Folge #233 · 31.07.2026 · Dauer 02:18:02

CFWU 233 - Befehl 2-84

keine Funde Original-Episode auf comeflywithus.de →

Diesmal gibt es eine Interview Episode mit Jan, welcher bei der NVA die Mit 21 gewartet hatte....

Kapitel (40)
  1. 00:00:00 Begrüßung
  2. 00:00:48 Vorstellen von unserem Gast: Jan
  3. 00:03:06 Was hat Steffen getan
  4. 00:04:13 Steffen ist Waymo gefahren…
  5. 00:05:29 Spotify Kommentare entdeckt
  6. 00:06:16 Wie ist Jan zu den Flugzeugen gekommen.
  7. 00:07:31 Die "Fliegerrevue"
  8. 00:15:21 Lehre bei der Interflug
  9. 00:18:37 Werkstattflugzeug in HAM
  10. 00:19:15 Werkstattflugzeug der Interflug Tu-134
  11. 00:21:17 Lehre bei der NVA: Ausbildungsgeschwader 15
  12. 00:25:03 MIG-21U
  13. 00:28:54 MIG-21SPS
  14. 00:36:44 1989 zurück Interflug
  15. 00:40:25 1989 zur Lufthansa
  16. 00:49:41 "Meine MIG 229"
  17. 00:52:08 Ablauf Flugdienst und Kontrollen
  18. 00:53:32 Wetterflieger
  19. 00:57:47 Zwei kritische Stellen an der MIG 21
  20. 01:00:11 Zweiter Kritischer Punkt: Fluttergewicht
  21. 01:02:18 General flog auf meiner Maschine.
  22. 01:07:31 Highlight für mich Engine Run mit Nachbrenner
  23. 01:16:14 Run Up mit 30 / 32 Maulschlüssel im Verdichter 😵‍💫
  24. 01:18:33 was ist die „Hausbar“ und „Willi“
  25. 01:23:29 Katapultsitz ( erklären warum doch sehr unsicher )
  26. 01:28:08 Erdmagnetfeld kompensieren 😁
  27. 01:31:29 Die Sache mit dem Tankdeckel
  28. 01:39:54 Frage von Pelle zu IL62M
  29. 01:48:16 IL62 Heckstütze
  30. 01:50:10 Frage von Tobias zu Interflug Auslandsstrecken
  31. 01:52:36 Frage von Maric: Bauschriften
  32. 01:58:10 Frage von Marcel: Ersatzteilverfügbarkeit
  33. 02:00:00 Frage von Martin: die Geschichte DDR-SEC?
  34. 02:03:47 Tu-134 in Magdeburg
  35. 02:04:32 Frage von Schwoab zu den Triebwerken
  36. 02:09:26 OTD 1971: All Nippon Airways Flug 58
  37. 02:10:37 OTD 1945
  38. 02:11:18 Kleine Geschichte
  39. 02:14:52 Kleine Geschichte: Bugfahrwerk mit Bordkanone weggeschossen
  40. 02:16:38 Verabschiedung

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Transkript

00:00:00Steffen Hallo Leute, es geht wieder los, eine neue Folge startet. Diesmal mit einem mit einer unbekannten, also mit einem unbekannten Gast sozusagen, also mit einem unbekannten Faktor. Ich habe nämlich eine Interviewfolge mal kleine wieder vorbereitet. Mir virtuell gegenüber sitzt bei Wir haben es gerade festgestellt bei 48 Grad draußen und 29 Grad drinnen. Ich bin dazwischen irgendwo, haben wir uns sitzen uns virtuell gegenüber und wollen ein wenig über alte Zeiten ein wenig plauen. Mir gegenüber sitzt der Jan. Aus dem Kennzeichenkreis BK.

00:00:32Steffen Und das Thema, was wir so schnacken, ist ich glaube, er wird es einfach gleich selber sagen. Ich möchte erstmal willkommen an Bord sagen und stelle unseren Hörer Gast, nee Quatsch, Hörer auch, ne, kann man sagen. Und Gast vor. Hallo, guten Tag Jan. Wie Gadidat? Kannst du das mich verstehen? Achso, oh, das sage ich Bremer, ganz vorsichtig. Ganz vorsichtig, das ist schon Schwitzerei.

Jan Ja, richtig. Stimmt, stimmt. Das ist mir gerade so ausgerutscht. Ich bitte das viermal zu entschuldigen.

00:01:02Jan Moin Steffen. Ja, hier ist der Jan und für die, die den Landkreis BK gerade nicht zuordnen können, das Das ist der Börde-Kreis. Das ist, ich sag mal, Großraum Magdeburg. Ah, okay. Da bin ich zu Hause nicht so weit weg von dir. Eigentlich, ja, weil er klar ist, also Magdeburg-Hamburg ist ja jetzt nicht so weit weg wie neu Hamburg oder so.

Steffen Ja, ja, ja, genau.

Jan Wo haben wir da zu Taggewachsen? Nee, ja, alles gut. Okay. Und warum reden wir eigentlich miteinander?

00:01:33Jan Ja, ich sag mal so, ich bin durch, ich kann es ja gar nicht mehr so genau sagen, wie bin ich denn auf deinen Podcast gekommen? Wahrscheinlich, ähm, vielleicht bei YouTube hat es irgendeiner erwähnt oder ich würde ja auch andere, andere hier Fensterplatz, Podcast und so, vielleicht wurde es um vielleicht wurde da dein deinem Podcast erwähnt. Jedenfalls bin ich drauf gekommen, habe dann abonniert und habe dann von der ersten Folge an wirklich Alles weggesuchtet.

00:02:05Steffen Oh mein Gott.

Jan Und ja, wirklich, also das wird von Folge 1 angefangen. Mit Voll ähm, Volker sei ich schon Markus, ja Markus Ritter genau. Basuwe, ich liebe sein Dialekt. Der ist göttlich. Das ist toll.

Steffen Ich auch allerdings schön, wenn ich ihn verstehen könnte. Aber ist egal.

Jan So, und dann Da ich, also mir wird nachgesagt, dass ich ein gewisses Talent als Alleinunterhalter hätte.

00:02:35Jan Ich habe auch eine. eine gewisse Radiokarriere vorzuweisen und so weiter und so fort. Da ist es mir in den Kopf gekommen, ich habe so viel erlebt bei der Interflug und bei der NVA.

Steffen Ah, jetzt kommt das.

Jan Genau, richtig. Das muss ich einfach mal kundtun und loswerden. Und ich denke, der eine oder andere Sprunzler bei dir oder bei den Hörenden oder bei den Hörern sollte mit dabei sein. Tja, und deswegen, ich habe mich einfach mal bei dir gemeldet und habe gesagt, so, ich bin dein Mann.

Steffen Okay. Und ich erzähle jetzt was und dann wollen wir gucken, was rauskommt.

00:03:07Steffen Okay, wunderbar. Und bevor das aber losgeht, ich muss immer noch so eine kleine, kleine. . Also zum Einstimmen, nämlich ich erzähle auch immer so, ähm, was ich gemacht habe, ne? Und das ist seit seitdem ich wieder gekommen bin letzte Woche, Mitte letzter Woche aus Miami, wo ich den Harry besucht habe, der sich, glaube ich, auch sehr gefreut hat darüber. Der hat noch zwei Tage, dann kommt er von seiner Reise zurück. Ist natürlich jetzt nicht so super viel bei mir passiert. Ich habe nicht mal geflogen, gar nicht Ich habe aber viel Feedback bekommen von dieser Folge.

00:03:38Steffen Das hat wohl sehr Leuten viel gefallen. Ich habe auch von Von Tobia ist noch sehr viele Fragen bekommen und ich muss da ganz erstmal ein Bild posten, was er zu der letzten Frage, nicht zu dem fliegenden Klavier gepostet hat. Und das ist ja bei euch im Kapitelmarker, das muss ich als allererstes erstmal zeigen, weil ich das so genial von natürlich der der KIKI oder IA oder wie immer sie das nennen möchte, das zusammengestellt hat. Das Fliegen der Klavier in Form eines Tornados. Und da wir ja nachher über Militärflieger reden, fand ich das irgendwie ganz passend.

00:04:09Steffen Ich wollte allerdings noch erwähnen, ich weiß gar nicht, ob ich das erzählt habe in der Folge, als ich mit Harry gequatscht habe, dass wir Raymo gefahren sind. Hast du die Folge gehört?

Jan Ja, ja, superfolge. Also hat mir absolut super gefallen. Also wirklich war Ähm, nee, Raimo, was, was, was, was, was soll das sein?

Steffen Was ist das? Raimo sind diese selbstfahrenden Autos. Ich habe da auch jetzt ein Bild im Hast du glaube ich nicht erzählt.

00:04:39Steffen Nee, nee, nee. Also wir haben da kleine Videos gehabt, ich versuche mal, vielleicht kann ich irgendwie das Video mal wieder irgendwo online stellen und reinstellen. Wir sind halt mit diesen Autos gefahren, die fahren da relativ viel rum, sind am Ende natürlich teurer, das heißt natürlich teurer, sie sind teurer als so ein, als wenn du dir ein normales Uber irgendwie bestellen würdest als Taxi oder Auf jeden Fall günstiger als ein echtes Taxi, die sind da richtig teuer. Na, auf jeden Fall sind wir da Weymo mitgefahren und sitzen also hinten drin, während uns die Kiste da alleine fa. für fahrerlos durch den Stadtverkehr wirklich souverän und schnell und flott und nicht irgendwie ruppig oder irgendwas durchgefahren.

00:05:14Steffen Das war schon sehr, sehr spannend. Und dann hab ich natürlich denkt natürlich so nach so über autonome Flugzeuge und und was da alles gekommen wird. Naja Also im Straßenverkehr würde ich sagen, ist es ja natürlich auch schon lange angekommen. So, und das letztes noch als eigene Sache, da höre ich auch auf. Und zwar für all die, die mal so Kommentare gegeben haben, die beantworte ich ja mal auf unserer Webseite und auch gerne gucke ich mal bei iTunes rein. Ich habe jetzt zum ersten Mal entdeckt, dass man auch bei Spotify, wo ja der Podcast auch gelistet ist, obwohl er bei mir selber gehostet ist, ähm.

00:05:46Steffen . die Hörer da Kommentare reingeschrieben haben und die ich habe gar nicht gewusst, dass es sowas gibt. Also ich habe zum ersten Mal Spotify-Kommentare entdeckt. Hey Leute, Entschuldigung, falls ihr das irgendwie Falls ich da irgendwas nicht nie beantwortet habe, es kommt, weil ich das irgendwie gar nicht gewusst habe. Ich höre halt nicht Spotify und dementsprechend war mir das nicht bewusst. Also mit anderen Worten. Das kommt noch. So, das wollte ich nur so ganz kurz loswerden. Und jetzt können wir irgendwie gerne, gerne so einsteigen. Und einfach, dass du jetzt vielleicht einfach mal irgendwie losschießt.

00:06:19Steffen Du bist ja selber nie geflogen, aber du warst den Flugzeugen ganz dicht.

Jan Wann ging's denn los bei dir? Ja, es ging im Prinzip los 1980, kann ich sagen. 180 habe ich mit den gebrochenen Beinen zu Hause gelegen. Wie alt warst du? Da war ich, warte mal, 80 war ich 12. Okay. Ja, genau. Okay. Ich bin ein klein bisschen jünger als du. Du warst, glaube ich, Bauer 66, ne?

Steffen Hast du mal erzählt? Das sind ja so private Sachen, die würde ich ja glaube ich nie erzählen, aber es kann schon sein.

00:06:52Jan Nee, ich bin 68. Ich habe mich da beim Bodeln irgendwie, glaube ich, ein bisschen blöd, als ich selbst naja, ich lachte mit einem Wochenbein zu Hause, während meine Mutter mit ihrer Familie oder mit den Angehörigen oder wie auch immer, die sind in Winterurlaub gefahren. Ich konnte natürlich nicht mit und blag dann nie zu Hause rum und habe zu meinem Vater gesagt, nimm mir doch einfach mal was zu lesen mit. Mein Vater war Journalist. Chefredakteur damals und der hat mir mitgebracht ein Exemplar der, ich sag mal, ostdeutschen Fliegerzeitschrift, Fliegerrevue.

00:07:27Jan Darüber hieß er Flugrevue, bei uns hieß er Fliegerrevue. Und Steffen, sollte ich sagen, vom Tag an war ich infiziert und war den Schwieger verfallen. Irgendwie steht, also wie gesagt, ich war zehn und ich stehe da dann, oder zwölf, ich weiß gar nicht, steht er denn, als es dann darum ging, welchen Berufs man erlernt, Da dachte ich, Mensch, Flugzeugmechaniker, das wäre was. So.

00:07:57Jan Jetzt musst du wissen, dass 1984, als ich meine Lehre angefangen habe, gab es in der ganzen DDR Exakt 26 Leerstellen.

Steffen Okay.

Jan Für die Ausbildung Flugzeugmechaniker ohne Abitur. Die ging zwei Jahre, das was ich gemacht habe. Und dann gab es nochmal glaube ich, 26 Lehrstellen für Zeugmechaniker mit Abitur. Die Ausbildung dauerte drei Jahre. Also kann man sagen, so roundabout 50 Leerstellen im Jahr 84.

Steffen Ganz kurz, warum war die

00:08:27Steffen andere länger mussten da mal den den den den Abituretten beibringen, wie man Maulschüssel irgendwie hält? Oder was? Oder umgekehrt?

Jan Das kann ich dir nicht sagen. Die haben im Prinzip in den drei Jahren Abitur gemacht. Normalerweise war es ja Ach, die haben während der Lehre dir also Abitur gemacht. Achso, okay, das verstehe ich. Normalerweise war ja in der DLR quasi 11. und 12. Klasse Abitur. Und die haben dann sozusagen zwei Jahre Lehre gemacht und haben, oder drei Jahre und haben in den drei Jahren dann auch noch, was ich da die Abi-Fächer mit Abifrühstückt.

00:09:00Jan So, nun war es natürlich so. dass die Verantwortlichen der Interflug, glaube ich mal, die konnten sich bei der geringen Anzahl an Leerstellen konnten sich natürlich ihre Lehrlinge aussuchen. So Notendurchschnitt und so weiter und so fort. Ich bin ehrlich, was mal jetzt, das war jetzt nicht so rosig bei mir. Also ich war. Ich war natürlich nicht ganz schlecht, ich war auch nicht ganz gut, ich war so die goldene Mitte, ja so 2,2,5 in dem See, sag ich jetzt einfach mal.

00:09:30Jan Das weiß ich. Ja, gut, okay, du das warst. Da hätte ich keine Lehrstelle bekommen. Und warte mal, wie war es bei uns? Ich glaube mit 16. Irgendwie musste man aufs Wehrkräftskommando. Ja, also da wurde man dann zum Wehrkreiskommando einbestellt. Es ging ja darum, man musste ja seinen Wehrdienst in der NVA ableisten. Und Die Leuchter waren natürlich bestens informiert.

00:10:00Jan Klar, logisch, hat ja alles irgendwie alles mit allem zusammengehang, also Stasi und M4A. Naja, gut, aber da kommen wir später vielleicht noch drauf zu sprechen. Da sagte der Herr dann, ja Mensch, Jan und so. Ich habe gehört oder wir haben gehört, du würdest gerne Flugzeugmechaniker lernen. Ich sage, ja, na ja, deine Noten sind ja nicht so gut. Ich sage, ja, habe ich auch so schon gehört. Es gäbe da eine Möglichkeit dir deinen Traum zu erfüllen. Ich sage, hoi, na dumm, lass mal hören. Natürlich mit sie, also lasst mal, das sage ich jetzt ja.

00:10:33Jan Ja, was wäre denn, wenn du dich länger verpflichtest? Steffen, jetzt musst du wissen, der DDR war es so, also der Grundverdienst waren anderthalb Jahre, danach kamen drei Jahre Und dann gab es 10 Jahre, 15 Jahre und 25 Jahre. Drei Jahre mussten eigentlich die machen, die studieren wollten. Das war so ein ungeschriebenes Gesetz. Ja, wer studieren will, muss eben auch drei Jahre sein. Wer nichts ableistet.

Steffen Du meinst, wer jetzt irgendwo studieren wollte oder bei der

00:11:06Steffen Entschuldigung, nochmal.

Jan Ja, nee, irgendwo, irgendwo studieren.

Steffen Völlig egal. Okay. Also drei Jahre. Es gibt ja bei der Bundeswehr damals, gab es ja auch Verpflichtungen und dann bist du halt, hast du bei der Bundeswehruni gestiert oder irgendwie sowas. Aber das war es nicht. Es ging um allgemeines Studium. Richtig.

Jan Ja, genau. Und die wurden dann, äh, die Leute, die studieren wollten, die wurden dann quasi auch mit 18 eingezogen. die haben dann ihre drei Jahre Abier abgeleistet und konnten dann danach studieren. Diejenigen, die anderthalb Jahre gemacht haben

00:11:39Jan Die wurden mehr oder weniger dann auch, ich sage jetzt mal, ich will nicht sagen, bestraft, aber denen hat man doch gesagt, Naja, wir können ihnen natürlich nicht sagen, wann wir sie einziehen, aber die Frist geht von 18 bis, ich weiß es nicht mehr, 26, 27 Jahre, Stefan. Ich kann es ja nicht sagen. Also die Leute wussten wirklich nicht, wann die zur Fahne gezogen werden. Jetzt wieder zu mir. Und dann sagte er, es glaube da eine Möglichkeit. Ich sage, ich höre. Zehn Jahre. Oh Gott.

00:12:09Jan Ich sage. . . Okay, wo soll ich unterschreiben?

Steffen Oh, okay, gut.

Jan Ja. Steffen, ich wusste, achso, ich habe natürlich gesagt, also bevor ich unterschreibe, die Bedingung ist. Militär Fiererei as Militär Lossfahrt. Ja, und dann habe ich da meine Unterschrift geleistet und habe dann aufgrund dessen, es hat ein anderer für mich, sag ich mal, einen Anrat ins Krassibissen übertragen im Sinne, es tut mir leid.

00:12:40Jan Wir haben uns nie kennengelernt, von daher alles gut. Wieso das meinst du jetzt mit anderen ins Gras gebissen? Ein anderer der einen besseren Notendurchschnitt hatte.

Steffen Ah, okay.

Jan Der hat ja denn sozusagen, er hätte wahrscheinlich, wenn ich Nein gesagt hätte, also ich gehe ja nicht länger, hätte er irgendeinen anderen die der Stelle bekommen.

Steffen Ich verstehe, alles klar. Okay, gut.

Jan Aber Läden, die länger gehen, den hat man im übertragenen Sinne Zuckern hinter die Blasen und so. Dann habe ich im September 1984 angefangen bei der Interview Flugzeugmechaniker zu haben.

00:13:10Steffen Ich muss die Frage stellen, war da irgendwie, wurden da irgendwelche Background-Checks gemacht? Du weißt, ich weiß ja gar nicht. Du hast das Wort Stasi so ein bisschen in den Mund genommen, als wenn du auch nicht so glücklich damit warst, oder was?

Jan Also ich musste, ich muss, also für die Lehre jetzt direkt bei der Infasflug musste ich keine, da wurde jetzt nicht viel abgefragt, aber Für die Laufbahn denn bei der Armee, bei der NVA wurde wirklich viel abgefragt. Da muss ich einen sogenannten Verwandtenspiel erstellen.

00:13:43Jan Wurde wirklich, also bis ins, ich weiß natürlich nicht bis zurück zur Kaiserzeit, aber es wurde wirklich schon mütterlicherseits, väterlicherseits, ein bisschen sämtliche Verwandte. aufgeschrieben werden, die Verwandtschaftsverhältnisse, Verstorbene, ob die vielleicht Verwandte im Westen hatten oder wie immer. Also es war schon extrem. Versteht. Aber da gab es keine Probleme bei mir und alles gut.

Steffen Also es hätte auch gelingen können, wenn Sie denn irgendwas entdeckt hätten, dass da der entfernte Schwager oder irgendwas

00:14:17Steffen ich sag mal, fahrenflüchtig oder republikflüchtig gewesen wäre, dann wäre es für dich schlecht gegangen.

Jan Ja, dann wäre es das, das wäre sie gewesen wären.

Steffen Oder hast du gar nichts mit zu tun?

Jan Nein Wie soll ich sagen, was man alles im Magina entspricht, nach der Wende erfahren hat, wie die Stasi vorgegangen ist, da haben wir schon die Ohren geklappert. Da dacht man wirklich, da fing man dann an zu hinterfragen, ob vielleicht der eine oder andere Kollege, der sich damals merkwürdig benommen hat oder merkwürdige Fragen gestellt hat, ob der nicht vielleicht auch bei dem Verein war.

00:14:54Steffen Mir geht's nicht darum, sondern einfach nur um die Ungerechtigkeit des Systems, ne?

