn so mit, wie habt ihr ja auch übernachtet auf dem Gelände? Dort bekam der auch eine Zimmerchen sozusagen, Gott sei Dank, ne? Nein?
Speaker 2 Nee, tatsächlich nicht. Also bei uns war das gerade im Aufbau und wir wurden dann in Apartments untergebracht. Okay. Was aber super war, weil die waren viel schöner und größer. Also uns ging es da wirklich gut. Okay, okay, okay.
Speaker 1 Aber und den Pool, den gibt es den da eigentlich noch auf dem Schulgelände?
00:51:18Speaker 1 Die beiden Pools gibt es, ja. Beide Pools, oh Gott, okay, gut. Gut. Und dann, ähm Ja, erzähl doch ein bisschen was davon. Wie lief das nochmal ab? Welche Blöcke? Ich muss das nochmal als Struktur reinbringen, ja ganz kurz, sonst schwirre ich wieder ab so ein bisschen.
Speaker 2 Ja, also wie gesagt, es gab vier Flugphasen. Die erste war Basic Flying, lernen wie man Steilkurven fliegt, wie man Strömungsabriss recovert, Platzrunden. Die Leute, die noch nie geflogen sind, mussten erstmal lernen, wie man so eine Kiste landet, was ja auch nicht so einfach ist.
00:51:51Speaker 2 Und dann gab es den ersten Zwischencheck mit quasi mit einem Senior-Pilot oder mit einem Check-Pilot von der Flugschule, der dann quasi gesagt hat: Ja, du bist safe. Und der Beginn der zweiten Phase war dann der erste Solo.
Speaker 1 Mhm, okay.
Speaker 2 Und in der zweiten Phase ist man dann immer abwechselnd. Cross-Country geflogen mit dem Lehrer zusammen oder der Lehrerin und zwischendurch hat man dann immer Solos gemacht zu Flughäfen in der Umgebung, die durften nicht so weit weg sein. Und so ist die zweite Phase rumgegangen.
00:52:21Speaker 2 Dann gab es wieder einen Check, einen Cross-Country-Check, wo halt geschaut wird, kriegst du es alles gut hin mit deiner Zeit, mit deinem Papierflugplan und sowas. Also oldschool, dass man das auch kann. Und die dritte Phase war eigentlich die schönste, weil da gab es richtig viele Stunden und wir hatten auch richtig lange Flüge und konnten auch mal richtig. Weit wegfliegen für unsere Verhältnisse.
Speaker 1 Ja. Amerika ist schön zu fliegen da in der Ecke, ne? Das bringt Spaß. Ja, es ist ein Traum gewesen.
Speaker 2 Ja, kann ich mir vorstellen.
Speaker 1 So, und dann, die Fluglehrer war alles Amerikaner?
00:52:54Speaker 2 Das waren fast alles Amerikaner, außer einer, der war Deutsch. Okay, cool.
Speaker 1 Und war dann viel Wechsel drin? Also waren das junge Leute, die dann auch nur ihre Stunden gemacht haben und dann wieder weggegangen sind? Weißt du, vom Gefühl her.
Speaker 2 Genau, also die waren alle plus da, um ihre Stunden zu machen, bis auf die Leute, die fest angestellt waren, die Check-Piloten, die schon immer da waren. Aber ja, die wollten alle ihre Stunden machen, dann abhauen. Aber bei mir war nicht so viel Wechsel drin. Aber bei anderen schon teilweise.
Speaker 1 Okay. So, und dann, das war so die erste Phase, ne?
00:53:27Speaker 1 Gesagt hast, ne?
Speaker 2 Genau, das war jetzt bis zur dritten und die vierte war dann IFR Introduction. Also Instrumentenflug lernen und dort mit der Hood Anflüge fliegen, Departures und sowas.
Speaker 1 Und da hat man nicht vorher schon mal so ein bisschen mit angefangen, dass du, wenn du hier irgendwie WFA fliegst, fliegst doch mal nach Radials oder irgendwie so wurde einem da Weißt du, dass du da so in der Richtung schon gegangen bist oder gar nicht so sehr?
Speaker 2 Ja, wenig. Nee, eigentlich kaum, ja. Also Intercepten und sowas hat man eigentlich alles erst Eifa gemacht.
00:53:59Speaker 2 In der VFR-Phase hat man natürlich zur Sicherheit auch Mari Hut aufgesetzt, um zu schauen, dass du auch, falls du jetzt irgendwie in Wolken einfliegst, sicher fliegen kannst, dass das auch klar geht. Aber das kam eigentlich alles erst in der vierten Phase, so Radials und sowas.
Speaker 1 Mhm. Okay. Wie war denn da die Failure Policy? Also was ist, wenn du diese Cross-Checks und sowas nicht bestatten hattest? Hast du da, kannst dich noch mal daran erinnern? Ich meine, weil das bedeutet ja meistens Wiederholungsstunden. Und musste man die bezahlen oder war die bis zum gewissen Teil schon da drin dabei?
00:54:35Speaker 2 Das musste man in der Regel nicht bezahlen. Also man durfte den Check bloß Ich müsste jetzt im Syllabus nachschauen oder in so einen Handbüchern. Aber es gab auf jeden Fall eine Policy oder eine Richtlinie, wie oft man den Check machen durfte.
Speaker 1 Ich glaube, dreimal war das Maximum.
Speaker 2 Und zwischendurch gab es immer Zusatztraining, Additional Training wurde es genannt. Und da durfte man auch bloß eine gewisse Menge akkumulieren und sonst könnte es auch sein, dass man zum Gespräch eingeladen wurde. Und wenn das weiter eskaliert, kann es auch sein, dass man auch ausscheidet.
00:55:05Speaker 1 Ja, okay, das ist aber, ich sage nicht normal, aber dass man dass sowas passiert, also Additional Training. Haben sehr, bekommen sehr viele.
Speaker 2 Also das ist weil da dieser Das ist das ist üblich, also die meisten bei uns im Kurs, die haben mal entweder einen Check gefehlt oder braucht mal eine Stunde Additional Training und das Da sollte man sich auch nichts Schlechtes drauf einbilden. Nein, nein, überhaupt nicht.
Speaker 1 Das ist so. Vor allem ist das ganze Ding ja auf Minimum ausgelegt, also das gesetzliche Minimum. Und das schafft nicht jeder.
00:55:35Speaker 1 Also das Deshalb, das ist so. Sind dir welche überhaupt mal rausgedroppt aus der Sache? Also, dass sie ganz aufgehört haben, dass sie festgestellt haben, sie, keine Ahnung, dieses Fliegen hitten oder keine Ahnung, ist aber so, weil sie sich ständig übergeben haben, gesagt, ich habe keinen Bock mehr. Weißt du was?
Speaker 2 Also freiwillig ist niemand ausgeschieden bei mir. Oh, und unfreiwillig? Ja, aber da möchte ich jetzt nicht weiter drauf eingehen.
Speaker 1 Nee, okay, aber mich wäre nur dran, ist das vertraglich geregelt, dass du dann. Wenn du in der Phase aussteht, dass du dann nur die Kosten zu tragen hast.
00:56:06Speaker 1 Das wäre jetzt ganz interessant. Weißt du auch nicht jetzt gerade.
Speaker 2 Ja, also man Man muss sicher nicht alles tragen. Das ist sicher, aber es kann sein, wenn man eine Phase angefangen hat, dass man auch die ganze Phase bezahlen muss. Okay. Okay, gut.
Speaker 1 Alles klar. So, und dann AFA. Und wie weit seid ihr denn gekommen in Phoenix? Also sozusagen welche Phase wurde denn abgeschlossen dann in Phoenix?
Speaker 2 Ja genau, also die erste IFA-Phase in Phoenix wurde dann abgeschlossen.
00:56:40Speaker 2 Und da gab es dann noch einen letzten Check und das war dann der letzte Flug auf der Cyrus in den USA. Wenige Tage später ging es dann schon nach Hause. Man wurde entweder alleine heimgeschickt oder ein Krüppchen. Je nachdem Mama fertig war, ging es dann schnell heim.
Speaker 1 Und wie lange warst du genau dann in Ursa?
Speaker 2 Ich war relativ lang drüben, ich war sechseinhalb Monate dort.
Speaker 1 Okay. Und war schön. Schöne Zeit. Alles möchte man nicht missen. Einmalig. Wie war das denn für dich so ein Vorteil, dass du schon PPL hattest?
00:57:10Speaker 1 Meintest du, du hattest, also war das ein Vorteil für dich, warst du da entspannter dadurch wahrscheinlich in manchen Bereichen oder nicht?
Speaker 2 Ja, auf jeden Fall. Also es war schon ein großer Vorteil, weil man es einfach mit viel mehr Selbstbewusstsein in das Flugzeug gegangen. Man weiß, es ist auch bloß ein Flugzeug, auch wenn es jetzt ein Zirrus ist. Und da konnte ich auch mehr Zeit nutzen, um Spaß zu haben und vielleicht mal, statt irgendwie das 20. Mal zu dem Übungsflughafen zu fliegen, auch mal neue Ziele auschecken. Das war schon, hat mir die Zeit ein bisschen schöner gemacht, ja.