Jan Ich bin mal völlig fangen mit dem Zauber. Ich wollte die Arbeit machen, ich wollte den Job lernen, das war mein Traum. Ja klar. Ja, das habe ich denn sozusagen mit dem Kauf genommen oder musste es mit dem Kauf nehmen. Ja klar, irgendwas ist ja immer, ja.

Steffen Ja, genau, genau. Okay, gut. So, und dann hat zehn Jahre und wie ging es denn los?

00:15:26Steffen So, bei der Iterflug war es so, die Lehre ging zwei Jahre.

Jan Das erste Jahr waren wir. . Also war ein ganz normaler Schulunterricht in Schönefeld, also in der Nähe vom Flughafen Schönefeld war die Berufsschule, der Interflug A. N. Tupolev, ja, auch natürlich gleich so ein Fiedername, denn Und im ersten Jahr hat man dann neben dem Unterricht hat man dann ein halbes Jahr eine Ausbildung im Metall, also in der Lehrwerkstatt gemacht, also zweimal ein halbes Jahr, einmal im Metall, im Metallkabinett.

00:16:02Jan so nannte sich das, und einmal in einer Klempnerei. Metallkabinett, das wollte keiner von uns, aber wir mussten es machen. Das hieß, du hast also, du hast dort angefangen, hast einen Zigaretten Fach den großen Block verrostet das Metall bekommen und nach einem halben Jahr musste da eine Schraubzwinge draus geworden sein.

Steffen Versteht.

Jan Mit verschiedenen Rundungen und Radien und Gewinde schneiden und bla bla bla. So, das hat also keiner gemocht, weil man denn mit der Schlichtpfeile dann da am Pfeilen war und dann kam dann der Lehrmeister, hat sein Halunar rangehalten und hat gesagt

00:16:37Jan Wie heißt das hier? Den Rüssel, ich sage Elefant, siehst du, der passt da noch durch.

Steffen Also weiterschleichen.

Jan Also das war fürchterlich. Das zweite halbe Jahr waren wir denn Im Camperkabinett und deshalb star sie machtball, da haben wir genietisch. Und da haben wir Bleche genietet. Transportkisten, weiß ich ganz genau Transportkiste Mi 8 Mi 8 Falle Hubschrauber und wir haben eine Transportkiste, also nicht eine, sondern mehrere über das halbe Jahr verteilt gesehen, die haben den Transportkisten von Hubstrauber gelietet.

00:17:09Jan Und die sind dann auch geflogen. Sie haben also ihr Luftsüchtigkeits bekommen. Quatsch. Aber wie gesagt, die sind dann geflogen. Im zweiten, das zweite halbe Jahr, äh Quatsch, das zweite halbe Jahr sei schon, das zweite Jahr war natürlich das Spannende, weil da sind wir dann direkt ans Flugzeug gekommen.

Steffen Okay. Okay. Und das heißt, obwohl du praktisch bei der NVA warst, hast du aber, hast du an zivilen Fliegern gearbeitet? Oder war das nur die Lehre, die dann später auch für die NVA gilt?

00:17:41Steffen Richtig, richtig, genau, genau, genau.

Jan Ich habe also erst sozusagen in einem zivilen Betrieb, sprich Unterflug in der Hand, und bin danach zur Armee gekommen. Okay, das heißt, da warst du auch noch gar nicht in Uniform und so. Nein, nein, nein, ein paar nicht, wie fahre ich? Die fahr 16, also die Lehre ging von 16 bis 18. Also bis man 18 war im Sommer 1986 ausgeland und im November 1986 dann eingezogen worden zur Armee.

Steffen Okay, dann kam erstmal Grundausbildung und der ganze Quatsch.

00:18:12Jan Ja, Gott sei Dank plus vier Wochen, aber gut, da kommen wir dann noch draus. Genau. So, ich weiß nicht, ähm Naja, nee, hatte ihr, ich kann dich ja nicht machen. Du bist ja, du bist ja, du hast ja im Prinzip Flugzeugmechanik auch oder sowas in der Art nicht gelernt. Aber weißt du, ob es bei der. . Bei der Lufthansa hatten die Lehrlinge da ein eigenes Flugzeug, an dem sie rumschrauben konnten. Weißt du da was davon? Das weiß ich nämlich nicht.

Steffen Es gibt extra Trainingsflugzeuge, also so Werkstattflugzeuge.

00:18:44Steffen Ich habe also in Hamburg und auch in Frankfurt stehen. Welche, da wird halt generell halt Sachen geübt und geschraubt und gemacht oder irgendwie so. In Hamburg steht eine, das ist noch die Delta, ehemalige Greifswald. eine 737500, ne? Die steht da auch noch rum und da wird gemacht und die ist auch voll flugfähig, alles. Also die da kannst du hingehen, die EPU anlassen, das geht alles. Es ist halt nur nicht mehr lufttüchtig, aber theoretisch könnte man sich da reinsetzen und losknadern. Also ich glaube schon, dass es alles noch geht. Okay.

00:19:14Jan Ja, genau. Wir hatten nämlich auch ein eigenes Flugzechtig, das war eine abgeflogene 234, also Flugschuldenanzahl erfüllt oder erreicht und demzufolge auch nicht mehr flugfähig. Und da haben wir dann dran Romischraub. Und was vielleicht auch noch ganz interessant ist zu erwähnen, ist. . . Also ich muss jetzt mal vorweggreifen, ich habe ja später dann bei der Lufthansa gearbeitet oder auch bei der NVA gab es Zelle-Triebwerke.

00:19:48Jan Zelle ist da und dann Triebwerk. Also man hat Celle-Triebwerk alles gemacht, aber Bella Interflug gelernt habe ich direkt Hydraulik. Fachgebiet Hydraulik. Da war also jetzt nicht, da konnte man jetzt nicht sagen, man lernt Zelle Triebwerk. Natürlich haben wir auch in der Lehre Rumpfaufbau und Triebwerkstechnik und Spanten und Stringer und was es alles gibt. Das haben wir auch alles gelernt. Aber die eigentliche Qualifikation Oder auch die Facharbeiterhausarbeit, die ich dann frei musste, die war direkt auf das eigentliche Fachgebiet gemünzt und das war bei mir Hydraulik.

00:20:23Jan Das wollte ich auch machen, weil mich haben schon immer Fahrwerke Fasziniert, die Technik, die einfach kinematik, wie das alles zusammengeknickt und gefaltet wird. Das fand ich schon immer sehr spannend. Ja, deswegen bin ich mit Drogen geil worden.

Steffen Ah, okay. Wie war das, Klettner? Oder wie nennt man das?

Jan Dann gab es noch die Klempner, also die quasi eben Bescharbeiten gemacht haben. Es gab dann noch die Abteilung Triebwerk, Celle. Elektro, ja gut, und bei Elektro kam glaube ich noch Radar mit rein.

00:20:53Jan Das kann ich jetzt aber nicht so lang sagen, aber ich denke mal Radar, Elektro. Das wird alles eTewen, dein Ja, genau. Okay.

Steffen So, und dann ging es dann irgendwann zur NVA, ne? Oder irgendwas?

Jan Wo denn?

Steffen Wo warst du stationiert?

Jan Ich war in Rotenburg bei Wörlitz. Rotenburg an der Neiße.

Steffen Okay.

Jan Das ist so mit die östlichste Gegend Deutschlands. Also ich konnte nach Polen, ja ja, ich konnte nach Polen rüberschucken.

Steffen Oh, okay.

Jan Wenn einmal über die Neise schuckt und dann war ich in Polen.

00:21:23Jan Genau. Ich hab dann Also ich war dann fertig mit meiner Lehre bei der Interflug, dann war ich ein sogenannter Jungfacharbeiter.

Steffen Jungfacharbeiter, schöner Titel. Früher nannte man das Rotarsch, aber Jungfacharbeiter hört sich schöner an. Ja, ich verstehe schon. Ja, ja, genau.

Jan Da war ich dann quasi von Juli 86 bis Anfang November 86 Jungfacharbeiter. Da hat man dann da eben so sein Ding gemacht.

00:21:54Jan Mein Meister hat mir in der letzten Schicht, die ich gemacht habe, bevor ich dann zur Armee gekommen bin, der hat mir dann nochmal einen reingewürscht. Ich habe da nochmal ein Fahrwerk von der IS62 waschen dürfen. Ich weiß nicht warum, vielleicht konnte er mich nicht leiden. Ich weiß es nicht. Kannst du nicht sagen.

Steffen Wieso war das ja so eine eklige Sache?

Jan Ja, ja, ja. Also da hast du einen Eimer mit Reinigungsmitteln in der Hand gekriegt, das nannte sich Fekamul, diese Reinigungsflüssigkeit, das war so eine Allzweckwaffe, damit hast du. .

00:22:25Jan Da hast du wirklich alles mit abbekommen. Ja, und so ein I-62-Fahrwerk, das ist relativ groß. Da bist du eine Weile mit unterwegs, ja.

Steffen Ja, okay, gut. Alles klar. Gut. Gut. Und dann also dort stationiert in Greifswald, ne, Niferswald Gürtel. Nee Rotruck bei Görles. Rotruck, genau, bei Görlis. Ja, ja, genau. Also welche Flieger waren denn da von der Endfahrer schätzt?

Jan Warte mal, warte.

Steffen Okay, Moment mal.

Jan Erstmal bist du ja auf die unteroffiziellen Weg kommen

00:22:55Jan Und die war in Bad Düben bei Leipzig. Da wurden wir quasi sechs Monate lang ausgebildet. Von den sechs Monaten musste vier Wochen Britausbildung absieden. Löcher buddeln und Schießen und Sturmband und der ganzen Käse. Und dann wurden wir an der MiG-21 ausgebildet. Ja, und nach dem halben Jahr hieß es denn, da konnte man einen Wunsch abgeben, in welches Geschwader man versetzt werden will. Letztlich haben die es entschieden.

00:23:26Jan Also man könnte sagen, ich möchte nach, was weiß ich, Neu-Harnberg, was früher Max Walde hieß, weil es in der Nähe von Berlin ist. Ich komme nur aus Berlin. Aber Die wenigsten Wünsche wurden da berücksichtigt. Also es wurde gesagt, wir brauchen welche in Rotenburg. Und dann bin ich nach Rotenburg gekommen. ins Fliegerausbildungsgefahrer 15. Das war ein Schulgefahrer. Dort wurden sozusagen die Offizierschüler

00:23:56Jan Ausgebildet zu fertigen Militärpiloten.

Steffen Aha, Erwachsenenmechaniker.

Jan Nee, nee, nee, nee, nee. Nein, nein, nein, nein, nein. Ich wollte. . Nein, nein, das Ausbildungsgefahr nannte sich deshalb so, weil Flugschüler ausgebildet wurden. Die sind ja von der Einmotorring Z42, 43 oder wie sie hieß, sind die dann über die L39, über den Strahltrainer, dann lässt sich zu MiG-21 gekommen.

00:24:26Jan Diese MiG-21-Ausbildung haben sie in Rotenburg gemacht, zwei Jahre lang oder ein Jahr. Und ich war, ich bin eben als Mechaniker, später dann Techniker nach Rotenburg. Okay, gut, alles klar.

Steffen Okay, gut. Und wie lange warst du da?

Jan Ähm, ich, naja, gut. Ja, eigentlich wollte ich ja, oder naja, was heißt wollte? Ich habe gesagt, ich gehe zehn Jahre, aber da kamen ja dann die Wende und Pipapo dazwischen. Letztlich war ich zwei Jahre, neun Monate.

Steffen Okay.

Jan Aber da kommen wir, da kommen wir später noch später noch drauf.

00:24:56Jan Du fragst es, glaube ich, was da für Flugzeugmuster in Rothenburg stationiert waren.

Steffen Genau, richtig, ja, ja, genau.

Jan Das waren das waren MiG-21. Die MiG-21 U, MiG-21 US Und MiG-21 SPS. So, das sind für dich sicherlich bümmische Dörfer. Davon gehe ich mal aus. Die Bezeichnung, ja.

Steffen Ja, dann fangen wir doch mal an mit der MIG-21. Uh, und überhaupt MiG-21, sag mal, das ist ja so ein, das ist ja eigentlich so ein so eine, also ich kenne das als Bild, oder ich habe ja auch Bilder jetzt gesehen.

00:25:30Steffen Vorne mit dem großen Einlasskegel eine Röhre praktisch mit Flügel dran. Eigentlich sitzt der Kollege auf dem Triebwerk, ne?

Jan Ja, so kann man das sagen. Und wie alt waren die Kisten damals schon? Oh. Gute Frage, gute Frage. Mein Flugzeug war damals schon zwei Jahre älter als ich. Also ich bin mit 19 oder sagen wir mit 19, 20 Jahren. nach Rotbund gekommen mit deiner Maschine, die war schon 21 oder 22 Jahre alt. Okay, ja. Aber ich denke schon, die waren, also ich sage immer wieder

00:26:03Jan Man kann Spongerissentechnik halten, was man will, aber das war alles aus einem Stück gefeilt. Da ist nichts kaputt gegangen.

Steffen Ja, ja, das ist mir klar. Ich glaube, die hätten nur im echten Kampf die Kisten 1988 da keine drei Sekunden überlebt. Nein.

Jan Auch da haben sie uns natürlich, und das war ja nun mal so, das war auch in der Lehre so, in der Leh wurde uns natürlich. . Say Kicker, dass sie Tummer zu 32 und IL18 und IL62, dass es alle super Flieger waren.

00:26:37Jan Und Natürlich, wir haben das geglaubt, weil wir sind ja nicht an irgendwelche Unterlagen, sag ich mal, oder Textdokumente oder wie auch immer von der 737, 727 oder gar 747 gekommen. Deswegen mussten wir mehr oder weniger das was sie uns erzählt haben.

Steffen Ja, klar, logisch.

Jan Und wenn sich denn der Lehrer vorne hinstellt und sagt, die IO62 ist in der Hinsicht einmalig, das ist das einzige Flugzeug mit vier Fahrwerken. Ja, das vierte Fahrwerk braucht nicht Maschine, damit sie nicht umkippt. Die IR-62 hat hinten, weißt du das, die IR-62 hatte hinten eine Hecksstütze.

00:27:12Jan Und die müsste wirklich, die wurde ausgefahren, weil bei vielen Triebwerten wäre die malfile hinten runtergefallen. Das hat nichts mit Superkonstruktion zu tun. Wurde uns aber so erzählt. Weil der Schwerpunkt so weit hinten lag, dass so wie die Triebwerke standen ist, es den Gummikipp. Damit gehe ich später nochmal drauf an.

Steffen Wir sind in Nacht noch bei der MIG-21U.

Jan So, bei der MIG-21 ist es so

00:27:43Jan dass wie im Prinzip auch bei zivilen Flugzeugen oder bei zivilen Airlinern, dass es von einem Typ über die vielen Jahre gesehen mehrere Versionen gibt. Ja, 747100, 200, 400, Strich-8. Und bei der MIG 21 ist es so, die erste einsitzige Version nannte sich mit 20 F13, das war ein Einsitzer und die mit 21U ist das passende Schulflugzeug zur F13-Version.

00:28:13Steffen Versteht. Okay, gut.

Jan Die mit 21 US ist das passende Schulflugzeug zur Version mit 21 SPS. Warum? Weil die einzelnen Versionen

Steffen andere Triebwerke hatten.

Jan Andere Auftriebshilfen zum Beispiel. Und deswegen konntest du konntest du mit der BIG 21U konntest du nicht aus den BIG 21 SPS schulen. Aber zu den Unterschieden komme ich noch. Und deswegen gab es dann eben BIG 21U

00:28:44Jan US und SBS. Das ist die erste Generation Schulflugzeug, zweite Generation, dritte Generation. So wie die MiG-21 eben auch 1, 2, 3 Generationen hatte.

Steffen Okay, verstehe. Alles klar. Gut. Okay. Und aber jetzt was bedeutet jetzt also Unterschied zwischen, was ist eine SPS? War die moderne, hatte die irgendwie mehr Raketen und könnte die tragen oder irgendwas?

Jan Nein, nein, die SBS, das ist ein Einsätzer, warte mal, ich muss das Pferd von hinten aufzömen.

00:29:15Jan Nee, ich muss anfangen mit dem Weg 21 Uhr, genau. Weil dann kann ich auch die Unterschiede erklären. Die MiG-21U hatte zum Beispiel nur, also was die Landeklappe angeht, nur einfache Faulerkörper. Die hatte eine Landinggeschwindigkeit von weit über 305 Kilometer. So genau weiß ich das nicht. 320, 340 kmh. Knoten umgedrecht, du weißt, wie es geht, ich weiß es gerade nicht. So. Und die MiG-21 US, was quasi die Schulmaschine für die MiG-21 SPS für den Einsätzer war, die hatte

00:29:52Jan angeblasene Landeklappen. Also die hatte Wölbklappen, die ähnlich wie beim Starfighter, da wurde im Prinzip Zapfluft vom Triebwerk entnommen Und diese Zapfluft wurde über die Landekappe beblasen, damit wurde die Strömung, wurde der Luftströmung Energie zugeführt, die Strömung ist später abgerissen. Und diese Maschine hatte zum Beispiel eine lange Geschwindigkeit von nur noch. . Ein anderer 260 kmh.

Steffen Ja, das ist aber eine Menge, ne? Stürzung der Landestanz und alles, was dazugehört.

00:30:22Steffen Richtig.

Jan Deswegen kannst du, wenn du die Flugchüler später auf die SPS, also auf den Einsetzer dem sie ja mal fliegen sollten, Schulenwiss, müssen die auch die WIG 21 US fliegen, weil die US genau dieses Landekappensystem hat wie die SPS. Versteht, alles klar.

Steffen Okay, genau.

Jan Und die haben mal, du kannst also sagen, die Fünfschüler haben bitte mit 21U angefangen, mit der einfachsten Version von den Doppelsitzern. Sind dann über die US gegangen, haben sich irgendwann freigeflogen und dann durften sie, ich sage jetzt mal, durften sie, die mit 21 STS den Einsitzer fliegen.

00:31:01Jan Und du hast recht, die sitzen natürlich im Triebwerk oder vor dem Triebwerk oder auf dem Triebwerk. 14 Meter lang, 7 Meter Spannwelle, 4 Meter hoch. Und das ist ja eigentlich Triebwerk und ein bisschen Schritt. Weil so viel Schritt haben die jetzt auch nicht mitgenommen.

Steffen Und vielleicht weißt du noch, wie viel ähm Äh Entschuldigung konnten die Luft betankt werden? Ich glaube Das hatten die gar nicht gemacht, ne? Das machen die Russen da gar nicht, glaube ich, gemacht, oder?

Jan Na doch, es sind da dann so die MiG-29, MiG-23K und SU 27 oder SU 35 und so, aber das sind ja das sind ja moderne Flieger sagen.

00:31:37Jan Die auch über die MiG-23 und 25 Die 31, die konnte die Anluft bedanken werden. Nein, gar nicht, gar nicht, gar nicht. Die BIG-21U hatte einen internen Kraftvorrat von Ja, schätze doch mal, genau, du als 83. Schätze mal, wie viele Liter hat denn so eine mitgenommen, deiner Meinung nach?

Steffen Ich schätze mal 1800 Liter. Oh, das ist aber schon gut.

00:32:07Steffen Ich hätte gesagt, also so knappe zwei Tonnen vielleicht oder irgendwas maximal hätte ich gedacht. 2300 Liter.

Jan 2300 Liter intern intern und dann konntest du unten an Rumpf noch ein 500 Liter Zusatzfeld heranhängen. Da warst du dann eben bei 2,8. Und wie lange kostet er mit Fliegen? Auch eine spannende Frage. Ich sag mal so, wenn die mit Nachbrenner gestartet sind und ich glaube, die hatten die Nachbrenner, wir haben aber sagt, Lötlampe, die hatten die Lötlampe immer an bis.

00:32:40Jan Ich glaube 500 Meter Höhe, Fahrwerk eingefahren, machbar mal raus, da waren 500 Kilog. Ja, klar. Also eine Minute im Prinzip geflogen. Los siellt eine Minute 500 Kita weg und dann hatten sie noch ihre internen 2300. Und dann sind die, die sind, es hing ja, wie gesagt, wir waren ja ein Ausführungsgeforder. Da wurde natürlich das schöne Wetter genutzt, wenn zum Beispiel blauer Himmel war und kaum Wolken haben die Manöver Kunstflug gemacht. Also nur mit Nachbrenner, nur Kunstflug.

00:33:11Jan Da sind die nach 20, 25 Minuten in Landeteil, das ist total erwahrlich. Wenn die natürlich jetzt ohne Nachbarn erschwungen sind, überwiegend, naja, Ich glaube, die waren immer so 40, 45 Minuten waren sie weg. Aber dann mussten sie noch wiederkommen. Also dann wurde das Bein lang dann weg. Also es spricht, dann hatten wir nicht mehr so viel mit.

Steffen Wie viel, weißt du, kannst du groß abschätzen, wie. . Wie viel wurde überhaupt geflogen?

Jan Ja, das kann ich, weil, wie soll ich sagen, wir hatten zum Flugdienst 21 Maschinen.

00:33:47Jan Und wenn jede Maschine fünfmal startet, also ich glaube so eine 8-, 9-Stunden-Schicht und dann immer so 40 Minuten fliegt, dann hat. . . Unser Chef, wenn der Flug hier zu Ende war, gab es ja dann eine Auswertung und da wurde dann meinetwegen erzählt, geplant waren 65 Stunden, schon sind wir 70. Da fragst du dich, wie ein Flugzeug kann ja nicht 70 Stunden. Nee, aber 21 Maschinen können über die jeweils fünf, vier oder fünf Starts, gesehen, immer mit 35, 40, 45 Minuten, da kommt man dann auf die Gesamtschubzeit und darum ging es ja.

00:34:22Jan Kannst du sagen, ich sage es mal, was ich so in Erinnerung habe, sagen wir mal 70 Stunden. In einer Flugdienstschicht 70 Stunden Rodefloh.

Steffen Und und wurde das war wirklich haben die also oder ich weißt du denn ich meine die so viel Geld war ja drüben auch nicht mehr vorhanden ob dann überhaupt, wie viel wurde denn da sozusagen verbraucht? Also bei der Bundeswehr, die fliegen ja auch wirklich wenig.

Jan Nee, nee, da muss ich dir widersprechen. Für die Verteidigung war immer Geld da. Ah, okay, gut, alles klar.

00:34:52Jan Das hat natürlich dann irgendwo an anderer Stelle gefehlt. Wissen wir nicht, weil es hat uns ja keiner gesagt, dass da was fehlt, weil es in die Verteidigung geht. Also der Verteidigung wurde alles untergeordnet. Das war sicherlich, wenn man das im Nachhinein betrachtet für die DDR als solche nicht so dramatisch, was die Auswirkungen meinetwegen auf die Lebensstandard oder wie auch immer angeht, wie meinetwegen in der Sowjetunion.

00:35:23Jan Also da muss man wirklich sagen Und das hat nichts damit zu tun, dass ich irgendwie der alten Zeit hinterher traue oder was nein gar nicht. Aber wenn die Russen, ich sage es mal die Russen, nicht so viel Geld für ihre Verteidigung-Kippen ausgeben müssen, und das war ja so zeit des kalten Krieges, Rüstungsspielade und so weiter und so fort, dann wäre es ihnen auch wesentlich besser gegangen. Also das muss man so sagen. Wir haben da nicht so viel Merktgeld vorhanden für die Fliegerei oder für die MVA oder für die Befassung oder für wie auch immer.

00:35:56Jan Nö, die sind immer floh.

Steffen Okay, verstehe.

Jan Also wenn das Wetter gut war.

Steffen Ja, ja, ja, ja, klar. Ja, okay, gut. Okay, gut, alles klar. Gut, cool. So, und ähm Ich rede jetzt jetzt noch nicht über irgendwelche Geschichten oder irgendwie sowas, die da irgendwie passiert sind. Da stehen ja hier auch so ein paar Sendeplan dran. Also wie lange warst du denn da? Aber irgendwie warst du ja denn doch auch bei der Interflug gelandet, oder nicht? Oder wie lief denn das? Oder hast du da nur die Ausbildung gemacht?

Jan Nein, ich habe, also, wenn wir jetzt chronologisch rangeht, ich habe von 84 bis 86 die Ausbildung bei der Interflug gemacht, dann war ich von 86.

00:36:32Jan bis 89 bei der Armee, bei der FAA, bei Fliegern, und bin dann, und darauf kommen wir noch, gegangen, vielleicht kann man auch sagen, gegangen worden, bin dann wieder zurück nach Berlin. im September 1989 und das war dann auch gerade die Zeit, Wände und die Leute fingen alle an, über Ungarn abzuhauen und hin und her. Und ich bin dann quasi im September 1989 wieder zurückgegangen zur Interflug und habe gesagt, hallo, hier bin ich wieder. Warum?

Steffen Weil die gesagt haben, die NVA löst sich auf oder irgendwie sowas?

00:37:04Jan Nein, weil ich weil ich, ja wie soll ich sagen, mein Dienstverhältnis wurde dann.

Steffen . Beendet. Von deren Seite aus, ne? Weil du konntest ja, deine Zeit war ja noch nicht vorbei. Richtig, richtig.

Jan Ich habe aber, und jetzt muss ich vorweggreifen, aber das würde ich nachher sowieso nochmal erzählen wollen, weil es eigentlich auch recht lustig ist. Also im Nachhinein, ich habe Ich habe mir ein Ding erlaubt an der Technik. Die sagen nur Tankdeckel. Daraufhin haben die mich gefragt ob ich denn nun noch gewählt bin, da die sieben Jahre, die quasi jetzt noch fehlen, ob ich die noch anhänge.

00:37:38Jan Wenn nicht, kann ich gehen. Naja, ich habe dann zwei Minuten überlegt, habe gesagt, Mensch, ich komme aus Berlin und überhaupt die Provinz, das gefällt mir alles nicht.

Steffen Und dann habe ich gesagt, nee, ich gehe.

Jan Ich will gehen.

Steffen Okay.

Jan Aber da kommen wir später noch zu. Und dann bin ich dann sozusagen nach der Armee-Set wieder zurück zu Interflug. Die haben mich mit großen, runden Augen angeguckt und haben mir gesagt. Sie sind sieben Jahre so früh. Ich sage, ja, ich weiß, aber jetzt bin ich trotzdem hier. Nein, wir haben keine Verwendung für Sie. Ich sage, wie? Nee, haben wir nicht.

00:38:08Jan Gut, dann hing ich ein bisschen in der Luft und dann habe ich aber, ich glaube im Frühjahr, Januar, Februar 1990, ich kann es ja gar nicht so genau sagen, konnte ich dann wieder anfangen. Allerdings nicht mehr als Mechaniker, weil da auch weniger geflogen wurde und sowas und so fort. Ich habe dann im Ersatzlager, also im Handlerlager.

Steffen Okay.

Jan Ja, ja, aber da kommt man dann später dann, wenn sich der Kreis schießt, kommt man dann nochmal.

Steffen Okay, ich bin mal auf den Kreis gespannt. Ja. Und so, und dann war es so, aber das irgendwann gab es ja auch die Interflug nicht mehr, ne, sozusagen, oder?

00:38:43Jan Genau, ich hab die Liquidation der Interflug. miterlebt und ich muss sagen, das war eine Scheißzeit. Also da hat, sage ich jetzt so wie ich das empfinde, da hat die Treuern sich gar nicht mit Ruhm bekleckert. die ganzen wohlklingenden Äußerungen auch vom damaligen H-Vorstand, dass Deutschland durchaus zwei Fluggesellschaften vertragen kann. Das war letztlich alles nur Gerede.

00:39:15Jan Das muss ich wirklich so bezeichnen. Die Interflug wurde kaputt gemacht. Es gibt eine sehr interessante, natürlich auch mehrere Jahre alte Stiegel-TV-Dokumentation, die kann man sich noch auf YouTube angucken. Und da wird eben eindeutig nachgewiesen, dass die Interflug keinesfalls bankrott war. Die hatten Liegenschaften, die wirklich mehrere Millionen wert waren. Die Flugrechte, Landerechte, Streckerechte, da kennst du dich ja besser aus, die waren auch durchaus sehr viel wert oder oder begehrt bei anderen meinetwegen.

00:39:51Jan Ja, und dafür wurde dann wurde dann eingestammt und und Ja, war eine blöde Zeit. Aber ich habe dann die Gelegenheit bekommen, dann bei der LH anfangen zu können. Aber da

Steffen Also ich sehe ja so den Sendeplan und dann lass uns doch, dann warst du bei der LH sozusagen und wir haben ja so lose Punkte von Fragen und Abläufe, die du erzählt hast.

00:40:22Steffen Bitten wir doch erstmal deine fliegerische Laufbahn irgendwie ab. Das heißt, du bist beim Lufthansa gegen, aber richtig glücklich war das auch nicht.

Jan Ich im Sommer, im Frühjahr, Sommer 1991, ich kaufe einmal so das Gerücht rum in Schönefeld. längst die Lufthansa, sie suchen Mechaniker für Frankfurt. Da hab ich noch. Oh Gott, Frankfurt am Main ist nur weit weg, ja. Hab das mit meiner Freundin besprochen und die sagte, naja, für diesen Einigungstest

00:40:53Jan Geh doch einfach mal hin, mehr als durchfallen kannst du ja nicht. So, und dann sind wir dann dahin, mehrere Leute, und haben dann diesen typischen Einstellungstest, diesen Haar-Einstellungstest gemacht, also richtig auch mit den englischen Begriffen, die wir gar nicht kannten. Yeah, okay. Yeah. Der Typ von der Rüstanse, der da vorne saß, der hat uns dann auch mal so ein paar Tipps gegeben und so. Naja.

Steffen Also ganz kurz, EGG, Exhaust Gas, Temperature, also Abgastemperatur für die anderen, die jetzt zuhören hier und auch nichts.

00:41:29Jan Und ich habe den Test allen ernstig bestanden, bin dann, musste dann hoch zur Personalabteilung in Berlin, also in Schönefeld, und da warte die gute Frau Naja, so, Sie haben ja den fest verstanden, aber Sie müssen nochmal nach Frankfurt, Sie müssen zum Betriebsarzt, Sie müssen eine Runde hören, gucken und in den Becher pinkeln. Wollen Sie mit der Bahn fahren oder wollen Sie fliegen? Und da habe ich die angeguckt, da sind noch alles klarfliegen. Und das war für mich natürlich ein Highlight. Also ich bin einmal mit der IL-18 geflogen.

00:42:01Jan Und das kann ich keinem empfehlen. Da kannst du mit der Diesellock fliegen und die ist bestimmt leiser. Also ich bin dann nach Frankfurt geflogen im A320, bin hingeflogen. Nur kenne ich ja den Flughafen in Schönefeld. Ich kenne die zwei Staat- und Landebahn, ich kenne den Handlar, der übrigens damals als er entworfen wurde, einer der größten Europas war und als er fertig war, waren wir schon wieder ein paar Meter zu kurz, als die I-62 kam, die I-62 hat vor mir, ich glaube, gut 10, 15 Meter vorne rausgeguckt.

00:42:32Jan Aber das ist ja in Frankfurt und Hamburg. München auch durchaus der Fall.

Steffen Ja, da gibt es ganz tolle Löcher in den großen Hängertoren, wo der Rest hinten raushängt.

Jan Ja, ja, ja, das ist nochmal. So, und Steffen, und. . Ich saß am Donnerstag und wollte fliegen und ich habe in Frankfurt schon die ersten Außenpositionen gesehen und das Ding flog immer noch und ich hab gesagt. Sag mal, der muss doch irgendwann mal aufsetzen. Wie groß ist denn dieser Flughaffel hier? Na gut, ich war dann da beim Arzt.

00:43:05Jan Hatte dann irgendwie, bevor der Rückflug nach Tegel ging, ich hatte dann noch irgendwie Zeit, hatte so einen Besucherausweis, bin dann da irgendwie rumgerannt Und bin denn, und das war für mich auch ein völlig einschneidendes und auch einschüchterndes Erlebnis, ich bin denn in die Halle 5 rein. In die Jumbo-Olle, der ich später, und die 747 ist mein Traumflugzeug und ich habe immer noch von den Träumen oder an der 747 zu arbeiten, ich habe denn Ich bin durch wirklich so eine ganz kleine 2 Meter hohe Tür, wie die so auch in den großen Hallen außen gerade sind, bin durch diese kleine Tür in die Halle 5 rein.

00:43:41Jan Und Steffen, ich war erschlagen. Der Anblick, ich glaube es standen sogar zwei oder drei, sieben, vier, sieben Drittel gleichzeitig. Ich stand da, ich habe mund nicht mehr zubekommen, ich war Völlig überwältigt. So, gut okay. Na, den Rückzug nach.

Steffen Hättest du vielleicht ist der Harry schon begegnet? Wer weiß, ne? Ja, durchaus mittig.

Jan Und bin dann zurückgeflogen und der Rückflug war ein A300. Der war auch gar nicht voll, also der war nur halb ausgelastet oder wie auch immer.

00:44:13Jan Und ich habe dann jetzt durchaus gefragt. Mensch, ich sage, ich kann nächsten Monat an hier in Franz-Gerwürstansa und ich bin ganz aufgeregt. Und ob ich denn nicht mal ins Cockpit vorne rein könnte, und das war ja damals weit vor dem 11. Dezember, ja, kein Problem, warte mal, warte mal, dann nach zwei Minuten hast du mich nach vorne gewunken. Oh, Steffen, ich war. . Ich war völlig aufgeregt und habe mich dann da hingesetzt und die haben auch vielleicht mit mir geplappert. Und dann war ich der Meinung, dass sie dann so nach zwei, drei Minuten sagen, so, jetzt hast du geguckt und jetzt Wir haben zu tun, geh bitte wieder.

00:44:45Jan Da guckt dir der Captain seinen First Officer an und sagt, sag mal, warst du was dagegen, wenn er meint, wie die Landung auch noch mit? Ja, wenn ihr eine zweite Anfährst von mir aus sagt, da kann er ruhig drinnen sitzen bleiben. Das war für mich wie Weihnachten, Ostern, Geburtstag, Nikolaus, war alles für mich. Das war alles auf einmal.

Steffen Und ich sag mal so, das war also das Normale, ne? Wenn da, also als wenn Gäste reinkommen wollten, habt ihr geguckt, hast mit ihnen geplaudert. Und wenn da Avi einigermaßen nett war, hat sie gesagt, hey komm, willst bleiben und nah. Richtig, ja.

Jan Und dann sind wir dann da auf Tegel angeflogen und wir sind noch über Berlin-Marzahn.

00:45:19Jan Ich habe damals in Marzahn gewohnt, geflogen. Ich habe sogar unten meinen F-Bahnhof entdeckt. und hab dann, du merkst schon, ich kann ja ohne Punkt und Kummer quatschen, und hab dann so einen lustig Fruchtlose lassen. Ich sage, Mensch, da unten ist meine S-Bahn, wenn wir uns beeilen, würde ich die sogar noch kriegen, ja. Und ja, da wolltest du, ich sag ja, da, wo man keinen Grün sieht. Also von oben siehst du, als du vorhin in Berlin mal sagen, du hast keine Wiese, hier sieht keinen Baum. Unten auf der Erde sah alles anders aus als von oben. Es sah schon recht trostlos aus. Naja, wir sind in Amtiger gelandet.

00:45:49Jan Ich habe die da auch gar nicht gehen lassen. Ich weiß gar nicht, ob die noch Umlauf hatten oder wie auch immer, auf alle Fälle kam 20 und später kam der Dame von der Putz kommt noch rein und sagte, hier liegt noch eine Lack und eine Tasche. Ich sage, das ist meins. Also ich war dann nach der Landung noch recht lange vorne bei den Kollegen und das war gequatscht. Aber es war cool. Und dann habe ich allen Ernstes im Sommer 1991 in Frankfurt angefangen. Bin mit meinem Trabi von Berlin nach Rattersheim geknattert. Ich habe in Rattersheim bewohnt, hatte da ein Zimmer.

00:46:20Jan Ja, und dann habe ich, dann ist mein Traum wahr geworden und dann habe ich dann an der 7 für 7 gearbeitet. Okay, cool. Und das war Also ich sage dir so wie es ist, das war für mich die Erfüllung aller Träume. Ja, ja, klar. Dass es letztlich, dass meine Lufthansazeit letztlich nur 18 Monate ging, gut. Das war der Tatsache geschuldet und da wirst du dich sicherlich auch noch dunkel daran erinnern können, dass damals die Hansa 92 und so, die hatten doch arg viele Schulden.

00:46:52Steffen Ja. Die mussten halt, die hatten Arschwille Schulden, es musste an eine Kapitalerhöhung her und dazu musste der Bund raus und dann musste geklärt werden, wie die Hansa aus der VBL rauskommt und all sowas. Und das waren Ein irrer Akt gewesen und da war auch so kurz kurz vor knapp, das war auch hier die Zeit, wo war das nicht Runau oder irgendwie sowas, der diese wahnsinnige Expansionspolitik betrieben hat. Und das war die Zeit, wo ich dann tatsächlich auf dem 300er auch fliegend ausgeliehen worden bin nach wo für andere Gesellschaften geflogen sind.

00:47:25Steffen Also das war schon eine ziemlich, ziemlich knappe Kiste da, die Zeit, ne?

Jan Genau, und da wurden eben, da mussten eben die Leute gehen, die die geringste Zugehörigkeit hatten und da war ich mit 18 Monate dabei. Also das war sehr, sehr schlimm, das sage ich dir so, wie es ist. Es war wirklich sehr schlimm. Ich habe dann. . Ich glaube, ich habe am 30. 12. 1992 meine letzte 747 losgeschickt nach, ich weiß gar nicht, ob es Miami war oder was oder LA irgendwie so in den Dreh. Naja, und du weißt ja selber, dann sagt man dein Herzing Reiterzeit und hier, wir müssen los und ihr habt ja Termine und so weiter, slit und pipapo.

00:47:58Jan Und ich habe dann aber dann doch noch irgendwie ein paar Sekunden länger, war ich dann am Mike und habe dann gesagt, ja, ich will mich da für die gute Zusammenarbeit bedanken und so weiter und so fort. Und er sagte, ich weiß jetzt gar nicht, wer es war, wer mit mir geklatscht hat, er sagte, wieso war es denn los? Und ich habe so wirklich voller, voller, voller Genast und voller Frust gesagt, naja, ich werde besser, also ich muss gehen. Oh, das habe ich auch groß gemacht. Oh welches tut mir leid und so. Vielleicht sehen wir uns ja mal wieder. Und ich habe dann aber wirklich völlig, völlig, völlig wütend auch gesagt, ja, aber nur als Besucher.

00:48:29Jan Weil ich habe ich habe miterlebt, wie die Chefs den Leuten, die gehen sollten und natürlich die, die gehen wollten. wie den Leuten direkt ins Gesicht gesagt wurde, wir gucken dir auf der Finger und wenn du an der Technik ein Ding machst, gehst du ohne Abhängig und ohne Sozialplan. Und das war schon für mich als Ossi, sag ich mal, natürlich sehr ungewohnt ob dieser härte die einem da entgegengebracht wurde und deswegen habe ich gesagt nur als Besucher so dann war meine zeit zu Ende

00:49:00Jan Gut.

Steffen Oh, nicht gut oder irgendwie sowas. Aber so ist es halt.

Jan Aber wenn du sagst, Expansion Ich glaube, ich weiß nicht, ob es stimmt, aber man kann doch so sagen, jeden Monat wird keine neue 747 gekommen sein, aber es sind doch viele neue gekommen. Das hab ich erlebt. Und dann haben die Leute festgestellt, ey, uns hier nehmen die Gäste, wir kennen die Buddel gar nicht voll.

Steffen Gut. Ja, ja, da hatte da ganz große, super konkrete Vorstellungen oder irgendwie sowas.

00:49:34Steffen Ja, genau. So, also das haben wir so praktisch dein, dein deine Geschichte abgeleuchtet und und äh Dann sind hier sozusagen, hast du so Sachen aufgeschrieben, hier zum Beispiel, hier ist ein Bild von dir, oder nicht, sondern hier ist dir das Bild, der Mick, der da steht. Und hast du irgendwie geschrieben, meine MIG Meine MIG 292 oder irgendwie soweit. Was bedeutet das?

Jan Die Flieger hatten alle, die hatten alle eine taktische Nummer flatiert.

00:50:04Jan Die Doppelsitzer hatten schwarze Zahlen, schwarze Ziffern und die Einsitzer rote Zahlen. Das ist nur so mal so am Rande. Und meine Maschine, also jeder Techniker hatte ein Stammschubzeug und meine Maschine war die 2292. Ah, okay. Und bei Sowei, diese Maschine gibt es noch. Es wurden ja nahezu, naja, ja man kann sagen, nahezu alle NVA-Maschinen verschrottet. Einige sind in Museen gelandet, im In- und Ausland.

00:50:35Jan In Amerika gab es sogar Doppelsitzer, der ist da noch geflogen, aber in Amiland ist ja vieles möglich. Da kannst du so ein Jet quasi mit einer. . Experimentierkennung, sag ich mal, versehen und dann dürfen die da fliegen. Melodemaschine existiert noch. Die wird seit vielen Jahren, ich weiß nicht, ob das schon abgeschlossen ist, aber die wird seit vielen Jahren im Museum Recht Limlerz wird die restauriert. Okay. Ich habe immer mal vorgehabt, dort anzurufen und zu sagen, so nach dem Motto, ich war

00:51:12Jan zu MV-Setten der letzte Stammtechniker an dieser Maschine. Ja, ich habe es ja nicht geschafft. Vielleicht mache ich es irgendwann mal. Dafür kaufen kann ich mir nichts, die können sich dafür auch nicht kaufen, aber ich wollte es mal erwähnt haben.