00:57:41Speaker 1 Und so Qualität der Ausbildung, du hast ja gesagt immer, für dich war es auch wichtig, eine gute Qualität der Ausbildung zu haben. Wenn du das jetzt so vergleichst mit deiner kleinen Ausbildung, die du da auf deiner 150 gemacht hast, versus der da, wie war das Sag mal so, von Anfang an hast du einen grundlegenden Unterschied gemerkt, also dass die ganze Herangehensweise anders war oder irgendwas.
Speaker 2 Ja, es ist eine komplett andere Welt. Also Die Lufthansa Group ist ja auch bestrebt, dass wir wirklich von Anfang an das Ding wie ein Airliner behandeln, dass wir mit Flows arbeiten, Checklisten danach und
00:58:20Speaker 2 Das hat mir schon mal eine ganz neue Welt gezeigt, wie man richtig sicher fliegen kann.
Speaker 1 Okay. Kannst du dich an ein Beispiel ändern oder sowas?
Speaker 2 Ja, jetzt die Flows, wie gesagt. Also sowas kannte ich vom kleinen Flugzeug nicht. Also Logischerweise hat man es immer gemacht. Mit der Chesna wusste man, wenn man jetzt einen Singflug anfängt, zieht man Vergaservorwärmung. Aber da war kein Strukturiertes Pattern. Ich drücke jetzt den Knopf, dann den Knopf, dann den Knopf. Der Cirrus war das dann alles sehr strukturiert und muss doch genauso gemacht werden.
00:58:50Speaker 1 Ja, ja, genau. Das würde ich auch so im Kopf haben. Die kleine Flugschule, wo ich ja jetzt die Schule vom Verein heraus, die ist sehr dicht dran an Liegt ja auch auf dem Grundstück der Technik, sagen wir mal so. Und die ist sehr dicht dran an so Checklisten und Verfahren und irgendwie sowas. Deswegen fühle ich mich da auch so vertraut und wohl in dem Laden. Aber ich kann, ja, der Unterschied ist deutlich. Ich habe das schon. Ich habe ja auch vorher woanders angefangen zu fliegen. Und als ich da an, wie sage ich immer, ich hatte, glaube ich, auch 150 Stunden, als ich zu Hansa ging, bevor ich da anfing, Dings.
00:59:27Speaker 1 Und ich sage immer, bei der Zeit, wie ich lernte, warum ich die Checklisten halten musste, da in Phoenix, konnten die anderen genauso gut fliegen wie ich auch. Also der Vorteil, man war entspannter, aber der Vorteil war relativ schnell weg, sozusagen.
Speaker 2 Jaja, das mag schon sein. Also das entspannt sein, das war, glaube ich, der größte Vorteil, dass man schon mal geflogen ist vorher.
Speaker 1 So, dann warst du also sechs Monate, halb Monat rum, da hast du ein Tränchen geweint und bis dann. Wieder zurück. Und dann ging da wohin? Wieder nach Bremen?
00:59:57Speaker 2 Ähm, nie nach Rostock-Lage ging es dann. Ah, okay.
Speaker 1 Warum? Weil Bremen nicht mehr existierte?
Speaker 2 Ja genau, also weil also MPL wäre nach Bremen gegangen, ursprünglich, da gab es ja die Citations Aber die wurden ja alle verkauft während Corona und die ganze Schule abgewickelt, also die alte ATO. Und deswegen ging es nicht mehr nach Bremen. Ja, Rostock.
Speaker 1 Auch für die MPL-Ler. Es war mal geplant, dass die MPL-Ler weiter Bremen gehen und dann.
01:00:29Speaker 1 dann ihre Multi-Engine auf der Citation fliegen? Oder wie soll ich das verstehen?
Speaker 2 Nee, die MPL-Ler sind wieder zur TFC zurückgegangen. Die haben ihre Theorie bei der TFC gemacht. Bloß die erste Praxisphase und gut hier und sind dann wieder zur Multi-Engine-Phase und zum MCC, wieder zur TFC gegangen. Ah, okay.
Speaker 1 Ja. Und dort, weißt du, was Liege da geflogen sind? Weißt du, welche Muster?
Speaker 2 Ja, Piper PA 44, glaube ich. Eminum. Okay, gut.
Speaker 1 Aber du bist ja nach Rostock, ne? Genau.
01:00:59Speaker 1 Und was habt ihr, da war wieder Theorie und Fliegen oder?
Speaker 2 Plus die notwendige Theorie für die Lufträume dort und fürs Flugzeug.
Speaker 1 Weil du alle anderen Theorien für ATPL hattest ja alles schon abgefrischelt. War alles schon. Hatten wir schon. Okay, gut. Was habt ihr denn in Rostock gemacht, dann sozusagen? Welche Muster?
Speaker 2 Rostock sind wir auf der Diamond DA42 geflogen. Neueste Generation mit den Dieselmotoren und das war auch ein sehr schönes Flugzeug.
Speaker 1 Ja, was sagst du denn zum Dieselmotor?
01:01:30Speaker 2 Ja, super unkompliziert. Das ist wie ein Auto. Du machst einen Hauptschalter an und startest einfach. Macht Spaß.
Speaker 1 Ja, ja, genau. Okay. Also die sind sehr redortant aufgebaut und Haben natürlich auch ihre Fehler, die kaputt gehen können, das darf man gar nicht sagen. Also ich meine, da ist ja viel Technik drin, die das so einfach macht, aber es sind schon, sind schon, sind schon sehr, sind schon sehr gut gebaut. Wie lange warst du in Rostock dann?
Speaker 2 An Rostock waren wir gar nicht so lange. Wir waren, ich glaube, zweieinhalb Monate vom ersten Tag bis zum LBR-Check.
01:02:00Speaker 1 Und das ist auch das erste Mal, dass du praktisch einen offiziellen deutschen Check bekommen hast.
Speaker 2 In der Ausbildung schon, ne? Ich hatte ja ein PPL vorher, aber für die meisten Schüler war das ihr erster Checkflug dort. Okay, cool.
Speaker 1 Und das wurde mit wem, oder welche Fluglehrer hattest du denn dort in Rostoff? Waren das ehemalige Bremer Fluglehrer auch? Ich kenne ja einige, die da auch schulen, also es ist ja nur nicht.
Speaker 2 Also ich glaube, das waren keine Bremer-Fluglehrer. Das waren hauptsächlich Lehrer, die vorher in Kroatien geschult haben, wenn ihr es was sagt.
01:02:30Speaker 2 Pilot Training Network.
Speaker 1 Ja, genau, das weiß ich. Das gab es ja auch so eine Parallelschiene, die ist so zur Bremer Flugschule schon 2000er gab, ne? Genau, sowas war das. Genau.
Speaker 2 Und das Pilot Training Network, diese ATO, ist jetzt die aktuelle ATO.
Speaker 1 Okay, also mit derselben Nummer und all das, was dazu gehört. Genau. Also man muss dazu sagen, ich glaube in Bremen die Fluglehrer, die auf der Citation geflogen sind, das waren alles Kollegen, die auch auf der Linie fliegen.
01:03:00Speaker 2 Ja.
Speaker 1 Also die diese. .
Speaker 2 Kann ich nicht beurteilen, aber du sagst.
Speaker 1 Ja, ja, das war, also ich kenne ja einige, die da geflogen sind. Das war so ein. . Du konntest. Es gibt die Berufsgruppe oder gab sie die Berufsgruppe der Fluglehrer, auch im Tarifvertrag der ganzen Lufthansa-Geschichte da drin. Und die hatten dann auch den Vertrag mit dabei, dass sie so und zu viele Stunden halt auf der Linie fliegen und so und so viele Stunden dann oder Zeiten oder Prozent, wie man das nennen würde, dann in Bremen die Zertation geschult haben.
01:03:31Speaker 1 So was. Das waren auch ehemalige Bundeswehr, also solche gab es und es gab auch reine Fluglehrer. Also nicht, dass sie das im Bediener kriegt. Also ich kenne auch reine, die nur die Certation geflogen sind, aber es gab auch diese Gemisch-Operation hatten, um halt die Erfahrung der Linie mit gleich in die Citation mitten reinzubringen. Aber solche hattet ihr nicht in Rostock. Das gab es nicht.
Speaker 2 Doch, tatsächlich auch. Also wir haben ein paar Piloten, die auf der Linie geflogen sind bei Lufthansa.
Speaker 1 Parallel oder mal geflogen sind? Parallel. Ah, okay.
01:04:01Speaker 1 Gut. Wie viele Stunden bist du geflogen denn auf der auf der Kiste?
Speaker 2 Ich glaube um die 60. Ja. Ah, das ist auch eine Menge. Nee, nicht ganz so viel, um die 40 müssten es gewesen sein. Okay.
Speaker 1 Und ähm war ein Unterschied so jetzt auf einmal nicht mal mit Amerikanern, sondern mit, ich sag mal, doch viel deutschsprachige, oder waren auch die, die konnten nur Englisch.
Speaker 2 Ja, ja, also wir haben auf Englisch gefunkt natürlich.
Speaker 1 Ja, ja, du, das muss ja.
01:04:31Speaker 1 Das ist ja AFA und ihr seid ja fliegt ja auch nur noch AFA dort, ne? Oder WFA macht ihr nicht mehr, ne?
Speaker 2 Doch, ein klein bisschen, weil wir ja diesen Kombi-Check hatten. Wir mussten am Ende auch ein bisschen VFA fliegen, aber halt nur ganz selten.
Speaker 1 Achso, das ist praktisch so die europäische Szenario-Enweisung. So, wie geht VFR, weil du ja einen ATPL hast, der VFR-Fliegen ja beinhaltet. Ah, okay, cool, witzig. Da finde ich irgendwie witzig. So, und ja, weil ich bin, ich fliege ja, also Rostock ist ja nicht weit weg von Lübeck und in Lübeck. Fliegen die halt die Kollegen da irgendwie auch rum.
01:05:02Speaker 1 Wie weit musstet ihr, euer ganzes Briefing, Flugplan und etc. , musstet ihr das alles selber machen, euch drum kümmern? Oder gab es da so eine Art Dispatch oder sowas?
Speaker 2 Wir hatten Dispatch, aber die waren bloß dafür verantwortlich, dass die Flugzeuge okay sind und wann wir eingeplant wurden. Aber die Flugvorbereitung mussten wir natürlich komplett alleine machen.
Speaker 1 Okay. Und was, ich frage ja so ganz doof, ich. Man habe das ja auch wieder lernen müssen. Also ich auf einmal nach 30, 35 Jahren Karriere musste ich anfangen, wieder Fuhrpläne zu schreiben.
01:05:34Speaker 1 Und ich sehe, da ich der Eif auch unterrichte, muss ich halt den Schülern auch mal beibringen und irgendwas. Und ich lerne so ein bisschen diese Knorpeligkeiten dran, wenn du jetzt wohin fliegen willst, ich versuche gerade einen Tipp von dir zu kriegen. Merkst du das? Und zwar? Für unsere Hörer ist es so, dass du einen Fluglan aufgibst, das Habt ihr bestimmt schon mal gehört und Flugplan auch für, kannst du für VfR-Flüge, WFA auch, du musst es für Eifer ausgeben, aber du kannst ja nicht einfach sagen, korrigier mich, ob das bei euch genauso ist, dass du sagst, ich fliege nach Lübeck.
01:06:11Speaker 1 Fliege 3 Einflüge nach Lübeck und fliege wieder zurück nach Rostock. Das ist so ein bisschen, da muss man ja den Flugplan so ein bisschen, sagen wir mal, zaubern, dass man das so eingibt. Ich nenne das so zaubern. Du musst halt spezielle Verfahren anhalten, damit du das richtig eingibst. Aber du musst dir ja auch sozusagen einen Slot holen, damit du diese Anflüge dort machen kannst Sozusagen. Dass du dort Trainingsanflüge machen kannst. Wie schwierig fandest du das?
01:06:41Speaker 1 Du musst, da gibt es so spezielle. Erzähl mal, was hat man euch gesagt? Wie habt ihr euch das gemacht?
Speaker 2 Naja, man musste dann am jeweiligen Tag morgens früh den sogenannten Flow Manager anrufen, der da den Hut auf hatte bei der Flugsicherung in Bremen. Und der hat dann gesagt, ja, nö, das klappt oder nö, da ist auch eine andere Maschine, weil die Richtlinie ist von der Flugsicherung, es darf nur ein Trainingsanflug in einem Sektor gleichzeitig stattfinden. Und wenn dann schon jemand von der Flugschule aus Berlin gesagt hat, ja, ich fliege jetzt auch nach Lübeck oder nach Neubrandenburg, dann konnten wir nicht hin.
01:07:15Speaker 1 Und dann habt ihr denn spontan umgeplant oder wie habt ihr das denn gemacht?
Speaker 2 Genau, teilweise mussten wir auch schon zwei Sachen bereit haben. Also für meinen LBR-Check habe ich schon in zwei Richtungen geplant und für beide Routen volle Flugplanung gemacht.
Speaker 1 Okay. Und wie oft war das so fall, dass du da ich meine, jetzt mal ich muss mir vorstellen, du meinetwegen, selbst wenn du nachmittags um 4 Uhr geflogen bist, Hast du der Mons um 6 angerufen? War das richtig?
Speaker 2 Ja, ja, genau, so lief das.
Speaker 1 First come, first surf ist es ja, ne?
01:07:45Speaker 1 Genau. Also ich meine, der normale Airline-Pilot sagt, das geht in meine Duty-Zeit nicht rein. Wie stellt euch das vor? Aber das wird da ja leider nicht gefragt.
Speaker 2 Ja, also ich meine, Duty-Zeit ist schon ein Thema und da wird auch penibel drauf geachtet. Es wird auch Protokoll geführt, wann man eincheckt und wann man wieder rausgeht aus der Flugschule, aber alles, was außerhalb der Flugschule passiert, auch das Telefonat. Mit dem Flow Manager, das passiert natürlich nicht.
Speaker 1 Ja, ja, komisch. Das ist sehr komisch. Und ja
01:08:16Speaker 1 Genau, weil ich mache das ja auch, ich muss ja auch dann teilweise anrufen und deswegen kenne ich diese Konflikte. Also ich habe vielleicht euch auch mal einen Slot weggenommen, aber Vielmehr wird mir das Slot weggenommen, weil die wie Bremer Leute dann schon ein bisschen schneller sind, um anzurufen. Oder oftmals rufst du an und dann erreichst du erstmal keinen. Also das kenne ich auch. Das kann auch passieren. Für deinen LBA-Check, ähm, Hast du da am selben Tag angerufen oder?
Speaker 2 Ähm nee, ich glaube, ich habe schon vorher angerufen, weil für einen LBR-Check hatten wir Priorität.
01:08:47Speaker 2 Genau Das durfte vorgemerkt werden, wir mussten am selben Tag nochmal anrufen.
Speaker 1 Ja, genau, richtig. Das möchte ich für unsere Hörer sagen. Also für einen Checkflow kannst du einen Tag vor anrufen, aber du musst es nochmal bestätigen im Tag. Danach. Also da hast du schon mal deinen Fuß so ein bisschen mehr in die Tür reingekriegt. Das finde ich auch richtig so, muss man auch machen. Ah, cool. So, ja, und dann war die Prüfung sozusagen.
Speaker 2 Genau, die war super unkompliziert. Ja, ja, fliegen ist ja auch eigentlich einfach, finde ich.
Speaker 1 Und
01:09:19Speaker 1 Das war wann jetzt genau dann sozusagen? Das war im Mai diesen Jahres. Was passierte danach noch so rein von der Ausbildung her oder irgendwie sowas?
Speaker 2 Erstmal warten auf unser auf unser MCC Multicrew Corporation Kurs, wo wir dann quasi im Airline-Simulator Oder im Airbus da unsere erstmal lernen, wie man mit zwei Leuten zusammenarbeitet, weil das haben wir nie vorher gemacht. Also wir haben wirklich immer alles alleine gemacht.
Speaker 1 Das heißt auch die Diamond, also die ähm Diamond da, die DA 42, die seid ihr auch im Single-Pilot-Konzept geflogen.
01:09:56Speaker 2 Immer, ja.
Speaker 1 Und der Fluglehrer, der neben dir saß, der hat auch nie, hat der irgendwas gemacht, gefunkt oder irgendwas in der Art? Gar nichts. Nee, gar nicht. Okay. Oh. Spannend. Da hätte ich jetzt erwartet, dass man da schon früher einsteigt in das Thema, weißt du, dass da schon ein bisschen mehr früher Multicrew Sozusagen geschult wird. Klar, es nimmt dir natürlich die Arbeit ab, macht die Sache leichter für dich, aber wahrscheinlich ist es eine Vorgabe auch für die ATPS-Schulung, dass du das halt
01:10:30Speaker 1 Singlepilot machen kannst, damit du dann das kriegen kannst oder so? Weiß ich nicht.
Speaker 2 Ja, ja, sollte so sein. Ich habe ja dann, ich habe ja einen CPL-Check, mit dem ich jetzt die Karawanen zum Beispiel, wie du sie fliegst, auch alleine fliegen dürfte. Und da muss man auch den Check so machen, ja. Okay. Gut.
Speaker 1 Okay, cool. So, okay, danach ging, also danach kam die Multi-Cruschung, man muss sagen, das gehört zum ATBL zu. So eine LTC-Schulung nennt sich das. Ja, genau. Ist das Theorie bei sich, die man da machen ein bisschen muss?