Steffen Das ist auch so, ich glaube, das ist bei den Amerikanern auch so, dass der Techniker hat immer eine feste Maschine zugewiesen. Ich glaube, das ist so beim Militär so üblich, ne?

Jan Also ich hatte die 292 als erste Maschine und die 283 als zweite Maschine und der Techniker, der die 283

00:51:42Jan als erste Maschine hatte, hatte die 2290, also meine als zweite Maschine. Immer wenn irgendwie, wenn er mal im Urlaub war oder die Maschine war in der Kontrolle und Reparaturstapel, zum Kipperkreisel oder wie auch immer Dann hat man dann eben die andere Maschine genommen.

Steffen So, jetzt hast du hier runtergeschrieben, Ablauf, Flugdienst und Kontrollen. Ja.

Jan Also, ja, das war auch, das war auch, also ich dachte, ich muss ja sagen, ähm, Im Nachhinein betrachtet war ich doch sehr, sehr froh, dass ich in ein Ausführungsgeschwader gekommen bin.

00:52:13Jan Warum? Weil Der Fokus in diesem Geschwader lag wirklich darauf, fliegen, fliegen, fliegen. Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag und mitunter auch samstags wäre ich in ein sogenanntes Kampfgeschwader gekommen. Denn waren Flugzeuger meinen Gegenüber Montag, Mittwoch, Freitag und dieser und Donnerstag gab es irgendwelche, was weiß ich, Strombahnen. Waffenreinigen, Politunterricht, also du weißt, wo in die Reise geht, was ich meine.

00:52:46Jan Ich wollte ja arbeiten. Ich wollte ja am Feeder arbeiten. Deswegen war ich froh, dass ich eben. . Im Rotmugelande bin so wirklich rund um die Uhr geflogen worden.

Steffen Pass auf, deswegen vielleicht mal eine Frage bei dem Stunden, was geflogen worden ist, ist wahrscheinlich beim Kampfgeschwader wurde weniger geflogen am Ende. Genau. Okay, gut, alles da. Vielleicht war das so die Der Gedanke, den ich da so hatte, irgendwie dort.

Jan Genau, da wurde viel weniger erschoben. So. Ja, Flugdienst. Ich sag's mal im Sommer, da geht ja die Sonne relativ früh aus.

00:53:16Jan Das war es dann durchaus so, dass der Flugdies meinetwegen um sechs anfing. Für die normalen Leute. Wenn man die undankbare Aufgabe hatte, als Techniker das Wetterflugzeug zu betreuen, dann war man noch 90 Minuten früher auf dem Flugplatz. Kannst du dir vorstellen, was das Wetterflugzeug gemacht hat? Das sagt eigentlich der Name schon. Ja, einmal hoch und runter gegangen. Richtig. Und die DDR war ja nicht allzu lang und allzu breit. Die haben es also in den 40 Minuten geschafft, einmal hoch, einmal runter, nord, süd, rechts, links.

00:53:49Jan Und die haben im Wahrsnitt des Wortes, geguckt, wie es besser ist. Und wenn die gedangen sind, dann fingen quasi die anderen, ich sag mal Kollegen, ich will nicht genauso sagen, du hast das aus der Zeit gefallen, der Begriff, dann haben die anderen Kollegen, Techniker und Mechaniker dann ihre einzelnen Flugzeuge vorbereitet.

Steffen Okay.

Jan Das fing er an mit mit äh, das fing also an im Sommer mit Kabinenplanen runter vom Dach. Die wurden ja, die wurden ja nicht irgendwie großartig zugedeckt im Sommer. Da wurde eine Kabinkerne, das ist so eine flauschige Flanelldecke, sage ich mal, im weitesten Sinne, die wurde übers Kabinendach gelegt, dann kam noch so eine kleine Wetterplane drüber, die wasserdicht war.

00:54:27Jan Das wurde dann alles abgenommen. Und dann hat man, so wie du das auch kennst Gut, der Flugzeugführer hat einen Outside-Check gemacht, aber wir als Techniker haben dann im Prinzip auch einen Outside-Check gemacht, aber dann eben auch dann noch etwas weiterführende Dinge kontrolliert, wie zum Beispiel Das Triebwerk, den Verdichter. So, du kannst ja, du hast ja das Bild von der MIC21 vor Augen, da ist ja vorne ein Kegel dran. Ein kleiner Kegel für die Doppelsitzer und ein großer Kegel für die Einsitzer.

00:55:00Steffen Okay.

Jan Warum ein großer Kegel für die Einsitzer? Hinter dem Kegel saß das Funk Messvisier. Und das war so groß und so schwer, deswegen musste der Kegel auch größer werden. Und dieser ganze Apparatismus hätte im Doppelsichter gar nicht reingepasst. Deswegen, die Triebwerke war gleich. Und es reichte seit eben ein kleinerer Durchmesser vom Eingangsteil und deswegen haben die Doppelsäßern Kleinkäle. So, da kommt man natürlich von vorne nicht rein. Ja, wie kommt man nur an Skipwak dran? Da war im rechten Hauptfahrerzach eine sogenannte Verdichterlupe.

00:55:33Jan Die war, das halte ich ja gerade mal meine Hände auseinander, ich würde sagen 60 oder vielleicht 70 mal 50 cm, ich kann sie gar nicht so genauso an. Groß, ja, die Luke groß mit bestimmt 40 Schnellverflussschrauben. Die Luke versehen. Und die hat man dann aufgemacht und dann gab es eine ganz bestimmte Technik, wie man selbst als etwas beleibterer Techniker durchaus in der Lage war, reinzukrabbeln, sozusagen in das Eingangsteil, in diesen

00:56:05Jan Luftschacht und da lach man dann mit einer sehr starken Handlampe, die über 24 Volt betrieben wurde, also über das Flugzeugstrommess, da lach man dann direkt vom Vernichter Und hat den Verdichter auf, du könntest es auch vom Outsideck, Einschläge kontrolliert, ja. Ja, okay. Einschläge, Beschädigungen im weitesten Sinne. Und wenn man dann irgendwas gefunden hat, irgendeinen Einschlag oder irgendein Kerbe oder wie auch immer, Das hat man entweder selber entschieden, alles gut, Spieler kann los oder man hat einen Vorgesetzten geholt, der hat sich die ganze Sache angeguckt, hat gesagt, zwei Millimeter ist noch im Rahmen.

00:56:45Jan Können wir so akzeptieren.

Steffen Ich meine, ganz ehrlich, das macht ja normaler, also wenn du wenn du es kannst, macht der Flugzeugflüger Pilot, Pilotink, das Cockpit macht das ja. Immer noch, wenn die außen rum gehen, festhalten das Tribunal, guckst, ob das da drin ist.

Jan Ja, aber das konnte der Führer dann aber nicht machen. Das hat der auch nicht gemacht. Es hat in dem Fall wirklich nur der Techniker gemacht.

Steffen Ja klar, er hatte ja keine wahrscheinlich keine Stempel in seinem Lizenz. Ich darf Luken öffnen.

Jan Es wäre auch so aufwendig gewesen, was für sich 50 Schnellverschluss zu öffnen, nur dass der kurz reinguckt und sagt, okay, kannst du wieder zulassen.

00:57:21Jan Das hat der Technik dann gemacht. Das war die sogenannte Vorflukkontrolle. Also vor dem ersten Start wurde diese Verdichterkontrolle gemacht. Alles andere wurde kontrolliert. Ja, und dann hat man im Wortbuch unterschrieben, dass der Feder einsatzbereit ist. Ja, und dann kam der erste Schutzschüler an. Wir waren ja aber zwei, beide Schutzschüler und ein Schlupähler.

Steffen Du hast geschrieben, zwei kritische Stellen am Flieger. Richtig. Richtig. Wir reden ja immer noch von der Big 21, ne?

00:57:51Steffen Richtig.

Jan Ja, ja, genau. Es gab zwei wirklich markante Stellen am Flieger, wenn man da eine Beschädigung gefunden hat und es hat sich herausgestellt, dass es eine ist und man hatte nichts mit den Augen, dann gab es Sonderurlaub und Geldprämie. Was waren das vor Stellen? Die erste Stelle ist, wie erkläre ich es am besten, an der Hauptverwaltsklappe Ja, vom Hauptfahrerschaft ist ein Drahtzell dran.

00:58:21Jan So ein dünnes, ich sag mal so, wie der Baumzug von so einem Feldenbremse vom Fahrrad. Vielleicht ein kleiner Feld, ein bisschen dicker. Und wenn das Fahrrad ausgefahren wird, dann öffnet sich diese Kloppe Also der Flugzeugführer betätigt den Hebel zum Fahrwerkausfahren. Es kommt Druck auf den Arbeitszylinder oder die Fahrwerkstappe wird entriegelt. Es kommt Druck auf den Zylinder, die Klappe fährt auf und beim Auffahren wird dieses Drahtzell gezogen, ich sag mal mitgezogen und öffnet mechanisch das Fahrwerksschloss.

00:58:53Jan Wie heißt es? Ja, genau. Öffnet das Fahrwerkschloss und erst dann kann das Fahrwerk ausfahren. Und wenn dieses, wenn dieses Drahtil im Prinzip reißt beim Ausfahren oder beim Betätigen, Steffen, dann bleibt das Fahrrad drin und dann heißt es für den Schutzführer katapultieren. Sucht er eine freie Stelle und dann ist der Schwieger, ja. Dann war es das für einen Flieger. Dann hat er in jedem Fall eine Bruchladung hingelegt. Oder abgestürzt oder wie auch immer. Also der Flieger war verloren.

00:59:24Jan So kann man das finde ich.

Steffen Konnte man mit dem keine Belly-Landung machen oder irgendwie was?

Jan Nein, nein. Okay. Wurde gar nicht Mensch, das kann ich dir jetzt gar nicht so genau. . Nee, also ich kann mich nicht erinnern, dass wir mal gehört haben, dass sozusagen ein Flieger mit eingefahrenem Fahrt. Das heißt ja denn dass an den drei Fahrwerke eingefahren seien oder eingefahren bleiben müssten. Es würde ja im Prinzip dann ein Fahrwerk rauskommen, ein Hauptfahr, ein Bugfahr.

00:59:55Jan Und so eine Landung, ich glaube, das haben die gar nicht, das wird die gar nicht riskieren, da wurde dann eben katapultiert. Okay. Und da war der Fehler. So, aber die weitaus, würde ich mal sagen, die weitaus spannendere Stelle war am Höheneltwerk. Und zwar, schade, ich habe jetzt. . Erzähl einfach weiter. Schreib, vielleicht finden wir ein Bild davon oder irgendwie sowas. Das Höhenleitwerk hat in Flugrichtung gesehen eine eine ja wie soll ich sagen so eine spitze so ein anti-flattergewicht was eben nach vorne zeigt ja du hast das rüttelei das ist ja das ist halt stark gefeilt

01:00:30Jan Genauso wie die Farbflächen, ein gefeiltes Höhenleidwerk. Und außen sozusagen am äußersten Ende des Höhenleidwerks hast du ein Anti-Flattergewicht. Das ist also ein massives Stahlgewicht. was angeschweißt wurde und wenn du in dieser Schweißnaht, die dürfte auch nicht überlackiert werden, die Schweißnaht, die musst du immer farbstein sein, damit man eventuelle Risse sieht. Und wenn man in dieser Schweißsache einen Riss gefunden hat, das wurde so, also du hast geguckt, also mit bloßem Auge, ohne Lupe oder so, dann denke ich.

01:01:01Jan Das sieht nicht gut aus, dann hast du deinen Vorgesetzten reingeholt, dann wurde eine Fahrbrissprüfung gemacht. Wenn sich dann herausgestellt hätte, dass dann Riss drin ist, dann gab es Sonderurlaub und Geldprämie, weil Wenn dieses Gewicht bei hohen Fluggeschwindigkeiten abgerissen oder abgebrochen oder wie auch immer wäre, dann kannst du sagen, also es wurde uns erzählt, dann schaukte sich die Schwingung dermaßen schnell auf. dass der Flieger sich innerhalb von Sekunden zerlegt.

Steffen Okay, ja, ja.

Jan Und deswegen, das war eigentlich eine äußerst kritische Stelle.

01:01:33Jan Und das waren eigentlich so zwei Stellen, wo wirklich, also kannst du sagen, so klein wie die Stellen sich anhören im, im, im, im Wenn man sich die anguckt, ich meine, eine Trahtfläche ist groß, wenn die ab, wenn die fehlt, naja tatsächlich der Fieger nicht. Aber wenn du in so ein dünnes Drahtseil siehst, oder so eine so ein Antifattergewicht, was vielleicht 20 Zentimeter lang ist oder wie auch immer, ja, dann gab es Geld. Sonne Urlaub.

Steffen Okay, und wie viel Geld Sonnenlaub?

Jan Kannst du dich noch erinnern? Ja, ich glaube, es ist in der Urlaub waren immer so zwei, drei Tage und Geld predier 150 Marken.

01:02:05Jan Das weiß ich jetzt nicht. Ja, natürlich. Haben und Meter wechseln haben wir gesagt.

Steffen Ja, ja, genau, genau. Spiegel liegen oder nicht und so weiter. Nee, aber was, ähm, gut, okay, cool. Das finde ich gut. So, dann haben wir hier den nächsten Punkt. Generalflug auf meiner Maschine.

Jan Ey, das ist ein ganz finstes Kapitel, nein, nicht finster, wirklich. Aber Steffen, hast du eigentlich was ihm machst du bei der Bundeswehr?

Steffen Ja, ich hab gedient, natürlich, aber diese auch diese fünfzehn Monate, ne?

01:02:39Jan Gut, du weißt das ja vielleicht selber, ich meine, man hat ja doch einen gehörigen Respekt vor Goldbetresten oder vor Generalen oder wie immer. Man hat doch schon Respekt. Es gab in der ganzen DLR einen einzigen General, der noch fliegen durfte. Und der ist unglücklicherweise, ich weiß nicht, warum er nur ausgerechnet hat, meiner Maschine haben wollte, vielleicht hat die eben so gut die Fallen, ich kann es dir nicht sagen. Er ist lange Rede, kurzer Sinn, er ist zwei, dreimal auf meinem Flugzeug geflogen. Und du hast ja als Techniker immer noch einen Mechaniker, der dir so ein bisschen zur Hand geht.

01:03:11Jan Und wenn er sehr general anguckt, musst du natürlich Männchen machen. Meldung machen, bis zu sagen, ja, gewasse General, Flugzeug 292 entsprechend der Flugaufgabe zum Flugvorräte und Betankkraftstoff 2300 Liter, Schmierstoff 11 Liter. Dunklust aufgefüllt, Sauerstoffe geöffnet, Flugzeug Einsatzbereit und dann hast du deine Melodoffizier unser Vollschiebe, bla bla. So. Naja, ich habe mich dann schon das eine oder andere Mal versprochen. Hab dann irgendein Kommando wahrscheinlich vorwegtreten, muss man ja sagen, rührt euch oder rühren und dann wegreten. wegtreten.

01:03:41Jan Ich habe dann das Rühren vergessen. Der hat gesagt, na beim nächsten Mal lassen wir vorher noch rühren, bevor weggetreten wurde. Naja, so, jetzt musste ich als Techniker Generell, der Techniker muss den Flugzeugführer anschneiden. Warum? Weil der Flugzeugführer nicht an alle seine Gurte selber rankommt.

Steffen Es gibt am Katapulsus einige Gurte, die sind

Jan Dermaß somit hin, da kommt ja nicht ran. Da muss der Techniker reicht in die Gur, reicht dem Flugzeugkührer die Gurte, der bedankt sich hakt die dann die überall ein und pipapo.

01:04:13Jan So und das war also Aufgabe vom Techniker. In der ersten und in der zweiten Kabine. So hat man das dann gemacht. Erst den einen, dann den anderen. Und dann ist es normalerweise so, dass dann der Flugzeugtürer nach anderserlaubnis fragt. Und wenn die dann, so wie es in meinem Zahl leider Gottes, wenn die dann war, wie es, wie die dann, wenn die dann eben nicht fertig erteilt wird, dann guckt die ja general dich an und fragt. . Na, du musst unterfällt will, wie gefällt es ihnen hier? Und du musst, Steffen, du musst wissen, man muss den Leuten schon ein bisschen nach dem Mund reden.

01:04:48Jan Du kannst ihm eigentlich sagen, das Essen ist scheiße. Ich krieg bloß eine Scheibe These zum Armbrot. Das reicht mir nicht. Da sagt er denn, ja so. Du weißt, was ich meine. Da guckt er mich an und fragt, wie gefällt es Ihnen dir? Und dann haben wir so nichts an. Ich sagte ja, super. Gut, irgendwas. Und da hat so ein leises Stoß gewesen und hab ihn in den Himmelfisch gemacht und lieber Gott, mach das der hier gleich ab, und der hat da sich um meine Uhr. Und da fragte der Was haben Sie denn vorher gemacht, bevor Sie zur MVA kamen? Ich sagte, naja, ich war bei der Interflug in Schuldefeld.

01:05:20Jan Was haben Sie denn von der Fachrichtung? Ich sage Hydraulik. Und dann kam mir auf einmal leuchten Augen und sagte. . . Kennen Sie einen Herr Hönige? Und ich bin mit meiner Berliner Schnauze, so ja, ich quatsche ja so, wie mir der Schnabel gewachsen ist. Ich sage, ja, es war so ein Knaller aus der Normalschicht. Sagt er, ja, der Knaller ist sein Schwiegersohn. Och Gott, na da war mal so aus. Der wollte quasi nach einem Feierabend fast mit mir und Bier trinken gehen. Da hat er sich so gefreut, dass ich nun den Freund seiner Tochter kenne. Ja, ja. Du, das war mir doch scheiße. Ja, ja, ja, ja.

01:05:50Jan Ja, das war dann schon. Ja, es war es gab dann auch noch so einen anderen, ich sage jetzt mal das Wort, es gab dann noch einen anderen Sacktritt, wenn irgend so eine hochgestellte persönlich tätig wurden ist. Es gab eine sogenannte Kaderschutzkontrolle. Das heißt, mir wurde misstraut. Sage ich mal, als Techniker, dass ich den Flieger ordnungsgemäß vorbereitet habe, dann kam also noch ein Offizier und hat sozusagen noch mal nachkontrolliert. Ob ich auch wirklich alles, ob auch wirklich alles so ist, wie ich das eigentlich das wurde, das wurde bei so einem General gemacht, das wurde bei unserem Beschwaderkommandeur gemacht, das war komolk, man weiß nicht, was passiert.

01:06:27Jan halt sagt Dritt auf Deutsch gesagt. Es war immer nervig, weil da kamen immer noch andere und dann gesagt, ja, hier ist ein kleiner Fettspritzer am Fahrmarkt, nehmen sie mal einen Lappen, das war ab, das sieht doch nicht aus. Ja Gott. Ja, und das war das war dann eben so, wenn General auf meinem Feeder geflogen ist, das war dann immer ein bisschen, ja, es war nervig, es hat viel Spaß gemacht.

Steffen Ja, ja klar, kann ich verstehen.

Jan Es war wesentlich entspannter, wenn ein Offizierschule geflogen ist und Steffen, sie waren ein Jahr älter als ich.

01:06:58Jan Ich war 20 oder 21 oder ich war 20, die waren 21. Man hat am Wochenende auf der Disco zusammen ein Bier getrunken, man hat sich gegenseitig die Mädels ausgefand. Und die sind dann am Montag drauf, saßen die dann in meinem Kieger und sind geflogen. Da hat man natürlich sie gesagt zu denen, wenn jetzt irgendein Offizier mit zugehört hat, ansonsten hat man sich geduzt. Aber Ich war schon. . Ja, genau. Okay, cool. Okay, sehr, sehr schön.

Steffen So, und dann hast du hier noch weiter aufgeschrieben. Highlight für mich, Engine Run mit Nachbrenner.

01:07:31Jan Oh, Steffen, da rennst du bei mir offene Türen ein. Das hast du beschrieben. Das habe ich nicht beschrieben. Ja, ja, ja, ja. Weil du es dort vorliest, so meine ich das. Ja, also. Pass doch, ganz ehrlich, wenn man in so einem Flieger drin sitzt und einen Probelauf macht und der Hauptmann steht auf der Leiter und sagt, Ding, dann ich habe Frauenkinder, halt ja die Bremse fest. Und man macht einen Problanche und dachte man, das ist ey, es gibt.

01:08:04Steffen . Moment, aber wie war der Flieger? Also wer saß wo? Wo warst du und wie war der Flieger gesichert?

Jan Wenn man jetzt einen normalen Probel auf Oderlach dabei macht, den könnte man an der Vorschlaglinie machen. Davon wurde auch nichts gesichert. Da wurden die Bremstätze, also die Schocks wurden vor das Fahrwerk, vor die Hauptfahrwerkräder erledigt. Mein Chef, mein Hauptmann, stand auf der Leiter, hat reingeguckt, dass ich auch die richtigen Handgriffe gemacht habe, es waren, um das Ziffer zu starten. glaube ich wenn ich mich richtig erinnere sechs schalterstellungen also sechs schalter betätigen und einen druckknopf und dann ging es riepark an außen bock tropversorgung angesteckt ja so wie ja bei den anderen flügeln auch so und

01:08:46Jan Du hast denn das Triebwerk angelassen, ganz normal auf Leerlauf?