01:11:03Speaker 1 Wie viel?
Speaker 2 Theorie? Also wir haben zuerst C BTs für zu Hause bekommen, wo wir uns auf dem Airbus ein bisschen vertraut gemacht haben. Also haben schon viele Airbus-CBTs geklickt und dann natürlich noch so ein paar Notwendige Sachen, CRM, Threat and Error Management.
Speaker 1 Also einmal generell eine Theorie für das Multi-Treat and Error Management ist so typische Fehler in der Zusammenarbeit und sowas, ein bisschen Theorie dahinter und alles, was dazugehört. Auch kein Voodoo, also, ne, finde ich schon so ein bisschen, aber ähm, also ich sag mal so
01:11:37Speaker 1 Wer lange in einer Ehe ist, der weiß, wie man Sachen gemeinsam macht, damit die Ehe auch hält. Hört sich erst bereit, aber umgekehrt, sage ich immer, man kann diese Verfahren bei der Crew Coordination kann man sehr schön auch zu Hause anwenden, dass funktioniert und funktioniert überall wie im echten Leben. Nee, aber was ich sagen wollte, das heißt für diesen MCC-Regang gehört auch ganz konkret, dass ihr den Flieger auf dem, ist das eine Prüfung, die man da macht, eine richtige praktische Prüfung auch oder nur eine Schulung?
Speaker 2 Nee, es ist eine Schulung, am Ende gibt es ein Assessment, aber das ist eigentlich bloß für intern eine richtige Prüfung gibt es da nicht.
01:12:13Speaker 1 Ich meine, es ist ein vorgeschriebener Lehrgang, der seitens des LBAs belegt werden muss. Das ist richtig. Ja, ja, okay. Innerhalb einer ATO, sagen wir mal so. Und das heißt aber dafür habt ihr schon konkret, musstet ihr auch ein Flugzeug laden, damit ihr das richtig Anwendet, oder?
Speaker 2 Ja, ja, genau. Wir sind auf dem A320 gegangen und wir haben eigentlich fast alle Type-Wating-CBTs bekommen und sollten auch die meisten Sachen durchklicken. Okay, cool. Hat schon Spaß gemacht, oder?
01:12:43Speaker 2 Ja, ja, voll. Fand ich gut.
Speaker 1 War das denn auch mit Fliegen verbunden oder nur so ein Fix-Base-Click-Button oder musstest du auch richtig fliegen? Also war das ein echter Simulator oder war das nur so ein Fix-Base-Trainer oder war das eine Kommodaz-Zombie oder sowas? Fürs MCC meinst du?
Speaker 2 Ja, fürs MCC, ja. Wir waren im Full Flight die ganze Zeit. Okay. Ich glaube, das ist nicht zwingend vorgeschrieben, glaube ich, ne, oder? Nee, ist es nicht. Also wir haben ein sehr luxuriöses MCC bekommen, nennt sich auch APS-MCC. Mhm. Sagt ihr es was?
Speaker 1 Nein, gar nicht.
01:13:13Speaker 2 Nein, nein. Nein, nein. Also manche Airlines schreiben das vor, das ist ein Airline Pilot Standard MCC und das ist das inkludiert das Basic Jet Training. Soweit ich das weiß, war der Unterschied. Ja, genau. Ich glaube, das ist eigentlich der größte Unterschied.
Speaker 1 Okay.
Speaker 2 Und man hat noch so Line-Oriented Flight Training und sowas. Also wir haben die Kiste richtig geflogen und es war auch anspruchsvoll, wenn du da vom von der Propellermaschine kommst und dann im Airbuster Single Engine 2D Approaches fliegen sollst und sowas.
01:13:46Speaker 1 War das denn sehr viel mit manuellem Fliegen auch verbunden oder war das sehr Autopilot-lastig? Ich meine, wenn ihr gerade so da reingeht in das Ding oder.
Speaker 2 Es war sehr viel Raw Data, manuelles Fliegen ohne Flight Director. Also haben wir wirklich die ersten Die ersten drei Lessons haben wir gemacht, ohne dass wir überhaupt irgendwas mit dem Autopilot gemacht haben. Also wir haben das Ding wirklich gut manuell fliegen können.
Speaker 1 Ja, das ähm das ist dann schon schwer auf die Linie zugeschnitten. Also ich kann mal ganz kurz erzählen, wenn, ich war ja nun auf ein 3-7-Trainer und das, was du da erzählst, das hört sich alle sehr, sehr vertraut an, weil auch die Kollegen, die
01:14:23Speaker 1 Und Kollegin, die dann von der Flugschule kamen, die sind dort, kam ja von einer Cheyenne oder sowas in der Art oder von einem Zwei-Mod-Propeller-Maschine und die mussten auch mal erstmal Basic Jet-Training machen. Genau das nannte sich das, halt sich zurechtfinden mit einem Jet, dass du da halt, wenn du die Hebel nach vorne schiebst, erstmal ein bisschen dauert, bis da irgendwas kommt. Und wie du auch so einen schnellen Flieger dann planst, ne? So mit Descent-Profiling, wann gehe ich, dass ich schon. . eine Meile die Gase rausziehe, damit ich dann überhaupt langsamer werde, sozusagen, an dem Punkt, wo ich dann ankommen möchte.
01:14:53Speaker 1 Und also dieses, ich rede jetzt ein bisschen für unsere höherer sozusagen. Und ähm Und das hört sich so an, als wenn ihr dies ganze Kombinot dann alles schon zielgerechnet auf euer Type-Rating dazu gemacht und loft. Loft Line-Orientated Flight Training ist ja auch so ein Training für CRM, für Crew Resource Management, wie es heißt. Das heißt, du hast da einen Fehler. Und den behandelst du nicht nur technisch ab, also welchen Hebel lege ich in welcher Reihenfolge um, sondern wie agiere ich als Crew in der Flugplanung daran, da drauf.
01:15:27Speaker 1 Ja, das hört sich cool an, hört sich spannend an. Wie viele Stunden war das?
Speaker 2 Das waren 36 Stunden, die wir da auf dem A23 waren.
Speaker 1 Cool. Weil also jetzt hier, wenn du ein RTPL und so einer, ich sag mal, hier Der Flugschule, der ich in Hamburg auch unterrichte, die machen auch diese MCC-Lehrgänge und so, die fliegen das dann in Küritz teilweise. Die haben da so Küritz, sagt ihr das was? Die Flugschule? Ja, ja, Kürit, sagt man was. Ja, ja, genau. Auch eine sehr, sehr, sehr gute Flugschule, also für dich alle. Die genau, aber die können halt technisch, haben die hier kein 320er da stehen, sondern die machen das halt halt in der 2-Mod und dann wird auch so ein bisschen das so trainiert.
01:16:01Speaker 1 Und wenn du das ist, wirklich eine schon ein Delax, was du denn bekommen hast. Sehr, sehr gute dann. Absolut. Ja, ja, okay. Cool, ja, sehr schön. So, und 36 Stunden dann geflogen. Wo, wo war das? Haben die in den 20er Jahren in Rostock geschickt?
Speaker 2 Ein Simulator? Nein, das war ein schönes Feld. Schönes Feld. Ja, okay. Das habe ich mir fast gedacht.
Speaker 1 Du wirst ja Leipzig, konntest das wieso von zu Hause aus machen dann?
Speaker 2 Oder? Ah ne, es hat ganz gut gepasst, weil von meiner Freundin, Verwandte wohnen dann in Nähe und da konnte ich dort schlafen. Ja, auch alles cool. So. Und damit bist du jetzt wann fertig gewesen?
01:16:31Speaker 2 Sowas? Am 1. August. Ah, okay.
Speaker 1 Und also so die Steine sind runter von der Schulter. Man fühlt sich jetzt so ein bisschen leichter, ne? So kann man sagen, das Ding so hinter sich zu haben.
Speaker 2 Ja, sowohl als auch. Also es ist auch natürlich ein bisschen schade, weil die Ausbildung war von Anfang bis Ende einfach super und hat viel Spaß gemacht.
Speaker 1 Okay, und wie ist dein Status jetzt sozusagen? Das kommen wir wieder zum Anfang des Podcasts zurück, ne, sozusagen.
Speaker 2 Ja, genau, es schließt sich der Kreis.
01:17:03Speaker 2 Ja, wie gesagt, ich warte gerade und bin in verschiedenen Bewerbungsverfahren bei verschiedenen Airlines in Deutschland und im Ausland drin. Und bei einer Airline habe ich einen Type-Wating-Platz für August 2025, aber das ist mir halt viel zu lang. Und wenn jetzt jemand eher kommt, dann überlege ich mir das und gehe da eher hin.
Speaker 1 Und du hast gesagt, also der Weg in das blau-weiße Cockpit, wollen wir das mal so zu sagen, also der Kranich-Cockpit,
01:17:34Speaker 1 Ist jetzt dir wieder offen durch diese Zusammenführung damals von MPL und ATPL? NPL-Schulungen gibt es gar nicht mehr dann in dem Sinne.