Steffen Jetzt muss ich technisch unterbrechen. Wie wurde denn der Anlasser betätigt? War das so eine Kartusche oder war das drucklos oder wie war das? Elektrisch. Elektrisch. Der hat elektrischen Anlasser. Okay, gut. Richtig.

Jan Ich weiß, was du meinst mit Kartuschenstarter und so. Die B52, die hat sowas und auch irgendwelche anderen Flieger. Ja, ja, man kennt diese. YouTube-Videos, da kommt dann eine schwarze Rauchwolke raus und da fängt der Vernichter an, der fängt der Fan an sich zu drehen. Nein, die Lig wurde elektrisch angelassen, also mit Außenbord.

01:09:20Jan Das hat so um die 35 Sekunden gedauert, vom auf den Knopf drücken bis Leerlauf. Die konnte aber auch. . . mit Akkus angelassen werden.

Steffen Ah, okay.

Jan Mit Bord Akkus allerdings nur einmal, dann waren die Akkus platt. Ja, ja klar. Weil da sind, das sah immer recht beeindruckend aus. Ich glaube, das war so ein drei- oder vierpoliges Kabel am Außenbordstecker, aber so richtig, so daumendig, ja. Du kennst ja die Kabel vom Airliner. Und wenn dann wenn dann der Startergenerator, wenn der Generator richtig Ampere gezogen hat, dann haben sich

01:09:54Jan hat sich so ein starkes Magnetfeld aufgebaut, dass die Kabel sich kurzfristig, die haben sich so richtig auseinander angestoßen, gegenwärtig stehen. Und dann ist auch dann auch schon ganz kurzer Augenblick im Cockpit dann die gesamte Beleuchtung zusammengebrochen. Weil der Starter schon ein, zwei Sekunden so viel Strom gezogen hat, dass diese 27 Volt Da könntest du auf Volt mittags gesehen, da spielt er dann die Stadt auf 8 Volt und die klettern sich dann ganz langsam wieder hoch. Ja, die wurden also elektrisch haben gelassen.

01:10:26Jan Ja genau, elektrisch.

Steffen Okay, alles klar. Gut, okay.

Jan So genau. Und dann wie geht es weiter? So genau.

Steffen Also Runup, genau, Run-Up war das noch.

Jan So, dann steht der, dann steht der, dann steht der Hauptmann auf der Leiter, guckt rein und sagt, du weißt, ich habe Frauen und zwei Kinder. Ich sage, ja, ich weiß Bescheid, halt schön die Bremse fest. So, du hast, ähm. Am Steuerknüppel von der MIG hast du einen Bremsgriff, der sieht wirklich so aus wie der Griff von der Felgenbremse vom Fahrrad. Da ist ein Draussel dran, dünnes Drassel, das geht runter zu Bremsverteilern.

01:10:58Jan So diesen Griff musst du ziehen und halten. Ganz wichtig, die Betonung kriegt das halt hin. So, ja, und dann hast du, ähm, dann hast du den Drosselhebel, also den Schlughebel in der Hand genommen und hast ganz langsam, es gab ja so Vorschriften, ja, den konntest du ja nicht einfach so nach vorne ramen, hast du den ja ganz langsam nach vorne geschoben, hast dann Abgastemperatur, Öldruck, Drehzahl, das war ja zwei Meldentriebwerk, du hast ja N1 und N2, auch wie den Bei den normalen großen Fliegern, sage ich mal, das sind die Parameter, die wurden dann alle beobachtet und übermacht.

01:11:31Jan Ja, und einen normalen Probelauf. Bis 100% Leistung konnte man an der Frostlatine machen, ohne zusätzliche Sicherung. Aber wie ich sagte, das Highlight ist nach dran. Und nach danach probelang vor auf einem gesonderten Platz gemacht. Also Standplatz, da wurde das Flugzeug mit Stahlseilen im Boden verankert. Also an jedem Hauptverrat war dann Stahlseil, das wurde dann im Boden verankert. Ja, dann hast du also das Flugzeug anlassen. Danach war die Vorschrift zwei Minuten auf 90% warm laufen lassen.

01:12:05Jan Dann wieder zurück in Leerlauf oder zurück auf 85%. Und dann von 85 auf 100% eine sogenannte Beschleunigungsprobe. Und Steffen, und das ist für dich jetzt sicherlich auch interessant zu hören oder auch für die anderen Zuhörer. Wenn man heutzutage, ich sage jetzt mal Militärflieger sieht bei irgendwelchen Flugshows, wenn dies Gas reinschieben, ja, wie soll ich sagen, Denn ändert sich ja die Drehzahlen, so wie der den Schubschuber bewegt, ändert sich die Drehzahl. Also das ist ja digital, wie im Auto, wie im modernen Auto.

01:12:38Jan Oder auch bei einem großen Wellliner, wenn man. . Also

Steffen Zumindest ab einer bestimmten Drehzahl ist es so. Also nicht aus dem Leerlauf raus, aber wenn er schon mal ein bisschen Dampf hat, ne? Ja, ja, genau, genau.

Jan So, und bei der, warte mal, ich hab doch hier, ich hab doch hier, ich habe mir ja auch schon ein bisschen vorbereitet, sage ich mal, genau. Und jetzt halte ich fest, also diese, das war eine uralte Triebverkehr von 85% bis 99%. Das verlieben 11 Sekunden. Oh, okay. Das ist ganz schön lange.

01:13:09Jan Ja, ja, okay. Da frage ich mich, wie geht der Flugzeugführer mit Lex in Energin-Verhältnissen um einen Landeanschub? Weißt du denn nochmal ist, dass er den Triebwerk ewig braucht, um zu reagieren? Aber gut, okay, das soll nicht mein Thema sein, weil nicht meine Frage. Dann hast du eine Beschwierungsprobe gemacht von 85 auf 100 Prozent. Hast gewartet, bis sich die Dritter stabilisiert hat. Ja, und dann kam das Highlight. Dann hast du die Nachbarnersparre genommen. Das war so ein wie bei euren Schubhebeln auf, ihr habt ja Rasten, ihr könnt ja vorschieben mit irgendwelchen Rasten.

01:13:44Jan Und wenn ihr die Raste überspringen wollt, dann muss man so eine kleine, vielleicht war es bei Bobby so, keine Ahnung, musste so eine kleine Sparre, eine mechanische Sparre nehmen Und dann kannst du die Two-Piebel sozusagen noch eine Raste weiter und noch vormischen. Und genau so war es bei der MIG auch.

Steffen Also bei der 3-7 war es nicht so, aber ist egal. Aber so kann ich es mir da so vorstellen.

Jan Ja, du weißt, was ich meine. Und dann bist du im Nachbarnabetrieb gegangen und das war, das war, also Steffen, ein 100% Musst du dir vorstellen, ist die Kolben standard vom Buchwahwerk, das ist ja so ein, wie soll ich sagen, so ein Baselläufer-Fahrwerk des Buchwahrwerk.

01:14:21Jan Ich glaube, du weißt, was ich meine. Ich kann es dir jetzt schlecht erklären. Da ist bei 100% ist die Kolbenbestange schon, also von der Kolbenstange vom Chrom siehst du nichts mehr. Da ist das Fahrrad schon komplett auf Anschlag, also durch den Schub. Und wenn du dann, wenn dann der Nachbarn erzündest, du nach allen, zwei Sekunden, dann kriegst du dann nochmal wirklich einen Spark und dann denkst du vorne den Reifenplatz. Dann wirklich, du siehst, wie die Maschine nochmal ein paar Zentimeter runter geht. Ein Ohrenbetäubender Lärm. Du dürftest den Nachbarn nach dem Boden nur 15 Sekunden drinnen lassen, weil es wehpört nicht gekühlt wurde.

01:14:53Jan Du hast ja, du hast ja bei der bei der MIG hast du außen so Staubruck. putzen. Und wenn der Flieger fliegt, wird durch die Dorf und wird Luft sozusagen nach innen geleitet und damit wird es rübergeführt. Und es war am Boden natürlich nicht gegeben. 15 Sekunden durfte der Nachbarn da drinnen bleiben. Und du konntest, wenn du gute Augen hattest, du konntest auf der Kraftstoffuhr zugucken, wie der Verbrauch ging. Also Zwölf Liter pro Sekunde.

Steffen Ja, ja, ja, ja. Das ist doch der Sprit verdreifacht sich, glaube ich, ne?

01:15:23Steffen Genau, richtig. Also das ist Wahnsinn.

Jan Aber es hat eben, es hat eben Tiere Spaß gemacht und es war Ich habe einmal habe ich. .

Steffen Was für Standzeiten hatten überhaupt die Triebwerke?

Jan Oh, Doll war es nicht. Doll war es nicht, nein. Ich kann es, also, da mögt man mich jetzt nicht drauf festnageln, auf die Zahlen, die ich hier nenne. Ich habe es auch nur, ich kann es nur aus Erinnerung sagen, aber ich glaube nach.

01:15:53Jan Nach 150 Stunden musste, ich glaube, so ein Triebwerk in der Rolle Jam. Ich glaube schon.

Steffen Dann hast du hier reingeschrieben, ranab mit 30er 32er Mauschlüssel M im Verdichter.

Jan Ja, ja, ja, ja Oh, oh, oh, oh, ganz böse Falle. Also ich habe es nicht gemacht. Also ich, ne, Gott sei Dank, ich war unschuldig. Gab es da auch so einen Urlaub hinterher? Ja, weniger. Aber ich glaube, eins kann ich verraten. Der Techniker, der das gemacht hat, der hatte noch drei Wochen zu dienen, dem war das alles scheißegal.

01:16:25Steffen Okay. Vielleicht so wie es ist.

Jan In drei Wochen gehe ich nach Hause, was wollt ihr mir. Der Kollege hat einen Feuerlöscher erwechselt. Und der Feuerlöscher ist im Fahrwerkschacht. Und offensichtlich dieser Überwurf von der Feuerlöschleitung, das muss für 30, 32 ja Größe gewesen sein, keine Ahnung. Er hat also, um besser arbeiten zu können, hat er die Fatisterlucker aufgeschraubt, da hat er mehr Armsteil gehabt. Er hat den Fatisterluke aufgeschraubt, hat dann den Feuerlöcher gewechselt, guckt auf Uhr und sagt, Mensch, Mittag.

01:16:56Jan hat den Maulschüssel ins Eingangsteil gelegt, ins Triebwerk, hat die Verdichterduke du mit vier oder fünf Frauen angeheftet und ist Mittagessen gegangen. So, und während er dann da so seinen Mütterverschmeißert kam wohl irgendwie seine Kettentechnik aufhängt, so zu sagen, Mensch, bist du fertig mit? Ja, ich bin fertig. Ja, die Maschine soll heute noch die steht zum Einfliegen. Also die soll heute noch fliegen. Kein Problem, ich bin fertig. Ist also wieder am Flieger, hat die anderen restlichen 46 Schrauben zugedreht, und dann hat er sich reingesetzt und hat einen Turbel aufgemacht, weil es so Vorschluss war.

01:17:30Jan Und man hat wirklich Also die Leute, die dabei waren, haben gesagt, man hat von außen, du hast nichts gehört, dass da drinnen der Teufel übers ist. Man hat nichts gehört. Na ja gut, okay. Er hat dann also Probelauf gemacht. Zwei Minuten irgendwie 90%, danach ein bisschen abkühlen lassen, Triebwerk abgestellt, danach musste man Verdichter mit drin machen müssen. Und als der Abendkehrer ein bisschen dichter aufgeschrockt hat und reingeguckt hat. Ja, Steffen, das Triebwerk von der BIG 21 hat sechs Stufen.

01:18:00Jan Drei Stufen Niederdruck und drei Stufen Hochdruck verdichter bzw. zu bide. Alle kurz und klein. Alle. Von der ersten bis zur sechsten Stunde. Alles, alles kurz und klein. Ja, was du Unsi sagt haben, 500.

Steffen 000 Bart Schaden.

Jan Ja. Sowas kommt von sowas. Man darf sich eben hemtigt, ja, hier, komm, mach mal schnell, wir wollen los und so. Es gibt, das weißt du selber. Das ist Gift, wenn man da irgendwie seine Routine verlässt oder klar.

01:18:30Steffen Und wenn es irgendwie schnell gehen soll und dann verpisst es verpasst das was. So, dann ich gehe hier, wie gesagt, meine Liste da weiter. Harry hat ja vom Ölschwein geredet, ne? Ja, Ölschwein. Ölschwein war bei Harry, war der Ölbehälter, mit der vom Flieger zu Flieger gegangen ist, um das raufzubauen. Wie nannt man dann das bei euch?

Jan Das war die sogenannte Hausbar. Die Hausbar war ein Wegelchen, das konnte. Einer ganz bequem hinter sich herziehen mit drei Rädern, sicherlich vorne so eine Deichsel mit einem Rad und dann da hinten noch zwei Räder und da war drin Schnierstoff.

01:19:08Jan Und Hydraulik Flüssigkeit. Okay. Und Willi. Ich erkläre gleich, was Willi ist. So, und wenn du jetzt also, wenn du jetzt also, na du musst, wurde nach jedem Zug wurde auch der Spielschiffern. Stand kontrolliert. Harry hat ja ganz stolz erzählt, dass die neuen Triebwerke vom Strich 8er und so, dass die ja nahezu gar keinen Öfer brauchen. Das habe ich ja auch zu meiner Seite damals auch auch schon festgestellt, dass so eine 747, also da, also ich habe dich immer gewundert, ich sage mal mehr, Mensch, wenn die, wenn die, die ist jetzt 8000 Kilometer geflogen und da fehlt nicht ein Viertelchen Öl.

01:19:44Jan Also ich fand das so ein Man musste also den Ölstand kontrollieren und wenn Öle fehlt hat, dann hast du eben zu rufen, hier schickt man die Hausbar an, was weiß ich, Standplatz 18. Und dann kam dann die Hausbar angefahren. Dann hast du Spielstoff aufgefüllt und dann war eben gut. So, was ist ein Willi? Wer oder was ist Willi? Die Frage kann ich jetzt einfach mal so im Raum stehen lassen. Ich behaupte ganz einfach mal, da kommt ihr nicht drauf, Willi ist die Tatbezeichnung, ja was heißt, das haben wir uns so ausgedacht, für die Enteisungsflüssigkeit für die Frontscheibe.

01:20:19Jan Und zwar. . Aber warum Willi? Ja, damit man wahrscheinlich straffrei sagen kann, Mensch, heute Abend. . . Ein Glas Cola mit Willi, da denkt ja jeder, der trinkt ein Glas Cola mit Willi mit seinem Kumpel Willi. Also Willi ist der 96%ige Alkohol, mit dem die Frontscheibe vorne entteist wurde. Ich verstehe, okay. Und in der NVA gab es einen Befehl, der nannte sich Befehl 284, der hieß, der bedeutete so viel wie kein Alkohol überall.

01:20:52Jan Egal wo, kein Alkohol. Also in der LVA gab es strengstes Alkoholverbot, also für diejenigen, die in der Kaserne untergebracht waren, also das waren ja die allermeisten.

Steffen 284 hieß der Befehl?

Jan Der hieß er, ja. 26284 Befehl, 284, ja, kein Alkohol am Arbeitsplatz. Also so haben wir gesagt. Und Willi ist also 96%iger und warte mal, ich weiß nicht, es gibt doch diese zwei Arten vom Alkohol, vergelt und unvergeld. Einen darf man trinken und beim anderen wird es schnell dunkel.

01:21:23Jan Ich weiß nicht welcher. Also auf alle Fälle Willy war der Alkohol, den man trinken konnte. Naja, dreimal darfst du raten. Glas Cola, halb voll Silly, halb voll Cola, reicht. Ich habe es nie getrunken, aber ich kann mir sagen, die Leute, die es getrunken haben, reicht.

Steffen Und die haben es nicht, die haben es getrunken und trotzdem kein Auge riss. Das ist der Spruch ist ja vom Methanol, dass du da ein Auge weg machst.

Jan Ja, irgendwie so. Ja, der Willi wurde also handlich um irgendwelche Trinkerfüße abgefüllt. Der wurde dann mit in die Einheit, also quasi auf die Unterkünfte der Unteroffizierung.

01:21:56Jan Und dann haben die sich das gut gehen lassen.

Steffen Okay.

Jan Und ich sag mal, ich hab das nicht getrunken. Aber die Leute, die sie getrunken haben, haben erzählt, die Sache, Willi hatte einen entscheidenden Vorteil, du hattest nächsten Tag keinen Kopf. Weil das Zeug so rein war, man kriegt ja einen Kater nur, weil im Alkohol viel Zucker und Scheiß. Und dieser Willi, der war so rein, man hat keinen Kuppeklicht. Das einzige, was man hatte, Brand. Ja, trockenen Heiß.

01:22:27Jan Und da hat wohl ein tiefer Atemszug aus der Sauerstoffmaske, also die ja am Figer auch drin ist. Das soll wohl die Häuschen machen.

Steffen Aber das kenne ich nur vor Bekannte. Danke. Gut, ich meine, wenn Willi halt für die Scheibe klar war, dann hat er auch einen klaren Blick geschafft, ne? Irgendwie sowas. Ja, ja, so unipair. Ja, ja, okay, cool.

Jan Also bei Willi, bei Willi wurde auch dadurch. ganz genau Buch geführt, welcher Flieger wie viel Willi bekommen hat. Und wenn jetzt, wenn jetzt, ja, ja, ja, ja, das war so, wenn jetzt meinetwegen ein Techniker ankam und innerhalb von zwei Fügen gesagt hat, ich brauche schon wieder Willi, dann haben die gesagt, ey, Moment mal

01:23:04Jan Also die hat sich irgendwann mal den Fußballführer fragen, ob der in Verisungsbedingungen geschwogen ist. Och nee, lieber nicht, ich brauch doch. . Du weißt, was ich meine. Also dann wurde schon, das würde ich immer machen, das wurde mal reingemacht.

Steffen So, so, so, so. So, so, so. Sag mal, und dann hast du hier was mit Katapultsitz aufgeschrieben, also den Schleudersitz der MIG.

Jan War der nicht so gut, oder? Ja genau. Da können wir jetzt auch wieder die Unterschiede rausarbeiten. Die MIG-21U

01:23:35Jan hatte den sogenannten SK-Steudersitz. Also SK, also Rettungseinrichtung SK. Dieser Sitz funktionierte nur bei, warte mal, ich glaube, du musstest, du musstest über 200 Stunden Kilometer fliegen und ich glaube auch über 200 Meter Höhe haben, damit man sicher kataportieren konnte. Also der Sitz wird ja rausgeschossen, dann braucht man eben eine gewisse Zeit bis der Stabilisierungsschirm rauskommt, der zieht den Hauptschirm raus, der Sitz muss sich stabilisieren, der Sitz muss sich gegebenenfalls lösen vom Pipapo.

01:24:12Jan Und dieses System war doch recht veraltet. Und das führte also dazu, dass die MiG-21U im März 1990 den allerletzten Flug gemacht hat, also jetzt generell dieses Muster mit 21 U ist im März 1990 das allerletzte Mal beschworen. Und wurde danach außer Dienst gestellt, eben aufgrund des relativ unsicheren Schwedersetzes. Und dieser Flug wurde, und das finde ich relativ cool, ich habe die Info erst von der

01:24:47Jan ganze Weile durch Zufall irgendwie bekommen.

Steffen Dieser letzte Flug wurde mit meinem Leute gemacht.

Jan Das finde ich doch irgendwie schon recht cool. Die hatte, meine Maschine war die letzte, die in Dresden General überholt wurde. Das ist sicherlich auch ein interessanter Fakt. Den durften nicht allzu wieder wissen, äh kennen. In Dresden gibt es ja diese 11 Flugzeugwerke, die den A3D den A383 überholen und die auch viele Passagiersfieger zum Strachtheim Oberus.

01:25:18Steffen Ja, ja, genau, auch viele von den alten Lufthansa drei Zehnern oder sowas.

Jan Und diesen Betrieb gab es früher schon, der nannte sich KSD, Kombinat, Spezialgeräte Dresden. Da wurden alle so komische Namen. Da wurden Da wurden sämtliche, also da wurden MiG 21, 23, Mi 24 Kampfhubschrauber Die wurden dort general überholt. Das wäre wirklich das warte Werkstatt in Standsitzung. Die sind danach wiedergekommen und waren wie neu.