Speaker 2 Die werden jetzt noch zu Ende ausgebildet, die letzten Kurse, oder sind jetzt wahrscheinlich mittlerweile alle fertig ausgebildet. Aber da kommt nichts mehr nach. Nee. Das ist vorbei.
Speaker 1 Also diese Idee, die sie mal hatten, damit Kosten zu sparen, der Schulungsweg, der ist Tod eilig, ne? Irgendwie sowas. Man kann das.
Speaker 2 Ja, kann man, also kann man schon sagen.
01:18:04Speaker 2 Ich glaube Condor bildet noch MPL aus, aber. Bei Lufthansa hast du das Kapitel abgeschlossen und sie wollen damit auch flexibler sein. Klar. Weil wenn du Leute irgendwie zwischen Airlines hin und her schieben möchtest, ist es glaube ich entspannter, du hast einen Frozen RTPL.
Speaker 1 Schieben möchte. Es hört sich sehr schön an, irgendwie sowas. Naja, okay. Also, ähm Du wartest praktisch, deine Aussichten sind frühestens in einem Jahr, wenn man das, oder in einem Jahr nicht, sondern im Dreivierteljahr sozusagen.
01:18:37Speaker 2 Genau, ja.
Speaker 1 Und hoffst du, dass du, würdest du jeden Platz annehmen oder hättest du irgendwie Konsequenzen oder irgendwie sowas? Also du würdest in der, du hast dich beworben auf Grub oder hast du auch außerhalb der Lufthansa Group dich beworben?
Speaker 2 Ich habe mich auch außerhalb der Crew beworben. Okay.
Speaker 1 Und gibt es da nicht, kommen die nicht auf dich zu und sagen, ey, du bist fertig, wunderbar, wir bieten dir einen Platz an oder irgendwas, sondern wenn du nicht aktiv. . Durch drum kümmerst, dann würde jetzt auch nichts mehr passieren?
01:19:07Speaker 2 So sieht es aus, ja. Also wir mussten uns selbst innerhalb der Group mit Initiative kümmern und Kontakt aufbauen und bewerben.
Speaker 1 gibt es kein Portal, wo man sagt, hier, pass mal auf, da sind die stellenfreien geworden, auf dem sozusagen in dem Ist ja auch für viele wichtig, wo es denn hingehen soll, also ob Wien, Schweiz, keine Ahnung, sonst was. Und gibt es kein Portal, das so ein bisschen zusammenfasst für euch? Oder außer also Privatinitiative vielleicht oder irgendwie sowas?
01:19:37Speaker 2 Doch, es gibt ein Portal. Damit wird ja in der Eva auch gewoben, dass es dieses Campus-Tool gibt, aber dort sind nicht alle Airlines drin, wo ich mich bewerben kann. Also das gibt es zwar dieses Tool und das ist auch sinnvoll, um Informationen zu bekommen über Arbeitsstruktur, Urlaubstage, Gehalt und so weiter, aber. Ich habe mich auch bei einigen Airlines, die da eigentlich drin sein sollten, auch extern beworben, weil das einfach nicht so. . Wie sagt man, kohärent ist oder.
01:20:08Speaker 1 Okay. Also mit externen Beworgen meinst du, also du kannst dich über dieses Campus-Tool, wie du gesagt hast, kannst du dich auch bewerben?
Speaker 2 Genau, das soll so funktionieren.
Speaker 1 Es soll funktionieren, aber du kannst auch natürlich direkt bei denen anklopfen, die Tür, ist klar.
Speaker 2 Genau. Und wie gesagt, manche Airlines sind da gar nicht drin in diesem Campus-Tool, da muss man sowieso selbstständig irgendwo hingehen.
Speaker 1 Meinst du denn wärst, vor August woanders anzukommen oder?
Speaker 2 Ja, auf jeden Fall. Ah, okay. Ja
Speaker 1 Und wo würdest du gerne hin? Also klar, ich weiß, wo du gerne am Ende hinkommst und ich drücke dir alle darum, dass es so schnell wie möglich geht.
01:20:44Speaker 1 Aber wo. Was meinst du, wo wirst du, als wahrscheinlich das so hinkommt, als wenn du das erzählen magst? Ich weiß nicht.
Speaker 2 Ja, also wie gesagt, Lufthansa zieht sich jetzt eine ganze Weile, weil die MPL, von denen wir gesprochen haben, jetzt im Podcast Die haben natürlich Vorrecht, dorthin zu kommen. Das ist noch so und erst wenn die alle abgefrühstückt sind, dann bin ich dran. Und das kann jetzt noch bestimmt so zwei Jahre dauern, bis die alle untergekommen sind und bei Lufthansa sieht es ja auch gerade gar nicht so gut aus mit Sparmaßnahmen und so weiter. Das weiß vielleicht nicht jeder, aber die Mainline, die operiert, jetzt nicht so Gewinn bringt.
01:21:17Speaker 1 Ja, das sieht aber immer bei denen schlecht aus. Also Also, also die machen zwar irgendwie immer irgendwo Gewinn, aber das Gejammere ist intern immer, kenne ich, kenne ich nicht. Also es war nie so jubeln. Es wurde nie gejubelt. Also
Speaker 2 Okay, gut. Das weiß ich und deswegen dauert es, bis ich dran kann.
Speaker 1 Das stimmt allerdings, da gebe ich dir natürlich reden. Aber an mir soll es sich liegen, also ich habe einen Platz freigeräumt, also am, ne, von der Seite her.
Speaker 2 Das ist ja nett.
Speaker 1 Ja, ja, genau.
01:21:48Speaker 1 Was ich sagen wollte, ja, also okay, dann, das heißt aber, dass der unangenehme Teil, der läuft natürlich. Also Geld musst du überweisen, schon für deine Ausbildung wahrscheinlich.
Speaker 2 Na, ich habe mir das Geld geliehen. Also jetzt gerade nicht. Ich zahle noch nicht zurück, aber ja.
Speaker 1 Das ist natürlich da. Okay, gut, alles klar. Ja, ja, das ist natürlich doof. Ich hoffe, da wird man dir sozusagen Stunden gibst. So, aus diesen Dings, da was wir gegeben haben. Ah, du hast rausgeschrieben, deine Favoriten.
01:22:18Speaker 1 Können wir die sagen, wo du gerne hin möchtest?
Speaker 2 Vielleicht lieber nicht, weil ich bin ja in verschiedenen Bewerbungsverfahren. Das habe ich mir jetzt im Nachhinein mal überlegt.
Speaker 1 Okay, gut. Also zwei Namen, die ich da sehe, das andert unser Stamm Hörer, der hier im Podcast mit drin ist, sonst gebe ich dir nachher gleich mal vielleicht den persönlichen Kontakt. Vielleicht kann er dir Insights darüber geben oder irgendwie sowas.
Speaker 2 Ich habe tatsächlich schon Kontakt aufgebaut. Okay, habe ich schon mal im Telegram-Kanal gefragt.
Speaker 1 Ja, okay, alles klar. Ja, ich glaube, hast du auch, genau, weiß ich, weiß ich.
01:22:48Speaker 1 Gut, okay. Denner, ich habe ja so ein bisschen im Vorweg so leichte Fragen eingesammelt, ne, sozusagen. Ja. Und vielleicht können wir die hier mal ganz kurz beantworten. Die eine Frage ist von CS, wie er heißt. Oder sie heißt. Und die Frage ist, die habe ich aber gleich mit eingetühlt, dass man die wahrscheinlich nur ganz, ganz grob so umschneiden kann, weil die sehr, sehr allgemein gehalten ist. Und er oder sie fragt, Frage für die nächste Aufnahme. Wie läuft eine Unterrichtsstunde ab?
01:23:19Speaker 1 Was sind die Unterrichtsinhalte der praktischen Flugstunden? Wie trainiert man die einzelnen Manöver? Da habe ich so ganz grob angewortet. Also man könnte den ganzen Syllabus jetzt erklären, von vorne bis hinten. Aber vielleicht kann man das ja irgendwie zusammenfassen. Oder kriegst du das hin? Was meinst du? Ja, ich denke schon.
Speaker 2 Wir haben natürlich einen Syllabus, also quasi einen Lehrplan, wo für jede Unterrichtsstunde, jede Flugstunde vorgeschrieben ist, was wir üben sollen. Am Anfang ist es natürlich relativ streng, aber je später es Richtung Check geht, desto fitter ist man und man kann sich selber auch aussuchen, was wird jetzt trainiert und was nicht man weiß, wo ist man gut, was muss man vielleicht noch ein bisschen üben.
01:24:01Speaker 2 Und ja, wir haben da so eine Liste. Ich habe hier gerade mal so eine Lesson Card offen und da steht dann drinnen in der ersten Phase zum Beispiel die ganzen Abschnitte eines Fluges. Und wie fit man da sein muss. In dem Fall ist es hier Understands and Practices, also er versteht und übt, ist über ein Kreuz, dann kommt kompetent, also er ist fit und proficient, der ist richtig fit.
Speaker 1 Das sind die Beurteilungen, ne?
Speaker 2 Nee, das ist erstmal, was der Standard sein sollte und die Beurteilung kommen dann danach.
Speaker 1 Oh, okay.
01:24:31Speaker 2 Und dann haben wir drei Spalten, einmal Lesson Program, da steht drin, was für Manöver wir fliegen sollen oder Review as required, also wie ich schon gesagt habe, wie es benötigt ist. Dann haben wir Briefing-Items, Sachen, die wir im Briefing besprechen sollten. Es gibt ja auch so ein paar aerodynamische Sachen, die man wieder auffrischen sollte, wenn man zum Beispiel Stalls übt und so weiter. Und dann ist noch eine Spalte Student Review, also Sachen, die ich mir zu Hause anschauen sollte vor der Frühstunde.
Speaker 1 Okay, genau.
Speaker 2 Eine Sache haben wir noch, Threat and Error Management.
01:25:03Speaker 2 Da gibt es dann für jede Stunde nochmal so einen Anreiz, mit welchen Gefahren man sich auseinandersetzen sollte.
Speaker 1 Vielleicht muss man zuerst dann auch wirklich sagen, dass eine. Natürlich das LBA schreibt vor, was man Unterricht, was gelernt werden muss, was fertig sein muss, sozusagen. Und die Flugschule selber ist dann verantwortlich und muss auch einen Lehrplan erstellen. Sei das nun eine PPL-Schule oder eine CPL oder ATPL, es muss immer einen Lehrplan vorhanden sein, sodass halt strukturiert sichergestellt wird.
01:25:35Speaker 1 was das alles vermittelt wird und wie gut die Flugstule dann ist, dementsprechend werden dann solche Lesson-Pläne aufgestellt, wie man halt vernünftig in welcher Reihenfolge dem den Probanden da sozusagen dann dann alles beibringt, und wo du gerade gesagt hast, wie trainiert man die einzelnen Manöver Das geht ja schon in Richtung, wie trainiere ich eine Steilkurve, wie trainiere ich oder warum trainiere ich eine Steilkurve sozusagen oder wie geht ein Stall oder irgendwas, also ein Überzieh-Ding.
01:26:05Speaker 1 Ich glaube, das ist ein sehr praktisches, das denke ich mir, da würde den Rahmen hier, glaube ich, ein bisschen sprengen, wenn man da jedes einzelne Manöver irgendwie vor. Also ich wollte, es ist halt vorgeschrieben. einen Lehrplan zu haben und ohne Lehrplan kannst du keine Flugschule aufmachen und je professioneller die Flugschule ist, desto mehr Wie du gerade beschrieben hast, auch sind die ganzen Tools da drin, also mit Bewertungen, dass man auch sicherstellt, dass wenn man Defizite feststellt, dass diese Defizite dann auch trainiert werden.
01:26:37Speaker 1 Dokumentation ist da sehr wichtig, sozusagen.
Speaker 2 Ja, zu dem, was du noch sagst, das LBA ist sogar nach Gutierre gekommen und hat gecheckt, wie wir fliegen. Die haben sich teilweise hinten reingesetzt und haben geschaut, wie wird der Lehrplan umgesetzt. Hat das alles Hand und Fuß.
Speaker 1 Ja, genau, genau. Also die Flugstelle muss den Lehrplan einreichen und dann wird natürlich auch immer regelmäßig ein Audit gemacht. Genau. Und ist auch schön fürs RBA, dass jeder auch mal nach Felix kommt. Ja, ja. Würde ich auch prüfen. Also würde ich eher überprüfen als die kleine Flugschule in Leipzig zum Beispiel.
01:27:10Speaker 1 Ja, ja. Genau. Okay. Ja, kann man noch was dazu sagen zu dieser Frage irgendwie?
Speaker 2 Nee, nicht wirklich. Wie gesagt, es gibt immer einen Plan, was man machen soll. Und je später es ist, desto flexibler kann man sich dann raussuchen, was geübt werden muss.
Speaker 1 Okay. Mir ist gerade eine Frage, die ich vorhin stellen wollte, die ist mir jetzt gerade im Kopf gefunden, weil ich das Wort Stall gesagt habe, um wieder zurück auf die Zirrus zu gehen. Wie habt ihr jetzt ganz praktisch, wie habt ihr den Stall
01:27:42Speaker 1 Wie weit habt ihr den Stall in der Cirrus trainiert? Bis zum Full Stall, richtig? Oder nur bis die Stall Warning ankam und dann recovered. Kannst du das noch erinnern vielleicht?
Speaker 2 Ja, das kam darauf an, was für einen Stall wir gemacht haben, ob es jetzt ein Clean Store ist, ohne Klappen oder halt mit Klappen. Aber wir durften, ich bin mir nicht sicher, ich glaube, den Clean-Stall durften wir bis zum Full Stall üben mit Lehrer neben uns.
Speaker 1 Ja, so habe ich es auch in Erinnerung. Das ist vorgeschrieben, nämlich auch, deswegen frage ich nur, weil die Cirrus ist ja
01:28:16Speaker 1 Offiziell das Spin-Recovery-Manöver und das kann dir ja dummerweise gerade in der Grundausbildung schon passieren, dass du doof da irgendwie in so einen Ansatz in so einen Spin kommst und du dann falsch recoverst, dass du dann nicht wieder rauskommst. ist ja den Fallstand mitten zu ziehen. Genau. Bad der Ziros. Und das ist natürlich relativ teuer dann. Sagen wir mal so. Auf jeden Fall. Ja, genau. Nee, deswegen war das die Frage, poppt ihr mir gerade in Kohl. Also ihr habt schon Full Stores in der Kiste auch gemacht. Sehr gut. Haben wir gemacht. Ja, okay. Muss auch, wie gesagt, vorgeschrieben.
01:28:47Speaker 1 Wir haben eine nächste Frage von Beck. bekommen, auch einer aus dem Telegram Channel. Und der hatte gefragt, und ein bisschen haben wir auch ein bisschen erklärt davon, Unterschied Der einzelne Lizenzen, ein PPL, also Privatpiloten-Lizenz, CPL, kommerzielle, Commercial Pilot Lizenz, ATPL Airline oder Air Transport Pilot License oder den Multipilot License. Was meinst du, was können wir ihm dazu erzählen?
01:29:19Speaker 2 Ja, also ich würde sagen, erstmal eine große Barriere zwischen PPL und den restlichen Lizenzen. Weil bis zum PPL darf ich bloß privat fliegen und auch kein Geld für meine Flüge verlangen. Ich darf zwar schon Leute mitnehmen, aber die dürfen höchstens den Selbstkostenpreis zahlen. Aber ab CPL darf ich dann noch Geld verlangt für meine Flügel.
Speaker 1 Ja, genau. Dementsprechend ist halt viel mehr Theorie dahinter. Und ich sag mal so
01:29:52Speaker 1 Da wird dir auch langsam auch vorgeschrieben, wie rum du die Checkliste halten musst beim CPL. Da geht das los, dass du da viel professioneller anfängst sozusagen. Und ich glaube, den Unterschied ATPL und MPL haben wir am Anfang so ein bisschen erklärt, denke ich mir, hoffe ich.
Speaker 2 Genau, ja.
Speaker 1 Es ist halt, ja, also worauf die Schulung konkret irgendwie ausgerechnet ist. Mit deinem ATPL kannst du nachher alles fliegen, auch sagen wir so
01:30:22Speaker 1 Airline-technisch mit deiner Karawan hin und her fliegen. Das dürftest du mit einem MPL, weil das dann wieder nicht Single-Pilot ist, müsstest du da, glaube ich, eine andere, zumindest Komponenten wieder zubuchen, die wahrscheinlich Pille Palle sind dann, aber schon rein formal genüchter, nicht nur das Type-Rating, sondern du musst ja noch Komponenten wieder zu schulen, um dann wieder Single Pilot rumfliegen zu müssen, sozusagen. Beim MPF, wenn du jemanden gemacht hast. Das ist schon irgendwie ein witziges Konstrukt.
01:30:52Speaker 1 Das sind wie gesagt verschiedene Lizenzen für die Zuhörer, dann gibt es natürlich noch verschiedene Zuberechtigungen, die man da machen kann, AFA, Instrumentenflugberechtigungen und sowas. Aber der ATPL beinhaltet auch immer AFA zum Beispiel, also von der Seite her. Obwohl die denn her separat verlängert werden müssen, also rechörrend gemacht werden, also wieder erneuert werden müssen, die laufen ja dann ab, sowas. Das ist so ein bisschen kopiert. RTPL ist, glaube ich. Solange du, selbst wenn du keine AFA-Teilmage machst, ist der, oder wenn du dann, also ich habe ein ATPL, immer noch klar.