01:25:50Jan Neue Friedwagen oder überarbeitet sind. Und mein Fußback war die letzte mit 21 U, die sozusagen zu DDR-Zelten general überholt wurde. Und deswegen hatte sie. . Als sie außer Dienst gestellt wurde, ich sag mal, nur eine Topheldtime von, ich glaube, es waren 30 Stunden. Also gar nichts. Nichts. Also die war immer noch, immer noch neu, wenn du so willst. Aber wurde dann lang eben außer Dienst gestellt. Die.

Steffen Die ist ja immerhin geflogen geworden, ne? Wo warst du, in welchem Museum bist du?

Jan Ja, recht lieblers, aber die hat wohl so eine Odyssee durchgemacht, die war.

01:26:23Jan Was ich gelesen habe, die war in Holland in irgendeinem Mediamarkt als Eyecatcher hing die da von der Dicke irgendwie. Oh, okay. Denn ja. Kunterbut bemalt und auch fürchterlich. Also mir hat das Herz geblutet, als ich Bilder gesehen habe. Und die wurde dann aber irgendwie von diesem Verein nach Richtlinien Leraz, die wurde dann gerettet oder entdeckt oder wie auch immer, wurde ein Straßentransport zurückgeführt und wird dann intrestauriert. Und also du hast ja gelernt, mit 21 Uhr ist sozusagen

01:26:55Jan Der eine Typ Doppelsitzer und dann gab es ja noch die US. Und die US hatte den wesentlich besseren Schneidersitz namens KM1. Das war der KM1-Sitz und das ist kein 0-0-Sitz. Aber du kannst dich in Null Meter Schluckel, also Schluckel oder trink blöd, du kannst dich in Null Metern katapetieren, du musst allerdings mindestens 130 Stunden Kilometer schnell werden.

Steffen Ah, okay, gut, alles klar.

Jan Also wenn der Flieger mindestens, wenn die Maschine mindestens 130 Stunden Kilometer rollt.

01:27:27Steffen .

Jan Und noch am Boden ist und du ziehst dann den Griff, dann überlebst du sicher.

Steffen Okay, alles klar.

Jan Und das war dann in dem Fall sozusagen der sich der sicher sitzt und deswegen sind die. Okay. Also steht da die anderen Maschinen, die NVR hatte auch die MiG-29, das war ja so ein Highlight. Die hat er natürlich, die hat der 0-0-Sitz, wie der heutzutage üblich ist. Also kannst du dich aus dem stehenden Vier rausschießen und da geht der Schirm auf.

01:27:59Jan Ja, genau.

Steffen Ich gehe jetzt immer weiter in den Plan. Wenn es zu stressig wird, sagst du Bescheid. Hast du noch Kraft? Nein. Na, kann man natürlich nicht. Ich frage ja nur für einen Freund, ob du noch Kraft hast. Ja, genau. Du hast irgendwie reingeschrieben, Erdmagnetfeld kompensieren.

Jan Steffen, als du deine fliegerische Ausbildung gemacht hast, gab es da, ich möchte mal sagen, gab es da so Verarschungsrituale Innerhalb der Fliegerkumpels.

01:28:30Steffen Also habt ihr das gegenseitig verantwortlich. Ja, es gab immer so Scherze natürlich, klar, ja, ja. Also von der Banale von Holmar Zündfunken oder irgendwas oder zieht die Betten ab nachher oder. Naja, oder wo ist das Zeitgit der Kapitäne oder also einen Scheiß, ne?

Jan Also ich kenne, ich kenne unter den Segelfliegern gibt es den Thermic-Anker. Ja, also da hat man dann einen jungen Kollegen losgeschickt, der sollte einen Thermikanker holen. Ja, was ist denn das? Naja, wenn der Flieger, wenn der Pilot eine Thermikblase entdeckt hat, dann wird der Thermikanker rausgeworfen und dann kann er länger in der Thermikblase.

01:29:03Jan Und wenn du den Hattest, der ja nicht ganz heller war, der ist dann eben der Mandwagen losgegangen, die haben es dann angerufen, machst du den Thermikanker bereit? Und das war natürlich ein riesen schweres Ding. Erdmann jetzt schon kompensieren. So ein Flugzeug, so mit ja auch einen Radiokompass. Und wenn der Radiokompass gewechselt wurde. . dann musste ja eingestellt werden, kompensiert werden. Da gab es eine sogenannte Kompensierplatte, da waren dann die Grabteile aufgemalt, also 0, 90, 180.

01:29:36Jan Also bis 360 Grad, du weißt, was ich meine? Und dort wurde das Flugzeug eben, also wenn man jetzt, wenn man jetzt eine Markierung hatte, meinetwegen 90 Grad, Da müsste man, also das sind definitiv 90 Grad, da wurde der Flieger genau auf diese 90 Grad ausgerichtet und dann musste im günstigsten Fall der Radiokompass auch 90 Grad anzeigen. Ja, genau. Und wenn man denn einen Kollegen hat, der, sage ich mal, durch ein loses Mundwerk aufgefallen ist, dann hat der sich unwissentlich für die Aufgabe qualifiziert

01:30:08Jan Bleibt man mir viel kompensiert. Also du hast dann den Kollegen rangeholt und hast gesagt, pass mal auf, wir müssen jetzt hier kompensieren. Ja. Und was soll ich machen? Du gehst mal los in der Marktstadt, du holst mal Kompensiergewichte. Da sagt der Watzelkohl nach Kompensiergewichten. Wir müssen das Erdbeeren kompensieren und du musst mit diesen Kompensiergewichten ums Flugzeug laufen, solange wie wir kompensieren. Jetzt haben wir also schnell Annäherung. Nicht angerufen, aber irgendwie bist du schon Bescheid in der Werkstatt oder wie auch immer. Dann hat er dann zwei alte, ich sag jetzt mal, alte Arzeugkisten gekriegt, die abgeschlossen waren, von denen ich reingucken konnte.

01:30:40Jan Und da lasst er drin. Ein Amboss. Ein kapotter Vorschlag haben wir, eine alte Bremseinheit, irgendwie so richtig schweres Zeug. Dann kam der arme Kerl wieder. Und der ist dann quasi schon auf seine Zunge getreten. Im Sommer 30 Grad und so. Und dann musst du leider so drei, vier, fünf Runden um Fieger rumlaufen. So lange, bis sie ihn aufgeklärt haben. Ja. Und bis sie dann gesagt haben, so passt. Das waren aber die Kollegen, die haben dir später freiwillig Zigaretten angeboten. Das waren dann auf einmal deine besten Freunde.

01:31:11Jan Das waren so scharf. Herrlich, herrlich, herrlich, herrlich.

Steffen Ja, ja, ja, ja, sowas gibt es ja. Jetzt steht aber irgendwie was Ernstes. Jetzt wird es wieder ernst steht hier. Und zwar die Sache mit dem Tankdeckel. Oha. Magst du darüber reden oder nicht?

Jan Ja, es ist verehrt. Es war 1989. Alles gut, alles verehrt. So, es gibt bestimmte Aufgaben, wenn der Flieger vorbereitet wird zum Flug, es gibt bestimmte Aufgaben, die darf nur der Techniker machen. Und dann gibt es andere Sachen, die darf auch der Mechaniker machen.

01:31:43Jan Der Mechaniker darf zum Beispiel betanken.

Steffen Unterschied zwischen Techniker und Mechaniker?

Jan Das war die Qualifikation. Also ich musste jetzt keinen Technikerlehrgang machen. Aber ich sage mal, ich musste im Prinzip den Fieger so vorbereiten, wie es ein Techniker tut. Mein Chef hat mir über die Schulter geguckt und hat dann irgendwie nach drei, vier Starts gesagt, so du kannst es. Ich habe dann nochmal so eine Art Prüfung abgelegt und danach war ich Techniker.

01:32:13Jan Dann habe ich im Prinzip den Flugzeugführer angeschnallt, was nur der Techniker durfte. Verstehen. Ja, genau. Und der Mechaniker war sozusagen ein Kollege, der relativ neu in die Firma, ich sag's mal, in die Firma gekommen ist, und dem steht ja auch irgendwann Techniker geworden, wenn er sich nicht allzu blöd angestellt hat. Es war dann eben so die Hierarchie, sag ich. Ja, okay, verstehe. So, klar. Und der Mechaniker durfte oder musste betanken, aber der durfte nicht den Tanktickel zumachen. Diesen massiven. . Ich sage jetzt mal, diesen basilen Beteiligke, weil diese, diese, die Tanz, die werden Druck beauflagt.

01:32:48Jan Warum? damit auch im Rückenschlug gewährleistet ist, dass die Pumpe immer stritt bekommt. Da wurde so ein leichter Belüftungsflug draufgegeben. So genau. Und In diesen Tankeinfüllstutzen, sage ich mal, war ein Sieb drinnen. Das war deswegen drinnen, damit beim Betanken, das war eine Freifallbetankung, also hatte nichts mit Druckbetankung oder irgendwie zu tun, damit beim Betanken nicht so viele Luftblasen entstehen. War so ein Sieb drinnen und das Sieb war oben mit so einem Sprengring gesichert.

01:33:19Jan Und der Sprengring muss natürlich komplett, also in seiner ganzen im ganzen Durchmesser in dieser Not drin sitzen, damit das Sieb richtig drin sitzt und daraus fällt, damit man den Deckel richtig zuschrauben kann. Den Stahldeckel und obendrauf kommt ein Blechdeckel, damit eben die Zelle, ja, damit das aerodynamisch ist. Und das auch nur der Techniker machen. Naja, und ich bin ehrlich, mir ging es so gar nicht gut. Ich hatte Liebeskummer, ich war nicht bei der Sache. Ich habe wirklich.

01:33:49Jan . auch aus einem relativ unglücklichen Winkel von oben auf diesen Strengring geguckt und habe nicht gesehen, dass der an einer Stelle nicht in der Loot drin war. Habe den Deckel zugeschobt. Den Starndeckel, hab den Bestdeckel zugeschraubt, hab den Finger losgeschickt, also ich habe den auch selber losgeschickt und bin danach auf der Raucherinsel und habe eine Rauch.

Steffen So, Raucherinsel, ja, ja.

Jan Die war direkt da an der Vorstadtlinie. So, dann habe ich eine Raucht mit meinen Kumpels da und auf einmal höre ich über Lautsprecher, ja, Techniker 292.

01:34:23Jan Schlupzeug Bergung. Was? Bergung? Bergung kriegt ihr sogar nicht gut, ja? Was? Bergen gehst du noch gar nicht losgeschlossen? Das wurde ich für die Baum, das ist doch nicht mal weg und hier wurde ich von den Baum. Und da kam dann einer anderer, der sagt, ja, der Flugzeug steht beim TKP. TKP ist technischer Kontrollposten. Bei der Bundesbruchfachfrage heißt es, glaube ich, Last Chance oder so. Das ist doch mal eine letzte Kontrolle, bevor der Flieger abfliegt. Da steht einer rechts, einer links und der wird beim laufenden Triebwerk werden nochmal so, ob alles dicht ist, ob die Verdichterlucke zu ist.

01:34:53Jan Das hieß bei uns TKP-Tecker-Kontrollposten. Der Flugzeug steht beim TKP und dann Triebwerk abgestellt. Ich sage, warum das denn? Ja, Kraftstoffaustritt. Ja, ich sage Kraftstoffaustritt, mein Gott, die Duden schuss überall raus. Also das ist, da muss man noch nicht sehen. Weil du musst wissen, hinterm Heck hast du so Drainage, Drainageöffnungen und Harry hat es ja auch. Eigentlich in der letzten Episode wunderbar erklärt. Der hatte ja gesagt, so ein Triebwerk muss undicht sein. Ja, weil diese Labyrinth-Dichtung und so, das wird ja mit einen Kraftstoff geschmiert, stellenweise, der muss ja irgendwo hinlaufen.

01:35:24Jan So, und du hast also hinterm Heck hast du so dünne, dünne Drainare-Öffnung und da kommt immer mal Ja mein Gott, so wie deiner Finger, dick, so ein kleiner Strahlkrastofrau. Ja, ist normal. Und ich nur mit meiner großen Tlappe? Ich sagte ja Ahner, nur weil da hinten ein bisschen Sput rauskommt, da muss man die Schweeperg abstellen lassen. Und da sagte der nur zu mir, äh äh, Der Flugsellschuhr hat hier brennst und du hast bei der MIC-21, du hast, du hast da dieses Bild gesehen, dieser aufgebockte MIC, direkt hinterm Cockpit

01:35:55Jan Hast du den Hauptkraftstoffbehälter? Und als der gebremst hat, blief dem der Sprit sozusagen übers Kabinend. Und damit stand fest, Tankdeckel nicht zu und ich hasse einen toten Vogel an der Tasche. Also im Wortsinne, den toten Vogel an der Tasche. Ich musste sofort Feierabend machen. Ich durfte nicht weiterarbeiten. Ich musste Feierabend machen und ich musste drei Berichte schreiben. Und ich bin auch fest davon überzeugt, dass ich eine Spasi-Apte habe, eben aufgrund dieses Vorfalles.

01:36:25Jan Ich habe also einen Bericht an die. Das wurde mir nicht gesagt, dass er an der Stasi geht, aber jeder hat gewusst, wie er hingeht. Drei Berichte, ein an meinen Chef, ein an den Chef von meinem Chef und ein Der ging eben an die Stasi. Muss sich Bericht schreiben, dass dir das alles leicht tut und wie das passieren konnte und so weiter und so fort. Es war also, Stefano, es war. . Weißt du, die haben dann, du musstest ein bisschen holig ums Maul schnellen, ja, kommt nicht wieder vor und wie kommt ich nur und

01:36:55Jan Mein Gott, und jetzt ist der Sozialismus in Gefahr. Also es klingt blöd, aber es war auch blöd.

Steffen Also es wurde daraus nicht irgendwie eine Lehre gezogen, wie man die Verfahren irgendwie verbessert oder irgendwie neue.

Jan Nein, gar nicht, gar nicht. Nein, nein. Gar nicht, gar nicht. Du musstest wirklich, ach so, aufs Haupt, du musst sagen, kommt die wieder vor, ich verfleißige mich und ich will alles wieder gut machen und so. Ja, und dann, ähm musste ich zwei Tage später zum Paderoffizier und der hat dann eben die Frage gestellt, also passen Sie auf, Sie haben noch sieben Jahre von Ihren Zehn, die Sie machen müssen

01:37:28Jan Also wenn ja, reißen sich zusammen, wenn nicht, können sie gehen. Okay. Ja, und dann war, das war gerade die Zeit, wo die alle anfingen über Umlauf-Absorte und so weiter und so fort. Das habe ich kurz überlegt und Ja, ich habe denen gesagt, ich stehe. Damit haben die wiederum noch nicht gerechnet. Die haben so gedacht, ich knicke da nur hier der Gang nach Kalossa, weißt du, brauchst du. Im Düserhemd, nee, ich hab den den dicken Baum gezeigt und hab gesagt, nee, ich stehe. Und dann bin ich 135 Tage später gegangen.

01:38:00Steffen Ja, okay.

Jan Und im Nachhinein, dir wird es ja sicherlich auch in bestimmten Situationen so gegangen sein in deinem Leben, wo man denn mal so da sitzt und überlegt, hm War es eine gute Entscheidung, die ich damals getroffen habe? Hätte ich es anders machen können, wollen, sollen, keine Ahnung. Ich sag dir, Steffen, im Nachhinein betrachtet, Die Entscheidung war Goldrichtig. Ich kann auch wahrscheinlich. Ja, weil ich guck mal, ich habe noch einen Kümpel, der hat mit mir gedient.

01:38:31Jan Dem habe ich doch so unregelmäßigen Kontakt.

Steffen Der ist bis zum Schluss da geblieben.

Jan Und der hat dann die Maschinen verschrottet.

Steffen Ja, ja, klar.

Jan Das habe ich alles nicht gemacht. Und deswegen hat sich mir die Möglichkeit eröffnet, dass im Sommer 1991 gesagt wurde, wir möchten gerne ein Frage haben. Das hat ja nicht gekämpft. Das war sozusagen, ja, ich finde es nicht schlimm, du weißt selber, Fehler machen wir alle und es ist nichts passiert, der Flieger hätte auch fliegen können.

01:39:04Jan Alles gut. Also es war jetzt wirklich nicht so dramatisch, wie sich das vielleicht anmerkt, aber es war eben der Auslöser dafür, dass ich gehen durfte oder gehen musste. Ja, na gut.

Steffen So, ich gucke gerade so, ich frage so, hast du noch Kraft?

Jan Ich hätte es noch gehabt und ich habe ja auch noch, ich hab ja noch einen Punkt hier von Schutz kaputt gucken.

Steffen Ja, pass mal hier, aber da sind doch, ich hab, du hast da sind auch noch andere Punkte, die sind ja auch noch mit den Fragen. Ich wollte vielleicht zu den Fragen so langsam kommen. Gucken, muss leider auch so ein bisschen auf meine Zeit kommen, weil ich habe irgendwann eine Verabredung.

01:39:36Steffen Ja. Okay. Und wir sind hier bei einer Stunde 40 schon. Hast du es gemerkt? Nee, ne? Nö, nee, genau, deswegen. Und ich dachte mir, vielleicht gehen wir einfach zu den Fragen, weil die Fragen sind ja auch noch Das ist ja auch noch ein bisschen was, irgendwie so hat. Und dann haben wir noch On the Stay, das ist meine Rubrik. Ja, das ist auch immer sehr, sehr spannend. Ja, genau. Und da werden wir ganz am Schluss noch über reden. Also, pass mal auf. Wir haben hier Fragen, weil ähm Du hast mir dazu auch ein interessantes Bild gestellt. Und zwar habe ich eine von Pelle via Telegram, der hat mich folgendes gefragt.

01:40:09Steffen Perfektes Timing. Ich habe gerade im Urlaub Alka von Walter Kempowski gelesen. In dem Interflug Interflug Flug 102, kurz ein Thema ist. Es ist ein Ilushin 92M-Unfall. Der war 1972, ne? Oder? Nee, der war 1989 am 17. Juni. Ah, okay.

Jan Das war ja dieses geschichtsrechte Datum, was immer so ein bisschen, ja.

Steffen Ah, okay, dann habe ich das so ein bisschen durchaus gekriegt. Dann müssen wir hier, ja genau.

01:40:40Steffen Auf jeden Fall hat er geschrieben, im Internet gibt es mehrere Theorien zur Ursache. Und es heißt, ach, ist das der Flug, der nach. . zur zur äh nach leipzig reinging zurm Leonig, ne?

Jan Nee Du mein Du meinst ein Flug, der in Leipzig abgestoßt ist, das war eine 234, die ist da, die hat die Mindestanflughöhe unterstritten. Aber das war Was der Pelle meint, das ist die Sierra Echowiski. Das war also eine recht nagelneue I62M, die am 17.

01:41:12Jan Juni 89 mit hoher Geschwindigkeit die Stadion überholt hat. Ich glaube, das ist ein bisschen.

Steffen Im Internet gibt es mehrere Theorien zur Ursache. Und es heißt Zu einer nur recht vage Ursache des Unfalls war eine dem Herstellerwerk und Beispiele der Aeroflot und der NVA bekannte, aber innerhalb der Interflug nicht kommunizierte Fehlkonstruktion des Höhenruder ist der Illushid Yel 62. Vielleicht kann da ja der Gast da etwas dazu beitragen.

01:41:43Steffen Kannst du nicht. Du Schulzkopf.

Jan Leider nicht. Weil ich kann auch nur das wiedergeben, was in sehr gut recherchierten Büchern oder Artikeln zu lesen ist. Es ging ja um das Thema Ruderarretierung und diese war wohl Fehler, also

Steffen Was ist überhaupt beim Unfall passiert? Ich kenn den gar nicht. So, die ist die. Also 50%

01:42:13Steffen Kann man auch mal 50% daneben liegen. Und diesmal halt wirklich richtig.

Jan Ich kenne ihn weg. Nee, alles gut. Das war eine IR62Mageln, also man kann sagen, nahle neue. Ähm, Gott sei Dank, nicht voll ausgelastet, irgendwie, was ich gelesen habe, gerade mal knapp über 100 Tonnen Abflugmasse von zulässigen weiß nicht, 150 oder 160, was ich habe, keine Ahnung, da würde man mich nicht drauf festnageln. Die hat einen Startlauf gemacht und Beim nach V1, als dann der Flugzeugführer gezogen hat an der Steuersäule, passierte nichts.

01:42:50Jan Das Buchverrat hob mich ab, es passierte nichts. Und in dem ganzen Tuwa Bohu hat dann der Bordmechaniker, die jetzt 62 wurden mit fünf, das muss man sich mal vorstellen, die wohnen mit fünf Leuten saßen da vorne drin. Der erste, der zweite, der Bordmechaniker, der Funker und der Navigator. Was das für eine Ressourceverschwendung ist. Der Bordtechniker hat dann leider die falsche Entscheidung getroffen und hat dann nicht die Fußball gefahren, sondern der hat mal eben die Frühtage abgestellt.

01:43:22Steffen Okay.

Jan Komplett. So, und die I62 hat vier Triebwerke, zwei auf jeder Seite hinten am Heck und nur Triebwerk 1 und 4, also die beiden äußeren, also links und rechts, nur die verfügen über Schuhpunktjagd. Ja, und der Kollege hat dann einfach mal die Triebschacke fälschlicherweise abgestellt.

Steffen Okay, konnte man also mit.

Jan .

Steffen weniger hydraulik und also ein Quatsch. Also konnte ich mit die Blätter.

Jan Also ich habe den Artikel gerade nicht hier vor mir, aber die waren so weit über 260

01:43:54Jan Stundenkilometer schnell und die verbleibende Startbahnlänge, weiß ich nicht, 200-300 Meter, da ist ein Ruckzug aufgebraucht, das weiß ja selber, wenn so ein Flieger schnell rollt. Und dann sind die eben mit sehr hoher Geschwindigkeit über die über das Startbahn hinaus, haben einen Wassertank gerade. der da mitten im Weg lag. Daraufhin ist wo eine Tragfläche abgebrochen, abgerissen. Naja, die ist in Flammen aufgegangen, es gab 21 Tote. Schlimme Sache. Schlimm auch deswegen, weil, und das ist wieder sowas, Steffen, das kann ich im Nachhinein, kann man sich eigentlich nur an den Kopf greifen, was da wieder falsch gelaufen ist.

01:44:32Jan Die Westberliner Feuerwehr hat natürlich recht schnell von dem Ojpas mitbekommen und die standen mit Einsatz- und Rettungsfahrzeugen am Grenzübergang und haben gesagt, wir würden euch gerne helfen. Und die verantwortlichen Stellen, die Ossis, sag ich mal, haben gesagt, nee, wir kommen alleine klar. Und nein, die sind nicht alleine klar. Da hat Löschwasser gefehlt, Löschmittel hat gefehlt. Also ich dachte mir, wie bekloppt ist das denn, dass man. . Dass man bei so einem Unglück nicht mal die Ideologie ausblenden kann und sagt, mein Gott, dann kommt rüber und dann helft uns.

01:45:06Jan Wir können hier. . Also ich kann da wohl Kopfschild. Wann der war? Ja. Am 17. Juni 1989, das war ein Samstag. Ja, okay. Da war ich noch bei der Armee, da habe ich gerade Schlugvorbereitung gemacht an meiner Maschine und da hat man das im Radio gehört. Okay. Ja, so. Und was jetzt diese Ruder-Arrettierung angeht, Wie die im Einzelnen funktioniert, das kann ich auch nicht sagen. Aber ich kann sagen, wie man die als Laie. . . aus Fotos von abgestellten I62, wie man das erkennt.

01:45:38Jan Und zwar, wenn die I-62 abgestellt ist, dann sind die Quer oder ausgeschlagen. Eins nach oben und logischerweise auf der anderen Seite das nach unten. Und das ist immer Diese Maschine, also die stehen dann, die Ruder stehen nur dann so da, wenn die Ruderartierung betätigt ist. Das heißt. . . die die das ist vielleicht auch ganz interessanter Fakt, die Steuerflächen wurden mechanisch bewegt. Da war nichts mit Hydraulik. Und deswegen, damit eben bei Strom, Wind, keine Ahnung, Schlaf nicht tot, damit eben die Ruderer nicht im Wind flattern, wurde eben die Ruderregierung betätigt und deswegen.

01:46:15Jan Helle, mehr kann ich dazu leider nicht sagen, was jetzt diesen nicht kommunizierten Fehler oder diese nicht kommunizierte Vorgehensweise angeht. Tja, sorry, also da stecke ich gar nicht drunter der Material, das weiß ich nicht.

Steffen Und wo kommt das Foto her mit dem mit dem Verdichterstufe da, was ich da vor mir sehe?

Jan Das habe ich, diese Verdichterstufe, die habe ich vor dem Stadt gerettet. Die haben dann die Tummer, die Tummer lagen mehrere Jahre, wo ihr merkt, die lagen mehrere Jahre in Schönefeld.

01:46:46Steffen Und als ich dann wo rum oder auf so einem Haufen?

Jan Nein, hinten, ja, auf dem Haufen, hinten am Heizhaus. Also der Hangar, es gab den Hangar. Und hinten war dann das Heizhaus und hinterm Heizhaus war so eine Riesenfläche und da lagen jahrelang die Trümmer, das verbrannte Cockpit. Da habe ich noch ein paar Scheiße ausgebaut, ein paar Kabelverbinder irgendwie, weil ich denn zu Hause, meine Lautfächer, die wollte ich mit so einem. . Mit so einem Steckverbinder ver. Also völlig idiotisch. Ich habe noch einen verbrannten verbrannten Drehzahlmesser ausgebaut aus dem Cockpit, der ist leider irgendwie verschutt gegangen im Laufe der Jahre.

01:47:17Jan Ja, dieses Verdichterlaufrad, ähm, Titanregierung, leider materialmäßig nicht so viel wert. Ich habe mal gefragt auf dem Wertschafter und habe gesagt, Mensch, hier Titanverbindung kann ich mit dem kleinen Finger anheben. Wie viel kriege ich denn dafür, wenn ich das hier bei euch abgebe? Dann sagt er, da nichts, ich sage wieso nichts. Sagt er der Aufwand dieses Metall einzuschmelzen und zu trennen, ja, sagt er, ist viel zu hoch. Sagt er, der Hals schmeißen und den Schrott machen.

01:47:48Jan Ja, und das, dieses Teil habe ich gerettet vom Schrott. Ja, das lach jahrelang bei mir zu Hause rum, das lachte vorher da meiner Eltern. Und irgendwann hat meine Frau gesagt Was, was, was willst du hier? Bei mir zu Hause kommt das hier nirgends an der Wand, ja wie das eben so ist. Und dann habe ich es dann irgendwann, ich habe es vor ebay verdeckt, da hat sich einer am Tisch rausgebaut.

Steffen Ja, okay, gut, verstehe. Ah ja. Okay. Ah, cool. Alles klar, bei sich Bescheid. Sag mal, wo wir jetzt gerade bei der Educhine 92 ist, die Frage, die ja noch im Raum stand mit diesem vierten Fahrwerk hinten, wieso kippt der Flieger hinten auf dem Schwanz, wenn die Triebwerke nicht laufen?

01:48:23Steffen Das verstehe nicht also.

Jan Ja, ich sag mal, das muss an der, das muss an der, an der, das ist ja ein Konstruktionsfehler. Das ist ja bei jeder IR-62 gewesen, egal ob die IL-62 oder IR-62M, also diese modifizierte, die weiterentwickelte Version. Gut, das kann nur, so wie ich mir das vorstelle, was uns natürlich in der Lehre keiner erzählt hat, das kann nur ein Konstruktionsfehler gewesen sein.

Steffen Ja, aber warum ist der Unterschied Triebwerk laufend oder nicht laufend wichtig?

Jan Achso, naja, gut, Triebwerk laufen, wenn die Triebwerke laufen, die sind ja. . Die sind ja, warte mal, ich gucke jetzt mal gerade so, ich halte mal meine Hand hier so ein bisschen, die sind ja, warte mal, wie soll ich sagen, die sind ja nicht direkt.

01:49:01Jan . waagerecht oder ich sage jetzt mal waagerecht in ihrer Längsausrichtung am Rumpf montiert, sondern die hängen ja ganz leicht nach nach hinten unten runter. Also die sind anders ausgedrückt Vielleicht mal zwei Grad positiv, du weißt man, sind die angebaut. And then the Triebwakkeln Um das Hauptverwerk so ein Kippmoment. Durch den Schubvektor, den Sie haben. Richtig. Ja, Schubvektor, genau, das weißt du besser.

01:49:33Jan Genau. Und deswegen, deswegen konnte man die Heckschütze einfahren, durch die Triebwerke ließen.

Steffen Ah, okay, gut, alles klar. Das ist spannend. Und das musste man.

Jan Das musste man auch, das musste man noch, diese Heckschützung musste man regelmäßig kontrollieren. Und zwar gab es dann die ganz undankbare Aufgabe Die konnte man auch von Hand rauskurbeln. Aber ich glaube, da warst du so, da warst du ganz so weit beschäftigt. Da bist du hintergekabelt, irgendwie hast du eine Kurbel reingesteckt, da hast du da. Ahnung, 500 Umdrehungen schlaf mich tot, ich weiß es nicht. Ich muss das nie machen, da war ich schon kurz vordrum, aber genau.

01:50:05Steffen So, und dann, ich habe Ihnen eine Frage von Tobias, da weiß ich genau, ob du die beantworten kannst. Von Tobias, der fragt folgendes. Wie war das zum Beispiel bei Charterflügen ins kapitalistische Ausland mit Erwartung dann vor Ort? Also zum Beispiel Flüge nach Tokio oder andere Andere beide Destination. Ist da ein Techniker mal mit oder gab es da Verträge vor Ort? Ich war 1985 mit dem Tomana-Corps für drei Wochen in Japan und wir waren damals schon am überlegen.

01:50:36Steffen Ob der Flieger die ganze Zeit dort bleibt oder nicht und wie das eigentlich funktioniert hat. Offizielle Flüge gab es damals nicht, sagt er.

Jan Ja. Auch da kann ich naturgemäß, weil ich ja eben weil ich eben ja nur in der Last sozusagen gearbeitet habe. Da kann ich nicht viel sagen, aber das, was ich aus meiner Erinnerung heraus noch weiß, ist, es ist keiner mitgeflogen. So viel steht schon mal fest. Aber Und das weiß ich eben vom Hörn sagen, die Interflug ist ja generell eigentlich auch eine Wahl geflogen, wo der große Bruder strich Eerofortin nicht.

01:51:12Steffen Verstehe, okay.

Jan Und die Aeroflot, also die Interflug hatte keine Stationsmechaniker, wie es früher, wie es ja dann bei der Ruffsander zum Beispiel, Melchior Fari, ist das beste Beispiel. Soweit ich das weiß, gab es das bei der Interflug nicht, aber es gab offensichtlich Aeroflot-Vertreter, die dann eben eine belandete Interflugmaschine oder Malew oder Lott von den Polen oder. . Wie sie alle hießen, die dann sozusagen die Flieger mit betreut haben.

01:51:44Jan Das weiß ich zum Beispiel, in Schönefeld war es so. Unsere Mechaniker. . die sozusagen im Nordteil gearbeitet haben, also da wo die Abfertigung war, durfte übrigens auch nicht jeder, die wurden auch gesondert überprüft von der Staatssicherheit, weil die Weil die an einer sogenannten Grenzübergangsstelle gearbeitet haben. Die hätten ja quasi ins Flugzeug einsteigen können und hätten abbauen können. Ja, also Hellberg. Und wir haben, also wir als Interflieger, wir haben sozusagen auch Maleflott. Die haben wir auch abgefertigt.

01:52:14Jan Und ich denke mal, so wird es dann eben auch in Tokio oder im sozialistischen Ausland. Ja, ja, ich denke, das wird die Ehrefurt alles gemacht haben. Okay, cool. Ich würde es nicht beschwören. Wenn es einer besser wäre, soll das gerne reinschreiben, aber soweit ich es weiß.

Steffen So 50% wird das stimmen, denke ich. Ja, ja, genau. Stimmt. So, dann haben wir die Frage von Marik. Der fragt Folge, so ganz generell, unterschieden wir zwischen den Mustern.

01:52:44Steffen Gibt es grundsätzlich andere technische Vorschriften und Konzepte, um die international gültigen Anforderungen für Linienflüge zu erfüllen? Das ist ja auch spannend. Ja, aber da kannst du wahrscheinlich nicht, das ist ja so konstruktionstechnisch und sowas.

Jan Naja, konstruktionstechnisch, da will ich mal sagen, da fällt mir ganz spontan das Thema Lärmreduktion ein. Die Interflug, oder was heißt die Interflug, also die 334 durfte ja ab einem bestimmten Jahr nicht mehr

01:53:17Jan Entweder alle Flughäfen in Europa, also gerade jetzt, ich sage jetzt mal die westlichen, aber die durfte ja dann nicht mehr die Flughäfen anfliegen, weil sie diese ICAO Stage 1 oder was es da gab, diese Lärmschutzbestimmung nicht erfüllt hat. Aber was ich sicher weiß, ist, dass die die, jetzt hast du hier draußen gepolstert, ich glaube jetzt gerade die Witter bei uns lange, dass die I62-Flotte Die waren mit westlicher Navigationsausrüstung ausgestattet.

01:53:52Jan Und zwar, ich weiß nicht, wie viel jetzt bei 60 Interflug hatte, ich habe es vergessen. Sagen wir mal, pass auf, sagen wir mal. Zehn Flugzeuge waren in der Flotte, also gab es, es gab aber nicht diese zehn Navigationssätze, sondern meinetwegen nur fünf. Warum gab es nur fünf? Weil der Ostlock durch diese sogenannten COKUM, hieß es COCum-Embargo? Es gab, also auf alle Fälle gab es ein Embargo, was der Westen verhängt hat. Und dieses Embargo bedeutete nichts anderes, als dass Hochtechnologie nicht

01:54:28Jan schon viel oder manchen Fällen gar nicht in dem Ostblock sozusagen exportiert werden durfte. Und das hatte diese kuriosen Auswirkungen bei der Interflug dass diese Navigationseinrichtungen in der IA 260, die wir meinetwegen vorgeschrieben haben, die sind dann agenda gefunden. Dender Habanna. So und wenn ihr in Dänder meinetwegen zwischengelandet, sind, ich weiß nicht, Steffen, das weißt du vielleicht besser, aber da wird sicherlich Vorschriften gegeben haben, wo dann gefordert wurde, dass entsprechende

01:54:58Jan zuverlässige Navigationsausrüstung an Bord ist. Ja, und wenn dann eben, wenn dann eben eine I62 auf den Flug gehen sollte und da war die Anlage nicht drin, dann wurde eben kurzerhand aus einer anderen Maschine ausgebaut. In die andere Leere Maschine wurden dann mehrere hundert Liter Wasser eingefüllt als Ballast.

Steffen Ist wirklich so.

Jan Weil das, ich glaube, vorne irgendwo im Rumpfbug, ich schlage mich tot, ich weiß nicht wo. Aber das ist doch auch so kurios, ja, wenn du so ist. Also da wurde im Prinzip ständig. Von einem Flieger wurde ein Teil ausgebaut, also in dem Fall die Nabrikationsausrüstung, wurde in einer andere Maschine eingebaut, die ist losgeflogen, die andere musste so lange stehen bleiben, weil

01:55:34Jan Sie konnte ja nicht fliegen, weil es hat ja was gefehlt. Das war okay.

Steffen So, er fragt auch weiter zu MiG-21. Wikipedia sagt dass es bei der Einführung in die NVA hohe Verluste durch Flugunfälle und technische Probleme gab. Vielleicht kann er ja was zu der Technik sein. Und wieso das ein Problem war, wobei das war alles vor deiner Zeit gewesen, dass du da in die.

Jan Ja, ja, natürlich, die MiG-21 ist ja irgendwie Ende der 60er oder so konzipiert, konstruiert worden.

01:56:07Jan Steffen, da behaupte ich ganz einfach mal die Luftfahrverhalten bis darf, hätte auch ganz, ganz schlechte Erfahrungen gemacht. Also, ähm Das ist, wenn neue Muster eingeführt werden. Schwund gibt es überall.

Steffen Zu deiner Zeit gab es keine Unfälle.

Jan Doch, aber wesentlich weniger, weil eben dann schon Ja, Steuertechniken, Flugverfahren, abfangerlöser oder wie auch immer.

01:56:40Jan wurde ja sozusagen, es wurde ja, den Spruch kennst du ja, jede Vorschrift wurde mit Buch geschrieben. Und natürlich wurde auch viel Lehrgeld bezahlt, denn in der NVA Ich habe ein Beispiel, was mir gerade einfällt, wenn man mal bei YouTube sich ein Start-Loss der MiG-21 anguckt, dann wird einem auffallen, dass Noch wenn ihr Fingers geht, dass Höhlenruder voll gezogen ist. Es wird vollgezogen. Warum? Weil es einen Fall gab. dass ich eben beim Erreichen von V1 oder ich weiß gar nicht, ob es diese Begrifflichkeiten bei der FHA auch gab, keine Ahnung.

01:57:12Jan Auf alle Fall, als der Flugzeugführer ziehen wollte, ging das nicht, weil sich ein abgescherter Liedkopf im Steugestänge verfangen hat. Und die Maschine ist dann mit hoher Geschwindigkeit an den Straßengraben, also in den Graben hinter der Startbahn gerollt. beide Beine gebrochen und so. Und deswegen gab es die Vorschrift, dass so wie der Startlauf beginnt, muss ja Steuerknüpfe gezogen werden, um nochmal zu kontrollieren, ob die Steuerung gleichgängig ist. Und ich da Ich dachte so, und natürlich sind viele abgestürzt.

01:57:42Jan Und dann hat einer rausgekriegt, es lag daran, die Maschine wurde überlastet, dann wurde gesagt, ihr dürft nicht mehr 9G ziehen, sondern noch 7,5G. Und so wurden dann im Laufe der Jahre die Unfallzahlen reduziert. Ich kann das jetzt anders kann ich es da nicht erklären oder erläutern oder wie auch immer. Ich sag mal, am Westen sind auch viele abgestoße. Starfighter war Phantom und wie es alle ist.

Steffen Ah, okay. Nee, alles gut. Also dann haben wir die Frage von Marcel und vielleicht kannst du ja mitgearbeiten, weil du hast ja dort gearbeitet, auch in der Abteilung.

01:58:14Steffen Marcel fragt, wie war die Ersatzteilverfügbarkeit? Einerseits bei der Interflug und auch bei der NVA?

Jan Bei der NVA sage ich, wiederhole ich das, was ich ganz am Anfang gesagt habe, für die Verteidigung wäre immer alles da. Da kann ich mich also nicht dran erinnern, dass es da mal irgendwie einen Teil gab, was nicht vorrätig war oder zumindest ging es doch recht schnell und dann war das Teil da. Bei der Interflug

01:58:44Jan war es tatsächlich so, dass dann doch das eine oder andere gefehlt hat. Oh. Okay. Also ähm Ja, ich kann jetzt kein konkretes Beispiel sagen, ob eine Bremseinheit gefehlt hat oder so. Nee, ich glaube das nicht, weil ich habe oft die noch Bremsen gewechselt und die waren immer da. Aber es war so, dass als ich bei der Lufthansa angefangen habe, mein erster Gedanke war, da gibt es alles. Also in Frankfurt gibt es eine Werkzeugsausgabe, ich sage hier, ich brauche das und das und das Teil ist da.

01:59:19Jan dass dem nicht so war und dass es so war, wie ich aus Spaß über so erzähle. dass manche Flugzeuge bestanden wurde aus ZBs, ZB, du weißt es, zurückgestellte Beamstandung. Bei der Luft haben sie ja nochmal nochmal 100 Fußstunden draufgepackt, Kaffeemaschine geht nicht, nochmal 50 Stunden draufgeschrieben. Also äh Es war lange nicht alles Gold, was glänzt. Also mit anderen Worten würde ich sagen, es gab bei der Interview Engpässe, so wie es bei der Lufthansa Engpässe gab. Oder gibt es auch heute noch, also

01:59:49Steffen Also da haben sich beide Systeme nichts genommen.

Jan Okay, gut, gut.

Steffen Ich gebe ja nur die Fragen wieder und so. Und habe auch schon die nächste Frage hier. Und zwar, das ist die von Martin. Martin fragt folgendes. Kennt er die Geschichte der Idoshin 62 mit der Registration DDR, die Sierra Echo Bravo und die Sierra Echo Charlie? war er eventuell mit den Transporter invultiert und zwar gibt es noch eine Seriennummer dabei und nochmal die Link zum Luftfahrtforum und so.

02:00:25Steffen Weißt du, wovon er redet? Ich weiß nicht, wovon er redet. Oder ist es die, die da auf der Wiese gelandet ist?

Jan Nee, nee, warte mal, ja, es ist ja dieser, dieser, dieser, dieser Heinz-Dieter Kallbach, das war ja so ein Flugkapitän zu Interflugzeiten, der hat ja in einer ausgesprochen spektakulären Aktionen. Da gibt es auch unglaublich spektakuläre Videos von. Der hat ja diese EL62 in Stellen auf dem Acker gelandet. Stellen, das war ja dieser Ort, wo Otto Julienthal unterwegs war.

02:00:55Jan Ich glaube, der ist sogar an dem Ort töklich verunlügt. Ich weiß es nicht, aber irgendwie so hat er dem Drehab nicht mal gönnen. Da hat der DG62 gelandet, in der man übrigens heiraten kann. in der ich auch geheiratet habe, es hat mich persönlich jetzt aber auch nicht unbedingt weitergebracht. Gut, was die von Erkennung hat, kann ich dir gar nicht sagen, aber ich glaube, Martin hieß er? Ja, ich glaube Martin meint die IO62, die dann am Flieger-Trainingzentrum stand in Schönefeld. was denn später Lufthansa-Trainingszentrum geworden ist.