01:31:26Speaker 1 Ich fliege aber nur SAP rum, also Single Eng, mit seinem Kleinmotor ich rum und trotzdem ist meine ATPL-Lizenz immer noch gültig. Der bleibt gültig. Wenn ich keinen AFA machen würde, dann dürfte ich irgendwann wirklich die Rechte des ATPL-Piloten auch nicht mehr ausüben, weil dann müsste ich in eine Schulung wieder reingehen. Und das wäre spätestens nach sieben Jahren. Aber solange ich noch Eifer mache, habe ich immer noch meine ganz normale andere Schulung. Ich glaube, ich ist alles noch gültig. Also hätte ich weniger Probleme zu erneuern, sozusagen.
01:31:57Speaker 1 Weil das gehört halt dazu. Schauen wir mal, wie sich das so entwickelt bei mir. Ja, fehlt da noch was ein zu diesen Lizenzen? Irgendwie vorhin hatte ich noch eine Frage. Ich hoffe, ich habe diese Frage damit beantwortet. So, und die Frage, die ist ganz persönlich an dich, die jetzt kommt. Die kommt von Jörg. Jörg fragt, du kannst ihn ja mal fragen, ob er noch gut schlafen kann mit so vielen Schulden Und ich finde die Frage, nachdem du mir erzählt hast, dass du da ja in Vorkasse treten musst, sozusagen theoretisch, ne?
01:32:31Speaker 1 Ist die schon nicht berechtigt, aber Also musst du nicht beantworten, aber der Unterschied zwischen dem, was auch der Lukas erzählt hat, mit dem gestundeten Kredit, den man da aufnehmen muss. . Also wie es so vor drei Jahren noch war, ne, sozusagen. Also dieses ich, ähm, die Ausbildung kostet eine Menge Geld, am Ende 120. 000, 130. 000 Euro oder irgendwie sowas in der Art, das war ja teilweise, ging es ja echt hoch.
Speaker 2 Mittlerweile.
Speaker 1 Ja, genau. Aber du konntest das dann, weil du nicht eine Einstellungsgarantie hattest, aber zumindest eine gute Chance, relativ schnell eingestellt zu werden.
01:33:09Speaker 1 Konntest du es während deiner Berufsjahre abstottern. So. So, und das ist ja jetzt nicht mehr so, wenn ich das jetzt nochmal so zusammenfasse.
Speaker 2 Ja, genau. Also man muss schon ein bisschen Vertrauen haben, dass man irgendwo einen Job findet.
Speaker 1 Mhm.
Speaker 2 Aber das ist jetzt gerade als Eva-Absolvent kein Ding der Möglichkeit und irgendwo kommt man rein und vielleicht später auch in irgendeine Airline, wo es besser bezahlt wird.
Speaker 1 Ja, ja, das gebe ich auch zu. Ich meine, die ganzen Flugzeuge, die die Airlines bestellt haben, die wollen geflogen werden. Und dazu braucht man Leute.
01:33:39Speaker 1 Und die Ausbildung hier in Deutschland ist schon, und Gutierre ist schon wirklich gut. Also, man hat da extrem gutes Standing. Also, das ist ja. So, ich sag mal, kann man das so sagen? Stanford der Pilotenschule? Nein, Entschuldigung. Irgendwas in der Art. Nein, nein, ist ja, ist ja auch so. Kostet auch halt, aber auch dementsprechend. Aber die Frage, aber es ist schon, ich sag mal so, wenn du, wenn du so, nee, woman, du hast so, man ist einfach nur ein plitscher Mensch, ne?
01:34:11Speaker 1 So schwert sich nicht doof an, ist normal gebildet, man muss ja auch Zum Fliegen im Cockpit sage ich immer, man muss keinen Doktor haben. Man muss nicht sofort nicht verstehen und irgendwas, man muss halt nur die Zusammenhänge, die da so in der Welt existieren. gut begreifen können, sagen wir mal so. So überall so ein bisschen mittelmäßig schlecht an, du, aber du, das Mann nicht ausfindig, so man muss halt Keine Schwächen in irgendeinem Fach haben, sondern einfach normal alles verstehen.
01:34:41Speaker 1 Das ist so meine Definition dazu. Oder wie heißt es immer so schön? Man interessiert sich für alles, kann aber nichts, sozusagen. Ähm, Wer arbeitet, so ein Mensch, der kommt. So, und der hat irgendwie nichts. Seine Eltern haben jetzt nicht irgendwas, was sie ihm noch mitgeben können. Wie groß schätzt du denn da so die Chancen ein, wenn das dass man das kriegt man Kredit, wenn man sagt, hier ich hab die
01:35:11Speaker 1 Diese Z DLR CFD Card bekommen. Ich habe meine Berufsqualifikationstests oder wie das jetzt heißt, bestanden und so. Wenn man dann zur Bank gehen würde oder zu diesem Finanzierungstool von dieser Eva, die bieten dann auch eine eigene Finanzierung an, sagtest du doch. Kriegt man da so bedenkenlos was, irgendwie, weißt du das? Oder man muss ja auch noch leben zwischendurch und all sowas.
Speaker 2 Also das diese Bildungsform, ich kann sich auch einen Namen sagen, Brain Capital nennt er sich, das ist nicht von der Eva, die haben bloß eine Kooperation damit.
01:35:45Speaker 2 Da kriegt man schon was, aber man muss natürlich auch 10. 000 Euro Eigenkapital mitbringen, wenn ich richtig liege momentan. Und damit sind ja dann auch bloß die Ausbildungskosten gedeckt und nicht die Lebenshaltungskosten. Okay. Und das ist natürlich ein Thema. Und wenn man da keine Unterstützung hat in Form von Eltern oder Familie, dann wird es schon schwierig, weil Arbeiten. . Ist vielleicht möglich, wenn man Vorkenntnisse hat oder es fällt einem sehr leicht, aber wenn man noch nie was von dem Thema gehört hat, dann braucht man auch die Freizeit, um einfach zu lernen.
01:36:15Speaker 1 Okay. Und Gab es bei euch hier seine Mitschülerinnen, wie war das bei denen aufgestellt? Ich meine, es gab unterschiedlich. Bestimmt Unterschied da drin, wie gut man sozusagen von zu Hause ausgestattet war, aber gab es auch welche, die haben es wirklich ganz ohne alles machen müssen?
Speaker 2 Ja, mitunter auch. Also es gibt Leute, die waren schon ein bisschen älter, die haben dann gespart. Natürlich auch viele junge Leute, also es gab einige, die deutlich jünger waren als ich.
01:36:47Speaker 2 Aber natürlich auch oft so, dass von zu Hause so Geld da war, dass zumindest die Lebenshaltungskosten gestundet werden konnten. Okay. Bezahlt werden konnten.
Speaker 1 Aber keiner hat nebenbei gearbeitet oder arbeiten müssen, um dennoch sozusagen seine Brötchen morgens zu verdienen, oder?
Speaker 2 Doch, es hat. Also ich weiß von mindestens einem, der hat nebenbei gearbeitet, aber dem fiel ist auch relativ leicht, weil er Vorerfahrung hatte.
Speaker 1 Okay, alles klar.
Speaker 2 Der hat dann als Ramp Agent am Flughafen gearbeitet, wenn er Zeit hatte. Okay.
Speaker 1 Ja, das muss man echt dazu sagen.
01:37:17Speaker 1 Also das ist jetzt, früher war der Weg einfacher. Ich sag mal so, die Fluglehrer in Amerika, denen geht es ähnlich. Bei denen ist die Geschichte genauso, wie wir jetzt hier gerade beschrieben haben. Die müssen auch irgendwie alles sozusagen selber irgendwie finanzieren, um ihren Weg da irgendwie reinzukriegen. Also der Weg ist schon Er ist schon deutlich tougher geworden, um da im Cockpit zu landen. Das muss man irgendwie dran denken. Und wie gesagt, wenn Leute
01:37:48Speaker 1 Rendite und orientiert eine Ausbildung oder für ihr Lebenseinkommen sozusagen ihre Karriere, ihren Beruf planen, dann ist das vielleicht eventuell nicht mehr der optimalste Weg. Die Gefahr aber, dass einem das am Ende aber gefällt und man glücklich ist im Cockpit, ist schon, ist, finde ich, immer noch deutlich höher, als wenn du dann irgendwo, naja, ähm zwar eine steile Karriere machst, aber am Ende die Welt nicht von oben beobachten kannst. Aber auch das im Cockpack kenne ich Leute, den wird zwar immer langweilig.
01:38:20Speaker 1 Ja, glaube ich. Der machen sie darauf, wo sie Lust haben. Fliegen kleine Flugzeuge zum Beispiel. So, haben wir noch irgendwas, fällt dir noch irgendwas ein, was du erzählen möchtest? Ich habe ja viel wieder geredet und dich übertüngt und bin so ein bisschen. hin und her gesprungen im im im Sendeplan oder ob da ist ist da irgendwas, was du
Speaker 2 Also mir fällt jetzt nichts direkt ein, ich kann abschließend sagen, es war eine super Ausbildung. Qualität hat auch wirklich gepasst.