02:01:25Steffen Ja, okay.

Jan Die hatten da, also die Interflug hat da ein Trainingszentrum aufgebaut, da waren Schutzsimulatoren Glaube ich, sogar drin oder irgendwie sowas in der Art?

Steffen Das ist die, ich bin gerade hier tatsächlich im Internet gegangen und die steht hier drinnen als Blickfunk im Fliegertrainingszentrum ausgestellt und auch als Kabintrainer benutzt. Okay, genau. Die muss ja der Ende hintransportiert sein. Ja, ja.

Jan Nee, die wurde, die wurde, nein, ich habe da mal Bilder gesehen, die wurde da wirklich mit richtig schweren Faktoren. sogar an allen drei Fahrwerken, wo sie die dann über dem AKE schleppt und dann über die B96, so wie sie die Straße oder so heißt ja da die Straße bewirkt.

02:02:02Jan Ich selber war nicht dabei, aber ich habe den Flieger oft noch gesehen, weil meine Freundin da gewohnt hat, da auf der Ecke. Und ich glaube, da hat ich gegen Ideen. Aber selber war ich nicht dabei. Weißt du, ob das da noch steht, der Flieger? Nee, nee, der ist weg. Der ist weg. Also der Spieler ist weg. Alles schade. Ich hab ja, aber. . . Du, ich glaube, möchte, dass sie Lust haben, dass da eine Interflugmaschine steht? Also ich glaube nicht. Ich glaube, sie wollen eher da einen alten Bombi hinstellen oder eine 707 oder so.

02:02:32Jan Oh Gott, ich weiß es nicht. Ja, okay, alles klar. Keine Ahnung.

Steffen Man braucht ja auch viel Platz, sowas.

Jan Ja, ich weiß nicht, was aus der geworden ist. Es gab mal eine IO-62 im Technikmuseum Merseburg oder Aeropark Merseburg bei Halle ist das. Das ist, dieses Museum wurde auch vor Jahren irgendwie geschlossen, ganz dubios, ganz kurios, irgendwie keiner weiß so richtig warum.

Steffen Das Internet sagt jetzt, es befindet sich, seit 2003 befindet sich die Sierra Eco Charlie, also die, die da auf alle Dinge.

02:03:04Steffen Im Merseburger Luftfahrtausstellung.

Jan Ja, und das gibt es nicht mehr. Das Museum gibt es nicht mehr. Okay, gut. Ich bin da letztens mal lang gefahren. Da ist nichts mehr zu sehen von irgendeinem Luftverklusion. Wo jetzt die Maschine abhieblieben ist, weiß ich allerdings auch nicht. Da war eine 334, eine IR-62, mit 21 Starfighter standen da rum. Schrauber. Alles weg.

Steffen Ist ja auf den Bildern zu sehen. Ich verlinke das, dann könnt ihr das irgendwie auch ausgucken. Aber was mit der Sierra Eco Bravo geworden ist, das kann ich jetzt irgendwie hier auch nicht.

02:03:35Steffen Nee.

Jan Nee, das weiß ich nicht.

Steffen Sagen. Also da müsste ich mich jetzt durch die Webseite irgendwie durchkrümeln hier und Aber, Steffen, ganz kurz, was mir gerade doch einfällt.

Jan Am Flughafen Magdeburg steht eine Tuna 34 und zwar genauso eine, an der ich meine Ausbildung gemacht habe. Die steht da, die kann man sich auch, die kann man sich angucken, die kann man anfassen. Da kann man, ob man rein kann, weiß ich gar nicht. Da habe ich vor einer Weile war ich mal da, habe ich ein paar Bilder vom Fahrwerk gemacht und so, weil mich das ja interessiert. Für Interessenten, wenn da mal jemand irgendwie am Flughafen Magdeburg vielleicht sogar landen sollte mit seiner Privatmaschine oder wie auch immer.

02:04:09Jan Oder wenn einer Matheburg ist, ja, das kann man sich angucken, lohnt sich. Da ist auch ein Triebwerk ausgestellt, das steht draußen rum, so ein D30 KU, so lattes sich das Triebwerk. Ja, kann ich empfehlen.

Steffen Okay. Nur so am Rande. Gut, so. Und jetzt kommen wir mal zur letzten Frage. Und zwar von Schwab über Mastodon, der hat folgendes gefragt. Mich würde interessieren, was der Unterschied zwischen den Triebwerken ist. Ich denke Denn ich denke, der Osten, in Anführungsstrichen, hat er geschrieben, hatte nicht die Auswahl zwischen verschiedenen Firmen und Ansätzen bei den Triebwerken.

02:04:45Steffen Und wurden die Triebwerke auch dort eingesetzt, wofür sie eigentlich gar nicht vorgesehen waren? Ja. Oh. Okay.

Jan Ja, wie fängt man da an? Ja, also es ist in der Tat so, dass die Flieger kamen ja alle außer Satz. Punkt. Und die Sowjetunion hatte mehrere Konstruktionsbüros. Also Tupolev war ein Konstruktionsbüro, Ijushin, Antonov.

02:05:15Jan Das waren jetzt die Konstruktionsbüros für die Zelle, sage ich mal. Und dann gab es Konstruktionsbüros für die Triebwerke. Und das wurde also ausgeschrieben, meine was für sich, wir brauchen einen Triebwerk, der Startmichthode, der 50 Kilometen, ich weiß nicht, Schubklasse. Und dann haben sich die Konstrukteure herangemacht und haben ein Triebwerk konstruiert. Und das wurde dann in der Tat Das wurde dann sozusagen in allen möglichen Maschinen verwurstet. Also dieses Triebwerk von der 234, das ist später in der I76 geflogen.

02:05:46Jan Also heute noch. Ja, okay. Das ist in der I62 geflogen. Und was ich persönlich relativ spektakulär finde, dieses Fakt. Dieses Triebwerk, natürlich eine Weiterentwicklung, fließt sogar in der MiG 31. Und das ist ein Mach 3-Abfangjäger.

Steffen Ja, okay.

Jan Also

Steffen Ja, na gut, ich meine, dieses Ba diese Basis, die C für 56, ich meine, das wurde auch in wie viel Varianten hergestellt. Richtig, ja, genau.

Jan Das kenne ich ja auch, das Richter kenne ich ja auch.

02:06:16Jan Also wir sagen dass die Grundkonstruktion natürlich über die Laufe, also im Laufe der Jahre immer verbessert wurde. eine äußere Schubumkehr statt eine innere Schubumkehr installiert, dann wurde meinetwegen das Nebenstromverhältnis verändert, dann wurden die Leitschaufeln, dass man die verstellen kann, was ja heutzutage gerade gäbe ist, das wurde meinetwegen installiert, oder nachgerüstet, aber der Motor als solches in seinen Grundzügen, der fliegt heute noch.

02:06:48Jan Und der, der, der, der, der. Schreiber Link hier gerade mir fällt der Lama, aber ich habe, also ja, der Kollege, der das gerade gefragt hat, der hat, der hat, ja genau, der hat natürlich recht. Die Russen hatten ja in dem Sinne, es gab ja keine Konkurrenz. Es gibt ja Pratt Witny, da gibt es hier IAE, Tietwerke und Reus-Reuß. Das gab es ja nicht. Da gab es ein Konstruktionsbüro und das hat im Prinzip für alle möglichen Fehler das Feedback gebaut. Okay, verstehe.

02:07:19Jan Geld war auch nicht vorhanden, um meinetwegen im besten Technologien einzukaufen oder wie auch immer. Und dann wurde das eben genommen. Und by the way Die Technik war ja nicht schlecht. Machen wir uns mal nichts vor. Robust war die Feinde. Man kann die 234 sicherlich mit der wohlen 737, der ersten, also der Klassik oder so, die bist du noch geflogen, den Bobby.

Steffen Ja, ja, die Klassik mit den alten JT8 bin noch geflogen. Richtig, also mit diesem Ofenrohr, ja.

Jan Ja, genau. Fuel-Tune Voice-Converter.

02:07:49Steffen Ja, genau, richtig.

Jan Und da kann man die doch sicherlich miteinander vergleichen. Der Hat der Bobby, hatte der eigentlich ein Anti-Skip-System?

Steffen Ja, doch, doch, doch, das hatte der.

Jan Das hat sogar die IL-Asch-Szene. Das ist ja mit dem alter Propellerfähig. Da gab es schon Anti-Skidvor-Richtungen, die 234 hat es auch. Das Triebwerk war damals modern. Es war nicht lauter als das von der Boeing. Oder vielleicht war das von der Boeing sogar lauter als von der Two. Man weiß es nicht, man weiß es nicht.

02:08:19Jan Aber ich würde sagen, die Technik damals war sicherlich vergleichbar. Irgendwann hat die Sowjetunion eben aufgrund Kalter Krieg und russische Bürger, die haben irgendwann ganz einfach den Anschluss verloren, weil das Geld nach der Marktwirtschaft oder nach der Einführung der Marktwirtschaft, auch in der Sowjetunion oder in Russland, wie es denn expeta hieß, irgendwann das Geld, also so leid wie es mir tut, die haben irgendwann den Alters verloren. Und da kommen sie jetzt nicht hinterher.

02:08:49Jan Und wenn man wenn man liest, wie lange die Tool 204 gebraucht hat, vom Erstflug des Prototypen Bis in Dienststellung. Ich glaube, wir reden da schon über zehn Jahren oder so. Oder sogar noch länger.

Steffen Naja, gut, das schafft die 7777X jetzt auch, ne? Also gut, aber aus anderen Gründen.

Jan Naja. Nein, also da bleiben wir dabei. Also es gab einen Konstrukteur für die Zelle und einen Konstrukteur für das Triebwerk und der hat eben und dieses Triebwerk haben sie möglichst In vielen Maschinen eingesetzt.

02:09:20Steffen Fragen sind zu Ende. Wir kommen hier an die über zwei Stunden schon. Ich muss langsam auch langsam Schluss machen. Deswegen, ich möchte trotzdem nur erwähnen, on this day. 1971 gab es leider einen tragischen Unfall, und zwar eine Midair-Kollusion zwischen einem Boeing 727200 von All Nippon Airways Flug. Das war ein Schulungsflug, die sind da mit North American F 86 Sabre, die also in einem Trainings in einer Formation flogen und da war der Lehrer irgendwie dabei und der Lehrer dem ist ja praktisch der die Formation hinterhergeflogen und der hat ein bisschen leider sich verflogen in dem Sinne, dass er den Luft

02:10:01Steffen Weg, der die Luftstraße gekreuzt hat, die Zivile und da hat er das gemerkt, ist ab dem Rückflug wieder, ist er wieder in derselben, über die Luftstraße wieder zurück und dabei sind die dann zusammengestoßen und der, der Die Sabre hat das Höhenleitwerk der H7 zerstört und ohne Höhenleitwerk ist ein Flieger halt nicht kontrollierbar. Der Kollege konnte aussteigen von dem Militärjet, also der hat seine Katapult-Sitz, wie du gesagt hast. hat er gezogen und sehr tragisch kam. Alle Flieger kamen da um.

02:10:32Steffen Und also das ist das Tragische, was passiert ist. Das Interessante, was passiert ist, ist, ich wusste gar nicht, dass es so früh passiert ist, also hat mir hier das Internet ausgespuckt, dass 1945 am 30. Juli Nahm die Swiss eher schon wieder in ihren Flugbetrieb wieder auf. Also so, kurz nach dem Ende, ich meine, die waren ja nicht in dem Sinne, waren sie ja nicht Teilnehmer dabei.

Jan Die war ja neutral, ne?

Steffen Neutral, sozusagen. Aber die Swiss ja nahmen on this day wieder Flugbetriebe auf. Das fand ich irgendwie ganz spannend.

02:11:03Steffen Mit welchem Muster? DC6? Irgendwas Alten. Das habe ich jetzt nicht abgesprochen. Und es waren keine Jets, sondern es waren garantiert Kolmflieger und Nein, nein, nein. Das wollte ich nur ganz kurz loswerden. Und dann komme ich ja zu dieser Rubrik, die ich ja immer auch immer ganz spannend fand, die Geschichte zum Ende. Und da hast du tatsächlich mal was reingeschrieben, irgendwie.

Jan Ich habe reingeschrieben, dass ich die Wette eingehe, dass ich 40 Meter schneller laufen kann als Jusin Bolt.

02:11:34Steffen Achso, ich dachte das für den Kupferwerk, Ebi.

Jan Achso, ja gut, das ist ganz schnell erzählt mir die Buchmark.

Steffen Okay, gut, aber dann erzähl mal deine Justin Bold-Geschichte.

Jan Ja, ähm Uns wurde erzählt, dass die Landebahn in Rotenburg 80 Meter breit ist. Das ist ja wirklich viel. Das ist ja wirklich viel. So, und es gab im Flug. . Beim Flugdienst gab es einen Posten, der nannte sich Bremsschirmposten. Kannst du dir ungefähr vorstellen, was das sein könnte? Bremsschirmposten? Null.

02:12:04Jan Nö, die mit 21 hat den Bremsschon. Der hat also beholfen, die Lernestrecke zu verkürzen und die Bremse zu schonen. Und diesen Bremsschirm kannst du natürlich nicht mitnehmen, wenn du jetzt fertig bist mit deiner Landung, kannst du ja nicht mitnehmen bis zum Abstellplatz. Der wird also auf das Zeichen, auf das Handzeichen des Bremsschirmpostens, drückt dann der Fundzelführer auf den Knopf und dann wird sozusagen der Bremsschirm abgeworfen. Ich laufe dann rauf auf die Startbahn, ziehe den Schirm runter, rolle den ein bisschen, also was verständlich, aber rolle den ein bisschen zusammen und irgendwann kommt so ein P nach LKW, da schmeiße ich den rauf, der wird dann zur Schirmmarktstadt gefahren und wird dann wieder entpackt.

02:12:41Jan Und deshalb diese ganze Aktion Dremschuhposten habe ich nachts gemacht. Wirklich, also war Nachtflug. Und ich habe einen mit akku betriebenen Leuchtgürtel musste ich tragen. Den habe ich dann logischerweise angemacht, damit der Flugzeugführer mich auch sieht, wo ich stehe und mit meiner Taschenlampe und so. Gut, lange Rede, kurzer Sinn. Es waren alle Flieger unterwegs, ich hatte nichts zu tun und ich bin aus die Idee gekommen, Mensch, die erzählen so man, die Landebahn ist 80 Meter, das glaube ich dir nicht. Also was habe ich gemacht? Ich habe meine Gruppe ausgemacht, habe geguckt nach links, habe nichts gesehen

02:13:13Jan bin unbeleuchtet mit Meterschritten, also weißt du ja, wenn man so die Füße so rüberlaufen, achte ich mir da, stimmt. So, bin steht die Birm, musste aber wieder zurück zur anderen Seite. Hab dann in dem Fall nach rechts geguckt Und habe zwei Landeshellwaffe gesehen. Okay, ich wusste, da startet eine Maschine. Gut, die lässt sich jetzt mal durch. Dann habe ich die Maschine durchgelassen. Also die war dann sozusagen, als sie auf meiner Höhe war, hatte die dann abgehoben, aber die 10, 15 Meter hoch mit Dachbrenner, Ohren, mit tollem Alarm. Und dann bin ich losgelaufen, ganz gemütlich.

02:13:43Jan Steffen und frag mich nicht, wie sie kommen ist. Aus irgendeiner Eingebung heraus habe ich nach rechts geguckt und da kam noch eine. Die habe ich nicht gesehen, weil durch das Flimmern des Abgaststrahls, ich habe die ganz einfach nicht gesehen. Und die kann man nun sozusagen mit glühem Machbrenner und mit, was sie, keine Ahnung, 260, 270 da unten kamen die auf mich zugereust und ich bin die letzten 40 Meter erannt. Und ich glaube, wirklich Susan Bolter hat ja keinen Stich gesehen gegen mich.

02:14:14Jan Ich bin auf der anderen Seite angekommen. Die Maschine war auf meiner Höhe, war gerade im Griff abzuheben und der Flugzeugführer hat mich gesehen. Der hat dich ja landet. Und der hat mich dann, als er landet ist, und ich habe ihm das Handzeichen gegeben, er soll einen Bremsschirm auskinken, ablachen. Er hat dann sozusagen, um mich zu belehren oder vielleicht auch zu bestrafen, hat er den mal 200 Meter weiter mitgenommen und dann habe ich dann, na, durfte ich halt 2300 Meter laufen und hab dann den Bremsschirm eingesammelt. Das war. Ja, so ist es denn. Ja, da kriegt man schon mal einen Trick.

02:14:44Jan Ja, okay. Und was ist das mit dem Buchfahrwerk? Das ist nicht bei uns passiert, das ist in einem Kampfkurs war da passiert. Die MIG 21 hat in der in der Rumpf, also unterm Rumpf, in der Längsachse vom Rumpf eine Maschinenkanone verbaut. Und die soll natürlich nur in der Luft funktionieren. Das hat also irgendein. . . irgendein Mechaniker den Waffenstechniker gefragt, du sag mal, wie funktioniert denn eigentlich so eine Kanone? Ja, sagt er, pass auf, du musst dann hier, du musst dann am Fahrwerkshebel, hast du so einen Knopf?

02:15:14Jan Ja, wir haben ja, wir haben ja, du hast dich ja mit Markus letztens da über diesen Überbrückungsknopf, ihr habt euch herrlich gesetzt, auch hat richtig vorgemacht durch die zu werden, sagte, du musst diesen Knopf drücken, damit das Flugzeug denkt, es ist in der Luft. Ja, und dann machst du am Stahlknüppel bewegst du den Kampfklopf und so wie er das sagt, drück dir auf diesen Knopf, bewegt den Kampfknopf und was der nicht wusste, war Die Kanone war durchgeladen. Also die war schon, da war also schon eine Granate im Lauf. Und die Kanone ist ja hinterm Buchfahrwerk in Flugrichtung gesehen, hinterm Buckfahrwerk.

02:15:48Jan Ja, und dann gingen natürlich ein, zwei Mumpel raus, das ist ja eine Doppelläufige Kanone, da kommen immer zwei Schuss mit einmal raus. Und da haben sie sich dann das Buchverwalt weggeschossen.

Steffen Und ist der Flieger auf der Nase gelandet.

Jan Also das haben sie uns auch nur erzählt. Bilder haben wir als Normalsterblicher, Sterblicher ja nicht zu sehen bekommen. Beheimhaltung wurde ja ganz groß geschrieben. Aber die Geschichte wurde so erzählt. Ich glaube, die beiden sind doch nicht kritisch.

Steffen Vielleicht finden wir ja da was zum Netz. Manchmal ist es ja doch schön, was es da so für Netzfunde gibt.

02:16:20Steffen So, ich gucke jetzt wirklich auf die Uhr. Ich gucke auf meine Uhr, weil ich muss auch Schluss machen. Weil in einer halben Stunde schon woanders sein möchte. Und würde noch fragen, hast du irgendwas, was du noch sagen möchtest, als letzte oder irgendwas?

Jan Nee. Okay. Ich bereue nichts. Ja, das ist gut.

Steffen Dann würde ich tatsächlich so den Sack jetzt zumachen. Hitten am Ende steht immer drin, wo man den Podcast als solches und alle Leute erreichen.

02:16:51Steffen Wo kann man denn dich reichen über mich oder soll ich da was mit reinschreiben? Dann über mich, oder?

Jan Ja, über dich.

Steffen Wenn einer irgendjemand. .

Jan Du kannst ja meine Handynummer da stehen.

Steffen Nein, ich schreibe nicht ins Netz, don't worry.

Jan Nein, nein, nein, nein. Ich sage jetzt mal, wenn jetzt einer irgendwie noch mehr von mir wissen will, kannst du ruhig.

Steffen Okay, alles klar, mach ich.

Jan In dem Fall kannst du die nochmal weitergeben, dann sollte er mich anstrengen.

Steffen Alles klar, gut, mache ich. Jan, ich bedanke mich ganz, ganz viel viel für deine Zeit. Lange durchgehalten. Und wie gesagt, wenn Frage ist, frag nach, wie gesagt, gibt uns Spotify-Kommentare.

02:17:25Steffen Ich werde sie jetzt mir alle durchlesen und dass es da gibt und auch viele Fragen noch offen und ich müsste, aber ist eine One-Man-Show und ich kriege nicht immer alles auf Twitter. Nee, alles gut, alles gut. Ich danke dir, Jan. Dann hoffentlich eine schöne Abkühlung jetzt nach dem Regen. Ich muss mal gucken, was ich bin. Was sagt das Thermometer denn? Auf Verwärrand.

Jan Trauchschnüfel plus noch 34 und drinnen habe ich 30,2. Mensch, das geht. Ich glaube, ich muss mir dann was Warmes anziehen. Das sind 15 Grad weniger als vorhin. Ich sag prima.

02:17:55Jan Gott sei Dank. Alles klar. Steffen, ich wünsche dir was. Hau rein, danke.