01:38:50Speaker 2 Also Das spürt noch am Feedback. Also wenn man jetzt zu irgendwelchen Assessments geht oder wenn man mal mit jemandem fliegt, dann stauen die schon, mit was für einem Standard man da rauskommt und was man alles schon gelernt hat. Also das ist schon auf einem guten Level und das passt auch. Ja, und einen Job findet man auch.
Speaker 1 Okay. Ich weiß, ich habe ja, diese andere Folge mit dem Lukas ist natürlich, ähm, da haben wir gleich für unsere Hörer auch ein bisschen was doppelt besprochen, aber es war halt
01:39:21Speaker 1 Andere Person, andere Beschreibung, andere Schicksal. Ich finde es spannend. Man kann ja vorspulen. Oder wenn es einem nicht gefallen hat, hat man hoffentlich vorgespult. Jetzt natürlich für dich der nächste Schritt. Ich meine ganz ehrlich gesagt, das ist aber auch nochmal eine Hausnummer, weil Airline-Training, also dann die richtige Line-Ops, wo du dann alles, was man so gelernt hat, dann noch umsetzen muss, sage ich nur so, das ist auch nochmal ein kleiner Schmankel, der da entkommt. Also das erste halbe Jahr wird auch noch für dich spannend sein.
01:39:51Speaker 1 Freu dich drauf. Also in dem Sinne von viel zu tun, nochmal viel zu lernen, das OMA begreifen und die ganzen Firmenregeln dazu und alles, was dazugehört, und Operation und Passagierbedürfnisse und nebenbei noch Kaffee trinken und fliegen auch noch, dass dieser Scheiß. Das ist ja das, was sie, was der eine immer auch immer sagt, ähm, dass ähm Die sagt das, äh, das Managen des ganzen Berufs des Cockpit-Personals ist schon tough genug und nebenbei muss man auch noch fliegen.
01:40:25Speaker 1 Ja, genau. Wünsche ich dir viel Spaß dafür und drück dir die Daumen. Vielleicht kannst du irgendwann nochmal erzählen, wie das abgelaufen ist. Vielleicht kriegen wir ja irgendwie noch eine Nachfolgeepisode dahin. Aber Wir sind auch nicht ganz zu Ende. Ich habe ja hinten noch mein kleines Sonderkapitel immer, die Geschichte zum Ende. Und hast du da was, was du. Also ich finde es ja immer toll zu hören, ob du mir, vielleicht und all den anderen auch noch eine kleine Geschichte erzählen kannst. So aus der Fliegerei oder aus deinem Leben oder was weiß ich oder irgendwas in der Art.
01:40:55Speaker 2 Also ich muss ja sagen, es sind ja während der Ausbildung so viele tolle Flüge und Erlebnisse passiert, das kann man ja nicht alles da reinpacken. Aber grundlegend hat es immer viel Spaß gemacht, mit meinen Klassenkameraden zu fliegen, mit einem Flugteam, das war eigentlich immer das Beste. Und ein Flug, der mir besonders in Erinnerung geblieben ist, war Ein Flug nach San Diego mit der Zirrus.
Speaker 1 In den USA. Den San Diego International, den großen
Speaker 2 Nee, wir sind dort nicht gelandet, aber wir sind rübergeflogen.
01:41:25Speaker 1 Okay, alles klar.
Speaker 2 Und es gibt so eine inoffizielle Tour in San Diego, die nennt sich Bay Transition. Das ist so eine Sight-Seeing-Flugtour, die kennen die Locals und da findet man im Internet so eine Beschreibung, wie man da fragen muss und dass man da hinkommt. Und das hat ein Kumpel von mir rausgesucht und ich habe das Ganze dann umgesetzt mit einem anderen Kumpel auf dem Backsseat und Das war ganz schönes Abenteuer, weil wir sind da durch ein Klass Bravo geflogen und
01:41:56Speaker 2 Die Planung war schon ganz schön viel, da habe ich mich zwei Tage hingesetzt und alles genau geplant, welchen Tower rufe ich und so weiter. Und dann sind wir nach San Diego geflogen und dann hat das alles geklappt und dann waren wir cleared at or below 500. Das ist in Class Bravo, also ein Anflugsektor vom Santiago International Airport und da sind wir da wirklich fast auf Höhe von den Häusern übers Wasser geflogen, weil wir auch wirklich so tief geklärt waren.
Speaker 1 Ja, okay.
Speaker 2 Und der Sinkflug da rein zum Wasser, es war einmalig. Also du hast die Pazifikluft auf einmal im Cockpit gehabt und bist da lang geflogen und dann sind wir
01:42:29Speaker 2 um Point Loma in den Hafen rein, über die Coronado Bridge, 180 Grad Kurve und dann direkt über den Airport, während unter uns Flugzeuge gelandet sind, in 700 Fuß. Also das war schon Das war einmalig, also einer der schönsten Flügel, die ich da drüben hatte.
Speaker 1 Oh, okay, gut. Da muss ich ja schön. Also vielleicht hast du ein paar Bilder, die du uns davon geben kannst. Ja, sehr gerne. Ja, ja, ja, ja, ja, sehr gerne damit rein. Für unser Hörer, äh, Klaas Bravo, Charlie, das ist glaube ich der höchste Luftraum, den es da gibt. War das nicht so?
01:42:59Speaker 1 Also, wo du, ja, du brauchst es halt ein kontrollierter Luftraum, wo du eine Einfluggenehmigung haben musst und ihr seid praktisch unter den Abflugen. Fliegenden Verkehr unter durchgeflogen, direkt oder was?
Speaker 2 Also beim also zuerst an der einen Seite sind wir unterm abfliegenden oder landenden Verkehr, also unter dem abfliegenden Verkehr durchgeflogen, weil Add or Below 500 direkt am Strand lang. Und dann, als wir über den Flughafen geflogen sind, dann sind die Maschinen unter uns gelandet. Da waren wir in 700 Fuß und haben die Maschinen im Anflug rechts von uns gesehen, die
01:43:31Speaker 2 unter uns durchgekommen sind.
Speaker 1 Oh, sehr schön. Okay, cool. Das war mit einem äh. Moment, war das Solo oder war das.
Speaker 2 Das war nicht Solo. Das war, wir durften Solo gar nicht in Bravo einfliegen. Ah, okay. Es war mit Lehre und äh Ist auch besser so, weil das ist ja, da muss man wirklich up to his game sein, dass man da auch wirklich alles ordentlich macht.
Speaker 1 Gerade die Ecke, da gibt es ja, ich weiß, ich habe das mal auch gesagt, in San Diego gibt es ja so ein paar Flughäfen, die dicht den dran sind. Die sind eingekreist von Lufträumen, wo man aufpassen muss, dass man nicht reinfliegt.
01:44:04Speaker 1 Das ist schon der Luftraum dort in Sanego, glaube ich. Gefühlt ist er fast komplexer als in Los Angeles. Der ist sehr dicht, ja.
Speaker 2 Es gibt noch viele kleine Flughäfen um San Diego rundherum. Also da bist du über dieses. . Bravo unter DS Class Delta vom Flughafen und du hast dann deine 1000 Fuß, aber das war mit der Zyrrus halt super machbar, weil es zeigt sich alles auf dem Display an Wir haben VNAV genutzt, um da reinzukommen, also wirklich auch den Descent perfekt vom Flugzeug planen lassen. Das ist natürlich schon sehr komfortabel.
Speaker 1 Ah ja, okay, geil, geil, sehr schön. Vielleicht kannst du ja ein paar. . Fotos da irgendwie oder Track oder irgendwie sowas hast du sowas, würde mich jetzt gerade mal so spannend interessieren, wenn du Lust hast.
01:44:38Speaker 1 Tu mir das damit rein. Ja, äh. Machen wir den Sack zu, sozusagen. Genau. Ja, cool. Cool. Max, großartig, dass du da warst. Verlinke mal deinen Kontakt im Telegram, habe ich gesagt, das können wir ruhig machen. Irgendwie sowas. Falls jemand Fragen an dich hat oder irgendwas. Ich drück dir die Daumen, dass alles so weitergeht und es freut mich, dass du so viel Optimismus hast, dass es alles, dass du das so durchziehst. Respekt. Großartig. Vielen Dank. Und ja, dann sage ich mal, sonst die üblichen Kontakte von mir kennt ihr ja hinten.
01:45:10Speaker 1 Sendeplan steht alles dran, wo uns erreichen können. Ich will es gar nicht gerne sagen, ob du ein anderes Slash oder nicht. Und ich wünsche uns allen viel Spaß und T, danke, dass du da warst.
Speaker 2 Danke Steffen für die Einladung. Ciao.